Zu Ehren von Yoshihiro Nishimura, der am 25.05.26 überraschend verstarb, gibt es ein neues Review zu:
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Film Reviews zu Filmen aus den Genres Horror, asiatischem Kino, Action etc. Alte Reviews & Berichte der HP www.reviews.ch.vu werden nach und nach auch hochgeladen und wenn nötig komplett überarbeitet.
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Donnerstag, 28. Mai 2026
Mutant Girls Squad
Mutant Girls Squad
Story:
Rin (Yumi Sugimoto) stellt an ihrem 16jährigem Geburtstag fest, dass sie ein Mutant ist. Danach wird sie von einer Sondereinheit, die ihre Eltern getötet haben, verfolgt. Rin flüchtet sich zu Kisaragi (Tak Sakaguchi), der sie unter seine Fittiche nimmt. Dort lernt sie, wie mit ihren Kräften umzugehen. Danach findet sich Rin in einem blutigen Kampf zwischen Menschen und Mutanten wieder…
Meine Meinung:
Mutant Girls Squad hat mir damals am NIFFF 2010 sehr gut gefallen. Eine Meinung, die ich heute nicht mehr teilen kann. Die damalige Euphorie ist schon lange verflogen. Ähnliche Titel wie The Machine Girl oder Tokyo Girl Police vermochten mich ebenfalls weniger zu überzeugen. Mutant Girls Squad, der in drei Kapitel gegliedert ist und von drei Regisseuren inszeniert wurde, wurde zu Ehren von Yoshihiro Nishimura (Meatball Machine Kodoku, Tag) neu angesehen. Yoshihiro Nishimura verstarb überraschend mit nur 59 Jahren. So wie ich das mitbekommen habe, wohl an einem Nierenversagen nach einem zweiwöchigen Krankenhausaufenthalt.
Mutant Girls Squad gefiel mir zwar weniger, dennoch bleibt der Film vorerst in der Sammlung. Das natürlich auch aufgrund der Unterschrift, welche ich bekam (mehr dazu unter Fassungen). Yoshihiro Nishimura, der nicht nur als Regisseur, sondern auch als Effekte Spezialist zuständig war, führte in dem dritten Kapitel Regie. Im ersten Kapitel führte Versus Star Tak Sakaguchi (One Percenter, Re:Born, Bad City) Regie und im mittleren Noboru Iguchi. Dabei ist das Segment von Yoshihiro Nishimura am besten. Das bot auch die einzigen Szenen und Momente, die mich wirklich Schmunzeln und erfreuen liessen. Yoshihiro Nishimuras Arbeit bot die höchste Anzahl an handgemachten Effekten und das Monster allein war klasse getrickst.
Die ersten zwei Kapitel von Noboru Iguchi und Tak Sakaguchi hatten vereinzelt auch sehenswerte Effekte zu bieten inklusive eines sonderbaren Humors (fliegende Geburtstagstorte oder die Frau als «Brot»), aber im Grossen und Ganzen gab es am Anfang und Mittelteil auch viel zu viele billige und digitale Bluteffekte zu sehen, die mir nicht gefallen haben. Zudem ist der ganze Look des Filmes billig und die Mehrheit der Figuren fand ich, auch durch das Overacting, anstrengend. Einzelne Momente luden zum Fremdschämen ein. Die Hauptdarstellerinnen Yumi Sugimoto, Yuko Takayama und Suzuka Morita waren okay und besser als die Nebendarstellerinnen. Etwas, was ich bei der Erstsichtung verpasst habe, war die Tatsache, dass der Oberbösewicht von Tak Sakaguchi verkörpert wird. Und das machte dieser, trotz tuntigem Overacting, grandios. Er ist der einzige, dem sein Talent und seine Erfahrung aus anderen Produktionen wirklich anzusehen sind. Die Musik gefiel mir auch.
Fazit: Fans von The Machine Girl und Co. können einen Blick riskieren!
Infos:
O: Sentô shôjo: Chi no tekkamen densetsu
Japan 2010
R: Noboru Iguchi, Yoshihiro Nishimura, Tak Sakaguchi
D: Tak Sakaguchi, Yumi Sugimoto, Yuko Takayama, Suzuka Morita
Laufzeit der deutschen Blu-Ray: 89:19 Min.
Gesehen am: Juli/NIFFF 2010 / Neusichtung am: 28.05.26
Fassungen: Mir lag die deutschsprachige DVD/Blu-Ray Fassung
von 8Films vor = limitiertes Mediabook mit drei Discs und Booklet (in welchem
mein altes Review abgedruckt wurde), O-Ton mit deutschen Subs, gute Bild- und
Tonqualität, Uncut. Die Edition wurde von Regisseur Noboru Iguchi am NIFFF 2014
signiert.



