One-Armed Swordswoman
Story:
Li Feng (Cheung Ching-Ching) kämpft gegen Bösewichte und Mörder. Sie nimmt den Kampf gegen die Banden auf, doch nicht immer kommt sie rechtzeitig, um die Unschuldigen vor dem Tod zu bewahren. Doch eines Tages wird sie von einem Gegner, der ein vergiftetes Schwert als Waffe benutzt, überwältigt und als Folge wird ihr der Arm amputiert. Ein mysteriöser Mann, Black Dragon genannt, trainiert sie. Sie schwört Rache an den Tätern…
Meine Meinung:
One-Armed Swordswoman ist Taiwans Antwort auf den Shaw Brothers Klassiker The One-Armed Swordsman mit Superstar Jimmy Wang Yu. Der Film von Chin Sheng-En (Bronze Head and Steel Arm) ist für Eastern Fans sehenswert. Der Film ist ein Mix aus Wuxia und Drama. Der Film legt besonders am Anfang ein Höllentempo vor. In den ersten 30 Minuten gibt es praktisch nur pausenlose Kämpfe zu sehen. So bietet der Film in den ersten 30 Minuten mehr Kämpfe, als andere Filme in den ersten 60 Minuten. Das Budget war klein. Es wurde fast nur Outdoor gedreht.
Der Plot ist simpel und Cheung Ching-Ching (Queen of Fist, The Magnificent Chivalry, Sorrowful to a Ghost) macht als weiblicher Jimmy Wang Yu eine gute Figur. Interessant ist, dass ihr Arm nicht im Kampf abgetrennt wird, sondern von dem mysteriösen Mann, der sie rettet, amputiert wird um die Verbreitung eines tödlichen Giftes zu stoppen (durch eine Wunde am Arm). Bevor 30 Minuten um sind, ist Cheung Ching-Ching schon als einarmige kämpfend zu sehen. Das ging deutlich schneller als im Shaw Brothers Klassiker von Chang Cheh. Die männlichen Figuren wirken mehrheitlich uninteressant (gilt sowohl für Bösewichte wie auch Helden).
Die Kampfszenen sind solide. Es gibt typische Trampolin-Sprünge, einiges an Gewalt (z.T. zensiert oder vor zensiert) und auch auf den typischen Fantasy-Einschlag aus taiwanesischen Eastern muss der Fan nicht verzichten, was einige Ideen und Gimmicks der Gegner oder Waffen angehen. Dieser teilweise fast trashig anmutenden Parts des Filmes macht den Reiz aus und heben den Film in einigen Kampfmomenten auch von anderen Filmen dieser Art (oder aus Filmen aus Hong Kong) ab. Wenn der Film schwächelt, dann im Mittelteil aufgrund mehrere dialoglastiger und zu dramatischer Szenen. Doch dafür entschädigt die erste halbe Stunde, die pausenlos Kämpfe bietet und auch vor dem Finale dreht der Film in der Hinsicht wieder auf.
Fazit: Eastern Fans zu empfehlen!
Infos:
O: Nu Du Bei Do
Taiwan 1972
R: Chin Sheng-En
D: Cheung Ching-Ching, Tin Ming, Lui Ming, Chiang Ming, Li Chiang
Laufzeit der südkoreanischen VHS: 83:03 Min. (inklusive einer kurzen Werbeunterbrechung).
Gesehen am: Aug. 2026
Fassungen: Mir lag die südkoreanische VHS von Jeil Home
Video Production vor = solide Bild- und Tonqualität, Mandarin O-Ton mit
koreanischen Subs, Vollbild statt Widescreen (Vorspann in Widescreen). Deutsche
Fassungen (VHS sowie DVD = Li Feng - Die einarmige Schwertkämpferin) und andere
Importe (VHS aus Holland) sind zensiert. Die deutsche Fassung läuft nur 75 Min.
Es fehlt Handlung und Gewalt (Köpfung, Mord an Kind). In Holland (82 Minuten)
fehlt weniger, aber auch da wurde bei der Köpfung oder beim abgetrennten Arm
die Schere angesetzt. So auch bei der VHS aus Südkorea, die auf der
holländischen Fassung (wohl gleicher Print) zu basieren scheint. Cuts sind mir
nur vier aufgefallen: Mord an Kind (wobei länger als bei der deutschen Fassung),
Mord an Mutter, Arm wird abgetrennt und Bösewicht wird im Finale geköpft. Eine
Uncut-Fassung ist mir nicht bekannt (Stand: Aug. 2026). Selbst das
taiwanesische Filminstitut listet den Film mit einer Laufzeit von 74 Minuten.
Gut möglich, dass die VHS-Fassungen aus Holland und Südkorea der aktuell
längsten Fassung zum Film entsprechen und der Film ggf. schon so für das Kino
zensiert wurden.










