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Mittwoch, 12. August 2026

Hex vs. Witchcraft

 
Shawgust 2026

Hex vs. Witchcraft

Story:

Cai Tou (James Yi Lui) hat Spielschulden, die er nicht bezahlen kann. Er verspricht Gangster-Boss Brother Nine (Chan Shen) daher eine Nacht mit seiner eigenen Ehefrau (Jenny Leung Jan-Lei). Doch diese ist «not amused» und attackiert Brother Nine. Letzterer wird durch die Attacke impotent. Brother Nine stellt Cai Tou vor die Wahl: er soll sich innert 24h suizidieren, ansonsten lässt er ihn töten…

Meine Meinung:

Hex vs. Witchcraft war ursprünglich nicht als Fortsetzung zu Hex gedacht. Nach dem Erfolg von Hex wurde der ursprüngliche Titel des Filmes jedoch in Hex vs. Witchcraft geändert. Kommerzielle Gründe. Die Macher versuchten, damit auf den Erfolg des ersten Filmes anzuknüpfen. Dies scheint sich gelohnt zu haben, da danach noch eine weitere Fortsetzung folgen sollte. Zufälligerweise fungierte mit Kuei Chih-Hung (The Reckless Cricket, Die Wilden Engel von Hong Kong, The Criminals 4: Assault) der gleiche Mann auf dem Regiestuhl.

Leider ist Hex vs. Witchcraft mit Hex nicht vergleichbar. Hex vs. Witchcraft ist eine lahme Klamotte, in der der Geist erst nach über 30 Minuten erscheint. Und der Film bleibt mehrheitlich eine Klamotte mit vereinzelten Gamble- und Nacktszenen inklusive vielen Längen. Echter Horror, Make-Up Effekte oder Gore? Keine Spur davon! Das ist schon irgendwie enttäuschend. Zudem hat Hex vs. Witchcraft die Zweitsichtung nicht bestanden. Gemäss meinem alten Review fand ich den Film okay und solide. Eine Meinung, die ich nicht mehr teilen kann.

Die Handlung wirkt chaotisch und der Humor unlustig, doof und infantil. Zudem fand ich praktisch alle Figuren wenig interessant und sogar nervend. Das gilt besonders für James Yi Lui (Adventure in Denmark). Und Szenen die Männer mit Frauenstimmen zeigen und dabei lustig gemeint sind, haben mir noch nie gefallen (sogar Lam Ching-Yings Auftritt in The Prodigal Son mit Frauenstimme fand ich bescheuert, Klassiker hin oder her). Das ist wie Affengeräusche, wenn im Monkey Stil gekämpft wird. Das find ich auch blöd. Sogar die zwei schielenden Trottel, die ich sonst in ähnlichen Rollen mag, waren nicht lustig. Nur Chan Shen (Kiss of Death, Lost Souls) als Bösewicht war solide. Und die Frauen z.T. immerhin hübsch.

Fazit: Schwache Fortsetzung und Zeitverschwendung!

Gefolgt von: Hex vs. Hex

Infos:

O: Che Dau Che

HK 1980

R: Kuei Chih-Hung

D: James Yi Lui, Chan Shen, Jenny Leung Jan-Lei, Pei Ju-Hua, Yang Chi-Ching, Lam Fai-Wong, To Siu-Ming, Shirley Yu Sha-Li, Yue Tau-Wan

Laufzeit der UK-Blu-Ray: 100:59 Min.

Gesehen am: Aug. 2008 / Neusichtung am: Aug. 2026

Fassungen: Gesehen via UK-Blu-Ray von Arrow Video (Shawscope Volume Four) = O-Ton Kantonesisch, Englische Subs, Uncut, neue Restauration durch Arrow Video (d.h. keine Frame-Cuts). Es gibt keine deutsche Fassung (Stand: Aug. 2026).

The Hunter, the Butterfly and the Crocodile

The Hunter, the Butterfly and the Crocodile

Story:

Ein Cop aus Hong Kong (Chow Yun-Fat) ist hinter zwielichtigen Gestalten und Traiden (u.a. John Chang Wu-Lang, Fung Ging-Man) her. Er begibt sich auf eine Undercover-Mission. Bei seiner Arbeit verliebt er sich in die Sängerin Peng Yuehong (Cecilia Wong Hang-Sau), die unter der Geisel der Triaden steht…

Meine Meinung:

The Hunter, the Butterfly and the Crocodile ist eine Goldig Films (The Dragon Lives Again, Mantis Fists and Tiger Claws of Shaolin, The Gold Connection) Produktion aus dem Jahr 1976 mit dem späteren Superstar Chow Yun-Fat (Long Good Bye, Full Contact, The Story of Woo Viet) in der Hauptrolle, der später in weiteren Filmen von Goldig Films, wie auch Co-Star John Chang Wu-Lang (nämlich in 2 tödliche Fäuste im Schatten der Schlange), zu sehen war (nämlich in Hot Blood). Bei dem Film handelt es sich vor allem um ein Drama.

The Hunter, the Butterfly and the Crocodile hat zwar New Wave Vibes und zeigt im Vorspann die Polizei (dieser wird im Vorspann für ihre Mithilfe am Film auch gedankt), aber da Chow Yun-Fat einen Undercover-Cop spielt, hat es nur wenig wirkliche Polizeiarbeit im Film zu sehen. Es folgen lustige Szenen, es folgen Gamble-Szenen, es folgen Liebesgeschichte und viele Dialoge. Es gibt praktisch keine Action, dem sollten sich Zuschauer bewusst sein. In vielen Dramen aus Hong Kong wird auf Action oder Kampfszenen nicht verzichtet, hier allerdings heisst es praktisch tote Hose. Nur im kurzen Finale am Strand gibt es ein-zwei Kämpfe inklusive einer Slow-Mo Aufnahme und mind. zwei blutige Shoot-Outs.

Zwar bietet die VHS nur koreanische Untertitel, so dass ich den Dialogen nicht wirklich lauschen konnte, aber auch mit englischen, verständlichen Subs wäre der Inhalt für meinen Geschmack zu langweilig und unspektakulär gewesen. Zudem ist der Film auch sehr harmlos, sieht man von den kurzen Action-Szenen im Finale oder dem Plastiksack voller Urin (Bestrafung einer Prostituierten) ab. Nacktszenen gibt es (zumindest in dieser südkoreanischen VHS) keine. Chow Yun-Fat, Cecilia Wong Hang-Sau (Shaolin Mantis) sowie John Chang Wu-Lang (Kung Fu Master Named Drunk Cat) spielen das solide. Fung Ging-Man (Lackey and the Lady Tiger) passt auch gut in seine Rolle.

Fazit: Höchstens für Hardcore-Fans von Chow Yun-Fat interessant. Mir war der Film zu langweilig, so dass der Film nicht in die Filmsammlung kommt…

Infos:

O: Lao Jia Xie Pai Gu Ye Zi

HK 1976

R: Richard Yeung Kuen

D: Chow Yun-Fat, John Chang Wu-Lang, Fung Ging-Man, Cecilia Wong Hang-Sau

Laufzeit der südkoreanischen VHS: 81:08 Min.

Gesehen am: Aug. 2026

Fassungen: Mir lag das VHS aus Südkorea von A-Jin Production Trading Go vor = Mandarin O-Ton mit koreanischen Subs (O-Ton wäre Kantonesisch), statt Widescreen in Vollbild, durchschnittliche Bild- und Tonqualität. Uncut-Status unbekannt. Dialoge und Ton im letzten Viertel asynchron. Andere Fassungen sind mir nicht bekannt (Stand: Aug. 2026).

Ice Cream Man

Ice Cream Man

Story:

Kinder werden, nachdem sie Glace eines mysteriösen Glace-Verkäufers (Ari Millen) verzehrt haben, zu mordenden Werkzeugen gegenüber Erwachsenen. Eine Gruppe von Kindern (Charlie Zeltzer, Shiloh O’Reilly, Kiori Mirza Waldman) versucht zu überleben und dem Geheimnis auf die Spur zu kommen…

Meine Meinung:

Ice Cream Man ist der neuste Film von Eli Roth (Cabin Fever, Death Wish) und leider hat mir der Film weniger gut als z.B. sein letzter (Thanksgiving) gefallen. Für eine Sichtung ist Ice Cream Man okay, aber im Grossen und Ganzen ist der Film eigentlich sehr belanglos und richtige Höhepunkte sucht der Zuschauer vergebens. Die Geschichte erinnert leicht an den Rattenfänger von Hameln. Das Motiv ist am Ende auch weniger originell, als erwartet. Das Ende gefällt trotzdem da kein Happy End.

Was Ice Cream Man gut macht ist die Tatsache, dass der Film nicht wirklich langweilig ist. Es ist immer was los und der Film nimmt sich keine Sekunde ernst. Zudem gibt es viel Splatter. Wer nur auf Splatterszenen aus ist, wird gut belohnt, auch wenn einige Szenen durch zu nahe Close-Ups oder durch eine Wackelkamera (besonders dann, als die Gruppe Kids aus der Schule über den Schulplatz flüchtet sind praktisch alle Szenen durch die Wackelkamera in ihren Gewaltmomenten entschärft da viel weniger explizit) negativ beeinflusst werden. Ari Millen (Unspoken) spielt den Glace-Verkäufer gut. Er verzichtet praktisch auf Dialoge und spielt mit Mimik und Körpersprache.

Daher erinnerte er mich an Art the Clown an den Terrifier Filmen. Die Kinder, die die Überlebenden darstellen, agieren auch gut. Ansonsten sind die Figuren relativ öde und peinlich (vor allem Eli Roths Auftritt). Die Dialoge sind allgemein übel und auch der «Humor». Ich musste im Kino nicht ein einziges Mal lachen. Eli Roth gab zu, dass einige der Szenen (Animationen) durch KI entstanden sind (plus den Abspann). Warum, ist mir ein Rätsel. Die Animationen hätten genau so gut weggelassen werden können und haben praktisch nichts zum Film oder den einzelnen Szenen beigetragen. Kein Film, der lange in Erinnerung bleiben wird…

Infos:

O: Ice Cream Man

USA 2026

R: Eli Roth

D: Ari Millen, Charlie Zeltzer, Shiloh O’Reilly, Kiori Mirza Waldman, Sarah Abbott, Eli Roth

Laufzeit der Kinofassung: Ca. 86 Min.

Gesehen am: Aug. 2026

Fassungen: Ich sah den Film in Bern im Kino = Uncut (ab 18), Englische Originalfassung mit deutschen Untertiteln. Soll in Deutschland am 05.11.26 auf DVD, Blu-Ray und Co. erscheinen.