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Donnerstag, 2. Juli 2026

The Dynamite Brothers

 

The Dynamite Brothers

Story:

Larry (Alan Tang Kwong-Wing) reist von Hong Kong nach San Francisco. Dort sucht er nach seinem verschollenen Bruder. Larry wird jedoch festgenommen. Doch zusammen mit einem anderen Gefangenen (Timothy Brown) gelingt ihm die Flucht…

Meine Meinung:

The Dynamite Brothers ist der Al Adamson (Nurses for Sale, The Female Bunch, Cinderella 2000) Film mit HK-Star Lam Ching-Ying (Crazy Safari, Encounters of the Spooky Kind 2, The Dead and the Deadly). Lam Ching-Ying spielt eine kleine Nebenrolle als Gangster. In weiteren Rollen sind noch Mars (Knockabout) sowie Philip Ko (Fearless Dragons) zu sehen, die mir beide nicht aufgefallen sind. Die Hauptrolle des Chinesen spiel Alan Tang (Winner Takes All?).  Lam Ching-Ying war zudem für die Kampfszenen (als «Fight Director») zuständig. Der Film ist ein früher Versuch, einen Clash der Kulturen auf die Leinwand zu bringen. Das Blaxploitation-Genre und den asiatischen Kung-Fu-Film.

Der Film dürfte sicherlich erfolgreich gewesen sein. Gekostet hat er praktisch nichts. Leider fand ich den Film am Ende nur durchschnittlich. Trotz der simplen Story war der Film zu langweilig. Es gab Längen, ich wurde müde und musste gegen das Einschlafen kämpfen. Da waren andere Filme von Al Adamson mit Actionbezug sehenswerter, z.B. Black Samurai oder Death Dimension. Das Budget sieht man The Dynamite Brothers leider negativ an. Einzelne Actionmomente sind schluderig gefilmt und daher unübersichtlich. Selbst bei den wenigen Kämpfen ist die Kamera oft zu nah dran. Alan Tang hat seine Sache ordentlich gemacht. Timothy Brown war ok, kommt aber leider nicht an einen Jim Kelly ran. Die Kung-Fu-Elemente haben mich mehr überzeugt als der Blaxploitation-Einschlag.

Fazit: Cool für Lam Ching-Ying, aber leider mit zu vielen Längen und zu wenig Action…

Infos:

O: The Dynamite Brothers

USA 1974

R: Al Adamson

D: Alan Tang, Timothy Brown, Aldo Ray, James Hong, Don Oliver, Al Richardson, Carol Speed, Clare Torao, Lam Ching-Ying

Laufzeit der US-Blu: Ca. 90 Min.

Gesehen am: 02.07.26

Fassungen: Gesehen als US-Blu-Ray von Severin Films (Al Adamson: The Masterpiece Collection) = Sehr gute Bild- und Tonqualität, O-Ton, englische Subs, Uncut. Lief in Deutschland im Kino. Auf VHS, DVD und Co. scheint der Film (in Deutschland) hingegen nie veröffentlicht worden zu sein.

Mittwoch, 1. Juli 2026

From the Old Earth

 

From the Old Earth

Story:

William Jones (Charles Williams) findet bei archäologischen Ausgrabungen einen Kopf aus Stein und nimmt diesen mit nach Hause. Keine gute Idee…

Meine Meinung:

From the Old Earth war 1981 einer der ersten Horrorfilme in Walisischer Sprache. Der Film läuft nur knapp 50 Minuten und mutet mehr wie eine TV-Episode (einer Serie) an. Viel Budget war nicht vorhanden. Der Film ist sehr dialoglastig und es gibt fast keine Effekte zu sehen. Das Ganze ist irgendwie okay und solide, aber mehr auch nicht. Zwar beinhaltet der Film keltische Mythologie und ist perfekt geeignet, um sich in Severin Films All The Haunts Be Ours: A Compendium of Folk Horror Vol. 2. Filmauswahl zu sein, aber selbst für die kurze Laufzeit gab es Längen.

Der Film gilt als Highlight in der walisischen Filmlandschaft und der Film basiert auf einer Kurzgeschichte eines Dichters namens Gwyn Thomas. Ob die Verfilmung originaltreu ist, kann ich nicht beurteilen, da ich diese nicht kenne. Dass der Steinkopf Unheil bringt, ist vorhersehbar. Dennoch hätte ich mir gerade in diesen Szenen etwas mehr Grusel, Horror sowie Effekte erwartet. Da bot mir From the Old Earth am Ende dann doch leider zu wenig, um wirklich effektiv und unterhaltsam überzeugen zu können. Der Cast war authentisch.

Fazit: Als «Bonus» (in der All The Haunts Be Ours: A Compendium of Folk Horror Vol. 2. Edition) okay. Die Blu-Ray beinhaltet zudem einen weiteren Kurzfilm von Wil Aaron: Blood on the Stars. Mal schauen, ob mich dieser mehr zu überzeugen vermag…

Infos:

O: O'r Ddaear Hen

Grossbritannien 1981

R: Wil Aaron

D: Lindsay Evans, Jim Fieldsend, Bethan Jones, Elen Roger Jones, Stewart Jones

Laufzeit der US-Blu: Ca. 46 Min.

Gesehen am: 01.07.26

Fassungen: Gesehen via US-Blu-Ray von Severin Films (All The Haunts Be Ours: A Compendium of Folk Horror Vol. 2.) = O-Ton mit oder ohne englische Subs, gute Bild- und Tonqualität, Uncut, diverse Extras (diverse exklusive Extras und mehrere Kurzfilme). Andere Fassungen sind mir nicht bekannt (Stand: Juli 2026).

Freitag, 26. Juni 2026

Battle of No Truce

Battle of No Truce

Story:

Ein Verkehrsunfall der keiner war. Korrupte Polizisten. Drogengeschäfte und Skandale. Der Adoptivsohn des Kommissars wird nach dem «Unfall» ins Koma versetzt. Später stirbt er. Um die wahren Täter zur Rechenschaft zu ziehen, wird die Meldung verbreitet, dass der Adoptivsohn um Krankenhaus erwacht sei. Und tatsächlich: ein Killer taucht auf, um den vermeintlichen Adoptivsohn zu töten. Doch dort wartet die Polizei…

Meine Meinung:

Wie ich in den Besitz dieses seltenen Low-Budget-Hong-Kong-Filmes geraten bin, weiss ich nicht mehr. Aufgrund der billigen Optik des Filmes vermutete ich, dass es sich bei Battle of No Truce um einen TV-Film und/oder eine Direct to Video-Produktion handelt. Jedoch meint KI, dass der Film dennoch, wenn auch nur kurz und limitiert, angeblich in einigen HK-Kinos zu sehen war. Bestätigen lässt sich das nicht. Über den Film findet sich Online allgemein nur sehr wenig.

Mit einer Laufzeit von knapp 80 Minuten ist der Film kurzweilig. Vor dem Film gibt es eine Art Zusammenfassung mit den besten Szenen des Filmes. Etwas, was zu der Zeit auch oft in taiwanesischen Filmen so zu sehen war. Battle of No Truce zu folgen, war nicht immer einfach. Es finden sich praktisch keine Reviews zum Film und Inhaltsangaben schon gar nicht. Dazu kommt, dass die Fassung nicht Englisch freundlich war. Und mit Ausnahme von Melvin Wong (Above the Law, Challenge of the Gamesters, The Rape After) kannte ich auch keinen der Darsteller.

Dem Film sieht man sein kleines Budget zu jeder Sekunde an. Dennoch versucht der Film, hier und da Actionszenen zu bieten. Und das gelingt. Daher ist der Film für eine einmalige Sichtung absolut okay und in Anbetracht das Budget auch absolut solide. Es gibt paar Verfolgungsjagden, hier und da einen blutigen Shoot-Out oder paar Schlägereien. Die Szenen im Krankenhaus widerspiegeln sogar das Finale, welches leider relativ schnell vorbei war. Das war etwas schade, da einer der besseren Action-Momente im Film.

Fazit: Zu billig, um in die Sammlung integriert zu werden!

Infos:

O: Xiao xiong mo lu

HK 1993

R: Wai To

D: Kent Tong Chun-Yip, Joan Tong Lai-Kau, Danny Poon Wang-Ban, Melvin Wong, Kei Biu-Law

Laufzeit der HK-LD: Ca. 81 Min.

Gesehen am: 26.06.26

Fassungen: Mir lag die HK-LD von Star vor = Uncut, O-Ton, keine Subs, gute Bild- und Tonqualität. Andere Fassungen sind mir nicht bekannt (Stand: Juni 2026).

Sonntag, 21. Juni 2026

Nurses for Sale

 

Nurses for Sale

Story:

Es herrscht eine Pandemie. Im Dschungel werden Krankenschwestern von Gangstern und Menschenschmugglern entführt. Gleichzeitig wird ein Kapitän (Curd Jürgens) beauftragt, einen Impfstoff ins Land zu bringen…

Meine Meinung (US-Fassung):

Nurses for Sale hat eine kuriose Entstehungsgeschichte hinter sich. Ausgangsmaterial war ein deutscher Film aus dem Jahr 1971 namens Käpt'n Rauhbein aus St. Pauli von Rolf Olsen (Blutiger Freitag, Shocking Asia 1 + 2). Al Adamson und der Produzent von Käpt'n Rauhbein aus St. Pauli einigten sich Mitte der 70er darauf, dass Adamson das Originalwerk als Englisch synchronisierte Fassung erhält. Er entfernte rund 1/3 des Ausgangsmaterials und drehte, je nach Quellen, 10-20 Minuten an neuen Erotikszenen, die in den Plot integriert wurden. Der Film sollte als Erotikfilm mit Krankenschwestern in billigen Autokinos Kasse machen.

Mir hat Nurses for Sale nicht gefallen. Egal ob es die neuen Szenen von Al Adamson (Cinderella 2000) oder die Szenen des Originalfilmes angehen (die fand ich nochmals billiger und peinlicher). Der Film hat mir aus keiner Perspektive gefallen, unterhalten oder mich erfreuen lassen. Aus Exploitation-Sicht ist der Film einfach völlig harmlos, die neuen Szenen wirken wie Fremdkörper und der Humor der Deutschen ist peinlich, wie auch das Overacting oder der Englische Dub. Da schien damals so ein Zeitgeist-Phänomen gewesen zu sein, da Rolf Olsen mehrere «St. Pauli» Filme drehte.

Die Darsteller agierten amateurhaft, schlecht und am schlimmsten war die Tatsache, dass auch der Plot wirr und unzusammenhängend wirkt (kann natürlich auch daran liegen, dass in dieser US-Fassung viel vom eigentlichen Material fehlt). Der Film hat, obwohl er in der Al Adamson Fassung angenehme 68 Minuten läuft, dennoch massive Längen und fühlte sich leider deutlich länger als 68 Minuten an. Mir wurde beim Schauen sehr langweilig, sodass ich diesen billigen Versuch von Al Adamson, um Geld zu erwirtschaften, nur aus finanzieller Sicht gutheissen kann. Filmisch gesehen war das nichts.

Fazit: Zeitverschwendung!

Infos:

O: Nurses for Sale, Käpt'n Rauhbein aus St. Pauli

USA, D 1976, 1971

R: Al Adamson, Rolf Olsen

D: Curd Jürgens, Johanna von Koczian, Angelica Ott

Laufzeit der US-Blu: Ca. 67 Min.

Gesehen am: 21.06.26

Fassungen: Gesehen als US-Blu-Ray von Severin Films (Al Adamson: The Masterpiece Collection) = Englischer Dub, keine Subs, Uncut, hervorragende Bild- und Tonqualität. Al Adamson hat aus dem deutschen Originalfilm von Rolf Olsen Käpt'n Rauhbein aus St. Pauli viele Szenen entfernt und 10-20 Minuten eigen gedrehtes Material in den Plot eingefügt (mehrheitlich Erotikszenen). Die US-Fassung mit diesen neuen 10-20 Min. läuft nur 67 Minuten, während die deutsche Originalfassung 92 Min. läuft (gibt es in D auch Blu-Ray).

Samstag, 16. Mai 2026

Ghost Ambulance

Ghost Ambulance

Story:

Die Studenten Dicky (William Alvin), Ocha (Ratna Galih), Popi (Fitri Ayu) und Rano (Dimaz Andrean) mieten ein altes Haus, um in Ruhe studieren zu können. Dumm nur, dass das Haus verflucht ist. Zudem scheint ein Zusammenhang zu Ranos Familie zu bestehen. Er fragt bei seiner Grossmutter (Suzzanna) nach…

Meine Meinung:

Ghost Ambulance ist definitiv kein Kracher in Suzzannas (Sundelbolong, Birth in the Grave, White Crocodile Queen) langer Karriere und sollte am besten auch nicht mit ihren Klassikern aus den 70-90ern verglichen werden. Ihre letzten Filme drehte sie 1991 und danach war es mit ihrer Filmkarriere vorbei, bis sie 2008 entschied, für Ghost Ambulance in die Filmlandschaft zurückzukehren. In Ghost Ambulance spielt Suzzanna, wie auch Clift Sangra (Sangkuriang), eine Nebenrolle. Es sollte ihre letzte Rolle werden. Kommerziell war es sicher ein kluger Schachzug, Suzzanna an Bord zu holen.

Der Film stammt von keinem grossen Filmstudio. Ein weiteres Argument, den Film nicht mit früheren Werken von z.B. Rapi Films vergleichen zu wollen. Ich fand Ghost Ambulance relativ belanglos und langweilig. Dazu passt, dass das Original-Master verschollen ist und es nur noch qualitativ schlechtere Versionen vom Regisseur selbst gibt. Regie führte Nayato Fio Nuala, der vor kurzem verstorben ist (18.04.26). Er hat viele Filme gedreht, aber vor allem solche billigen, zu modernen Dinger wie Ghost Ambulance. Er arbeitete auch auf mit anderen Namen (Pseudonyme).

Ghost Ambulance bietet keinen originellen Plot, lässt echte Stimmung und Grusel vermissen, zeigt sich auch relativ harmlos (Sachen Blutgehalt) und spielt im Teenie- Milieu. Suzzanna kommt vor allem im ersten Viertel öfters vor, taucht mit der Zeit unter. Clift Sangra ist noch weniger zu sehen. Die Jungdarsteller sind solide. Die Videooptik wirkt billig. Mir ist nicht bekannt, ob Ghost Ambulance ein Kinofilm war (kann ich mir kaum vorstellen). Im Grossen und Ganzen wirkt der Film mehr wie eine Direct to Video oder TV-Produktion. Das Schauspiel ist okay, die Horrorparts wirken harmlos und das Dauergeschrei hysterisch und nervend. Eine Ambulanz ist selten zu sehen. Ein bis drei Szenen beinhalten Maden = die seltenen Highlights des ansonsten lahmen Filmes…

Fazit: Selbst als Fan von Suzzanna kein Must See Titel!

Infos:

O: Hantu Ambulance

Indonesien 2008

R: Nayato Fio Nuala

D: Suzzanna, William Alvin, Dimaz Andrean, Fitri Ayu, Giannina Emanuela, Ratna Galih, Clift Sangra

Laufzeit der US-Blu: 88:16 Min.

Gesehen am: 16.05.26

Fassungen: Gesehen via US-Blu-Ray von Severin Films (Suzzanna: Empress of Darkness) = Als Bonusfilm im Set enthalten, solide bis mässige (Texteinblendungen, z.B. Vor- und Abspann total unscharf) Bild- und Tonqualität, wahrscheinlich Uncut, O-Ton und englische Subs. Dazu gibt es exklusive Extras (Interviews und ein Making of). Es dürfte die bisher erste Vö im O-Ton mit englischen Subs sein. Es gibt keine deutsche Fassung (Stand: Mai 2026).

Donnerstag, 7. Mai 2026

Cinderella 2000

 

Cinderella 2000

Story:

Im Jahr 2047:

Der impotente Controller (Erwin Fuller) erlässt ein Verbot von nicht erlaubtem Geschlechtsverkehr. Roscoe the Robot (Eddie Garetti) sorgt zusammen mit seinen Männern für Verhaftungen und Bestrafungen. Cindy (Catharine Burgess) lebt zusammen mit ihrer immer geilen Stiefmutter (Renee Harmon) sowie ihren Stiefschwestern Bella (Bhurni Cowans) und Stella (Adina Ross). Als Cindy im Wald spazieren geht trifft sie auf Fairy Godfather (Jay B. Larson). Dieser öffnet ihr die Augen, so dass sie sich verwandelt und am Maskenball des Controllers teilnimmt und dort Tom Prince (Vaughn Armstrong) kennen und lieben lernt…

Meine Meinung:

Nach den Erfolgen von Alice In Wonderland: An X-Rated Musical Fantasy sowie der Sci-Fi-Parodie Flesh Gordon wurde Cinderella 2000 ins Leben gerufen. Es handelt sich dabei um eine Sci-Fi Erotikkomödie mit Musical-Einlagen. Regie führte der fleissige Al Adamson (Female Bunch, Black Samurai, Death Dimension) und sorgt damit sich für einen seiner besseren und unterhaltsameren Filme in der Box von Severin Films (= Al Adamson - The Masterpiece Collection). Zumindest hatte ich damit meinen Spass.

Das Raumschiff und Weltraum-Setting sehen im Film sehr gut aus. Der Film zeigt eindrücklich, dass es für Requisiten, futuristische Kostüme oder einen Roboter nicht viel Budget braucht. Der Film ist crazy, unterhaltsam und legt gleich am Anfang mit viel nackter Haut los, um den Zuschauer in seinen Bann zu ziehen. Auch andere Märchen werden angegangen (Schneewittchen und die sieben Zwerge = und das definitiv sehenswerter als in Disneys letztem Versuch).

Der Film empfand ich vor allem als lustig. Besonders Figuren wie Roscoe the Robot, der Controller, Tom Prince oder Fairy Godfather brachten mich durch ihr Overacting oder ihre lustigen Dialoge oft zum Schmunzeln. Das Highlight war die Tanz- und Song-Einlage von Fairy Godfather, als dieser erstmals im Wald auf Cindy trifft, die dort heimlich Cinderella liest. Catharine Burgess, die auch schon Erfahrungen im Erotikfilm vorzuweisen hatte, ist auch hier und da nackt zu sehen. Aber andere Mädels zeigen hier definitiv mehr und waren nicht scheu, ihre Körper dem Publikum zu präsentieren (Softcore).

Der Film war, durch sein Zeitgeist-Phänomen, an den Kinokassen ein voller Erfolg. Al Adamson drehte danach weitere Filme mit Erotikeinschlag = Sunset Cove und Bedroom Stewardesses wobei das nicht seine ersten Filme mit Erotikeinschlag waren. Er drehte zuvor schon Titel wie Lash of Lust oder The Naughty Stewardesses. Bis auf Lash of Lust (Sexploitation Western) handelt es sich bei den anderen erwähnten Titeln jeweils um Erotikkomödien. Solche waren dazumal in den Kinos (eine andere Möglichkeit, solche Filme zu sehen, gab es dazumal schliesslich noch nicht) populär und erfolgreich. Ein Kritikpunkt des Filmes ist, dass es doch auch die ein oder andere lahme Sequenz gibt. Vielleicht wäre der Film mit einer kürzeren Laufzeit (80 statt z.B. 104 Minuten) kurzweiliger ausgefallen.

Fazit: Einer der besseren Filme von Al Adamson!

Infos:

O: Cinderella 2000

USA 1977

R: Al Adamson

D: Catharine Burgess, Jay B. Larson, Vaughn Armstrong, Erwin Fuller, Bhurni Cowans, Adina Ross, Eddie Garetti, Renee Harmon

Laufzeit der US-Blu: Ca. 103 Min.

Gesehen am: 06.05.26

Fassungen: Gesehen via Al Adamson - The Masterpiece Collection = Uncut, hervorragende Bild- und Tonqualität, Englischer O-Ton mit englischen Subs. Der Film wurde in Deutschland als Liebe im Raumschiff Venus veröffentlicht (Stark zensiert = ca. 79 Minuten Laufzeit).

Mittwoch, 29. April 2026

Catching Murderer Overseas

Catching Murderer Overseas

Story:

Zwei Cops (Cynthia Khan und Shao Feng) sollen einen Gangster (William Ho Ka-Kui) von Übersee eskortieren. Doch diesem gelingt die Flucht. Die zwei Cops machen es sich zur Aufgabe, den Entflohenen wieder zu finden…

Meine Meinung:

Catching Murderer Overseas bekam ich geschenkt. Ansonsten hätten sich unsere Wege nie gekreuzt. Catching Murderer Overseas ist ein Low-Budget Streifen aus Taiwan und stammt aus dem Jahr 2003. Ggf. ein TV- oder Direct to Video Film. Nach 1995 hat das Kino aus Hong Kong (und auch Taiwan) für meinen Geschmack viel an Interesse verloren, so dass ich Produktionen, die nach 1995 veröffentlicht wurden, nicht weiterverfolgt, geschaut oder gesammelt habe.

Catching Murderer Overseas ist solides Low-Budget «Kino». Der Film von Ng Kwok-Hau (The Funny Vampire) und Wu Jian-Xin hat ein grosses Plus: Cynthia Khan! Nebst Mädels wie Yukari Oshima (Drugs Fighters, Angel Terminators 2, Kung Fu Wonder Child), Moon Lee (Blood Sister, A Serious Shock! Yes Madam!, Iron Angels III), Kara Hui (Behind the Curtain, The Vengeance of Six Dragon, Madam City Hunter) oder Nishiwaki Michiko (Angel Terminators, Widow Warriors, The Outlaw Brothers) war Cynthia Khan zwischen 1990-1995 sicherlich eine der besten Schauspielerinnen im sogenannten Girls with Guns Genre.

Wer ein Hardcore-Fan von Cynthia Khan (In the Line of Duty 4, Queen’s High, Tough Beauty and the Sloppy Slop) ist, kann den Film bedenkenlos ansehen. Für eine einmalige Sichtung war der Streifen auch okay. Die billige Videooptik war weniger schlimm als befürchtet. Wo der Film am Ende verliert, sind Längen. Vor allem auf der 2. Disc. Und in dieser tritt Cynthia Khan mit Ausnahme von Anfang und Ende in den Hintergrund. Auf den ganzen Film berechnet ist sie jedoch sehr viel zu sehen. Die Actionszenen bestehen aus kurzen Kämpfen, vor allem Shoot-Outs (z.T. auch blutige) und es gibt auch einige, wenige echte Explosionen zu sehen. Als Stilmittel gibt es viele Slow-Mo-Aufnahmen zu sehen. Der Bösewicht wird von CAT. III Psycho William Ho Ka-Kui (Daughter of Darkness) gespielt.

Fazit: Einmal schauen und vergessen oder als ultimativer Cynthia Khan-Fan in die Sammlung stellen!

Infos:

O: 跨海擒兇

Taiwan 2003

R: Ng Kwok-Hau, Wu Jian-Xin (je nach Quelle)

D: Cynthia Khan, William Ho Ka-Kui, Shao Feng, Ting Ching-Yung

Laiufzeit der HK-VCD: 44:52 Min. (1. Disc) / 44:25 Min. (2. Disc)

Gesehen am: 29.04.26

Fassungen: Gesehen via malaysische VCD von Golden Satellite = Mandarin oder Kantonesische Tonspur ohne Untertitel. Solide Bild- und Tonqualität. Andere Fassungen sind mir nicht bekannt (Stand: April 2026).

Samstag, 25. April 2026

Fuck My Son!

Brugggore Filmfestival 2026 Spezial

Fuck My Son!

Story:

Eine Frau (Robert Longstreet) entführt eine Mutter (Tipper Newton) und deren Tochter (Kynzie Colmery) und zwingt die Mutter, ihren schwer behinderten, deformierten Sohn (Steve Little) zu entjungfern…

Meine Meinung:

Auf Fuck My Son! war ich sehr gespannt. Warum? Im Trailer sah ich Ekelszenen und handgemachte Effekte, zudem hörte sich der Inhalt sehr provokant, makaber und schwarzhumorig an. Durchaus sehr gewagte Themen, die Fuck My Son! da angeht. Dass es sich sogar um eine Comic-Verfilmung handelt, war mir nicht bewusst. Für ein Filmfestival ist ein solches Werk natürlich ein gefundenes Fressen. Aber selbst hier hatte es Zuschauer, die die Vorstellung verlassen haben (aber nur sehr wenige). Der Geschmack des Filmes ist schlecht. Peter Jacksons Filmtitel «Bad Taste» kommt mir da als Vergleich in den Sinn.

Der Film ist eine groteske Ekel-Horror-Komödie, die bewusst provozieren will. Da ich die Comics nicht kenne, kann ich nicht vergleichen. Im Abspann gibt es noch einige Bilder aus dem Comic zu sehen. Diese Vergleiche scheinen gut gelungen zu sein. Ansonsten erinnert der Film auch etwas ans Backwood-Kino, was nicht überrascht, da sich Regisseur Todd Rohal auch von Blutgericht in Texas inspirieren liess. Der Retro-Stil gefiel. Die anderen Einschübe (der Anfang des Filmes) und die digitalen Zwischensequenzen (mit den Fleischfiguren, dem «Himmel» oder schräge Musik- und Nackteinlagen) waren teilweise schräg und, so wie ich jetzt gelesen habe, auch AI zu verdanken. Die wirkten teilweise schon auch unpassend, fand ich.

Die Darsteller haben ihre Sache alle ordentlich gemacht. Mutige Rollen, denn der Inhalt wird nicht allen schmecken. Ich kenne niemanden aus der Produktion. Auf jeden Fall war der Film eine tolle Wahl für eine Art «Midnight Screening» am Brugggore Filmfestival. Das Kino war zwar nicht voll, aber das war die bisher beste Stimmung welche ich am diesjährigen Filmfest erlebt habe. Das Publikum hat viel gelacht. Die Ekelszenen waren hübsch innovativ und wenn man meint, schon das höchste Level erreicht zu haben, kommt was Neues dazu. Für die handgemachten Effekte und das eklige Aussehen des Jungen zeichnete sich Robert Kurtzman (Wishmaster, Nightwish, Vampire) zuständig. Etwas schade ist, dass im Finale auch noch digitale Effekte zum Einsatz kommen (bei den Shoot-Outs). Das kann aber auch als Stilmittel so gewollt gewesen sein. Der digitale Vorspann (Fleisch und Würste) fand ich gewöhnungsbedürftig und schräg war, dass die Entführte, trotz der Tatsache, dass sie den Sohn «entjungfern musste», nie nackt zu sehen war (typisch Amerikaner, trotz dem derben Inhalt gleichzeitig prüde).

Fazit: Mutig, eklig, lustig und abgefahren! Der perfekte Festival-Film!

Infos:

O: Fuck My Son!

USA 2025

R: Todd Rohal

D: Tipper Newton, Steve Little, Robert Longstreet, Kynzie Colmery, George Sample III

Laufzeit der Kinoversion: Ca. 94 Min.

Gesehen am: Brugggore Filmfestival 2026

Fassungen: Gesehen am Brugggore Filmfestival 2026 in Englisch. Uncut. Eine DVD, Blu-Ray oder UHD ist noch nicht angekündigt (Stand: April 2026).

Mittwoch, 22. April 2026

Incomplete Chairs

Brugggore Filmfestival 2026 Spezial

Incomplete Chairs

Story:

Ein Serienkiller (Ryû Ichinose) tötet seine Opfer, um aus ihnen Stühle zu machen…

Meine Meinung:

Ich freute mich den japanischen Serienkillerfilm Incomplete Chairs am Filmfest sehen zu können. Der Film stammt von Regisseur Ken’ichi Ugana. Von ihm kenne ich keine anderen Filme und sein Name war mir zudem unbekannt. Das Plakat des Filmes sah ich bereits zuvor Online. Das machte Lust auf mehr. So war die Buchung des Filmes eine beschlossene Sache. Ich informierte mich nicht weiter und wollte mich am Filmfest vorurteilsfrei überraschen lassen.

Leider fand ich Incomplete Chairs sehr durchschnittlich. Der Film wirkt wie eine Low-Budget Indie-Variante von American Psycho sowie Lars von Triers The House That Jack Built mit einer Zugabe The Machinist. Nur ohne dessen Qualitäten zu erreichen. Nach Realismus sollte nicht gesucht werden. Niemand scheint die Opfer zu vermissen und eine Polizeiarbeit findet nicht statt. Ebenso wenig wird wirklich gezeigt, wie der Killer seine Opfer versteckt.

Der Inhalt war zwar nicht langweilig und Ryu Ichinose spielt den Irren solide, dafür war das Gezeigte jedoch auch sehr repetitiv. Zu viel Gore darf nicht erwartet werden. Viele Szenen und Taten finden im off screen statt. Das lag sicher am kleinen Budget wie auch die limitierten Settings. Einige Dinge werden nicht beantwortet und das mögliche Motiv des Täters ist schwachsinnig. Einzelne Momente wirken anhand der japanischen Mentalität skrupellos und zugleich makaber. Dennoch würde ich nicht von einem Fun-Splatter sprechen (dafür war der Film auch zu harmlos). Der Film versucht ggf. mehr satirisch angehaucht zu wirken.

Fazit: War leider weniger mein Fall. Auf eine mögliche Fortsetzung («Incomplete Tables») verzichte ich wohl dankend…

Infos:

O: Inkonpurîto cheâzu

Japan 2025

R: Ken'ichi Ugana

D: Ryû Ichinose, Ryôka Ôshima, Yukino Kaizu, Ryûtarô Ninomiya, Mondo Otani

Laufzeit der Kinoversion: Ca. 85 Min.

Gesehen am: Brugggore Filmfestival 2026

Fassungen: Gesehen am Brugggore Filmfestival 2026 in Japanisch mit Untertiteln. Uncut. Eine DVD, Blu-Ray oder UHD ist noch nicht angekündigt (Stand: April 2026).

Donnerstag, 2. April 2026

Five Bloody Graves

 

Five Bloody Graves

Story:

Ben Thompson (Robert Dix) ist auf der Suche nach Indianer Santago (John Cardos), um ihn zu töten. Santago hat Bens Frau auf dem Gewissen…

Meine Meinung:

Nächster Al Adamson (The Female Bunch, Horror of the Blood Monsters, Blood of Ghastly Horror) Beitrag nach seinen Blaxploitation-Werken Black Samurai oder Death Dimension. Haben mir diese letzten Beiträge gefallen und waren mehr oder weniger solide und gut schaubar, so gilt das leider nicht für Five Bloody Graves. Bei Five Bloody Graves handelt es sich um einen Western. Al Adamson hat sich in unzähligen Genres versucht (Horror, Action, Western, Erotik, Sci-Fi, Blaxploitation etc.).

Five Bloody Graves fiel mir hier und da bereits in der Vergangenheit auf. Zum Beispiel sah ich Mal ein zugegebenermassen wunderschönes Cover-Artwork einer südkoreanischen Videokassette. Der Film sieht aber definitiv besser als, als er ist. Der Titel ist auch reisserischer, als das Gezeigte im Film. Es gibt vielleicht 1-2 Nacktszenen und vielleicht 1-2 leicht blutige Momente. Abgesehen davon gibt es keine Highlights. Der Plot ist nichts Besonderes und der Film ist vor allem eins: stinklangweilig! Ich bin fast eingeschlafen und kämpfte dagegen an. Obwohl die Laufzeit nur 87 Minuten läuft, kam der Film gefühlt nie zum Ende.

Der Film bietet einige schöne Bilder. Die Schauspieler (u.a. John Carradine der auch in anderen Al Adamson Werken mitspielte) waren mir jedoch zu blass in ihrem Schauspiel, die Action zu harmlos (und kaum vorhanden) und die Musik empfand ich als unpassend und billig. Western sind nicht mein Genre, mit Ausnahme von Italo-Western wie Django, Leichen pflastern seinen Weg, Von Angesicht zu Angesicht, Spiel mir das Lied vom Tod oder Mannaja - A Man Called Blade oder US-Klassikern wie Leise weht der Wind des Todes und Co.

Fazit: Diese Al Adamson Produktion lohnt sich nicht!  

Infos:

O: Five Bloody Graves

USA 1969

R: Al Adamson

D: Robert Dix, Scott Brady, Jim Davis, John Carradine, Paula Raymond, John 'Bud' Cardos

Laufzeit der US-Blu: Ca. 87 Min.

Gesehen am: 02.04.26

Fassungen: Gesehen via US-Blu-Ray von Severin Films (= Al Adamson: The Masterpiece Collection) = O-Ton, englische Subs, Uncut, hervorragende Bild- und Tonqualität. In Deutschland Uncut von Mr. Banker Films / Cargo Records auf Blu-Ray zu haben (als 5 blutige Gräber).

Mittwoch, 1. April 2026

Dark Mission

Dark Mission

Story:

C.I.A.-Agent Derek Carpenter (Christopher Mitchum) soll einem Drogenboss (Christopher Lee) das Handwerk legen…

Meine Meinung:

Dark Mission, der zweite Film im Set von Pulse Vide nebst Je brûle de partout, habe ich mehr als Bonusfilm angesehen. Gekauft habe ich das Set primär wegen Je brûle de partout. Wie auch dieser hat mir Dark Mission zu wenig gut gefallen, um in die Sammlung aufgenommen zu werden. Im Vergleich ist der Film aber definitiv unterhaltsamer als Je brûle de partout. Und für einen Jess Franco Film ist Dark Mission sogar technisch einwandfrei in Szene gesetzt.

Zudem kann sich der Cast sehen lassen = Christopher Mitchum (Murder in a Blue World, Faceless), Christopher Lee (The Bloody Judge, Die Rache der Pharaonen, Panga), Richard Harrison (Challenge of the Tiger, Ninja Terminator, Der Tollwütige), Antonio Mayans (Cries of Pleasure, Night of Open Sex, Black Boots, Leather Whip) oder Brigitte Lahaie (Sabine S. - Durch Liebe weg vom Stoff)! Viele bekannte Namen des damaligen europäischen Kinos. Mit vielen hatte Jess Franco (Night of the Skull, Eine Jungfrau in den Krallen von Frankenstein, The Silence of the Tomb) bereits in anderen Filmen zusammengearbeitet.

Dark Mission ist okay. Kann einmal angesehen werden. Die deutsche Sprachfassung, welche im Set auch als Option vorhanden ist, wertet den Film zudem qualitativ noch etwas auf und macht ihn besser, als er sonst wäre. Trotz der soliden Leistungen der Darsteller und der soliden Inszenierung fehlt es dem Film an Höhepunkten. Das ist nicht Jess Francos Zuhause, nicht sein Ding, nicht sein Metier. Man merkt, dass es (für Eurociné) eine Auftragsarbeit war. Ohne Seele. Ohne Gefühl. Das Ding ist harmlos (keine blutige Action) und vor allem belanglos und langweilig.

Fazit: Lohnt sich nicht. Den Film können sich Jess Franco Fans sparen…

Infos:

O: Operación cocaína

Frankreich, Spanien 1988

R: Jess Franco

D: Christopher Mitchum, Christopher Lee, Richard Harrison, Antonio Mayans, Brigitte Lahaie, Cristina Higueras

Laufzeit der franz. Blu-Ray: 91:08 Min.

Gesehen am: 01.04.26

Fassungen: Siehe Je brûle de partout. Dark Mission liegt sogar in mehreren Sprachen vor (darunter auch Deutsch) und deren Bildqualität ist absolut fantastisch. Es scheint, als sei das gleiche Master mit den gleichen Audio-Optionen auch in Deutschland auf Blu-Ray erschienen. Label: 8-Films!

Montag, 30. März 2026

Shelter

Shelter

Story:

Mason (Jason Statham) lebt einsam in einem Leuchtturm. Als die verletzte Jessie (Bodhi Rae Breathnach) anspült wird, rettet Mason das Mädchen. Als Mason auf dem Festland von einer Überwachungskamera gefilmt wird taucht später ein Trupp bewaffneter Soldaten auf, die Mason umbringen wollen…

Meine Meinung:

Shelter ist der neuste Streich mit Jason Statham (Death Race, Safe, The Expendables, The One). Der Film von Ric Roman Waugh wurde u.a. auch selbst von seinem Star und Hauptdarsteller mit produziert. Ich habe etwa das erwartet, was Jason Statham auch zuletzt abgeliefert hat. Für mich persönlich ist Shelter dabei schlechter als The Beekeeper aber besser als A Working Man. Aber, und das ist das Gesamtfazit, handelt es sich bei Shelter im Grunde genommen nicht um einen Film, der ins Kino gehört.

Und keiner seiner letzten Filme gehört (in meine) Filmsammlung. Mit anderen Worten denke ich, dass das Kapitel Jason Statham und Low-Budget Actionfilme im Kino, für mich in Zukunft der Vergangenheit angehören (The Beekeeper 2 wird sicher noch geschaut, aber sonst werde ich auf weitere Werke verzichten). Shelter ist okay und kann einmal angesehen werden, aber hier wird absolut nichts Neues oder Spektakuläres erzählt. Alles solide Mittelmass.

Die Laufzeit war mit über 100 Minuten zu lang, Höhepunkte fehlen und leider rockt der Film auch nicht in den Actionszenen (Schiessereien, Autoverfolgungsjagd, kurze Kämpfe). Jason Statham macht als einsamer Held dennoch eine gute Figur. Er spielt gut. So auch Bodhi Rae Breathnach als Jessie. Sie hat für eine Kinder-Figur so gut wie nicht genervt. Sie wird später dieses Jahr in Robert Eggers Werwulf vor der Kamera stehen. Schwach waren hingegen die Bösewichte und billig die aufgesetzte Sozialkritik an Gesichtserkennung und Geheimdienstmethoden.

Fazit: Unspektakuläre Action-Unterhaltung mit zu ruhigem Start. Nur für Hardcore Jason Statham Fans zu empfehlen!

Infos:

O: Shelter

Grossbritannien, USA 2026

R: Ric Roman Waugh

D: Jason Statham, Harriet Walter, Bill Nighy, Daniel Mays, Naomi Ackie, Bodhi Rae Breathnach

Laufzeit der Kinofassung: Ca. 107 Min.

Gesehen am: 30.03.26

Fassungen In Bern im Kino gesehen = Uncut, Originalton mit Untertiteln. Soll Ende Jahr in Deutschland auf DVD, Blu-Ray und UHD erscheinen.

Mittwoch, 4. März 2026

Death Dimension

 

Death Dimension

Story:

Terrorist The Pig (Harold Sakata) will mit einer Bombe, die Gegner einfriert, die Welt erobern. Detektiv J. Ash (Jim Kelly) nimmt den Kampf gegen The Pig und seine Männer (u.a. Bob Minor) auf…

Meine Meinung:

Death Dimension ist eine weitere Zusammenarbeit zwischen Schund-Regisseur Al Adamson (The Female Bunch, Horror of the Blood Monsters, Blood of Ghastly Horror, Dracula's Castle) sowie Enter the Dragon Star Jim Kelly. Im direkten Vergleich fand ich Black Samurai unterhaltsamer. Der war mehr drüber, hatte mehr Action und war auch härter/blutiger. Und auch der Trash-Faktor war höher. Death Dimension geht inhaltlich ähnliche Wege. Es handelt sich um einen Mix aus James Bond Klon und Karate-Film. Ein Terrorist mit Superwaffe muss aufgehalten werden.

So darf hier auch James Bond Star George Lazenby ran (Nebenrolle). Jim Kelly macht seine Sache, wie erwartet, ordentlich. Er darf sich durch diverse Gangster-Gruppen prügeln und macht dabei eine gute Figur. Ein Vorteil, wenn man der Kampfkunst auch im echten Leben mächtig ist. Wo ich hingegen sehr enttäuscht war, war der Hauptbösewicht. Dieser wird von Harold Sakata gespielt. Und er passte absolut nicht in diese Rolle. Unglückliche Besetzung. Ihn konnte ich als Schurken nicht ernst nehmen. Ggf. wurde er aus kommerziellen Gründen gecastet, da auch im James Bond Film Goldfinger zu sehen.

Besser machte es Bob Minor als Sakatas rechte Hand und Mann fürs Grobe. Sein muskulöser Körper und seine Präsenz waren perfekt für die Killer-Rolle. Da freute ich mich schon während dem Film auf den Finalkampf zwischen Bob Minor, der seine Opfer mit einem Ring tötet (Kehle aufschlitzt), und unserem Helden und Star Jim Kelly. Der Kampf war solide, hätte aber gerne länger, dramatischer und härter ausfallen dürfen. Ich mochte es auch nicht, wie Bob Minor besiegt wurde. Das erinnerte mich an das Ende von Michael Woods in In the Line of Duty 4 im Finalkampf gegen Donnie Yen.

Fazit: Für Jim Kelly Fans zu empfehlen. Erreicht aber nicht die Qualität und den Unterhaltungswert von Black Samurai

Infos:

O: Death Dimension

USA 1978

R: Al Adamson

D: Jim Kelly, Harold Sakata, George Lazenby, Bob Minor, Aldo Ray

Laufzeit der US-Blu: Ca. 88 Min.

Gesehen am:  03.03.26

Fassungen: Gesehen via US-Blu-Ray von Severin Films = Al Adamson: The Masterpiece Collection = O-Ton Englisch mit englischen Subs, Uncut, hervorragende Bild- und Tonqualität. In Deutschland Uncut von diversen Anbietern mit unterschiedlichen Titeln (Death Dimension oder Der Einzelkämpfer) auf Blu-Ray zu haben.

Freitag, 20. Februar 2026

Black Samurai

 

Black Samurai

Story:

Geheimagent Robert Sands (Kim Kelly) neuster Fall wird persönlich, als der irre Warlock (Bill Boy) und seine Organisation (u.a. Roberto Contreras, Marilyn Joi) Sands Freundin (Chia Essie Lin) entführen…

Meine Meinung:

Ich war (abends) müde (nach Nachtschicht mit wenig Schlaf und am Nachmittag am Putzen, am Waschen, am Einkaufen) und brauchte anspruchslose Unterhaltung. Zudem ein Film, bei dem ich keine Untertitel lesen «musste». Also suchte ich mir einen Film aus Severin Films Al Adamson: The Masterpiece Collection aus und wählte Black Samurai. Ein Mix aus Blaxploitation, James Bond Klon und Kung Fu Streifen. Ich wusste, dass HK-Star Lam Ching-Ying (Mr. Vampire) in einem der Filme von Al Adamson mitwirkten würde, so war ich gespannt darauf zu sehen, ob es Black Samurai sein sollte.

Und war Lam Ching-Ying in Black Samurai zu sehen? Negativ! Dafür Shaw Brothers Star Chia Essie Lin (Return of the One-Armed Swordsman, A Taste of Cold Steel) in einer Nebenrolle als entführte Freundin des Helden. Zudem wurde der Film am Anfang auch in Hong Kong gefilmt. Und hat sich Black Samurai abgesehen von einem fehlenden Lam Ching-Ying gelohnt? Ja, definitiv. In meinen Augen bisher der einzige wirklich gute Film von Al Adamson und das noch vor dem soliden Nurse Sherri.

Star der Stunde ist natürlich Jim Kelly, der auch die Kampfszenen choreographiert hat. Er wurde vor allem durch seine Präsenz in dem Film Der Mann mit der Todeskralle (Bruce Lee) zum Star und dessen Erfolg verhalf ihm, zu einer Karriere in den 70ern. Er sollte später in einem weiteren Al Adamson Film mitwirken (in Death Dimension) und schafft sogar den Sprung nach Hong Kong in den Lee Tso-Nam Film The Tattoo Connection und durfte dort nebst Stars wie Chan Sing, Dorian Tan Tao-Liang, Chiang Tao, Bolo Yeung und Lee Hoi-Sang ran (den Film muss ich mir noch holen!).

Trotz seines geringen Budgets macht Black Samurai Spass und unterhält kurzweilig. Der Film, der ein voller Erfolg wurde (lief gut an den Kinokassen), ist ein trashiger und vergnüglicher James Bond Klon. Jim Kelly macht seine Sache mehr als ordentlich. Die Kampfszenen sind solide. Der Film ist blutig. Der Trash-Faktor ist hoch (der Sektenführer, der Geier-Angriff auf Jim Kelly) und auch die Bösewichte gefallen durch ihr Overacting und ihr Aussehen und ihre Gimmicks. Teilweise fühlte ich mich fast an Filme wie 13 Steps of Maki oder Sister Street Fighter erinnert, in denen die Bösewichte ähnlich überzeichnet agieren.

Einige Szenen wirkten aufwändiger, als erwartet (die Szenen mit dem Raketenrucksack). Es gibt auch einen Auto-Crash, mehrere Explosionen, billige blutige Shoot-Outs (aber immerhin blutige Shoot-Outs), genug Kampfszenen, um unterhalten zu werden sowie schmuddelige und sleazige (Nackt)Szenen. In denen macht vor allem Marilyn Joi, die nebst Nurse Sherri auch in anderen Al Adamson Filmen mitwirkte, eine gute Figur. Eine ihre bekanntesten Rollen dürfte als rechte Hand von Dyanne Thorne in Ilsa, Harem Keeper of the Oil Sheiks sein. Besonders die «Urwald-Kämpfer», der Cowboy-Hut tragende und an Leinen schwingende Bösewicht (hat fast eine Stimme wie Eric Tsang) oder der Zwerg im Finale trugen viel zum Trash-Faktor bei. Und echte Schlangen gibt es auch noch zu sehen inklusive einigen Hommagen und Bruce Lee Imitationen seitens Jim Kelly.

Fazit: Endlich hat sich der Kauf der Al Adamson: The Masterpiece Collection gelohnt!

Infos:

O: Black Samurai

USA 1976

R: Al Adamson

D: Kim Kelly, Bill Boy, Roberto Contreras, Marilyn Joi, Chia Essie Lin

Laufzeit der US-Blu: Ca. 84 Min.

Gesehen am: 19.02.26

Fassungen: Gesehen via US-Blu-Ray (Al Adamson: The Masterpiece Collection) = Uncut, sehr gute Bild- und Tonqualität, O-Ton, englische Subs. Es gibt keine deutsche Fassung (Stand: Feb. 2026).

Mittwoch, 11. Februar 2026

The Treacherous Breed

The Treacherous Breed

Story:

Leader Cop (Addy Sung Gam-Loi) ist sicher, dass der neue Ehemann seiner Cousine ein Frauenmörder ist. Nach der Hochzeit kommt es zu mysteriösen Vorfällen im Anwesen von Leader Cops Cousine. Er und sein Team beginnen zu ermitteln…

Meine Meinung:

The Treacherous Breed ist ein seltener Film, der in einigen Datenbanken nicht zu finden ist (Letterboxd, ofdb). In anderen Datenbanken gibt es keine Reviews (imdb) und auch auf YouTube finde ich den Streifen nicht. Das Artwork der VHS sieht toll aus. Als ich den angeboten bekam, schlug ich zu. Es handelt sich um einen Anfang der 80er Jahre Thriller aus Taiwan von Regisseur Chung Gwok-Yan (Hong Kong Butcher). Die Hauptrolle und Action Choreographie übernahm Addy Sung Gam-Loi (The Black Dragon vs. The Yellow Tiger), der schon in weiteren Filmen von Chung Gwok-Yan vor der Kamera stand (Vier Schlitzaugen rechnen ab, 0.38, Hired Guns).

The Treacherous Breed ist kein Kracher. Und ist weniger gut, als das reisserische VHS-Artwork weismachen will. Der Film ist durchschnittlich und teilweise ähnlich vergleichbar mit Chung Gwok-Yans Hong Kong Butcher. Der Inhalt von The Treacherous Breed ist nicht zwingend neu und die Auflösung auch nicht. Der Film, der westlich wirken will und der Musik aus ausländischen Filmen klaut (bin nicht 100% sicher, aber meine Musik aus Freitag der 13. oder einem anderen US-Horrorfilm aus der Zeit im Film wahrgenommen zu haben), wirkt trotz dieser Bemühungen vor allem eines: langweilig und hier und da auch unfreiwillig komisch (z.B. die erste, lange Autofahrt zu seiner Cousine).

Es gibt Längen und Highlights sind rar gesät. Die Figuren und Inszenierung wirkten schludrig und naiv. Die wenigen Actionmomente (paar Prügeleien) sind oft kaum er kennen, da bei Nacht spielend und zu dunkel. Addy Sung Gam-Loi ist jedoch bemüht und gibt alles. Sein Fleiss, Einsatz und Motivation will ich dem Film nicht absprechen. Seine Schlussszene war zudem überraschend, auch wenn sie drüber war. Eigentlich unglaubwürdig, auf der anderen Seite braucht es auch Mut, so eine Szene zu schreiben, auch wenn sie nicht so wirkt, wie sie eigentlich wirken sollte. Aber sicher ein Moment, der kurz in Erinnerung bleibt.

Die anderen Figuren spielten zum Teil solide, zum grossen Teil laienhaft. Der bekannteste Name nebst Addy Sung Gam-Loi dürfte Eagle Lee sein. Er spielte damals in vielen Taiwan Black Movies mit (The Guy at Simenting, Golden Fists of a Duo, Make a Right Decision). Richtige Horrorparts gibt es selten, Blut oder Gore darf mit Ausnahme von 1-2 Szenen nicht erwartet werden und auch was Sleaze und Nacktszenen angehen, bleibt es mit Ausnahme einer Szene (in welcher sicherlich ein Body-Double eingesetzt wurde) harmlos (Shootings mit Bikini tragenden Frauen). Kein Film für die Sammlung. Allerdings, sollte ich den nicht verkaufen können, kann ich mir dennoch vorstellen, den als Unikat in der Sammlung zu lassen. Vorerst.

Infos:

O: Hei se de hun li

Taiwan 1982

R: Chung Gwok-Yan

D: Addy Sung Gam-Loi, Ko Chun-Hsiung, Gua Ah-Lei, Eagle Lee Siu-Fei, Homer Cheung Hung-Cheong, Lai Kim-Hung, Liu Meng-Yan, Tian Tian

Laufzeit der mir vorliegenden VHS: 86:45 Min.

Gesehen am: 11.02.26

Fassungen: Mir lag eine VHS vor, die aus China oder HK stammt (Label laut Übersetzer: Haiya Trading Company). Der Film ist statt in Widescreen in Vollbild und liegt in Kantonesisch mit festen englischen und chinesischen Untertiteln vor. Die Bildqualität ist, bis auf Nachtszenen, gut. Es scheint noch eine VHS in Südkorea zu geben. O-Ton müsste eigentlich Mandarin sein, da Film aus Taiwan. Andere Fassungen sind mir nicht bekannt (Stand: Feb. 2026).