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Samstag, 18. Juli 2026

Update

Zu Ehren von Sam Neill, der am 13.07.26 verstarb, gibt es drei Reviews zu:


- Event Horizon

- Daybreakers

- In the Mouth of Madness







RIP


In the Mouth of Madness

In the Mouth of Madness

Story:

Privatdetektiv John Trent (Sam Neill) nimmt einen neuen Auftrag an. Er soll einen verschwundenen Horrorautoren (Jürgen Prochnow) finden. Was zunächst als einfacher Auftrag beginnt, endet in einem Horrortrip…

Meine Meinung:

In the Mouth of Madness wurde zu Ehren von Sam Neill (Possession) gesichtet, der am 13.07.26 verstorben ist. In the Mouth of Madness ist ein Mitte der 90er Jahre Horrorfilm von John Carpenter (Pro-Life, Cigarette Burns). Ich sah den Film in meinem Leben bisher sehr wenig (ich glaube nur 1-2x) und ich wusste nicht mehr sonderlich viel. Nach der Sichtung kann ich sagen, dass der Film zwar sehr gut ist, ich ihn aber nicht ganz zu meinen aktuellen John Carpenter Highlights zähle (zu denen gehören Halloween, Das Ding aus einer anderen Welt und Vampire).

In the Mouth of Madness würde ich zu den besseren Filmen im Mittelfeld zählen. Ich denke, dass z.B. auch Die Fürsten der Dunkelheit in dieser Kategorie landen würde. Und danach Filme wie Sie lieben, Ghosts of Mars, Christine oder Escape from New York. Praktisch alle diese Filme sah ich bisher nur einmal und müsste ich dringend auffrischen. In the Mouth of Madness dürften Sam Neill Fans voll auf ihre Kosten kommen, da sehr viel Screentime und Hauptrolle. Er erzählt in der Gummizelle, wie es dazu kam, dass es in dieser gelandet ist. Wenn ich am Film etwas kritisieren muss, dann dass der Film nicht wirklich gruselig, ziemlich blutleer und die Musik unauffällig ist.

Zu den Stärken gehören ansonsten der Plot, der inhaltlich spannend, interessant, unterhaltsam und durch und durch phantastisch ist. Alles scheint möglich. John Carpenter hat sich stark an H.P. Lovecraft orientiert. Am meisten erinnern die Tentakel-Wesen an das grosse Autorenvorbild. In einer Szene kommen auch Hellraiser Vibes auf. Nebst Sam Neill ist der Film mit Namen wie Julie Carmen (sammelte bereits in Fright Night Part 2 Horrorerfahrungen), Jürgen Prochnow (Beverly Hills Cop II, The Keep) oder David Warner (Necronomicon) solide besetzt. Für die spektakulären Make-Up-Masken und Wesen aus einer anderen Dimension war die KNB-FX Group (House III, Nightwish) verantwortlich.

Fazit: Horrorfans zu empfehlen!

Infos:

O: In the Mouth of Madness

USA 1994

R: John Carpenter

D: Sam Neill, Julie Carmen, Jürgen Prochnow, David Warner, John Glover, Bernie Casey, Peter Jason

Laufzeit der US-Blu: 95:22 Min.

Gesehen am: Vor 2006 / Neusichtung am: Juli 2026

Fassungen: Mir lag die US-Blu-Ray von New Line Cinema/Warner vor = Uncut, hervorragende Bild- und Tonqualität. Nebst dem O-Ton befindet sich sogar die deutsche Sprachfassung an Bord. Ich sah mir den Film in Deutsch an. Die Synchronisation ist gelungen und Sam Neill hat seine bekannte deutsche Stimme abbekommen. Die US-Blu-Ray soll inhaltsgleich mit der deutschen Blu-Ray sein. In England gibt es bereits eine UHD.

Daybreakers

Daybreakers

Story:

In einer nahen entfernten Zukunft wird die Erde von Vampiren beherrscht. Edward Dalton (Ethan Hawke) ist Wissenschaftler und arbeitet an einem künstlichen Blut, damit kein Menschenblut getrunken werden muss. Das ist auch bitter nötig, da es immer weniger Menschen (als Nahrungsquelle) gibt und die Vampire bald nicht mehr ernährt werden können. Eine Gruppe Menschen (u.a. Willem Dafoe) hingegen haben einen Weg gefunden, Vampire wieder in Menschen zu verwandeln und hoffen auf die Hilfe von Edward, sehr zur Missgunst von Charles Bromley (Sam Neill), der die Arbeit von Edward Dalton finanziert…

Meine Meinung:

Daybreakers wurde zu Ehren von Sam Neill (Possession) gesichtet, der am 13.07.26 verstorben ist. Ich sah den Film bisher nur einmal und diese Sichtung ist über zehn Jahre her. Ich wusste praktisch nichts mehr über den Film. Ich wusste nur noch, dass es um Vampire geht. Das klassische Vampir-Genre empfinde ich, wie auch das Zombie-Genre, als ausgelutscht. Umso schöner ist der Inhalt von Daybreakers. Der spielt in einer Welt, die von Vampiren beherrscht wird und in dem Menschen kaum mehr eine Rolle spielen. Dieser Aspekt macht Daybreakers erfrischend anders und originell.

Bei Daybreakers handelt es sich um einen Film der Spierig Brüder. Diese haben vor allem 2003 durch ihren Fun-Splatter Undead für Furore gesorgt. Es ist erstaunlich, dass diese danach nur relativ wenig Filme realisiert haben. Mit Filmen wie Jigsaw oder Winchester blieben sie zumindest dem Horrorgenre treu. Daybreakers, der auch mit amerikanischer Mithilfe produziert wurde, ist dabei deutlich aufwändiger und kommerzieller als z.B. Undead.

Nur schon der Cast um Namen wie Ethan Hawke (In a Valley of Violence, The Northman), Sam Neill (ich mag ihn als Bösewicht) oder Willem Dafoe (Nosferatu, The Lighthouse) zeigt deutlich, dass den Spierig Brüdern hier mehr Ressourcen zur Verfügung standen, als bei älteren Produktionen. Dabei machen die Schauspieler ihre Sache ordentlich. Nur Willem Dafoe schwächelt (aufgrund seiner Charaktertiefe und dem Drehbuch) vielleicht leicht und auch die Frauenrolle hätte es nicht zwingend gebraucht.  Aber allzu schlimm oder klischeehaft wird es in der Hinsicht nicht.

Der Film sieht wertig aus. Es gibt sogar einige Action-Szenen im Film (Shoot-Outs, Explosionen, Verfolgungsjagd via Auto) und sieht man von einigen, wenigen CGI-Momenten ab, die etwas schwächeln (Vampire, die verbrennen), spart der Film auch nicht mit blutigen und handgemachten Effekten. Der Film ist blutiger, als ich das in Erinnerung hatte. Splatterfans dürfte interessieren, wie sich Daybreakers im Vergleich mit Undead schlägt. Den sah ich so lange nicht, dass ich dazu keine Stellung nehmen kann. Für einen Film, der ab 16 Jahren freigegeben ist, gibt es auf jeden Fall genug blutige Momente zu sehen.

Fazit: Sehenswert!

Infos:

O: Daybreakers

Australien, USA 2009

R: Michael Spierig, Peter Spierig

D: Sam Neill, Willem Dafoe, Ethan Hawke

Laufzeit der deutschen DVD: 93:45 Min.

Gesehen am: März 2012 / Neusichtung am: Juli 2026

Fassungen: Mir lag die deutsche DVD von Sunfilm vor = Wendecover, Uncut, Deutsch/Englisch mit Subs, DTS-Tonspur (Deutsch), gute Bild- und sehr gute Tonqualität. Den Film gibt es inzwischen auch auf Blu-Ray.