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Freitag, 3. Juli 2026

Deathstalker II - Duell der Titanen

Deathstalker II - Duell der Titanen

Story:

Der Deathstalker (John Terlesky) rettet Reena die Seherin (Monique Gabrielle), die in Wahrheit eine Prinzessin ist, und verspricht ihr, ihr zu helfen. Ein böser Zauberer (John Lazar) hat ein Ebenbild (Monique Gabrielle) von ihr kreiert und will Reena töten...

Meine Meinung (Director’s Cut):

Mit Deathstalker kam ich zum ersten Mal durch das Brugggore Filmfestival in Kontakt, als dort der neue Film mit Daniel Bernhardt aufgeführt wurde. Zuvor war mir diese Film-Reihe um die alten «Deathstalker» Filme nicht bekannt. An besagten Filmfestival hatte es eine Filmbörse, wo ich mir spontan Deathstalker II - Duell der Titanen gekauft habe. Den sah ich mir nun an, da eine kurze Laufzeit und ich einen Film gesucht habe, der nicht länger als 80 Minuten laufen würde (wegen dem anstehenden Fussballspiel Spanien vs. Österreich). Deathstalker II - Duell der Titanen läuft im Director’s Cut nur 77 Minuten und passte perfekt in die kurze Lücke zwischen Abendessen und Fussball.

Deathstalker II - Duell der Titanen hat mir sehr gut gefallen. Ich habe in letzter Zeit selten einen Film gesehen, der von Anfang an so kurzweilig, lustig und einfach total unterhaltsam war. Ich ging ohne Erwartungen an den Film und der grosse Unterhaltungswert des Trash-Filmes hat es mir angetan. Dieser Director’s Cut läuft kürzer als die Kinofassung. Szenen wurden aus Straffungsgründen entfernt und das scheint dem Film nun gut zu stehen, der u.a. von Roger Corman (Frankenstein Unbound, Piranha, Carnosaur) produziert wurde. Ich fühlte mich bestens unterhalten. Das Tempo des Filmes ist von Beginn an hoch.

Im Vergleich zum ersten Teil, den ich nicht kenne, soll diese Fortsetzung viel lustiger und ironischer ausgefallen sein. Und genau dort hat mich der Film auch abgeholt: die Sprüche regen zum Schmunzeln an, die Figuren und deren Overacting haben mir gefallen, es gab einige coole Settings (hatte hier und da Die Insel der Riesendinosaurier Vibes) und Fantasy-Momente inklusive etwas nackte Haut. Auch an den zwei Hauptfiguren hatte ich Freude. John Terlesky machte seine Sache und sein Zusammenspiel mit Monique Gabrielle sehr gut. Letztere und ihre fast kindliche Art des Schauspieles war für mich fast das Highlight des Filmes. Und die Musik fand ich sehr cool. Eine Szene hat mich sogar an Lucio Fulcis Das Haus an der Friedhofsmauer erinnert und im Abspann gibt es Outtakes à la Jackie Chan Filme.

Fazit: Fantasy- und Conan-Fans zu empfehlen!

Gefolgt von: Deathstalker III

Infos:

O: Deathstalker II

USA 1987

R: Jim Wynorski

D: John Terlesky, Monique Gabrielle, John Lazar, Marcos Woinsky, María Socas, Toni Naples, Dee Booher,

Laufzeit der deutschen Blu (Director’s Cut): 77:27 Min.

Gesehen am: 02.07.26

Fassungen: Gesehen als deutsches Mediabook (DVD, Blu-Ray, Booklet) von White Pearl Classics / daredo = Nebst Kino-Cut (nur auf der DVD) befindet sich hier der Director’s Cut im Set (Blu-Ray), den ich mir auch angesehen habe. Uncut, Deutsch/Englisch (ohne Untertitel), hervorragende Bild- und Tonqualität. Die deutsche Synchronisation ist gelungen.

Donnerstag, 2. Juli 2026

Fist of the Double K

Fist of the Double K

Story:

Offizier Ren Ke-Qiang (Henry Yu Yang) wird beauftragt, in einem kleinen Dörfchen Gangsterboss Long (Huang Tsung-Hsun) zu verhaften. Doch dieser und seine Männer (u.a. Fong Yau, San Kuai) sind bis auf die Zähne bewaffnet und terrorisieren die Bewohner (u.a. Ofelia Yau Wai, Hon Kwok-Choi) der Ortschaft…

Meine Meinung:

Aka Fist to Fist. Vor kurzem sah ich mir Kung Fu Stars an. Nun wollte ich noch den zweiten Film im Set, hier als Fist of the Double K betitelt, ansehen. Gesagt, getan. Bei Fist of the Double K handelt es sich nicht um einen Film von John Woo. Zumindest führte er nicht Regie. Er fungierte jedoch als Assistant Director. Regie führte der mir total unbekannte Jimmy L. Pascual. Die Kampfszenen spendierten Yuen Woo-Ping (Tiger Cage) sowie der Yuen Clan (Shaolin Drunkard). In Gastauftritten sind spätere Stars wie Yuen Wah (Swordsman) zu sehen. Simon Yuen (Against Rascals with Kung Fu) spielt eine Nebenrolle.

Mir hat Fist of the Double K gut gefallen. Besser als Kung Fu Stars. Zudem fand ich den Film besser als erwartet. Die Produktion aus Taiwan erzählt eine unkomplizierte Story. Der Plot ist mit vielen Kampfszenen bestückt. Auf Humor und Klamauk wird total verzichtet. Im Gegenteil: die Bösewichte sind fies und schrecken auch vor versuchter Vergewaltigung einer Blinden nicht zurück. Zudem wartet der Film mit einem hohen Bodycount auf, die Schläge und Tritte sind hart in die Kampf-Choreographie integriert und auch das ein oder andere blutige Detail darf nicht fehlen.

Vor allem gegen Ende dreht der Film in der Hinsicht auf. Vom Gewaltgrad und wie die Kampfszenen inszeniert sind, hat mich der Film an harte Basher à la Tough Guy (auch Yuen Woo-Ping Action Director) oder die 70er Jahre Eastern von Jimmy Wang Yu erinnert. Und das meine ich positiv. Durch den Verzicht auf Humor wird sogar der schlechte englische Dub erträglicher. Henry Yu Yang (The Bloody Fists) gibt einen tollen Helden ab und was die Bösewichte angehen, hatte ich vor allem an Fressen wie Fong Yau (The Awaken Punch) und San Kuai (Killer in the Dark) grosse Freude.

Fazit: Wer harte Basher mag, sollte sich Fist of the Double K nicht entgehen lassen!

Infos:

O: Chu Ba

HK (je nach Quelle), Taiwan 1973

R: Jimmy L. Pascual

D: Henry Yu Yang, Huang Tsung-Hsun, Ofelia Yau Wai, Hon Kwok-Choi, Fong Yau, San Kuai, Simon Yuen, Brandy Yuen Jan-Yeung, Yuen Wah

Laufzeit der US-DVD: 85:18 Min.

Gesehen am: 02.07.26

Fassungen: Mir lag die US-DVD von Ground-Zero vor. Mir ist unbekannt, ob die Fassung zensiert oder verändert ist. In den Gewaltmomenten habe ich keine sichtbare Zensur wahrgenommen. Die Bildqualität ist gut und hat Charme. Nur Englischer Dub. Der Dub ist nicht gut, da der Film aber auf Klamauk verzichtet, ist die Synchro erträglicher als üblich. In Deutschland gibt es den Film von filmArt sogar auf DVD (Titel: Jen Ko - In seinen Fäusten brennt die Rache). In einem besseren Bildformat, mit zwei deutschen Synchros und sogar O-Ton Mandarin (leider ohne Untertitel). Eine Blu-Ray gibt es nicht (Stand: Juli 2026).

The Dynamite Brothers

 

The Dynamite Brothers

Story:

Larry (Alan Tang Kwong-Wing) reist von Hong Kong nach San Francisco. Dort sucht er nach seinem verschollenen Bruder. Larry wird jedoch festgenommen. Doch zusammen mit einem anderen Gefangenen (Timothy Brown) gelingt ihm die Flucht…

Meine Meinung:

The Dynamite Brothers ist der Al Adamson (Nurses for Sale, The Female Bunch, Cinderella 2000) Film mit HK-Star Lam Ching-Ying (Crazy Safari, Encounters of the Spooky Kind 2, The Dead and the Deadly). Lam Ching-Ying spielt eine kleine Nebenrolle als Gangster. In weiteren Rollen sind noch Mars (Knockabout) sowie Philip Ko (Fearless Dragons) zu sehen, die mir beide nicht aufgefallen sind. Die Hauptrolle des Chinesen spiel Alan Tang (Winner Takes All?).  Lam Ching-Ying war zudem für die Kampfszenen (als «Fight Director») zuständig. Der Film ist ein früher Versuch, einen Clash der Kulturen auf die Leinwand zu bringen. Das Blaxploitation-Genre und den asiatischen Kung-Fu-Film.

Der Film dürfte sicherlich erfolgreich gewesen sein. Gekostet hat er praktisch nichts. Leider fand ich den Film am Ende nur durchschnittlich. Trotz der simplen Story war der Film zu langweilig. Es gab Längen, ich wurde müde und musste gegen das Einschlafen kämpfen. Da waren andere Filme von Al Adamson mit Actionbezug sehenswerter, z.B. Black Samurai oder Death Dimension. Das Budget sieht man The Dynamite Brothers leider negativ an. Einzelne Actionmomente sind schluderig gefilmt und daher unübersichtlich. Selbst bei den wenigen Kämpfen ist die Kamera oft zu nah dran. Alan Tang hat seine Sache ordentlich gemacht. Timothy Brown war ok, kommt aber leider nicht an einen Jim Kelly ran. Die Kung-Fu-Elemente haben mich mehr überzeugt als der Blaxploitation-Einschlag.

Fazit: Cool für Lam Ching-Ying, aber leider mit zu vielen Längen und zu wenig Action…

Infos:

O: The Dynamite Brothers

USA 1974

R: Al Adamson

D: Alan Tang, Timothy Brown, Aldo Ray, James Hong, Don Oliver, Al Richardson, Carol Speed, Clare Torao, Lam Ching-Ying

Laufzeit der US-Blu: Ca. 90 Min.

Gesehen am: 02.07.26

Fassungen: Gesehen als US-Blu-Ray von Severin Films (Al Adamson: The Masterpiece Collection) = Sehr gute Bild- und Tonqualität, O-Ton, englische Subs, Uncut. Lief in Deutschland im Kino. Auf VHS, DVD und Co. scheint der Film (in Deutschland) hingegen nie veröffentlicht worden zu sein.