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Mittwoch, 17. Juni 2026

The Valiant Ones

The Valiant Ones

Story:

Die Regierung hat ein Piraten- und Japanerproblem. Yu Da-You (Roy Chiao) wird beauftragt, mit Verbündeten (Pai Ying, Hsu Feng, Ng Ming-Choi) den Bösewichten (Sammo Hung, Han Ying-Chieh, Simon Yuen, Mars, Wu Chia-Hsiang) Einhalt zu gebieten und das Problem zu lösen…

Meine Meinung:

The Valiant Ones wurde zu Ehren von Pai Ying (Thousand Mile Escort, Yellow Killer, Hongkong Cop - Im Namen der Rache) angesehen. Der Star, der auch in vielen anderen Filmen von King Hu (Legend of the Mountain, Swordsman, Sons of Good Earth) vor der Kamera stand, starb Ende Mai dieses Jahres (27.05.26). Er spielte unter anderem in Dragon Inn den weisshaarigen Eunuchen und Endgegner. Eine Rolle, die z.B. Donnie Yen im Remake spielte. Zudem stand er auch in Ein Hauch von Zen vor der Kamera. Ich liebäugelte mit Dragon Inn (einer Neusichtung) oder einem der beiden ungesehenen King Fu Filmen, welche noch zur Verfügung standen: The Fate of Lee Khan oder The Valiant Ones. Und entschied mich für letzteren.

The Valiant Ones kann dabei nicht an die King Hu Filme Dragon Inn, Ein Hauch von Zen oder The Legend of the Mountain heranreichen. Das sind auch die bekannteren Titel und diese empfand ich, was ich davon noch weiss und spüre, als interessanter. The Valiant Ones hat seine Schwächen am Anfang und Mittelteil. Dort gibt es meiner Meinung nach doch auch viele lahme und eher uninteressante Passagen. Sprich Längen und auch die wenigen Kampfszenen überzeugen eigentlich noch nicht. King Hu arbeitet hier mit vielen Namen zusammen, die er auch in anderen Filmen einsetzte: Hsu Feng (Assassin), Roy Chiao (The Killer in White), Han Ying-Chieh (The Big Boss) und Sammo Hung (Paper Marriage).

Sammo Hung war auch für die Actionszenen zuständig. In kleinen Neben- und Gastauftritten sind noch spätere Stars wie Mars (Dragon Lord), Yuen Biao (The Young Master) sowie Yuen Wah (Shaolin Prince) zu sehen. Sammo Hung spielt den Hauptbösewicht als Japaner. Er macht das sehenswert. Und Pai Ying spielt den Helden und der, der sich Sammo Hung am Ende entgegenstellt. Das Duell der beiden war sehenswert. Auch die Kulisse. Optisch (Settings, Editing) sind diese, wie immer bei King Hu, überdurchschnittlich gut und originell. Von Hsu Feng hätte ich gerne mehr gesehen. Speziell war es, Simon Yuen (Against Rascals with Kung Fu) in einer eher ernsten Rolle zu sehen. Das letzte Viertel war das Highlight des Filmes, weil rasant, viel Action und keine Längen mehr.

Fazit: Solider King Hu Streifen, aber gehört definitiv nicht zu seinen besten Arbeiten!

Infos:

O: Zhong Lie Tu

HK, TW 1975

R: King Hu

D: Pai Ying, Roy Chiao, Hsu Feng, Ng Ming-Choi, Sammo Hung, Han Ying-Chieh, Simon Yuen, Mars, Wu Chia-Hsiang

Laufzeit der HK-Blu: 108:56 Min.

Gesehen am: 17.06.26

Fassungen: Mir lag die HK-Blu-Ray von Hong Kong Film Archive vor = Schuber, Booklet mit unzähligen Infos (auch in Englisch), Uncut, restaurierter 35mm Print (O-Ton mit festen englischen und chinesischen Subs). In England gibt es eine UHD und in Deutschland ist der Film als Die Mutigen auch auf Blu-Ray zu haben (mit weniger Bild, um feste englische & chinesische Subs nicht im Bild zu sehen). Dazu gibt es 19minütige Interviews mit Cast und Crew (auch mit englischen Subs).

Montag, 10. Februar 2025

The Secret

The Secret

Story:

Ein Mordfall erschüttert die Gegend. Die Polizei sieht in dem kognitiv eingeschränkten Herumtreiber «Nut» (Norman Tsui) den Täter. Krankenschwester Lin Ming (Sylvia Chang), die in der Gegend wohnt und dessen privates Umfeld zu den Opfern gehört (u.a. Alex Man), versucht die Morde aufzuklären…

Meine Meinung:

Auf The Secret wurde ich nur durch, ich glaube es war ein Chinese, einen Film-Dealer aufmerksam. Der bot mir das HK-VHS, wenn ich mich recht erinnere, für ca. 350 USD an. Zum Glück habe ich mich informiert und sah, dass das Hong Kong Filmarchiv davon eine Blu-Ray veröffentlich hat. Geld gespart und dazu noch eine bessere Fassung gekauft. Doppeltes Glück. Bei The Secret handelt es sich um einen Ende der 70er Jahre New Wave Film aus Hong Kong und um das Regiedebüt von Ann Hui (The Story of Woo Viet). Ihr Boat People liegt noch ungesehen rum. The Secret ist definitiv nicht uninteressant und teilweise fühlte ich mich ans Giallo-Genre erinnert (Deep Red).

Der Film ist ein Mix aus Drama, Krimi/Whodunit und Mystery. Der Film wirkt zum einen sehr westlich, zum anderen auch sehr traditionell. Der Mix aus Moderne und Tradition wird gut aufgezeigt. Der Film ist sehr stimmungsvoll. Viele Szenen spielen bei Nebel oder während der Nacht. Laut Booklet war in früheren Fassungen z.T. kaum etwas zu erkennen, da so schlechte und dunkle Bildqualität. Viel «Action» gibt es aber nicht, dem sollte sich der Zuschauer bewusst sein. Zudem ist die Erzählweise etwas konfus und nicht immer gradlinig. Da muss man aufpassen beim Schauen, auch wenn im Finale dann alles via Rückblenden aufgeklärt wird.

Die im Vorspann fast an erster Stelle genannten Norman Tsui (Das Todesduell der Shaolin, Ghost Festival, Sea Wolves) und Alex Man (Running Mate, Return of Bastard Swordsman, The Daring Kung-Fu Refugee) haben jedoch nur kleine Rollen. Die Person, auf dem der Fokus liegt, wird von Sylvia Chang (Legend of the Mountain, Slaughter in San Francisco, Lucky Stars Go Places) gespielt. Sie spielt die Hauptrolle und versucht, hinter das Geheimnis der Morde zu kommen. Der Cast ist allgemein überzeugend. Starke Leistungen. Es gibt eine Tiersnuffszene zu sehen (Huhn). Sensible Zuschauer könnte das sauer aufstossen. Den Film deshalb zu meiden, empfinde ich jedoch als übertrieben.

Fazit: Starkes Regie-Debüt und Fans von Ann Hui zu empfehlen!

Infos:

O: Fung Gip

HK 1979

R: Ann Hui

D: Sylvia Chang, Norman Tsui, Alex Man, Angie Chiu Nga-Chi, Lai Cheuk-Cheuk, Lee Hye-Sook

Laufzeit der HK-Blu-Ray: Ca. 90 Min.

Gesehen am: 06.12.24

Fassungen: Mir lag die HK-Blu-Ray vom HK-Filmarchiv vor. Die Fassung ist ca. fünf Min. länger als frühere HK-VHS-Fassungen. 90% der Fassung sind in einer hervorragenden Bild- und Tonqualität und wurden durch das Hong Kong Filmarchiv aufwendig restauriert. Fehlende Szenen (Vor- und Abspann) wurden vom VHS integriert und fallen qualitativ ab. Die Fassung ist im O-Ton mit festen englischen und chinesischen Subs. Zur Restauration gibt es Bonusmaterial zu sehen und auch im Booklet (in Chinesisch und Englisch) wird umfangreich darauf eingegangen. Es gibt keine deutsche Fassung (Stand: Dez. 2024).