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Samstag, 18. Juli 2026

In the Mouth of Madness

In the Mouth of Madness

Story:

Privatdetektiv John Trent (Sam Neill) nimmt einen neuen Auftrag an. Er soll einen verschwundenen Horrorautoren (Jürgen Prochnow) finden. Was zunächst als einfacher Auftrag beginnt, endet in einem Horrortrip…

Meine Meinung:

In the Mouth of Madness wurde zu Ehren von Sam Neill (Possession) gesichtet, der am 13.07.26 verstorben ist. In the Mouth of Madness ist ein Mitte der 90er Jahre Horrorfilm von John Carpenter (Pro-Life, Cigarette Burns). Ich sah den Film in meinem Leben bisher sehr wenig (ich glaube nur 1-2x) und ich wusste nicht mehr sonderlich viel. Nach der Sichtung kann ich sagen, dass der Film zwar sehr gut ist, ich ihn aber nicht ganz zu meinen aktuellen John Carpenter Highlights zähle (zu denen gehören Halloween, Das Ding aus einer anderen Welt und Vampire).

In the Mouth of Madness würde ich zu den besseren Filmen im Mittelfeld zählen. Ich denke, dass z.B. auch Die Fürsten der Dunkelheit in dieser Kategorie landen würde. Und danach Filme wie Sie leben, Ghosts of Mars, Christine oder Escape from New York. Praktisch alle diese Filme sah ich bisher nur einmal und müsste ich dringend auffrischen. In the Mouth of Madness dürften Sam Neill Fans voll auf ihre Kosten kommen, da sehr viel Screentime und Hauptrolle. Er erzählt in der Gummizelle, wie es dazu kam, dass es in dieser gelandet ist. Wenn ich am Film etwas kritisieren muss, dann dass der Film nicht wirklich gruselig, ziemlich blutleer und die Musik unauffällig ist.

Zu den Stärken gehören ansonsten der Plot, der inhaltlich spannend, interessant, unterhaltsam und durch und durch phantastisch ist. Alles scheint möglich. John Carpenter hat sich stark an H.P. Lovecraft orientiert. Am meisten erinnern die Tentakel-Wesen an das grosse Autorenvorbild. In einer Szene kommen auch Hellraiser Vibes auf. Nebst Sam Neill ist der Film mit Namen wie Julie Carmen (sammelte bereits in Fright Night Part 2 Horrorerfahrungen), Jürgen Prochnow (Beverly Hills Cop II, The Keep) oder David Warner (Necronomicon) solide besetzt. Für die spektakulären Make-Up-Masken und Wesen aus einer anderen Dimension war die KNB-FX Group (House III, Nightwish) verantwortlich.

Fazit: Horrorfans zu empfehlen!

Infos:

O: In the Mouth of Madness

USA 1994

R: John Carpenter

D: Sam Neill, Julie Carmen, Jürgen Prochnow, David Warner, John Glover, Bernie Casey, Peter Jason

Laufzeit der US-Blu: 95:22 Min.

Gesehen am: Vor 2006 / Neusichtung am: Juli 2026

Fassungen: Mir lag die US-Blu-Ray von New Line Cinema/Warner vor = Uncut, hervorragende Bild- und Tonqualität. Nebst dem O-Ton befindet sich sogar die deutsche Sprachfassung an Bord. Ich sah mir den Film in Deutsch an. Die Synchronisation ist gelungen und Sam Neill hat seine bekannte deutsche Stimme abbekommen. Die US-Blu-Ray soll inhaltsgleich mit der deutschen Blu-Ray sein. In England gibt es bereits eine UHD.

Mittwoch, 23. April 2025

Unspeakable: Beyond the Wall of Sleep

Brugggore Filmfestival 2025 Spezial

Unspeakable: Beyond the Wall of Sleep

Story:

Traumforscher Ambrose London (Edward Furlong) bekommt es mit einem mysteriösen Fall zu tun: er soll den Patienten Joe Slater (Robert Miano) untersuchen. Eine Art gespaltene Persönlichkeit.  Als Ambrose eine Traummaschine in die Behandlung integriert, hat das unerwartete Folgen…

Meine Meinung:

Auf meinen zweiten Film am diesjährigen Brugggore Filmfestival 2025 Spezial war ich etwas mehr gespant als auf Dark Match. Ich habe einige Bücher von H.P. Lovecraft gelesen und fand es spannend, eine neue Verfilmung seines Stoffes zu sehen. Der Roman wurde bereits 2006 in Beyond the Wall of Sleep verfilmt. Den sah ich auch, weiss aber nichts mehr darüber. Und der Cast machte auf eine Art und Weise auch Lust auf mehr, da bekannte Namen wie Edward Furlong (Terminator 2: Judgment Day) und Bai Ling (The Crow) an Bord. Mit Unspeakable: Beyond the Wall of Sleep kehrt Regisseur Chad Ferrin zum dritten Mal ans Brugggore Filmfestival zurück.

Chad Ferrin? Ist mir kein Begriff. Nach Recherche kenne ich nur einen Film von ihm: Tales from the Crapper. Und der gefiel mir gar nicht. Das wusste ich vor der Sichtung von Unspeakable: Beyond the Wall of Sleep jedoch nicht. Ob Chad Ferrin und ich Freunde werden? Wohl eher nicht. Mit seinem Unspeakable: Beyond the Wall of Sleep wurde ich nicht warm. Ich empfand den Film als eine ziemliche Katastrophe. Wenn alle Filme von Chad Ferrin in diese Richtung gehen, dann wird er bei mir in Zukunft auf eine schwarze Liste gesetzt.

Der Film weiss nicht, ob er ernst oder lustig sein soll. Und der Film wechselt in der Hinsicht auch zu oft und dabei wirkt der Humor platt und in meinen Augen unfreiwillig komisch, was auch für viele Szenen, Dialoge und die Figuren gilt. Vor Klischees wird nicht halt gemacht (die bösen Deutschen). Am schlimmsten waren aber die Figuren, deren Schauspiel an Lächerlich- und Unglaubwürdigkeit kaum zu übertreffen waren. Das gilt vor allem für die Ärztin, für Edward Furlong (totale Fehlbesetzung, auch wenn man mit ihm sicher gut werben konnte) und Bai Ling. Letztere kommt übrigens nur in einer Szene vor und versucht Isabelle Adjani zu imitieren. Ohne Chance. Tiefer Fall eines ehemaligen Hollywood-Stars.

Robert Miano hingegen war ok. Die Geschichte ist total uninteressant. Eine Spannung war nie gegeben und dem Film gelang es nicht, zu fesseln. Als ich sah, dass Joe Castro für die Effekte verantwortlich war, horcht ich auf. Der Name blieb mir seit seinen hervorragenden Arbeiten in Blood Feast 2: All U Can Eat in Erinnerung. Leider enttäuscht Unspeakable: Beyond the Wall of Sleep auch in dieser Hinsicht. Charmant und nach meinem Geschmack war nur das Tentakel-Monster, welches man vielleicht 3-4 ganz kurz sieht. Ansonsten gab es mir hier, wie schon in The Taint und ähnlichen Filmen, zu viele Plastik-Monster-Schwänze zu sehen. Nichts für mich...

Fazit: Vor dieser H.P. Lovecraft Verfilmung rate ich ab!

Infos:

O: Unspeakable: Beyond the Wall of Sleep

USA 2024

R: Chad Ferrin

D: Edward Furlong, Bai Ling, Ginger Lynn, Lew Temple, Steve Railsback, Cyril O'Reilly

Laufzeit der Kinofassung: Ca. 90 Min.

Gesehen am: Brugggore Filmfestival 2025

Fassungen: Film am Brugggore Filmfestival gesehen = Uncut und in Englischer Sprache. Es gibt noch keine DVD, Blu-Ray oder UHD (Stand: April 2025).

Samstag, 18. Dezember 2021

H.P. Lovecraft Chronik des Cthulhu-Mythos II Review

H.P. Lovecraft Chronik des Cthulhu-Mythos II

Inhalt (Zitat Back-Cover):

 

"Diese Chronik in zwei Bändern vereint erstmals die vollständigen Werke H.P. Lovecrafts zum Cthulhu-Mythos – neben allen Kurzgeschichten auch seine berühmten Novellen. Mit einem Vorwort und ausführlichen Erläuterungen von Deutschlands führendem Lovecraft- Experten Marco Frenschkowski.

 

Inhalt Band 2:

Vorwort

Berge des Wahnsinns

Der Schatten über Innsmouth

Träume im Hexenhaus

Das Ding auf der Schwelle

Der Schatten aus der Zeit

Jäger der Finsternis

 

Michel Houellebecq: Wir beginnen gerade erst, Lovecrafts Werke richtig einzuordnen, auf gleicher Ebene oder sogar höher als das von Edgar Allan Poe. Auf jeden Fall als ein absolut einzigartiges."

 

Meine Meinung:

 

Das zweite Band fing ich voller Motivation und Euphorie zu lesen an, nachdem mir die erste Ausgabe H.P. Lovecraft Chronik des Cthulhu-Mythos so gut gefallen hatte. Am zweiten Band hatte ich nun deutlich länger. Dies lag an diversen Gründen: nicht alle Geschichte haben mich überzeugt, so dass ich teilweise Pausen einlegte.

 

Dann kamen Punkte dazu wie wenig Zeit (privat sonst beschäftigt gewesen), der Horroktober (30-31 Horrorfilme in kurzer Zeit schauen und Reviews schreiben), berufliche Veränderungen (bald neue Stelle), Stress auf Arbeit (strenge Nächte auf Arbeit gehabt) und Covid-Erkrankung (in der Zeit habe ich vor allem Filme, Serien und Fussball geschaut). Ich habe sonst viel im ÖV und auf Arbeit gelesen. Da ich wegen Corona dann in Quarantäne war, konnte ich natürlich auch nicht ÖV fahren…

 

Die Aufmachung ist gleich wie im 1. Band. Auch hier gibt es informative Hintergrundinfos durch H.P. Lovecraft Kenner Marco Frenschkowski. Es gibt insgesamt weniger Geschichten/Novellen (Band eins = elf Geschichten, Band zwei = sechs Geschichten). Leider sind von diesen sechs Geschichten drei mittelmässig und fesselten mich deutlich weniger, so dass das Interesse teilweise wenig vorhanden war, die Geschichten zu verschlingen.

 

Die drei Geschichten, welche mir hingegen sehr zusagten waren Berge des Wahnsinns (die erste in diesem Band), Der Schatten über Innsmouth und Das Ding auf der Schwelle. Ich freute mich vor allem über Der Schatten über Innsmouth, da ich bisher nur Filme zu dem Thema sah, so z.B. den japanischen (TV?)Film The Shadow over Innsmouth (1992). Eine weitere Geschichte, welche ich bisher als Film kannte (Träume im Hexenhaus = Dreams in the Witch-House, USA 2005), war leider eine der drei, die nur mittelmässig waren. Die vorletzte Story (Der Schatten aus der Zeit) war sogar eine Sci-Fi only Plot d.h. kein Horror.

 

Fazit: Wer H.P. Lovecraft mag und interessiert ist, muss das Buch natürlich trotzdem haben. Die Qualität der Romane ist auch immer Geschmackssache und das Band lohnt sich nur schon aufgrund der schicken Aufmachung, dem schön gezeichneten Artwork (Front), den Hintergrundinfos seitens Marco Frenschkowski und wie gesagt: drei tolle Geschichten sind ja trotzdem noch enthalten!

 

Infos:

 

In Deutschland erschienen: Ja

 

Sprache: Deutsch

 

Verlag: Festa

 

Anzahl Seiten: 455

 

Roman/Sachbuch: Roman (Kurzgeschichten)

 

Art: Taschenbuch

 

Autoren: H.P. Lovecraft

 

Vorwort und Einleitungen von: Marco Frenschkowski

 

Erschienen: 2011

Montag, 13. Dezember 2021

Mystery of the Necronomicon Review

Mystery of the Necronomicon

Story:

 

In einem Ski-Resort werden Hotel Gäste auf mysteriöse Art und Weise tot und bestialisch verstümmelt aufgefunden. Privatdetektiv Satoshi Suzuhara und dessen Adoptivtochter Asuka Kashiwagi beginnen in dem Fall zu ermitteln…

 

Meine Meinung:

 

Ich bin kein allzu grosser Kenner von Animes, japanischen Zeichentrick-Filmen und/oder Serien. Einige wenige habe ich in der Sammlung. Und davon sortiere ich jetzt einige aus, die mir, so viel ich mich erinnern konnte, zu Sex lastig waren. Mystery of the Necronomicon ist der erste Titel und wie erwartet ein Adult-Anime sprich ein Anime mit vielen Sex-Szenen.

 

Obwohl der Anime aus dem Jahr 1999 stammt, unterscheidet sich die Animation und der Zeichentrick-Stil nicht von früheren Anime-Serien à la Captain Tsubasa, Lady Oscar, Sailor Moon oder Mila Superstar. Und diesen Animationsstil mag ich. Von der Optik her punktet der Anime, der aus insgesamt vier Episoden mit einer ungefähren Laufzeit von gesamthaft zwei Stunden besteht. 

 

Mystery of the Necronomicon ist absolut ok, dennoch wird der Adult-Anime aus der Sammlung entfernt. Ich hatte den Film Sex lastiger und langweiliger in Erinnerung. Und mit weniger Fantasy- und Horror-Szenen. Daher empfand ich die Neusichtung als fast besser, als was mir meine Erinnerung suggeriert hat.

 

Cool fand ich, wie es bereits der Titel verrät, die vielen H.P. Lovecraft Vibes und Zitierungen. Ich habe vor kurzem das Buch H.P. Lovecraft Chronik des Cthulhu-Mythos I gelesen und lese aktuell (vor allem auf der Arbeit) das zweite Band und mir kamen beim Schauen viele Erinnerungen an einzelne H.P. Lovecraft Geschichten in den Sinn = cool! Damit meine ich z.B. eine Detektiv-Geschichte, ein abgelegener Ort mit böser Stimmung, das Buch der Toten (welches auch in Necronomicon oder Tanz der Teufel zum Horror-Plot gehört) Alpträume und Visionen, «Tintenfische» oder Figuren (Herbert West aus Re-Animator). Vor allem für Fans von H.P. Lovecraft ist das ziemlich cool!

 

Für 120 Min. gabs dennoch zu viele Längen im Krimi-Plot, zu wenig Horror und zu viel Sex (Forced, Voyeur, Inzest, Lesben...). Hätte man die Handlung/Sex-Szenen verkürzt und die Horror- und Fantasy-Parts erhöht, wäre Mystery of the Necronomicon, der übrigens von den Urotsukidoji-Schöpfern stammt, ein echter Knaller geworden!

 

So kann ich lediglich eine Empfehlung für Hentai- und Adult-Anime Fans aussprechen!

 

Infos:

 

O: Kuro no Danshō

 

Japan 1999

 

R: Hideki Takayama, Yoshitaka Makino

 

D: -

 

Laufzeit der US-DVD: Ca. 120 Min.

 

Neusichtung am: Anfang Okt. 2021

 

Fassungen: Mir lag die US-DVD von Anime18 vor = alle vier Episoden, gute Bild- und Tonqualität, Englisch/Jap. mit englischen Subs, Uncut. Mir ist nicht bekannt, ob es davon eine Blu-Ray und/oder eine deutsche Fassung gibt (Stand: Okt. 2021).

Freitag, 17. September 2021

Necronomicon Review


Necronomicon

Story:

 

H.P. Lovecraft (Jeffrey Combs) findet in einer mystischen Bibliothek endlich das Necronomicon, aus welchem er drei Geschichten notiert:

 

1. Nach einem Unglück erweckt Edward De Lapoer (Bruce Payne) seine tote Ehefrau, obwohl er in einem Brief las, dass dies bereits seinen Vorfahren (u.a. Richard Lynch) nicht gut bekommen ist.

 

2. Eine junge Frau mietet sich in ein Haus ein und wird von ihrem gewaltbereiten Freund verfolgt, während im Obergeschoss ein Arzt (David Warner) mysteriöse Experimente durchführt…

 

3. Eine schwangere Polizisten (Signy Coleman) sucht nach ihrem vermissten Partner und einem Killer namens Butcher und dringt in die Pforten der Hölle vor…

 

Meine Meinung:

 

Bei Necronomicon handelt es sich um einen Episoden-Horrorfilm, der von einer Rahmenhandlung (mit Jeffrey Combs aus Re-Animator) und drei Episoden zusammengehalten wird. Regie führten Brian Yuzna (der auch produzierte), der Franzose Christophe Gans und Japaner Shûsuke Kaneko. Christophe Gans wurde erst danach mit seinen Hits Crying Freeman & Der Pakt der Wölfe zum gefragten Regisseur.

 

Brian Yuzna kennen Horrorfilm-Fans bestens: er realisierte u.a. Re-Animator 2 + 3 während Japaner Shûsuke Kaneko seine Karriere bei den Nikkatsu-Studios begann, ehe er zuletzt im Mainstream-Kino ankam (Azumi 2, Gamera: Guardian of the Universe). Eine interessante Mischung, die Yuzna da vereint hat. Yuzna selbst führte auch bei der Rahmenhandlung Regie.

 

Die ersten zwei Episoden sind gut. Nicht perfekt aber gut. In der ersten gefiel mir die H.P. Lovecraft Atmosphäre. Vor allem die Rückblenden und Szenen mit Richard Lynch (Invasion USA) sind sehr stimmungsvoll geworden wie auch die Effekte (Fisch-Monster und das Ungeheuer im Finale). Das waren noch Effekte! Die zweite Episode ist vielleicht vom Inhalt her die schwächste, aber bietet immerhin das beliebte Mad Scientist Thema und auch hier im Finale eine unglaublich gute Effekte-Sequenz, die ihresgleichen sucht (Schmelz-Szene).

 

Die dritte Episode stammt von Yuzna persönlich und ist die beste (nebst der Rahmenhandlung): alptraumhafter Inhalt, viele tolle Make-Up Monster und Splattereffekte! Sehr cool! Für die Effekte waren (zumindest laut imdb) gleich mehrere bekannte Künstler vertreten: John Carl Buechler (Mausoleum), Screaming Mad George (A Nightmare on Elm Street 4), Steve Johnson (Night Angel), oder ein Tom Savini (Maniac). Wahnsinn CGI wird nie dessen Qualität erreichen!

 

Fazit: Für Horror-Fans zu empfehlen!

 

Infos:

 

O: Necronomicon

 

USA, Frankreich, Japan 1993

 

R: Brian Yuzna, Shûsuke Kaneko, Christophe Gans


D: Jeffrey Combs, Richard Lynch, Bruce Payne, Belinda Bauer, Signy Coleman, Dennis Christopher, David Warner

 

Laufzeit der franz. DVD: 92:56 Min.

 

Gesehen am: Jugendzeit / Neusichtung am: 29.06.21

 

Fassungen: Mir lag zuerst die DVD aus Japan von Pioneer vor (damals DVD-Debüt). Uncut, Englischer Ton, jap. Subs. Später kaufte ich mir als Upgrade die franz. DVD von Metropolitan Filmexport da massiv hellere Bildqualität (und somit erkennt man die Effekte viel besser). Englisch mit festen franz. Subs. Gibt es inzwischen auch in D Uncut auf DVD (Kinowelt) oder Blu-Ray (Wicked Vision).

Samstag, 28. August 2021

H.P. Lovecraft Chronik des Cthulhu-Mythos I Review



H.P. Lovecraft Chronik des Cthulhu-Mythos I

Inhalt (Zitat Back-Cover):

 

«Diese Chronik in zwei Bänden vereint erstmals die vollständigen Werke Lovecrafts zum Cthulhu-Mythos – neben allen Kurzgeschichten auch die berühmten Novellen. Mit einem Vorwort und ausführlichen Erläuterungen von Deutschlands führendem Lovecraft-Experten Marco Frenschkowski.»

 

Meine Meinung:

 

H.P. Lovecraft war mir als Horrorfilm-Fan nur ein Begriff aufgrund der Brian Yuzna und Stuart Gordon H.P. Lovecraft Verfilmungen Re-Animator (plus die zwei Fortsetzungen), Dagon, From Beyond, Castle Freak, Dreams in the Witch-House und Necronomicon, japanischen Filmen (The Shadow over Innsmouth) oder Romanen von Edward Lee (The Dunwich Romance, The Haunter of the Threshold, The Innswich Horror oder Lucifer’s Lottery, wobei in letzterem Lovecraft nur als Figur in der Hölle, quasi als Tourguide, fungiert) plus US-Filme (The Curse & Die Farbe aus dem All) sowie einen Adult-Anime Mystery of the Necronomicon (glaube dort taucht Lovecraft sogar gen Finale als «Überraschungsfigur» auf).

 

Nun war ich interessiert, da mir langsam der Lesestoff ausgeht, Nachschub zu besorgen und war motiviert, mich nun direkt mit H.P. Lovecraft zu befassen. Da stiess ich auf Band I und II vom Festa Verlag mit Zusatzinfos, Einleitungen und Vorworten von H.P. Lovecraft Kenner Marco Frenschkowski. Im Band I sind folgende Kurzgeschichten und Novellen enthalten:

 

- Dagon

- Nyarlathotep

- Stadt ohne Namen

- Die Musik des Erich Zann

- Das Fest

- Der Ruf des Cthulhu

- Die Farbe aus dem All

- Geschichte des Necronomicons

- Der Fall Charles Dexter Ward

- Das Grauen von Dunwich

- Der Flüsterer im Dunkeln

 

Als Neuling braucht man etwas Zeit, ins Lovecraft Universum einzutauchen und sich dessen Schreibstil anzugewöhnen. Dabei sind die Geschichten auch unterschiedlicher Natur was deren Qualität und Längen angehen. Dagon war z.B. ultrakurz während Der Fall Charles Dexter Ward sogar als Roman einzeln hätte veröffentlicht werden können. Richtig schlecht ist keine. Es gibt bessere, aber auch weniger gute.

 

Ich brauchte bis Das Fest, bis ich definitiv Zugang zu Lovecrafts Geschichten fand. Danach packte mich der Roman und das Band ist etwas vom Besten, was ich in den letzten Monaten gelesen habe. Phasenweise ungeheuer fesselnd und spannend. Vor allem die Geschichten Der Ruf des Cthulhu, Die Farbe aus dem All, Der Fall Charles Dexter Ward, Das Grauen von Dunwich sowie Der Flüsterer im Dunkeln haben es mir angetan. Zum Glück sind dies auch einige der längeren Geschichten.

 

Mir passt sein Schreibstil und wie er das Grauen beschreibt. Alles wirkt sehr authentisch, gut erklärt und mit realistischen Hintergrundinfos durchzogen. Man merkt, dass Lovecraft sehr gebildet war. Die Infos von H.P. Lovecraft Kenner Marco Frenschkowski sind manchmal etwas zu viel des Guten, vor allem für Greenhorns, da ungeheuer viel zitiert und mit anderen Werken (oder anderen Autoren) von Lovecraft vernetzt wird. Aber das ist im Grunde nur wenig schlimm. Die Geschichten selbst sind eigentlich relativ unkompliziert geschrieben und man kann den Geschichten gut folgen.

 

Fazit: Für Horror- und Fantasy-Fans Pflichtlektüre! Kann es kaum erwarten mit Band II zu starten…

 

Infos:

 

In Deutschland erschienen: Ja

 

Sprache: Deutsch

 

Verlag: Festa

 

Anzahl Seiten: 499

 

Roman/Sachbuch: Roman (Kurzgeschichten)

 

Art: Taschenbuch

 

Autoren: H.P. Lovecraft

 

Vorwort und Einleitungen von: Marco Frenschkowski

 

Erschienen: 2011

Mittwoch, 5. August 2020

Die Farbe aus dem All Review

Die Farbe aus dem All

Story:

Als ein Meteor im Garten der Familie Gardner (u.a. Nicolas Cage) einschlägt, resultiert daraus eine sich langsam entwickelnde Gefahr für Leib und Leben…

Meine Meinung:

Die Farbe aus dem All von Regisseur Richard Stanley (Hardware, Dust Devil) und auf einer Kurzgeschichte von H.P. Lovecraft basierend ist nicht der erste Versuch, sich der literarischen Vorlage von H.P. Lovecraft anzunehmen.

Es gab schon einige Verfilmungen vom Stoff, darunter der sehenswerte 80er Jahre The Curse mit schön schleimigen Effekten von Lucio Fulci und zwei weitere Verfilmungen hören/sehen interessant aus und landen auf meiner zu langen Wunschliste (Colour from the Dark, Italien 2008 und Die Farbe, Deutschland 2010).

Die Farbe aus dem All bringt Regisseur Richard Stanley nach langer Pause als Regisseur zurück ins Filmgeschäft. Dank Star Nicolas Cage und den Mandy Produzenten erfuhr der Film im Voraus viel Aufmerksamkeit. Besonders optisch weiss der Film zu überzeugen. Wer die Vorlage von H.P. Lovecraft mochte, sollte sich den Film nicht entgehen lassen.

Die Farbe aus dem All liess mich persönlich leicht zwiegespalten zurück. Was die Arbeit der Maskenbilder angeht, so kommt der Film mit seinen Effekten nicht an The Curse heran. Dafür empfand ich Die Farbe aus dem All als unheimlicher und spannender, was ich auch sehr mag. Ich mochte auch die Tatsache, dass sich die Story und das Unheil langsam entwickeln. Die bedrohliche Stimmung ist von Beginn an spürbar und schon der Vorspann (mit den Aufnahmen der Wälder) war sehr stimmungsvoll. In dieser Hinsicht punktet und trumpft Die Fabre aus dem All auf.

Was die Effekte angehen gibt es einige hübsch altmodische Effekte sprich mechanische Body-Horror-Elemente à la The Thing und Co zu sehen. Das Dilemma ist, dass man diese Szenen immer nur sehr kurz sieht und/oder die Kamera ist zu nah dran und/oder die Szenen sind so dunkel, dass man nichts erkennt (als die Kreatur über der Tochter gebeugt ist im Finale sieht man so gut wie nichts).

Bei einige Szenen hätte die Kamera gerne länger und übersichtlicher draufhalten dürfen. Das ist schade aber zeigt auf, dass in der Hinsicht wohl nicht viel Budget zur Verfügung stand. Paar miese CGI Effekte runden das Ergebnis ab. Darstellerisch ist der Film gut geworden, auch wenn auf einige dramatische Familien-Klischees hätte verzichtet werden können.

Fazit: Die Farbe aus dem All kann man gut weckgucken und weckt das Interesse an den weiteren Verfilmungen der H.P. Lovecraft Adaption!

Infos:

O: Color Out of Space

USA 2019

R: Richard Stanley

D: Nicolas Cage, Joely Richardson, Madeleine Arthur, Elliot Knight, Tommy Chong

Laufzeit der deutschen Blu-Ray: 110:10 Min.

Gesehen am: 27.05.20

Fassungen: Mir lag die deutsche Single Blu-Ray mit Wendecover von Koch Films vor = Uncut, Deutsch/Englisch mit deutschen/englischen Subs, erstklassige Bild- und Tonqualität.