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Dienstag, 17. Februar 2026

Jenseits des Bösen

Jenseits des Bösen

Inhalt:

Randolph Jaffe (später der Jaff genannt) arbeitet in einem Postzentrum und kommt einer mysteriösen, möglichen Verschwörung um einen Geheimkult und einem magischen Geheimnis «die Kunst» betreffend, auf die Spur. Er tut sich mit dem Wissenschaftler Richard Fletcher zusammen. Dieser erschafft den Nuncio, der beide verändert. Randolph Jaffe will mit der Macht des Nuncio Böses bewirken, während sich Fletcher ihm entgegenstellt. Ein Kampf folgt, dessen Fortsetzung in der Stadt Palomo Grove und mit den Kindern von Flechter und Jaffe weitergeführt wird…

Meine Meinung:

Jenseits vom Bösen, dessen Originaltitel The Great and Secret Show lautet, wurde mir von einem Freund empfohlen.  Ich war erstaunt, dass der Roman von Clive Barker (Die Bücher des Blutes IV-VI, Cabal, Gewebte Welt, Hellraiser, Nightbreed, Die Bücher des Blutes I-III) nicht mehr erhältlich war d.h. nach Veröffentlichung im Januar 1990 erfolgte später keine neue deutschsprachige Auflage. Das ist schon speziell. Speziell ist auch, dass der Roman, zumindest in der deutschsprachigen Ausgabe, keine Zusammenfassung bzw. Inhaltsangabe bietet. So wusste ich gar nicht, um was es bei diesem Roman ging.

Ich begann daher voller Überraschung mit dem Lesen. Und ähnlich wie Clive Barkers Gewebte Welt ist Jenseits des Bösen ein absolut komplexes Werk voller fantastischer Inhalte, welches sich über mehrere Jahrzehnte und Welten und mit einer grossen Anzahl von Figuren befasst. Das macht das Lesen, vor allem zu Beginn, nicht immer leicht verständlich, da der Leser bei der Sache sein muss. Es lohnt sich auch, keine grösseren Pausen beim Lesen einzulegen und sich auf dem Plot zu fokussieren. Es nach einer gewissen Zeit, kristallisiert sich mehr und mehr eine Art Haupthandlung heraus.

Ich fand den Inhalt absolut faszinierend, fesselnd, episch, märchen- und fantasievoll. Für mich stellt Jenseits des Bösen zusammen mit Gewebte Welt die bisher beste Arbeit von Clive Barker dar, welche ich bis dahin gelesen habe. Auch besser als seine Werke, die später verfilmt wurden (z.B. Cabal oder Hellraiser). Letztere finde ich sogar auf eine Art und Weise, zumindest als Romane, überbewertet. Da fand ich die Filme schon immer besser, vor allem Hellraiser. Jenseits des Bösen ist packend und lohnt sich, entdeckt zu werden. Es lohnt sich, dran zu bleiben und nicht entgeistert aufzuhören, nur weil der Inhalt sonderbar, komplex und vielleicht zuerst kompliziert anmutet.

Was ich erst nach dem Lesen erfuhr ist die Tatsache, dass es sich bei Jenseits des Bösen um den ersten Band der «Buch der Künste» Trilogie handelt. Dessen Fortsetzung habe ich soeben bestellt. Der dritte und letzte Band hingegen ist noch nicht geschrieben. So freue ich mich auf die Fortsetzung. Ob diese den hohen Qualitäts-Standard weiterführen wird? Es bleibt zu hoffen! Clive Barker Fans sollten sich Jenseits des Bösen unbedingt auf ihre Wunschliste setzen! Es lohnt sich!

Gefolgt von: Stadt des Bösen

Infos:

In Deutschland erschienen: Ja

Sprache: Deutsch

Verlag: Heyne

Anzahl Seiten: 713 Seiten

Roman/Sachbuch: Roman

Art: Taschenbuch

Autor: Clive Barker

Erschienen: 01.01.90 (Deutsche 1. Auflage) (Das Original erschien 1989).

Montag, 16. Februar 2026

Send Help

 

Send Help

Story:

Die kaufmännische Angestellte Linda (Rachel McAdams) und ihr Chef (Dylan O'Brien) überleben als einzige einen Flugzeugabsturz und finden sich auf einer Insel wieder, wo sie angespült wurden. Linda, die zuvor von ihrem Chef schikaniert und lächerlich gemacht wurde und zudem ein Survival-Fan ist, bekommt nun die Chance, dass sich das Blatt wendet, als sie ihren Chef verletzt und ausgeliefert vorfindet…

Meine Meinung:

Als ich den Trailer zu Send Help im Kino sah, fand ich die Ausgangslage amüsant und originell. Als ich sah, dass der Film dann noch von Sam Raimi (The Evil Dead, Evil Dead II, Intruder), sollte ein Kinobesuch beschlossene Sache sein. Leider wurde der geplante Kinobesuch nicht umgesetzt (siehe Fassungen). Und das war sogar besser so, denn Send Help hat mir leider nicht wirklich sonderlich gut gefallen. Da war Drag Me to Hell für meinen Geschmack nach wie vor sein letzter guter Film von ihm. Leider wurde Send Help auch hier und da mit Drag Me to Hell vergleichen. Ob ich zu viele Erwartungen hatte?

Ich denke nicht. Das Hauptproblem war, dass mir beide Hauptfiguren nicht gefallen haben. Natürlich stark gespielt, aber beide waren mir null sympathisch. Im Gegenteil: beide haben mich sogar genervt. Ihre Wandlungen sind unglaubwürdig, was irgendwo auch okay ist, da fiktiver Film. Aber wenn die Hauptpersonen nerven und keine Identifikationsfiguren darstellen, dann hat ein Film, egal wie gut er ist, schon verloren. Auch der Verlauf der Handlung war zäh und am Ende eigentlich auch unlogisch. Es wird zu wenig daraus gemacht. Und mit einer Laufzeit von fast zwei Stunden war mir der Film auch zu lang und dafür passierte zu wenig.

Schlimm waren leider auch viele CGI-Effekte, was schade ist. Und das gilt auch für einige der Ekel-Szenen (mit dem Schwein z.B.). Das war schade. Einzig und allein die Szene mit dem Erbrechen am Strand war toll, da wirklich super eklig und sehr an Drag Me to Hell erinnernd (in welcher die Hauptdarstellerin Leichenwasser in den Mund bekommt). Hier ist es nun Erbrochenes. Das war die einzige Szene, in der ich Schmunzeln musste. Bruce Campbells Cameo-Auftritt habe ich nämlich verpasst, sonst hätte ich auch in dieser Szene geschmunzelt. Die anderen Nebenfiguren sind uninteressant.

Fazit: Geschmackssache. Kommt leider definitiv nicht an Drag Me to Hell ran. Wäre auf Netflix und Co. besser aufgehoben gewesen, als im Kino…

Infos:

O: Send Help

USA 2026

R: Sam Raimi

D: Dylan O'Brien, Rachel McAdams

Laufzeit der Originalfassung: Ca. 113 Min.

Gesehen am: 15.02.26

Fassungen: Da der Film in Bern leider nur synchronisiert und nicht im O-Ton lief, sah ich mir den Film in Englisch via Stream an. Eine deutsche DVD, Blu-Ray und UHD sind noch nicht angekündigt (Stand: Feb. 2026).

Sonntag, 15. Februar 2026

Bloody Hero

Bloody Hero

Story:

China während der Japanischen Besatzung: Verräter arbeiten für die Japaner und machen einfachen Farmern das Leben schwer. Fong Tai-Yun (Little Unicorn) lässt sich von lokalen Gangstern, die auf ihrem Anwesen Opium anpflanzen wollen, negativ beeinflussen. Nicht so Fong Tai-Yuns Bruder (Meng Fei). Dieser sagt den Gangstern (u.a. Ernie Ortega) den Kampf an…

Meine Meinung:

Aka The Bloody Hero. Aka Blood Hero (On-Screen Titel der holländischen Betamax). Dieser Film, wahrscheinlich eine Co-Produktion zwischen den Philippinen und Hong Kong, hat mir gut gefallen. Als ich mir die Rückseite der holländischen Betamax (via App) übersetzen liess, dachte ich noch an die 08/15 Story mit den bösen Japanern. Doch diese spielen in Bloody Hero nur eine kleine, untergeordnete Rolle und kommen zu 90% gar nicht vor. Und solche Inhalte mag ich weniger.

Daher fand ich das nicht schade. Es geht mehr um zwei Brüder und eine lokale Gangster-Bande und einer der Brüder lässt sich «auf die dunkle Seite der Macht» ziehen. Zumindest vorübergehend. Damit bringt der Film etwas mehr Anspruch und Dilemma mit sich, als andere Basher aus der Zeit. Der Film hat am Anfang und im Mittelteil auch einige Längen und die von Little Unicorn (Shaolin Drunk Fighter) gespielte Figur war zunächst wenig sympathisch. Die anderen Helden, darunter Meng Fei (The Prodigal Boxer, Take the Rap, Shaolin Hero), machten ihre Sache hingegen von Anfang an überzeugend.

Ich fand den Film besser, als ich das erwartet hätte. Besonders das Philippinen Setting hat es mir angetan und war eine willkommene Abwechslung zu den Filmen aus Hong Kong oder Taiwan aus der Zeit. Zudem war der Film gegen Ende hin humorloser und härter, als ich dies erwartet habe. Es wird allgemein fast durchgängig auf Humor verzichtet, doch im letzten Viertel nehmen die langen und harten Kampfszenen mehr und mehr zu, so dass Kung Fu Fans bestens bedient werden. Die Musik ist fetzig. Typisch für die 70er Jahre.

Fazit: Sehenswert für Basher-Fans!

Infos:

O: 唐山阿弟, Tang Shan a di

Philippinen, HK (je nach Quelle) 1975/1976 (je nach Quelle)

R: Chik Yiu-Cheong, Danny Ochoa

D: Little Unicorn, Meng Fei, Ernie Ortega

Laufzeit der holländischen Betamax: 91:58 Min.

Gesehen am: 15.02.26

Fassungen: Mir lag die Englisch Dubbed Betamax aus Holland von Video 49 vor = Scheint in Widescreen zu sein in Englisch mit holländischen Subs. Sah Uncut aus. Gute Bild- und Tonqualität. Der Dub ist mässig. Ich habe jedoch schon üblere Englisch gesprochene Fassungen gehört. Andere Fassungen sind mir nicht bekannt (Stand: Feb. 2026).