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Samstag, 7. November 2026

Awe Inspiring Weapon

Awe Inspiring Weapon

Story:

Diverse Clans suchen nach einer geheimnisvollen Waffe. Wenn diese in die falschen Hände fällt, sind Leid und der Untergang das Martial Arts Welt besiedelt…

Meine Meinung:

Awe Inspiring Weapon ist ein unbekannter Wuxia aus Taiwan. Bis auf paar Zeilen auf Letterboxd oder Douban finde ich keine Reviews zum Film, geschweige denn eine Inhaltsangabe. Der Film stammt aus dem Jahr 1980 und stammt von Regisseur Chang Peng-Yi (Relentless Broken Blade, General Invincible, Shaolin Kung Fu Mystagogue). Es wurde, einmal mehr, eine Gu Long (Butterfly & Sword, Killer Clans, Gold Constables) Story verfilmt. Gu Long hat den Film sogar produziert. Awe Inspiring Weapon empfand ich leider nur als mittelmässig.

Der Film bietet zwar einige erschwingliche, optisch schöne Settings, welche wunderbar zu diesen 80er Jahre Wuxia aus Taiwan passen, aber im Grossen und Ganzen gab es für meinen Geschmack zu wenig Kampfszenen. Es wird viel zu viel gesprochen und zu wenig gekämpft. Das ist das Hauptproblem des Filmes. Ein weiteres Detail betrifft meine Fassung. Da kann der Film an sich nichts dafür. Meine US-Kassette hatte keine englischen Untertitel und der Film wurde neu vertont. Statt Originalton Mandarin bekam der eine brandneue, billig wirkende Canto-Sprachfassung spendiert. Und das mag ich nicht. Das hört sich unecht und gewöhnungsbedürftig an.

Ein weiteres Problem ist, dass ich keinen der Darsteller kenne. Weder vom Gesicht noch vom Namen. So haben mir Identifikationsfiguren oder Sympathieträger gefehlt. Gelistet sind Namen wie Tien Ho (The Silver Spear), David Tang Wei (New Pilgrims to the West), Sun Chia-Lin (The Great Cheat) oder Ma Chang (The Legend of Eight Knights). Die Kampfszenen sind solide, aber an sich nichts Besonderes. Nebst Settings gefielen auch die unterschiedlichen Waffen oder die Pfauen-Statuen im Finale. Mehr Acton bzw. Kampfszenen wären wünschenswert gewesen. Ob ich meine Fühler ggf. noch nach dem VHS aus Südkorea (Da Mandarin Ton und englische Subs) ausstrecke, weiss ich aktuell noch nicht. In der Form ist der Film jedoch nichts für meine Sammlung.

Infos:

O: Jian Qi Xiao Xiao Kong Qiao Ling

Taiwan 1980

R: Chang Peng-Yi

D: Sun Chia-Lin, David Tang Wei, Tien Ho, Ma Chang, Yuen Sam

Laufzeit der US-VHS: 96:52 Min.

Gesehen am: Nov. 2026

Fassungen: Gesehen via US-VHS von Pan-Asia Video = Leider statt im O-Ton Mandarin mit einem neuen Canto Dub versehen. Untertitel gibt es keine. Die Bild- und Tonqualität sind gut, Vollbild statt Widescreen. Daneben gibt es auch noch eine VHS in Südkorea in Mandarin mit festen englischen, chinesischen und koreanischen Subs. Andere Fassungen sind mir nicht bekannt (Stand: Nov. 2026).

Other Mommy

Other Mommy

Story:

Die 8jährige Bela (Arabella Olivia Clark) wächst in einem problembehafteten Umfeld auf. Ihre Mutter (Jessica Chastain) und ihr Vater (Jay Duplass) haben oft Streit. Das belastet Bela. Bald taucht aus Belas Kleiderschrank eine Gestalt auf, die Bela «Other Mommy» (Jessica Chastain) nennt, da sie so aussieht, wie ihre Mutter. Was Bela zunächst für eine Freundin hält, entwickelt sich jedoch für die Familie zur tödlichen Gefahr…

Meine Meinung:

Von Other Mommy wusste ich praktisch gar nichts. Ich ging den mit meiner Schwester (im Kino) schauen und ich sah einen einzigen Trailer zum Film. Das sah interessant aus und ich hoffte, dass der Film gruselig sein würde. Immerhin sah die Mutter, gespielt von Jessica Chastain (hat Horrorerfahrungen in Filmen wie Mama, Crimson Peak oder It Chapter Two), zuweilen schon im Trailer hübsch gruselig aus. Ich hoffte, dass sich das auch auf den ganzen Film und Verlauf auswirken lassen wird. Einzelne Momente im Trailer erinnerten mich an Szenen aus Resident Evil und Smile 2. Other Mommy haben wir uns heute im Kino angesehen und leider war der Film nicht gruselig. Zudem erschrak ich nie. Das ist schade.

Ein Totalausfall ist Other Mommy jedoch auch nicht. Ich fand den Film inhaltlich interessant, da Mal was Anderes. Ich habe nach der Sichtung recherchiert und herausgefunden, dass es sich bei dem Film von Rob Savage (der als Regisseur auch Horrorerfahrungen aufweist) sogar um eine Roman-Verfilmung handelt. Verfilmt wurde der Roman Incidents Around the House. An dem ist interessant, dass dieser ausschliesslich aus der Sicht der achtjährigen Bela erzählt wird. Es gab im Film diesbezüglich natürlich grosse Änderungen und leider wurde auch das Ende stark verändert. Jenes aus dem Roman (düster, kein Happy End) hätte mehr meinem Geschmack entsprochen. Im Roman geht es um eine Metapher über das emotionale Trauma in einer zerrütteten Familie und die Auswirkungen auf das Kind und ist, wie bereits gesagt, aus der Sicht einer 8jährigen verfasst und geschrieben.

Immerhin fand ich den Inhalt des Filmes, auch wenn am Ende viele Fragen nicht geklärt werden, als innovativer als in vielen anderen 08/15-Gruselfilmen der Neuzeit. Interessant war auch, dass der Schrecken bereits am Anfang beginnt und gezeigt wird. Hier gibt es keine lange Einleitungszeit. Technisch ist der Film stark inszeniert. Das gilt auch für die Settings, kreativen Ideen und Effekte. Das nötige Kleingeld schien vorhanden gewesen zu sein. Einige Gruselparts des Trailers (Badewanne oder Szene im Auto) wurden für das Kinorelease verkürzt oder gänzlich entfernt. Was weiter positiv war, war der Cast. Die mir unbekannten Jessica Chastain und Arabella Olivia Clark (The Housemaid) spielten das grandios. Die anderen Figuren sind schwächer charakterisiert.

Das Happy End des Filmes passte irgendwie nicht wirklich, auch wenn es sich aktueller Tabuthemen wie Regretting Motherhood bedient und einige Passagen zuvor (bei der Grossmutter), erinnerten zu stark an Filme wie Insidious oder The Conjuring. Die haben wohl möglicherweise im Roman, da fieser und an literarische Vorlagen wie Rotkäppchen erinnernd, besser funktioniert. Phasenweise mutete der Film auch zu lustig an. Auf jeden Fall war es für mein Empfinden, was einmal mehr schade ist, nicht gruselig oder schreckhaft. Aber technisch und schauspielerisch war das schon schick anzusehen. Daher können Horrorfans dennoch einen Blick riskieren. Wer den ganzen Abspann übersteht findet noch eine kurze Szene, die eine mögliche Fortsetzung andeutet!

Infos:

O: Other Mommy

USA, Irland 2026

R: Rob Savage

D: Jessica Chastain, Arabella OliviaClark, Jay Duplass, Dichen Lachman, Arian Moayed

Laufzeit der Kinofassung: Ca. 93 Min.

Gesehen am: Nov. 2026

Fassungen: Gesehen im Kino (Uncut, ab 16, in Deutsch). In Deutschland erscheint der Film am 28.01.27 auf DVD, Blu-Ray sowie UHD.

Freitag, 6. November 2026

Bruce Lee Fights Back from the Grave

 

Bruce Lee Fights Back from the Grave

Story:

Han Wook (Jun Chong) sucht in Amerika nach den Mördern seines Freundes. Unterstützt wird er dabei von Sally (Deborah Dutch)…

Meine Meinung:

Aka Visitor of America. Aka The Stranger. In den USA gedrehter Bruceploitation-Beitrag aus Südkorea von Regisseur Lee Doo-yong (The Haunted Villa, The Early Years). Der Film, der einen coolen Englischen Titel und ein noch cooleres Artwork (z.B. als japanische VHS) ziert, ist solide und anspruchslos unterhaltsam. Am Anfang des Filmes sehen wir Bruce Lees Grab, in welches ein Blitz einschlägt und die Legende wieder zum Leben erweckt. Dennoch geht es danach mit einem eigenständigen Charakter und nicht mit einem «Fake Bruce Lee» weiter. Speziell ist, dass der Film fast ausschliesslich mit Ausländern gedreht wurde.

Nur Jun Chong (Street Soldiers) in der Hauptrolle stammt aus Südkorea und mind. noch die Namen Kim Mun-ju sowie Kim Mun-ju (Crush, The Neckless Murderess). Die Mehrheit der grossen Nebenrollen und Gegner von Jun Chong sind jedoch westlicher Art. Der Film ist okay, aber kein Kracher. Dennoch wurde ich ohne Erwartungen relativ gut unterhalten. Die erste Hälfte ist die ruhigere, in der 2. wird dann mehr und mehr gekämpft. Da erinnert der Film fast etwas an ein Videospiel, wenn Jun Chong von Setting zu Setting und somit von Zwischengegner zu Zwischengegner gelangt. Wo mich der Film hingegen unerwartet überrascht hat, war das eigentlich traurig Ende, welches ich nicht als wirkliches Happy End betiteln würde. Die Stille und Trauer, die vom gebrochenen Jun Chong ausgeht, wurde stark eingefangen.

Jun Chong hat seinen Job sehr solide erledigt. Die Kampfszenen versuchen vor allem realistisch zu sein. Zwar sind einige der Dialoge ziemlich billig, sinnfrei und mies (z.B. als sich Jun Chong von Sally verabschieden will und ihre daraufhin folgenden Dialoge), dennoch wird es dank der 2. Hälfte, in der es immer mehr Kämpfe zu sehen gibt, besser. Auch Sally, gespielt von einer während den Dreharbeiten 17jährigen Deborah Dutch (laut KI soll sie doch schon volljährig gewesen sein, da einige Datenbanken falsche Geburtsdaten angeben), machte ihre Sache gut. Vor allem in Korea soll sie danach sehr bekannt gewesen sein. Sie sollte später in einigen Erotik- und Horrorfilmen mitwirken (z.B. Dinosaur Island und Co.). Der Cast ist mir ansonsten unbekannt, aber solide.

Fazit: Bruceploitation-Fans können einen Blick riskieren!

Infos:

O: America bangmungaeg

Südkorea, USA, HK (je nach Quelle) 1976

R: Lee Doo-yong

D: Jun Chong, Deborah Dutch, Debby Tebora, Bae Su-cheon. Anthony Bronson, Kim Mun-ju

Laufzeit der japanischen VHS: 84:11 Min.

Gesehen am: Aug. 2008 / Neusichtung am: Nov. 2026

Fassungen: Für meine Erstsichtung im Aug. 2008 lag mir die US-DVD von Quality / Direct Source vor = Englischer Dub, wahrscheinlich Uncut, durchschnittliche Bild- und Tonqualität (VHS Master), Vollbild. Für die Neusichtung lag mir die VHS von Tohokushinsha Home Video aus Japan vor, welches ich von meinem Japan-Dealer geschenkt bekam. Auch hier nur Vollbild (vielleicht ganz wenig mehr Bild an den Seiten und etwas schärfere Bildqualität als bei der DVD), Englischer Dub mit japanischen Subs, wahrscheinlich Uncut und mit wunderschönem Artwort. In Deutschland heisst der Film Bruce Lee - Noch aus dem Grab schlage ich zurück. Dort gibt es den Film bisher auch nur auf VHS. Es gibt keine Blu-Ray (Stand: Nov. 2026). O-Ton Fassungen (z.B. eine VHS aus Südkorea) sind mir nicht bekannt.