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Donnerstag, 30. April 2026

Secret of the Chinese Kung Fu

 

Secret of the Chinese Kung Fu

Story:

Chang Chi (Sze-Ma Lung) treibt auf offener See, ehe er von zwei Schwestern (u.a. Hsia Ling-Ling) gerettet wird. Er wird von den Mädels gesund gepflegt, nimmt in der kleinen Ortschaft einen Job an, trichtert den Bewohnern Selbstvertrauen und Kampfunterricht ein und legt sich mit dem lokalen Gangster (Lo Lieh) an. Dieser lässt japanische (Wong Lik, Lung Fei) und thailändische (Jack Long Shi-Chia, Blacky Ko Shou-Liang) Kämpfer «einfliegen», damit sie den Helden beseitigen…

Meine Meinung:

Aka Secret of Chinese Kung Fu. Bei Secret of the Chinese Kung Fu handelt es sich um einen 1977er Eastern aus Taiwan, der leicht an Filme wie Seven Samurai, The Chinese Boxer oder The Big Boss erinnert. Regie führte Sung Ting-Mei (The Traitorous, The Deadly Silver Spear). Von den drei Filmen, welche ich nun insgesamt von Sung Ting-Mei kenne, ist Secret of the Chinese Kung Fu der schwächste der drei Titel.

Das lag an der Tatsache, dass die ersten Filmhälfte relativ lahm war. Zudem gab es in dieser Hälfte auch Längen, der Plot ist relativ wenig originell und vor allem lag es daran, dass mir Sze-Ma Lung (The Snake Girl Drops In, The Green Dragon Inn, The Smart Cavalier, One Foot Crane) als Held nicht überzeugte. Vom Aussehen und vom Charisma her. In den Kampfszenen war er solide. Schon beim Vorspann zeigt er Kampfdemonstrationen und seine Kampfeinlagen, vor allem in der 2. Filmhälfte, waren solide und sehenswert. Auf Humor wird verzichtet, wobei einige der Bösewichte mit einem Overacting agieren.

Die Musik war Standard und Lo Lieh (The Golden Triangle, Kiss of Death, Dragon Swamp) gibt einmal mehr einen souveränen Bösewicht ab. Schade ist, dass er nur im Finale kämpfen darf. Das war etwas schade und leichte Potenzialverschwendung. In Nebenrollen als ausländische Kämpfer sind Jack Long Shi-Chia (Mystery of Chess Boxing), Blacky Ko Shou-Liang (Imperial Sword) und Lung Fei (Gold Constables, The Great Cheat, Tough Duel) zu sehen. Dabei macht vor allem letzterer als japanischer Meister eine gute Figur.

Fazit: Solider Eastern, aber kein Kracher!

Infos:

O: Wu Xing Ba Quan

Taiwan 1977

R: Sung Ting-Mei

D: Sze-Ma Lung, Hsia Ling-Ling, Lo Lieh, Lung Fei, Huang Fei-Lung, Jack Long Shi-Chia, Blacky Ko Shou-Liang, Wong Lik

Laufzeit der HK-LD: 86:35 Min.

Gesehen an: 30.04.26

Fassungen: Gesehen via HK-LD von Ocean Shores = sehr gute Bild- und Tonqualität, Mandarin oder Englischer Ton ohne Untertitel, Uncut. Zudem befindet sich das Englisch Dubbed VHS aus Holland von Dragon Video in meinem Besitz (und wird nicht gesichtet werden, da nur Englisch Dubbed. Es befindet sich ein zweiter Film auf dem Band = The Invisible Terrorist). Eine DVD gibt es in England. Die ist aber nur Englisch Dubbed. Es gibt keine Blu-Ray und keine deutsche Fassung (Stand: April 2026).

Mittwoch, 4. März 2026

Shanghai Massacre

Shanghai Massacre

Story:

China während der japanischen und französischen Besetzung:

Drei Gruppen von Chinesen (Wang Kuan-Hsiung, Elsa Yang Hui-Shan, Lung Fei, Chan Sing, Chen Hung-Lieh) beherrschen Shanghai. Als Elsa von Yasuaki Kurata getötet wird, schwört der ehrenhafte Wang (Wang Kuan-Hsiung) Rache…

Meine Meinung:

Von Shanghai Massacre war ich doch recht enttäuscht. Der Film, der mir einmal von einem Deutschen für 200 (!!!) Euro angeboten wurde (ich fand den dann für ca. 20-40 CHF), enttäuscht vor allem durch die wenige Anzahl von Actionmomenten. Bei dem Cast, der den Film auflaufen lässt, grenzt das Endergebnis an Potenzialverschwendung und kommt fast schon einer Arbeitsverweigerung gleich. Trotz Lee Tso-Nam (The Woman Avenger) als Regisseur, trotz First Films (Mission Kiss and Kill) als Produktionsfirma und trotz Blacky Ko Shou-Liang (Master Killers) als Action-Regisseur.

Trotz vielen bekannten Namen wie Elsa Yang (Deadly Silver Angels), Wang Kuan-Hsiung (Diamond Fight), Yasuaki Kurata (Legend of a Fighter), Lung Fei (Master of the Flying Guillotine), Chan Sing (Shaolin Warrior) und Chen Hung-Lieh (The Masks) wird der Kung Fu Fan am Ende enttäuscht. Viele der Stars kommen nur selten und teilweise nicht Mal in Action-Szenen vor. Wang Kuan-Hsiung und Elsa Yang sind die Hauptfiguren und Japaner Yasuaki Kurata, der natürlich einen Bösewicht spielt, kommt nur im letzten Viertel vor. Er macht noch fast die beste Figur, auch in den Actionszenen.

Die wenigen Actionszenen werden vor allem immer wieder durch unblutige Shoot-Outs gestört, wenn denn Mal gekämpft wird. Das ist schade. Das Shanghai Setting und der Plot sind 08/15 und gehört nicht zu meinen Lieblings-Settings in dem Genre. Das Hauptproblem ist aber die kleine Anzahl von Actionszenen. Der Film ist sehr dialoglastig. Somit tun sich viele lahme Füllszenen auf und statt Unterhaltung wird dem Zuschauer schnell langweilig. Und dass vor dem Finale ausgerechnet noch Elsa Yang aus dem Film scheidet, einer der wenigen interessanteren Figuren des Filmes, macht die Sache auch nicht besser.

Fazit: Kommt wahrscheinlich nicht in die Filmsammlung…

Infos:

O: Shang Hai Tan da ye

Taiwan 1981

R: Lee Tso-Nam

D: Wang Kuan-Hsiung, Elsa Yang Hui-Shan, Lung Fei, Chan Sing, Chen Hung-Lieh, Yasuaki Kurata

Laufzeit der südkoreanischen VHS: 87:43 Min.

Gesehen am: 04.03.26

Fassungen: Mir lag das südkoreanische VHS von Saek Yong Video Production vor = Vollbild statt Widescreen, gute Bildqualität, wahrscheinlich Uncut, Mandarin O-Ton mit koreanischen Subs. Es gibt noch eine US-VHS (Englisch Dubbed) von Paragon Video und eine VHS in der Türkei (Türkisch Dubbed und auch nur Vollbild). Andere Fassungen sind mir nicht bekannt (Stand: März 2026).

Montag, 23. Juni 2025

Diamond Fight

Diamond Fight

Story:

Diamanten werden gestohlen. Diverse Gangster und die Polizei (Norman Tsui, Michael Chan Wai-Man, Wang Kuan-Hsiung, Don Wong Tao, Phillip Ko Fei, Meng Fei) sind hinter diesen her…

Meine Meinung:

Diamond Fight, der in einigen Filmdatenbanken (aus Deutschland) nicht Mal gelistet wird, ist ein Anfang der 80er Jahre Actionfilm im modernen Setting von Regisseur Lee Tso-Nam (Lady Piranha, Chinese Kung Fu Against Godfather, Magic Warriors). Lee Tso-Nam hat viele verschiedene Filme gedreht und auch Diamond Fight lohnt sich. Der Plot ist zwar dünn und nur Mittel zum Zweck, dafür kann sich der Cast sehen lassen. Es sind sehr viele bekannte Namen dabei. Den Motiven der einzelnen Figuren zu folgen, war mir hingegen nicht möglich. Meine VHS lag nur synchronisiert vor (Kantonesisch ohne Untertitel). Schlimmer war die Tatsache, dass die Bildqualität sehr schlecht war. In nicht wenigen Momenten war, da so dunkel, nichts zu erkennen.

Der Film bietet Namen wie Norman Tsui (The Secret, The Web of Death), Michael Chan Wai-Man (Black List, Ghost Festival), Wang Kuan-Hsiung (Shaolin Heroes, The Green Jade Statuette), Don Wong Tao (Death Duel of Kung Fu, Wild Panther), Phillip Ko Fei (The Club, The Gold Connection), Meng Fei (Eagle Flying in September, The Invincible Kung Fu Trio) und Gordon Lius japanische Ehefrau aus Heroes of the East = Mizuno Yuka, die hier auch ihre Brüste präsentieren darf. Allgemein gibt es mehrere anrüchige und schmuddelige Nacktszenen als Füllszenen.

Obwohl Michael Chan Wai-Man nur bis kurz vor die 60. Minute zu sehen ist, muss ihm eine Hauptrolle nachgesagt werden. Bis dahin kommt er nebst Wang Kuan-Hsiung, die zweite grosse Hauptrolle, am meisten vor. Norman Tsui & Don Wong Tao sind in Nebenrollen zu sehen und der Auftritt von Phillip Ko ist nochmals geringer. Da Michael Chan Wai-Man, wenig überraschend, einen Killer spielt, beinhalten seine Szenen Action-, Kämpfe- und Mordversuche. Nach dem Ausscheiden von Michael Chan Wai-Man flacht der Film zunächst merklich ab, da deutlich weniger Action- und Kampfszenen. Doch vor dem Finale steigert sich der Film in dieser Hinsicht wieder. Die Action, choreographiert von Blacky Ko Shou-Liang, kann sich sehen lassen.

Fazit: Kurzweilig, actionreich und stark besetzt. Für Fans zu empfehlen!

Infos:

O: Bo sha

Taiwan 1981

R: Lee Tso-Nam

D: Norman Tsui, Michael Chan Wai-Man, Wang Kuan-Hsiung, Don Wong Tao, Phillip Ko Fei, Meng Fei, Mizuno Yuka

Laufzeit der US-VHS: 96:01 Min.

Gesehen am: 28.03.25

Fassungen: Mir lag das US-VHS von Rainbow Audio & Video vor = Statt Originalton Mandarin liegt der Film in Kantonesisch vor (ohne Untertitel), Vollbild. Leider war ausgerechnet die Bildqualität in mehreren Sequenzen, die auch Actionszenen bieten, so dunkel, dass nichts zu erkennen. Das war schon schade und schlimmer als das Vollbild, die fehlenden Untertitel oder den Kanto Track. Das VHS aus Südkorea ist leider nicht in Mandarin, sondern Englisch Dubbed. Englisch Dubbed sind auch VHS-Fassungen aus Griechenland und Skandinavien (Dänemark). Das VHS aus Spanien ist Dubbed in Spanisch. Es gibt keine DVD, keine deutsche Fassung und keine Blu-Ray (Stand: März 2025).

Samstag, 12. April 2025

Seven to One

Seven to One

Story:

Ting Hsia-Fang (Polly Ling-Feng Shang-Kuan) will den Tod ihres Vaters rächen und sucht, zusammen mit ihrem Freund, nach dem Mörder…

Meine Meinung:

Seven to One hat mir gut gefallen. Ich mochte vor allem die Tatsache, dass der Film in der Gegenwart (Taiwan 70er Jahre) spielt. Also ein modernes Setting. Ich glaube, dass ist der einzige Film mit Polly Ling-Feng Shang-Kuan (A Girl Called Tigress, Little Hero, The Mysterious Heroes, Shaolin Traitorous), den ich kenne, der nicht im klassischen Kung Fu Setting angesiedelt ist. Und diese willkommene Abwechslung mochte ich sehr.

Der Film von Cheng Hou (The Shaolin Invincibles, The Legend of Mother Goddess) ist eine taiwanesische Produktion, auch wenn es Filmdatenbanken gibt, die auch Hong Kong als Herstellungsland listen. Cheng Hou ist auch der Regisseur hinter Zodiac Fighters. Zudem hat Cheng Hou auch in Filmen wie Empress Dowager's Agate Vase, Heroine of Tribulation (eine Art heiliger Gral des Kung Fu Filmes, glaube es existiert eine Betamax in Südkorea), The Fight for Shaolin Tamo Mystique, Heroine Kan Lien Chu oder in The Rangers schon mit Polly Ling-Feng Shang-Kuan zusammengearbeitet.

Drei der oben genannten Filme (Empress Dowager's Agate Vase, The Fight for Shaolin Tamo Mystique und The Rangers) liegen mir noch ungesehen vor. Es machte Spass, Polly Ling-Feng Shang-Kuan Mal in einem modernen Film und in modernen 70er Jahre Klamotten zu sehen statt im klassischen Kung Fu Setting. Sie macht optisch eine gute Figur und Fans von ihr werden voll auf ihre Kosten kommen. Der Plot ist simpel und es gibt jede Menge Action sprich Kämpfe.

Yasuaki Kurata (The Good and the Bad, Sister Street Fighter: Hanging by a Thread, The Secret of Shaolin Poles) ist der 2. grosse Name an Bord der Produktion. Er spielt einen Sänger und den Retter von Polly. Er hilft ihr. Dass sich Yasuaki Kurata am Ende doch noch als Bösewicht entpuppt, ist leicht schade, aber durfte von Fans von ihm fast erwartet werden. Schade, aber auch etwas vorhersehbar. Dafür gibt es ein unendlich langes Finale mit unterschiedlichen Settings und Verfolgungsjagden (Strasse, See, Insel). Das lange Finale kompensiert für die ein oder andere lahme Sequenz in der Mitte des Filmes. Ansonsten legt der Film ein hohes Tempo an den Tag.

Fazit: Pflichtprogramm für Fans von Polly Ling-Feng Shang-Kuan!

Infos:

O: Nu ying xiong fei che duo bao

Taiwan 1973

R: Cheng Hou

D: Polly Ling-Feng Shang-Kuan, Yasuaki Kurata, Ma Chi, Chou Chung-Lien, Shao Lo-Hui, Yee Hung, Chiu Ting, Bruce Leung Siu-Lung, Lung Fong, Blacky Ko Shou-Liang

Laufzeit der US-Blu-Ray: Ca. 85 Min.

Gesehen am: 02.02.25

Fassungen: Gesehen via US-Blu-Ray von AGFA = zusammen mit Shaolin Invincibles auf einer Blu-Ray mit Schuber. Zu Seven to One = 35mm Print, Englischer Dub, hervorragende Bild- und Tonqualität. Soll ähnlich wie die Celestial Restaurationen von Shaw Brothers Filmen unzählige Fehlstellen und Frame-Cuts haben*. Region-All-Disc. Es gibt keine deutsche Fassung (Stand: Feb. 2025). Die VHS aus Südkorea ist auch Englisch Dubbed. *So fehlt das Intro in den Film (Verfolgungsjagd zu Fuss und Credits) und auch im Finale scheint ein grösserer Szenenblock zu fehlen (Polly verfolgt Kurata mit dem Motorrad, während Kurata Benzin auf die Strasse kippt, Szenenwechsel: Kurata bedient auf einem See ein Motorboot während Polly bewusstlos in einem kleinen Boot liegt, welches vom Motorboot nachgezogen wird).

Dienstag, 8. April 2025

Shaolin Invincibles

Shaolin Invincibles

Story:

Zwei Schwestern (Doris Lung Chun-Erh und Judy Lee) wollen den Tod ihrer Eltern rächen. Doch die Festung des Kaisers (Chen Hung-Lieh) wird streng bewacht. Hilfe erhalten sie von Kan Feng Chih (Carter Wong)…

Meine Meinung:

Shaolin Invincibles ist ein taiwanesischer Rache-Eastern von Hou Cheng (The Zodiac Fighters, The Legend of Mother Goddess, On the Waterfront) mit simpler Story und mit einem sehenswerten Cast bis in die Nebenrollen. Was den Film jedoch deutlich von anderen Kung Fu Filmen aus dieser Zeit abhebt, ist sein Fantasy- und Trash-Inhalt. Hier gibt es fast schon magische Inhalte wie kämpfende Gorillas oder Geschöpfe aus der chinesischen Folklore = Heibai Wuchang (Wiki sagt: «Die Heibai Wuchang sind zwei Gottheiten in der chinesischen Volksreligion, die dafür zuständig sind, die Geister der Toten in die Unterwelt zu geleiten»).

Diese Momente in dem Film sind schon ziemlich cool. Die Gorillas (= Männer in Kostümen/Anzügen) kämpfen viel und verlangen vor allem den Mädels im Finale alles ab, während unser Bösewicht grosse Freude an den schier unbesiegbaren Affen zeigt. Die Heibai Wuchang kommen am Anfang und dann im Finale zu. Ich mag die Geschöpfe mit ihren langen Zungen. Die kamen auch in Filmen vor, die in der Hölle spielen, z.B. in When Hell Broke Loose.

In Shaolin Invincibles kämpfen sie im Finale sogar gegen Carter Wong und kämpfen dabei mit ihren Zungen. Ihr Auftauchen im nebligen Wald wurde zudem sehr stimmungsvoll eingefangen. An diesen Szenen hatte ich Freude. Freude hatte ich auch am Cast. Carter Wong (The Mysterious Heroes, Shaolin Traitorous, The Shaolin Kids) mit Steven Seagal Mimik taucht hier und da auf, um den Mädels unter die Arme zu greifen. Dorian Tan Tao-Liang (Story in Temple Red Lily), ebenfalls mir ziemlich lahmer Mimik ausgestattet, kommt nur im Finale vor und demonstriert seine Kick-Techniken.

Als Bösewicht überzeugt Shaw Brothers Star Chen Hung-Lieh (Come Drink with Me, Fury of Shaolin Fist, A Sword Renounced). Er spielt den Kaiser und Endgegner. Blacky Ko Shou-Liang (An Eyes for an Eyes) spielt den schwarzen Heibai Wuchang und Jack Long Shi-Chia (The Mystery of Chess Boxing) ist als Bösewicht in einer Doppelrolle zu sehen. Ma Chang (Kung Fu Kids Break Away) überzeugt auch mit einem Auftritt. Seine Waffe ähnelt etwas einer fliegenden Guillotine. Als rechte Hand des Kaisers macht Yi Yuan (The Silver Spear) als weisshaariger General eine gute Figur.

Die Kampfszenen werden mit z.T. fantasievollen Waffen ausgetragen. Im Palast gibt es Fallen und Geheimgänge und es wird mit oder ohne Waffen gekämpft. So kommen Fans aller Ausrichtungen auf ihre Kosten. Die Choreographie ist solide, die Kampfszenen sind blutiger in Szene gesetzt als in manch anderem Eastern. Der Soundtrack ist sehr unspektakulär und unauffällig. Die zwei Mädels, die Hauptpersonen, gespielt von Judy Lee (The Unique Lama, Imperial Sword) und der schnuckeligen Doris Lung Chun-Erh (The Jade Fox, Eunuch of the Western Palace), machen als rächende Schwestern eine sehr gute Figur. Der ganze Plot inklusive Ende wird übrigens bereits in der 2. Szene des Filmes (eine Texttafel in Englisch) gespoilert.

Fazit: Sehenswerter Eastern!

Infos:

O: Yong Zheng Ming Sang Shao Lin Men

Taiwan 1977

R: Hou Cheng

D: Doris Lung Chun-Erh, Judy Lee, Chen Hung-Lieh, Blacky Ko Shou-Liang, Dorian Tan Tao-Liang, Carter Wong, Yi Yuan, Jack Long Shi-Chia, Ma Chang, Chen Shen-Lin

Laufzeit der US-Blu: Ca. 90 Min.

Gesehen am: Dez. 2010 / Neusichtung am: 20.01.25

Fassungen: Für meine damalige Erstsichtung stand mir die deutsche DVD unter dem Titel Das tödliche Duell der Shaolin zur Verfügung = tolle deutsche Synchro (oder Englisch d.h. ohne O-Ton), Widescreen, Uncut, Wendecover. Vor kurzem hat das US-Label AGFA den Film als Double Feature mit Schuber als Blu-Ray (zusammen mit Seven to One) veröffentlicht = 35mm Print in Mandarin mit festen englischen und chinesischen Subs, Uncut, hervorragende (wenn auch etwas blasse Farben) Bild- und Tonqualität. Region-All-Disc. Als Extras gibt es fast 30 Minuten Trailer zu sehen.

Donnerstag, 27. März 2025

An Eyes for an Eyes

An Eyes for an Eyes

Story:

Ein Vergewaltiger terrorisiert die Strassen Hong Kongs. Mutter Carmen Pak (Angie Cheong Wai-Yee) muss (via Telefon) mit anhören, wie ihre Tochter missbraucht wird. Die Tochter erholt sich davon nicht. Sie bringt sich um. Mutter Carmen schwört Rache am Täter…

Meine Meinung:

Aka An Eye for an Eye. Diese Low-Budget Produktion aus Hong Kong aus dem Jahr 2000 bekam ich geschenkt. Ansonsten hätte ich diesen Film nie auf dem Schirm gehabt. Vieles, was in Hong Kong nach 1995 veröffentlicht wurde, habe ich nicht gesehen, weil wenig Interesse und weil das neue HK-Kino weniger meinem Geschmack entspricht. Zudem gibt es noch so viele alte Filme aus Hong Kong (und auch Taiwan) zu entdecken.

An Eyes for an Eyes ist ein Mix aus Raped by an Angel und dem vor kurzem gesichtetem The Peeping Tom. Jedoch sind die Produktion Standards deutlich tiefer. Den Film kann man dennoch gut weggucken, aber ist halt nichts Besonderes. Angie Cheong (Keeper of Darkness, Bursting Point) macht einen soliden Job. Aber irgendwie ist das alles nichts Neues und hat man eben schon besser gesehen. Der Film ist auch in Sachen graphischer Gewalt und Nacktheit sehr harmlos. Kein Vergleich zu den CAT. III Titeln, die Anfang der 90er Jahre in Hong Kong rausgehauen wurden.

Der einzige mir bekannte Name ist Blacky Ko Shou-Liang, der schon zu Old School Kung Fu Zeiten vor der Kamera stand. Zu Jimmy Wang Yu Zeiten oft als Böserweicht in Nebenrollen (The One-Armed Swordsmen), danach folgten auch Hauptrollen in kleineren, unabhängigen Produktionen wie Mission Kiss and Kill (abseits von Golden Harvest, der Shaw Brothers und Co.) und auch als Choreograph war er oft in Produktionen integriert (The Last Blood). Eine seiner besten Arbeiten war Invincible, in welchem er auch Regie führte. Er sollte nur drei Jahre nach An Eyes for an Eyes in China sterben (Herzinfarkt).

Fazit: Nicht wirklich zu empfehlen. Dafür ist der Film zu billig, zu belanglos und zu zahm.

Infos:

O: Yi yan huan yan

HK 2000

R: Yuen Shu-Wai

D: Angie Cheong Wai-Yee, Blacky Ko Shou-Liang, Michael Tong Man-Lung, Emily Kwan Bo-Wai, Leila Tong Ling, Philip Keung Hiu-Man, Andy Wong Chi-Man

Laufzeit der HK-VCD: ?

Gesehen am: Mitte Januar 2025

Fassungen: Gesehen via HK-VCD von KAM = Uncut, solide Bild- und Tonqualität, O-Ton, englische Subs vorhanden. In HK ist der Film von Jumbo Plain auf DVD veröffentlicht worden. Es gibt keine deutsche Fassung, keine Blu-Ray und keine UHD (Stand: Jan. 2025).

Montag, 20. Januar 2025

A Girl Called Tigress

A Girl Called Tigress

Story:

Sau Fong (Polly Shang-Kuan Ling-Feng) ist auf der Suche nach ihrer Zwillingsschwester Sau Ping (Polly Shang-Kuan). Diese wird vom örtlichen Gangster-Boss Chow Kwan (Yasuaki Kurata) festgehalten. Sau Fong wird bei ihrer Suche von einem Freund (Chin Kang) begleitet. Derweil erschweren Clan-Rivalitäten zwischen dem Chow Kwan und einem anderen Clan (u.a. Blacky Ko Shou-Liang) die Suche nach Sau Ping…

Meine Meinung:

Bei A Girl Called Tigress handelt es sich um einen Anfang der 70er Jahre Basher aus Taiwan mit Polly Shang-Kuan Ling-Feng (Zodiac Fighters, The Ghostly Face, Little Hero) und Yasuaki Kurata (The Good and the Bad, Sister Street Fighter: Hanging by a Thread, The Secret of Shaolin Poles) in den Hauptrollen. Polly Shang-Kuan Ling-Feng spielt sogar eine Doppelrolle als Zwillingsschwester und der aus Japan stammende Kurata selbstverständlich den Bösewicht.

Der Film beginnt mit einem coolen Intro à la Bruce Lee Film. Zudem mit Musik aus einem Alice Cooper Song. Cool. Der Film hat auch immer wieder Action zu bieten. Doch der Plot ist uninteressant. Nicht wirklich langweilig als Film, aber wirklich unspektakulär. Es gibt zudem diverse Nebenfiguren und Nebenplots, die eigentlich immer wieder den Drive aus dem Film und Verlauf nehmen. Da hätte man gerne Szene straffen und weglassen können, um so Polly Shang-Kuan Ling-Feng und Yasuaki Kurata noch mehr in den Mittelpunkt zu stellen (die meisten Zuschauer werden den Film sowieso nur aufgrund der beiden ansehen).

Das heisst, der Plot wirkt vor allem lahm und einige Szenen wirken sehr repetitiv. Zur Verteidigung des Filmes sei gesagt, dass mir der Film in Mandarin ohne englische Untertitel zur Verfügung stand. Ab einem bestimmten Zeitpunkt nehmen die Kampfszenen zu. Mehr und mehr. Und Yasuaki Kurata und Polly Shang-Kuan Ling-Feng geraten mehr und mehr in den Vordergrund, was dem Film und dem Spektakel gut tut. Zuvor waren statt unsere Lieblinge Namen wie Chin Kang (Shaolin Warrior) oder Shan Mao (Wang Yu - Der Karatebomber) zu sehen. Und Blackie Ko Shou-Liang (Invincible). Auch bekannte Gesichter im 70er Jahre Basher-Kino.

Fazit: Für Basher Fans, vor allem dank der 2. Action intensiven Hälfte und viel Polly Shang-Kuan Ling-Feng und Yasuaki Kurata zu empfehlen!

Infos:

O: Shuang Mian Nu Sha Xing

Taiwan 1973

R: Wang Hung-Chang

D: Polly Shang-Kuan Ling-Feng, Yasuaki Kurata, Chin Kang, Shan Mao, Cheng Fu-Hung, Blackie Ko Shou-Liang

Laufzeit der HK-VHS: 74:43 Min.

Gesehen am: 24.11.24

Fassungen: Mir lag das Ocean Shores VHS vor = unbekannt ob Uncut oder nicht (wirkte auf jeden Fall nicht zensiert), Mandarin O-Ton, keine Subs, gute Bild- und Tonqualität, Vollbild. Zuvor lag mir die Englisch Dubbed VHS (ungesehen) vom gleichen Label vor. Das VHS wurde nach Holland verkauft. Es gibt keine DVD, Blu-Ray oder deutsche Fassung (oder sind mir zumindest nicht bekannt, Stand: Nov. 2024).

Donnerstag, 29. August 2024

Rosa

Rosa

Story:

Die HKer Polizei (u.a. Yuen Biao, Lowell Lo Koon-Ting) beschützen das Modell Rosa (Lu Hsiao-Fen) vor Killern (u.a. Dick Wei, Chung Fat). Derweil versucht Lowell bei Rosa zu landen und Yuen Biao verliebt sich in Lowells Schwester (Kara Hui) und umgekehrt...

Meine Meinung:

Ich sah den Film im März 2008. Nun, nach über zehn Jahren folgte die 2. Sichtung und ich empfand Rosa als nette, kleine und solide Unterhaltung. Die Hong-Kong-Produktion aus dem Jahr 1986 ist ein Genremix aus Action, Liebesgeschichte (vor allem im Mittelteil zwischen der 30. und 60. Minute) und Komödie. Für meinen Geschmack hätte der Film von Joe Cheung Tung-Cho (Return Engagement), der einige sehenswerte Filme realisiert hat (Flaming Brothers, Pom Pom and Hot Hot, The Killer in White, The Incredible Kung Fu Master), mehr Action haben dürfen.

Vor allem im Mittelteil. Die «Beziehungskiste» um Yuen Biao (Peacock King, Knockabout), Lowell Lo (Pedicab Driver), Ex-Shaw Brothers Legende Kara Hui (Wu Xia, Mrs K) und Lu Hsiao-Fen (Exposed to Danger, Kill for Love) waren die vielleicht schwächsten Szenen in einem sonst relativ amüsanten Film. Am Anfang herrscht guter Humor, auch durch Figuren wie Tai Bo (Into the Night) und vor allem Paul Chun (In the Line of Duty III) in einer amüsanten Rolle als Vorgesetzter von Yuen Biao und Lowell Lo. Blacky Ko Shou-Liang (Imperial Sword) habe ich im Gegensatz zu Ka Lee (Heroes Shed no Tears) nicht erkannt und Charlie Cho Cha-Lee (Who Cares) spielte eine ungewohnt ernste Rolle (mehr oder weniger).

Wer Yuen Biao mag, kommt dennoch auf seine Kosten, da Hauptrolle. Für die wenigen, aber grandiosen Action-Szenen und deren Choreographie war Yuen Biao zusammen mit Yuen Wah (Kick Boxer) und Mr. Vampire Star Lam Ching-Ying (The Ultimate Vampire) verantwortlich. In den ersten 60 Minuten gibt es jedoch nur ca. zwei Kampfszenen. Der Rest folgt im Finale. Etwas schade ist, dass Kara Hui und Chung Fat verhältnismässig wenig Kampfszenen bekommen haben. Und an Potenzialverschwendung erinnert auch der Ausgang des Kampfes von Dick Wei (City Warriors) gegen Yuen Biao. Ansonsten mochte ich, speziell Dick Wei und Chung Fat (Twinkle Twinkle Lucky Stars) als Bösewichte und die Kampfszenen rockten derbe.

Fazit: Für Yuen Biao und HK-Filmfans zu empfehlen!

Infos:

O: San Yung Seung Heung Baau Chuk Chap

HK 1986

R: Joe Cheung Tung-Cho

D: Yuen Biao, Dick Wei, Lu Hsiao-Fen, Lowell Lo Koon-Ting, Kara Hui, Paul Chun, Charlie Cho Cha-Lee, Chung Fat, Ka Lee, Blacky Ko Shou-Liang, Tai Bo

Laufzeit der HK-DVD: 91:49 Min.

Gesehen am: März 2008 / Neusichtung am: 27.05.24

Fassungen: Mir lag die HK-DVD von Universe vor = Uncut, O-Ton, englische Subs, Code Free, gute Bild- und Tonqualität. Es gibt keine Blu-Ray und keine deutsche Fassung (Stand: Mai 2024).

Donnerstag, 4. Juli 2024

Bandits, Prostitutes & Silver


2022 mit Angela Mao in Queens

Bandits, Prostitutes & Silver

Story:

Shang Li (Don Wong Tao) will seine Freundin, die als Prostituierte arbeitet, freikaufen. Dafür braucht er Silber, welches er nicht hat. Er plant, dies zusammen mit Sparrow (Wen Chiang-Long), einem Dieb, zu stehlen. Es gelingt ihm, doch nun wird er wird von diversen Parteien gejagt (Lo Lieh, Angela Mao Ying, Phillip Ko Fei)…

Meine Meinung:

Aka The Damned. Diese Hong-Kong Produktion aus dem Jahr 1977 ist zwar nicht mit einem grossen Filmstudio verbunden (keine Shaw Brothers oder Golden Harvest Produktion), dennoch macht der Wald-und-Wiesen-Kung-Fu Film Spass. Sieht man Mal von einer lahmen Anfangsphase (ca. 30 Minuten) und einem Kind (kommt vor allem im ¼ vor) ab. Der Plot ist simpel: Held Shang Li braucht Silber, um seine Geliebte, die als Hure arbeitet, von ihrem Elend erlösen zu können. Mit dem späteren Diebstahl zieht er alle ins Verderben. Eine Story um Schuld, Gier, Sühne und Moral, wie das Ende aufzeigt.

Sobald der Plot loslegt und die Parteien ihre Kung Fu Techniken und Geheimwaffen offenbaren, so kämpft Angela Mao mit tödlichen Schuhen und Lo Lieh hat eine Art fliegende Guillotine als Waffe, unterhält der Film durchgehend bis zum Ende. Don Wong Tao (Slaughter in San Francisco, Phantom Kung Fu) macht einen soliden Job. Er spielt die Hauptrolle. Lo Lieh (The Furious Killer, I Will Finally Knock You Down, Dad!) spielt den Bösewicht. Wang Hsieh (Fury of a Virgin, Queen Hustler), Angela Mao (Kung Fu Zombie - Der Gorilla mit der stählernen Klaue, The Swift Shaolin Boxer) und Phillip Ko (Revengeful Swordswoman, Duell der 7 Tiger) spielen Nebenrollen, von welchen vor allem Angela Mao und Phillip Ko als Paar und Gangster zu überzeugen wissen.

Zusammen unter der soliden Regie der Regisseurin Kao Pao-Shu (The Jade Fox, Female Fugitive), der soliden Action-Choreographie von Blacky Ko (Wang Yu - Eine Faust wie ein Hammer, Gambling for Gold) und dem grossartigen Soundtrack (gestohlene Musik von Ennio Morricone aus The Big Gundown), der so oft und lange zu hören ist (auch in Kampfszenen), ist Bandits, Prostitutes & Silver jedem Fan von klassischen Kung Fu Filmen nur zu empfehlen.

Infos:

O: Bo Ming

HK 1977

R: Kao Pao-Shu

D: Don Wong Tao, Wen Chiang-Long, Lo Lieh, Angela Mao Ying, Phillip Ko Fei

Laufzeit der holländischen VHS: 83:26 Min.

Gesehen am: 13.05.24 / 2. Sichtung als Bootleg VHS: 28.06.24

Fassungen: Mir lag das holländische VHS von Dragon Video vor, welches 2022 in Queens von Angela Mao signiert wurde = Vollbild, nur Englischer Dub (mässig), Uncut. Die Bild- und Tonqualität sind gut Es gibt keine deutsche Fassung und keine Blu-Ray (Stand: Mai 2024). Das VHS aus Taiwan ist im O-Ton mit englischen Subs. Andere O-Ton Fassungen sind mir nicht bekannt. Nachtrag 28.06.24: für eine 2. Sichtung schaute ich mir eine Bootleg VHS aus China an. Es handelt sich um eine Kopie der Ocean Shores VHS = gute Bildqualität (ursprünglich), aber mit vielen Defiziten in dieser Bootleg-Kopie. Grenzwertig zum Schauen, dafür im O-Ton mit englischen und chinesischen Untertiteln. Bilder = siehe unten:





Donnerstag, 27. Juni 2024

Murder Masters of Kung-Fu

Murder Masters of Kung-Fu

Story:

Miss Lam (Nancy Yen Nan-See) und ihr Vater führen eine Kampfschule. Regelmässig werden Turniere ausgetragen, um neue Schüler aufzunehmen. Als Sha Lung (Lung Fei) daraufhin in einem Kampf besiegt wird, muss er gegen seinen Willen zulassen, dass sein Gegner in die Schule aufgenommen wird. Und er scheint ein Auge auf Miss Lam zu werfen, welche Sha Lung vergöttert. Doch sie erwidert seine Bedürfnisse nicht…

Meine Meinung:

Murder Masters of Kung-Fu lag sechs Jahre ungesehen rum. Grund, dies zu ändern. Allgemein sah ich in den letzten Wochen kaum ungesehene VHS-Filme. Ebenfalls ein Grund, dies zu ändern. Murder Masters of Kung-Fu ist ein unbekannter Anfang 70er Jahre Basher aus Taiwan im modernen Setting. Dies stellt im Vergleich zu vielen anderen solchen Filmen eine willkommene Abwechslung dar. Andere Fassungen ausser diesem VHS sind mir auch nicht bekannt. Ich fand auch in China und Co. keine andere Fassung. Das ist schade wegen dem fehlenden O-Ton, da die englische Synchro alles andere als toll geworden ist. O-Ton würde den Film qualitativ aufwerten.

Murder Masters of Kung-Fu ist kein Kracher, aber absolut ok und solide. Und, das ist das Wichtigste, der Streifen von Regisseur Hsu Tien-Yung (Six Directions of Boxing, The Flying Dragon) ist nicht langweilig. Es gibt viele Kampf- und Turnierszenen, so dass der Film kurzweilig unterhält. Der Film, dessen Titel auch Evil Slaughter lautet, wartet mit einer etwas wirren Story auf. Alles in allem kann man sich aber an den Figuren orientieren: die liebliche Nancy Yen Nan-See (The Drunken Swordsman) = Heldin, Tien Peng (The Elimination Pursuit) = der mysteriöse Unbekannte und Lung Fei (Kung Fu Kids) spielt, wenig überraschend, den Bösewicht. Blacky Ko Shou-Liang (Im Würgegriff der gelben Schlange) habe ich nicht erkannt. Schade, dass es von Nancy Yen Nan-See nur sporadische Kampfszene zu sehen gab. Von ihr hätte ich gerne mehr gesehen. Dafür gibt es unzählige Kämpfe.

Fazit: Basher Fans werden zufrieden sein!

Infos:

O: Tie Jiao Wa

Taiwan 1973

R: Hsu Tien-Yung

D: Nancy Yen Nan-See, Tien Peng, Lung Fei, Liu Ming, Wu Tong-Chiao, Blacky Ko Shou-Liang

Laufzeit der US-VHS: 93:29 Min.

Gesehen am: 11.05.24

Fassungen: Mir lag das US-VHS von World Video Pictures vor = k.A. ob Uncut, Vollbild und somit an den Seiten beschnitten, solide Bild- und Tonqualität, nur Englisch Dubbed (schlechter Dub). Andere Fassungen sind mir nicht bekannt (Stand: Mai 2024).

Mittwoch, 26. Juni 2024

Master Killers

Master Killers

Story:

Phillip Ko Fei ist der Mörder des Vaters der Brüder Blacky Ko Shou-Liang und Casanova Wong. Die Brüder werden als Kind getrennt. Nun, viele Jahre später, trifft Phillip Ko Fei auf die Brüder und plant, diese gegeneinander aufzuhetzen. Der Plan schlägt fehl. Die Brüder treffen auf einen Meister (Tung Lin), der sie im Kampf unterrichtet, so dass sich diese an Phillip Ko Fei rächen können…

Meine Meinung:

Master Killers, eine taiwanesische Antwort auf Die Schlange im Schatten des Adlers und Co., bekam z.T. keine guten Kritiken. Master Killers hat mir, auch wenn kein Kracher, besser gefallen als erwartet. Ich denke sogar, in einer O-Ton Fassung wäre der Film nochmals besser. Der englische Dub ist nämlich schon ganz schön mies und billig, was den Film dank des Klamauks qualitativ nach unten zieht. Der Film macht beim Plot keine Überraschungen.

Warum mir der Film gefiel? Aufgrund des Casts und der Qualität der Kampf- und Trainingsszenen. Vor allem die Duelle von Blacky Ko Shou-Liang gegen Phillip Ko (2x), von Casanova Wong gegen Phillip Ko (1x), von Casanova Wong gegen Blacky Ko Shou-Liang (1x) und natürlich das lange, 12minütige Finale zwischen Blacky Ko Shou-Liang, Casanova Wong und Phillip Ko sind der Wahnsinn und absolut sehenswert. Eine der besten Kampfrollen von Phillip Ko Fei, der einmal mehr versteht, den Bösewicht, kaum besiegbar, zu spielen. Stark!

Nebst Phillip Ko Fei (The War of the Boundary, Cantonen Iron Kung Fu) überzeugen als Brüder-Helden die charismatischen Blacky Ko Shou-Liang (Imperial Sword, File of Heroes) und der südkoreanische Super-Kicker Casanova Wong (The Legendary Strike, Bloody Mafia). Beide machen, auch in den Kampfszenen, eine starke Figur. Respekt! In Nebenrollen sind noch Chiang Kam (Ghosts Galore, Lackey and the Lady Tiger) und der spätere Bloodsport-Star Bolo Yeung (Legacy of Rage, The Kung Fu Cook) zu sehen. Bolo Yeung spielt die rechte Hand von Phillip Ko und bekommt auch 1-2 tolle Kampfszenen spendiert.

Fazit: Jedem Old School Kung Fu Film-Fan zu empfehlen!

Infos:

O: Ban Zhu Chi Lao Hu

Taiwan 1980

R: Wang Hung-Chang

D: Phillip Ko Fei, Blacky Ko Shou-Liang, Casanova Wong, Tung Lin, Chan Lau, Hwang Kook-Ryang, Bolo Yeung, Chiang Kam

Laufzeit der holländischen VHS: 87:09 Min.

Gesehen am: 11.05.24

Fassungen: Mir lagen zwei VHS vor (wusste gar nicht, dass ich den doppelt habe). Zum einen das VHS aus Holland von Video for Pleasure (Englisch Dubbed, wahrscheinlich Uncut) und das HK-VHS von Ocean Shores (Englisch Dubbed, wahrscheinlich Uncut). Es sind unterschiedliche Master verwendet worden. Das VHS aus Holland hat bessere Farben, mehr Bildinfos an den Seiten, bietet das First Films Logo zu Beginn sowie eine The End Einblendung, welche bei der OS VHS fehlt. Der englische Dub ist schlecht. Leider ist mir keine O-Ton Fassung bekannt. In Deutschland zensiert auf VHS zu haben. Titel: Die Blutsbrüder der grausamen Fäuste. Vergleich zwischen dem VHS aus Holland und HK:












Dienstag, 27. Februar 2024

Imperial Sword

Imperial Sword

Story:

Ein Richter wird vor korrupten Offizieren ermordet. Die Tochter des Richters (Judy Lee) sinnt auf Rache. Die Bösewichte (Chang Yi, Blacky Ko Shou-Liang, Lung Fei, Jack Long Shi-Chia, Chin Lung, Yueh Yang) suchen nach dem Blood Rain Sword, werden von der Rächerin aber immer wieder gestört…

Meine Meinung:

Imperial Sword hat mir ziemlich gut gefallen. Das durch die Tatsachen, dass es eher wenig Klamauk und dafür viel fantasievolle Action gibt (vor allem Gimmicks und Waffen der Kämpfer) und auch der Cast kann sich sehen lassen, vor allem bei den Bösewichten. Der Ende der 70er Jahre Eastern aus Taiwan von Regisseur Chen Chi-Hwa (The Ape Girl, Retreat of the Godfather, The Young Taoism Fighter) hat mich gut unterhalten und mich von der Operation meiner Katze abgelenkt.

Die Story ist etwas verworren und es lohnt sich, diese zuvor zu studieren und in Erfahrung zu bringen. Wer die einzelnen Stars kennt, wird dem Plot danach problemlos folgen können. Ansonsten wird es schwierig, da, trotz englischen Untertiteln (mehr dazu unter Fassungen), diese in dieser Form und Fassung wenig brauchbar sind. Der Fan solcher Filme muss nicht selten schlechte Bildqualitäten in Kauf nehmen - Imperial Sword ist dabei leider auch schlechter als andere VHS.

Es wird mit Schwertern, Metallstangen, Metall-Krallenhänden oder einer fliegenden Guillotine gekämpft. Da kamen mir Filme wie Master of the Flying Guillotine, Shaolin – Eine Faust die tötet, A Sword Renounced, The Flying Guillotine oder The Avenging Eagle in den Sinn. Vor allem die Guillotine und die Krallenhände von Bösewicht Chang Yi (The File of Heroes) haben es mir angetan. Er hat mich dabei an Ku Feng und seinen Finalkampf gegen Ti Lung und Alexander Fu Sheng aus The Avenging Eagle erinnert.

Allgemein hat der Film, auch aufgrund des Casts, Shaw Brothers Vibes. Chang Yi spielt, Mal wieder, den Bösewicht und er macht dies sehr gut. Leider hat er dabei nur zwei Kampfszenen abbekommen, die aber zu den Highlights des Filmes zählen. Auch die anderen Bösewichte haben mir sehr gefallen, allen voran Lung Fei (The 7 Grandmasters), Blacky Ko Shou-Liang (Der Silberspeer der Shaolin) mit Tomas Milian Frisur (aus Die Strickmütze) sowie das Duo Jack Long Shi-Chia und Chin Lung. Was die Helden angehen überzeugen Judy Lee (The Legend of Mother Goddess) und Tien Peng (The Lost Swordship). Das Kind ist erträglich.

Fazit:

Für Kung Fu und Swordplay-Fans zu empfehlen!

Infos:

O: Sheng Jian Feng Yun

Taiwan 1977

R: Chen Chi-Hwa

D: Chang Yi, Tien Peng, Judy Lee, Yueh Yang, Hsieh Hsing, Ho Kang, Suen Ling, Blacky Ko Shou-Liang, Lung Fei, Jack Long Shi-Chia, Chin Lung

Laufzeit der südkoreanischen VHS: 83:34 Min.

Gesehen am: 09.01.24

Fassungen: Mir lag das VHS von Dong Yang Production aus Südkorea vor = durchschnittliche Bildqualität d.h. unscharf, verwaschen und die englischen Subs sind oft kaum lesbar, da heller Hintergrund. Dafür nicht abgedunkelt. O-Ton, wahrscheinlich Uncut. Auf DVD gibt es den Film in den USA und England (Vollbild, nur Englisch Dubbed). Es gibt keine Blu-Ray und keine deutsche Fassung (Stand: Jan. 2024).

Dienstag, 6. Februar 2024

File of Heroes

File of Heroes

Story:

Brother To (Chang Yi) gewinnt einen Wettkampf, der von den Japanern organisiert wurde. Sein Gegenüber, in Wahrheit ein chinesischer Spion (ein Jason Pai Piao Lookalike namens Charles Heung Wah-Keung), der sich als Japaner ausgibt, liess Brother To extra gewinnen um mit ihm zusammen den japanischen Aggressor bekämpfen zu können…

Meine Meinung:

Ein Basher aus Taiwan (eine Datenbank gibt auch noch Hong Kong als Herstellungsland an) aus dem Jahr 1974. Anfang der 70er dominierten nebst Swordplay-Streifen solche Basher. Vor allem billig in Taiwan oder Hong Kong inszeniert. File of Heroes scheint ein eher seltener Titel zu sein. Ich finde nur auf Youtube und Douban (Datenbank aus China) Infos zum Film (plus eine ofdb Besprechung). Andere Datenbanken (imdb, Letterboxd) sind ohne Reviews.

Wer gerne solche 70er Jahre Kung Fu-Filme mag, wird mit File of Heroes von Daniel Lau bestens bedient. Dieser hat, wie es scheint, nur wenige Filme realisiert. Zwei von ihm liegen mir noch ungesehen rum, nämlich Dragon and Tiger (US-VHS) und The Magnificent Kick (US-DVD). File of Heroes bietet eine wenig originelle Story: Böse Japaner, gute Chinesen, ein Kampfturnier und einen Undercover-Agenten. Alles schon gesehen. Aber bei dieser Art Film stört mich das nicht.

Was File of Heroes sehenswert macht sind die grosse Anzahl von Kampfszenen und der Cast. Langweilig wird es nie und es wird extrem viel gekämpft. Fans kommen daher voll auf ihre Kosten und Längen sind Mangelware. Freude hatte ich vor allem an Chang Yi (The War of the Boundary, Kung Fu Zombie - Der Gorilla mit der stählernen Klaue, Phantom Kung Fu, The Thundering Sword) als Held. Dazumal schlüpfte er nebst Shaw Brothers Produktionen oft in die Rolle des Helden, z.B. in Gambling for Gold. Und der Tatsache, dass auf Klamauk verzichtet wird.

Chang Yi macht seine Sache mehr als ordentlich. An seiner Seite gefallen die kämpfenden Mädels. Cecilia Wong Hang-Sau (Dirty Kung Fu) und Nancy Yen Nan-See (The Six Directions Boxing) sind das.  Charles Heung Wah-Keung (The Mysterious Foot-works of Kung Fu), der im Film vom Aussehen her Jason Pai Piao ähnelt, überzeugt als Agent. Er macht in den Kampfszenen eine fast noch agilere Figur als Held Chang Yi. Als böser Japaner (einer der Kämpfer) ist ein junger Blacky Ko Shou-Liang (My Father Is a Hero) zu sehen.

Fazit: Solide und sehenswert!

Infos:

O: Ying Xong Bang

Taiwan, HK 1974

R: Daniel Lau

D: Chang Yi, Charles Heung Wah-Keung, Shih Chung-Tien, Miao Tian, Blacky Ko Shou-Liang, Nancy Yen Nan-See

Laufzeit der indonesischen Betamax: Ca. 85 Min.

Gesehen am: 27.12.23

Fassungen: Mir lag die indonesische Betamax von Pan Video vor = Englisch Dubbed (schlecht), Vollbild und damit an den Seiten beschnitten, wahrscheinlich Uncut. Andere Fassungen sind mir nicht bekannt (Stand: Dez. 2023).