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Sonntag, 5. April 2026

Shaolin Vs Manchu

 

Shaolin Vs Manchu

Story:

Ricky soll der neue Abt des Shaolin Klosters werden. Das passt nicht allen in den Kram. Als er eine Frau vor den Manchus rettet und von dieser später der Vergewaltigung bezichtigt wird, verlässt er den Shaolin Tempel. In der Zeit plant ein Verräter (Andy Tam Tak-Shing), den Shaolin Tempel von innen heraus zu zerstören. Als die Mehrheit der Mönche im Tempel von den Manchus getötet werden, kommt es im Finale zum Kampf zwischen Ricky und dem Verräter…

Meine Meinung:

Bei Shaolin Vs Manchu handelt es sich um einen Mitte der 80er Jahre Streifen (sieht jedoch wie ein 70er Jahre Film aus HK aus) aus Taiwan (eine Datenbank gibt auch Hong Kong an, aber es ist definitiv eine taiwanesische Produktion) von Max Lee Chiu-Chun (Who Cares). Dieser hat scheinbar nur vier Filme realisiert, einer davon liegt mir noch ungesehen vor (Ruthless Family). Der Film verzichtet auf bekannte Namen. Inhaltlich erinnert der Film an grosse Klassiker, Vorbilder oder Nachzügler wie The Shaolin Temple (Jet Li), Shaolin Temple (Shaw Brothers), 36th Chamber of Shaolin (Gordon Liu) oder die taiwanesische Produktion Shaolin Temple Strikes Back.

Vom Cast kenne ich wirklich niemanden. Namen wie Ling Man-Hoi (Angel Terminators), Andy Tam Tak-Shing (The Nocturnal Demon), Suen Kwok-Ming (auch der Martial Arts Regisseur des Filmes), Lee Kin-Hing (That's Money) oder Chou Chang-Hua (The Naval Commandos) sind mir unbekannt. Die Stars machen ihre Sache aber mehr als ordentlich. Es kam sogar ein kleines Kind vor (am Anfang und im letzten Viertel). Das hat leicht genervt und brachte eigentlich keinen Mehrwert in den Film. Und es ist kein kämpfendes Kind, dafür war es deutlich zu jung. Mit abgesehen den ersten Szenen mit dem Kind, wird auf Humor verzichtet.

Die Musik besteht aus 08/15 Klängen. Optisch ist der Film schön in Szene gesetzt und erinnerte mich am meisten an The Shaolin Temple mit Jet Li. Auch das Aussehen der Kämpfer erinnerte an den Klassiker (oder auch an Shaolin Vs. Lama). Der Film lag mir nun in einer Französisch synchronisierten Fassung vor. So konnte ich den Dialogen nicht folgen, aber ich las vor der Sichtung über den Film und dessen Plot. Im Gegensatz zu anderen Fassungen läuft dieser Print jedoch nur knapp mehr als 70 Minuten. Es fehlen also Szenen. Das machte den Film jedoch sehr kurzweilig. Die gesamte Inszenierung ist solide. Mehr Kämpfe hätten dem Film gutgetan. Was vor allem dominiert hat, sind Trainingsszenen.

Fazit: Solide Eastern Unterhaltung mit dem bekannten 08/15 Plot, den Kung Fu Fans i.d.R. werden…

Infos:

O: Huan Wo Shao Lin

HK, Taiwan (je nach Quelle) 1984

R: Max Lee Chiu-Jun

D: Ling Man-Hoi, Tam Tak-Shing, Sun Kuo-Ming, Lee Gin-Hing, Chow Cheong-Wa, Ban Sang

Laufzeit der DVD-R: 72:48 Min.

Gesehen am: 05.04.26

Fassungen: Mir lag eine DVD-R vor, die ich von einem Sammler aus Deutschland erhalten habe = Kopie der franz. VHS-Fassung (?). Vorteil: Widescreen (4:3) statt Vollbild. Franz. Dubbed (On-Screen-Titel = Defi sanglant = «Blutige Herausforderung»). Lief nur 72 Minuten. Dürfte zensiert sein, da die US-DVD länger läuft (87 Minuten). Diese ist aber nur in Vollbild. Es gibt noch eine DVD in England (auch nur Englisch Dubbed und vermutlich auch nur in Vollbild). Es gibt keine deutsche Fassung, keine Blu-Ray und eine Fassung in Mandarin mit englischen Subs ist mir ebenso nicht bekannt (Stand: April 2026). Selbst Bootleg DVDs, welche ich in taiwanesischen Auktionshäusern finde, sind nicht im Originalton.

Samstag, 4. April 2026

Update

Bei folgendem Review gibt es neue Bilder und unter Fassungen einen neuen Nachtrag

- Mystics in Bali

Blutige Nachrichten

Blutige Nachrichten

Inhalt:

«Vier neue Kurzromane von Stephen King.

Als Detective Ralph Anderson den Umschlag öffnet, findet er einen USB-Stick mit der Aufschrift Blutige Nachrichten, offenbar eine Anspielung auf die Journalistenregel, dass blutige Nachrichten sich gut verkaufen. Darauf gespeichert ist ein Audiobericht von Holly Gibney. Sie klingt atemlos.

Ich habe mein Bestes getan, Ralph, nur reicht das vielleicht nicht. Trotz meiner ganzen Planung besteht die Chance, dass ich die Sache nicht überlebe. Falls ich sterbe und du fortführen willst, was ich begonnen habe, pass bitte auf. Du hast Frau und Sohn.»

Meine Meinung:

Blutige Nachrichten von Stephen King (Im Kabinett des Todes, Menschenjagd, Stark - The Dark Half) präsentiert vier neue Kurzgeschichten. Zwei davon wurden mittlerweile verfilmt (The Lift of Chuck als Kinofilm und Mr. Harrigans Telefon als Netflix-Serie).  Ich kaufte den Roman vor allem wegen der titelgebenden Story Blutige Nachrichten, da es hier ein wiedersehen mit Holly gibt. Holly ist eine fiktive Figur, die Stephen King ans Herz gewaschen ist.

Daraus resultierten die Romane Mr. Mercedes, Holly sowie Der Outsider inklusive sehenswerter TV-Serien (zumindest die 1. Staffel von Mr. Mercedes war toll und The Outsider war ebenfalls klasse). Irritierend war, dass Holly in der Outsider TV-Serie schwarz war, während sie in Mr. Mercedes weiss war. Zumindest nach dem Lesen von Blutige Nachrichten kann gesagt werden, dass Hollys Hautfarbe definitiv weiss ist. Der Roman als ganzes hat mich eher enttäuscht.

Das lag vor allem an den ersten zwei Geschichten.  Mr. Harrigans Telefon fand ich langweilig, repetitiv und nervend. Da werde ich mir auch sicher die TV-Serie nie ansehen. Auch die zweite Episode fand ich schwach. Zwar fängt die mysteriös und auf eine Art und Weise auch spannend an, aber Antworten gibt es nie. Also auch keine wirkliche Auflösung. Und da ich keine Person bin, die gerne das Tanzbein schwingt, empfand ich die viele Tanz-Passagen als uninteressant. Die Story war nicht ganz so schwach wie Mr. Harrigans Telefon, aber ich war froh, als sie zu Ende war.

Blutige Nachrichten war die beste der vier Geschichten. Ich fühlte mich an ein Klassentreffen erinnert und die Figuren bedürften kleine lange Einleitung. Natürlich gibt es Links und Querverweise zu Der Outsider und Mr. Mercedes. Die beiden Romane sollten zuerst gelesen werden. Dann Blutige Nachrichten und als letztes Holly. Einige der familiendramatischen Inhalte hätten etwas gestrafft werden können wie auch einige politische Seitenhiebe seitens Stephen Kings (in der er seine persönliche, politische Meinung einbringt). Aber abgesehen davon war das gradlinige, solide und fesselnde Krimi-Unterhaltung mit Figuren, die dem Leser bereits zuvor ans Herz gewachsen sind.

Die letzte Geschichte namens Ratte war dann auch gut. Die war spannend, kurzweilig und amüsant. Zwar bleiben danach Raum für Interpretationen (King geht im Nachtwort u.a. drauf ein), dennoch habe ich diese Geschichte am schnellsten gelesen (zwei lange Zugfahrten). Blutige Nachrichten nahm von den Seitenzahlen am meisten Platz ein. Von den vier Geschichten Mr. Harrigans Telefon, Chucks Leben, Blutige Nachrichten sowie Ratte sind zumindest die zwei letzten lesenswert. Wobei das noch immer Geschmackssache ist…

Infos:

In Deutschland erschienen: Ja

Sprache: Deutsch

Verlag: Heyne

Anzahl Seiten: 573

Roman/Sachbuch: Roman

Art: Taschenbuch

Autor: Stephen King

Erschienen: 2. Auflage 08/2021