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Samstag, 29. August 2026

The Great Escape from Women’s Prison

The Great Escape from Women’s Prison

Story:

Japan marschiert im 2. Weltkrieg in Korea ein und übernimmt das Land. Yeung Fung Kow (Lee Dae-Geun) entscheidet sich, sich den Japanern anzuschliessen. Das sorgt für Differenzen was seine ehemalige Liebe oder seine Familienmitglieder (Mutter, Bruder) angehen. Yeung Fung Kow geht so weit, diese verhaften und ins Camp verschleppen zu lassen. Im Frauengefängnis müssen die Insassinnen schuften. Gnade gibt es nicht und auf Wiederhandlungen folgen Folterstrafen. Doch langsam macht sich, auch bei der Bevölkerung, Widerstand breit…

Meine Meinung:

The Great Escape from Women’s Prison ist zwar ein eher harmloser Vertreter des WIP (Women in Prison) Genres, dennoch empfand ich den Film, gerade auch mit angepassten Erwartungen, als solide. Zudem habe ich schon schlechtere solche Filme gesehen (Im Camp der gelben Tigerinnen, War Victims, Escape from Hell Hole, Bambuscamp 2. Teil- Die Tätowierung). Es handelt sich um eine Co-Produktion zwischen Taiwan und Südkorea. Daher sind auch zwei Regisseure, nämlich Ting Chung (Tiger Jungle, Two Assassins of the Darkness, Of Cooks and Kung Fu) sowie Jang Il-Ho (The Iron ManA Remodelled Beauty) als Regisseure gelistet.  Gedreht wurde vor Ort in Südkorea. Jang Il-Ho hat auch mind. drei Filme für die Shaw Brothers realisiert = Night of the Devil's Bride, The Deadly Knives sowie The Thunderbolt Fist.

The Great Escape from Women’s Prison bietet all die Klischees, die der Fan von diesem Genre erwarten kann. Was explizite Gewalt angeht, ist der Film harmlos. Was Nacktszenen angeht, gibt es hier nichts zu sehen (in einer Szene verdeckt eine Frau ihre Brüste, das ist alles). Dennoch funktioniert der Film. Es gibt WIP-Elemente, Shoot-Outs, Drama (auch durch die Familienkonstellation und der Tatsache des Überlaufens und Verrats), dennoch paar fiese Foltermomente und paar wenige blutige Details gibt es dennoch zu sehen. Und dann gibt es sogar noch eine kürzere Kampfszene. Die Drehorte in Südkorea sieht man dem Film positiv an.

Der Entscheid, fast komplett auf Humor und Klamauk zu verzichten (mit Ausnahme der adipösen Gefangenen) und die dramatischen Szenen zwischenmenschlichen Dilemmas in den Vordergrund zu stellen, passt und wirkt somit glaubhaft. Die Darsteller bestehen aus Koreanern und Chinesen, auch wenn es mehrheitlich Koreaner sind. Sie spielen mehrheitlich solide und glaubhaft. Der Inhalt kann sogar als historisch wichtig und sozialkritisch angesehen werden (Japanische Besetzung in Südkorea). Hier und da erinnerte mich der Film von seiner Inszenierung auch fast an einen Eastern, wenn sich die gefangenen Frauen z.B. in Rückblenden erzählen, warum sie im Gefängnis gelandet sind und jede ihre Geschichte erzählen darf.

Fazit: WIP-Fans können einen Blick riskieren!

Infos:

O: Da nu ji zhong ying / Yeosu daetalok

Taiwan, Südkorea 1976

R: Jang Il-Ho, Ting Chung

D: Lee Dae-Geun, Yoon Mi-Ra, Han Mi-Ja, Nam Soo-Jeong, Do Keum-Bong, Kao Chiang, Chang Pei-Shan

Laufzeit der US-VHS: 98:53 Min.

Gesehen am: Aug. 2026

Fassungen: Mir lag das Englisch Dubbed HK-VHS von Ocean Shores (Omni Video vor) = Solider Dub, solide Bildqualität, Vollbilds statt Widescreen. Laufzeit 98:53 Minuten. Die Mandarin Kassette ist ca. zwei Minuten kürzer als ein «Uncut Print auf YouTube» (98:47 Min). Die Szenen, die in der Mandarin VHS fehlen sollen, hatte ich den Eindruck, dass diese ggf. auf dem Englisch Dubbed VHS drauf waren. Da es eher unwichtige Szenen sind, spielt es jedoch nicht so eine grosse Rolle. Ich werde noch vergleichen. Der Film müsste aktuell gerade in Deutschland als Straflager der Geschändeten von X-Rated auf Blu-Ray veröffentlicht worden sein. Ob dort die Uncut Fassung (à la YouTube Print) auch an Bord sein wird, ist mir nicht bekannt. Immerhin soll die Fassung in Deutsch und Mandarin vorliegen. Ob es eine VHS in Südkorea gibt und sich die südkoreanische Fassung von der taiwanesischen Fassung (abgesehen von der Sprache) unterscheidet, weiss ich nicht. Es handelt sich um eine Co-Produktion beider Länder.  

Freitag, 28. August 2026

Update

Bei folgendem Review gibt es unter Fassungen einen neuen Nachtrag und neue Bilder:


Battered Flesh

 

Battered Flesh

Story:

Berta (Esperanza Roy) wird verurteilt und landet im Frauengefängnis. Ihr Umfeld (Ihr Vater) leidet darunter und auch aufgrund des gesellschaftlichen Wandels. Berta verliebt sich im Gefängnis. Ob ihre Liebe eine Zukunft haben wird?

Meine Meinung:

Battered Flesh ist ein durchschnittlicher Film aus Severin Films Box Exorcismo: Defying A Dictator & Raising Hell In Post-Franco Spain. Der Film wirkte teilweise, auch wenn ich die deutsche Serie abgesehen von TV-Vorschauen nicht wirkliche kenne, wie die auf RTL gelaufene Hinter Gittern – Der Frauenknast Serie. Ich denke, dass die Soap-Opera Elemente ähnlich klischeehaft sein dürften, wie in Battered Flesh. Das ging mir beim Schauen des Filmes durch den Kopf. Dieser Vergleich.

Dennoch bietet Battered Flesh einige nicht uninteressante Punkte, die ihn dann, vor allem gegen Ende, sicherlich davon abheben. Und natürlich ist der Film in Sachen Nacktszenen und einer gewissen Erotik (in einigen, wenigen Szenen) sicherlich explizier als die erwähnte Serie, die auf RTL zu sehen war. Battered Flesh ist auch daher nicht uninteressant, da der Plot scheinbar auf einem echten Fall zu beruhen scheint. Das wird am Ende deutlich. Und es handelt sich um ein wirklich fieses und nihilistisches Ende.

Der Film ist ein Mix aus Drama und WIP-Film. Es gibt die typischen WIP-Elemente, jedoch in viel abgeschwächter Form und aus einer Zeit erzählt, in der sich das Franco-Regime dem Ende näherte. Dessen Tod wird im Film sogar kurz erwähnt. Die mir unbekannten Darstellerinnen machten einen soliden Job. Je nach Szene, die gespielt wurde, wirkte das Overacting unfreiwillig komisch, nicht realistisch oder toll gespielt (das letzte Viertel). Vor allem die Suizide im Film wirken realistisch und ungeschönt.

Fazit: Ein Film mit Licht und Schatten!

Infos:

O: Carne apaleada

Spanien 1978

R: Javier Aguirre

D: Tota Alba, Jesús Alcaide, Trini Alonso, Pilar Bardem, Gloria Berrocal, Esperanza Roy

Laufzeit der US-Blu: Ca. 99 Min.

Gesehen am: Aug. 2026

Fassungen: Gesehen via US-Blu-Ray von Severin Films (Exorcismo: Defying A Dictator & Raising Hell In Post-Franco Spain) = Hervorragende Bild- und Tonqualität, Spanischer O-Ton, englische Subs, Uncut. Andere Fassungen sind mir nicht bekannt (Stand: Aug. 2026).