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Montag, 3. August 2026

Five Shaolin Masters

 
Shawgust 2026

Five Shaolin Masters

Story:

Die Regierung tötet Shaolin Mönche und zerstört deren Tempel. Diverse Überlebende (David Chiang, Ti Lung, Alexander Fu Sheng, Chi Kuan-Chun, Meng Fei, Gordon Liu) werden von den Generälen und Truppen der Opposition (Leung Kar-Yan, Fung Hak-On, Tsai Hung, Johnny Wang Lung-Wei, Chiang Tao) gejagt…

Meine Meinung:

In der Zeit, in der Chang Cheh (The Slaughter in Xian, The New One-Armed Swordsman, Shaolin Temple) in Taiwan unter seiner neu gegründeten Firma Chang's Film Co. für die Shaw Brothers Filme drehte, entstand auch Five Shaolin Masters. Den sah ich nur einmal und wusste praktisch nichts mehr. Dass Shaolin Mönche gejagt werden und dessen Handzeichen war das Einzige, was ich noch im Kopf hatte. Immerhin ist es 20 Jahre her, seit ich den Film zuletzt sah. Der Film hat die Zweitsichtung bestanden und mir gefiel der Film deutlich besser als früher.

Ja, der Plot ist dünn und kaum vorhanden. Ja, es gibt sehr viele Outdoor-Settings und kaum Studiokulissen (immerhin wurde in Taiwan gedreht, auch um Kosten zu sparen). Dafür punktet der Film mit einem hohen Tempo. Lange Erklärungsversuche oder Charakterstudien gibt es hier nicht. Hier heisst es von Anfang an einfach Action, Action und Action. Und dazu wurden unzählige Stars im Film versammelt, so dass der Film ein grosses Sehvergnügen darstellt, da jeder der Stars zeigen kann, was er draufhat. Die Kampfszenen sind bodenständig und realistisch inszeniert. Die Choreographie übernahm Lau Kar-Leung (Executioners from Shaolin) und Lau Kar-Wing (spielt auch eine kleine Rolle).

Und es ist ein Genuss, Namen wie David Chiang (A Mad World of Fools), Ti Lung (Ti Lung – Die tödliche Kobra), Alexander Fu Sheng (The Fake Ghost Catchers), Chi Kuan-Chun (Eagle’s Claw), Meng Fei (The Prodigal Boxer), Gordon Liu (The 36th Chamber of Shaolin) bei den Helden zu sehen. Gordon Liu ist davon der Einzige, der nur einen Gastauftritt bekommen hat. Die anderen sind von Anfang an bis zum langen und harten Finale dabei, wo jeder ein Duell gegen einen der Bösewichte bekommt. Und zuvor wurde trainiert. Dabei erinnerte der Film sogar leicht an den Jet Li Klassiker The Shaolin Temple. Fans der Stars kommen voll auf ihre Kosten.

Ebenso verhält es sich mit den Bösewichten. Da wurde fast die Crème de la Crème engagiert und daher hatte ich auch bei der Auswahl der Bösewichte grosse Freude. Da tummeln sich dann Namen wie Leung Kar-Yan (Profile in Anger), Fung Hak-On (Edge of Darkness), Tsai Hung (The Death Player), Johnny Wang Lung-Wei (Martial Club), Chiang Tao (Super Power) und die sehe ich durchs Band alle gerne als Bösewichte. Und wie auch bei den Helden, kommen sie von Anfang an bis zum Finale vor, wo sie sich dann spektakuläre und sehenswerte Kämpfe mit den Helden liefern. Die Anzahl der Kampfszenen ist von Beginn an hoch, so dass es eigentlich auch nie langweilig wird. Wer die genannten Stars und Shaw Brothers Kung Fu Filme mag, sollte sich Five Shaolin Masters nicht entgehen lassen!

Infos:

O: Shao Lin Wu Zu

HK 1974

R: Chang Cheh

D: David Chiang, Ti Lung, Alexander Fu Sheng, Chi Kuan-Chun, Meng Fei, Gordon Liu, Leung Kar-Yan, Fung Hak-On, Tsai Hung, Johnny Wang Lung-Wei, Chiang Tao

Laufzeit der UK-Blu: 109:28 Min.

Gesehen am: Januar 2006 / Neusichtung am: Aug. 2026

Fassungen: Gesehen via UK-Blu-Ray von Arrow Video (Shaw Scope Volume One) = Celestial Print (= siehe unten Info zur HK DVD von IVL), O-Ton, englische Subs, hervorragende Bild- und Tonqualität. Einige der Extras sah ich schon (da sich auch Shaolin Temple auf der gleichen Disc befindet und die teilweise die gleichen Extras haben, z.B. das Feature mit Tony Rayns), andere sah ich mir nun erstmals an. Dabei gefällt vor allem das ca. 22minütige Interview mit Chiang Tao, auch wenn die Interviewerin z.T. mehrfach die gleichen und/oder ähnliche Fragen stellt, so dass sich Chiang Tao öfters wiederholen und gleiche Antworten geben muss. In Deutschland als Die Gnadenlosen 5 von T.V.P. - The Vengeance Pack auf Blu-Ray zu haben. Die HK-DVD (Celestial Print) war mind. in einer Gewaltszene zensiert, so auch die UK-Blu-Ray. Die Deutschen haben die Szene vom VHS ins Master gefügt, so dass ihre Fassung länger dauert.

Fight Among the Supers

Fight Among the Supers

Story:

Zwei Geister aus der Hölle (Lu Feng und Chiang Sheng) tragen seit Jahrzehnten Duelle gegeneinander aus. Nun suchen sie auf der Erde nach neuen Schülern (Chai Kuang-Ning, Peter Chang Chi-Long). Bis sie diese finden, werden diese jedoch mehrfach zu den Opfern der Geister, die sich mit ihnen die Zeit vertreiben und sich durch Magie mit ihnen und ihrem Umfeld einen Spass erlauben. Als am Ende eine Frau (Ling Sin) entführt wird, vereinen sich die zwei Schüler und Geister, um die Bösewichte zu besiegen und die Frau zu retten…

Meine Meinung:

Fight Among the Supers ist ein spezieller Film. Einige sagen, es sei eine Antwort bzw. ein Nachahmer von The Miracle Fighters und Co. Andere sagen, es sei eine Art Remake des Sammo Hung Klassikers Odd Couple, in welchem zwei Kämpfer ebenso über Generationen hinweg Duelle austragen und Schüler suchen und ausbilden, die dann für sie und in ihrer Disziplin kämpfen. Das Cover sah cool aus und der Film unbekannt. Daher schlug ich (bei einem südkoreanischen Shop) zu und kaufte die Videokassette.

Fight Among the Supers ist kein Kracher, aber auch nicht schlecht. Solides Mittelmass. Cool fand ich die Tatsache, dass beide Geister von Shaw Brothers bzw. Venom-Stars gespielt werden. Und die hatten sichtlich Spass in ihren Rollen. Da wäre zum einen Chiang Sheng (The Imperial Sword Killing the Devil, Ninja Kung Fu, Crippled Avengers) und zum anderen Lu Feng (The Brave Archer, The Rebel Intruders, Das Höllentor der Shaolin). Beide machen bereits im ulkigen und fantasievollen Vorspann eine gute Figur. Der macht Lust auf mehr, wie auch die gestohlene Musik, die mehrheitlich zu hören ist.

Der Plot ist dünn, etwas wirr und nicht gradlinig, aber immer kurzweilig, unterhaltsam und abwechslungsreich. Es ist immer was los. Es gibt natürlich viel Klamauk und Zauber. Die Kampfszenen sind erstmals nur ok. Es werden auch diverse Gegenstände in die Kampfszenen integriert. Mehrheitlich spielt der Film in einem Restaurant (die Schüler sind Kellner). So nach 40 Minuten folgen dann Höllenszenen, an denen ich Freude hatte. Da kommen diverse Gestalten auf die Erde und versuchen das Mädel im Restaurant zu entführen. Einige der Bilder und Aufnahmen waren dabei stimmungsvoll (Slow-Mo, Nebelmaschinen).

Mit Ausnahme von Lu Feng und Chiang Sheng ist mir der Cast unbekannt. Chai Kuang-Ning und Peter Chang Chi-Long machen einen soliden Job. Nach den Höllenszenen folgt dann schon das Outdoor-Finale, welches fast einem waschechten Wald-und-Wiesen-Klopper entspricht. In diesen sind die Kampfszenen auch rasant, qualitativ am besten und gut gefilmt, auch wenn das Vollbild, vor allem am Anfang des Filmes, doch relativ störend war (2,35:1 wäre das Originalbildformat). Das Verhältnis mit Rumblödeln der Schüler durch die Geister, die Höllenszenen und das Finale stimmte nicht ganz. Ich hätte lieber etwas mehr von den Höllenszenen oder mehr und längere Fights wie im Finale gesehen. Aber am Ende ist es Geschmackssache. In einer Szene, in der Alltagsgegenstände zusammen eine Art «Monster» bilden und durch Magie ein Eigenleben entwickelt, fühlte ich mich an den Film November erinnert.

Fazit: Kein Kracher, aber ein obskurer Beitrag in der Karriere von Lu Feng und Chiang Sheng (und perfekt geeignet, um das VHS-Cover Ende Sept. in London von Lu Feng signieren zu lassen!).

Infos:

O: Bei hai shuang xian xi to long

Taiwan 1984

R: Huang Kuo-Chu

D: Lu Feng, Chiang Sheng, Chai Kuang-Ning, Peter Chang Chi-Long, Ling Sin

Laufzeit der südkoreanischen VHS: 86:43 Min.

Gesehen am: Aug. 2026

Fassungen: Mir lag das südkoreanische VHS von Life Production vor = Vollbild statt Widescreen, O-Ton Mandarin mit koreanischen, chinesischen und englischen Subs. Uncut Status unbekannt. Solide Bildqualität. Das UK-VHS soll in Widescreen, dafür in Kantonesisch sein (O-Ton ist Mandarin). Andere Fassungen sind mir nicht bekannt (Stand: Aug. 2026).

The Weird Man

Shawgust 2026

The Weird Man

Story:

China während der Han-Dynastie:

Am Ende der Han-Dynastie ist das Land in drei Königreiche geteilt. Es herrscht Krieg. Magistrate Xu Gong (Wong Lik) sorgt im Auftrag von Herrscher Cao (Jason Pai Piao) für Intrigen. Er sorgt dafür, dass Caos Gegner General Sun Ce (Chiu Gwok) einen Taoisten Priester (Ricky Cheng) exekutiert. Dessen Geist kehrt jedoch zurück, um zwischen den diversen Kriegsparteien für Unruhe und Verwirrung zu stiften und um seinen Tod zu rächen…

Meine Meinung:

The Weird Man von Chang Cheh (Five Element Ninjas, Kuan - Der unerbittliche Rächer, Dancing King) macht den Auftakt in den Shawgust 2026. Leider hatte ich den Film besser in Erinnerung und der Film hat sie Zweitsichtung nicht bestanden. The Weird Man, Chang Chehs letzte Shaw Brothers Arbeit, bevor er danach Filme wie The Shanghai Thirteen oder Death Ring drehen sollte, ist ein nur mittelmässiger Film. Selbstverständlich können Shaw Brothers und Chang Cheh Fans dennoch einen Blick riskieren, aber ich hatte an dem Film selten wirklich Freude. Und die ganz grossen Namen sucht der Fan in dem Film vergebens.

Der Plot ist zunächst etwas wirr. Das liegt am Setting, da der Film lose auf «Die Geschichte der Drei Reiche» Story basiert. Und diese ist komplex. Die ersten 30 Minuten sind sehr wirr und nicht gradlinig. Der Hauptplot startet erst nach ca. 30 Minuten. Trotz einer nicht wirklich langen Laufzeit von ca. 90 Minuten nahm ich während dem Schauen diverse Längen wahr. Zwar gibt es einiger innovative Kampfszenen zu sehen inklusive einiger schräger fantasievoller Momente, dennoch erreichen die Kampfszenen und deren Choreographie nie Venom-Niveau. Alles sehr solide, aber nichts Besonderes (und für Chang Cheh Massstäbde unblutig). Und der Plot fesselt leider zu keiner Sekunde. Mehr Fantasy-Anteile wären wünschenswert gewesen.

Nebst uninteressantem Plot und Längen empfand ich es als schade, dass Jason Pai Piao (The Legend of All Men Are Brothers, Butcher Wing, Shaolin Intruders) als Herrscher Cao nur am Anfang vorkommt. Ihn hätte ich gerne als Bösewicht gesehen. Leider kommt seine Figur im Mittelteil und Ende nicht mehr vor. Viele der anderen Figuren empfand ich als wenig sympathisch und charismatisch. Am schlimmsten waren jedoch der Humor und besonders das Schauspiel von Ricky Cheng (Rendezvous of Japanese Kanto, Chivalry Deadly Feud, The Nine Demons). Seine Grimassen, sein Dauergrinsen & seine vielen Auftritte in Frauenkleidern waren zu viel. Hier und da kam ein Fremdschämen auf. Chang Cheh wird oft unterstellt, dass seine Figuren oder Filme homosexuell scheinen. Aktuell ist The Weird Man für meinen Geschmack der schwulste Film von Chang Cheh.

Fazit: Mittelmässig, vor allem aufgrund nervenden Humors!

Infos:

O: San Tung Sui Yue Siu Ba Wong

HK 1983

R: Chang Cheh

D: Wong Lik, Jason Pai Piao, Chiu Gwok, Ricky Cheng, Ku Kuan-Chung, Lau Yuk-Pok, Wong Man-Yee, Kwan Fung

Laufzeit der UK-Blu-Ray: 91:04 Min.

Gesehen am: Aug. 2014 / Neusichtung am: Aug. 2026

Fassungen: Gesehen via UK-Blu-Ray von EUREKA! (Furious Swords and Fantastic Warriors) = nebst Booklet mit diversen anderen Chang Cheh Filmen in einer Box, Uncut, O-Ton mit englischen Subs, hervorragende Bild- und Tonqualität. Es gibt keine deutsche Fassung (Stand: Aug. 2026).