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Dienstag, 20. Oktober 2026

Wild Nr. 74 (Sternen Muri)

 

Adresse: Thunstrasse 80, 3074 Muri bei Bern

 

Heute stand ich früh auf. Ich stellte den Wecker auf 07.00 Uhr, da heute gemäss Mitteilung vom Freitag von der Hausverwaltung die Heizung und Warmwasser abgestellt werden (Heizungssanierung). Ich wollte um diese Uhrzeit noch schnell warm duschen können. Ich wachte 20 Minuten früher auf und konnte danach noch warm duschen. Heute wollte ich es gemütlich nehmen. Ich sah mir keine Filme an. Ich schrieb den Bericht zum gestrigen Restaurant-Besuch und zum Edward Lee Roman, den ich gestern zu Ende gelesen hatte. Ich war etwas träge und kam nicht in die Gänge. Als Frühstück diente mir das 2. Pack Schokolade, welches ich am Samstag in Luzern kaufte. Das startete ich am Morgen und beendete es erst gegen Mittag. Allgemein brauchte ich diesmal länger, um meine Berichte zu schreiben und Online zu stellen.






Am Montag heisst es auch, dass Katzenstreu zu wechseln und das Katzen- und Filmzimmer zu putzen. Das tat ich. Danach startete ich mit einer Mini-Serie, die mir meine Schwester empfohlen hat. Below mit Josh Hartnett. Kleinstädtchen, mysteriöses Monster in der Tiefe (im Meer). Sechs Episoden (à la ca. 49-40 Min. Laufzeit). Hat mir gut gefallen. Habe mit Below am Mittag angefangen und bevor ich am Nachmittag gehen «musste», hatte ich schon die ersten vier Episoden verschlungen. Um ca. 15.00 Uhr musste ich tatsächlich noch zwei Toast mit Honig essen, da mir plötzlich (vor Hunger? Unterzuckerung?) sehr schlecht wurde. Das Essen brachte Linderung. Gleichzeitig dealte ich auch mit dem Kumpel aus St. Gallen über eine VHS. Danach fuhr ich nach Gümligen und von dort mit dem Tram zum Restaurant. Ich war ca. 15 Min. zu früh und wartete bereits im Innern. Heute fand ein schon fast traditionelles Essen zwischen ehemaligen Nachtwachen statt. Doch von drei Kolleginnen kamen am Ende nur zwei, da eine aktuell sechs Nächte am Stück arbeitet und sie zu müde war. Mit ihr gehe ich aber so oder so noch nächste Woche Wild essen. Es gab viel zu erzählen (Arbeit, Pensionierung, Japan Urlaub, Familie, Katzen) so dass die Zeit wie im Flug verging. Zudem bekam die eine Kollegin noch Läderach Schokolade geschenkt, da sie, als ich in London war, zu meinen Katzen geschaut hat. Ich wusste, was ich bestellen würde. Enttäuscht war ich, als auf der Speisekarte vor Ort die Kürbissuppe fehlte. Das war, glaube ich, bereits letztes Jahr so. Im Internet stand, dass es die Suppe gibt, vor Ort nicht. Da war ich schon letztes Jahr enttäuscht. Nun war ich noch fast enttäuschter, da ich natürlich hoffte, dass es sie wieder gibt. Ich fragte dann nach und mir wurde mitgeteilt, dass das unabsichtlich alte Speisekatzen sind, welche sie hier vorliegen haben. Prompt wurden diese umgetauscht und auf der neuen Karte stand sie dann: die von mir geliebte Kürbissuppe. Laut Nachfrage hätte es diese auch letztes Jahr gegeben. Das heisst wir bekamen schon letztes Jahr eine veraltete Speisekarte vorgesetzt. Voller Freude bestellte ich als…










 

…Vorspeise

Kürbissuppe mit Kürbiskernpesto

mit Rahmtupf

12.00 CHF + 1.80 CHF (für den Rahmtupf)

 

…Hauptgang

Reh-Rücken-Teller mit Portweinjus

Rotkraut, Marroni, Preiselbeer-Birne, Rosenkohl, Kürbis und Wirz

Beilage Spätzli

49.00 CHF plus 6.50 CHF (Beilage Spätzli)

Ich nahm es mit einer Rahmsauce statt mit Portweinjus

 

…Dessert

Crema Catalana

10.00 CHF

 

 

So fanden im Vergleich zum letzten Jahr zwei Optimierung statt: Es gab wieder die Kürbissuppe (mit Rahm) und ich dachte diesmal daran, zum Hauptgang eine Rahmsauce zu bestellen (was ich letztes Jahr vergessen hatte). Wir bekam einen Platz im Läubli, nicht in der Gaststube. Es waren praktisch keine anderen Gäste anwesend und obwohl das Essen eigentlich hervorragend war, sprang diesmal der Funken nicht 100% über. Es ist mehr ein Gefühl, welches sich bei mir nicht eingestellt hat, und nicht, dass das Essen qualitativ nicht gut war. Ich war auch müde und hatte etwas Mühe, die grosse Portion zu beenden. Ob es am Toast mit Honig lag, welches ich um 15.00 Uhr noch gegessen hatte? Am Wetterwechsel? An der Übelkeit, welche ich kurz am Nachmittag verspürte? Sollte meine Lust nach Wild schon abnehmen (was furchtbar wäre!)? Die Suppe war, vor allem jetzt, wo es heisser wurde, ein Genuss. Dass der dazugefügte Rahm zusätzlich 1.80 CHF kostet, ob das eine Frechheit ist oder nicht, darüber kann man streiten, wie auch über die Tatsache, extra für die Beilage (Spätzli) Geld zu verlangen, wo das doch in anderen Orten inbegriffen ist. Der Hauptgang war sehr gut und es ist lobenswert, haben sie das mit einer Rahmsauce gebracht. Schade war, dass der Rehrücken in zwei grossen Stücken gebracht wurde, während andere Restaurants, diesen schon klein geschnitten servieren (z.B. Restaurant Alter Tobelhof und Zurflüh's Bahnhöfli). Das Dessert war ein Traum. Ich war aber schon zu dem Zeitpunkt so voll, dass ich nur eine Crema Catalana, und nicht wie in der Vergangenheit, zwei bestellt habe. Danach mussten wir ewig warten (20-30 Minuten), bis wir zahlen konnten. Das war auch etwas befremdlich. Ob es daran lag, dass die Kolleginnen kein Dessert und niemand von uns ein Kaffee nahm? Ich weiss es nicht. Über Wankdorf fuhr ich dann nach Hause, wo ich mir zu einem heissen, starken Kaffee noch die letzten beiden Folgen von Below ansah. Und da ich heute und gestern extra nicht gelüftet habe, war die Wohnung noch relativ warm und ich merkte anhand der Temperatur nicht, dass die Heizungen nicht liefen. Zudem las ich voller Freude eine Rückmeldung von zult, dem der gestrige Nachmittag und Abend auch viel Freude bereitet hat. Cool.

 

 

Fazit:

Hervorragend (= Qualität des Essens)

Sehr gut (= vom Gefühl her...)

Gut

Enttäuschend















Montag, 19. Oktober 2026

Wild Nr. 73 (Gommerstuba)

Adresse: 3995 Ernen

 

Heute war ein entspannender Tag. Keine Reinigungsarbeiten. Sonntag halt. Ich stand am späteren Morgen auf und gönnte mir zum Frühstück nebst Schokolade mit Nüssen, die ich gestern in Luzern gekauft habe, einen Film zum noch aktuellen Horroktober. Ich sah mir Wax Mask an (= Review). Den Restaurant Bericht schrieb ich noch gestern Abend, so dass ich es wirklich ruhig angehen konnte. Das Wetter war leider nicht mehr sonnig, dennoch zu meiner Überraschung trocken. Es sollte aber kälter werden. So gönnte ich mir im Verlauf mit meiner neuen It Tasse, die ich geschenkt bekam, heissen Tee. Nach dem Mittag zockte ich noch (Was wohl? Broforce). Um 13.45 Uhr ging es aus dem Haus. Es regnete noch immer nicht. Meine Powerbank hatte ich zuvor aufgeladen, denn heute hiess mein Ziel: Kanton Wallis. Es würde eine spannende Begegnung stattfinden.

Ich werde im Wallis in Brig zult treffen. Er hatte früher einen Blog und hat nun einen neuen. Einen Walliser Film-Fan, sehr erfahren in Sachen Conventions (Weekend of Horror, Weekend of Hell etc.) und wir tauschen gelegentlich Kommentare aus, wenn wir gegenseitig unsere Blogs lesen gehen. Daher freute ich mich auf das heutige Wildessen. Ich schrieb ihm vor einigen Wochen via Blog, ob er Lust hätte, an einem Sonntag (ich kommunizierte ihm drei Daten) Wild essen zu kommen. Und er hatte Lust und schrieb mir und der Rest ist Geschichte. Nebst Powerbank und den zwei Edward Lee Romanen nahm ich noch vier Filme mit, welche ich ihm gratis anbieten würde. Ich wählte eine langsame aber schöne Zugfahrt. Ca. 1h30Min. Oben über die Berge. Wunderschöne Aussicht, aber es wurde im Zug sehr kalt. Im Zug schaute ich zudem via Handy die ersten 50 Minuten des Fussballspieles Leeds Vs. Manchester United (= erneut Zeitverschwendung).







In Brig angekommen war besseres Wetter als in Bern. Und auch trocken. Das war schonmal gut. Am Bahnhof traf ich dann zult und wir gingen in Brig, nahe der Strasse, in welcher mein Vater aufwuchs und meine Grossmutter lebte, ein Kaffee trinken. Ich nahm ein Cappuccino und wurde, vielen dank nochmals, von zult eingeladen. Zu guten Gesprächen lernten wir uns kennen. zult ist ein total sympathischer und unkomplizierter Typ. Es war eine schöne Begegnung, auch wenn ich hier und da 2-3 hinhören musste, um jedes Wort zu verstehen. Das Walliserdeutsch ist ein sehr eigener Schweizerdialekt, den ich gerne höre, aber halt nicht viel zu hören bekomme. In diesem Café, die auch Wild angeboten hätten, überreichte ich zult die Filme, welche ich ihm gratis abgegeben habe und er nahm diese mit grosser Freude, was auch mich freute, an. Folgende Filme wechselten den Besitzer: Grotesque, Frontier(s), Lucker - The Necrophagous sowie Tanz der Vampire. Vor allem an letzterem hatte zult Freude, da mit vielen persönlichen Erinnerungen verbunden. Nach ca. eine Stunde fuhren wir mit dem Auto Richtung Goms (= bekannt für frühe Hexenprozesse und Hinrichtungen) und gingen dort in die Gommerstuba essen. Das Restaurant habe ich via Google ausfindig gemacht und via WhatsApp reserviert. Das Restaurant hat eine sehr hohe Google-Bewertung (4.9/5!!!). Wir kamen an, genossen die Aussicht und nahmen an einem grossen, runden Tisch (etwas speziell für nur zwei Personen) Platz und studierten zu guten Gesprächen die Speisekarte. Ich ging natürlich schon zuvor schauen und blieb schlussendlich bei dem, was ich zuvor gesehen hatte. So bestellte ich als…

 


 

…Vorspeise

Hirschcarpaccio

Binntaler Hobelkäse

24.00 CHF

 

…Hauptgang

Hirsch Entrecôte

herbstliche Beilagen, Spätzli

49.00 CHF

 

 

Warum ich kein Dessert bestellt habe? Die haben mich nicht angesprochen. Zudem waren dort Beilagen dabei, welche ich leider nicht gerne habe (Zwetschgenkompott, Passionsfrucht, Mango). Es hätte zwar Alternativen gegeben (Käse oder Glace) aber das passte für mich nicht und/oder ich bin kein allzu grosser Glace-Fan. So blieb es heute bei der Vorspeise und beim Hauptgang. Ich freute mich, wieder eine Carpaccio Variante, diesmal vom Hirsch, zu testen. Und als Hauptgang gab es diesmal auch Hirsch. Das Essen war sehr gut. Die Vorspeise hatte die perfekte Grösse und das Fleisch war sehr gut. Allerdings fand ich den Käse leicht unspektakulär. Da wäre vielleicht noch die ein oder andere Beilage wünschenswert gewesen. So wars noch immer sehr gut, aber irgendwie nichts Spezielles und/oder fehlte das gewisse Etwas. Der Hauptgang war ebenfalls sehr gut. Auch eine gute Portion. Nahezu perfekt. Nicht zu viel, nicht zu wenig. Das Fleisch war fein und schmeckte z.T. wie grilliert. Aber durch die guten Gespräche und meine Begleitung zult, war ich weniger auf das Essen fokussiert (was nicht abwertend oder negativ gemeint ist). Das Essen wurde schnell serviert und die Beilagen haben auch gut geschmeckt. Die Kellnerin war sehr aufmerksam und hat mehrfach und unaufgefordert Trinken nachgefüllt. Das Amuse-Bouche, welches es vor der Vorspeise gab, war interessant: Eine Mini-Crème brûlée in einer Käse-Variation. War sonderbar, aber lecker. Der Abend verging wie im Flug. Und als Überraschung und schöne Geste lud mich zult sogar zum Abendessen ein. Auch dafür nochmals vielen Dank! Nach einer Weile fuhren wir wieder nach Brig. Ich war flexibel unterwegs und staunte aber, wie wenige Züge es abends bis nach Bern gab. Ich nahm den 21.18 Uhr Zug, und das war bereits die vorletzte Verbindung. Die nächste wäre um 22.25 Uhr gefahren mit Ankunft 00:19 Uhr in Bern. Ob ich dann überhaupt noch eine Verbindung nach Hause gehabt hätte? Ich weiss es nicht. Ob es daran lag, dass heute Sonntag war? Ich nahm den 21.18 Uhr Zug und las im Manchester United Forum die Berichte. Ich stieg gemütlich in Thun um, da dort bereits mein Direktzug für nach Hause wartete. So musste ich in Bern nicht 15 Minuten in der Kälte warten. The Chosen las ich bereits auf der Hinfahrt zu Ende. Den 2. Edward Lee Roman, den ich dabeihatte, will ich erst am Dienstag, wenn ich nach St. Gallen fahre, starten. Ich kam um ca. 22.40 Uhr zu Hause an. Ca. eine Stunde später zog es mich müde ins Bett.

 

 

Fazit:

 


Hervorragend

Sehr gut

Gut und solide

Enttäuschend