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Donnerstag, 13. August 2026

Manhood

Manhood

Story:

In Taipei herrscht zwischen zwei Gangsterbanden Krieg. Bei einer Schiesserei wird Drug Lord Lei Zhenxiao erschossen. Ma So (Ma Sha) stellt sich daraufhin der Polizei und wandert für sieben Jahre ins Gefängnis. Nach seiner Entlassung will Ma So von den Gangs nichts mehr wissen. Doch zwei Banden sind hinter den Drogen vom damals geplatzten Deal her, die dazumal versteckt wurden. Doch Ma So bleibt standhaft, zumal ein mysteriöser Mann (Ga Lun) ihm mehrfach gegen die Attacken der Gangster hilft. Doch dann entführt Gangsterboss Jia (Chen Hung-Lieh) Ma Sos Schwester als Druckmittel…

Meine Meinung:

Manhood ist ein Taiwan Black Movie und einer der besseren dieser Sorte. Der Film bietet inhaltlich zwar nichts Neues und gewisse Klischees (Ex-Gangster arbeitet in Auto-Werkstatt), dafür war der Film unterhaltsam, bot viel Action und war auch in Sachen Gewalt nicht zurückhaltend. Inhaltlich erinnert der Film sogar etwas an den Italo-Kracher Milano Kaliber 9. Regie führte Lin Ying, von dem ich nur einen anderen Film kenne (= Little Flying Dragon). Ungesehen müsste mir noch Survival of a Dragon als holländische VHS vorliegen.

Der Plot ist simpel. Für Unterhaltung ist garantiert. Auch die Figuren überzeugen im Grossen und Ganzen. Als Lead und Antiheld wurde ein früherer Gangster gecastet, der in mehreren Taiwan Black Movies mitwirkte: Ma Sha (The Masks, Golden Fists of a Duo, Mad Rose), der im Vorspann in den Credits Maa Sha genannt wird.  Er ist natürlich die ideale Wahl für die Hauptrolle, auch wenn ich ihn etwas lieber als Bösewicht statt als Held sehe. Doch als Bösewicht ist auch ein bekannter Name an Bord = Chen Hung-Lieh (A Taste of Cold Steel, The Cannibals, On the Waterfront). Und diesen sehe ich immer gerne als Bösewicht.

Etwas schade ist, dass es keinen wirklichen Finalkampf zwischen Ma Sha und Chen Hung-Lieh gibt. Abgesehen davon sind noch Violet Pan Ying-Zi (The Guy at Simenting) und Ga Lun (Red Spell Spells Red) als Co-Stars zu sehen. Die Actionszenen bestehen aus Kampfszenen, Shoot-Outs, Folterszenen und Szenen, in denen mit Messern, Stichwaffen, Ziegelsteinen, Ketten oder Schwerkraft (aus der Höhe in den Tod fallen) gekämpft und getötet wird (inklusive einer abgebrochenen Flasche). Der Film ist härter und blutiger, als andere Filme dieser Art. Cool war auch, dass zu einer Kampfszene die Musik von Tangerine Dream aus Sorcerer zu hören ist.

Fazit: Für Fans von Taiwan Black Movies zu empfehlen!

Infos:

O: Nan Zi Han

Taiwan 1982

R: Lin Ying

D: Ma Sha, Violet Pan Ying-Zi, Ga Lun, Chen Hung-Lieh, Liu Chun, Han Hsiang-Chin, Yi Yuan

Laiufzeit der südkoreanischen VHS: 90:12 Min.

Gesehen am: Aug. 2026

Fassungen: Es gibt keine DVD, Blu-Ray, UHD oder deutsche Fassung (Stand: Aug. 2026). Die VHS aus HK ist stark in Gewalt zensiert (5-6 Min.), hätte jedoch englische Subs. Die VHS aus China ist bis auf eine Szene mit Brüsten Uncut, aber ohne Englische Untertitel. Eine DVCD aus China ist komplett Uncut (auch keine englischen Subs). Ich sah den Film als südkoreanische VHS von Dae Joo Cinema Co. = Uncut-Status unbekannt, Audio mit koreanischen Subs, mässige (Nachtszenen) bis durchschnittliche Bild- und Tonqualität, Vollbild statt Widescreen Es scheint auch in den USA eine VHS zu geben (von Tai Seng). Dazu habe ich jedoch keine weiteren Infos. Die VHS aus Südkorea sah in Sachen Action, Gewalt und Brüste Uncut aus.

Mittwoch, 12. August 2026

Hex vs. Witchcraft

 
Shawgust 2026

Hex vs. Witchcraft

Story:

Cai Tou (James Yi Lui) hat Spielschulden, die er nicht bezahlen kann. Er verspricht Gangster-Boss Brother Nine (Chan Shen) daher eine Nacht mit seiner eigenen Ehefrau (Jenny Leung Jan-Lei). Doch diese ist «not amused» und attackiert Brother Nine. Letzterer wird durch die Attacke impotent. Brother Nine stellt Cai Tou vor die Wahl: er soll sich innert 24h suizidieren, ansonsten lässt er ihn töten…

Meine Meinung:

Hex vs. Witchcraft war ursprünglich nicht als Fortsetzung zu Hex gedacht. Nach dem Erfolg von Hex wurde der ursprüngliche Titel des Filmes jedoch in Hex vs. Witchcraft geändert. Kommerzielle Gründe. Die Macher versuchten, damit auf den Erfolg des ersten Filmes anzuknüpfen. Dies scheint sich gelohnt zu haben, da danach noch eine weitere Fortsetzung folgen sollte. Zufälligerweise fungierte mit Kuei Chih-Hung (The Reckless Cricket, Die Wilden Engel von Hong Kong, The Criminals 4: Assault) der gleiche Mann auf dem Regiestuhl.

Leider ist Hex vs. Witchcraft mit Hex nicht vergleichbar. Hex vs. Witchcraft ist eine lahme Klamotte, in der der Geist erst nach über 30 Minuten erscheint. Und der Film bleibt mehrheitlich eine Klamotte mit vereinzelten Gamble- und Nacktszenen inklusive vielen Längen. Echter Horror, Make-Up Effekte oder Gore? Keine Spur davon! Das ist schon irgendwie enttäuschend. Zudem hat Hex vs. Witchcraft die Zweitsichtung nicht bestanden. Gemäss meinem alten Review fand ich den Film okay und solide. Eine Meinung, die ich nicht mehr teilen kann.

Die Handlung wirkt chaotisch und der Humor unlustig, doof und infantil. Zudem fand ich praktisch alle Figuren wenig interessant und sogar nervend. Das gilt besonders für James Yi Lui (Adventure in Denmark). Und Szenen die Männer mit Frauenstimmen zeigen und dabei lustig gemeint sind, haben mir noch nie gefallen (sogar Lam Ching-Yings Auftritt in The Prodigal Son mit Frauenstimme fand ich bescheuert, Klassiker hin oder her). Das ist wie Affengeräusche, wenn im Monkey Stil gekämpft wird. Das find ich auch blöd. Sogar die zwei schielenden Trottel, die ich sonst in ähnlichen Rollen mag, waren nicht lustig. Nur Chan Shen (Kiss of Death, Lost Souls) als Bösewicht war solide. Und die Frauen z.T. immerhin hübsch.

Fazit: Schwache Fortsetzung und Zeitverschwendung!

Gefolgt von: Hex vs. Hex

Infos:

O: Che Dau Che

HK 1980

R: Kuei Chih-Hung

D: James Yi Lui, Chan Shen, Jenny Leung Jan-Lei, Pei Ju-Hua, Yang Chi-Ching, Lam Fai-Wong, To Siu-Ming, Shirley Yu Sha-Li, Yue Tau-Wan

Laufzeit der UK-Blu-Ray: 100:59 Min.

Gesehen am: Aug. 2008 / Neusichtung am: Aug. 2026

Fassungen: Gesehen via UK-Blu-Ray von Arrow Video (Shawscope Volume Four) = O-Ton Kantonesisch, Englische Subs, Uncut, neue Restauration durch Arrow Video (d.h. keine Frame-Cuts). Es gibt keine deutsche Fassung (Stand: Aug. 2026).

The Hunter, the Butterfly and the Crocodile

The Hunter, the Butterfly and the Crocodile

Story:

Ein Cop aus Hong Kong (Chow Yun-Fat) ist hinter zwielichtigen Gestalten und Traiden (u.a. John Chang Wu-Lang, Fung Ging-Man) her. Er begibt sich auf eine Undercover-Mission. Bei seiner Arbeit verliebt er sich in die Sängerin Peng Yuehong (Cecilia Wong Hang-Sau), die unter der Geisel der Triaden steht…

Meine Meinung:

The Hunter, the Butterfly and the Crocodile ist eine Goldig Films (The Dragon Lives Again, Mantis Fists and Tiger Claws of Shaolin, The Gold Connection) Produktion aus dem Jahr 1976 mit dem späteren Superstar Chow Yun-Fat (Long Good Bye, Full Contact, The Story of Woo Viet) in der Hauptrolle, der später in weiteren Filmen von Goldig Films, wie auch Co-Star John Chang Wu-Lang (nämlich in 2 tödliche Fäuste im Schatten der Schlange), zu sehen war (nämlich in Hot Blood). Bei dem Film handelt es sich vor allem um ein Drama.

The Hunter, the Butterfly and the Crocodile hat zwar New Wave Vibes und zeigt im Vorspann die Polizei (dieser wird im Vorspann für ihre Mithilfe am Film auch gedankt), aber da Chow Yun-Fat einen Undercover-Cop spielt, hat es nur wenig wirkliche Polizeiarbeit im Film zu sehen. Es folgen lustige Szenen, es folgen Gamble-Szenen, es folgen Liebesgeschichte und viele Dialoge. Es gibt praktisch keine Action, dem sollten sich Zuschauer bewusst sein. In vielen Dramen aus Hong Kong wird auf Action oder Kampfszenen nicht verzichtet, hier allerdings heisst es praktisch tote Hose. Nur im kurzen Finale am Strand gibt es ein-zwei Kämpfe inklusive einer Slow-Mo Aufnahme und mind. zwei blutige Shoot-Outs.

Zwar bietet die VHS nur koreanische Untertitel, so dass ich den Dialogen nicht wirklich lauschen konnte, aber auch mit englischen, verständlichen Subs wäre der Inhalt für meinen Geschmack zu langweilig und unspektakulär gewesen. Zudem ist der Film auch sehr harmlos, sieht man von den kurzen Action-Szenen im Finale oder dem Plastiksack voller Urin (Bestrafung einer Prostituierten) ab. Nacktszenen gibt es (zumindest in dieser südkoreanischen VHS) keine. Chow Yun-Fat, Cecilia Wong Hang-Sau (Shaolin Mantis) sowie John Chang Wu-Lang (Kung Fu Master Named Drunk Cat) spielen das solide. Fung Ging-Man (Lackey and the Lady Tiger) passt auch gut in seine Rolle.

Fazit: Höchstens für Hardcore-Fans von Chow Yun-Fat interessant. Mir war der Film zu langweilig, so dass der Film nicht in die Filmsammlung kommt…

Infos:

O: Lao Jia Xie Pai Gu Ye Zi

HK 1976

R: Richard Yeung Kuen

D: Chow Yun-Fat, John Chang Wu-Lang, Fung Ging-Man, Cecilia Wong Hang-Sau

Laufzeit der südkoreanischen VHS: 81:08 Min.

Gesehen am: Aug. 2026

Fassungen: Mir lag das VHS aus Südkorea von A-Jin Production Trading Go vor = Mandarin O-Ton mit koreanischen Subs (O-Ton wäre Kantonesisch), statt Widescreen in Vollbild, durchschnittliche Bild- und Tonqualität. Uncut-Status unbekannt. Dialoge und Ton im letzten Viertel asynchron. Andere Fassungen sind mir nicht bekannt (Stand: Aug. 2026).