Zu Ehren von George Eastman, der am 20.05.26 starb, gibt es ein neues Review zu:
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Film Reviews zu Filmen aus den Genres Horror, asiatischem Kino, Action etc. Alte Reviews & Berichte der HP www.reviews.ch.vu werden nach und nach auch hochgeladen und wenn nötig komplett überarbeitet.
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Samstag, 23. Mai 2026
Rabid Dogs
Rabid Dogs
Story:
Drei Gangster (Maurice Poli, George Eastman, Don Backy) flüchten vor der Polizei und nehmen Geiseln (u.a. Lea Lander, Riccardo Cucciolla). Ein Kampf ums Überleben beginnt…
Meine Meinung:
Rabid Dogs wurde zu Ehren von George Eastman angesehen, der im echten Leben den Namen Luigi Montefiori trägt. George Eastman ist sein Pseudonym. Bekannt wurde der grosse und schmächtige Italiener vor allem im Ital. Horrorfilm Man-Eater, in der er den Kannibalen spielte. Dank seiner Statur war George Eastman (Baba Yaga, Absurd, Hands of Steel) die perfekte Wahl für diese Rolle. Dieser starb vor drei Tagen. Zu seinen Ehren schaute ich mir Rabid Dogs an.
Rabid Dogs, der eine interessante Fassungsgeschichte hinter sich hat, ist in meinen Augen einer der besseren Filme von Mario Bava (Caltiki – The Immortal Monster, Blutige Seide, Kill Baby Kill, Planet der Vampire). Rabid Dogs verschwand kurz seiner Beendigung Mitte der 70er Jahre da die Firma Pleite ging. Der Film wurde erst Mitte der 90er Jahre und nach dem Tod von Mario Bava fertiggestellt. Dabei half sein Sohn Lamberto Bava (Demons 1 + 2). Daher wird letzterer je nach Quelle auch als Regisseur gelistet.
Deren Version namens Kidnapped beinhaltete jedoch auch Nachdrehs, neue Figuren und eine neue Musik. Rabid Dogs hingegen ist die Version basierend auf Mario Bavas Drehbuch (und bekam den Titel Rabid Dogs). Die Rabid Dogs Fassung ist bei Fans daher auch beliebter als die veränderte Fassung. Rabid Dogs ist ein intensives Gangsterfilmchen welches mehrheitlich in einem Auto spielt. Ähnlich wie das Euro-Cult-Highlight Wenn Du krepierst - lebe ich. Eine Art Kammerspiel mit unterschiedlichen Figuren und Spannungen. Und selbstverständlich läuft nichts so, wie geplant.
Das Schauspiel ist gut, auch wenn gerade zwei der drei Gangster hin und wieder durch ihr Overacting fast ins Lächerliche kippen. Darunter auch George Eastman. Zudem war der Film in einigen Szenen sleaziger als ich das in Erinnerung hatte. Eine Szene hat mich sogar an Wes Cravens Last House on the Left erinnert. Der Film lebt vom Plot, dem Kammerspiel und seiner Stimmung. Die dicke Überraschung folgt dann im Finale und diese finde ich einfach nur gelungen. Dazu gibt es einen wunderbaren Soundtrack von Stelvio Cipriani (Das Syndikat, Der Tod trägt schwarzes Leder, Piranha II – Fliegende Killer).
Fazit: Fans des Ital. Kinos können bedenkenlos zugreifen!
Infos:
O: Cani arrabbiati
Italien 1974
R: Mario Bava, Lamberto Bava (je nach Quelle)
D: Maurice Poli, George Eastman, Don Backy, Lea Lander, Riccardo Cucciolla
Laufzeit der UK-Blu: 95:51 Min.
Gesehen am: Okt. 2006 / Neusichtung am: 22.05.26
Fassungen: Mir lag die UK-Blu-Ray von Arrow Video vor =
nebst der bekannten Kidnapped Fassung befindet sich auch die näher an Mario
Bavas Original-Film orientierter Rabid Dogs im Set (Ital. mit englischen Subs).
Der Film ist Uncut und die Bild- und Tonqualität sind sehr gut. Nebst Booklet
mit vielen Infos gibt es auch exklusive Extras (Interviews, Audiokommentar,
Making of etc.). In Deutschland mit ebenso beiden Fassungen und den Extras der
Arrow Disc von Tiberius Film auf Blu-Ray zu haben.
Freitag, 22. Mai 2026
Passenger
Passenger
Story:
Tyler (Jacob Scipio) und Maddie (Lou Llobell) wollen Unabhängigkeit und begeben sich mit einem umgebauten Van auf ein Abenteuer. Als sie jedoch Zeuge eines Unfalls werden, ändert sich der abenteuerliche Trip zu einem Horrortrip…
Meine Meinung:
Als ich im Kino einen kurzen Teaser zu Passenger sah, war der Kinobesuch beschlossene Sache. Der Teaser zeigte nur einen kurzen (verkürzten) Clip aus dem Film. Es handelte sich nicht um einen echten Trailer. Danach schaute ich mir auch keine weiteren Clips oder Trailer an. Mit anderen Worten: als ich gestern im Kino sass, wusste ich nicht, was mich erwarten würde. Der Inhalt des Teasers ist auch der Anfang des Filmes. Ich hoffte auf schaurig gruselige Horrorunterhaltung. Regie führte André Øvredal (Troll Hunter). Zumindest dessen The Autopsy of Jane Doe fand ich sehr spannend und stimmungsvoll. Dass er auch hier Regie führte, wurde mir aber erst beim Schreiben dieser Zeilen klar.
Passenger hat mich dann auch wirklich gut unterhalten. Langweilig wurde es nie und der Film ist eine Achterbahnfahrt des Gruselkinos. Sehr kurzweilig, aber für mich war der Film, auch wenn es einige spannende Szenen gab, dennoch nie wirklich gruselig. Das war etwas schade. Es wird viel mit Jump-Scares gearbeitet. Wer sensibel ist, wird sich mit Sicherheit fürchten oder mehrfach im Kino zusammenzucken. Die Tonspur im Kino war schon absolut gelungen und intensiv. Auf jeden Fall war der Film sehr unterhaltsam. Das Duo um Jacob Scipio (Expend4bles) und Lou Llobell war auch sympathisch und der Film gut gespielt. Zudem sah der Film optisch, mit Ausnahme des Finales (CGI-Feuer), auch sehr gut aus.
Wo der Film sehr punktet ist sein Spiel mit den Settings, die Tools, die damit einhergehen und dem Konzept des Vans. So weiss man zuerst nie, wohin die Reise geht und es ist kein alltägliches Setting, welches in vielen anderen Filmen schon zu sehen war. Das war schon innovativ und interessant, wie das mit Horrorthemen und Schrecken verschmolzen wurde. Machte Lust auf mehr. Mit wenig wurde viel rausgeholt und so ist eine Grundspannung immer gegeben. Wo der Film hingegen schwächelt ist das Drehbuch und dessen Verlauf. Das Paar findet zu einfach heraus, was Sache ist. Dazu passt auch die schwach gezeichnete Nebenfigur Diana. Zudem war das Finale enttäuschend.
Fazit: Horrorfans können einen Blick riskieren!
Infos:
O: Passenger
USA 2026
R: André Øvredal
D: Melissa Leo, Jacob Scipio, Lou Llobell, Bonni Dichone, Devielle Johnson
Laufzeit der Kinofassung: Ca. 94 Min.
Gesehen am: 21.05.26
Fassungen: Im Kino gesehen = Uncut, O-Ton und deutsche
Untertitel. Es ist noch keine deutsche DVD; Blu-Ray oder UHD angekündigt (Stand:
Mai. 2026).


