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Donnerstag, 8. Oktober 2026

Wild Nr. 63 (Restaurant Egghölzli)

Adresse: Weltpoststrasse 18 3015 Bern

 

Meine Wild-Season, die dieses Jahr schon spontan letzte Woche begann, hätte eigentlich heute starten sollen. Ursprünglich wollten wir in einer grösseren, familiären Gruppe hier essen gehen, aber dies kam nicht ganz wie geplant zu Stande da Auslandsabwesenheiten. Ich arbeitete nach dem Essen letzte Woche meine fünf Nächte bis Donnerstagmorgen. Die Nächte waren extrem ruhig. Aufgrund diverser Todesfälle und sonstige vorübergehende Austritte (Spitaleintritte) waren meine fünf Nächte sehr arbeitsarm. Leider schlug heute das Wetter um. Regen. Als ich morgens zu Hause ankam und kurz bevor ich schlafen ging, kamen sie, die Folterknechte (Abwart). Mit dem grossen Wagen. Ob heute lärmende Arbeiten stattfinden würden? Ich befürchte es. Doch scheinbar war es doch nicht der Fall. Oder vielleicht schlief ich einfach nur sehr tief. Nach ca. 3-3.5h stand ich auf. Ich sah mir noch einen Film an (Review), immerhin sind Horroktober Reviews angesagt. Ich erfüllte meinem Kumpel auch einige Filmwünsche und suchte mir diverse Titel aus, welche ich diesen Monat (oder ggf. auch noch im November) schauen möchte. Paar wenige ungesehene Titel sind auch noch dabei.



Aktuell habe ich ab heute 25 Tage Frei/Ferien. Daneben taute ich am Vorabend meine Schuhe, Jacke und Plastiksack auf, welche sieben Tage eingefroren waren. Wie sich herausstellte, wurde ich in London im Hotel wirklich von einer Bettwanze gebissen. Dazu wurde alles mehrfach 60 Grad gewaschen und getrocknet und den Rucksack habe ich gleich ersetzt. Das Hotel kommunizierte, keine Beweise für Bettwanzen gefunden zu haben. Jedoch sehe ich auf Google bei den Rezessionen, dass es scheinbar weitere Opfer gibt. Erfreulicher ist hingegen die Tatsache, dass ich von ConnectoTransfers Geld zurückbekomme, da während meines London Aufenthaltes die Fahrt vom Hotel zum Flughafen nicht stattfand. Ich bekomme den kompletten Betrag plus ca. 30 Euro Extra als Geschenk überwiesen, in den nächsten sieben Tagen. Nebst Film sah ich mir noch eine Folge von Cape Fear an (mit der Katze auf dem Schoss). Aktuell schaue ich mir diese Serie an. Weitere Serien werden Folgen (Tulsa King, MobLand, Carrie, Crystal Lake, The Boys oder Kees Flodder. Danach ging es im Regen mit dem Bus Richtung Restaurant. Aufgrund von Bauarbeiten und Stau, verzögerte sich die Anreise. Vor Ort kaufte ich noch ein (zwei Packungen Toast und Butter = sonstiges Essen für zwei Wochen) und wartete im Restaurant. Unser Tisch war noch nicht parat, ich war etwas zu früh da.









Danach wurde ich zum Tisch geführt, ehe kurze Zeit später auch meine Begleitungen (Schwester, ihr Freund, meine Nichte) erschienen sind. Im Restaurant Egghölzli war ich schon mind. zwei Mal essen (Link und Link). Ich erwartete keine überragende Qualität, zumal die Wild-Karte sehr klein ist. Dennoch freute ich mich. Bisher ass ich den ganzen Tag nur zwei Toast mit Honig um ca. 08.00 Uhr. Ich sah meine Schwester und Co. länger nicht. Ich war weg (Nürnberg, London), sie waren weg (Märchenhotel, Europapark). Es war ein schöner Abend, der schnell vorbeiging und Freude bereite. Zudem wurde ich, ungeplant und als Überraschung, eingeladen da bald Geburtstag. An der Stelle nochmals vielen lieben Dank. Die Karte hatte ich schon zuvor studiert und so landete auf meine Teller:

…als Vorspeise

Kürbiscremesuppe mit Marroni-Crostini

11.00 CHF

 

…als Hauptgang

Sautierte Rehschnitzel «Hubertus Art» mit Pilzsauce und Herbstbeilagen (= Spätzli, Rotkraut, Marroni, Rosenkohl, Mirza-Apfel mit Preiselbeeren)

43.00 CHF

 

…als Desserts

Vermicelles mit Meringue mit karamellisierten Marroni und Rahm

10.00 CHF

&

Hausgemachter Marroni-Krapfen* mit Feigenkompott (ich nahm es ohne Kompott)

8.50 CHF

 

  

Zu guten Ferienerzählungen und Malstiften (Nichte war am Malen) warteten wir auf das Essen. Die Suppe war gut. Sehr warm, viel Rahm und schön dekoriert. Und im Inneren wartete, irgendwo am Grund, ein Marroni-Crostini auf mich. Ich hatte schon bessere Suppe, aber die war noch immer solide, gut und absolut geniessbar. Danach warteten wir etwas länger (d.h. normale Wartezeiten) was guttat, da nicht alles super schnell nacheinander aufgetischt wurde. Da es als Hauptspeisen mit Fleisch nebst dem Pfeffer, den ich nicht mag, «nur» das Rehschnitzel gab, fiel die Wahl auf dieses. Diese Portion war sehr fein. Auch hier: solide, gut und ich habe es verschlungen. Der Rosenkohl hätte etwas mehr Geschmack vertragen können, das war aber nur ein kleines Detail. Es tat gut, bei dem kalten Regenwetter, eine solche Mahlzeit verputzen zu können. Das Herbstwetter passte perfekt zur Wahl des Essens. Als Dessert nahm ich, wie nicht selten, zwei Desserts. Das war ein Fehler. Die Marroni-Krapfen (ich nahm es ohne Feigenkompott) waren zwar sicher nicht schlecht, aber einfach weniger mein Fall. Und es schmeckte kaum nach Marroni. Die Vermicelles hingegen war super lecker. Gut genährt verliessen wir nach 20.00 Uhr das Resti und fuhren zusammen in die Stadt, wo sich unsere Wege kreuzten. Zuhause fütterte ich die Katzen, nahm ein starkes Kaffee und schrieb diese Zeilen, währenddessen ich extrem müde wurde und Podcast hörte (Ronaldo Soap Opera).


Fazit:

 

 

Hervorragend

Sehr gut

Gut und solide

Enttäuschend

















Grotesque

Horroktober 2026

Grotesque

Story:

Ein irrer Psychopath (Shigeo Ôsako) entführt ein Pärchen (Tsugumi Nagasawa, Hiroaki Kawatsure) und foltert es…

Meine Meinung:

Ich wusste mit ziemlicher Sicherheit, dass der japanische Torture Porn-Streifen Grotesque nach einer Neusichtung aus der Sammlung fliegen würde. Der Film, der wahrlich kaum einen Plot bietet, hat mir nicht mehr gefallen. Solche belanglosen Folter-Inhalte sagen mir heute nichts mehr. Das war vielleicht früher als Splatterfan interessant, aber aktuell habe ich dafür keine Verwendung mehr. Der Film von Kôji Shiraishi ist zu billig und wirkt zu steril und uninteressant, um zu überzeugen. Es geht schlicht nur ums Foltern und um sexuellen Missbrauch. Muss ich so was sehen? Nein, zumal das Ganze auch viel zu ernst und ohne schwarzen Humor, irgendwelche Ironie, Klasse, Qualität, Anspruch oder Erotik in Szene gesetzt wurde. Die Optik wirkt billig und trotz der kurzen Laufzeit gibt es Längen im Mittelteil.

Das Gezeigte lies mich kalt, da die Figuren so gut wie nicht charakterisiert werden und dem Zuschauer egal sind. Zudem spielen die Darsteller auch alles andere als überzeugend. Teilweise muten die Dialoge und der Verlauf der Handlung unfreiwillig komisch an. Die Effekte sind hier und da gut, hier und da wird leider auch auf CGI nicht verzichtet (Ende) und einiges findet trotzdem im off-screen statt. Werbemassnahmen halten ihre Versprechen (Grotesque sei eine Steigerung von Guinea Pig) nicht ein, so dass der Film auch in der Hinsicht kaum überzeugt. Nur die Idee mit der Selbstopferung und dem Darm, fand ich amüsant, da so over-the-top. Da konnte ich, immerhin habe ich eine Ader für schwarzen Humor, etwas zum Schmunzeln entdecken. Ob gewollt oder nicht, sei dahingestellt. Die Szene fühlte sich an, wie eine Idee eines Edward Lee Romans.

Fazit: Nicht mein Fall. Nur für Torture-Porn-Fans interessant…

Infos:

O: Gurotesuku

Japan 2009

R: Kôji Shiraishi

D: Tsugumi Nagasawa, Hiroaki Kawatsure, Shigeo Ôsako

Laufzeit der österreichischen DVD: 73:10 Min.

Gesehen am: Aug. 2009 / Neusichtung am: Okt. 2026

Fassungen: Mir lag die deutschsprachige DVD von ILLUSIONS UNLTD. films aus Österreich vor = Deutsch oder O-Ton Japanisch mit deutschen Subs, Uncut, gute Bild- und Tonqualität, limitiert auf 2500 Stück. Gibt es von Tokyo Shock (USA) und Shock Entertainment (Holland) auch als Blu-Ray.

Mittwoch, 7. Oktober 2026

Lucker - The Necrophagous

Horroktober 2026

Lucker - The Necrophagous

Story:

Nach einem Suizidversuch erwacht John Lucker (Nick Van Suyt), ein nekrophiler Serienkiller, im Spital und setzt seine Mordserie fort…

Meine Meinung:

Lucker - The Necrophagous ist ein extremer Low-Budget Film von Johan Vandewoestijne, um den sich diverse Mythen ranken. Zum einen stimmt es nicht, dass es sich um einen Studentenfilm handelt. Es stimmt auch nicht, dass Regisseur Johan Vandewoestijne zu der Zeit Student an einer Filmhochschule war. In Wahrheit war Johan Vandewoestijne zu dem Zeitpunkt bereits ein ehemaliger Filmstudent, der zudem sein Studium abgebrochen hatte, da Differenzen mit den Dozenten. Seinen Frust entlud er in dieses persönliche Projekt: Lucker - The Necrophagous, mit einfachsten Mitteln, auf 16mm und mit Freunden und Bekannten gedreht.

Lucker - The Necrophagous handelt von einem nekrophilen Serienkiller. Einige mögen jetzt meinen, dass sich Johan Vandewoestijne an dem deutschen Arthouse-Schocker Nekromantik orientiert hat. Das ist aber gar nicht möglich, da Lucker - The Necrophagous zuvor gedreht und veröffentlicht wurde. Lucker - The Necrophagous sah ich nur einmal. Der Film fliegt nach der neuen Sichtung aus der Sammlung. Nicht weil der Film per se schlecht ist, sondern weil sich mein Filmgeschmack verändert hat. Lucker - The Necrophagous ist für das Budget beeindruckend und alles andere als schlecht, aber dennoch ist es auch kein Werk, welches ich in Zukunft wieder sehen «müsste».

Der Plot ist minimalistisch und die Bildqualität der Fassung, was am Ursprungsmaterial lag und der Tatsache, dass das Originalnegativ zerstört wurde (angeblich), sehr schlecht. Zum einen werden somit (blutige) Details und Effekte verschluckt. Auf der anderen Seite passt es zur nihilistischen Stimmung des Filmes. Die Darsteller waren solide bis überraschend gut. Die eine Sterbeszene (angekettete Frau auf dem Bett) war sehr realistisch gespielt (für diese Art Film) und das hysterische Dauergekreische im Finale hat sogar Blutgericht in Texas Vibes, was den schieren Wahnsinn auf dem Bildschirm widerspiegelt. Die blutigen Momente sind simpel und meist nicht sonderlich explizit, dafür gibt es eine sehr explizite, hübsch eklige Sex-Szene, in der der Mörder seinen Fetischen freien Lauf lässt.

Fazit: In Anbetracht des Budgets eine beachtenswerte und eindrückliche Leistung!

Infos:

O: Lucker - The Necrophagus

Holland, Belgien 1986

R: Johan Vandewoestijne

D: Heidi Callewaart, Marie Claes, Eddy Cosaert, Veerle Dendooven, John Edwards, Let Jotts

Laufzeit der holländischen DVD: 66:11 Min.

Gesehen am: Jan. 2008 / Neusichtung am: Okt. 2026

Fassungen: Gesehen via holländische DVD von Perplex entertainment = Englischer O-Ton mit deutschen Subs, Uncut (Director’s Cut, der sechs Minuten kürzer läuft als frühere VHS-Fassungen = Handlung wurde zu Straffungsgründen entfernt). Schlechte Bildqualität. Als Bonus gibt es eine Doku und sogar die alte, längere VHS-Fassung zu sehen. Es gibt keine spezifische deutsche Fassung, keine Blu-Ray und keine UHD (Stand: Okt. 2026).