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Sonntag, 25. Oktober 2026

Wild Nr. 80 (Restaurant Sternen Neumühle)



Adresse: Langnaustrasse 76, 3436 Zollbrück

 


Heute schlief ich etwas länger. Nicht nur wegen der durch die Zeitumstellung gewonnenen Stunde. Ich stellte mir keinen Wecker. Ich stand zwischen 09.00-10.00 Uhr auf und schrieb den Restaurant-Bericht von gestern sowie das Review zu Child's Play. Draussen regnete und stürmte es. Es war kein motiviertes Wetter, um nach draussen zu gehen. Düster, regnerisch, kalt und nass. Ich musste die Heizungen überall aufdrehen. Nach dem Mittag entschied ich mich, gleich noch einen weiteren Film für den Horroktober zu schauen und wählte Hellraiser: Inferno aus. Auch dazu schrieb ich noch das Review und danach zockte ich Broforce bis um 15.00 Uhr. Um 15.00 Uhr sah ich mir das wahrscheinlich letzte Fussballspiel mit Michael Carrick als Trainer von Manchester United an. Die erste Halbzeit sah ich mir Zuhause an, die 2. Halbzeit auf dem Weg zum Zug und im Zug auf dem Weg zum Restaurant.



Als ich auf dem Weg von meiner Wohnung zum Bahnhof in Niederwangen war (ca. zehn Minuten) stürmte aber regnete es kaum.  Als ich etwas weniger als die Hälfte zurückgelegt hatte, begann es dann auf einmal extrem zu schütten. Wie aus Kübeln. Da half auch der Schirm nicht, da es aufgrund des starken Windes extrem schräg regnete. Oben blieb ich mehrheitlich trocken, aber z.B. meine Waden waren total durchnässt wie auch der re Fuss. Auch der linke Ärmel meiner Winterjacke (plus Pullover darunter) waren nass geworden. Und das in nur paar wenigen Minuten, ehe ich den Bahnhof erreichte. Da dachte ich daran, gleich wieder umzudrehen und nach Hause zu gehen. Denn heute stand ein Solo-Abendessen an. Heute geht es ins Emmental (keine Ahnung wo das ist, aber scheinbar noch im Kanton Bern) und daher wäre es nicht so schlimm gewesen, hätte ich mich nun, durchnässt, gegen den Restaurant-Besuch entschieden. Ich blieb aber standhaft. Die Lust auf Wild war zu gross!

Ich bestieg den Zug (16.29 Uhr) und ich würde fast eine Stunde in diesem verbringen. Ich sah mir das Manchester United Spiel, welches 0:3 für den Gegner endete (wie erwartet), zu Ende an. Am Ende der Zugfahrt nahm ich ein leichtes Kopfweh an. Diesmal wohl wegen dem Wetter. Zur Sicherheit nahm ich zwei Schmerzmittel ein (das half). Um 17.23 Uhr kam ich in Langnau i.E. an. Dort wurde ein Zug um 17.40 Uhr Richtung Thun abfahren und da muss ich nach vier Minuten um 17.44 Uhr aussteigen (Neumühle). Eine Station welche ich durch Knopfdruck verlangen muss. Gibt es in der Schweiz hier und da auch in Zügen. Der Zug in Langnau i.E., der um 17.40 Uhr abfahren würde, stand schon um 17.23 Uhr am Bahnhof, so dass ich in der Wärme warten konnte. Danach lief ich zum Restaurant, welches ca. fünf Minuten vom Bahnhof Neumühle entfernt ist. Als ich ankam, informierte ich eine Angestellte aufgrund meiner Reservierung. Sie hatten zunächst im schickeren Teil (dem Sääli) einen Tisch für mich gedeckt und fragten dann, ob ich in der Gaststube essen möchte. Mir war das egal. Ich willigte ein. Danach bestellte ich das Trinken (war leider kein wirklich feines Coca Cola Zero) und studierte die Speisekarte, obwohl ich schon wusste, was ich nehmen würde. Ich bestellte als…


 

…Vorspeise

Kürbiscremesuppe mit Rahmhaube

8.50 CHF

 

…Hauptgang

Rehschnitzel an Preiselbeersauce, Spätzli, Rotkraut, Rosenkohl

42.50 CHF

Ich nahm es mit einer Eierschwämmlisauce Sauce statt der Preiselbeersauce

 

…Dessert

Vermicelles

Vermicelles, Meringue & Rahm (Ganzi Portion)

11.50 CHF

 






In der Gaststube lief ich durch Stammgäste, die mich skeptisch musterten. Aber ich sass zum Glück in einer ruhigen Ecke für mich. Was jedoch nebst einer vorübergehenden laufenden Nase nervte waren drei bis vier penetrante und aggressive Fliegen. Was mir kein Willkommensgefühl bot war jedoch die Kellnerin, welche die Bestellung aufnahm. Als ich sie informierte, dass ich das Rehschnitzel nehme und nach einer anderen Sauce zum Gericht fragte (ich wollte die Eierschwämmlisauce statt die Preiselbeersauce haben), schien sie nicht zu verstehen, was ich meine. Obwohl ich es danach noch 2-3x wiederholte verstand sie es falsch. Sie wusste nicht, was ich wollte. Dann verstand sie es falsch, was ich sagte. Zum Glück holte sie dann eine andere Kellnerin an den Tisch. Der gab sie falsche Infos weiter was ich wollte und dann informierte ich die 2. Kellnerin über meinen Wunsch. Sie verstand sofort was ich wollte und konnte meine simple Anfrage kognitiv einordnen. Ich fragte mich, ob die andere Kellnerin kognitiv eingeschränkt/limitiert war, denn sie sah nicht aus wie eine Ausländerin, die kein Schweizerdeutsch versteht. Aber das war ein total schräger Einstieg in den Abend und mit sehr wenig sympathisch. Es wirkte so, als hätte ich z.B. Mandarin gesprochen. Dann hätte ich ihre Verwirrung verstanden. Ich denke das merkten auch die anderen Kellnerinnen (ich weiss ja nicht, wer da das Kommando hatte), denn besagte, sagen wir Mal, «eingeschränkte» Kellnerin, hat mich danach den ganzen Abend nie mehr bedient. Und da war ich am Ende auch nicht traurig drüber. Die Vorspeise, zu dem kalten und nassen Wetter draussen, passte eine wärmende Suppe perfekt dazu, hatte beim ersten Löffel einen komischen Geschmack. Aber zu dem Zeitpunkt war der Rahm noch nicht so verlaufen. Danach wandelte sich der Geschmack und es wurde intensiv rahmig. Die Suppe tat wirklich gut und war sehr fein. Mit etwas Brot machte ich die Suppe fertig. Das restliche Brot musste ich dann stehen lassen, da von den Fliegen in Beschlag genommen. Der Hauptgang liess nicht lange auf sich warten. Der war gut bis sehr gut. Aber irgendwie nichts Besonderes. Ich wollte schnell essen und schlingen. Hauptsächlich wegen der vorübergehenden laufenden Nase und den Attacken der Fliegen. Leider war das Essen sehr heiss, so dass ich warten musste. Der Wunsch mit der Sauce wurde berücksichtig. Sie haben es mit der Menge an Sauce jedoch zu gut gemeint, so dass diese geschmacklich die anderen Beilagen übertrumpft hat (oder regelrecht ersäuft haben). Das Vermicelles als Dessert empfand ich als okay bis mässig. Da alles in einem grossen, schmalen und engen Glas serviert wurde, war es kaum möglich, alle Zutaten auf einmal auf den Löffel zu bekommen. Zudem konnte es die Meringue qualitativ nicht mit jenen aus vergangenen Restaurantbesuchen aufnehmen. Der Boden der Meringue schien irgendwie verklebt und konnte kaum mit dem Löffel zerteilt werden. Ein Nachschlag (z.B. mehr Spätzli) oder ein Kaffee wurden nicht angeboten bzw. danach gefragt. Ich kam um ca. 17.50 Uhr dort an und schaffte es bereits wieder auf den 18.44 Zug Richtung Bern. Obwohl die Suppe sehr gut und der Hauptgang eigentlich auch absolut okay war, war es irgendwie ein unbefriedigender Abend (Wegen der Zeitumstellung? Wegen dem kommenden Vollmond? Die nicht verstehende Kellnerin?). Meine Hosen waren noch immer etwas nass, als ich ging. Als ich jedoch um 20.05 Uhr Zuhause ankam, waren sie endlich trocken. Es war jetzt irgendwie weniger kalt als gestern. Ich schrieb diese Zeilen und legte um 21.00 Uhr zum zweiten heissen, starken Kaffee eine Pause ein und schaute mir den El Clasico an (Barcelona Vs. Real Madrid).

 

 

Fazit:

 

Hervorragend

Sehr gut

Gut

Enttäuschend




















Hellraiser: Inferno

Horroktober 2026

Hellraiser: Inferno

Story:

Cop Joseph (Craig Sheffer) und dessen Partner Tony (Nicholas Turturro) finden an einem Tatort eine Leiche, die durch Ketten zerfetzt und zerstückelt wurde, einen Kinderfinger und eine sonderbare, goldene Puzzlebox. Joseph nimmt letzte nach Hause. Ein fataler Fehler…

Meine Meinung:

Hellraiser: Inferno hat die Neusichtung, wie ich erwartet habe, nicht bestanden. Und ich bin mir sicher, dass das auch für die Teile 6-8 gelten wird, wenn diese später nach und nach an die Reihe kommen. Hellraiser: Inferno bedeutete im Jahr 2000 den Wendepunkt für die Reihe. Ab jetzt würden die Fortsetzungen nur noch auf VHS, DVD und Blu-Ray erscheinen, während die vorherigen Filme alle fürs Kino gedreht wurden. Ein Riesenunterschied. Dimension Films machte damit (plus diversen Children of the Corn sowie Pumpkinhead Fortsetzungen) schnell viel Kohle. Somit mögen diese Schnellschüsse sogar vielleicht erfolgreich gewesen sein.

Auf dem Regiestuhl nahm Scott Derrickson Platz, der bisher vor allem im Horror-Genre Zuhause war und dessen Sinister ich zumindest als toll, gruselig und stimmungsvoll in Erinnerung habe. Die Hauptrolle übernahm Craig Sheffer, den Horrorfans noch aus Clive Barkers Cabal - Die Brut der Nacht kennen dürften. Mich hat Craig Sheffer im Film irritiert. Zum einen spielt er keinen sympathischen Zeitgenossen, was erst Mal egal ist, aber auf der anderen Seite sah er optisch dem Angel-Darsteller (auf der Serie Buffy - Im Bann der Dämonen) ähnlich, was mich einfach die ganze Zeit über irgendwie störte und eben irritierte. Der nächste bekannte Name ist Doug Bradley (Proteus), der einmal mehr in die Rolle von Pinhead schlüpft.

Doug Bradley als Pinhead hin oder her, mit Hellraiser hat das ganze so gut wie nichts mehr zu tun. Die Optik wirkte billig (und die Bildqualität für einen Film aus dem Jahr 2000 wirklich auch alles andere als gut) und Zenobiten und Pinhead sind vielleicht 2-3x zu sehen. Kurz am Anfang und dann vor allem im Finale wieder. Der Film wirkt mehr wie ein Low-Budget Mystery-Thriller fürs Fernsehen gedreht, voller unsympathischer Figuren und unpassender, wenig stimmungsvoller Musik und Klängen, so dass auch die wenigen Horrorparts, die man wie auch Effekteszenen an einer Hand abzählen kann, wenig zu überzeugen wissen. Billig, uninteressant, wenig fesselnd und im Verlauf auch mit Längen versehen. Das Interesse an dem Film war nach gut einer halben Stunde, in der ich mich auf den Film einlassen wollte, verflogen.

Fazit: Zeitverschwendung!

Gefolgt von: Hellraiser: Hellseeker

Infos:

O: Hellraiser: Inferno

USA 2000

R: Scott Derrickson

D: Craig Sheffer, Nicholas Turturro, James Remar, Doug Bradley, Nicholas Sadler, Noelle Evans

Laufzeit der deutschen DVD: 95:26 Min.

Gesehen am: Vor 2006 / Neusichtung am: Okt. 2026

Fassungen: Gesehen via deutsche DVD von Kinowelt = Uncut, mässige (zu dunkel, zu unscharf) Bild- und Tonqualität, Deutsch/Englisch mit deutschen Untertiteln. Gibt es von Studiocanal auch auf Blu-Ray.

Child's Play


Horroktober 2026

Child's Play

Story:

Karen Barclay (Catherine Hicks) kauft ihrem kleinen Sohn Andy (Alex Vincent) eine «Chucky Puppe». Dumm nur, dass sich in dieser die Seele des verstorbenen Serienkillers Charles Lee Ray (Brad Dourif) befindet. Und dieser will nun offene Rechnungen begleichen und danach seine Seele in Andy transferieren lassen…

Meine Meinung:

Child's Play plus die zwei ersten Fortsetzungen der Reihe sind Kindheitserinnerungen. Ich sah die als Kind im Free-TV und hatte, vor allem beim ersten und zweiten Film, auch Angst, als ich die sah. Daher greift bei diesen Filmen der Nostalgie-Bonus. Child's Play hat die Neusichtung daher problemlos bestanden. Der Film ist düsterer, als ich den in Erinnerung hatte. Der Film vom Tom Holland (Fright Night) war ein grosser Erfolg. Die Reihe umfasst bisher sechs Fortsetzungen, ein Remake und eine TV-Serie. Chucky wurde nebst Freddy Krüger, Michael Myers, Pinhead und Co. zu einem gefeierten Horrorstar in der Popkultur und machte auch Brad Dourif zu einem gern gesehenen Gesicht im Horrorgenre (in Filmen wie Body Parts, Critters 4, Alien Resurrection, Düstere Legenden, Halloween). Er spielt mit und verlieht Chucky danach seine Stimme.

Child's Play agiert dabei wie seine Tierhorrorfilmkollegen. Chucky als reguläre Puppe sieht man früh. Chucky als mordende Puppe mit Eigenleben sieht man jedoch erst spät, was eine gewisse Spannung verbreitet. Allgemein ist ein solider Spannungsaufbau vorhanden. Die Gefahr, die von einer Puppe in Zwergengrösse ausgeht, wurde originell und innovativ ins Drehbuch geflochten. Tom Holland macht das sehr souverän. Die Darsteller nebst Brad Dourif überzeugen ebenso. Alex Vincent (blieb der Mehrheit der Fortsetzungen treu), Catherine Hicks und Chris Sarandon (arbeitete schon in Fright Night mit Regisseur Tom Holland zusammen) waren sympathisch und haben gut miteinander harmoniert. Die Musik passt auch und die vereinzelten Actionszenen (Auto-Crash, Explosion im Einkaufszentrum) waren ebenfalls gut getrickst. Aufwändig.

Für die starken Effekte, besonders die Puppe Chucky, zeichnete sich u.a. Kevin Yagher (Ritter der Dämonen, Alienkiller, The Dentist) zuständig. Die verschiedenen Gesichtsausdrücke wirken wirklich so, als lebe die Puppe und die Puppe ist hübsch angsteinflössend inszeniert worden. Chucky ist hier vor allem noch böse. Obwohl er auch einigen Sprüche abliefert, ist er hier noch nicht der spätere Sprücheklopfer. Das Finale war sehenswert und hatte Terminator Vibes. Nebst Kevin Yagher ist auch der spätere KNB-FX Gründer Howard Berger (Vampire, Skinner, Jason Goes to Hell: The Final Friday) in Sachen Effekten an der Produktion beteiligt gewesen. Mit Kevin Yagher an Bord hat er von den besten gelernt.

Fazit: Sehenswerter Horrorklassiker!

Gefolgt von: Child's Play 2

Infos:

O: Child's Play

USA 1988

R: Tom Holland

D: Alex Vincent, Catherine Hicks, Brad Dourif, Chris Sarandon, Ray Oliver, Neil Giuntoli, Tommy Swerdlow

Laufzeit der US-Blu-Ray: 87:30 Min.

Gesehen am: Kindheit / Neusichtung: Okt. 2026

Fassungen: Gesehen via US-Blu-Ray von Universal (Complete Collection - Limited Edition) = Uncut, hervorragende Bild- und Tonqualität, Englischer O-Ton, englische Subs und exklusive Extras vorhanden. In Deutschland als Chucky - Die Mörderpuppe auf Blu-Ray und UHD zu haben.