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Dienstag, 15. September 2026

Begegnung des Drachens

Begegnung des Drachens

Story:

China zur Zeit der Unabhängigkeitskämpfer gegen die Japaner:

Agent Huan (Michael Chan Wai-Man) untersucht den Tod seines Onkels, der vor Ort für Ruhe und Ordnung sorgte…

Meine Meinung:

Aka Only the Brave Stands. Ein 1974er Basher von Ngai Hoi-Fung, der sich später vor allem als Cinematographer verwirklichen würde. Die Hauptrolle spielt Michael Chan Wai-Man (Ruthless Law, Crimson Street, Carry On Yakuza), der auch mithalf, die Kampfszenen zu choreographieren. Und Fans von ihm werden voll auf ihre Kosten kommen, da viel Screentime und sehr viele Kämpfe zeigend. Die Darstellung der Kampfszenen ist realistisch gehalten. Es wird meist ohne Waffen gekämpft, hier und da mit Stöcken. Es ist ersichtlich, dass Michael Chan Wai-Man echte Kampffähigkeiten besitzt, die er gekonnt in die Choreographie einfliessen lässt.

Der Plot ist simpel und hält keine wirklichen Überraschungen parat. Es gibt sehr viele Outdoor-Aufnahmen und der Film versucht vor allem ernst zu sein. Auf Klamauk wird verzichtet, auch wenn es ein-zwei unfreiwillig komische Momente gibt = die Szenen mit dem Aphrodisiakum, der stöhnenden Frau, Fake-Sex-Gestöhne). In diesen Szenen hat der Film auch einen kurzen Hänger, denn zuvor gab es verhältnismässig viele Kampfszenen und diese Story-Elemente bremsen die Action etwas aus. Aber danach legt sich das wieder und die Anzahl Kampfszenen nehmen schnell wieder zu. Die vielen Outdoor-Aufnahmen resultieren aus einem kleinen Budget, da kein grosser Studio hinter dem Film stand.

Dafür ist der Film jedoch mehr als ordentlich. Die deutsche Synchronisation ist zudem relativ gut und jedem Englischen Dub vorzuziehen. Auch das Widescreen-Format der deutschen VHS ist ein Plus, da der Film in den Kampfszenen einige coole und innovative Kameraeinstellungen parat hält. Michael Chan Wai-Man ist der einzige mir bekannte Name und er macht seine Sache sehr gut, auch wenn ich ihn lieber als Bösewicht sehe, statt als Helden. Wo der Film etwas schwächelt ist die Musik (gibt fast keine) und die Bösewichte. Die waren wenig charismatisch und wirkten im Vergleich zum Lead schwach und wenig interessant. Zudem empfand ich den Film als relativ harmlos. Das ist aber Meckern auf hohem Niveau.

Fazit: Fans von Michael Chan Wai-Man zu empfehlen!

Infos:

O: Long Hu Tan

HK 1974

R: Ngai Hoi-Fung

D: Michael Chan Wai-Man, John Chang Wu-Lang, Kong Lung, Lee Man-Tai, Kitty Meng Chui, Tang Chin-Tang

Laufzeit der deutschen VHS: 80:55 Min.

Gesehen am: Sept. 2026

Fassungen: Mir lag das deutsche VHS von VMP vor = Gute Bildqualität, durchschnittliche Tonqualität (das VHS hatte diverse Tonprobleme), Widescreen, gute deutsche Synchronisation. Der Film machte einen ungeschnittenen Eindruck. Es fehlen Vergleichsmöglichkeiten. Es gibt keine DVD, keine Blu-Ray und keine UHD. Laut einem imdb Review sind auch Englisch Dubbed Fassungen unbekannt. Eine Mandarin-Fassung ist mir ebenso unbekannt (Stand: Sept. 2026).

Freitag, 11. September 2026

Ruthless Law

Ruthless Law

Story:

Seung Tung (Alex Man) ist ein Immigrant, der nach Hong Kong kommt, um familiäre Dinge zu erledigen. Primär will er seine Grossmutter besuchen. Dabei reist er illegal aus China ein. Er erwischt mehrfach der Polizei. Seung Tung trifft auf Ah Zheng (Eddy Ko), der ihm helfen will, seine Grossmutter zu finden. Doch diese ist bereits tot. Durch Zufall gerät Seung Tung später an Wu Guoxiong (Michael Chan Wai-Man), der bei Kredithaien Schulden hat und seine Freundin (Deannie Yip) verprügelt. Seung Tung hilft ihr und beide verlieben sich. Später entführt Wu Guoxiong die Tochter seiner Freundin, um Lösegeld zu erpressen. Seung Tung plant, das Mädchen zu retten…

Meine Meinung:

Aka Ruthless Family. Ruthless Law ist ein seltener Film. Der Ende der 80er Jahre Streifen, eine Hong Kong Produktion von Max Lee Chiu-Jun (Shaolin Vs Manchu, Who Cares), der danach zwar nur wenige, aber fast nur sehenswerte Filme produziert hat (= Who Cares, That's Money, Mountain Warriors), ist ein Drama. Ich hatte mehr ein Action-Drama erwartet und wurde enttäuscht, da eigentlich kaum Action-Szenen. Ich ging daher mit falschen Erwartungen an den Film.

Ich finde im Netz keine einzige englischsprachige Inhaltsangabe zum Film. Auch kein Review. KI half nur teilweise und hat öfters die Zuordnung der Darsteller (Eddy Ko, Michael Chan Wai-Man) zu ihren Figuren falsch wiedergegeben, so dass ich auch in der Hinsicht z.T. falsche Erwartungen hatte. Der Film ist definitiv kein Kracher und die Tatsachen, dass es keine englischen Untertitel gibt und die Bildqualität für einen Film aus dem Jahr 1988 erschreckend schwach ist, half auch nicht unbedingt, ein vergnügliches Seherlebnis zu generieren.

Warum ich den Film am Ende trotzdem behalte? Ganz knapp? Wegen Michael Chan Wai-Man (Talk to Me, Dicky, Profile in Anger, Black Dream). Er spielt, wie es aussieht, den Hauptbösewicht. Was er genau tut und warum, ist mir jedoch nicht bekannt. Aber ich mochte ihn im Finale des Filmes, da auch gleichzeitig fast die einzige Action-Szene des Filmes. Er kommt fies und brutal rüber. Wirkt wie ein echter Killer. Das Setting mit den Eisblöcken war auch cool. Ich mag Eis in solchen Filmen. Hat fast Full Contact oder The Big Boss Vibes. Alex Man (Lucky Diamond) muss im Finale viel einstecken. Das kommt gut rüber.

Michael Chan Wai-Man kam ansonsten weniger vor, als erhofft. Zudem wirkte er, so förmlich gekleidet und sogar Brille tragend, sonderbar. Im Finale trägt er die Brille dann zum Glück nicht mehr. Er scheint im Finale Spass zu haben, Gewalt anzuwenden. Alex Man macht seinen Job sehr solide. Das Ende, das keinen Platz für Selbstjustiz lässt, ist dementsprechend folgerichtig. Eddy Ko (Cunning Kids) spielt nur eine Nebenrolle und Walter Tso Tat-Wah (Midnight Angel) mimt natürlich einen alten Cop. Phillip Ko Fei (Duell der 7 Tiger) habe ich nicht erkannt. War auch schwierig, bei der schlechten und dunklen Bildqualität.

Fazit: Nicht wirklich zu empfehlen. Bleibt nur wegen dem Finale mit Michael Chan Wai-Man in der Sammlung!

Infos:

O: Fat Lut Mo Ching

HK 1988

R: Max Lee Chiu-Jun

D: Alex Man, Michael Chan-Wai Man, Eddy Ko, Deannie Yip, Irene Wan, Chun Wong, Walter Tso Tat-Wah, Phillip Ko Fei

Laufzeit der südkoreanischen VHS: 86:37 Min.

Gesehen am: Sept. 2026

Fassungen: Mir lag die VHS aus Südkorea von Life Production vor = mässige und öfters sehr dunkle und unscharfe Bildqualität, solide Tonqualität, O-Ton mit koreanischen Subs. Die US-VHS ist ebenso nicht Englisch freundlich (Canto O-Ton mit chinesischen Subs). In HK gibt es den Film von Winson auf LD. Auch hier: Im O-Ton und ohne englische Subs. Andere Fassungen sind mir nicht bekannt (Stand: Sept. 2026).

Thunderbolt

 

Thunderbolt

Story:

Der international gesuchte Gangsterboss Warner «Cougar» Krugerman (Thorsten Nickel) wird dank der Mithilfe des Rennfahrers und Autowerkstattbesitzers Chan Foh To (Jackie Chan) in Hong Kong verhaftet. Doch Gangsterboss Krugerman wird von seinen Untergebenen (u.a. Ken Lo) aus dem Gefängnis befreit und dieser schwört Rache an Chan Foh To…

Meine Meinung:

Auf Thunderbolt war ich gespannt. Ich sah den Film nur einmal und das war im Feb. 2006. Vor mehr als 20 Jahren. Thunderbolt von Gordon Chan (Fight Back to School II, Fist of Legend, Beast Cops) ist sicherlich nebst Titeln wie New Police Story, Crime Story oder Shinjuku Incident einer der ernsteren Filme in der langen Karriere von Jackie Chan (Who Am I?, Battle Creek Brawl, Dragon Lord). Leider konnte mich der Film nicht wirklich überzeugen. Ich empfinde den Film als mittelmässig. Thunderbolt entstand nach Rumble in the Bronx. In diesem hat sich Jackie Chan am Knöchel verletzt (Fraktur), so dass dies Auswirkungen auf die Action-Szenen in Thunderbolt hatte.

Thunderbolt markiert nach langer Abstinenz eine Zusammenarbeit zwischen Jackie Chan und Sammo Hung (Pantyhose Hero, Encounters of the Spooky Kind 2, Slickers Vs Killers). Sammo Hung hat geholfen, die Action-Szenen zu realisieren. Zusammen mit Jackies Team. Und das sind auch die Highlights des Filmes. Die Actionszenen. Der Film ist nicht per se ein Martial Arts Film. Es gibt Verfolgungsjagden (mit Rennwagen durch Hong Kong und das Finale), eine Zerstörung einer Arbeitsstätte (cool, geht viel kaputt), einen Ausbruch aus dem Polizeirevier (hat fast Terminator Vibes und blutige Shoot-Outs) und drei Kampfszenen. Dabei gefällt diese in der Arbeitsstätte und jene in Japan. Das war es jedoch auch schon, was die positiven Seiten des Filmes sind.

Der Film war mit einer Laufzeit von fast zwei Stunden zu lang, die Musik wirkte billig, die Kameraführung und das Editing sind teilweise rätselhaft (beschleunigt, stockend, Slow-Mo) und/oder in einigen Kampfszenen zu nah dran (wahrscheinlich aufgrund Jackie Chans noch nicht 100% genesenem Knöchel zu verdanken), die Love-Story und das Ende mit dem Kuss waren peinlich wie auch einige der schauspielerischen Leistungen (Jackie Chans und Michael Wongs Zusammentreffen im Krankenhaus waren schlecht gespielt). Die Bösewichte waren ein schlechter Scherz und konnten nicht ernstgenommen werden, mit Ausnahme der Japan-Fraktion (Ken Lo und Co.). Das Finale war auch unspektakulär.

Nebst Jackie Chan, Michael Wong (First Option, Her Name Is Cat, Knock Off) und Ken Lo (Cheetah on Fire, Police Story 3 Super Cop, Lucky Dragon) sind hier noch Namen wie der ehemalige Shaw Brothers Regisseur Chor Yuen (The Sniping, City Warriors, Full Moon Scimitar), Chin Ka-Lok (keine Actionrolle), Corey Yuen (Kurzauftritt als Arzt im Spital, der Jackie Chan die Nadel aus dem Arm zieht) sowie Shing Fui-On (Brave Young Girls, Code of Honor) zu sehen. Shing Fui-On spielt keinen der Bösewichte und hat nur eine kurzen Gastauftritt. Langweilig wird es eigentlich nicht, aber es gibt trotzdem viele unnötige Füllszenen, die man hätte weglassen können.

Fazit: Nur dank den Actionszenen geniessbar!

Infos:

O: Pik Lik Foh

HK 1995

R: Gordon Chan

D: Jackie Chan, Anita Yuen, Thorsten Nickel, Chor Yuen, Daisy Woo Hoi-Yan, Annie Man Chung-Han, Michael Wong, Dayo Wong Chi-Wah, Sawada Kenya, Ken Lo, Kayama Yuzo, Chin Ka-Lok, Eguro Mari, Shing Fui-On, Corey Yuen

Laufzeit der UK-UHD: 110:40 Min.

Gesehen am: Feb. 2006 / Neusichtung am: Sept. 2026

Fassungen: Ich sah den Film als UK-UHD von Arrow Video (Jackie Chan's Breakout Hits!) = O-Ton (Kantonesisch/Englisch/Jap. mit englischen Subs), neu restauriert (den Film gab es bisher nur auf DVD d.h. es gab keine Blu-Ray). Die Bild- und Tonqualität sind sehr gut, wenn mir auch zu dunkel. Ich musste tatsächlich am Helligkeitsregler des TV drehen um mir das Bild etwas heller stellen zu können. Es gibt einiges an Extras (jap. Fassung, das Feature Breakout! Part 3: Thunderbolt oder Outtakes.) In Deutschland Uncut von Kinowelt auf DVD zu haben. Ob sich dort der korrekte O-Ton befindet (oder ein Englischer Dub), ist mir nicht bekannt.