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Montag, 3. August 2026

Das Geheimnis der Todesschlange

Das Geheimnis der Todesschlange

Story:

Wan Li (Bruce Li) und Chuen Sing (Larry Lee Gam-Kwan) wollen auf der Schlangeninsel ein altes Volk studieren. Dort treffen sie jedoch auf einem Perlen suchenden Gangster (Nick Cheung Lik) ehe Wan Li knapp ein Kampf mit dem Stammesanführer Great Wizard (Chan Sing) überlebt. Er wird von Princess Ankawa (Dana) gefunden und gesundgepflegt. Beide verlieben sich, sehr zur Missgunst von Great Wizard. Dennoch lässt Great Wizard Wan Li nach Hong Kong zurückkehren. Dafür muss Princess Ankawa jedoch Great Wizards Sohn (San Kuai) heiraten. Derweil plant Wan Li, auf die Insel zurückzukehren, um seine grosse Liebe zu retten…

Meine Meinung:

Aka Bruce Lee in New Guinea. Das Geheimnis der Todesschlange sah ich seit Ewigkeiten nicht. Ob ich den überhaupt schonmal auf Deutsch sah (die Erstsichtung muss dazumal beim Kumpel als US-DVD gewesen sein)? Es wird immer offensichtlicher, dass der Film in der kommenden Box von Severin Films (The Game of Clones: Bruceploitation Collection Vol. 2) enthalten sein wird. Zudem gibt es Gerüchte über eine Langfassung d.h. Uncut- und Alternativfassung. Ich war also motiviert, den Film aufzufrischen.

Bei Das Geheimnis der Todesschlange handelt es sich um einen trashigen Bruceploitation-Streifen mit Bruce Lee Klon Bruce Li (Counter Attack, The Dragon Lives, The New Game of Death) in der Hauptrolle. Ansonsten hat der Film und dessen Inhalt nichts mit Bruce Lee zu tun. Regie führte Yang Chi-Yao und scheinbar wurde echt vor Ort in New Guinea gedreht. Mehrheitlich spielt die Handlung auf der «Schlangeninsel». Der Film ist solide, kurzweilig und unterhaltsam. Aber dennoch nicht ganz ein Kracher. Dafür war der Film zu harmlos und die Kampfszenen doch zu unspektakulär.

Der Trash-Faktor entsteht durch das Overacting der Bösewichte, durch den grenzdebilen Humor (die Söhne von Chan Sing oder die zwei schielenden Begleiter von Bruce Li), in der Uncut-Fassung auch durch die Nacktszenen und durch einen Fake-Gorilla (Kostüm tragender Mensch), der auch einmal kämpft, nachdem Addy Sung Gam-Loi (4 Robbers) die Mädels am Strand erschreckt hat. Die Outfits und Kleider waren sehr exotisch und erinnerten an den taiwanesischen Film Return of the Kung Fu Dragon mit Polly Shang-Kuan Ling-Feng (und auch mit Chan Sing). Beim Plot sollte nicht nach Realismus gesucht werden.

Bruce Li macht seine Sache ordentlich. In Nebenrollen als Kämpfer sind noch Bolo Yeung (Bruce, Hong Kong Master, Enter Three Dragons) sowie Lee Hoi-Sang (The Kung-Fu Warrior, Die Schlitzaugen mit dem Superschlag) zu sehen. Letzteren habe ich aufgrund seiner ungewohnten (langen) Haarpracht inklusive Schnauz zuerst fast nicht erkannt. Beide machen ihre Sache ordentlich. Als Bösewicht und Endgegner ist Chan Sing (Shaolin Monk, Two Great Cavaliers) zu sehen, der mit seinem Overacting begeistert, ohne lächerlich zu wirken. Und Dana (The Super Inframan) bringt so was wie eine Spur Marketing und Erotik in den Film. Aufgewertet wird der Film durch die Tatsache, dass die deutsche Synchronisation sehr gelungen ist.

Fazit: Bruce Li und Chan Sing Fans können bedenkenlos einschalten!

Infos:

O: She Nu Yu Chao

HK 1978

R: Yang Chi-Yao

D: Bruce Li, Larry Lee Gam-Kwan, Nick Cheung Lik, Chan Sing, Dana, San Kuai, Bolo Yeung, Lee Hoi-Sang, To Siu-Ming, Yue Tau-Wan, Addy Sung Gam-Loi

Laufzeit der deutschen DVD: 84:17 Min.

Gesehen am: Dez. 2008 / Neusichtung am: Aug. 2026

Fassungen: Mir lag die deutsche DVD von cmv-Laservision vor. Die Vorteile dieser Version sind a) das Widescreen-Format und b) die deutsche Qualitätssynchronisation (dem englischen, miesen Dub klar vorzuziehen). Leider handelt es sich bei der deutschen Fassung um eine alternative, harmlose Fassung (in vier Szenen sind Frauen bekleidet statt nackt). Die Uncut-Nacktszenen sind als Bonus auf der DVD. Warum man keine echte Uncut gebastelt und z.B. als Bonusversion angeboten hat, ist mir nicht bekannt. Die Bildqualität ist sehr mässig und entspricht nicht dem DVD-Zeitalter = sehr unscharf und in Wald- und Nachtszenen viel zu dunkel, so dass kaum was zu erkennen ist. Eine O-Ton Fassung (mit oder ohne Subs), eine Blu-Ray oder UHD sind mir nicht bekannt (Stand: Aug. 2026). Es ist gut möglich, dass der Film in der kommenden The Game of Clones: Bruceploitation Collection Vol. 2, die 2027 erscheinen soll, enthalten sein wird.

Five Shaolin Masters

 
Shawgust 2026

Five Shaolin Masters

Story:

Die Regierung tötet Shaolin Mönche und zerstört deren Tempel. Diverse Überlebende (David Chiang, Ti Lung, Alexander Fu Sheng, Chi Kuan-Chun, Meng Fei, Gordon Liu) werden von den Generälen und Truppen der Opposition (Leung Kar-Yan, Fung Hak-On, Tsai Hung, Johnny Wang Lung-Wei, Chiang Tao) gejagt…

Meine Meinung:

In der Zeit, in der Chang Cheh (The Slaughter in Xian, The New One-Armed Swordsman, Shaolin Temple) in Taiwan unter seiner neu gegründeten Firma Chang's Film Co. für die Shaw Brothers Filme drehte, entstand auch Five Shaolin Masters. Den sah ich nur einmal und wusste praktisch nichts mehr. Dass Shaolin Mönche gejagt werden und dessen Handzeichen war das Einzige, was ich noch im Kopf hatte. Immerhin ist es 20 Jahre her, seit ich den Film zuletzt sah. Der Film hat die Zweitsichtung bestanden und mir gefiel der Film deutlich besser als früher.

Ja, der Plot ist dünn und kaum vorhanden. Ja, es gibt sehr viele Outdoor-Settings und kaum Studiokulissen (immerhin wurde in Taiwan gedreht, auch um Kosten zu sparen). Dafür punktet der Film mit einem hohen Tempo. Lange Erklärungsversuche oder Charakterstudien gibt es hier nicht. Hier heisst es von Anfang an einfach Action, Action und Action. Und dazu wurden unzählige Stars im Film versammelt, so dass der Film ein grosses Sehvergnügen darstellt, da jeder der Stars zeigen kann, was er draufhat. Die Kampfszenen sind bodenständig und realistisch inszeniert. Die Choreographie übernahm Lau Kar-Leung (Executioners from Shaolin) und Lau Kar-Wing (spielt auch eine kleine Rolle).

Und es ist ein Genuss, Namen wie David Chiang (A Mad World of Fools), Ti Lung (Ti Lung – Die tödliche Kobra), Alexander Fu Sheng (The Fake Ghost Catchers), Chi Kuan-Chun (Eagle’s Claw), Meng Fei (The Prodigal Boxer), Gordon Liu (The 36th Chamber of Shaolin) bei den Helden zu sehen. Gordon Liu ist davon der Einzige, der nur einen Gastauftritt bekommen hat. Die anderen sind von Anfang an bis zum langen und harten Finale dabei, wo jeder ein Duell gegen einen der Bösewichte bekommt. Und zuvor wurde trainiert. Dabei erinnerte der Film sogar leicht an den Jet Li Klassiker The Shaolin Temple. Fans der Stars kommen voll auf ihre Kosten.

Ebenso verhält es sich mit den Bösewichten. Da wurde fast die Crème de la Crème engagiert und daher hatte ich auch bei der Auswahl der Bösewichte grosse Freude. Da tummeln sich dann Namen wie Leung Kar-Yan (Profile in Anger), Fung Hak-On (Edge of Darkness), Tsai Hung (The Death Player), Johnny Wang Lung-Wei (Martial Club), Chiang Tao (Super Power) und die sehe ich durchs Band alle gerne als Bösewichte. Und wie auch bei den Helden, kommen sie von Anfang an bis zum Finale vor, wo sie sich dann spektakuläre und sehenswerte Kämpfe mit den Helden liefern. Die Anzahl der Kampfszenen ist von Beginn an hoch, so dass es eigentlich auch nie langweilig wird. Wer die genannten Stars und Shaw Brothers Kung Fu Filme mag, sollte sich Five Shaolin Masters nicht entgehen lassen!

Infos:

O: Shao Lin Wu Zu

HK 1974

R: Chang Cheh

D: David Chiang, Ti Lung, Alexander Fu Sheng, Chi Kuan-Chun, Meng Fei, Gordon Liu, Leung Kar-Yan, Fung Hak-On, Tsai Hung, Johnny Wang Lung-Wei, Chiang Tao

Laufzeit der UK-Blu: 109:28 Min.

Gesehen am: Januar 2006 / Neusichtung am: Aug. 2026

Fassungen: Gesehen via UK-Blu-Ray von Arrow Video (Shaw Scope Volume One) = Celestial Print (= siehe unten Info zur HK DVD von IVL), O-Ton, englische Subs, hervorragende Bild- und Tonqualität. Einige der Extras sah ich schon (da sich auch Shaolin Temple auf der gleichen Disc befindet und die teilweise die gleichen Extras haben, z.B. das Feature mit Tony Rayns), andere sah ich mir nun erstmals an. Dabei gefällt vor allem das ca. 22minütige Interview mit Chiang Tao, auch wenn die Interviewerin z.T. mehrfach die gleichen und/oder ähnliche Fragen stellt, so dass sich Chiang Tao öfters wiederholen und gleiche Antworten geben muss. In Deutschland als Die Gnadenlosen 5 von T.V.P. - The Vengeance Pack auf Blu-Ray zu haben. Die HK-DVD (Celestial Print) war mind. in einer Gewaltszene zensiert, so auch die UK-Blu-Ray. Die Deutschen haben die Szene vom VHS ins Master gefügt, so dass ihre Fassung länger dauert.

Fight Among the Supers

Fight Among the Supers

Story:

Zwei Geister aus der Hölle (Lu Feng und Chiang Sheng) tragen seit Jahrzehnten Duelle gegeneinander aus. Nun suchen sie auf der Erde nach neuen Schülern (Chai Kuang-Ning, Peter Chang Chi-Long). Bis sie diese finden, werden diese jedoch mehrfach zu den Opfern der Geister, die sich mit ihnen die Zeit vertreiben und sich durch Magie mit ihnen und ihrem Umfeld einen Spass erlauben. Als am Ende eine Frau (Ling Sin) entführt wird, vereinen sich die zwei Schüler und Geister, um die Bösewichte zu besiegen und die Frau zu retten…

Meine Meinung:

Fight Among the Supers ist ein spezieller Film. Einige sagen, es sei eine Antwort bzw. ein Nachahmer von The Miracle Fighters und Co. Andere sagen, es sei eine Art Remake des Sammo Hung Klassikers Odd Couple, in welchem zwei Kämpfer ebenso über Generationen hinweg Duelle austragen und Schüler suchen und ausbilden, die dann für sie und in ihrer Disziplin kämpfen. Das Cover sah cool aus und der Film unbekannt. Daher schlug ich (bei einem südkoreanischen Shop) zu und kaufte die Videokassette.

Fight Among the Supers ist kein Kracher, aber auch nicht schlecht. Solides Mittelmass. Cool fand ich die Tatsache, dass beide Geister von Shaw Brothers bzw. Venom-Stars gespielt werden. Und die hatten sichtlich Spass in ihren Rollen. Da wäre zum einen Chiang Sheng (The Imperial Sword Killing the Devil, Ninja Kung Fu, Crippled Avengers) und zum anderen Lu Feng (The Brave Archer, The Rebel Intruders, Das Höllentor der Shaolin). Beide machen bereits im ulkigen und fantasievollen Vorspann eine gute Figur. Der macht Lust auf mehr, wie auch die gestohlene Musik, die mehrheitlich zu hören ist.

Der Plot ist dünn, etwas wirr und nicht gradlinig, aber immer kurzweilig, unterhaltsam und abwechslungsreich. Es ist immer was los. Es gibt natürlich viel Klamauk und Zauber. Die Kampfszenen sind erstmals nur ok. Es werden auch diverse Gegenstände in die Kampfszenen integriert. Mehrheitlich spielt der Film in einem Restaurant (die Schüler sind Kellner). So nach 40 Minuten folgen dann Höllenszenen, an denen ich Freude hatte. Da kommen diverse Gestalten auf die Erde und versuchen das Mädel im Restaurant zu entführen. Einige der Bilder und Aufnahmen waren dabei stimmungsvoll (Slow-Mo, Nebelmaschinen).

Mit Ausnahme von Lu Feng und Chiang Sheng ist mir der Cast unbekannt. Chai Kuang-Ning und Peter Chang Chi-Long machen einen soliden Job. Nach den Höllenszenen folgt dann schon das Outdoor-Finale, welches fast einem waschechten Wald-und-Wiesen-Klopper entspricht. In diesen sind die Kampfszenen auch rasant, qualitativ am besten und gut gefilmt, auch wenn das Vollbild, vor allem am Anfang des Filmes, doch relativ störend war (2,35:1 wäre das Originalbildformat). Das Verhältnis mit Rumblödeln der Schüler durch die Geister, die Höllenszenen und das Finale stimmte nicht ganz. Ich hätte lieber etwas mehr von den Höllenszenen oder mehr und längere Fights wie im Finale gesehen. Aber am Ende ist es Geschmackssache. In einer Szene, in der Alltagsgegenstände zusammen eine Art «Monster» bilden und durch Magie ein Eigenleben entwickelt, fühlte ich mich an den Film November erinnert.

Fazit: Kein Kracher, aber ein obskurer Beitrag in der Karriere von Lu Feng und Chiang Sheng (und perfekt geeignet, um das VHS-Cover Ende Sept. in London von Lu Feng signieren zu lassen!).

Infos:

O: Bei hai shuang xian xi to long

Taiwan 1984

R: Huang Kuo-Chu

D: Lu Feng, Chiang Sheng, Chai Kuang-Ning, Peter Chang Chi-Long, Ling Sin

Laufzeit der südkoreanischen VHS: 86:43 Min.

Gesehen am: Aug. 2026

Fassungen: Mir lag das südkoreanische VHS von Life Production vor = Vollbild statt Widescreen, O-Ton Mandarin mit koreanischen, chinesischen und englischen Subs. Uncut Status unbekannt. Solide Bildqualität. Das UK-VHS soll in Widescreen, dafür in Kantonesisch sein (O-Ton ist Mandarin). Andere Fassungen sind mir nicht bekannt (Stand: Aug. 2026).