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Samstag, 13. Juni 2026

The People Who Own the Dark

 

The People Who Own the Dark

Story:

Auf einem abgelegenen Anwesen feiert der Baron (Paul Naschy) und die High Society inklusive einiger Escort-Damen schmuddelige Partys, während draussen eine nukleare Katastrophe geschieht. Deren «Flash» lässt alle Opfer erblinden. Da die Partygäste im Untergrund gefeiert haben, wurden sie davon verschont. Als sie sich in die Stadt aufmachen, um Nahrungsmittel zu plündern, eskaliert die Situation…

Meine Meinung (Spanische Originalfassung):

Als ich mich für diesen Film vorbereitet habe, musste ich sofort an den auch in Severin Films Box Exorcismo: Defying a Dictator & Raising Hell in Post-Franco Spain enthaltenen Creation of the Damned denken, der ein ähnliches Szenario erzählt: eine Gruppe von Personen auf engsten Raum, während draussen eine nukleare Katastrophe geschieht. Mir schwante Böses, aber zum Glück ist The People Who Own the Dark besser und effektiver als der langweilige Creation of the Damned. The People Who Own the Dark ist bis dato nebst The Bell from Hell der beste Film in Severin Films Box-Set.

The People Who Own the Dark sah ich mir in der spanischen Originalfassung an. Der US-Edit hat nicht nur die sprachliche Veränderung, sondern ist auch kürzer. Es wurden Inhalte (Story-Verlauf und Figurentiefe) entfernt. Zudem hat die US-Fassung eine neue Musik erhalten. Die spanische Originalfassung von León Klimovsky (Vengeance of the Zombies, The Werewolf vs. Vampire Woman, Trauma) hat mir gefallen. León Klimovsky hat in seiner Karriere oft mit Paul Naschy (The Beast and the Magic Sword, Human Beasts, The Werewolf and the Yeti) zusammengearbeitet, der hier ebenfalls an Bord ist.

Der Film ist interessant, da die Gruppe aus reichen Personen besteht, die in der Stadt dann auf die einfachen Bürger treffen, die an den Folgen der nuklearen Katastrophe zu leiden haben. Und es gibt Spannungen, die danach zu den Szenen führen, die, und das kommt wirklich so rüber, an Die Nacht der lebenden Toten erinnern. Der einfache Bürger tut sich zusammen, um am «Adel» Rache zu nehmen. So in etwa gestaltet sich der Plot. Nebst Paul Naschy sind hier noch Namen wie Nadiuska (Challenge of the Tiger) sowie Jess Franco Stammschauspieler Antonio Mayans (Night of Open Sex, Black Boots, Leather Whip, Macumba Sexual) zu sehen. Und das fiese End war genau nach meinem Geschmack.

Fazit: Nicht uninteressant!

Infos:

O: Ultimo Deseo

Spanien 1976

R: León Klimovsky

D: Paul Naschy, Nadiuska, Alberto de Mendoza, Tony Kendall, Maria Perschy, Teresa Gimpera, Emiliano Redondo, Julia Saly, Antonio Mayans

Laufzeit der US-Blu: 99:57 Min.

Gesehen am: 13.06.26

Fassungen: Gesehen via US-Blu-Ray von Severin Films (Exorcismo: Defying a Dictator & Raising Hell in Post-Franco Spain) = nebst der spanischen Uncut Fassung (Spanisch mit englischen Untertiteln) befindet sich auch die ca. 20 Min. gekürzte und veränderte (neue Musik) US-Fassung auf der Disc. Die Bild- und Tonqualität sind hervorragend. Als Extras gibt es u.a. ein Interview mit Antonio Mayans und ein Sitges Filmfest Special. Es gibt keine deutsche Fassung (Stand: Juni 2026).

Dienstag, 10. März 2026

Conquest


Conquest

Story:

In einer barbarischen und animalischen Welt, in der das Gesetz des Stärkeren regiert, ziehen zwei Männer (Andrea Occhipinti, Jorge Rivero), durch Schicksal vereint, durch die Welt, um diese vor dem Bösen (u.a. Sabrina Siani) zu befreien…

Meine Meinung:

Conquest wird von vielen Fans belächelt, als schwacher Fulci-Film oder als Trash angesehen und betitelt. Ich kann dem nicht zustimmen. Es ist unendlich viele Jahre her, seit ich mir diesen Film, eine italienisch-mexikanisch-spanische Koproduktion, angesehen habe. Heute hatte ich Lust darauf und habe die Sichtung nicht bereut. Conquest gefiel mir heuer sogar noch besser als früher. Ich sah mir den Film heute erstmals in Deutsch an. Die Synchronisation ist dem Englischen oder Ital. Dub klar vorzuziehen.

Ob der Film eine Conan (Conan der Barbar, USA 1982) Kopie ist, ist mir nicht bekannt. Jedoch ist das gut möglich. Lucio Fulci sprang schon auf andere Trends auf (z.B. folgte auf Dawn of the Dead Zombi 2). Conquest spielt in einer eigenen, nicht definierten Welt. Dem Film gelingt es, eine wunderbare Endzeit- und Fantasy-Stimmung zu generieren. Dies durch klug eingesetzt Stilmittel wie z.B. die Kameraoptik oder den Einsatz von viel Nebel. Die Settings sind abwechslungsreich, muten surreal und traumhaft an. Die Bilder sind stark und die Settings abwechslungsreich.

Dazu kommt, dass der Film viele charmante Effekte, Kostüme und Monster nach meinem Geschmack bietet. Es gibt diverse Ungeheuer, die Zombies ähneln, aber per se keine wirklichen Zombies sind. Zu der bösen Monster-Truppe gehören auch Kreaturen, die aus Star Wars entsprungen sein könnten (ein umgewandelter, monströser Chewbacca), fischartige Monster und eine fast splitternackte Anführerin, die den ganzen Film über eine Maske trägt (und erst im Finale ihr tolles Make-Up-Monster-Gesicht präsentiert). Hier und da schmust sie mit einer Schlange.

Dazu gibt es einige CGI-Laser-Effekte. Wenn unsere Helden den Pfeilbogen als Waffe einsetzen, so sind das ebenfalls charmante Effekte nach meinem Geschmack. Es gibt eine Szene, da waren die Effekte in der Tat «billig ins Bild kopiert». Dann, als unsere Helden in Deckung gehen und von unzähligen Pfeilbögen der Bösewichte beschossen werden. Das war die einzige Sequenz, welche tricktechnisch nicht genügt hat. Ansonsten waren es tolle Make-Up Kreationen, Masken und Kostüme. Für Lucio Fulci Verhältnisse mag es zwar eher harmlos zugehen, aber es gibt dennoch auch einige sehenswerte Splattereffekte und genug nackte Haut zu sehen, um Euro-Cult Fans zufriedenzustellen.

Der Film legt ein angenehmes Tempo an den Tag. Der kaum vorhandene Plot bietet immer wieder Verschnaufpausen. Dank den tollen Settings, den soliden Leistungen der Darsteller um Andrea Occhipinti (Der New York Ripper), Jorge Rivero oder Sabrina Siani (Aenigma) inklusive der tollen Musik von Claudio Simonetti (Mother of Tears) überzeugt der Film auch in diesen ruhigeren Momenten. Das Finale hätte etwas effektiver und länger ausfallen dürfen, aber im Grossen und Ganzen bietet Conquest ein unterhaltsames Sehvergnügen. Gehört Conquest also zu den schwächeren Filmen von Lucio Fulci (Lizard in a Woman's Skin, The House by the Cemetery)? Ich sage nein!

Fazit: Italo-Fantasy vom Feinsten!

Infos:

O: Conquest

Italien, Spanien, Mexiko 1983

R: Lucio Fulci

D: Andrea Occhipinti, Jorge Rivero, Sabrina Siani

Laufzeit der deutschen DVD: 85.00 Min.

Gesehen am: 27.07.04 / Neusichtung am: 10.03.26

Fassungen: Früher sah ich den Film via US-DVD von Anchor Bay oder Blue Underground. Als 84 Entertainment dann eine Fassung in Ital. mit Subs anbot, kaufte ich den neu. Die heutige Sichtung erfolgte daher über das deutsche Mediabook von 84 Entertainment. Der Film liegt in zwei Fassungen vor (regulär und als Grindhouse Version). Dazu gibt es ein Booklet und eine Soundtrack CD mit der Musik von Claudio Simonetti. Das Set wurde am Brugggore Filmfestival von Claudio Simonetti signiert. Der Film liegt in Deutsch, Englisch oder Ital. mit deutschen Subs vor. Ich sah mir den Film erstmals in Deutsch an und die Synchronisation ist gelungen und qualitativ besser als der Englische oder Ital. Dub. Wer eine Blu-Ray möchte, muss zur neuen US-Ausgabe von Cauldron Films greifen. Die haben den Film mit einer Soundtrack-CD, mit einer Bonus-Blu-Ray, einer Blu-Ray (Film) und einer UHD (Film) veröffentlicht. Dazu Ital./Englischen Ton mit englischen Untertiteln und vielen Extras (unzählige exklusive Interviews).

Donnerstag, 5. März 2026

Creation of the Damned

 

Creation of the Damned

Story:

Nordamerika in einer entfernten Zukunft:

Nach einem Atomkrieg leben fünf Personen in einem Bunker unter der Erde. Mit der Zeit machen sich Spannungen breit…

Meine Meinung:

Creation of the Damned ist ein Mitte der 70er Jahre Film aus Spanien und ein Mix aus Endzeit, Kammerspiel, Sci-Fi und unterschwelliger Sozialkritik (der Bunker und das Szenario wird metaphorisch als Untergang des Franco Regimes gesehen, daher wurde der Film auch in Severin Films Box Exorcismo: Defying A Dictator & Raising Hell In Post-Franco Spain aufgenommen). Ob die Filmemacher dies jedoch tatsächlich auch so sahen, ist mir nicht bekannt. Auf der Blu-Ray hätte es ein Interview mit Regisseur José Ulloa, ggf. würde er mehr dazu sagen.

Allerdings werde ich mir dieses nicht ansehen, da ich Creation of the Damned vor allem einfach langweilig und öde fand. Ich habe nichts gegen Kammerspiele (z.B. Der Totmacher). Aber Creation of the Damned merkt man das kleine Budget negativ an, zumal auch die Figuren nicht wirklich glaubhaft agieren. Der Film ist wirklich einfach langweilig und der Plot kommt schwer in die Gänge. Es gibt eigentlich keine wirklichen Highlights. Nur als in der einen Aussenaufnahme paar verweste Leichen zu sehen sind, kann ich da ansatzweise von kleineren «Highlights» sprechen. Ansonsten darf in Sachen Effekte, Gewalt, Action oder Sex nichts erwartet werden.

Für heutige Verhältnisse wirkt der Film auch angestaubt. Die Stars um Craig Hill (Anguish), Patty Shepard (Slugs), Teresa Gimpera (The Night of the Devils) oder Fernando Hilbeck (Flesh + Blood) haben zwar Genre-Erfahrungen, werden aber durch ein schwaches Drehbuch im Stich gelassen. Der Film spielt zu 95% im Bunker. Es kommt auch eine Katze namens Pussy (sehr originell) vor, die den Film leider nicht überlebt und gehäutet im Kühlschrank landet. Wenn die künstliche Intelligenz danach gefragt wird, so bekommen wir die Antwort, dass die Katze wirklich getötet wurde (was ich mir jedoch nicht vorstellen kann). Denn, wenn anders oder alternativ danach gefragt wird, heisst es bei der nächsten Antwort, das Effekte und/oder ein toter Hase für die «tote Katze» verwendet wurden. 

Fazit: Langweiliges Kammerspiel und daher nicht zu empfehlen!

Infos:

O: El Refugio del miedo

Spanien 1974

R: José Ulloa

D: Craig Hill, Patty Shepard, Teresa Gimpera, Fernando Hilbeck, Fernando Millet

Laufzeit der US-Blu: Ca. 96 Min.

Gesehen am: 05.03.26

Fassungen: Gesehen via US-Blu-Ray von Severin Films (Exorcismo: Defying A Dictator & Raising Hell In Post-Franco Spain Box) = Uncut, hervorragende Bild- und Tonqualität, O-Ton, englische Subs, exklusive Interviews. Gibt es in Deutschland unter dem Titel Gefangene der Tiefe auf VHS.

Samstag, 24. Januar 2026

MadS

MadS

Story:

Romain (Milton Riche) macht, bevor er eine Party aufsuchen will, einen Abstecher zu seinem Dealer und konsumiert Drogen. Auf dem Weg zur Party beginnt für Romain ein Höllentrip…

Meine Meinung:

MadS schaute ich mir ohne Vorwissen an. Ich wusste nichts über den Film, den Regisseur oder die Produktion. Erst danach erfuhr ich, dass der Film ohne Schnitt gedreht worden sein soll (à la One Cut of the Dead). Jedoch fand ich in Online Reviews/Videos und gegenteilige Aussagen, dass da mit Technik nachgeholfen wurde. Ob dies stimmt oder der Film wirklich am Stück und ohne Schnitt gedreht wurde, kann ich daher weder dementieren noch bestätigen. Für die Qualität des Filmes und meinem Fazit spielt das aber auch keine Rolle.

MadS ist ein französischer Film. Eine Art Mix aus 28 Days Later auf Drogen mit künstlerischer Note. Während der Sichtung vermutete ich zuerst einen Studentenfilm, so schlecht war der Streifen. MadS war einer der schlechtesten Filme, welche ich je gesehen habe. Extrem nervend. Ich wollte während der Sichtung schon nach 20-30 Min. ausschalten. Das heisst viel. Das ist selten. MadS ist ein Film ohne Sinn und Verstand mit untalentierten, lächerlichen und nervenden Menschen, die sich "Schauspieler" nennen. Das Schauspiel ist an Lächerlichkeit kaum zu überbieten. In meinen Augen waren das Laien. Es gibt fast keinen Plot. Romain verschwindet ab der Mitte des Filmes und danach geht es mit seiner Freundin, die noch viel nervender agiert und schlechter spielt, weiter.

Am Ende gibt es keine Erklärungen. Der Plot ist einfach nur langweilig und vor allem nervend. Vor allem das ewige, hysterische und laute Gekreische aller Personen war nicht zum Aushalten. Absolut nicht. Niemand konnte in dem Film ruhig und normal kommunizieren. Das in Zusammenhang mit dem Sound-Design war höllisch nervend. Irre Menschen irren durch die Strassen, haben Zuckungen, schneiden Grimassen, schreien und nerven. Das ist der Hauptplot des Filmes. Echte Effekte gibt es bis auf das Finale (eine angefressene Leiche) auch nicht. Es wird nur mit roter Farbe gearbeitet (war wohl kaum Budget vorhanden).

Fazit: Totalausfall. David Moreau kommt auf die schwarze Liste!

Infos:

O: MadS

Frankreich 2024

R: David Moreau

D: Lucille Guillaume, Lewkowski Yovel, Xiomara Melissa Ahumada Quito

Laufzeit der Bootleg-Blu-Ray: Ca. 86 Min.

Gesehen am: 24.01.26

Fassungen: Gesehen via Bootleg-Blu-Ray = Uncut, hervorragende Bild- und Tonqualität, Franz. O-Ton mit englischen Subs. MadS gibt es in Deutschland offiziell von capelight pictures / AL!VE auf Blu-Ray.

Montag, 19. Januar 2026

28 Years Later: The Bone Temple

28 Years Later: The Bone Temple

Story:

Nach dem Ende des Vorgängers geht es wie folgt weiter:

Spike (Alfie Williams) muss eine Prüfung ablegen und wird, mehr gegen seinen Willen als freiwillig, in Sir Jimmy Crystals (Jack O'Connell) Gang (u.a. Erin Kellyman) integriert. Danach ziehen sie mordend durch das Land bis sie zufällig auf Dr. Kelson (Ralph Fiennes) stossen, der in der Zwischenzeit mit Alpha Samson (Chi Lewis-Parry) experimentiert hat…

Meine Meinung:

Nach dem Ende des Vorgängers, welches mir missfallen hat, wollte ich mir die Fortsetzung von Candyman Regisseurin Nia DaCosta eigentlich nicht (im Kino) ansehen. Aber nach einigen Reviews und Zeilen, die ich dazu gelesen habe, entschied ich mich dann doch, den Film spontan im Kino zu besuchen. Eigentlich sollte jedoch abgewartet werden, bis auch noch der neue dritte Teil dieser Trilogie folgt und dann sollten alle drei Filme am Stück als "ein Film" angesehen werden. Das käme sicher besser. Ich mochte die Tatsache, dass der Film nicht wirklich ein 08/15 Mainstream-Streifen ist und die künstlerische Note des Filmes gefiel mir auch.

Dennoch mochte ich den ersten Teil etwas mehr da mehr Plot, mehr Action, mehr Abwechslung, mehr Settings, optisch interessanter und mehr Tiefe und Dramatik die Figuren betreffend. 28 Years Later: The Bone Temple hat so gut wie keinen Plot, ist an sich wenig spannend und war z.T. vorhersehbar. Das galt zum einen für das offene Ende oder die Tatsache, wer aus Jimmys Truppe überleben wird und wer nur Kanonenfutter ist. Mit den Jimmys wurde ich nicht sonderlich warm, konnte sie als Story-Gerüst aber annehmen. Deren Sub-Plot nimmt mehr Zeit ein, als jener von Ralph Fiennes und Samson (letztere haben schon fast unterschwellig homoerotische bzw. Bob und Day of the Dead Vibes). Am Ende gibt es die tolle 28 Days Later Musik zu hören. Unschön fallen mehrere billige CGI-Momente (mit Feuer) ins Auge. Der Gewalt-Level ist in einigen, wenigen Momenten nett anzusehen.

Alfie Williams wird in den Hintergrund gedrängt. Seine Figur kann sich nicht entfalten und es gibt kein Wiedersehen mit seinem Film-Vater. Das ist etwas schade, da er im ersten Film sehr überzeugt hat. Ralph Fiennes spielt klasse. Sein Overacting im Finale war fast zu drüber. Die Iron Maiden Szene war Edel-Trash vom Feinsten. Alpha Samson wird weiter charakterisiert (wie erwähnt à la Bob in Day of the Dead). Die Tanzeinlagen fand ich hingegen grossen Mist. Jack O'Connell spielt den Anführer der Bösewichte, die scheinbar vom Pädophilen Künstler Jimmy Savile inspiriert wurden. Ein Schlag für alle Missbrauchsopfer auf der einen, auf der anderen Seite halt britischer, schwarzer Humor. Jack O'Connell fällt am Ende ab, was seine Darbietung angeht. Er gefiel mir als böser Vampir in Sinners besser. Eindrücklicher. Von den neuen Figuren hat mir Erin Kellyman (The Green Knight) gut gefallen. Es darf gespannt sein, wie es im dritten Teil, der noch nicht gedreht wurde, weitergeht.

Fazit: Nur schon wegen der Iron Maiden Nummer lohnt sich der Kinobesuch!

Infos:

O: 28 Years Later: The Bone Temple

Grossbritannien, USA 2026

R: Nia DaCosta

D: Jack O'Connell, Ralph Fiennes, Emma Laird, Alfie Williams, Chi Lewis-Parry, Erin Kellyman, Robert Rhodes

Laufzeit der Kinofassung: Ca. 110 Min.

Gesehen am: 19.01.26

Fassungen: Im Kino gesehen = Uncut (ab 16), Englischer O-Ton, deutsche Subs. Soll am 31.12.26 von Sony Pictures in Deutschland auf DVD, Blu-Ray und UHD erscheinen. In Deutschland hat der Film keine Jugendfreigabe erhalten.

Mittwoch, 11. September 2024

Death Warmed Up


Death Warmed Up

Story:

Michael Tucker (Michael Hurst) wird als Kind nach einer Gehirn-OP manipuliert und unter Mithilfe von Hypnose dazu gebracht, seine Eltern zu töten. Danach landet Michael in der Irrenanstalt. Dafür verantwortlich war Dr. Archer Howell (Gary Day). Nach acht Jahren wird Michael entlassen und er kennt nur ein Ziel: Dr. Archer Howell zu finden und sich zu rächen…

Meine Meinung (HD-Cut):

Aka Robot Maniac. Ich sah den Film bisher nur einmal. Das war vor dem Jahr 2006 beim Kumpel, der davon aus seinem Urlaub in Japan die DVD mitbrachte. Ich wusste so gut wie nichts mehr über den Film. Death Warmed Up sah ich also seit gut 20 Jahren nicht mehr. Der Film, ein Werk aus Neuseeland und Australien, stammt von David Blyth, dem mit Death Warmed Up wohl sein bekanntester Film gelang. Halt die glorreichen 80er Jahre (Splatter)Filme.

Death Warmed Up ist ein wilder Ozploitation-Film und Mix aus Mad Max/Endzeitfilm mit Zombie- und Mad scientist Motiven. Kein Kracher, vielleicht auf eine Art und Weise auch überbewertet und nicht so gut wie sein Ruf, aber auch definitiv nicht uninteressant. Es ist schon interessant, dass im Australischen Kino, zumindest im Genre-Film, so viele Hinterwälder oder Rednecks hausen. Siehe Filme wie Wolf Creek, Mad Max, Fair Game oder die wunderbaren Gestalten aus Razorback. Oder ganze Dorfbewohner wie in Wake in Fright.

Death Warmed Up strahlt eine gewisse Faszination aus. Dem Film gelingt es, zu fesseln und aufgrund der vielen Horrorelemente, dem hohen Tempo und der kurzen Laufzeit vermag der Film zu unterhalten. Langweilig wird es eigentlich nie. Teilweise hat man das Gefühl, dass David Blyth schon fast zu viele Dinge in seinen Film untergebracht haben wollte. Die Rednecks sind wunderbar und erinnern auch ans Troma-Kino, während der Mad scientist solide agiert. Dasselbe gilt für unseren Helden, gespielt von Michael Hurst. Auch das Spiel mit Licht und Schatten wurde gut eingefangen, auch wenn das HD-Master etwas dunkel war (so wie ich mich erinnere, betraf dies jedoch auch schon ältere Medien wie z.B. die japanische DVD). 

Wo der Film durchgehend überzeugt sind die tollen Spezialeffekte und Make-Up Masken. Davon gibt es, zumindest in der Originalfassung, jede Menge zu sehen. In dieser vorliegenden HD-Fassung sind mind. vier Szenen zensiert (= scheinbar einfach verloren und/oder bei der Restauration beschädigt) und eine weitere Szene ist harmlos, da Alternativmaterial und gezoomt.

Fazit: 80er Jahre Splatter- und Horrorfans können einen Blick riskieren!

Infos:

O: Death Warmed Up

Neuseeland, Australien 1984

R: David Blyth

D: Michael Hurst, Margaret Umbers, William Upjohn, Norelle Scott, David Letch, Geoff Snell

Laufzeit der franz. Blu-Ray: Ca. 85 Min.

Gesehen am: Vor 2006 / Neusichtung am: 20.06.24 / Sichtung der deutschen Blu: 15.06.26

Fassungen: Die Erstsichtung vor 2006 erfolgte beim Kollegen als DVD aus Japan. Ob diese Uncut ist, weiss ich nicht. Es gäbe noch eine sehr schicke LD aus Japan. Als Uncut gelten folgende Fassungen: die deutsche Blu-Ray von DigiDreams Studios (Platinum Cult Edition 57), die neuseeländische DVD von Screenline, das holländische VHS von EVC und das US-VHS von Vestron Video International. Das HD-Master des Filmes ist nicht komplett. Dieses findet sich u.a. auf den Blu-Ray Fassungen aus Deutschland (CMV) oder den USA (Severin films). Als Bonus bieten diese Fassungen noch die sogenannte «Original New Zealand Uncut VHS-Version», die scheinbar auch aus mehreren Fassungen zusammengebastelt wurde. Dessen Ton soll asynchron sein. Mir lag die franz. Blu-Ray von Extralucid Films vor = Booklet über das neuseeländische Kino inklusive Interview mit dem Regisseur, Schuber, zwei DVDs (Code Free) und eine Blu-Ray (Region-All Disc). Nebst Death Warmed Up liegt noch der Film Wound von David Blyth vor. Wie ich erst jetzt sehe, bietet die franz. Scheibe nur den zensierten HD-Cut in Englisch mit franz. Subs oder in Franz. In dieser fehlen nebst Handlung auch fünf Gewaltszenen und/oder liegen alternativ vor (gezoomt statt nicht gezoomt). Die Disc wurde verkauft und die deutsche Blu wird auf die Wunschliste gesetzt. Nachtrag Juni 2026: Für eine Neusichtung lag mir nun die deutsche Blu-Ray von DigiDreams Studios vor = wahrscheinlich die einzige Blu-Ray, welche die 100%ige Uncut Fassung beinhaltet. Es wurde das HD-Master benutzt und die dort fehlenden Szenen in schlechterer Qualität aus einem anderen Print eingefügt. Krekel, der Label-Chef, ist dafür bekannt, Filmkorn aus seinen Prints zu entfernen. Dafür benutzt er den extremen Einsatz von Rauschfiltern. So sieht der gesamte Print, obwohl von einem HD-Master stammend, zu keiner Sekunde aus wie echtes HD. Und wie bereits bei der franz. Blu-Ray, wirkten einige Szenen nach wie vor zu dunkel. Da hat man die Wahl zwischen Pest (ausländische HD Prints, die nicht Uncut sind) und Cholera (Deutsche Blu-Ray zwar Uncut, aber das Master wurde verschlimmbessert). Ich sah mir den Film erstmals in Deutsch an. Die deutsche Sprachfassung ist absolut i.O. Es gibt zum O-Ton Englisch keine Subs, was schade ist. Der Film ist ein nicht uninteressanter Horrorbeitrag aus Neuseeland. Horrorfans können einen Blick riskieren. 

Mittwoch, 28. August 2024

Furiosa: A Mad Max Saga

Furiosa: A Mad Max Saga

Story:

Furiosa: A Mad Max Saga erzählt die Vorgeschichte von Mad Max: Fury Road:

Furiosa (Alyla Browne) wird von Gangstern entführt und zu dessen Herrscher Dementus (Chris Hemsworth) gebracht. Dementus tötet Furiosas Mutter. Später wird Furiosa zum Spielball der zwei verfeindeten Clans um Dementus und Immortan Joe (Lachy Hulme) und landet schliesslich bei Immortan Joe. Später, inzwischen ist aus Furiosa (Anya Taylor-Joy) eine junge Frau geworden, kennt sie nur ein Ziel: Rache!

Meine Meinung:

Ich sah Mad Max: Fury Road schon länger nicht mehr. Durch einen Restaurant-Besuch bekam ich die Chance, danach den Film im Kino schauen zu gehen. Kumpel hat mich gefragt. Ich hatte den Film kaum auf dem Schirm und kannte nur den ersten Trailer. Ich wäre den Film, hätte mich der Kumpel nicht gefragt, wohl nicht (im Kino) schauen gegangen. Furiosa: A Mad Max Saga ist der 2. Teil einer neuen Trilogie und wird dabei aber als Vorgeschichte zu Mad Max: Fury Road verstanden. Erneut führt George Miller Regie und aus dem Erstlingswerk kehren diverse Namen zurück (John Howard, Angus Sampson, Nathan Jones, Josh Helman).

Die Hauptstars aus Mad Max: Fury Road, Tom Hardy sowie Charlize Theron (spielte Furiosa im Vorgänger), sind in Furiosa: A Mad Max Saga nicht mehr zu sehen. Der Film nimmt sich, wie der Titel bereits verrät, der Figur Furiosa an. Max kommt nicht vor. Der Film ist in mehrere Kapitel unterteilt. Die 1. Hälfte zeigt Furiosa als Kind. Anya Taylor-Joy (The Menu, Last Night in Soho, The Northman) kommt daher in der 1. Hälfte des Filmes nicht vor. Dies als Info, um ggf. falsche Erwartungen und damit verbundene Enttäuschungen zu verhindern.

Furiosa: A Mad Max Saga war trotz der sehr langen Laufzeit von 2.5h zu keiner Sekunde langweilig. Obwohl ich (auf der Arbeit) fünf Nächte (Nachtwache) hinter mir hatte und am Vormittag nur 3.5h schlief, wurde ich beim Schauen im Kino nicht müde. Im Gegensatz zu Mad Max: Fury Road hat Furiosa: A Mad Max Saga auch definitiv den besseren und stärkeren Plot, die geilere Endzeit- und Apokalypsen-Stimmung und die besseren Figuren (Chris Hemsworth war top und mit Anya Taylor-Joy konnte ich mehr anfangen als mit Charlize Theron aus dem Vorgänger). Teilweise wirkt der Film wie eine Freakshow mit Mondo-Charakter. Die beste Szene im ganzen Film beinhaltet Maden.

Wo der Film im Vergleich zum Vorgänger hingegen klar verliert sind a) die geringere Anzahl-Actionszenen (die gibt es in Furiosa praktisch nur im Mittelteil) und b) unschöne, unecht und billig wirkende CGI-Landschaften und Hintergründe (am Anfang und am Ende, bei der Actionszenen im Mittelteil hat man sich hingegen mehr Mühe gegeben). Teilweise sollen diese zwar in echt und auch Outdoor gefilmt worden sein, doch bei der digitalen Nachbearbeitung soll, warum und wie auch immer, gepfuscht worden sein. So dass die Effekte diesen unechten, künstlichen Touch bekommen haben. Das erinnert mich etwas an die Nachbearbeitung der Effekte im The Thing Remake, ebenso mit negativem Ausgang.

Fazit: Wer den Vorgänger mochte, kann sich problemlos an die «Fortsetzung» wagen!

Gefolgt von: Mad Max: The Wasteland (in Produktion)

Infos:

O: Furiosa: A Mad Max Saga

Australien 2024

R: George Miller

D: Alyla Browne, Chris Hemsworth, Lachy Hulme, Anya Taylor-Joy, Tom Burke, George Shevtsov, Nathan Jones

Laufzeit der Kinofassung: Ca. 150 Min.

Gesehen am: 23.05.24

Fassungen: In Zürich im Kino gesehen (Uncut, Englisch mit deutschen Untertiteln). Soll am 31.12.24 in D auf DVD, Blu-Ray und UHD erscheinen.

Donnerstag, 11. Juli 2024

Choke

NIFFF 2024

Choke

Story:

In einer postapokalyptischen Zukunft:

Es gibt nur noch wenig Menschen. Keinen Strom. Es wird wie zu Höhlenmenschen-Zeiten gelebt. Eine Frau (Misa Wada) behaust ein ehemaliges Gebäude und geht ihrer Routine nach. Als sie jedoch einem jungen Mann und später einer verfeindeten Bande (u.a. Takashi Nishina) begegnet, ändert sich ihre bisherig friedvolle Art des Lebens und der Kampf des Überlebens beginnt…

Meine Meinung:

Aka Movie(Choke). Aka Motion Picture: Choke. Seltsamer, aber innovativer Film des mir unbekannten Japaners Gen Nagao. Im Trailer wird der Film als "monochrome, silent dystopia" beschrieben. Das passt. Der Ton und die Inhalte des s/w Filmes sind sehr wechselhaft: Abenteuerfilm, Rape & Revenge, Komödie, Sozialstudie, Endzeitfilm, Survival. Alles vertreten. Technisch, auch wie der Film geschnitten ist inklusive Sounddesign, ist der Film stark in Szene gesetzt. Die Darsteller sind ebenfalls glaubhaft. Nur ihr Aussehen passt nicht: sie sind zu hübsch, zu sauber. Das gilt für vor allem für ihre Friseuren und am meisten für ihre Zähne. So sauber, so fein, so weiss. Das passt nicht in eine futuristisches Höhlenmenschen-Setting. Das ist aber nur ein kleines Detail am Rande.

Was der Sinn des Filmes ist, weiss ich nicht. Der Film endet in der Hinsicht auch mit einigen Fragezeichen, dessen Antworten die Filmemacher schuldig bleiben. Aber die Prämisse, das Konzept sind wunderbar erfrischend und innovativ. Das können die Japaner einfach. Siehe auch Filme wie One Cut of the Dead. Diesbezüglich sind die Japaner unglaublich vielfältig und motiviert, was Neues zu bieten. Einige Zuschauer fühlten eine feministische Ader im Film, wenn ich diverse Reviews lese: «Barbie for Japanese art kids», «MEN (dir. Alex Garland) *sigh ok let’s write this one more time*».

Misa Wada, die Hauptdarstellerin, hat auf jeden Fall einen ausgezeichneten Job gemacht, ihre Gefühle durch Mimik und Körpersprache dem Zuschauer näher zu bringen. Denn Dialoge gibt es in Choke keine. Als Zuschauer muss man nur zuschauen und beobachten. Misa Wada scheint sich bisher nur in Independent- und Erotik-Produktionen einen Namen gemacht zu haben. Auf den ersten Blick sind keine kommerziellen Filme dabei. Aber vielleicht ändert sich das durch ihre Rolle in Choke. Anders steht es um Takashi Nishina, den Vergewaltiger im Film. Er kann auf eine grosse Karriere zurückblicken, z.B. Gamera 3: Revenge of Iris, Ring 2 und andere Werke von Takashi Kitano oder Takashi Miike.

Fazit: Zwar nichts für meine Filmsammlung, aber nicht uninteressant und innovativ!

Infos:

O: Eiga Chissoku

Japan 2023

R: Gen Nagao

D: Misa Wada, Takashi Nishina, Hiba Daiki

Laufzeit der Kinofassung: Ca. 108 Min.

Gesehen am: NIFFF 2024

Fassungen: Gesehen am NIFFF 2024 im O-Ton (= Film ohne Dialoge), Uncut. Es gibt noch keine DVD, Blu-Ray, UHD oder eine deutsche Fassung (Stand: Juli 2024).

Dienstag, 16. Januar 2024

Urotsukidōji IV

Japanuary 2024

Urotsukidōji IV

Story:

Unsere Helden um Bujuu, D-9 und diverse Makemono-Krieger begeben sich zusammen mit Himi nach Osaka. Das Ziel: Choujin zu vernichten! Doch bevor sie nach Osaka gelangen, gilt es diverse Gefahren zu überleben...

Meine Meinung (Original OVA Version / OVA 10-12):

Für diese deutsche DVD wurden die drei Original Video Animation zu zwei Episoden zusammen geschnitten mit einer Laufzeit von 61:30 Min. (Vol. 1) und 76:15 Min. (Vol. 2). Wie schon die Vorgänger Urotsukidōji II und III flog auch der letzte «Teil» aus der Sammlung. Überzeugt hatte mich nur noch Urotsukidōji. Urotsukidōji IV würde ich sogar als schlechtesten Teil der ganzen Reihe betiteln, besonders Vol. 1 war einfach langweilig und uninteressant.

Der Hauptplot legt in Vol. 1 nämlich eine ca. 1stündige Pause ein, in denen unsere Helden von Kindern aufgegriffen werden. Diese Welt wird von zwei Brüdern mit magischen Kräften beherrscht. Ihnen dienen Erwachsene für ihre perversen Sex-Spiele (fast eine Porno-Anime-Version der Stephen King Geschichte Children of the Corn). Und der Plot ist einfach langweilig. In den 61 Minuten gibt es zu 99% nur lahme und repetitive (und zensierte) Sex-Einlagen zu beachten. Es gibt vielleicht ganze 1-2 sehenswerte Szenen (eine à la Hellraiser mit Haut abziehen), aber sonst nur pausenloses ficken. Die Hauptgeschichte wird dadurch stark ausgebremst.

Die 2. Hälfte des Filmes macht dann Vieles besser. Die Geschichte schreitet ihrem Ende entgegen. Es gibt einige abgefahrene Monster-Kreaturen, coole Verwandlungen, epische Kämpfe. Genau das, dafür die Reihe meiner Meinung nach steht: tolle Endzeit-Stimmung, Fantasy-Elemente, hier und da Sex und auch Splatter. Das machte Urotsukidōji nämlich so erfolgreich. Die Mischung. Nicht nur das eine, oder das andere. Das Finale war dann leider aber eine kleine Enttäuschung, da extrem unspektakulär. Zudem sind mir viele der Hauptfiguren nur noch wenig sympathisch. Amano z.B. ist praktisch nur noch eine Randerscheinung. Schade!

Fazit: Unspektakulärer und lahmer Abschluss einer an sich nicht uninteressanten Adult-Anime-Reihe!

Infos:

O: Chōjin Densetsu Urotsukidōji: Inferno Road

Japan 1993-1995

R: Hideki Takayama

D: -

Laufzeit der deutschen DVD: 61:30 Min. (Vol. 1) / 76:15 Min. (Vol. 2)

Gesehen am: Sept. 2008 / Neusichtung am: Jan. 2024

Fassungen: Mir lag die Original Video Animation als deutsche DVD von OVA 18 vor = die drei OVA 10-12 wurden hier als zwei Episoden verkauft (Vol. 1 und Vol. 2). Ungeschnitten, aber nicht unzensiert (Fogging-Zensur). Eine Blu-Ray Fassung ist mir nicht bekannt (Stand: Jan. 2024).

Freitag, 22. September 2023

Menschenjagd

Menschenjagd

Inhalt:

«Bachman ist King – Stephen King ist Bachman

Seit in den USA bekannt wurde, dass hinter dem Pseudonym Richard Bachman der Meister des Horror-Thrillers Stephen King steckt, stehen auch die Bachman-Romane an der Spitze der Bestseller-Liste!

Ben Richards bewirbt sich bei der «Game Federation» als «Running Man». Die Spielregeln: Er bekommt täglich Geldprämien dafür, dass er von professionellen Menschenjägern unter der Mithilfe des Fernsehpublikums gejagt wird. Das ganze Land ist aufgerufen, den «reissenden Wolf» zu hetzen, und wenn möglich, auch zu töten…

Von Stephen King sind im Heyne Verlag bisher mehr als 20 Bücher erschienen.»

Meine Meinung:

Von Stephen King habe ich in den letzten Jahren viel gelesen. Nun bekam ich vom Kollegen Menschenjagd geliehen - sogar als deutsche Erstauflage. Das war einer der Romane, warum auch immer, Stephen King damals unter seinem Pseudonym Richard Bachman geschrieben hatte. Der Film wurde in den 80ern mit Arnold Schwarzenegger verfilmt (deutsche Blu-Ray inzwischen bestellt, da ich nun Lust auf den Film bekommen habe).

Das ich den Film sah, ist ewig her. Es wird interessant sein, zu vergleichen. Interessant ist, dass in Menschenjagd Gewalt-Momente rar gesät sind (die Szenen mit den Därmen fand ich, rein vor der Vorstellung, hingegen super eklig) und der Protagonist, anders als im Film, weniger gezielt tötet, sondern seine Gegner meist durch List, Explosionen und vor allem Auto-Crashs ausschaltet und auch Unbeteiligte mit einbezogen werden (mit Ausnahme des Finales). Der Film bietet eigentlich eine glaubhafte und sozialkritische Zukunftsvision.

Endzeit-Stimmung gepaart mit Medienkritik. Wenn man sich das heutige TV-Programm und Fernseh-Shows anschaut, wäre es wenig überraschend, in Zukunft Shows à la Free-Vee (so nennt sich die Show im Roman) zu sehen zu bekommen. Ich mochte im Buch die 1. Hälfte fast mehr als die 2. Das Auswahlverfahren. Die Tests. Das war amüsant und spannend. Die Flucht war auch gut und teileiwese auch schön spannend mit It Follows Vibes. Das Finale (vor und im Flugzeug) fand ich dann sogar richtig spannend, amüsant und fesselnd.

Fazit: Kurzweilig! Wer Menschenjagd-Inhalte mag, kann sich bedenkenlos an diese solide Stephen King Story wagen!

Infos:

Infos:

In Deutschland erschienen: Ja

Sprache: Deutsch

Verlag: Heyne

Anzahl Seiten: 253

Roman/Sachbuch: Roman

Art: Taschenbuch

Autor: Stephen King (als Richard Bachman)

Erschienen: 1993 (19. Auflage)

Montag, 10. Juli 2023

The Stand – Das letzte Gefecht

The Stand – Das letzte Gefecht 

Inhalt:

 

Zitat Back-Cover:

 

«Ein tödliches Virus entvölkert Amerika. Eine Handvoll Überlebende versucht die Zivilisation zu retten. Ihr Gegenspieler ist eine mythische Gestalt, die man den dunklen Mann nennt, eine Verkörperung des absolut Bösen.

 

Stephen Kings postapokalyptischer Klassiker in der ungekürzten, vom Autor restaurierten Monumentalfassung. »

 

Meine Meinung:

 

The Stand – Das letzte Gefecht lag als Roman länger rum. Der Roman konnte mich zuerst nicht fesseln bzw. ich konnte mich lange nicht motivieren, es überhaupt zu lesen zu versuchen, da so viele Seiten (1711). Zudem sah ich erst vor kürzerem die neue TV-Serie dazu und das hat mich wenig angesprochen (und Whoopi Goldberg mag ich einfach nicht). Die Mini-Serie (glaub von 1994), sah ich Mal als Kind/Jugendlicher und weiss nichts mehr. Die sieht aber, vom Trailer zu urteilen aus, sehr Low-Budget aus = auch nicht interessant.

 

Nun habe ich zuletzt aber Gas gegeben und den Roman zu Ende gelesen. Vor allem auf der Arbeit und am NIFFF/im Zug. Stephen King wird oft mit Es in Verbindung gebracht. Ich muss sagen, dass ich The Stand – Das letzte Gefecht epischer und spannender fand. Spannend deshalb, weil ich eben von den TV-Fassungen nicht mehr viel wusste und/oder natürlich auch nicht alles filmisch umgesetzt werden konnte. Es hingegen kenne ich als Film (den TV-Film) praktisch in- und auswendig. Der heilige Gral ist aber noch immer Der Dunkle Turm plus Fortsetzungen.

 

The Stand – Das letzte Gefecht ist äusserst vielseitig und tiefgründig. Es gibt mehrere Genres in dem Roman: Horror, Fantasy, Endzeit, Road-Movie, Drama. Das Buch beschreibt gut, und ich nehme an, auch realistisch, wie es wäre, wenn ein solches Szenario eintreffen würde. Der Roman hätte sogar ohne die mystischen (Sinn)Fragen und/oder den Kampf Gut gegen Böse funktioniert. Zudem wirkte der Roman, auch durch Covid, aktueller denn je. Ich mochte die langsame Bedrohung im Roman, als die Menschen mehr und mehr krank werden und meinen, "nur" eine Erkältung oder Grippe zu haben, bis das Unausgesprochene passiert.

 

Nicht alles im Roman hat mir gefallen. Aber bei der Hülle und Fülle ist das auch verständlich. Einzelne Momente finde ich hingegen sehr amüsant, dramatisch oder spannend. Einige Beschreibungen waren zu lang, zu lahm oder zu repetitiv. Aber auch das gehört in einen Roman, der so viele Seiten beinhaltet. Stephen Kings Art und Weise, wie es schreibt, beschreibt und einen Roman angeht, packt und fesselt einfach. Es dauerte nicht lange und ich konnte nicht mehr aufhören zu lesen. Wer die Romane von Stephen King mag, sollte sich dieses Epos nicht entgehen lassen. Von der Anzahl Seiten sollte man sich dabei nicht abschrecken lassen.

 

Fazit: Für Stephen King Fans lesenswert!

 

Infos:

 

In Deutschland erschienen: Ja

 

Sprache: Deutsch

 

 Verlag: Heyne

 

Anzahl Seiten: 1711

 

Roman/Sachbuch: Roman

 

Art: Taschenbuch

 

Autor: Stephen King

 

Erschienen: 4. Auflage 2015

Dienstag, 2. Mai 2023

Six-String Samurai

Six-String Samurai 

Story:

 

In einer postapokalyptischen Welt in den 90ern wurde die USA durch einen Atomkrieg mit Russland zerstört. Das ehemalige Las Vegas giert nach einem neuen König. Viele Pilger machen sich auf den Weg, um das Ziel zu erreichen. Um König zu werden. Darunter auch Buddy (Jeffrey Falcon) der von einem kleinen Jungen (Justin McGuire) begleitet wird. Doch diverse Feinde (u.a. Stephane Gauger) lauern auf dem Weg zum Ziel…

 

Meine Meinung:

 

Six-String Samurai bekam ich gratis, ansonsten wäre dies ein Film gewesen, der meinen Weg nie gekreuzt hätte. Six-String Samurai  ist ein Ende der 90er Jahre Low-Budget US-Film und Mix aus Action-, Endzeit- und Trash mit Western Motiven und Zitaten aus HK-Actionfilmen, Vorbildern à la Okami – Das Schwert der Rache, Blutgericht in Texas, El Topo oder Desperado.

 

Im Film von Lance Mungia sticht ein Name hervor: Jeffrey Falcon! Er spielt die Hauptrolle, schrieb auch am Drehbuch, war für das Production Design / Kostüme zuständig, produzierte den Film und war auch Action-Director! Wer ist Jeffrey Falcon? Ein US-Martial Artist, den ich als grossen HK-Kung-Fu und Actionfan aus mehreren HK-Produktionen kenne. Gleichzeitig auch seine besten Arbeiten.

 

Da wurde nebst Namen wie Chuck Norris (Slaughter in San Francisco), Michael Woods (Crystal Hunt), John Salvitti (Cheetah on Fire), John Ladalski (Inheritor of Kung Fu), Kim Maree Penn (Live Hard), Mark Houghton (Angel Enforcers), Roy Horan (Game of Death II), Cynthia Rothrock (Police Assassins) Dan Mintz (That’s Money), Stephen Berwick (In the Line of Duty 4), Eddie Maher (Proud & Confidence), Carl Scott (Die Depesche des Todes), Sophia M. Crawford (The Big Deal), Robert Samuels (Don't Give a Damn) oder Richard Norton (Magic Crystal) auch auf Jeffrey Falcon zurückgegriffen.

 

Oft auch als Jeff Falcon. Oft spielte er Bösewichte. Seine besten Rollen hatte er in den HK-Filmen The Blonde Fury, Burning Ambition, The Inspector Wears Skirts, Inspector Wears Skirts 2, The Outlaw Brothers, Prince of the Sun, Lethal Contact, Rape in Public Sea, She Shoots Straight, Caged Beauties (Mal als Held), The Way of the Lady Boxers und Oh! Yes Sir!!!. Da konnte er sein Können perfekt demonstrieren.

 

Wer ihn mag und ein grosser Fan ist, wird daher auch Six-String Samurai mögen. Der Film ist auch kurzweilig und unterhaltsam, aber nichts für meine Sammlung. Dafür war mir der Film schon fast zu abgedreht, zu trashig und dabei jedoch gerade in Sachen Action enttäuschend und unspektakulär. Zudem hat mich das Kind viel zu sehr genervt. Einige der Nebenfiguren haben zudem eine schlechte deutsche Stimme erhalten, was den Film noch trashiger wirken lässt. Die Musik passt natürlich wunderbar zum Setting, war aber weniger mein Fall.

 

Danach wurde es um still um Jeffrey Falcon. Er scheint sich aus der Filmwelt zurückgezogen zu haben. Er soll inzwischen in Taiwan leben. Ob das stimmt, weiss ich nicht. Fans von ihm können einen Blick riskieren,  da der Film mit viel Liebe zum Detail inszeniert wurde.

 

Infos:

 

O: Six-String Samurai

 

USA 1998

 

R: Lance Mungia

 

D: Jeffrey Falcon, Justin McGuire, Kim De Angelo, Stephane Gauger, Clifford Hugo, Oleg Bernov

 

Laufzeit der deutschen DVD: 86:59 Min.

 

Gesehen am: 14.04.23

 

Fassungen: Mir lag die deutsche DVD von starmedia vor = Uncut, Deutsch/Englisch (Synchro ist ok bis billig) mit deutschen Subs, schlechte Bild- und Tonqualität. Von Vinegar Syndrome gibt es in den USA eine Blu-Ray und UHD. Ich denke, diese dürfte technisch hervorragend und der deutschen Disc klar vorzuziehen sein. Daneben gibt es ein 40seitiges Booklet mit Infos vom Regisseur. Es gibt auch viele exklusive Extras, jedoch ausgerechnet keine, in denen sich der untergetauchte Jeff Falcon zu Wort meldet. Schade!

Freitag, 17. Februar 2023

Mad God Review

Mad God

Story:

Ein Assassin mit einem Geheimauftrag begibt sich auf eine alptraumhafte und surreale Reise durch monotone Arbeitsstellen, Mutanten, Kreaturen, um am Ende vielleicht dem Schöpfer von all dem gegenüber zu stehen…

 

Meine Meinung:

 

Phil Tippett ist ein Effekte-Künstler. So war er u.a. für Effekte in den Filmen Piranha (Joe Dante), House II: The Second Story, RoboCop (die ED-209 Sequenz), Jurassic Park oder Starship Troopers zuständig. Der Mann kennt sich vor allem mit Stop-Motion Effekten aus. An Mad God soll Phil Tippett bereits in den 80ern gearbeitet haben und erst durch eine Kickstarter Aktion kam das Geld zusammen, nun, nach angeblich über 30 Jahren in der Mache, den Film zu Ende zu stellen.

 

Der Trailer sah cool aus = Wunschliste! Hat sich der Film gelohnt? Jein! Ich wollte schon schreiben, dass sich die Idee besser als Kurzfilm geeignet hätte, nur um nach Sichtung des Filmes zu lesen, dass Phil Tippett in der Tat drei Mad God Kurzfilme realisiert hat: Mad God: Part 1 (12 Minuten) entstand 2014, Mad God: Part 2 (18 Minuten) 2015 und Mad God: Part 3 (11 Minuten) 2018. Wie viel Material davon nun im 2021er Spielfilm (84 Minuten) zu sehen sind und/oder Szenen gar 1:1 übernommen wurden, ist mir nicht bekannt.

 

Mad God hat mich vor allem inhaltlich nicht überzeugt. Es gibt eigentlich keinen wirklichen Plot. Es gibt zu 99% keine Dialoge. Mal so was wie ein Stöhnen. Die Szenerie war mir im Grossen und Ganzen zu wenig abwechslungsreich, der Plot zu sinnlos, der Film zu langweilig. Das Ende mochte ich nicht. Es gibt paar coole Szenen, die alptraumhaft und blutig geworden sind (mit den Chirurgen und entnommenen Gedärmen) oder skurrile und sehenswerte Monster. Teilweise auch sexuelle angehauchte Obszönitäten.

 

Die Stop-Motion Effekte sind dabei, wenig überraschend, sehenswert und gelungen. Dennoch hätte das als Kurzfilm besser gewirkt. Als Spielfilm mit einer Laufzeit mit 84 Minuten war das zu repetitiv, zu lahm, zu uninteressant. Dazu kommt, dass nur wenig Stimmung aufkommt und speziell die Musik war billig und schwach. Mit einer anderen Musikuntermalung und mehr Tempo hätte was ganz Geiles bei rauskommen können, aber so gibt es nur sporadisch ab und zu eine Effekt-Kreation als Highlight bei viel lahmen Füllmaterial und Längen. Schade!

 

Fazit: Fans von Animationsfilmen und Stop-Motion können dennoch einen Blick riskieren!

 

Infos:


O: Mad God

 

USA 2021

 

R: Phil Tippett

 

D: Alex Cox, Niketa Roman, Satish Ratakonda, Hans Brekke, Jake Freytag

 

Laufzeit der UK-Blu-Ray: Ca. 84 Min.

 

Gesehen am: 09.02.23

 

Fassungen: Mir lag die UK-Blu-Ray vor = Uncut, sehr gute Bild- und Tonqualität, englische Subs, exklusive Extras, ab 18 Jahren freigegeben. Es gibt keine deutsche Fassung (Stand: Feb. 2023).