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Samstag, 26. Februar 2022

Fried Barry Review

Fried Barry

Story:

 

Barry (Gary Green) ist ein Drogenwrack und auf einem Trip, als er von Aliens entführt und sein Körper ausgewählt wird, damit ein Alien in Barrys Körper die Menschen ausspähen kann. Doch die Wirkungen der Drogen sorgen für eine ganz besonderen Trip durch Cape Town…

 

Meine Meinung:

 

Fried Barry, der 2020 am BRUGGGORE Horror Movie Festival lief, hat mich mit einem vielversprechenden Trailer angesprochen. Daher wurde der Film auch blind gekauft. Ich wusste ehrlich gesagt nicht, was ich erwarten sollte und erwartete gar nichts. Doch leider wurde ich enttäuscht. Und im Nachhinein war mir auch klar, warum auf der Rückseite der deutschen Blu-Ray keine Inhaltsangabe notiert wurde.

 

Wenn ich im Online-Duden das Wort sinnlos aufsuche (= ohne Vernunft, ohne erkennbaren Sinn oder Zweck, "ein sinnloser Streit, Krieg") könnte Fried Barry als synonym zu sinnlos gelten. Selten sah ich einen sinnloseren Film ohne Sinn und Verstand als Fried Barry. Komischer Film ohne richtigen Plot. Kein Film, wo man sich konzentrieren muss oder Angst haben muss, wenn man schnell weggeht, was zu verpassen.

 

Vielleicht sollte der Inhalt witzig, originell oder modern sein?! Ein style over Substance oder ein Arthouse-Film? Oder vielleicht waren die Macher, wie Filmfigur Barry auch einfach nur high und auf Drogen. Gary Green spielt gut und teilweise gefiel mir die Musik im Film. Aber ansonsten war der Plot abstossend, uninteressant, langweilig, belanglos und sehr repetitiv.

 

Fried Barry kann leider auch nicht durch seine Produktion (Südafrikanischer Film) oder Settings überzeugen. Der Film könnte in jeder Grossstadt und genau so gut überall anders gedreht worden sein. Schade. Fried Barry ist übrigens eine Weiterführung des gleichnamigen Kurzfilmes (drei Minuten) aus dem Jahr 2017 vom gleichen Regisseur und Lead – dies würde auch den sinnlosen Plot des Spielfilmes erklären. Da hat man sich noch einen Alien-Plot und Sci-Fi Elemente dazu gedichtet, um das ganze auf Spielfilmlänge zu bringen. Hat leider nicht funktioniert. Als längerer Kurzfilm oder Musikvideoclip wäre Fried Barry eine deutlich bessere Idee gewesen.

 

Fazit: Sinnlos und langweilig!

 

Infos:

 

O: Fried Barry

 

Südafrika 2020

 

R: Ryan Kruger

 

D: Gary Green, Brett Williams,Joey Cramer, Sean Cameron Michael, Steve Wall, Hakeem Kae-Kazim

 

Laufzeit der deutschen Blu: 98:37 Min.

 

Gesehen am: 26:11.21

 

Fassungen: Mir lag die deutsche Blu-Ray von Spirit Media / WVG vor = Uncut, Deutsch/Englisch mit deutschen Subs, Wendecover, sehr gute Bild- und Tonqualität.

Samstag, 2. September 2017

Fritz the Cat Review

Fritz the Cat

Story:

New York in den 60ern: Der Animationsfilm erzählt die wilden Abenteuer von Fritz, der Katze. Abenteuer heissen in diesem Fall: Sex, Drogen, Aufstand…

Meine Meinung:

Ich dachte immer bei Fritz the Cat handelt es sich um einen Animationsfilm aus Deutschland – falsch gedacht. Der Film stammt aus den USA und ist dann auch zahmer als gedacht und verliert sich dann zunehmend in sozialkritischen Tönen (Rassenkonflikte etc.). Die erste Filmhälfte fand ich unterhaltsamer, als es vor allem um den Spass ging (Drogen, Sex, philosophieren). Die 2. Hälfte (Rassenkonflikte, Terrorgruppe die am Ende Kraftwerk sprengen will etc.) fand ich schwächer.

Es gab sogar Längen, obwohl der Film eine kurze Laufzeit geniesst. Eventuell ist der Film für Menschen aus New York und aus den 60ern interessanter, da Themen behandelt werden, welche dazumal für Aufregung sorgten.

In Sachen Sex und Drogen ist der Film für heutige Verhältnisse jedoch relativ zahm. Die Dialoge regen aber zum Schmunzeln an und die deutsche Synchronisation ist gut gelungen. Die Animationen fand ich auch klasse, vor allem weil alle Menschen als Tiere dargestellt werden – und zwar unterschiedliche Tiere und die Charakterzüge und Mimik sind wunderbar animiert worden (gerade in den Drogen- und Sexszenen).

Fazit: Kein Highlight, aber kann man gut einmal schauen. Aber sicher kein Film für die Sammlung…

Infos:

O: Fritz the Cat

USA 1972

R: Ralph Bakshi

D: Skip Hinnant, Ralph Bakshi

Laufzeit der deutschen DVD: 73:06 Min.

Gesehen am: 08.08.17

Fassungen: Mir lag die deutsche DVD vor = kein Wendecover, nur Deutscher Ton, gute Bildqualität, trotz Uncut Hinweis zensiert. Uncut wäre z.B. die US DVD. Hingegen hat die deutsche DVD klar die bessere Bildqualität und das bessere Bildformat (bei US DVD fehlt oben und unten viel Bildmaterial und Bildqualität ist weniger scharf). Die Fassung ist trotzdem gut schaubar, die wenigen Schnitte sind verschmerzbar. Uncut, O-Ton und Vollbild würde die UK DVD bieten (Arrow Video).

Sonntag, 30. Juli 2017

Don’t Knock Twice Review

Don’t Knock Twice

Story:

Chloe (Lucy Boynton), die getrennt von ihrer ehemaligen drogenabhängigen Mutter Jess (Katee Sackhoff) in einem Internat aufwächst, führt mit ihrem Freund Danny (Jordan Bolger) eine Mutprobe durch: in einem verlassenen Haus soll eine Hexe ihr Unwesen treiben, welche einem holen kommt, wenn man zwei Mal an die Türe klopft. Beide Teens klopfen zwei Mal an die Türe und kurz darauf ist Danny verschwunden. Chloe flüchtet sich, als sich die Sachlage ernster ergibt als erwartet, zu ihrer Mutter Jess. Dort wiegt sie sich in Sicherheit – falsch gedacht…

Meine Meinung:

Don’t Knock Twice war ein Blindkauf. Ich erhoffte mir einen spannenden Film und habe dies zum Glück auch erhalten.

Der Film bietet einige Themen, welche sicher nicht neu sind, aber im Grossen und Ganzen wirkt der Film trotzdem eigener und origineller als manch anderer 08/15 Gruselstreifen. Die Stimmung fand ich teilweise subtiler. Zudem versuchte der Film auch oft, durch Bilder und Stimmung Angst und Spannung auszulösen, statt durch unzählige vorhersehbare Jump-Scare (von welches es trotzdem auch einige gibt, fast logisch in dieser Art Film). Viele bedrohliche Szenen spielen sich in hellen Szenen ab (Raum mit Volllicht oder am Tag) was dann doch eher untypisch für das Genre ist.

Zudem waren einige Kamerafahrten sehr eigen und speziell und gaben dem Film ein eigenes Flair, welches mit einem spannungsgeladenen, atmosphärischen Soundtrack verstärkt wurde (eine frühere Kameraeinstellung an einem Stock, welche durchs Haus und die Gänge in Dannys Wohnung «schleicht», hatte sogar was von Argento)

Der Mix aus Übernatürlichem (Hexen) und Beziehungen (Mutter-Tochter Beziehung die unter keinem guten Stern steht) bieten einen hochsoliden Mix, der den Zuschauer zu fesseln und überzeugen vermag. Die Darsteller machen ihre Sache auch glaubhaft und gut, auch wenn es bei den Figuren und deren Charakterisierung typische Klischees gibt.

Aber trotz kleiner Abstreiche bei den Figurenzeichnungen ein sehenswerter Film, mit welchem man sich schön gruseln lassen kann, wenn man sich auf das Werk einlässt!

Fazit: Dieser Blindkauf hat sich definitiv gelohnt!

Infos:

O: Don’t Knock Twice

Grossbritannien 2016

R: Caradog W. James

D: Katee Sackhoff, Lucy Boynton, Javier Botet, Nick Moran, Pooneh Hajimohammadi

Laufzeit der deutschen Blu Ray: 92:58 Min.

Gesehen am: 27.06.17

Fassungen: Mir lag die deutsche Blu Ray vor = Uncut, O-Ton, deutsche UT, erstklassige Bild- und Tonqualität.

Donnerstag, 8. Juni 2017

Savage Dog Review


Savage Dog

Story:

1959 Vietnam: Kämpfer Martin (Scott Adkins), vor dem britischem Geheimdienst auf der Flucht, schlägt sich im Knast als Kämpfer durch. Die korrupten Direktoren verdienen gut an ihm. Nachdem Martin seine Zeit abgesessen hat, will er in Vietnam sesshaft werden – der Liebe einer Frau wegen. Doch dass die Bösewichte nun kein Geld mehr verdienen, weil Martin nicht mehr für sie kämpft, wollen diese so nicht stehen lassen und setzen alle Hebel in Bewegung, um dies zu ändern, wenn nötig auch mit Gewalt…

Meine Meinung:

Savage Dog mit Actionstar Scott Adkins hat mir gut gefallen – sicherlich eine seiner besseren Arbeiten nebst Streifen wie Ninja, Undisputed 2 oder Undisputed 3 – vor allem was die Actionszenen angehen.

Der Plot ist dünn, klischeehaft, teilweise auch mit Längen versehen (ausser das lange Finale). Das Leben zu Kolonialzeiten in Vietnam ist stimmungsvoll gestaltet worden. Dafür sorgt auch der internationale Cast.

Die Action ist hart und blutig, nicht sonderlich schön choreographiert aber sehenswert in Szene gesetzt. Es gibt jedoch kaum längere Kampfszenen zu sehen. Nebst Kampfszenen besticht der Film, was Action angeht, vor allem durch blutige Shoot-Outs und einige blutige Splattereffekte (Körperteile mit Machte abhacken, Gliedmassen mit Schrottflinte abschiessen etc.), welche sogar mehrheitlich handgemacht sind. Vor allem gegen Ende dreht der Film stark auf und besteht dann nur noch aus blutiger Daueraction bis zum Ende hin = sehenswert! In den 80ern und Anfang der 90er wäre sowas massiv zensiert worden…

Scott Adkins muss man nicht mögen, aber er scheint seinen Weg gefunden zu haben was B-Filme, Direct To Video und Auftritte in grossen Hollywood Produktionen, angehen. Er dreht viele Filme und auf einige freue ich mich (Boyka: Undisputed IV, Hard Target 2). 

Dazu: Regisseur Jesse V. Johnson, der für Savage Dog verantwortlich ist, dreht in der Zwischenzeit auch wieder mit Adkins. Und nebst Adkins mit dabei: Michael Jai White (Skin Trade), Tony Jaa (Ong-Bak), Iko Uwais (The Raid 1 + 2), JeeJa Yanin (Chocolate) und Ron Smoorenburg (Gegner von Jackie Chan in Who Am I?). Und: Kampftechnisch hat er es einfach drauf!

Hat mir gut gefallen und Kauf lohnt sich für jeden Scott Adkins Fan!

Infos:

O: Savage Dog

USA 2017

R: Jesse V. Johnson

D: Scott Adkins, Marko Zaror, Juju Chan, Cung Le, Vladimir Kulich

Laufzeit der deutschen DVD: Ca. 94 Min.

Gesehen am: 02.05.17

Fassungen: Mir lag die deutsche DVD vor = Wendecover, Uncut, sehr gute Bild- und Tonqualität, O-Ton, keine deutschen UT bzw. nur für nicht englischsprachige Dialoge. Nachtrag 24.04.22: Inzwischen wurde von X-Cess ein Unrated Director's Cut auf DVD/Blu-Ray (Combo Fassung) veröffentlicht (Deutsch/Englisch, keine Subs). Mir lag nun für eine 2. Sichtung die DVD vor, die ich aus dem Set vom Kumpel geschenkt bekommen habe. Was soll ich sagen? Film lohnt sich noch immer. Gefiel mir besser als vorher! Film hat kaum Story und diese ist nur Mittel zum Zweck. Längen nahm ich weniger war als vorher. Gibt fast nur B-Action in Form von Kämpfen, Macheten-Action und ultrablutigen Shoot-Outs, die bei John Woo und Sam Peckinpah für feuchte Träume sorgen dürften. Dazu schön gefilmt und kurzweilig. Dass der Film so blutig ist, hatte ich nicht mehr in Erinnerung. Die neue Fassung bietet ca. 30 Sekunden mehr blutige Gewalt. Die Fassung lohnt sich!