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Samstag, 30. Mai 2026

Obsession

Obsession

Story:

Bear (Michael Johnston) schwärmt für seine Kollegin Nikkie (Inde Navarrette). Bear weiss nicht, ob sie mehr will. Er ist schüchtern und traut sich nicht, sie zu fragen. Nach einem gemeinsamen Abend mit Freunden (Megan Lawless, Cooper Tomlinson) bricht Bear einen One Wish Willow in zwei Teile und wünscht sich, dass Nikkie sich abgöttisch in ihn verlieben wird. Mit fatalen Folgen…

Meine Meinung:

Ich wurde erstmals vor einigen Wochen auf Obsession aufmerksam, als ich im Kino den Trailer sah. Und dieser sah sehr vielversprechend aus. Ein Kinobesuch war daher beschlossene Sache. Um die Hintergründe zum Film (Film von einem YouTuber, ein Regie-Debüt) oder seinem Hype (grosse Erfolge an diversen Film Festivals) wusste ich nichts. Ich sah mir keine weiteren Clips oder Trailer an und las keine Reviews. Ich wollte den Kinobesuch total neutral gestalten. Ohne zu grosse oder falsche Erwartungen.

Curry Barker ist der junge Regisseur, der seine Karriere mit einer Serie auf YouTube startete und seither Sketchs, Serien und Kurzfilme realisierte. Obsession ist nun sein erster richtiger Spielfilm und bereits ein voller Erfolg, da der Film bereits jetzt das 100fache seines Budgets eingespielt hat. Und dass, obwohl der Film z.B. in der Deutschschweiz erst Ende Juni starten wird (wie auch in Deutschland). Das ist schon eine beachtliche Leistung. Damit reiht sich Curry Barker zu weiteren Jung-Regisseuren, die ihre Kariere auf YouTube gestartet haben (z.B. die Talk to Me Regisseure).

Obsession ist ein kreativer Film und ein sehenswertes Regie-Debüt geworden. Es geht um Beziehungen, Obsessionen, Co-Abhängigkeiten und Stalking. Der Film trifft Themen, die vor allem bei der jüngeren Generation Anklang finden werden. Diese Inhalte werden durch den Plot, für dessen Drehbuch ebenso Curry Barker zuständig war, auf die makabre, teilweise auch eklige und nie vorhersehbare Spitze getrieben, soll heissen viel Overacting, Intensität und teilweise fiese Überraschungen (die arme Katze!) erwarten den Zuschauer. Der Film nimmt sich für die Figuren und seinen Verlauf Zeit. Ein bis zwei Hommagen an Der Exorzist gibt es obendrauf. 

Es gibt einige blutige und gewalttätige Momente, jedoch ist der Film in diesen Momenten nie selbstzweckhaft. Richtig gruselig wurde der Film hingegen selten. Die Stimmung hat jedoch gepackt und etwas vom Besten war das Schauspiel der Schauspieler. Vor allem Inde Navarrette und all ihre Szenen waren brutal intensiv. Starkes Schauspiel, auch wenn ich nachvollziehen kann, dass nicht jedem Zuschauer ihr Overacting zusagen wird. Technisch ist ihr Spiel jedoch sehr gelungen, da sie oft im Dunkel oder Halbdunkel zu sehen ist. Nur gegen Ende flacht der Film etwas ab, da einige Wendungen und inhaltliche Sprünge zu gehetzt wirken. Das Ende selbst war gut und konsequent.

Fazit: Horrorfans können einen Blick riskieren!  

Infos:

O: Obsession

USA 2025

R: Curry Barker

D: Andy Richter, Inde Navarrette, Chloe Breen, Michael Johnston, Megan Lawless, Darin Toonder

Laufzeit der Kinofassung: Ca. 108 Min.

Gesehen am: 30.05.26

Fassungen: Obsession sah ich im französischen Teil der Schweiz (Lausanne) im Kino an (Englisch mit deutschen Untertiteln). Ende Juni soll der Film auch in der Deutschschweiz in den Kinos anlaufen. Eine deutsche DVD, Blu-Ray oder UHD sind noch nicht angekündigt (Stand: Mai 2026).

Freitag, 29. Mai 2026

Der Blob

Der Blob

Story:

Ein militärisches Experiment schlägt fehl = Der Blob droht die Einwohner (Kevin Dillon, Shawnee Smith) einer Kleinstadt zu vertilgen…

Meine Meinung:

Der Blob ist eine Kindheit/Jugenderinnerung von mir und damit mit viel Nostalgie verbunden. Der Film von Chuck Russell (A Nightmare on Elm Street 3: Dream Warriors) ist ein Remake des Ende des 50er Jahre Filmes The Blob. Dieses sah ich nie (glaube ich) und muss sagen, dass mich dieses auch nicht interessiert (so alte Filme sagen mir i.d.R. kaum zu). Damit gleicht Der Blob John Carpenters Das Ding aus einer anderen Welt. Wie in diesem überzeugen in Der Blob auch die phänomenalen Effekte- und Make-Up-Sequenzen.

Die Monster- Schleim- und Zersetzungs- und Splatter-Effekte in Der Blob sind der Wahnsinn. Da einzelne Namen rauszupicken, die dafür verantwortlich waren, ist kaum möglich, bei der schier grossen Auswahl an Personen, die an den Effekten gearbeitet haben. Auf jeden Fall sind es absolut sehenswerte Effekte und Horrorfans werden voll auf ihre Kosten kommen. Zudem mag ich die 80er Jahre sowie die typische US-Kleinstadt-Stimmung, in der jeder jeden kennt. So was mag ich einfach. Der Film hat mich von der ersten bis zur letzten Sekunde unterhalten. Dazu kommt, dass mir die Mehrheit der Figuren gefällt. Diese sind, bis in die kleinsten Rollen, toll gewählt und wirken authentisch. Oder zumindest so, wie ich mir das vorstellen würde.

Kevin Dillon (der Haarverlängerungen trug) und Shawnee Smith (Summer School, Saw X) geben ein sympathisches Duo ab. Als Zuschauer fiebert man mit ihnen mit. Was die Figuren angehen, gibt es zwei Überraschungen. Zum einen, dass die von Donovan Leitch gespielte Figur, die zuerst als Hauptfigur eingeführt wird, ein schnelles Ende findet und dann die Szene mit Eddie in der Kanalisation. Das war für einen US-Mainstream Film ungewöhnlich, auch wenn es nicht immer ganz ausgeschlossen werden kann (siehe die Swimming-Pool Szene mit dem Kind in Der Horror-Alligator). Und als Twin Peaks Fan war es eine nette Überraschung, Jack Nance (Blue Velvet) in einem Gastauftritt erleben zu dürfen. Cool.

Fazit: Für mich der beste «Blob»!

Infos:

O: The Blob

USA 1988

R: Chuck Russell

D: Kevin Dillon, Shawnee Smith, Jeffrey DeMunn, Joe Seneca, Del Close, Donovan Leitch, Paul McCrane, Jack Nance

Laufzeit der deutschen DVD: 91:02 Min.

Gesehen am: Kind- oder Jugendzeit / Neusichtung: 29.05.26

Fassungen: Gesehen via deutsche DVD von Columbia TriStar (Horror Box zusammen mit Ghosts of Mars und Candyman’s Fluch) = Uncut, Deutsch/Englisch (die deutsche Synchronisation ist sehr gelungen), gute Bild- und Tonqualität. Den Film gibt es in Deutschland inzwischen auch auf Blu-Ray.

Donnerstag, 28. Mai 2026

Update

Zu Ehren von Yoshihiro Nishimura, der am 25.05.26 überraschend verstarb, gibt es ein neues Review zu:


- Mutant Girls Squad




RIP