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Sonntag, 23. August 2026

The Flying Guillotine

 



Shawgust 2026

The Flying Guillotine

Story:

Emperor Yung Cheng (Chiang Yang) lässt unter der Führung von Chief Xin Kang (Ku Feng) eine tödliche Geheimwaffe entwickeln: die fliegende Guillotine. Chief Xin Kang stellt eine Spezialeinheit (u.a. Ricky Hu, Norman Tsui) zusammen und lässt diese mit der Waffe trainieren. Als diese geschult sind, erledigen sie im Auftrag von Emperor Yung Cheng Morde. Zu viel für Mitglied Xie Tian-Fu (Wong Yu) der daraufhin selbst getötet wird, und zwar von seinem Kollegen Xu Shuang-Kun (Wai Wang). Das passt Mitglied Ma Tang (Chen Kuan-Tai) nicht, der seit längerem moralische Bedenken hat und somit auf die Todesliste gesetzt wird. Doch Ma Tang gelingt die Flucht…

Meine Meinung:

The Flying Guillotine ist ein erwähnenswerter Film der Shaw Brothers aufgrund der innovativen Waffe, die hier, wohl zum ersten Mal im Eastern, eingesetzt wird und in weiteren Filmen (The Flying Guillotine II, One-Armed Boxer vs. the Flying Guillotine, The Fatal Flying Guillotines, The Guillotines, Imperial Sword, Shaolin – Eine Faust die tötet, A Sword Renounced) folgen sollte. Der Film von Regisseur Ho Meng-Hua (Shaolin Abbot, Black Magic, The Jade Raksha) bekam eine offizielle Fortsetzung und mir gefiel der Film, den ich seit 2008 nicht mehr sah, besser als früher.

Ich mochte die simple Geschichte um einen irren Kaiser, die spezielle Waffe und die «Spezialeinheit», welche damit mordet und die Intrigen in der Gruppe inklusive der moralischen Bedenken, die dann zum weiteren Verlauf der Handlung beitragen. Obwohl ich ein Happy End nicht immer mag, auch ein fieses, böses und nihilistisches Ende kann toll sein, war ich in The Flying Guillotine jedoch froh, dass Chen Kuan-Tai und seine Frau und das Kind überlebt haben. Dennoch ist der Plot nicht ganz zu Ende erzählt, da der Kaiser nach wie vor lebt und nach Ma Tang suchen wird. Es ist zu lange her, um zu wissen, ob die Fortsetzung an die offenen Ereignisse anschliesst oder eine neue, eigenständige Geschichte erzählen wird.

Ich mochte (abgesehen von der fliegenden Guillotine) den Realismus in den Kampfszenen. Die Kampfszenen sind mehr bodenständig inszeniert und gefallen. Vor allem Lead Chen Kuan-Tai zeigt, dass er ein echter Kämpfer ist, der Martial Arts beherrscht. Sobald die fliegenden Guillotinen dann zum Einsatz kommen, wird es skurril und schön fantasievoll. Die kopflosen, noch zappelnden Körper erinnerten mich an geköpfte Hühner, die noch paar Meter weitergeflogen sind, ehe die Reflexe aufhörten, Befehle über die Nervenbahnen zu senden. Ich mochte Chen Kuan-Tai (Gang Master, Long Road to Gallantry, I Will Finally Knock You Down, Dad!) sehr in dieser heldenhaften Rolle. Das Finale war, vor allem aufgrund der Settings (Klippe, Wasserfall), toll gewählt.

Bei den Bösewichten haben mir vor allem Ku Feng (The Black Tavern, The Thundering Sword) sowie Wai Wang (Oath of Death, The Savage 5) gefallen. Wong Yu, der mich zuletzt etwas genervt hat (The Spiritual Boxer) spielte hier eine ernste Rolle ohne humoristische Einlagen (der Film verzichtet komplett auf Klamauk, was der Dramatik gut bekommt). In sehr kleinen, kaum auffallenden Nebenrollen sind noch Norman Tsui (Bastard Swordsman, Invitation of Ghost) sowie Ricky Hui (The Contract, Aces Go Places III) zu sehen. Die spielen ebenfalls Mitglieder der Gruppe, die auserwählt wurde, die fliegende Guillotine zu trainieren.

Fazit: Shaw Brothers Fans zu empfehlen!

Gefolgt von: The Flying Guillotine II

Infos:

O: Xue Di Zi

HK 1975

R: Ho Meng-Hua

D: Chiang Yang, Ku Feng, Wong Yu, Wai Wang, Chen Kuan-Tai, Ricky Hui Koon-Ying, Norman Tsui

Laufzeit der ZiiEagle-Version: Ca. 101 Min.

Gesehen am: Sept. 2008 / Neusichtung am: Aug. 2026

Fassungen: Ich hatte früher die DVD aus China, welche ich verkauft habe, nachdem ich die US-Blu-Ray von Shout Factory erworben habe (Shaw Brothers Classics Vol. Two). Leider läuft die Disc bei mir, warum auch immer, nicht (= «unbekannte Disc»). Daher sah ich mir den Film nun via ZiiEagle Box an = Gute Bild- und Tonqualität, Mandarin O-Ton, englische Subs, sah Uncut aus. In Deutschland gibt es den Film von TVP auf Blu-Ray (als Die Fliegende Guillotine in Deutsch oder Mandarin mit Subs).

The Spiritual Boxer

 
Shawgust 2026

The Spiritual Boxer

Story:

Hsiao Chien (Wong Yu) wird von seinem Meister (Chiang Yang) getrennt. Er zieht allein durchs Land und täuscht diverse Parteien in der Hinsicht, dass er Spirits bekämpfen und befreien kann. Dafür schlüpft er in diverse Identitäten (z.B. Monkey King, God of War etc.). Er trifft auf Jin Lian (Lin Chen-Chi), die ihn unterstützt. Hsiao Chien Bekanntheitsgrad steigt. Er findet viele Schüler (u.a. Addy Sung Gam-Loi, Liu Chia-Liang), die er neu ausbildet. Örtliche Gangster (Shih Chung-Tien, Fung Hak-On) sehen dem Treiben kritisch zu und als sich diese mit zwei gesuchten Kriminellen (Lee Hoi-Sang, Ng Hong-Sang) vereinen, scheint Hsiao Chiens Fassade zu bröckeln…

Meine Meinung:

The Spiritual Boxer gilt als Liu Chia-Liangs (Challenge of the Masters, Heroes of the East, The Eight Diagram Pole Fighter) Regie-Debüt, auch wenn er paar Jahre zuvor bereits für den Film Breakout from Oppression (nebst Gordon Liu und Yang Fan) als Regisseur geleistet wurde. Laut KI wurde Breakout from Oppression jedoch erst nach dem Erfolg von The Spiritual Boxer und Die 36 Kammern der Shaolin veröffentlicht und daher gilt offiziell The Spiritual Boxer als Liu Chia-Liangs Regiedebüt. Der Film markiert auch leichte Ghost-Vibes (noch vor Sammo Hungs Encounters of the Spooky Kind) und gilt als Kung-Fu-Komödie (noch vor Die Schlange im Schatten des Adlers sowie Drunken Master).

Eigentlich wollte ich heute The Flying Guillotine schauen, aber die Disc von Shout Factory scheint irgendwie beschädigt (= unbekannte Disc), was mich sehr genervt und viele Nerven gekostet hat. Also sah ich mir aus einer anderen Shout-Box The Spiritual Boxer an. The Spiritual Boxer empfand ich aktuell als mittelmässig und durchschnittlich. Das lag an folgenden Gründen: Wong Yu (Dirty Ho, Thirteen, Executioners from Shaolin) mag ich in den Shaw Brothers Produktionen weniger als in unabhängigen Eastern von kleineren Studios (z.B. The Young Avenger). Dort nervt er mich weniger. Er gehört nicht gerade zu meinen Favoriten in Sachen Shaw Brothers Darstellern.

Der Plot von The Spiritual Boxer gibt eigentlich nur wenig Kampfszenen her und überzeugen tun eigentlich praktisch nur jene aus dem Finale. Das ist auch schade. Es gibt Längen und der Plot wirkt episodenhaft. Für den Inhalt empfand ich die Laufzeit auch als zu lang. Der Film läuft über 100 Minuten. Da wäre eine Laufzeit von nur 80 Minuten angenehmer gewesen, um den Film actionreicher wirken zu lassen. Nebst dem Finale, in dem u.a. Lee Hoi-Sang (Der Superfighter) als Bösewicht zu sehen ist, hat vor allem der Anfang des Filmes mit Gastauftritten von Ti Lung (Black Magic II), Wilson Tong (The Two Jolly Cops) sowie Chen Kuan-Tai (Ambitious Kung Fu Girl) gut gefallen. Die Kämpfe, vor allem jene im Finale, wurden von Liu Chia-Liang choreographiert.

In weiteren Rollen sind u.a. noch Liu Chia-Liang (zweimal kurz als Schüler von Wong Yu zu sehen), Lin Chen-Chi (Dangerous Encounter - 1st Kind, Haunted Tales) als Tomboy, Fung Hak-On (eher enttäuschende Nebenrolle), Chan Shen (auch ohne wirkliche Kampfszene) und Addy Sung Gam-Loi (nur einmal für einen Bruchteil einer Sekunde zu sehen). Es gibt zudem weitere, spätere Stars in Miniauftritten zu sehen. Diese sind mir jedoch beim Schauen nicht aufgefallen. Dies wären Namen wie Lam Ching-Ying (Mr. Vampire), Eric Tsang (Ghost Punting) sowie Simon Yam (Run and Kill) gewesen. Der Film war so erfolgreich, dass vier Jahre später eine Fortsetzung folgte, die mir gemäss meinem alten Review besser gefiel!

Gefolgt von: Spiritual Boxer, Part II

Infos:

O: Shen Da

HK 1975

R: Liu Chia-Liang

D: Liu Chia-Liang, Wong Yu, Lin Chen-Chi, Chiang Yang, Shih Chung-Tien, Fung Hak-On, Lee Hoi-Sang, Ng Hong-Sang, Ti Lung, Chen Kuan-Tai, Wilson Tong, Chan Shen, Addy Sung Gam-Loi

Laufzeit der US-Blu: Ca. 103 Min.

Gesehen am: Aug. 2011 / Neusichtung am: Aug. 2026

Fassungen: Gesehen via US-Blu-Ray von Shout Factory (Shaw Brothers Classics Vol. Seven) = Uncut, O-Ton, englische Subs, hervorragende Bild- und Tonqualität.

Update

Zu Ehren von John Irvin, der am 11.08.26 starb, gibt es ein Review zu:


- Hamburger Hill






RIP