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Samstag, 10. Oktober 2026

Bloody Sex

 
Horroktober 2026

Bloody Sex

Story:

Eine Autopanne führt ein lesbisches Pärchen und eine weitere Frau in ein verlassenes Haus, welches von einer Malerin und ihrem stummen, sonderbaren Diener bewohnt wird. Unheimliche Dinge nehmen seinen Lauf…

Meine Meinung:

Bisher zusammen mit The Bell from Hell der beste Film aus Severin Films Box Exorcismo: Defying a Dictator & Raising Hell in Post-Franco Spain. Der Film von Manuel Esteba zeigt eindrücklich auf, was nach dem Tod des Diktators in der Filmszene plötzlich erlaubt war: Gewalt, Sex und nackte Haut. Der Film aus dem Jahr 1981 ist ein Slow-Burner. Der Anfang und Mittelteil des Filmes werden langsam, stimmungsvoll und mysteriös erzählt. Da ich keine anderen Filme von Manuel Esteba kenne, kann ich keine Vergleiche liefern.

Manuel Esteba drehte jedoch einige interessante Filme in unterschiedlichen Genres, u.a. auch Western, eine E.T. Parodie und potenziell interessante Titel wie Horror Story oder Vicious and Nude. Ich mochte den rätselhaften Plot von Bloody Sex. Aufgelockert wird der Film durch gestohlene Musik aus Dawn of the Dead, wenn ich das richtig im Kopf habe. Das Theme kommt im Vor- sowie Abspann vor. Zudem würde ich meinen, dass einmal auch ganz kurz Musik eines weiteren Dario Argento Filmes im Film zu hören ist. Daneben gibt es viele erotische Sexszenen zu sehen. Allgemein gibt es viel Nacktheit zu sehen.

Der mir unbekannte Cast war solide. Der Film orientiert sich stark am Italienischen Gialli- und US-Slasher Genre. Dessen Referenzen kommen dann vor allem im letzten Viertel des Filmes vor, in welcher der Film auch erstaunlich blutig wird. Das hätte ich nicht erwartet. Mirta Miller (Count Dracula's Great Love, Labyrinth des roten Todes, Vengeance of the Zombies) und Diana Conca (Bloody Sect) sah ich schon in weiteren Filmen und mit der Mehrheit des Cast hat Manuel Esteba schon in seinen anderen Filmen zusammengearbeitet. Alles in allem eine angenehme Überraschung. Fans von italienischen Gialli-Streifen können einen Blick riskieren!

Infos:

O: Sexo sangriento

Spanien 1981

R: Manuel Esteba

D: Ovidi Montllor, Mirta Miller, Diana Conca, Vicenc Manel Domenech, Vicky Palma

Laufzeit der US-Blu-Ray: 81:26 Min.

Gesehen am: Okt. 2026

Fassungen: Mir lag die US-Blu-Ray von Severin Films (Exorcismo: Defying a Dictator & Raising Hell in Post-Franco Spain) vor = Spanischer O-Ton, englische Subs, Uncut, hervorragende Bild- und Tonqualität. Als Extras gibt es ein Interview mit der Produzentin des Filmes. Es gibt keine deutsche Fassung (Stand: Okt. 2026).

Wild Nr. 64 (Restaurant & Hotel Sternen Buochs/Landgasthof Sternen)

Adresse: Ennetbürgerstrasse 5 CH-6374 Buochs

 


In meiner diesjährigen Wild-Season wird es mich auch in andere Kantone ziehen: Basel, Zürich, Freiburg, St. Gallen Luzern, Wallis (Premiere) oder Schwyz (Premiere). Heute war Nidwalden dran. Heute besuche ich zum zweiten Mal den Landgasthof Sternen, den ich 2025 erstmals besucht habe. Heute ging ich jedoch nicht allein, sondern mit meiner besten Freundin. Wir würden via Auto (von Thun aus) und schon ab Mittag fahren. Ich stand um 07.30 Uhr an und sah mir zum Aufwachen einen Film an (Review). Danach zog es mich vor dem Mittag aus dem Haus. In Niederwangen kaufte ich noch ein (Kaffee) und hob 1000 CHF ab. Danach ging es im Sonnenschein nach Thun. Mit dabei: The Chosen von Edward Lee. Das werde ich diesen Monat 100% zu Ende lesen, da mehrere lange ÖV-Fahrten, die noch stattfinden werden.







In Thun wartete bereits die eine Freundin auf mich. Wie fuhren über den Brünigpass, was noch cool war. Das erinnerte mich an frühere Fahrten ins Wallis, als ich noch ein Kind war. Mit dem Wetter hatten wir grosses Glück: gestern regnete es und morgen soll es regnen. Heute schien die Sonne. Nach dem Brünigpass parkierten wir neben dem Militärflugplatz und gingen im Kernwald (ein Naturschutzgebiet) Sonne tanken und laufen. Meine Begleitung hatte ihre Hunde dabei und so verbrachten wir mehrere Stunden vor Ort. Das war gut, auch um noch Hunger zu bekommen (ich ass erneut, zwischen 10.00-11.00 Uhr, zwei Toast mit Honig und sonst nichts). Danach fuhren wir zum Restaurant und gingen auch dort nochmals 30 Min. laufen und an den See. Eine kleine Katze, unerschrocken, stellte sich ihren Hunden in den Weg und begab sich in Lebensgefahr. Und lief uns noch nach. Zum Glück blieb die Katze heil. Pünktlich um 18.00 Uhr betraten wir das Restaurant, welches gleichzeitig ein Hotel ist und eine sehr hohe Google-Gesamtnote präsentiert. Was nicht angeboten wird, sind vegane Gerichte. Das steht auf der Speisekarte sowie der Homepage («Vegane Gerichte bieten wir nicht an»).


































Wir wurden an unseren Platz geführt und ich empfand das Ambiente als stilvoll und charmant. Genau nach meinem Geschmack. Die Speisekarte hatte ich schon zuvor studiert. Ich hatte sehr hohe Erwartungen.  Letztes Jahr war es fast perfekt, sieht man vom Fleisch, welches von Fett und/oder Sehnensträngen durchzogen war, ab (und laut KI sollte das bei einem Rehrücken eigentlich nicht vorhanden sein…). Dieses Mal würde ich etwas anderes nehmen. Sie hatten teilweise neue Gerichte und allgemein war die Wild-Speisekarte gigantisch. Die Qual der Wahl. Für die Vorspeise entschied ich mich für eine spezielle Crème brûlée. Eine ähnliche ass ich letztes Jahr bereits in St. Gallen. Und beim Hauptgang wollte ich unbedingt den Gamsrücken (als Filet) testen. Dann hatte ich sie fast alle: Hasenrücken, Rehrücken- sowie Gamsrückenfilet.  Um 18.00 Uhr war das Restaurant noch nicht ganz voll, aber nach und nach strömten die Gäste rein. Zu meiner Überraschung hatte es auch viele junge Gäste, was begrüssenswert ist (damit die Wild-Tradition nicht ausstirbt!). Die Kollegin nahm das Wild-Menü, während ich wie gesagt folgendes bestellte:

 

 

Vorspeise

Marroni Crème brûlée mit Thymian

Apfel-Chutney, Nüsse, Pilze, Preiselbeer & Brioche Toast

16.50 CHF

 

Hauptgang

Gamsrückenfilet Buochser Zwetschgen-Wildjus

Hausgemachte Serviettenknödl, Rotkraut & Marroni, Rosenkohl, Kürbisgemüse Apfel mit Preiselbeer

55.50 CHF

(ich nahm es mit einer Wildrahmsauce)

 

Dessert

Vermicelle mit Rahm (Gluschtportion)

11.50 CHF

 

  

Ich war extrem gespannt auf die Vorspeise, auch durch die Erfahrung in St. Gallen mit einer ähnlichen Vorspeise. Die Marroni Crème brûlée mit Thymian war sehr gut, jedoch nahm ich keinen sonderlich grossen Marroni Geschmack wahr, was leicht schade war. Ob es am Thymian lag? Die Vorspeise war zudem sehr mastig und zusammen mit den anderen Angeboten (Apfel-Chutney, Preiselbeer und mehrere Stück Brioche Toast) sehr sättigend und gross. Schon fast zu gross. Mir hätte allein die Marroni Crème brûlée gereicht ohne die zusätzlichen Präsentationen. Da meine bessere Hälfte jedoch das ganze Menü nahm, hatte ich Pause. Nach ihrer Vorspeise bekam sie eine Suppe und da konnte ich etwas verdauen, was gut war, denn die Vorspeise hat mich schon recht gesättigt. Auf den Hauptgang war ich sehr gespannt. Ich hoffte, dass mich das Restaurant überzeugen konnte und es diesmal für eine hervorragende Note reichen würde. Leider war das nicht der Fall. Als der Hauptgang gebracht wurde, brach für mich fast eine Welt zusammen. Wo waren die von mir geliebten Spätzli, welche zum Wild gehören? Erst da realisierte ich, dass ich das auf der Speisekarte einfach übersehen hatte. Da stand klar, dass es dazu Serviettenknödl gibt und nicht Spätzli. Ich erwartete und hoffte jedoch auf Spätzli. Dementsprechend gross war die Enttäuschung. Die Serviettenknödl waren zwar auch gut (vor allem in Kombination mit den anderen Zutaten), aber eben, für mich gehören Spätzli zum Wild. Das Fleisch war mehrheitlich sehr gut, nur die letzten 2-3 Stücke hatten einen sonderbaren Geschmack, war zum Teil noch fast zu blutig und auch hier gab es, wie schon letztes Jahr, Fett oder Sehnenstränge zu sehen. Und ich hätte mir mehr Marroni gewünscht. Daher wurde die Chance leider verpasst, von mir eine hervorragende Note zu erhalten. Das hört sich jedoch alles sehr negativ an. Aber im Grossen und Ganzen war das Gericht trotzdem qualitativ sehr gut und fein. Meine Kritikpunkte sind lediglich meckern auf hohem Niveau. Das Dessert hingegen war erste Sahne und ein Genuss (und für eine kleine Portion trotzdem sehr gross). Meine Begleitung empfand ihr Menü als toll. Dennoch werde ich ab 2027 den langen Weg nicht mehr nach Nidwalden wagen, da mich nun zweimal das Fleisch nicht 100% überzeugen konnte. Da das Restaurant 100% ausgebucht war und man hier im Schnitt ca. 100 CHF liegen lässt, sicherlich aus Sicht des Hauses verschmerzbar. Danach fuhren wir wieder nach Hause und ich wurde um ca. 21.20 Uhr zu Hause abgesetzt, wo ich mir noch eine Folge von Cape Fear reinzog.

 

Fazit:

 


Hervorragend

Sehr gut

Gut und solide

Enttäuschend