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Mittwoch, 29. April 2026

The Invisible Terrorist

The Invisible Terrorist

Story:

General Chao Ting-Bing (Wang Hsieh) wechselt die Seiten und setzt nun die Ming-Rebellen im Shaolin Tempel auf die Todesliste. Es gibt eine Liste mit Namen. Diese wird von den Rebellen jedoch in drei Stücke verteilt und befindet sich nun im Besitz der besten Kämpfer der Rebellen (Carter Wong, Cliff Lok, Wen Chiang-Long), die nun von der Regierung zur Jagd ausgeschrieben werden…

Meine Meinung:

The Invisible Terrorist bietet zwar inhaltlich nichts Neues und die ewigen Twists, Betrügereien und Seitenwechsel der Beteiligten, dennoch ist die Mitte der 70er Jahre Produktion aus Hong Kong von Regisseur Chan Siu-Pang sehenswerte Kung-Fu-Unterhaltung. The Invisible Terrorist war scheinbar sein Regiedebüt, ehe er später noch Filme wie Shaolin Death Squads, The Mysterious Heroes, Brutal Sorcery oder Curse inszeniert hat. Daneben ist er in vielen Filmen auch als Martial Arts Director gelistet (Raiders of the Shaolin Temple, Lackey and the Lady Tiger, Shaolin Kung Fu Mystagogue).

Was mir am Film sehr gefiel war die hohe Anzahl von Kampfszenen. Das hat mich überrascht. Es gibt von Beginn an bis zum Ende, praktisch pausenlos, alle fünf Minuten Kampfszenen zu sehen. Mit oder ohne Waffen, sonderbaren Waffen, Gruppen- oder Einzelkämpfe. Das war toll und der Cast kann sich dabei auch sehen lassen. Es waren viele bekannte Namen wie Carter Wong (Killer from Above), Cliff Lok (Kung Fu Genius), Lo Lieh (Bullet for Hire), Doris Lung Chun-Erh (7 Men of Kungfu), Chin Kang (Shaolin Warrior), Lung Fei (Shanghai Massacre) oder Wang Hsieh (Cantonen Iron Kung Fu) dabei. Dass mit so einem Cast ein vielversprechender Kung Fu Film bei rauskommt, überrascht nicht.

Gut war auch der komplette Verzicht auf Humor und die Tatsache, dass am Ende praktisch alle tot sind. Das Finale war cool und hatte starke Samurai- und Italo-Western Vibes. Ich fand es auch originell. Vom Cast sind folgende Namen nur kurz zu sehen: Doris Lung Chun-Erh (hat auch keine kampfbetonte Rolle), Lo Lieh (scheidet gleich am Anfang aus) und auch Lung Fei ist nur kurz zu sehen. Bei den Bösewichten überzeugen ansonsten Wang Hsieh als weisshaariger General und Chin Kang mit Schnauz. Carter Wong ist sehr solide und Cliff Lok nervte mich hier weniger, da ernste Rolle. Die Settings sind hübsch abwechslungsreich und jeweils passend ausgewählt.

Fazit: Sehenswerter Eastern!

Infos:

O: Tin Law , Fei Qui , Chik Yeung Hung

HK 1976

R: Chan Siu-Pang

D: Carter Wong, Cliff Lok, Lo Lieh, Doris Lung Chun-Erh, Chen Hui-Lou, Chin Kang, Lung Fei, Wang Hsieh

Laufzeit der chinesischen VHS: 76:26 Min.

Gesehen am: 29.04.26

Fassungen: Gesehen als VHS aus China mit Omni Video Cassette Kartonpackung = im Originalton Mandarin mit englischen und chinesischen Subs. Das VHS selbst ist eine Kopie und könnte ggf. auch nicht ganz komplett sein (76:26. statt 80 Min.). Eine bewusste Zensur fiel mir aber nicht auf. Die Bild- und Tonqualität sind solide. Die VHS aus Holland von Dragon Video (zusammen mit Secret of the Chinese Kung Fu auf einem Tape) wird nie geschaut werden, da Englisch Dubbed. Zudem könnte es zensiert sein (73 Min. während die HK-VHS 80 Minuten läuft). Es gibt keine Blu-Ray und keine deutsche Fassung (Stand: Mai 2026).

Dienstag, 28. April 2026

Infested

Infested

Story:

Eine Gruppe von Bewohnern (u.a. Théo Christine) kämpfen gegen einen aggressive Spinnenplage, die sich im Block vermehrt, um ihr Überleben…

Meine Meinung:

Infested ist ein französischer Tierhorrorfilm um mordende Spinnen und stellt gleichzeitig Sébastien Vaniceks Regiedebüt dar, dem Regisseur des kommenden, neuen Evil Dead Filmes (= Evil Dead Burn). Der Film ist nicht nur ein Tierhorrorfilm, sondern bietet auch eine sozialkritische Note (Diskriminierung). Die Figuren stammen aus der Banlieue und der Film spielt auch dort in einem Häuserblock.  Der Film wurde dazumal fast zeitglich mit Sting veröffentlicht, den ich am BIFFF sah und sehr enttäuscht war. Zudem nervte Sting.

Infested habe ich im gleichen Jahr am Brugggore Filmfestival nebst anderen Titeln wie Aberrance, How to Kill Monsters, Le Vourdalak oder Minore verpasst. Seither stand der Titel auf meiner immer zu langen Wunschliste. Nun holte ich die Sichtung von Infested nach und in meinen Augen ist Infested nicht nur deutlich besser und sehenswerter als Sting, sondern auch abgesehen davon einer der besten Tierhorrorfilme mit Spinnen. Es ist nicht alles perfekt, aber im Grossen und Ganzen macht Infested Vieles richtig.

Vor allem wer Angst vor Spinnen hat (oder sie einfach eklig findet), sollte sich Infested ansehen. Es gab in der Tat zwei-drei tolle Szenen, die auch ich eklig und scary fand. Das waren aber beides Szenen, in denen die Spinnen noch nicht so gross waren (z.B. die Badezimmer-Szene). Das klaustrophobische und dunkle Setting plus Kameraarbeit tragen viel zur Stimmung bei. Oft sind die Spinnen, vor allem am Anfang, immer nur schnell oder in Hintergründen zu sehen. Und das macht die Szenen dann auch creepy und unheimlich. Oder wie sie in den Boxen verstaut zu sehen sind. Eklig.

Sobald die Spinnen grösser werden, verschwindet der angstvolle Faktor. Zwar wurden echte Spinnen (200 Riesenkrabbenspinnen) verwendet, um diese später digital zu vergrössern, aber das sieht man den Viechern halt auch an. Auch wenn die Bewegungen sicherlich natürlicher sind als bei reinen CGI-Spinnen, so war das ein gewisser Minuspunkt. Zudem war auch das Finale an sich relativ lahm und kann das Niveau, welches der Film im Mittelteil aufbaut, nicht halten. Die Figuren sind stark gespielt. Charakterisiert wird vor allem die Gruppe, die ums Überleben kämpft. Der Horror startet nach ca. einer halben Stunde. Zuvor entwickeln sich die Figuren und der Plot.

Fazit: Tierhorrorfans zu empfehlen!

Infos:

O: Vermines

Frankreich 2023

R: Sébastien Vanicek

D: Théo Christine, Sofia Lesaffre, Jérôme Niel, Lisa Nyarko, Finnegan Oldfield

Laufzeit der Bootleg-Blu-Ray: Ca. 106 Min.

Gesehen am: 28.04.26

Fassungen: Ich habe den Film als Bootleg-Blu-Ray vom Kumpel geschenkt bekommen. Der Film ist Uncut, die Bild- und Tonqualität sind sehr gut und zum Französischen Originalton können englische Untertitel zugeschaltet werden. In Deutschland gibt es den Film als Spiders - Ihr Biss ist der Tod auf DVD, Blu-Ray und UHD.

Always There

Always There

Story:

Young-ah, aus armen Verhältnissen stammend, rutscht in städtische Gefilde ab d.h. wird von einer Gang gezwungen, als Prostituierte zu arbeiten. Kang Baek-chon, der seinen Bruder durch erwähnte Gang verloren hat, will diese zerschlagen. Als er zufällig auf Young-ah trifft, verliebt er sich in sie. Derweil bekommt die Gang ein neues Mitglied: Cobra. Dieser soll die Organisation beschützen. Wird Kang Baek-chon die Gang zerschlagen und Young-ah aus ihren Fängen retten können?

Meine Meinung:

Always There war ein Blindkauf, den ich rund um das Jahr 2018/2019 getätigt habe. Und dieser hat sich nicht gelohnt. Es handelt sich bei Always There um einen Mix aus Thriller, Drama, Erotik- und Gangster-Film aus dem Jahr 1990, wobei die Bösewichte alle aus dem HK-Kino der damaligen Gangsterstreifen von John Woo stammen könnten. Das ist unverkennbar, dass diese Filme aus Hong Kong, die extrem erfolgreich waren, als Inspirationsquelle dienten.

Der Film von Seok Do-Won ist solide, aber kein Kracher. Seok Do-Won hat in den 90ern einige Erotikfilme realisiert. Dabei waren vor allem einige Madame Aema Fortsetzungen (Madame Aema 4-8 inklusive den 10. Teil sowie die Dracula Variante Dracula Emma). Im Vergleich zu diesen ist Always There aufwändiger. Ob der Film in Südkorea jedoch tatsächlich im Kino lief, weiss ich nicht. Der Cast ist mir jedoch auch unbekannt. Zumindest von den Namen her.

Die einzigen zwei Schauspieler, welche in Filmen mitgewirkt habe, die ich kenne, betreffen vor allem das Kung Fu-Kino. Da halfen die Koreaner auch mit und/oder einige ihrer Stars waren in Produktionen aus Taiwan oder Hong Kong zu sehen. In Always There sehen wir dabei Seo Pyeong-Seok, den ich aus Hitman in the Hand of Buddha kenne sowie Kim Kuk-hyeon, den ich in Filmen wie The Clones of Bruce Lee und dem koreanischen Casanova Wong Film For the Motherland sah. Die Darsteller sind solide. Nur die Dramatik am Ende war mir zu laienhaft.

Bei Kung-Fu Filmen stört es (oft) nicht, wenn englische Untertitel fehlen. Hier war es jedoch, würde ich meinen, vielleicht von Nachteil. Auf der anderen Seite gibt der Plot wirklich auch nicht viel her. Alles schon viele Male gesehen. Naives Mädel vom Lande wird in der urbanen Stadt ausgenutzt. Für eine Film mit Erotikszenen ist der Film zu konservativ (auch wenn es kurze Nacktszenen zu sehen gibt) und für einen Film mit Actionszenen und Gangstern muss der Fan bis zum Finale warten, bis Mal was passiert (paar wenige blutige Shoot-Outs). Soll heissen es gibt viele Längen. Zu wenig Action, zu viel Drama.

Fazit: Nicht wirklich zu empfehlen!

Infos:

O: Eonjena geu jalina

Südkorea 1990

R: Seok Do-Won

D: Jeong So-Nyeo, Kim Cheon-Man

Laufzeit der südkoreanischen VHS: 97:45 Min.

Gesehen am: 28.04.26

Fassungen: Mir lag das südkoreanische VHS von Jung Woo Cinema vor = Sah Uncut aus (paar blutige Shoot-Outs und paar wenige Nacktszenen), Koreanischer O-Ton, sehr gute Bildqualität. Andere Fassungen sind mir nicht bekannt (Stand: April 2026).