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Freitag, 20. Februar 2026

Madness

Madness

Story:

Ein Verbrecher (Joe Dallesandro) bricht aus dem Gefängnis aus und begibt sich an den Ort, wo er seine Beute versteckt hat. Dort hausen nun zwei Schwestern (Patrizia Behn, Lorraine De Selle) und deren Freund (Gianni Macchia). Nach einigen Liebesspielen und Beobachtungen dringt der Verbrecher ins Haus ein und sucht nach der Beute. Zudem nimmt er das Trio als Geisel…

Meine Meinung:

Fernando Di Leos Filme mag ich. Er ist vor allem für seine Poliziotteschi Titel wie Milano Kaliber 9, Der Teufel führt Regie, Shoot First, Die Later, Der Mafiaboss - Sie töten wie Schakale, Zwei Supertypen räumen auf, Killer Vs. Killers oder Auge um Auge bekannt. Auf der anderen Seite hatte er auch einige weniger interessante Filme in seinem Repertoire, die mir nicht wirklich zugesagt haben (= Gli Amici di Nick Hezard, To Be Twenty oder Naked Violence).

Madness ist so ein Zwischending. Der Film, der mit Joe Dallesandro (Die wilde Meute, Blood for Dracula, The Climber, Die Grausamen Drei, Flesh for Frankenstein) in der Hauptrolle aufwartet, ist ein Film mit Licht und Schatten. Der Film startet zunächst interessant: Joe Dallesandro entkommt, tötet und macht sich danach auf den Weg, seine Beute zu finden. Der Film mutiert danach zu einem Art Kammerspiel zwischen zwei Schwestern und einem Mann. Dem Freund der einen Schwester und der Affäre der anderen Schwester.

Das sorgt für ungewohnt sleazige Momente in dem Film von Fernando Di Leo. Gegen Sex und nackte Haut als Füllszenen ist nichts einzuwenden. Da zeigen Patrizia Behn und Lorraine De Selle (Cannibal Ferox, House on the Edge of the Park, The New Godfathers, Emanuelle in America sowie Women’s Camp 119) vollen Körpereinsatz. Der Soundtrack war top. Für meinen Geschmack das Beste am Film. Danach flacht der Film mit der Zeit jedoch ab, da bis zum Ende nicht wirklich was passiert und selbst das (kurze) Finale war relativ lahm und enttäuschend. Schade.

Fazit: Wird zumindest in dieser Ital. Originalversion nicht in die Sammlung aufgenommen, da auf Dauer eintönig, fad und repetitiv. Das Finale war eigentlich enttäuschend.

Infos:

O: Vacanze per un massacro

Italien 1980

R: Fernando Di Leo

D: Joe Dallesandro, Patrizia Behn, Lorraine De Selle, Gianni Macchia

Laufzeit der Ital. DVD: 85:49 Min.

Gesehen am: 20.02.26

Fassungen: Mir lag die Ital. DVD von Raro Video / Minerva Pictures vor = Uncut, sehr gute Bild- und Tonqualität, Ital. Ton mit englischen Subs. Gibt es inzwischen auch Uncut in Deutschland (Blu-Ray von X-Rated als Madness - Zum Töten gezwungen). Zu VHS-Zeiten bekam der Film in Deutschland der Titel Toy.

Prince of Space

 

Prince of Space

Story:

Ein Alien namens Ambassador Phantom (Joji Oka) warnt die Menschheit via Botschaft vor, dass sein Auftauchen bald bevorsteht. Ambassador Phantom will ein wichtiges Dokument in seinen Besitz bringen. Als das Raumschiff landet, hat die örtliche Polizei keine Chance. Plötzlich taucht ein unbekannter Held (Tatsuo Umemiya) auf, der den Kampf gegen das Alien aufnimmt…

Meine Meinung:

Aka Planet Prince. Erst nach der Sichtung las ich, dass es sich bei Prince of Space um den ersten von Toei produzierten Spielfilm handelt, der den gleichen Namen trägt, wie die 49 Episoden lange TV-Serie, auf der der Film basiert. Leider liegt im Set von Shout Factory (= Classic Tokusatsu Collection) nur der erste Film vor, was etwas schade ist. Die TV-Serie interessiert mich und landet auf der Wunschliste. Mal schauen ob es davon eine Komplette-LD-Box oder eine Gesamtbox auf DVD oder Blu-Ray gibt. Ich sah zumindest Bilder, die Monster beinhalten, welche so im Film nicht vorgekommen sind. Auch das Outfit der Figuren (des Helden oder des Hauptbösewichts) soll für den Film leicht verändert worden sein.

Um ehrlich zu sein habe ich von Prince of Space nicht viel erwartet, nachdem mir der letzte Film aus dem Set, den ich sah (Invasion of the Neptune Men), nicht wirklich sonderlich gut gefallen hat. Ich wurde jedoch gut und kurzweilig unterhalten. Das lag sicher auch an der kurzen Laufzeit von nur 57 Minuten. Aber ich fand, dass der Film nur wenig Längen hatte. Die Kinder kommen gar nicht so oft vor und nerven wenig. Die s/w-Bilder machten optisch einiges her und mit simplen Kameraeinstellungen wirkten die Effekte aufwändiger, als sie vielleicht waren. Auch die Tongeräusche knallen schön rein und ich hatte an den Effekten, Raumschiffen und Kämpfen zwischen dem Helden und dem Alien Freude.

Tatsuo Umemiya spielt den Helden solide. Er war in unzähligen Filmen zu sehen. Vor allem die Filme mit Kinji Fukasaku scheinen es ihm angetan zu haben. So wirkte er z.B. in Yakuza Graveyard, Cops vs. Thugs, Graveyard of Honor oder Battles Without Honor and Humanity: Proxy War mit. Joji Oka spielt den Bösewicht und auch er macht seine Sache solide. Ansonsten gibt es keine grösseren Hauptfiguren. Der Plot schreitet zielstrebig seinem zum Teil offenen Ende entgegen. Die Musik passt. Der Film wurde für ein kindliches Publikum entwickelt. Dementsprechend fällt die Musik aus und der Film ist auch harmlos. Die Effekte haben jedoch Charme.

Fazit: Fans von jap. Sci-Fi Serien und Filmen können einen Blick riskieren!  

Gefolgt von: Planet Prince - The Terrifying Spaceship

Infos:

O: Yusei oji

Japan 1959

R: Eijirō Wakabayashi

D: Tatsuo Umemiya, Ushio Skashi, Joji Oka, Hiroko Mine, Takashi Kanda

Laufzeit der US-Blu: Ca. 57 Min.

Gesehen am: 20.02.26

Fassungen: Bei der US-Blu-Ray namens Prince of Space handelt es sich lediglich um den ersten von Toei produzierten Spielfilm, der auf der gleichnamigen 49 Episoden langen TV-Serie basiert. Die Blu-Ray stammt von Shout Factory und wurde in der Classic Tokusatsu Collection veröffentlicht. Im Gegensatz zu früheren US-Releases (z.B. die Dark Sky Films Version) handelt es sich um die echte japanische Fassung = Uncut, jap. O-Ton, englische Subs. Die Bild- und Tonqualität sind sehr gut. Der 2. Spielfilm scheint es ausserhalb Japans mit englischen Subs nicht zu geben. Schade. Mal schauen, in welcher Form die TV-Serie veröffentlicht wurde. Es gibt keine deutsche Fassung (Stand: Feb. 2026).

The Great Cheat


2022 mit Angela Mao in Queens

The Great Cheat

Story:

Ling Yun und seine Crew (u.a. Ku Feng, Lung Fei, Shih Szu) nehmen andere Spieler aus und treiben diese in den Ruin. Wang Kuan-Hsiung wird auch zum Opfer. Doch als er einen ehemaligen Spieler (Paul Chang Chung) trifft und von diesem trainiert wird, schwört er am Ende mit dessen Tochter (Angela Mao) Rache…

Meine Meinung:

The Great Cheat ist ein seltener Gamble-Film aus Taiwan. Nach dem Erfolg der Shaw Brothers Produktion King Gambler im Jahr 1976 sprangen diverse Regisseure auf den Trend auf. In Hong Kong sollte das Gamble-Genre immer wieder neue Werke hervorbringen. Auch im neuen HK-Kino der 80er/90er (God of Gamblers mit Chow Yun-Fat) oder ab 2014 mit einer neuen Reihe (From Vegas to Macau 1-3) sorgte der Mix aus Action und Gamble-Szenen für Unterhaltung. Leider so nicht in The Great Cheat aus dem Jahr 1981.

Den Film von Chung Ching-Woon müsste ich nach meinen Prinzipien nach der Sichtung eigentlich aus der Sammlung verbannen bzw. das Tape zu tauschen oder verkaufen versuchen. Es handelt sich um eine Erstsichtung und der Film ist eigentlich nicht gut genug für meine Sammlung. Jedoch verbindet das VHS eine spezielle Erinnerung an meinen Kurztrip nach New York, Queens, als ich Star Angela Mao traf und mir 29 Autogramme ergatterte. Darunter war auch das The Great Cheat VHS. Daher bleibt es wohl erstmals in der Sammlung, auch wenn ich kurz daran dachte, es einem deutschen Kumpel anzubieten.

Chung Ching-Woon drehte kaum Filme. Es befindet sich ein weiterer Gamble-Film in seiner Filmographie (The Stunning Gambling = auch dieser liegt mir signiert und ungesehen vor) und einen Michael Chan Wai-Man Streifen (Triumph of Two Kung Fu Arts), der noch auf meiner Wunschliste steht (ich dachte immer, den hätte ich schon ungesehen in der Sammlung, aber Pustekuchen). Der Film, der mit einem starken Cast und Namen wie Wang Kuan-Hsiung (Dirty Trick), Shih Szu (The Deadly Breaking Sword), Angela Mao (The Swift Shaolin Boxer), Ku Feng (Bat Without Wings), Danny Lee (Love to Kill) oder Lung Fei (Tough Duel) aufwartet, war vor allem eins: langweilig.

Leider war The Great Cheat lahm. Actionszenen gibt es praktisch gar keine zu sehen und selbst die Gamble-Szenen waren nicht wirklich innovativ oder spannend. Das gilt sowohl für Trainingsszenen und auch die Duelle im Finale. Da sind die Gamble-Filme aus HK klar besser und unterhaltsamer (z.B. der grossartige Challenge of the Gamesters). Was die Szenen im Himmel sollten, weiss ich auch nicht. Die Hauptfiguren sind Ling Yun (The Beauty Escort), Shih Szu, Angela Mao und Wang Kuan-Hsiung. Lung Fei spielt nur eine Nebenrolle. Ku Feng und Danny Lee haben hingegen noch kleinere Parts erhalten. Mal schauen, ob mir der Film bei einer möglichen 2. Sichtung mit angepassten Erwartungen besser gefallen wird. Jedoch unwahrscheinlich…

Fazit: Mässiger Gamble-Film aus Taiwan…

Infos:

O: Wang Pai Da Lao Qian

Taiwan 1981

R: Chung Ching-Woon

D: Ling Yun, Ku Feng, Lung Fei, Shih Szu, Wang Kuan-Hsiung, Paul Chang Chung, Angela Mao, Danny Lee

Laufzeit der US-VHS: 88:16 Min.

Gesehen am: 20.02.26

Fassungen: Mir lag das US-VHS von Rainbow Audio & Video vor = 2022 von Angela Mao signiert, im Gegensatz zur chinesischen DVCD Uncut (dafür hat die chinesische VCD leicht mehr Bild und ist in Mandarin), gute Bildqualität aber statt O-Ton Mandarin Dubbed in Kantonesisch mit englischen und chinesischen Subs. Andere Fassungen sind mir nicht bekannt (Stand: Feb. 2026).

Black Samurai

 

Black Samurai

Story:

Geheimagent Robert Sands (Kim Kelly) neuster Fall wird persönlich, als der irre Warlock (Bill Boy) und seine Organisation (u.a. Roberto Contreras, Marilyn Joi) Sands Freundin (Chia Essie Lin) entführen…

Meine Meinung:

Ich war (abends) müde (nach Nachtschicht mit wenig Schlaf und am Nachmittag am Putzen, am Waschen, am Einkaufen) und brauchte anspruchslose Unterhaltung. Zudem ein Film, bei dem ich keine Untertitel lesen «musste». Also suchte ich mir einen Film aus Severin Films Al Adamson: The Masterpiece Collection aus und wählte Black Samurai. Ein Mix aus Blaxploitation, James Bond Klon und Kung Fu Streifen. Ich wusste, dass HK-Star Lam Ching-Ying (Mr. Vampire) in einem der Filme von Al Adamson mitwirkten würde, so war ich gespannt darauf zu sehen, ob es Black Samurai sein sollte.

Und war Lam Ching-Ying in Black Samurai zu sehen? Negativ! Dafür Shaw Brothers Star Chia Essie Lin (Return of the One-Armed Swordsman, A Taste of Cold Steel) in einer Nebenrolle als entführte Freundin des Helden. Zudem wurde der Film am Anfang auch in Hong Kong gefilmt. Und hat sich Black Samurai abgesehen von einem fehlenden Lam Ching-Ying gelohnt? Ja, definitiv. In meinen Augen bisher der einzige wirklich gute Film von Al Adamson und das noch vor dem soliden Nurse Sherri.

Star der Stunde ist natürlich Jim Kelly, der auch die Kampfszenen choreographiert hat. Er wurde vor allem durch seine Präsenz in dem Film Der Mann mit der Todeskralle (Bruce Lee) zum Star und dessen Erfolg verhalf ihm, zu einer Karriere in den 70ern. Er sollte später in einem weiteren Al Adamson Film mitwirken (in Death Dimension) und schafft sogar den Sprung nach Hong Kong in den Lee Tso-Nam Film The Tattoo Connection und durfte dort nebst Stars wie Chan Sing, Dorian Tan Tao-Liang, Chiang Tao, Bolo Yeung und Lee Hoi-Sang ran (den Film muss ich mir noch holen!).

Trotz seines geringen Budgets macht Black Samurai Spass und unterhält kurzweilig. Der Film, der ein voller Erfolg wurde (lief gut an den Kinokassen), ist ein trashiger und vergnüglicher James Bond Klon. Jim Kelly macht seine Sache mehr als ordentlich. Die Kampfszenen sind solide. Der Film ist blutig. Der Trash-Faktor ist hoch (der Sektenführer, der Geier-Angriff auf Jim Kelly) und auch die Bösewichte gefallen durch ihr Overacting und ihr Aussehen und ihre Gimmicks. Teilweise fühlte ich mich fast an Filme wie 13 Steps of Maki oder Sister Street Fighter erinnert, in denen die Bösewichte ähnlich überzeichnet agieren.

Einige Szenen wirkten aufwändiger, als erwartet (die Szenen mit dem Raketenrucksack). Es gibt auch einen Auto-Crash, mehrere Explosionen, billige blutige Shoot-Outs (aber immerhin blutige Shoot-Outs), genug Kampfszenen, um unterhalten zu werden sowie schmuddelige und sleazige (Nackt)Szenen. In denen macht vor allem Marilyn Joi, die nebst Nurse Sherri auch in anderen Al Adamson Filmen mitwirkte, eine gute Figur. Eine ihre bekanntesten Rollen dürfte als rechte Hand von Dyanne Thorne in Ilsa, Harem Keeper of the Oil Sheiks sein. Besonders die «Urwald-Kämpfer», der Cowboy-Hut tragende und an Leinen schwingende Bösewicht (hat fast eine Stimme wie Eric Tsang) oder der Zwerg im Finale trugen viel zum Trash-Faktor bei. Und echte Schlangen gibt es auch noch zu sehen inklusive einigen Hommagen und Bruce Lee Imitationen seitens Jim Kelly.

Fazit: Endlich hat sich der Kauf der Al Adamson: The Masterpiece Collection gelohnt!

Infos:

O: Black Samurai

USA 1976

R: Al Adamson

D: Kim Kelly, Bill Boy, Roberto Contreras, Marilyn Joi, Chia Essie Lin

Laufzeit der US-Blu: Ca. 84 Min.

Gesehen am: 19.02.26

Fassungen: Gesehen via US-Blu-Ray (Al Adamson: The Masterpiece Collection) = Uncut, sehr gute Bild- und Tonqualität, O-Ton, englische Subs. Es gibt keine deutsche Fassung (Stand: Feb. 2026).