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Samstag, 17. Oktober 2026

Wild Nr. 71 (Zurflüh's Bahnhöfli)

 

Adresse: Alte Bernstrasse 125, 3613 Steffisburg

 


Heute stand ich früh auf. Um 07.20 Uhr. Es sollte ein Tag werden, an dem ich mich nach der Info der Verwaltung von gestern Abend (am kommenden Mo und Di kein warmes Wasser sowie abgestellte Heizung), weiter nerven sollte. Es gibt so Tage, wo einfach fast alles nervt. Und so einer war heute (mit Ausnahme des Abends natürlich). Es lag aber auch sicher daran, dass ich den ganzen Tag über bis abends gar nichts gegessen habe und ich ggf. aufgrund einer Unterzuckerung dünnhäutiger reagierte. Ich sah mir einen Film an (Review) und entschied dann, mir ein Duvet kaufen zu gehen. Warum? Ich habe aktuell seit ca. einem Monat keines mehr und schlafe nur mit einem Duvetbezug. Und das wird, wenn am Montag und Dienstag die Heizung ausfällt, nicht reichen, fürchte ich, zumal es auch ausgerechnet dann kälter werden soll. Die Verwaltung hat bisher auf mein Mail nicht reagiert.

Also verliess ich am Vormittag die Wohnung und kaufte in Köniz ein neues Duvet und einen dazu passenden Duvetbezug. In Niederwangen hob ich noch 500 CHF ab. Das Geld dürfte jetzt knapp bis Ende des Monats reichen. Der 25.10 ist ein Sonntag. Wenn der Lohn am Freitag, also 23.10 kommt, wäre das gut. Wenn der Lohn jedoch erst am Montag 26.10 kommt, kann es sein, dass ich mein Sparkonto plündern muss. Ansonsten hätte es wohl knapp gereicht (so ca. 100 CHF pro Tag). Weil heute Abend werde ich noch eine Filmbestellung tätigen «müssen». Error 4444 bietet ab heute 18.00 Uhr ihre neuen Vös zu Thrilling Bloody Sword, Close Escape sowie Widow Warriors an. Alles Must Have Vös (Thrilling Bloody Sword soll laut Label länger sein als die schon erschienene Vö vor paar Jahren). Der Kauf von Duvet, Duvetbezug und Geld abheben kostete mich zum Glück nur 60 Minuten, da ich nie lange auf die Busse warten musste. Zuhause habe ich noch durchgelüftet (20 Minuten) und wurde von diversen Geräuschen und Tieren genervt (Laubbläser*, Babygeschrei und Fliegen, die in die Wohnung eindrangen). Dann kam noch die neue Krankenkassen Police = ab 2027 wird die Krankenkasse 422.85 CHF kosten. Pro Monat. Gleichzeitig kam die Gratisausgabe des Ktipp, die eine Aufstellung der billigsten Krankenkassen zeigten. So entschied ich, die Krankenkasse nach  nur einem Jahr bereits wieder zu wechseln und gab dies in Auftrag. So werde ich 2027 gesamthaft immerhin etwas mehr als 30 CHF sparen (reicht immerhin für einmal ins Kino). Leider habe ich keinen Drucker mehr, so dass ich das Dokument für die Kündigung der aktuellen Kasse nicht drucken konnte. *Hörte ich heute ganze dreimal…



Danach entschied ich, dass ich heute nichts putzen würde. Das würde ich auf Samstag verschieben. Nach dem "Notfalleinkauf" wollte ich mich nun einfach entspannten. Ich sah mir daraufhin weiterhin die Serie Carrie an. Diese gefällt mir im Verlauf weniger und weniger. Ab 16.00 Uhr zockte ich noch 20 Minuten (Broforce). Danach hiess es ab nach Thun. Da habe ich zum Glück eine direkte Verbindung von mir aus. Im Zug las ich The Chosen weiter, welches ich definitiv in paar Tagen beenden werde (wohl am Sonntag, wenn es ins Wallis geht). Heute soll der letzte schöne, warme und sonnige Tag werden. Schade. In Thun hatte der Bus Richtung Restaurant etwas Verspätung, was mich aber nicht störte, da ich genug Zeit eingerechnet hatte. Um 17.50 Uhr war ich beim Restaurant, ehe die Kollegin danach erschien. Auch sie hatte heute keinen guten Tag und sich gegenseitig über Wohlstandsprobleme auszulassen, war eigentlich eine gute Sache. Und dazu dann dieses Abendessen. Sie bekam dann noch ihr Läderach Schoggi Geschenk, da sie im Sept. zu meinen Katzen geschaut hat. Apropos Katzen: die hatten am neuen Duvet sichtlich Freude:-)












In Steffisburg traten wir ins Zurflüh's Bahnhöfli ein. Ein Ort, wo ich nun seit Jahren immer das gleiche bestelle und in welchem die Qualität konstant hoch ist. Wenn ich von all den «hervorragenden» Restaurants in Sachen Wild nur eines nennen dürfte, welches davon an der Spitze steht, dann ist das bisher das Zurflüh's Bahnhöfli da eben seit Jahren konstant ein absoluter Traum. Nachdem wir uns gegenseitig bemitleidetet hatten bestelle ich…

 

 

…als Vorspeise

Rehcarppaccio an rassiger Senfrahmsauce

Süsssaures vom Herbst

29.50 CHF

 

…als Hauptgang

Rehrücken im Speckmantel

Herbstgarnitur, Spätzli

60.00 CHF

 

…als Dessert

Vermicelles

Vermicelles, Meringue, Rahm

15.00 CHF

 

&

 

Gebrannte Crème mit Rahm

13.00 CHF

  

 

Das Essen war, wie erwartet, erneut ein absoluter Traum. Das fing bei der leckeren Vorspeise (perfekte Grösse) an, führte über den Hauptgang (dieses Fleisch!!!) und bis zu der von mir geliebten gebrannten Crème. Neu bestellte ich diesmal zwei Desserts, die Kollegin keins. Das hat die junge Kellnerin sichtlich amüsiert und überrascht, mir war es egal. Ich muss sagen, dass ich danach auch wirklich total voll war. Ein-zwei weitere Bissen, und ich wäre geplatzt. Es war der bisher teuerste Besuch (glaub 122 CHF). Das Restaurant war inzwischen voll. Als wir nämlich das Restaurant verliessen, war der Parkplatz, auf dem um 17.50 Uhr vielleicht drei Autos standen, nun voll. Keine leere Lücke. Die Kollegin fuhr mich schnell an den Bahnhof Thun, wo ich den Zug nach Niederwangen nahm. Erneut las ich The Chosen weiter. Zuhause gönnte ich mir, wie jeden Abend, ein heisses, starkes Kaffee. Diesmal schrieb ich aber keinen Bericht, sondern schaute die Serie Carrie zu Ende und wurde währenddessen und noch beim Zähneputzen von insgesamt drei Fliegen angegriffen, die dann aber alle den Tod fanden (eine wurde von der Katze gefressen). Und zu Carrie? Lohnt sich nicht. Schlecht. Mal schauen, welche Serie ich als nächstes starten werde. Daneben machte ich noch weitere Horroktober Titel parat, wobei ich gar nicht weiss, ob ich die diesen Monat auch wirklich alle schauen kann. Danach freute ich mich, auf einen erholsamen Schlaf mit neuem Duvet und allem Drum und Dran:-)

 

 

Fazit:

 

Hervorragend

Sehr gut

Gut und solide

Enttäuschend



















Freitag, 16. Oktober 2026

The Early Years

Horroktober 2026

The Early Years

Story:

So-do, der für einen Mord an einem Freund, den er angeblich begangen haben soll, im Gefängnis sitzt, wird für eine Zeitperiode für sieben Tage aus dem Gefängnis entlassen. Grund: seine Mutter ist gestorben. Also wird So-do zusammen mit seinem Sozialarbeiter auf die Insel geschickt, wo seine Mutter starb. Dort beobachten So-do und sein Begleiter mysteriöse Ereignisse, die im Zusammenhang mit dem «Mord» an So-dos Freund zu tun haben könnten...

Meine Meinung:

Ich wurde durch den Blog eines Kumpels auf den Film aufmerksam. Ansonsten hätte ich von The Early Years wohl bis heute nie was gehört. Der Film, der in einigen Datenbanken auch als Obsession gelistet wird, wurde im gleichen Jahr wie der inhaltlich ähnlich gehaltene aber viel bekanntere Io Island veröffentlicht. Eine einsame Insel, auf der mysteriöse Riten und Vorfälle und ggf. übernatürliche Dinge vorherrschen. Ein gern gesehenes Thema im Genre. Auch neuere Filme aus Südkorea erzählen schockierende Geschichten, die sich auf einsamen Inseln und unter ihrer Bevölkerung abzeichnen (z.B. Bedevilled).

Der Film von Lee Doo-yong ist in unseren westlichen Sphären total unbekannt. Eine echte Auflösung und/oder Motive zum Film lassen sich durch die pure Sichtung nicht präsentieren, da ich der koreanischen Sprache nicht mächtig bin und die Fassung keine Untertitel besass. Lee Doo-yong hat einige Gruselfilme aber auch Martial Arts Filme gedreht. Ungesehen läge mir noch Muldori Village vor, dessen Kassette jedoch nur mit schweren Schäden anschaubar und somit eigentlich nicht schaubar wäre. Was Martial Arts Filme angehen, hat er z.B. in Bruce Lee Fights Back from the Grave Regie geführt. Es wäre wünschenswert, dass der Film und andere Gruselfilme des Regisseurs, restauriert und mit englischen Untertiteln erhältlich wären.

Der Cast um Kim Hee-ra, Kim Kyeong-ran (The Public Cemetery Under the Moon oder den bereits erwähnten Bedevilled) oder Yoon Il-bong (Suddenly in the Dark) war sehr solide. Gut ist auch, dass auf jeglichen Klamauk verzichtet wird. Der Film bietet zwar kein Horror in Form von Blut und Gore, dafür wird eine eigene, spezielle und authentische Stimmung und Atmosphäre geschaffen, ist sehenswert und gelungen anmutet. Zudem gibt es schöne Aufnahmen und eine starke Kameraarbeit. Die Rituale und Zeremonien sind stimmungsvoll und auf eine unterschwellige Erotik wird ebenso nicht verzichtet. Auf jeden Fall gefällt der Film durch sein Schauspiel, seine Stimmung die Bilder.

Fazit: Wer Filme wie Io Island mag, kann einen Blick riskieren!

Infos:

O: Chobun

Südkorea 1977

R: Lee Doo-yong

D: Kim Hee-ra, Hye-kyeong Jang, Il-bong Yun

Laufzeit der südkoreanischen VHS (inklusive einer kleinen Werbeunterbrechung): 85:28 Min.

Gesehen am: Okt. 2026

Fassungen: Mir lag die Vollbild VHS aus Südkorea von Sam Boo Production Co. vor = Einzige bekannte Fassung des Filmes. 2,35:1 wäre das Originalbildformat. Im O-Ton Koreanisch ohne Subs. Machte einen unzensierten Eindruck. Gute Bildqualität. Andere Fassungen sind mir nicht bekannt (Stand: Okt. 2026). Schade, dass das Artwork der VHS so uninteressant ausgewählt ist. Das Original Filmplakat wäre deutlich stimmungsvoller gewesen.  

Donnerstag, 15. Oktober 2026

Wild Nr. 70 (Restaurant National)

 

 

Adresse: Stadthausstrasse 24, 8400 Winterthur

 

Nach meinem Geburtstagsessen schlief ich länger. Ich war doch recht müde an dem Tag. Ich erwachte um 09.30 Uhr und stand auf. Als Frühstück diente mir Schokolade von Läderach. Dazu gab es Kaffee und eine Neusichtung des französischen Backwood-Filmes Frontier(s). Der Film fliegt leider, trotz Autogramm des Regisseurs, aus der Sammlung. Danach reinigte ich noch Teile der Wohnung. Heute geht es, wie bereits vorgestern und am 01.11, nach Zürich. Genauer gesagt nach Winterthur. Ins Restaurant National. Das habe ich letztes Jahr zufällig ausprobiert. Würde es einem zweiten Besuch standhalten? Ich war gespannt! Erneut war heute schön sonniges Wetter. Ich packte die Powerbank ein, ein 2. Edward Lee Buch (das andere werde ich bald beenden, denke ich) und eine dünnere Jacke, welche ich zuerst im Rucksack verstaute. Mit einem Pullover/Jäckchen war es draussen noch warm genug.

Bevor ich ging, war ich weiterhin produktiv. Ich zahlte noch zwei Rechnungen (Handy und Augenarztbesuch) und machte für im November noch einen Augenarzttermin ab. Das war auch noch fällig. Zudem sah ich, dass die zwei Zahlungen von ConnectoTransfers tatsächlich eingegangen sind. Also haben sie mir wirklich das ganze Geld plus einen Extra-Betrag als Entschuldigung überweisen. Super. Ich nahm eine langsame und wenig ausgebuchte Zugverbindung nach Zürich (ca. 1h30Min.). Ungeplant stieg ich in Altstetten um und nahm bereits von dort eine Direktverbindung nach Winterthur. So vermied ich den Stress des Umsteigens am Hauptbahnhof in Zürich. Der Zug war sehr voll und ich las viele Seiten von The Chosen. Ich werde den Roman sicherlich bis Ende nächste Woche beendet haben. Heute sollte ich in Winterthur erneut den Filmkollegen, mit dem ich vorgestern essen war, treffen. Wir hatten kurz vor 18.00 Uhr direkt vor dem Restaurant abgemacht.

Ich war gespannt auf das Essen. Das Restaurant National macht einen sehr noblen Eindruck. Im Gegensatz zu letztem Jahr sassen wir in einem Nebenbereich, der sehr laut war. Ich glaube, dass auch letztes Jahr in einer Google-Rezession gelesen zu haben. Da waren am Ende alle Tische belegt. Teilweise lange Tische mit 20 Personen an einem Tisch. Zum Teil sicherlich auch Geschäftsessen und/oder Touristen aus China. Auf jeden Fall hatten sie viel zu tun und es dauerte daher auch ein wenig, bis die Order, die wir bestellt haben, kamen. Das war aber absolut okay so. Zu guten Gesprächen, obwohl mir am Anfang sehr schwindelig war (ich hatte nur zwei Kaffee intus), bestellte ich genau das, was ich zuvor schon via Speisekarte studiert hatte:

 

 

Als Vorspeise

Kürbiscrèmesuppe

mit Maggikraut und Kürbiskernöl

14.00 CHF

 

Als Hauptgang

Hirschentrecôte

vom Grill an Wildrahmsauce und Rosenkohl

dazu hausgemachten Spätzli

52.00 CHF

 

Als Dessert

Zweifarbiges Schokoladen-Mousse

nach Hausrezept mit Felchlin-Schokolade

14.00 CHF

 

 

Der Kumpel nahm keine Vorspeise. Die Suppe war frisch und sehr heiss. Sie war wohltuend und extrem lecker. Auf den Hauptgang mussten wir am längsten warten. Der Tisch mit ca. 20 Personen, genau hinter uns, war nämlich voll und wurde nun bedient. Auch am Tisch mit den Chinesen regte es sich, als die diversen Kellner die, wie es aussah, identischen Vorspeisen brachten und servierten. Da mussten wir natürlich hintenanstehen. Ich freute mich, nun endlich Mal Hirsch statt Reh zu kosten. Das Vergnügen hatte ich ja schon gestern während meiner Vorspeise. Heute als Hauptgang. Der Hauptgang war sagenhaft lecker. Ein Genuss. Die Portion war nicht zu gross und nicht zu klein. Gerade richtig. Nahezu perfekt. Zwar gab es nur zwei Stück Fleisch, die waren aber nicht gerade klein. Voller Freude und Genuss verschlang ich diese Portion. Als ich auf der Dessertkarte den zweifarbigen Schokoladen-Mousse sah, den ich auch 2025 nahm und hervorragend fand, überging ich meine vorherige Wahl (eigentlich hätte ich das Vermicelles nehmen wollen). Kurz überlegte ich auch, beide Desserts zu bestellen. Ich hatte aber nur begrenzt Bargeld und keine Karte dabei, also verzichtete ich darauf. Der Schokoladen-Mousse war ein purer Genuss. Danach gingen wir an den Bahnhof. Der Kumpel kaufte noch einen Kalender und ich kaufte mir noch ein kaltes Café Latte für die Zugfahrt. Ich hatte um ca. 20.31 Uhr eine direkte Verbindung nach Bern und las The Chosen weiter. Um 22.15 Uhr nahm ich dann den Zug nach Hause, wo ich erneut zu einem starken Kaffee ab ca. 23.00 Uhr diese Zeilen schrieb. Zudem regte ich mich ab der Hausverwaltung auf (zwar nur reine Wohlstandsprobleme, aber das darf auch Mal sein) = an der Türe zum Wohnblock stand geschrieben, dass am Montag und Dienstag, rechtzeitig wenn es deutlich kälter werden würde, die Warmwasserversorgung sowie die Heizung ausfallen würde. Anfang Jahr gabs schon Mal einen solchen Fall. Dass die Sanierungsarbeiten (der Zentralheizung) jedoch noch gar nicht abgeschlossen wurden, darüber wurden wir (oder zumindest ich) nie informiert. Ich dachte, dass sei schon lange fertig. Das gab daher noch gleich ein Mail mit sarkastischem Lob an die Verwaltung...

 

 

Fazit:

 

 

Hervorragend

Sehr gut

Gut und solide

Enttäuschend