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Donnerstag, 5. November 2026

When the Kung Fu Hero Strikes

 

When the Kung Fu Hero Strikes

Story:

Mei Ji (Hu Chin) und Qiang Han (Sek Kin) und ihre Untergebenen (Eddy Ko) betreiben Menschenhandel und Zwangsprostitution im grossen Stil. Mei Ji lockt Kang Tai (Wong Yuen-San) in die Organisation. Als dieser jedoch die schmutzigen Hintergründe der Organisation erkennt, ist es bereits er spät. Er ist ein Teil der Bande und als eine Frau stirbt, nimmt der Druck zu. Immer mehr und mehr stellt sich Kang Tai seinen Vorgesetzen entgegen bis er das Gesetz in die eigene Hand nimmt…

Meine Meinung:

Aka The Virgin Mart. When the Kung Fu Hero Strikes scheint ein eher unbekannter Film aus Hong Kong zu sein. Der Film aus dem Jahr 1974 stammt von Kao Pao-Shu (The Cannibals, The Jade Fox, Bandits, Prostitutes & Silver, The Desperate Chase) und erinnert an den Hong Kong-Film Kung Fu Stars sowie an Kao Pao-Shus Female Fugitive. Manch einer dürfte erstaunt sein, dass ausgerechnet eine Frau einen solchen Inhalt auf die Leinwand gezaubert hat. Ähnlich wie bei deutschen Sex-Klamotten geht es in When the Kung Fu Hero Strikes nämlich grösstenteils auch amüsant und eher lustig als schockierend zu und her, trotz kontroversen Inhalten wie Menschenhandel und Zwangsprostitution.

Ich hatte an dem Mix aus Sleaze, Komödie und Kung-Fu-Action inklusive Selbstjustiz-Inhalten (Finale) Freude. Kao Pao-Shu bringt ihre eigenen Shaw Brothers Erfahrungen gekonnt im Film ein. So werden hier alle Figuren bis hin zu Gastrollen mit ihren englischen Namen eingeblendet erwähnt, wie das auch in einigen Shaw Brothers Filmen der Fall war. Es gibt viele Kampfszenen und diese sind sehr solide. Abgesehen von einem gewissen Overacting der Gangster (und einige comicartige Toneinfälle) wird auf Klamauk verzichtet, was dem schmuddeligen Treiben gutzustehen bekommt.

Besonders Freude und zum Schmunzeln anregend waren die Darbietungen von Hu Chin (The Deadly Silver Spear, Dreaming Fists with Slender Hands, The Demons in the Flame Mountain) als «Puffmutter» sowie Sek Kin (Enter the Dragon, The Mysterious Heroes, The Virgin Sword) als Boss hinter der Organisation. Die zwei haben wirklich köstlich agiert. Vor allem Sek Kin, der öfters ernste Rollen spielte, war hier in einer mehr amüsanten Rolle eine willkommene Abwechslung. Sie kommen fies zur Geltung, wenn sie z.B. anhand von Fotos über die Vergangenheit und Schicksale ihrer Mädchen erzählen und lachen.

Eddy Ko (Ruthless Law, Cunning Kids, Hitman in the Hand of Buddha) spielt einmal mehr solide einen Bösewicht und den Haupthandlanger der Bande. Abzüge gibt es bei Wong Yuen-San (Little Superman, For Whom to Be Murdered, The Good and the Bad), da er einfach zu naiv agiert. Zudem sind einzelne Momente im Finale schon fast unfreiwillig komisch, wenn Wong Yuen-San eine Klippe runterfällt, hinter einem Auto hergezogen wird und später nochmals zwei Abhänge hinuntergestossen wird (u.a. einen steinigen Abhang zu einer Stauseemauer hinunter) und das alles problemlos überlebt. In den Kampfszenen macht er jedoch wirklich eine gute Figur. Ebenso auch Eddy Ko. Die Choreographie erinnerte an jene von Liu Chia-Liang (stammt aber nicht von ihm). Gegen Ende wird der Film ernster, dramatischer und härter. Nackte Tatsachen (Brüste) gibt es wie Kampfszenen viele zu sehen. Das Ende des Filmes ist typisch und soll abschreckend wirken = Selbstjustiz zahlt sich nicht aus.

Fazit: Unterhaltsames Mitte der 70er Jahre Kung-Fu-Kino aus HK!

Infos:

O: Fan Mai Ren Kou

HK 1974

R: Kao Pao-Shu

D: Betty Ting Pei, Sek Kin, Eddy Ko, Hu Chin, Wong Yuen-San, Elaine Jin, Hon Yee-Sang, Tong Tin-Hei, Fung Ngai, Lily Chen Ching

Laufzeit der libanesischen VHS: 91:43 Min.

Gesehen am: Nov. 2026

Fassungen: Gesehen via VHS aus dem Libanon = Ocean Shores Master, solide Bild- und Tonqualität (recht anständiger, Englischer Dub mit arabischen Subs), sah bis auf eine Szene Uncut aus (erstaunlich, dass die ganzen Nacktszenen mit Brüsten nicht zensiert wurden). Andere Fassungen sind mir nicht bekannt (Stand: Nov. 2026).

Resident Evil

Resident Evil

Story:

Bryan (Austin Abrams) transportiert Spenderorgane an Krankenhäuser. Aktuell muss er eine Lieferung mit der höchsten Prioritätsstufe ins Krankenhaus in Raccoon City bringen. Auf dem Weg dorthin, fährt er eine Frau an, die urplötzlich aus dem Wald vor das Auto springt. Das Unheil nimmt seinen Lauf…

Meine Meinung:

Als ich im Kino den Trailer zu Resident Evil sah, sah das vielversprechend aus. Viel Schnee, Dunkelheit und Kälte. Stimmungsvoll. Das passt. Doch dann hatte ich keine Zeit mehr auf einen Kinobesuch da Film Events in Nürnberg, London, ZFF, arbeiten und 26x Wild-Besuche, zumal der Film auch mehrheitlich in Bern nur noch in Deutsch lief. Meinungen von Film-Kumpels schreckten mich dann auch leicht ab. Da der Film jedoch aktuell noch immer im Kino läuft, holte ich die Sichtung nun Anfang Nov. nach. Resident Evil ist eine Videospielverfilmung. Ich bin zwar mehr ein Nintendo Kind, hatte aber auch eine Phase, in der ich die Playstation hatte. Nebst Spielen wie Driver oder Dino Crisis 2 zockte ich dort auch u.a. Resident Evil 1-3. Vor allem Resident Evil 2 hatte es mir damals angetan. Das war auch hübsch gruselig.

Ob sich der Film nun inhaltlich ans Videospiel (oder eines der Spiele) anlehnt oder eine eigene Geschichte erzählt, weiss ich nicht. Inzwischen habe ich keine Playstation mehr, sondern «nur» noch einen SNES (und die Nintendo Switch). Dennoch konnte mich Resident Evil überzeugen. Ich ging mit angepassten Erwartungen an den Film, so dass mich der zunehmende Humor ab der Mitte des Filmes nicht störte. Was die Hauptfigur Bryan angeht, hätte ich ihn mir deutlich schlimmer vorgestellt. Der war eigentlich wirklich okay. Was den Humor angeht, fand ich nur einige wenige Szenen im Mittelteil schwächer (mit der Soldatin und dem Schnauzer im Auto). Die waren jedoch nur kurz. Allgemein haben sämtliche Nebenfiguren nur wenig Screentime.

Ansonsten macht der Film definitiv Laune. Der Soundtrack peitscht das Adrenalin nach vorne, der Film ist mehr oder weniger eine lange Verfolgungsjagd, in unseren Helden von Setting zu Setting peitscht. Der Film spielt nachts und bei Schnee, was sehr atmosphärisch wirkt. Stimmungsvolle Momente. Langweilig wird es dadurch nie. Die Effekte waren bis auf wenige Ausnahmen (Hundekopf), die als CGI sehr erkennbar waren, stark getrickst. Vor allem, wie sich die Leichen verbinden, die Settings im Tunnel, in der Kanalisation oder das ganze Finale waren absolut sehenswert. Die Monster- und Mutationen, vor allem im letzten Viertel (Entbindungsstation, Finale), waren stark und besser als erwartet. Auch der Weg zum Krankenhaus, als die Infizierten von den Dächern springen und der Held um sein Leben läuft, waren cool. Das Ende gefiel mir persönlich auch.

Fazit: Zach Cregger (Barbarian, Weapons) sorgt für die bisher beste Resident Evil Verfilmung!

Infos:

O: Resident Evil

USA, Deutschland 2026

R: Zach Cregger

D: Austin Abrams, Zach Cherry, Kali Reis

Laufzeit der Kinofassung: Ca. 94 Min.

Gesehen am: Nov. 2026

Fassungen: In Englisch mit deutschen Subs im Kino gesehen. Uncut. Am 18.12.26 soll der Film in D auf DVD, Blu-Ray und UHD erscheinen.

Mittwoch, 4. November 2026

The Dragon the Young Master

The Dragon the Young Master

Story:

Bösewichte gehen für eine wichtige Schatzkarte über Leichen. Doch immer wieder taucht ein in Weiss gekleideter, maskierter Held (Dragon Lee) auf, der sich den Bösewichten in den Weg stellt…

Meine Meinung (HK-Godfrey Ho Fassung):

The Dragon the Young Master ist ein eigentlich südkoreanischer Eastern von Kim Shi-Hyeon (Kung Fu Fever, Secret Ninja, Roaring Tiger, Rage of the Dragon), der später von Godfrey Ho (Scorpion Thunderbolt) für den Markt in Hong Kong und international ggf. verändert vertrieben wurde (in einigen Datenbanken wird der Streifen auch noch als taiwanesische Produktion gelistet). Was alles geändert wurde, ist mir nicht bekannt. Diese Besprechung bezieht sich auf die HK-Fassung. Ich sah den Film schon einmal, das muss in Jugendjahren gewesen sein, als Screen Power VHS. Aber ich weiss nichts mehr. Zudem war ich dazumal noch kein grosser Eastern Fan oder Kenner.

The Dragon the Young Master hat mir besser gefallen als erwartet. Nachdem ich in der HK Movie Database einige Kommentare las, hätte ich Schlechteres erwartet. Obwohl die mir vorliegende Fassung wahrscheinlich auch verändert wurde, sieht man genug von Kim Shi-Hyeons Originalfassung, dass gefällt sowie überzeugt. Der Film gefiel mir aufgrund der verschneiten Drehorte und Settings in Südkorea, dank der grossen Anzahl von Kampfszenen (es wird sicher alle fünf Minuten gekämpft, wodurch es nie langweilig wird) und dank Dragon Lee (Muscle of the Dragon, The Big Boss 2 – Rache in Shanghai!, Enter Three Dragons) und vor allem Yuen Qiu (Dreadnaught, Bastard Swordsman). Vor allem letztere hat mir wirklich gut gefallen.

Dazu kommen einige skurrile Tongeräusche/Musik, schräge Gegner und Bösewichte die mit viel Overacting agieren. Ich hatte mit dem Film, den Kampfszenen und dem Unterhaltungswert Freude, so dass ich am Ende gut unterhalten wurde. Mir wurde ein Lächeln ins Gesicht gezaubert, obwohl ich den Film zudem nur mit einem neuen Dub (ein neuer Canto-Dub) gesehen habe. Ich denke, in Mandarin hätte mir der Film sicher nochmal ein wenig besser gefallen. Ich denke, wer den Film in Englisch  schaut, dürfte sicherlich mehr nervende Szenen (speziell in Verbindung mit der Tonkulisse des Filmes) zu sehen bekommen, als das in meiner Fassung der Fall war.

Fazit: Für Dragon Lee Fans zu empfehlen!

Infos:

O: 勇立忍者, Yong li ren zhe, Sibpaltongmunban,십팔통문방

Südkorea, Taiwan (je nach Quelle) HK 1974 (je nach Quelle), 1981

R: Kim Shi-Hyeon, Godfrey Ho Chi-Keung

D: Dragon Lee, Yuen Qiu, Choe Hyung-Geun, Lee Seok-Goo, Lee Hwa-Jin, Lee Ye-Min

Laufzeit der US-VHS: Ca. 85 Min.

Gesehen am: Jugendzeit / Neusichtung: Nov. 2026

Fassungen: Ich sah die ggf. veränderte HK-Fassung von Godfrey Ho und nicht die originale koreanische Fassung von Kim Shi-Hyeon. Mir lag die US-VHS von World Video vor = HK-Fassung in Kantonesisch (leider ein neuer Dub & «O-Ton» wäre Mandarin) mit festen englischen und chinesischen Subs, Vollbild, gute Bildqualität. In Deutschland von Splitfire als The Young Masters auf DVD zu haben. Es gibt keine Blu-Ray (Stand: Nov. 2026). Ob es von der koreanischen Originalfassung eine VHS gibt, ist mir nicht bekannt.