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Mittwoch, 25. März 2026

The Brave Lion

The Brave Lion

Story:

China während der jap. Besetzung im 2. Weltkrieg: zwei Japaner (Wang Fei, Cheng Fu-Hung) werden von der Exekution verschont und da sie Chinesisch sprechen, in ein chinesisches Lager geschickt, wo sie die chinesischen Arbeiter überwachen sollen. Sie gehen mit viel Härte gegen die Arbeiter vor. Das lassen sich die Arbeiter (Tsai Hung, Barry Chan) nicht gefallen. Als es unter den Arbeitern zu Toten kommt, ist die Zeit der Rache gekommen…

Meine Meinung:

Bei The Brave Lion handelt es sich um einen klassischen Mitte der 70er Jahre Low-Budget Basher aus HK, der in Taiwan gedreht wurde. Der Film von Wu Fei-Chien (Shadow Fist Hunter) spielt dabei praktisch nur in der Natur, was sehenswerte und abwechslungsreiche Settings zur Folge hat. Zudem gibt es viele Arbeitsplätze- und Geräte à la The Big Boss, die vor allem im Finale als Waffen zweckentfremdend werden. Das gefiel.

Auch der Verzicht auf Humor und die hohe Anzahl von Kampfszenen gefiel. Der Plot ist dünn und simpel. Ich hatte an den Helden mehr Freude als an den Bösewichten. Die Helden werden von den zwei einzigen bekannten Namen, welche ich aus der Produktion kenne, gespielt. Von Barry Chan (Game of Killers, The Deadly Sword, The Swift Shaolin Boxer) sowie Tsai Hung (The Wandering Monk, The Death Player, 8 Strikes of Wild Cat). Tsai Hung sehe ich übrigens auch als Bösewicht gerne, wenn nicht sogar lieber als Bösewicht. Aber er machte auch als Held eine gute Figur.

Die Bösewichte werden von Wang Fei (The Demons in the Flame Mountain, A Girl Called Tigress, Snake Woman's Marriage) und Cheng Fu-Hung (Empress Dowager's Agate Vase, The Rangers, Imperial Tomb Raiders) verkörpert. Diese waren solide, aber mehr auch nicht. Diesmal sind es die Helden, die mir charismatischer waren. Der Plot ist, wie bereits erwähnt, dünn. Böse Japaner, Besatzung während des 2. Weltkrieges. Jedoch ist der Plot dann mehr à la The Big Boss. Teilweise erahnt der Zuschauer nicht Mal mehr, dass die Bösewichte Japaner sind. Die besten Action-Szenen hat der Film in den letzten 40 Minuten.

Fazit: Soldier Basher, der in Mandarin sicher noch mehr überzeugt hätte als in dem Englischen Dub, der wenig geniessbar war.

Infos:

O: Meng Shi

HK 1974

R: Wu Fei-Chien

D: Tsai Hung, Barry Chan, Wang Fei, Cheng Fu-Hung, Wu Fei-Jie, Yu Heng

Laufzeit der südkoreanischen VHS inklusive einer kurzen Werbeunterbrechung während dem Film: 79:55 Min.

Gesehen am: 25.03.26

Fassungen: Mir lag das südkoreanische VHS von Sam Hwa Video Production vor = leider statt O-Ton Mandarin nur Englisch Dubbed (furchtbare Synchro) mit koreanischen Subs. Vorspann in Widescreen (4:3), danach Wechsel in Vollbild (Originalbildformat wäre 2,35:1). Dreimal wird eingeblendet, dass der Verkauf nur für Südkorea gilt und der Export der Fassung nicht erlaubt sei. Es wurde das Ocean Shores Master verwendet. Ggf. leicht in Nacktszenen zensiert (in einem Review las ich von einem nackten Männerarsch = ein solcher ist in meiner Fassung nicht zu sehen). Gibt es auch als US-DVD. Eine Blu-Ray gibt es nicht (Stand: März 2026). In Deutschland lief der Film als Kung-Fu Fighters - Von stählernen Fäusten zerfetzt zumindest (zensiert) im Kino. Es scheint jedoch keine deutsche VHS zu geben (Stand: März 2026).

Dienstag, 24. März 2026

Violent Panic: The Big Crash

Violent Panic: The Big Crash

Story:

Takashi (Tsunehiko Watase) und sein Kumpel wollen sich mit dem letzten Banküberfall einen Traum erfüllen und nach Brasilien fliehen. Doch bei der Flucht stirbt Takashis Kumpel und seine Identität wird aufgedeckt. Zusammen mit einem Mädchen (Miki Sugimoto), mit welchem er eine Affäre hat, versucht er zu entkommen, während diverse Parteien hinter ihm und dem Geld her sind…

Meine Meinung:

Violent Panic: The Big Crash ist einer von zwei Filmen in einem Blu-Ray Set des US-Labels Film Movement. Der andere Film ist Set ist Wolves, Pigs and Men. Erfreut kann ich sagen, dass mir Violent Panic: The Big Crash besser gefallen hat und das Set dank dem Film in die Filmsammlung aufgenommen wird. Gleichzeitig handelt es sich bei Violent Panic: The Big Crash um einen etwas kuriosen Beitrag von Kinji Fukasaku (Swords of Vengeance, Battle Royale, Virus). Er bleibt zwar seinen technischen Standards treu (verwackelte Kamera, viel Geschrei, Gewalt, Musik), aber bedient sich Genres, welche er zuvor so noch nicht erzählt hat.

Der Film ist mit seinen nur 85 Minuten sehr kurzweilig. Der Film ist praktisch nur eine einzig lange Flucht. Takashi und sein Mädchen sind die einzigen zwei Figuren, die etwas mehr beleuchtet werden. Nebst ihnen gibt es mehrere Nebenfiguren und einige Sub-Plots, die zuerst nichts mit Takashis Banküberfall zu tun haben, aber dann nach und nach und vor allem im (übertriebenen) Finale, integriert werden. Mehr zufällig, als gewollt. Der Film ist eine wilde, zuweilen auch überraschend komische, übertriebene oder je nach Szene auch sadistische Produktion, die einige unerwartete Szenen zeigt, die ich in dem Film so nicht erwartet hätte (sondern mehr im Pinky Violence Genre).

Speziell das letzte Viertel war mir zu doch hier und da etwas zu drüber (und zu unrealistisch), um es ernst nehmen zu können. Hier wäre mehr Ernsthaftigkeit statt komische Momente die etwas bessere Wahl gewesen. Es mutet doch fragwürdig an, dass sich so viele Zivilisten, die nichts mit der Sache zu tun haben, der Verfolgung, auch wenn im Affekt, anschliessen und sich und andere gefährden (zudem hätte es gerne auch mehr zivile Opfer geben dürfen).  Auf der anderen Seite war es dennoch sehr cool, so viele echte Fahrzeige, Crashs, Stunts und Explosionen zu sehen. Das verdient Anerkennung.

Mit Namen wie Tsunehiko Watase (Sympathy for the Underdog), Miki Sugimoto (Tokugawa Sex Ban: Lustful Lord), Hideo Murota (Wolf Guy), Takuzō Kawatani (The Street Fighter), Yayoi Watanabe (tolle Nebenrolle als Powerfrau, die den Männern zeigt, wo es langgeht), Ryō Nishida (Samurai Wolf), Nenji Kobayashi (Message from Space), Akira Shioji (The Magic Serpent) oder Harumi Sone (Gozu) ist der Film prominent besetzt. Nach vielen Yakuza-Geschichten stellt Violent Panic: The Big Crash doch eine willkommene und unterhaltsame Abwechslung dar, die sogar, untypisch für den Regisseur, ein Happy End bietet. Ein kleines Kuriosum in Kinji Fukasakus Schaffen!

Fazit: Kinji Fukasaku Fans können einen Blick riskieren!

Infos:

O: Daigekitotsu

Japan 1976

R: Kinji Fukasaku

D: Tsunehiko Watase, Miki Sugimoto, Hideo Murota, Takuzō Kawatani, Yayoi Watanabe, Ryō Nishida, Nenji Kobayashi, Akira Shioji, Harumi Sone

Laufzeit der US-Blu: Ca. 85 Min.

Gesehen am: 24.03.26

Fassungen: Mir lag die US-Blu-Ray von Film Movement vor = zusammen mit Wolves, Pigs and Men in einem Set inklusive Schuber und Booklet. Der Film ist Uncut, O-Ton und japanische Subs sind vorhanden und die Bild- und Tonqualität ist exzellent. Es gibt keine deutsche Fassung (Stand: März 2026).

The Fake Ghost Catchers

 


The Fake Ghost Catchers

Story:

Zwei Fake Ghost Catchers (Hsiao Ho und Cheung Chin-Pang) helfen einem Geist bei ihrer Rache. Dazu müssen sie jedoch Wu Shunchao (Alexnader Fu Sheng) finden. Daneben bekommen sie es mit korrupten Offizieren (Johnny Wang Lung-Wei) und einem Casino-Boss (To Siu-Ming) zu tun…

Meine Meinung:

The Fake Ghost Catchers ist eine Anfang der 80er Jahre Produktion der Shaw Brothers. Den Film sah ich bisher nur einmal (im Jahr 2014). Ich wusste eigentlich nichts mehr über den Film. Ein Kumpel von mir sah sich den Film vor kurzem an, was mich motivierte und anspornte, den Film aufzufrischen. The Fake Ghost Catchers ist ein Mix aus Komödie, Ghost-, Gamble- und Kung Fu wobei vor allem der Humor dominiert gefolgt von den Ghost Szenen (vor allem in den ersten 30 Minuten). Gekämpft wird eher wenig und Alexander Fu Sheng (Chinatown Kid, The Brave Archer, Heroes Two) spielt nicht die Hauptrolle und gruselig wird es nie.

Mir hat der Film gefallen, auch wenn der Film nicht zu den besten Shaw Brothers Arbeiten zählt. Ich fühlte mich jedoch bestens unterhalten. Der Plot, der sich mehrere Genres bedient, stammt von Wong Jing (High Risk, Magic Crystal, The Romancing Star). Der Film, der scheinbar vor Ghostbusters entstand, war wohl Shaws Antwort auf den Erfolg von Sammo Hungs Encounters of the Spooky Kind. Regie führte Lau Kar-Wing (The Odd Couple, His Name Is Nobody, Good Bad & Losers). Ich empfand den Plot als unterhaltsam, da abwechslungsreich. Die ersten 30 Minuten sind vor allem aufgrund der Ghost-Szenen, der diversen Zeremonien und einer starken Lily Li (One Foot Crane, Shadow Girl, The Bastard) als Geist sehenswert (toller Spezialeffekt mit den Augen).

Danach wechselt der Film Richtung Komödie und Gamble-Film. Erst nach 30 Minuten kommt Alexander Fu Sheng zum Zug. Dem wird jedoch von den Leads Hsiao Ho (My Young Auntie) und Alexander Fu Shengs Bruder Cheung Chin-Pang (This Man Is Dangerous) den Rang abgelaufen. Die beiden harmonieren prächtig zusammen. Obwohl Alexander Fu Sheng solide agiert, wirkt er im Film irgendwie schwächer. In The Treasure Hunters haben die Brüder deutlich besser harmoniert. Wer in den humoristischen Szenen fast am meisten überzeugt, ist der schielende To Siu-Ming (The First Vampire in China). In Sachen Bösewicht überzeugt dann einmal mehr Johnny Wang Lung-Wei (Fast Fingers). Es gibt verhältnismässig wenig Kampfszenen, doch er bekommt die beste des Filmes spendiert. Das zweite Finale gegen den Geist hätte dann gerne noch etwas länger laufen dürfen. Der Kampf war leider relativ schnell (und eigentlich auch unspektakulär) vorbei. 

Fazit: Shaw Brothers Fans können einen Blick riskieren!

Infos:

O: Gwai Waa Fu

HK 1982

R: Lau Kar-Wing

D: Hsiao Ho, Cheung Chin-Pang, Johnny Wang Lung-Wei, To Siu-Ming, Alexnader Fu Sheng, Lily Li, Lam Fai-Wong, Yang Chi-Ching, Sek Gong

Laufzeit der UK-Blu: 103:03 Min.

Gesehen am: Okt. 2014 / Neusichtung am: 23.03.26

Fassungen: Gesehen via UK-Blu-Ray von Arrow Video (Shawscope Volume 4) = Uncut, hervorragende Bild- und Tonqualität, O-Ton (ist Kantonesisch) mit englischen Subs, leider keine Extras. Es handelt sich um eine neue Restauration ohne Frame-Cuts. Es gibt keine deutsche Fassung (Stand: März 2026).