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Mittwoch, 28. Oktober 2026

Wild Nr. 83 (Restaurant Jägerheim)

 

Adresse: Jägerheimweg 285, 3123 Belp

 

Heute schlief ich länger. Ich war müde. Ich merke, dass ich mich in meinen Ferien weniger bewege als wenn ich am Arbeiten wäre. Und meist mit Ausnahmen der Abendessen nur Serien und Filme schaue oder zocke. Aber so ist das halt. Es ist kalt und das Wetter düster und regnerisch. Perfektes Wetter, um den ganzen Tag Serien zu schauen. Ich nahm auch unterschwelliges Kopfweh wahr. Wegen dem Wetter. Draussen war es föhnig. Zwei Schmerztabletten brachten Abhilfe. Da ich den Restaurant-Bericht noch gestern Abend schrieb, konnte ich es heute Vormittag gemütlich nehmen. Ich sah mir erneut Dead Meat an und schrieb danach den Bericht. Danach sah ich mir dann noch einen zweiten Film an (The Child) und schrieb den Bericht. Und danach habe ich ca. 1-1.5h Broforce gezockt.

Heute geht es am Abend nach Belp. Ins Restaurant Jägerheim. Dort war ich schon ab und zu essen, auch Wild. Das war eigentlich immer sehr gut. Ich ging mit zwei ehemaligen Arbeitskolleginnen, mit welchen ich zwischen ca. 2014-2019 zusammengearbeitet habe. Wir haben uns um 17.30 Uhr in Gümligen verabredet. Sie würden mich dort mit dem Auto abholen. Ich verliess die Wohnung um 16.30 Uhr, ging noch zwei Artikel einkaufen und hob auf der Post 500 CHF ab und machte mich danach mit dem Zug auf den Weg nach Gümligen. In der kurzen Zugfahrt las ich Coven von Edward Lee weiter. Dann wurde ich pünktlich abgeholt. Um ca. 18.05 Uhr waren wir vor Ort. Es gab noch etwas Stau.

Das Restaurant war heute nicht sonderlich gut besucht. Das war in Vergangenheit anders. Wir konnten aussuchen, wo wir sitzen wollen. Es war ein schöner Abend und es tat gut, die zwei Kolleginnen zu sehen. Obwohl wir uns in den letzten fünf Jahren vielleicht nur dreimal gesehen haben, fühlte es sich für uns drei so an, als hätten wir erst gerade vor kurzem noch zusammengearbeitet. Es fühlte sich nicht so an, dass wir uns lange nicht sahen. Alles war entspannt, vertraut und unverkrampft. Es war ein lustiger und schöner Abend. Ungezwungen und die Zeit verging wie im Flug. Die Wild-Speisekarte schien die gleiche wie vorletztes Jahr zu sein. Ich hatte jedoch den Eindruck, dass die Homepage moderner wirkt. Ich kann mich aber auch irren. Ich bestellte als…

 

 

…Vorspeise

Kürbissuppe

11.50 CHF

 

…Hauptgang

Rehrückenfilet

mit hausgemachten Spätzli, Pilzen, Rotkraut,

Rosenkohl, Kastanien und Apfel

WILDRAHMSAUCE SEPARAT SERVIERT

Normaler Teller

57.00 CHF

 

…Dessert

Vermicelles (grosse Portion)

??.?? CHF

 

Meine Kolleginnen nahmen keine Vorspeise. Ich genoss die Kürbiscremesuppe. Sie war lecker, es war eine grosse Portion und es tat gut, diese in diesem düsteren, kalten Wetter einzunehmen. Ich nahm mir Zeit. Beim Hauptgang verliess ich mich auch auf das Wort des Kellners. Ich wollte wissen, welches Gericht am meisten Fleisch habe und da wurde das Rehrückenfilet genannt. Daher bestellte ich dieses. Das war eine sehr anständige Portion. Nicht zu gross, so dass man kämpfen musste, aber auch nicht so wenig, dass man hungrig ging. Perfekte Grösse. Der Hauptgang war sehr gut. Nicht überragend, aber sehr gut. Das Fleisch war zart, die Sauce konnte ich selbst nachgeben und am besten war der Apfel. Der war super lecker. Die Dessertauswahl war leider sehr einseitig und sehr Glace lastig. Daher bestellte ich ein normales Vermicelles. Da wurde eine grosse und normale Portion angeboten. Leider habe ich den Preis für den Bericht nicht notiert und Online finde ich keine Dessert-Speisekarte. Das Total war aber 85 CHF, wenn ich mich recht erinnere. Ich gab mit Trinkgeld 90 CHF. Nach dem Essen und Dessert blieben wir noch länger sitzen. Es gab zwei Mal Rauchpausen und später fuhren sie mich sogar noch nach Hause, wo ich noch etwas telefonierte (Schwester) und danach zu zwei starken Kaffee diese Zeilen schrieb.


 

Fazit:

Hervorragend

Sehr gut

Gut

Enttäuschend




















The Child

Horroktober 2026

The Child

Story:

Alicianne Del Mar (Laurel Barnett) wird Nanny von Rosalie (Rosalie Cole). Rosalie wohnt im grossen Anwesen zusammen mit ihrem Vater und grossen Bruder (Frank Janson, Richard Hanners). Alicianne nimmt an Rosalie sonderbare Facetten wahr. Zum Beispiel sieht sie Rosalie nachts auf dem Friedhof umherschleichen. Angeblich, so Rosalie, um dort ihre Mutter zu treffen. Danach nehmen weitere mysteriöse Dinge ihren Lauf…

Meine Meinung:

Ich wurde durch ein Gespräch mit dem Kumpel aus Zürich auf The Child aufmerksam und bekam Lust an dem Film. Mit einem weiteren Kumpel (auch aus Zürich) schenken wir uns immer Wichtelgeschenke. Das anhand mit eigenen Wunschlisten von Filmen, die wir uns gegenseitig schicken (z.B. 30 Filme und davon kaufen wir dann drei Filme). Auf dieser habe ich u.a. auch The Child (die Fassung von Arrow Video) notiert. Die Geschenke gibt es jedoch erst im Dezember, so dass ich nicht weiss, ob ich diese Fassung erhalten werde. Zufällig und erst danach sah ich, dass ich von The Child auf meiner alten (Amateur)Homepage ein Review zum Film habe. Und nicht nur das. Ich habe den Film sogar als US-DVD in der Sammlung. Also gibt es nun eine Besprechung im Horroktober. Ob mir der Film noch zusagen wird? Meine alte Besprechung tönt eher negativ, so dass ich überhaupt erstaunt war, den Film noch in der Sammlung gefunden zu haben.

Die Macher dieser 70er Jahre Low-Budget Produktion wollten einen Film mit ähnlicher Wirkung wie Night of the Living Dead kreieren. Doch finanzielle Mittel waren beschränkt und die Dreharbeiten dauerten über Jahre hinweg, bis der Film veröffentlicht wurde. Cast und Crew sind mir unbekannt und sowohl Regisseur (Robert Voskanian) wie auch die zwei Hauptdarstellerinnen (Laurel Barnett, Rosalie Cole) sind in Filmdatenbanken abgesehen von The Child in keinen bis nur geringfügig weiteren Filmen gelistet. Es handelte sich schlicht um Laien und nicht um Profis. Welchen Weg diese danach einschlugen, ist mir nicht bekannt.  Inhaltlich erinnert der Film leicht an Night of the Living Dead (Zombies), Carrie (Telekinese) sowie Blutgericht in Texas (Crazy Family und hysterisches Chaos im Finale). Der Film lässt sich nicht einfach in eine Schublade packen, was ich mochte. Am besten ist es, The Child ohne grosses Vorwissen anzusehen.

Somit gefiel mir The Child, den ich seit 19 Jahren nicht mehr sah, etwas besser als früher. Der langsame und vor allem stimmungsvolle Aufbau des Filmes, vermochte mich nun zu überzeugen. Der Film kreiert durch simple Gimmicks wie innovative Kameraeinstellungen, viel Dunkelheit, unheimliche Szenen, einen sonderbaren Soundtrack und viel Nebel und dazu passende Gruselsettings eine starke Atmosphäre. Die Laien-Darsteller waren zwar nicht in jeder Szene wirklich überzeugend, aber im Grossen und Ganzen haben sie ihren Job sehr solide gemacht. Trotz des kleinen Budgets wurde auf Splattereffekte nicht verzichtet. Diese sind jedoch erst in der 2. Hälfte und eher sporadisch zu sehen, aber blutig und gut getrickst. Was die Handlung, Motive und das Ende angehen, sollte weder nach Logik noch nach Antworten auf offene Fragen gesucht werden. Besser zurücklehnen und die Stimmung auf sich wirken lassen!

Fazit: Nicht uninteressant!

Infos:

O: The Child

USA 1977

R: Robert Voskanian

D: Laurel Barnett, Rosalie Cole, Frank Janson, Richard Hanners

Laufzeit der US-DVD: 82:48 Min.

Gesehen am: Jan. 2007 / Neusichtung am: Okt. 2026

Fassungen: Gesehen via US-DVD von Something Weird Video = Gute Bild- und Tonqualität. Das Master hat viel Charme. O-Ton, keine Subs, Uncut. In England ist der Film von Arrow Video auf Blu-Ray raus. In Deutschland gibt es den Film als The Child - Tochter des Bösen von diversen Anbietern auf DVD. Die UK-Blu-Ray wäre anamorph, hätte englische Subs und viele exklusive Extras zum Film.

Dead Meat

NIFFF 2005/Horroktober 2026

Dead Meat

Story:

Eine BSE-Seuche infiziert Menschen und lässt sie in gewaltbereite Ungeheuer (sprich Zombies) verwandeln. Helenas (Marian Araujo) Kampf ums Überleben beginnt…

Meine Meinung:

Dead Meat ist ein Independent Zombiefilm aus Irland, der mit einfachsten Mitteln und unter Förderung des Irish Film Board für schlanke 110.000 Euro gedreht wurde. Erstaunlich. Obwohl der Film ernst wirkt, wird auf schwarzen Humor nicht verzichtet. Kritiker könnten sagen, der Film versucht eine irische Antwort auf Shaun of the Dead zu sein. Dead Meat sah ich 2005 am NIFFF. Der Film von Conor McMahon stellt gleichzeitig sein Regiedebüt dar, der zuvor Kurzfilme und Musikvideo drehte. Conor McMahon blieb danach dem Horrorgenre mit Filmen wie Stitches oder Let the Wrong One In treu.

Dead Meat bleibt zwar nach der neuen Sichtung nicht mehr in der Sammlung, dennoch ist Dead Meat an sich kein übler Film. Ich empfinde das Zombie-Genre inzwischen als relativ ausgelutscht, so dass da in Zukunft sicher noch der ein oder andere Film mit Zombiebezug aus meiner Sammlung fliegen wird. Dead Meat soll als Hommage an die Zombiefilme von George A. Romero (Night of the Living Dead und Co.) gedacht sein. Der Film ist praktisch nur Outdoor entstanden. Die erste Hälfte spielt am Tag, die zweite Hälfte nachts. Der Film ist dank der kurzen Laufzeit von nur 79 Minuten kurzweilig, aber auch etwas repetitiv.

Trotz des kleinen Budgets wurde auf Splattereffekte nicht verzichtet. Einige Effekteszenen sind überraschend gelungen, haben Charme und entsprechen genau meinem Geschmack. Die Szenen in der Nacht gefielen mir sogar besser, da einfach stimmungsvoller. Zum Teil gelingt es Conor McMahon, auch eine bedrückende Stimmung und Atmosphäre zu erschaffen (z.B. die Szene mit der Kuh, die ich auch innovativ fand). Innovativ waren auch einige der Gegenstände, die als Waffen eingesetzt werden (Schuh, Staubsauger). Das Ende mag wenig originell sein (The Crazies Vibes), ist aber konsequent. Der mir total unbekannte Cast war solide, aber im Grossen und Ganzen nur wenig sympathisch. Im Abspann gefällt der Song Dead Meat von David Muyllaert. Schade, dass die Musik während des Filmes langweilig war.

Fazit: Für das Budget beachtliches Regiedebüt. Wer gerne Zombiefilme mag, kann einen Blick riskieren!

Infos:

O: Dead Meat

Irland 2004

R: Conor McMahon

D: Marian Araujo, David Muyllaert, Eoin Whelan, David Ryan, Amy Redmond, Kathryn Toolan, Ned Dennehy

Laufzeit der US-DVD: 78:19 Min.

Gesehen am: NIFFF 2005 / Neusichtung am: Okt. 2026

Fassungen: Mir lag die US-DVD von Fangoria vor = Uncut, solide Bild- und Tonqualität, O-Ton und englische Subs vorhanden. Als Extras gibt es einen Trailer, einen Kurzfilm und eine Dokumentation über den Film. Gibt es in Deutschland von Sunfilm auf DVD.