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Sonntag, 16. August 2026

Kabul Afganisches Restaurant

Adresse: Morillonstrasse 8, 3007 Bern

 

Den sechsten freien Tag startete mit leichten Wohlstandsproblemen. Ich schlief nur vier Stunden und war seit 04.00 Uhr wach. Am Morgen buchte ich das Event mit Yukari Oshima in Nürnberg und das kostete Nerven wegen der SBB, nicht funktionierenden Kreditkarten, falsch gekauften Tickets, der Tatsache, dass ich aktuell mit meinem Telefon nicht telefonieren konnte (ich wollte telefonisch ein Wild-Essen, Nr. 16, reservieren), der Tatsache, dass gewisse Zahlungsmittel neu nur noch via Handy und nicht mehr am Notebook funktionieren und der Info, dass ich auf meinem Konto nicht Mal mehr 17 CHF habe und es noch neun Tage dauert, bevor neuer Lohn kommt.

Am frühen Morgen grillte ich in der Pfanne noch Fleisch, welches ich gestern nicht zu Bekannten, bei denen ich eingeladen war, mitgenommen habe, da ich über 2h bei über 30 Grad unterwegs gewesen bin und ich nicht wusste, ob die (Lidl) Tiefkühltasche ausreichend sein würde (laut KI nicht). Eine grosse Fleischschnecke und drei Bratwürste. Die Schnecke ass ich am frühen Morgen. Vor dem Mittag sah ich mir einen weiteren Shaw Brothers Film an (Mercenaries from Hong Kong). Ich wurde sehr müde. Darauf, das Wohnzimmer zu reinigen (mache ich sonst immer am Samstag), verzichtete ich heute. Es zog mich um 11.30 Uhr ins Bett und ich schlief bis 14.00 Uhr.

Das wirkte Wunder. Danach eine Dusche. Auch das wirkte Wunder. Von der einen Bratwurst biss ich zwei Stücke ab. Das sollte den aktuellen Hunger lindern, bis ich abends mit der Kollegin, ein weiteres Geburtstagsessen, geniessen gehen sollte. Mit ihr ging ich schon öfters in «orientalische» Restaurants (SHAM - CAFÉ RESTAURANT, Yafa Restaurant, Palmera Restaurant plus ein viertes in Zürich, dessen Name ich nicht mehr weiss). Heute war es warm. Ich sah mir noch ca. 15 Minuten Fussball an, ehe es mich ins Restaurant zog. Aktuell habe ich noch 270 CHF in Cash. Das muss bis am 25.08.26 reichen. Das heisst auch Verzicht und keine vier Kinobesuche in der kommenden Woche, wo ich heute erfuhr, dass mein Arbeitsplan nicht geändert wird. Das heisst nach meinem sechsten freien Tag würde ich zwei Nächte arbeiten und danach würde ich schon wieder sieben Tage Frei haben. Cool.

Als ich in Niederwangen in den Bus stieg, traf mich fast der Schlag. Der Fahrer hat die Klimaanlage ausgeschaltet. Dies, so warm es im Bus war, wohl schon den ganzen Nachmittag. Draussen waren über 30 Grad und im Bus war es noch wärmer. Der Schweiss lief und lief. Das gab eine Beschwerde von meiner Seite her. Ich hätte eigentlich bis ins Steinhölzli fahren sollen, aber in Köniz ergriff ich die Flucht, da eine Zumutung aufgrund der Hitze im Bus. Ich fuhr von Köniz nach Monbijou und dieser Bus und danach das Tram waren gekühlt. Eine Wohltat! Die Kollegin erwischte das Tram vorher und wartete nahe dem Restaurant. Als ich ankam warteten wir noch ca. zehn Minuten, ehe wir das Restaurant namens Kabul Afganisches Restaurant betraten (das Restaurant heisst wirklich «Afganisches» statt Afghanisches). Ich hatte einen Sitzplatz draussen reserviert und es war, mit Ausnahme einer Wespe, sehr angenehm (und dem gegenüber liegendem Lokal, wo der Mitarbeiter seinen Sitzplatz mit einem Laubblässer bearbeitet hat!).

 

Zu guten Gesprächen mit der Kollegin bestellten wir folgendes:

 

als Vorspeise zum Teilen

Samosa (2 Stk.)

Knusprig frittierte Teigtaschen gefüllt mit herzhaften Kartoffeln, Erbsen und Gewürzen

8.50 CHF

 

&

 

Bolani (1 Stück)

Gefülltes Fladenbrot mit gebratenen Kartoffeln.

8.50 CHF

 

als Hauptgang

Mantu Fleisch (8 Stück)

Gedämpfte Teigtaschen nach afghanischer Art mit Hackfleischfüllung.

Serviert mit Joghurtsauce und Linsen.

22.50 CHF (die Kollegin nahm die Vegi-Variante)

 

als Dessert

3x Afghanische Glace (mit Rosenwasser und Kardamom) (ich nahm es zweimal)

 

zum Trinken

Cola Zero, Rivella und Afghan çay (mehrfach)

 

Das Totalbetrag war, wenn ich mich recht erinnere, 94 oder 97 CHF (ich gab 106 CHF).

 

 

 

Wir waren neugierig und freuten und auf das Essen. Als wir um 18.00 Uhr angekommen sind, war es draussen schon gut besucht. Das Restaurant sollte auch bis zum späteren Abend, es wurde immer gemütlicher (etwas Wind hier und da), immer wieder Gäste anziehen. Ich war überrascht, da ich dachte, heute sei Sonntag (gibt es ab und zu, wenn Pflegende unregelmässig Arbeiten und so viele Tage am Stück Frei haben). Zu den Vorspeisen, welche wir gewissenhaft geteilt haben, wurden zwei Sossen serviert. Eine Joghurtsauce und eine scharfe Sauce. Die Vorspeisen waren lecker. Samosa habe ich in einer anderen Variante schon Mal aus einem tamilischen Restaurant liefern lassen. Daher war es mir vom Geschmack nicht ganz unbekannt. Es war leicht scharf, aber nicht so stark. Ebenso die scharfe Sauce. Mit den Vorspeisen waren wir zufrieden und auch mit dem Tipp des Kellners, zwei unterschiedliche Vorspeisen zu bestellen. Der Hauptgang war sehr lecker. Ich ass auch eine Teigtasche der Kollegin (Vegi-Variante) und diese war auch sehr gut. Die Teigtasche mag nicht sonderlich speziell anmuten, im Vergleich zu anderen Gerichten auf der Karte. Die Karte und hohe Qualität des Essens laden ein, dass Restaurant mehr als einmal zu besuchen. Eine Dessertkarte gibt es nicht. Es wurde gesagt, dass wir vor dem Dessert zuerst den Tee nehmen sollten. Auch hier wurde vom Kellern logisch begründet (wir hatten schon zum Hauptgang Tee bestellt gehabt). Der Afghan çay Tee war sehr lecker und hat den Durst gut gestillt. Es wurde langsam dunkel und Gäste gingen und neue Gäste kamen. Wir bestellten die afghanische Glace. Die war super lecker. Ich dachte, an dieser wäre etwas Minze oder Zimt. Doch der Kellner erklärte, dass die zwei Hauptzutaten Rosenwasser sowie Kardamom waren. Das Glace war so fein, dass ich danach noch ein zweites Glas für mich bestellt habe. So erfrischend war es! Später liefen wir dann zu sehr angenehmen Temperaturen und dem Nachtleben vom Restaurant in die Stadt, wo wir beide kurze Zeit später unsere Züge Richtung nach Hause nahmen. Das Kabul Afganisches Restaurant war sehr lecker und hat uns beide befriedigt und gut gesättigt zurückgelassen. Der Hauptkellner war sehr authentisch, aufmerksam, informativ und sehr freundlich. Toll.

 

Fazit:

 


Hervorragend

Sehr gut

Gut und solide

Enttäuschend



















Samstag, 15. August 2026

Mercenaries from Hong Kong

 
Shawgust 2026

Mercenaries from Hong Kong

Story:

He Ying (Candice Yu On-On) beauftragt Luo Li (Ti Lung) ein Team (Michael Chan Wai-Man, Wong Yu, Lo Lieh, Johnny Wang Lung-Wei, Nat Chan Pak-Cheung) zusammen zu stellen, um in Kambodscha Gangster Naiwen (Phillip Ko Fei) zu finden…

Meine Meinung:

Mercenaries from Hong Kong fühlt sich nicht an, wie ein typischer Shaw Brothers-Film. Für diese eher späte Shaw Brothers Produktion durfte sich Wong Jing (High Risk, Magic Crystal, The Romancing Star) in Sachen Regie und Drehbuch versuchen. Er, der später in den 90ern vor allem mit derben Inhalten und vulgärem Humor auf sich aufmerksam machen sollte. Nach seinem Regie-Debüt Challenge of the Gamesters (auch für die Shaw Brothers) war Mercenaries from Hong Kong seine dritte Regiearbeit.

Der Plot ist dünn und erinnert an Filme wie Eastern Condors und Co. Der infantile Humor passt nicht wirklich zum Rest zusammen. Der Film wartet jedoch mit einem sehr bekannten Cast auf. Hier tummeln sich Stars wie Ti Lung (The Blood Brothers), Michael Chan Wai-Man (Gallants), Wong Yue (Kid from Kwangtung), Lo Lieh (The Reckless Cricket), Johnny Wang Lung-Wei (Five Shaolin Masters), Phillip Ko (The Criminal), Nat Chan Pak-Cheung (My Neighbours Are Phantoms) sowie in Nebenrollen Yuen Wah (Swordsman) sowie Lee Hoi-Sang (Butcher Wing). Vor allem Fans von Ti Lung und Michael Chan Wai-Man kommen auf ihre Kosten.

Ansonsten ist das wie bei The Expendables. Nicht jeder Star hat gleich viel Screentime und auch während dieser Zweitsichtung empfand ich Nat Chan Pak-Cheung als eher unpassendes Element in dem Film. Trotz Humor und Slapstick konnte ich ihn in dieser Rolle nicht ernst nehmen. Schön waren die Auftritte eines jungen Yuen Wah (Kampf in der Tiefgarage) und Lee Hoi-Sang als mysteriöser Bösewicht im Anzug macht auch eine gute Figur. Es gibt Stunts, Explosionen, Shoot-Outs (leider nicht alle blutig) und kürzere Kampfszenen. Die Actionszenen besorgte Tong Kai (Return of the One-Armed Swordsman).

Fazit: Zwar kein Kracher, aber durch und durch von A-Z unterhaltsam! Und das Staraufgebt macht auch Laune!

Infos:

O: Lip Mo Je

HK 1982

R: Wong Jing

D: Candice Yu On-On, Ti Lung, Phillip Ko Fei, Michael Chan Wai-Man, Wong Yu, Lo Lieh, Johnny Wang Lung-Wei, Nat Chan Pak-Cheung, Yuen Wah, Lee Hoi-Sang

Laufzeit der UK-Blu: 95:27 Min.

Gesehen am: Jan. 2012 / Neusichtung: Aug. 2026

Fassungen: Gesehen als UK-Blu-Ray von Arrow Video (Shawscope Volume Two) = Uncut, neue Restauration von Arrow Video, O-Ton, englische Subs, hervorragende Bild- und Tonqualität. Als Extras gibt es ein ca. 20minütiges Interview mit Tong Kai (allgemein über die Shaw Brothers und nicht explizit über seine Arbeit für Mercenaries from Hong Kong). Es gibt keine deutsche Fassung (Stand: Aug. 2026).

Freitag, 14. August 2026

One-Armed Swordswoman

One-Armed Swordswoman

Story:

Li Feng (Cheung Ching-Ching) kämpft gegen Bösewichte und Mörder. Sie nimmt den Kampf gegen die Banden auf, doch nicht immer kommt sie rechtzeitig, um die Unschuldigen vor dem Tod zu bewahren. Doch eines Tages wird sie von einem Gegner, der ein vergiftetes Schwert als Waffe benutzt, überwältigt und als Folge wird ihr der Arm amputiert. Ein mysteriöser Mann, Black Dragon genannt, trainiert sie. Sie schwört Rache an den Tätern…

Meine Meinung:

One-Armed Swordswoman ist Taiwans Antwort auf den Shaw Brothers Klassiker The One-Armed Swordsman mit Superstar Jimmy Wang Yu. Der Film von Chin Sheng-En (Bronze Head and Steel Arm) ist für Eastern Fans sehenswert. Der Film ist ein Mix aus Wuxia und Drama. Der Film legt besonders am Anfang ein Höllentempo vor. In den ersten 30 Minuten gibt es praktisch nur pausenlose Kämpfe zu sehen. So bietet der Film in den ersten 30 Minuten mehr Kämpfe, als andere Filme in den ersten 60 Minuten. Das Budget war klein. Es wurde fast nur Outdoor gedreht.

Der Plot ist simpel und Cheung Ching-Ching (Queen of Fist, The Magnificent Chivalry, Sorrowful to a Ghost) macht als weiblicher Jimmy Wang Yu eine gute Figur. Interessant ist, dass ihr Arm nicht im Kampf abgetrennt wird, sondern von dem mysteriösen Mann, der sie rettet, amputiert wird um die Verbreitung eines tödlichen Giftes zu stoppen (durch eine Wunde am Arm). Bevor 30 Minuten um sind, ist Cheung Ching-Ching schon als einarmige kämpfend zu sehen. Das ging deutlich schneller als im Shaw Brothers Klassiker von Chang Cheh. Die männlichen Figuren wirken mehrheitlich uninteressant (gilt sowohl für Bösewichte wie auch Helden).

Die Kampfszenen sind solide. Es gibt typische Trampolin-Sprünge, einiges an Gewalt (z.T. zensiert oder vor zensiert) und auch auf den typischen Fantasy-Einschlag aus taiwanesischen Eastern muss der Fan nicht verzichten, was einige Ideen und Gimmicks der Gegner oder Waffen angehen. Dieser teilweise fast trashig anmutenden Parts des Filmes macht den Reiz aus und heben den Film in einigen Kampfmomenten auch von anderen Filmen dieser Art (oder aus Filmen aus Hong Kong) ab. Wenn der Film schwächelt, dann im Mittelteil aufgrund mehrere dialoglastiger und zu dramatischer Szenen. Doch dafür entschädigt die erste halbe Stunde, die pausenlos Kämpfe bietet und auch vor dem Finale dreht der Film in der Hinsicht wieder auf.

Fazit: Eastern Fans zu empfehlen!

Infos:

O: Nu Du Bei Do

Taiwan 1972

R: Chin Sheng-En

D: Cheung Ching-Ching, Tin Ming, Lui Ming, Chiang Ming, Li Chiang

Laufzeit der südkoreanischen VHS: 83:03 Min. (inklusive einer kurzen Werbeunterbrechung).

Gesehen am: Aug. 2026

Fassungen: Mir lag die südkoreanische VHS von Jeil Home Video Production vor = solide Bild- und Tonqualität, Mandarin O-Ton mit koreanischen Subs, Vollbild statt Widescreen (Vorspann in Widescreen). Deutsche Fassungen (VHS sowie DVD = Li Feng - Die einarmige Schwertkämpferin) und andere Importe (VHS aus Holland) sind zensiert. Die deutsche Fassung läuft nur 75 Min. Es fehlt Handlung und Gewalt (Köpfung, Mord an Kind). In Holland (82 Minuten) fehlt weniger, aber auch da wurde bei der Köpfung oder beim abgetrennten Arm die Schere angesetzt. So auch bei der VHS aus Südkorea, die auf der holländischen Fassung (wohl gleicher Print) zu basieren scheint. Cuts sind mir nur vier aufgefallen: Mord an Kind (wobei länger als bei der deutschen Fassung), Mord an Mutter, Arm wird abgetrennt und Bösewicht wird im Finale geköpft. Eine Uncut-Fassung ist mir nicht bekannt (Stand: Aug. 2026). Selbst das taiwanesische Filminstitut listet den Film mit einer Laufzeit von 74 Minuten. Gut möglich, dass die VHS-Fassungen aus Holland und Südkorea der aktuell längsten Fassung zum Film entsprechen und der Film ggf. schon so für das Kino zensiert wurden.