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Samstag, 14. Januar 2023

Killer Pussy Review

Japanuary 2023

Killer Pussy

Story:

 

Fünf Jugendliche habe eine Panne und finden ein verlassenes Grundstück. Dort wird gefeiert, bevor ein neuartiger Parasit, der sich in Geschlechtsorganen von Frauen einnistet, die Party unschön stört…

 

Meine Meinung:

 

Killer Pussy aka Sexual Parasite war ein Titel, wo ich ziemlich gut wusste, dass der nach Neusichtung aus der Sammlung fliegen würde! Am Ende war der Entscheid aber doch knapper als erwartet. Killer Pussy ist ein 60minütiger 2004er Spielfilm, der direkt für den Videomarkt in Japan gedreht wurde. Killer Pussy war doch ganz spassig, kurzweilig und unterhaltsam.

 

Der Film von Takao Nakano, dessen Film Big Tits Zombie wohl sein bekanntester Film geworden ist, orientiert sich gekonnt am ausländischen Film. So wirkt der Film und die Klischees wie aus jedem x-beliebigen US-Slasher bzw. Backwood-Film. Mehrere Sequenzen erinnern an ausländische Filme (Braindead, Shivers, Commando).

 

Der Film war horrorlastiger und blutiger als ich den in Erinnerung hatte. Selbstverständlich wird aber auch auf nacktes Fleisch und Sex nicht verzichtet. Der Mix aus Sex/Erotik und Schmuddel/Sleaze/Horror wird gekonnt eingefangen und in Szene gesetzt. Statt Sperma gibt es Blut, Speichel oder Schleim. 

 

Zudem gibt es charmante Effekte: Gummidärme, Killerparasiten, Handpuppen-Monster etc.  Recht sympathisch. Der Cast (die Mädels scheinen vor allem aus der Porno- und Sex-Ecke zu kommen) machte ihre Sache auch ordentlich.

 

Fazit: Hätte den (nach Neusichtung) schlechter erwartet. Aber nichts, was ich nochmal schauen werde = DVD wird aus der Sammlung aussortiert!

 

Infos:

 

O: Kiseichû: Kirâ pusshî

 

Japan 2004

 

R: Takao Nakano

 

D: Sakurako Kaoru, Natsumi Mitsu, Tomohiro Okada, Tôgo Okumoto, Toshimichi Tazaki, Kanji Tsuchiya

 

Laufzeit der US-DVD: 59:42 Min.

 

Neusichtung am: Jan. 2023

 

Fassungen: Mir lag die Code Free DVD aus den USA von Discotek Media vor = Wendecover, Uncut (jedoch hier und da japanische Fogging Zensur), O-Ton, englische Subs. Andere DVDs (HK, Japan) haben keine englischen Subs. Es gibt keine deutsche Fassung und keine Blu-Ray (Stand: Jan. 2023).

Montag, 31. Dezember 2018

Burning Paradise Review

Burning Paradise

Story:

Im ganzen Land werden Shaolin Mönche gejagt und getötet. Fong Sai Yuk (Willie Chi Tin-Sang) und sein Onkel fliehen vor den Regierungstruppen. Sie stossen auf eine Prostituierte (Carman Lee Yeuk-Tung), um danach von den Regierungstruppen gefangen genommen zu werden (der Onkel stirbt dabei). Fong Sai Yuk und Co. werden nun im Red Lotus Tempel, gespickt mit vielen tödlichen Fallen und einem irren und schier unbesiegbaren Gegner (Wong Kam-Kong) innehabend, gefangen gehalten. Der Kampf ums Überleben beginnt…

Meine Meinung:

Ringo Lam, der unerwartet und im jungem Alter von nur 63 Jahren am 29.12.18 verstarb, hat einige tolle HK-Kracher auf die Leinwand gezaubert: Aces Go Places IV (der Mad Mission Reihe angehörend), Prison on Fire 1 + 2 (Knast-Drama mit Chow Yun-Fat und Tony Leung Ka-Fai), City on Fire (einige Storyinhalte und Szenen wurden 1:1 nachgestellt in Reservoir Dogs, daher auch der Bekanntheitsgrad), School on Fire (eine seiner besten Arbeiten mit Roy Cheung als menschlicher Abschaum), Undeclared War (moderne Action mit Buddy Movie Inhalten – Geweilo und Danny Lee als Cops), Touch and Go (Sammo Hung vs. Tommy Wong Kwong-Leung), The Twin Dragons (Jackie Chan Action-Komödie), Full Contact (einer seiner besten Arbeiten – Simon Yam vs. Chow Yun-Fat), The Adventurers (mit Andy Lau) oder Full Alert (Lau Ching-Wan vs. Francis Ng). Dabei darf man seine US-Actionfilme nicht vergessen (z.B. seine Van Darm Zusammenarbeiten à la Maximum Risk) und natürlich diesen Titel nicht: Burning Paradise!

Letzterer gehört nämlich, nebst School on Fire und Full Contact auch zu seinen besten Arbeiten, die Ringo Lam als Regisseur unter der Produktion von Tsui Hark abgeliefert hat. Ringo Lam wechselt ins klassische, bekannte Shaolin Setting Terrain und spendiert dem Fan eine willkommene Abwechslung in seiner Filmkarriere, die vor allem aus modernen Action(Dramen/Triaden/Krimis) bestand. Als grosser Old School Kung Fu Film Fan nehme ich dankend an – zwar ist das Thema um gejagte Shaolin Mönche alles andere als neu oder originell, aber der Film ist aufwändig und spektakulär in Szene gesetzt – und dabei sieht man Ringo Lams Film auch Tsui Harks Handschrift in jeder Sekunde an.

Soll heissen: aufwändige Actionszenen, wunderbare Choreographie, tolle Settings (Tempel voller Fallen, der Beginn und die Jagd durch die Wüste), Pferde die nichts zu lachen haben (wenn ich heute nicht arbeiten gehen müsste, gäbe es Pferde Fondue Chinoise) und nochmal: spektakuläre Kampfszenen, die schön, rasant und knackig mit viel Power und Körpereinsatz, choreographiert wurden. Die mir unbekannten Stars dürften echte Martial Arts / Shaolin Ressourcen haben. Auf Wire-Work wurde zwar nicht verzichtet (war halt Mitte der 90er Jahre Film), aber das tut dem Spass keinen Abbruch. Auch die Kunst von Wire-Work Kampfszenen kann sehenswert sein, und in den Händen von Namen wie Ringo Lam oder Tsui Hark, braucht man keine Angst haben, dass dabei billige Action entsteht.

Die Darsteller kenne ich nicht, aber sie agieren sehr gut, vor allem Willie Chi Tin-Sang als frecher, junger Volksheld Fong Sai Yuk (eine Rolle, die auch von grossen Stars wie z.B. Jet Li oder Alexander Fu Sheng gespielt wurde) und Wong Kam-Kong als irrer Bösewicht, dessen Overacting und morbiden Hobbies im Red Lotus Tempel (auch dieser Tempel war schon Gegenstand von vielen klassischen HK-Filmen, z.B. der Shaw Brothers Arbeit Temple of the Red Lotus mit Lo Lieh und Jimmy Wang Yu von 1965) für viel Spass und amüsante Szenen sorgen!

Mit Blut und Härten wird auch nicht gespart wie auch nicht mit sonderbarem HK-Klamauk, welches schlussendlich nicht immer gut platziert wirkt – aber als HK-Filmfan ist man das gewohnt. Einziges echtes Manko: auf die filmischen Liebesgeschichten hätte man verzichten können und den Film somit rasanter, actionreicher und kurzweiliger halten können! Ist aber nur ein Detail, welches nicht gross ins Gewicht fällt.

Fazit: Eine von Ringo Lams besten Arbeiten und jedem echten HK-Filmfan zu empfehlen!

Infos:

O: Foh Siu Hung Lin Ji

HK 1994

R: Ringo Lam

P: Tsui Hark

D: Willie Chi Tin-Sang, Carman Lee Yeuk-Tung, Wong Kam-Kong, Yeung Sing, Maggie Lam Chuen

Laufzeit der US-DVD: 103:48 Min.

Gesehen am: Vor 2006 / Review überarbeitet: 31.12.18

Fassungen: Mir lag die US-DVD von Discotek Media vor = sehr gute Bild- und Tonqualität, Uncut, O-Ton und englische Subs, Tsui Hark Interview als Bonus. Wer deutschen Ton braucht, muss zur deutschen DVD von Mo Asia greifen (O-Ton und Subs positiv, Bildqualität jedoch deutlich schlechter als bei der franz. und/oder US-DVD Ausgabe).

Donnerstag, 9. August 2018

Ebola Syndrome Review

 
Ebola Syndrome

Story:

Kai (Anthony Wong) flüchtet nach diversen Morden (u.a. an Shing Fui-On) von Hong Kong nach Südafrika. Dort arbeitet er für die Restaurantbesitzer Kei (Lo Meng) und dessen Frau (Cheung Lau). Kai steckt sich mit Ebola an. Jedoch ist Kai immun dagegen, kann aber andere damit anstecken. Im Streit tötet er Kei und dessen Frau, verarbeitet deren Körper zu Hamburgern, welche er im Restaurant verkauft und somit das Ebola-Virus verbreitet. Unter falscher Identität reist er nach Hong Kong zurück, wo er das Virus auch zu verbreiten beginnt, während die HKer Polizei zu ermitteln beginnt…

Meine Meinung:

Ebola Syndrome ist ein berühmt-berüchtigter CAT. III Film aus Hong Kong, welche vor allem Anfang bis Mitte der 90er Jahre die HKer-Fimwelt mit vielen tollen Streifen begeistert hat (und auch viele ausländische Fans).

Da wären grossartige Titel wie Naked Killer (Simon Yam und Chingmy Yau), Raped by an Angel (Simon Yam und Chingmy Yau Teil zwei), Red to Kill, Story of Ricky (Manga Verfilmung), Run & Kill (wieder mit Simon Yam und Kent Cheng), die Sex & Zen Reihe, Her Vengeance, Dr. Lamb (Simon Yam), Diary of a Serial Killer, A Day Without Policeman oder Bloody Beast.

Auch Ebola Syndrome Star Antony Wong ist in diesen Filmen, obwohl er das Genre gar nicht gerne mag (sagt er im Audiokommentar zur US-DVD von Ebola Syndrome), oft vertreten: Daughter of Darkness (Nebenrolle als Cop), Love to Kill (als irrer Killer), 3 Days of a Blind Girl (als irrer Stalker – Opfer eine blinde Frau), Taxi Hunter (vom Ebola Syndrome Regisseur), The Untold Story (mit diesem Film, eine weitere Anthony Wong und Herman Yau Zusammenarbeit, gelang Wong in dem Genre der grosse Durchbruch – es winkte sogar der «HK Oscar» als bester Darsteller), The Underground Banker (teilt sich Film mit Simon Yam) oder Brother of Darkness (Nebenrolle als Anwalt).

Ebola Syndrome ist einer der besten Filme dieser Art. Regisseur Herman Yau (Shock Wave, The Sleep Curse) und Anthony Wong, die zuvor schon das Meisterwerk The Untold Story ablieferten, haben sich dem damals sehr aktuellen Thema (welches auch heute nach wie vor in Afrika auftaucht und wütet) des Ebola Virus angenommen. Der Film ist fies, tabubrechend, teilweise herrlich eklig, tief böse und schwarzhumorig.

Man muss jedoch ein Faible für diesen comicartigen, übertriebenen Humor (plus Mix aus harter Gewalt, Sex und sexueller Gewalt) haben, damit man sich mit dem Film und einzelner Szenen amüsieren kann – vielen dürfte der Inhalt und die widerlichen Ideen, gerade wenn sie die Figur Kai charakterisieren (fies, widerwärtig, eklig, schmierig, psychopathisch…), nicht gefallen.

Die blutigen Effekte sind sehr schön getrickst und aufwändig in Szene gesetzt. Das gilt für den Film allgemein (es wurde wirklich auch in Südafrika vor Ort gedreht) – es wurden echte Tiere (vor der Szene mit den Leoparden hatte Anthony Wong grosse Angst) und echten Feuer-Stunts (am Ende – es handelte sich im übrigen nicht um Anthony Wong sondern um einen Stuntman) eingesetzt aber auch Tiersnuff (die Frösche, die im Restaurant zerkleinert werden, werden nicht von Anthony Wong zerhackt, Hühner die geköpft werden, am Ende eine Maus, die überfahren wird). Anthony Wong ist im Übrigen ein grosser Verfechter von Tiersnuff (kann man auch dem Autiokommentar entnehmen). 

In Ebola Syndrome gibt es eine Hommage an The Untold Story (in welchem Menschen zu Fleisch verarbeitet und als Nahrung verkauft werden) und im späteren The Sleep Curse von Herman Yau zitiert er von seinem Ebola Syndrome (Kopfhaut abziehen bei der Obduktion).

Weiter positiv erwähnenswert: den Soundtrack fand ich Spitze. Die Story soll von Wong Jing, der den Film produziert hat, stammen. Der Mann hatte damals schon ein gutes Händchen für erfolgbringenden Inhalt, um Kasse machen zu können. Anthony Wong brilliert in der Rolle des Psychopathen grossartige Leitung von ihm. Schön zu sehen, dass sogar ein ehemaliger Shaw Brothers Star, nämlich Lo Meng (einer der Venom Darsteller, die von Chang Cheh entdeckt und gefördert wurden – zu sehen in Shaw Brothers Arbeiten wie Pursuit of a Killer, This Man Is Dangerous, Men from the Gutter, Bastard Swordsman, Five Element Ninjas, The Rebel Intruders oder The Naval Commandos) in einer grossen Rolle zu sehen ist. Desweitern ist Shing Fui-On als Anthony Wongs Boss am Beginn des Filmes zu sehen, der damit droht, Wong zu kastrieren da er mit seiner Frau Sex hatte.

Ebola Syndrome – man muss den Film gesehen haben, um es zu glauben! Ein Film, der seinem Ruf gerecht wird und der auf politische Korrektheit definitiv keinen Wert legt! Klare Empfehlung an alle CAT. III Filmfans!

Infos:

O: Yibola bing du

HK 1996

R: Herman Yau

D: Anthony Wong, Lo Meng, Cheung Lau, Angel Wong Chui-Ling, Vincent Wan Yeung-Ming, Shing Fui-On

Laufzeit der österreichischen DVD: 96:21 Min.

Gesehen am: Jugendzeit / Review überabrietet: 21.05.18

Fassungen: Zu empfehlen ist die österreichische DVD von Illusions = diese präsentierten weltweit zum ersten Mal nebst der Kinofassung die echte Uncut-Fassung, in welcher die geschnittenen Szenen, die kurz vorher zum ersten Mal weltweit auf der US-DVD von Discothek auftauchten (als Bonus), wieder in den Film geschnitten wurden. O-Ton und deutsche Subs liegen bei. Die Bildqualität ist recht gut. Bis daher war nur der Kino-Cut, der für die CAT. III Freigabe stark zensiert wurde, erhältlich. Die US-DVD lohnt trotzdem: es gibt exklusive Interviews mit Herman Yau und sogar einen Audiokommentar mit Herman Yau und Star Anthony Wong (in Chinesisch mit englischen Subs. Nachtrag 27.06.23: Für eine Neusichtung lag mir nun die US-Blu-Ray von Vinegar Syndrome vor = Uncut, bessere Qualität als bei der österreichischen DVD, O-Ton, englische Subs, exklusives Bonusmaterial, Wendecover, Booklet, Region-All Disc und eine UHD-Disc befindet sich ebenfalls an Bord.