Dieses Blog durchsuchen

Posts mit dem Label Leslie Cheung werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Leslie Cheung werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Freitag, 10. Mai 2024

Rouge


Rouge

Story:

China in den 30ern: Chan (Leslie Cheung) und Prostituierte Fleur (Anita Mui) einigen sich auf einen Suizidpakt. 50 Jahre später erscheint der Geist von Fleur bei Reporter Yuen (Alex Man) und dessen Freundin Ah Chor (Emily Chu) und bittet um Hilfe, da Chans Geist nie im Afterlife ankam…

Meine Meinung:

Rouge von Stanley Kwan Kam-Pang stand mit Sicherheit noch auf irgendeiner (Wunsch)Liste von mir. Zwar wird der Film in der hkmdb nur als Drama gelistet, dennoch kommt mit Charakter Fleur auch ein Geist im Film vor, der in der Gegenwart klären will, warum ihr ihr Liebhaber nicht ins Afterlife folgte. Zu meiner Überraschung lag der Film schon seit paar Jahren ungesehenen der Sammlung. Ich bekam den einmal von einem Dealer aus Hong Kong als Geschenk.

Der Film startet im China der 30er und es gibt auch im späteren Verlauf immer wieder Rückblenden. Mir hat der Start des Filmes nicht besonders gefallen und auch die Musik-Nummern waren gar nicht mein Fall. Die Szenen in der Gegenwart haben mir viel besser gefallen und waren die stärkeren Momente des Filmes. Der Mix aus Drama, Liebesgeschichte und Ghost-Film funktioniert sehr gut. Auf Klamauk wird verzichtet.

Rouge wirkt wirklich tragisch und dramatisch. Verstärkt wird das sicher auch durch die Tatsache des tragischen und zu frühen Ablebens der Stars Leslie Cheung (A Better Tomorrow) und Anita Mui (My Father Is a Hero). Leslie Cheung nahm sich später das Leben während Anita Mui, wie auch einige ihrer HK-Schauspielkollegen (Lam Ching-Ying, Shing Fui-On), den Kampf gegen den Krebs verlor. Immer, wenn Schauspieler zu früh aus dem Leben scheiden, man denke da nur an Namen wie Bruce Lee (Fist of Fury), Brandon Lee (The Crow – Die Krähe) oder Alexander Fu Sheng (The Treasure Hunters), spielt die Zeit mit und macht daraus Legenden.

Sobald der Plot in die Gegenwart wechselt, ist ein gewisses Fesseln vorhanden und eine leichte Spannung entsteht. Anita Mui holt sich Hilfe von zwei Menschen. Beide sind sympathisch und daher funktioniert der Film auch. Diese werden von Emily Chu (The Plot) und Alex Man (The Dragon Fighter) gespielt. Die besten und einfühlsamsten Momente hat der Film dann, wann Alex Man und Emily Chu merken, dass Anita Mui wirklich ein Geist ist und das Finale, in welchem sie auf ihren Schwarm trifft. Mehr sei an der Stelle nicht verraten!

Fazit: Rouge war mir persönlich zu viel Drama, kann aber gut einmal geschaut werden! Eine gewisse Faszination kann ich dem Film definitiv nicht absprechen...

Infos:

O: Jin Zi Kau

HK 1988

R: Stanley Kwan

D: Leslie Cheung, Anita Mui, Alex Man, Emily Chu

Laufzeit der HK-VCD: 46:17 Min. (1. Disc) / 46:16 Min. (2. Disc)

Gesehen am: 20.02.24 / 2. Sichtung: 11.03.25

Fassungen: Mir lag die HK-VCD von Deltamac vor = O-Ton, englische Subs, solide Bild- und Tonqualität. Die VCD war ein Geschenk eines Verkäufers aus Hong Kong. Davon gibt es inzwischen viele DVD- und Blu-Ray Varianten, die qualitativ ganz sicher interessant wären. Es gibt keine deutsche Fassung (Stand: Feb. 2024). Nachtrag März 2025: Rouge sah ich vor paar Monaten als alte HK-VCD von Deltamac. Die war relativ bescheiden, was die Qualität angeht. Die bekam ich geschenkt. Ich fand den Film knapp ok und wollte dem Film in einer würdigen Fassung nochmals eine Chance geben = UK-Blu-Ray von 88 Films besorgt. Die Szenen im modernen Hong Kong mag ich. Alex Man, Emily Chu und Anita Mui waren stark. Leslie Cheung hingegen überzeugt nicht wie alle Szenen, in den den 30ern (oder 40ern?) spielen. Die Gesangsnummern fand ich zudem furchtbar schlecht und öde. Das Finale war weniger intensiv als bei der 1. Sichtung. Es gibt als Bonus (Nebst Trailer, Booklet, Bildergalerie) zwei Interviews mit dem Regisseur. Das alte Interview ist interessant. Das neue Interview, in dem er Englisch spricht, war mühsam und habe ich abgebrochen und nicht zu Ende gesehen. Dazu gibt es ein Wendecover, einen Schuber, O-Ton, englische Subs. Die Bild- und Tonqualität sind exzellent.

Freitag, 28. Juli 2023

A Chinese Ghost Story 2


A Chinese Ghost Story 2 

Story:

 

Schuldeneintreiber Ning Choi San (Leslie Cheung) begegnet im Wald diversen Monstern/Geistern, Autumn (Jacky Cheung), der ihm mittels Magie aus der Patsche hilft und den zwei Damen Windy Fu (Joey Wong) und Moon Fu (Michelle Reis). Die Mädels und Autumn verwechseln Ning und halten ihn für Swordsman Yan (Wu Ma). Zudem zieht eine Eskorte von Swordsman Hu (Waise Lee) durch die Wälder. Sie eskortieren Windys Vater, der exekutiert werden soll…

 

Meine Meinung:

 

Nach dem Erfolg von A Chinese Ghost Story war eine Fortsetzung schnell beschlossene Sache. Erneut schicken Regisseur Ching Siu-Tung (Dr. Wai in the Scriptures with No Words) und Produzent Tsui Hark (Burning Paradise) Leslie Cheung (Little Dragon Maiden), Joey Wong (100 Ways to Murder Your Wife) und Wu Ma (Just Heroes) in ein wildes und spektakuläres Ghost-Adventure, wobei Wu Ma nur am Anfang und Ende des Filmes zu sehen ist.

 

Die Liebesgeschichte, Tragik und Romanze werden stark minimiert und der Action-, Fantasy- und Monstergehalt stark erhöht. Der Film hat von Beginn an ein fast pausenloses und hohes Tempo, welches den Film zu einem absoluten Vergnügen macht. Mir hat die Fortsetzung deutlich besser gefallen als den Vorgänger, den ich sogar etwas übertrieben finde (wird dem Hype nicht gerecht). Längen gibt es nicht und die neuen Gesichter fügen sich gekonnt in den Plot ein.

 

Statt Wu Ma dominieren neu Namen wie Michelle Reis (Fong Sai Yuk), Waise Lee (Shadow Cop) oder Jacky Cheung (Slickers Vs Killers). Sogar Ex-Shaw Brothers Altstar und Legende Ku Feng (The Avenging Eagle) bekommt einen Auftritt spendiert. Nebst Love-Story wurde auch Gesangsszenen mit Ausnahme von einer Szene (Leslie Cheung beim Baden) minimiert. Humor gibt es nach wie vor, aber düstere Horror-Parts (die Gangster-Kannibalen oder Leichenteile fressende Käfer im Finale) sind ebenso auszumachen.

 

Das Beste am Film sind die Fantasy-Elemente und vor allem die Monster-Effekte. Die sind der Wahnsinn: das Waldmonster ist einfach herrlich cool und charmant getrickst und dominiert in der ersten Hälfte des Filmes, als die Figuren mehr und mehr in den Plot eingefügt und dem Zuschauer vorgestellt werden. Vor dem Finale gibt es dann monströse Käfer zu sehen und im Finale einen Fake-Buddha und ein Riesen-Monster: einen Mix aus Drachen und Tausendfüssler. Wer auf altmodische Effekte abfährt, wird mit den sehenswerten Effekte-Kreationen in A Chinese Ghost Story 2 bestens bedient!

 

Fazit: Besser als der Vorgänger und jedem HK-Filmfan zu empfehlen!

 

Gefolgt von: A Chinese Ghost Story 3

 

Infos:

 

O: Sin Neoi Jau Wan II: Jan Gaan Dou

 

HK 1990

 

R: Ching Siu-Tung

 

D: Leslie Cheung, Jacky Cheung, Joey Wong, Michelle Reis, Waise Lee, Wu Ma, Ku Feng

 

Laufzeit der deutschen DVD: 98:49 Min.

 

Neusichtung am: Juni 2023

 

Fassungen: Siehe A Chinese Ghost Story! Das VHS aus Taiwan hat Exklusiv-Material zu bieten! Gibt es in Deutschland inzwischen auch auf Blu-Ray.

Freitag, 5. Mai 2023

A Chinese Ghost Story

A Chinese Ghost Story 

Story:

 

Der junge und naive Schuldeneintreiber Ling Choi San (Leslie Cheung) gerät an einen weiblichen Geist, ohne es zu wissen. Lip Siu Sin (Joey Wong), so heisst sie, und er verlieben sich. Doch das Glück ist nur von kurzer Dauer, als Lip Siu Sin in der Hölle zwangsverheiratet werden soll. Ling Choi San versucht zusammen mit dem Schwertkämpfer Yin Chek Ha (Wu Ma) Lip Siu Sins Seele zu retten, damit sie wiedergeboren werden kann. Doch der Tree Demon (Lau Siu-Ming) hat etwas dagegen…

 

Meine Meinung:

 

A Chinese Ghost Story ist sicherlich einer der erfolgreichsten Mitte der 80er Jahre HK-Filme überhaupt. Der Film gewann Preise (Avoriaz Fantastic Film Festival, Fantasporto, Fantafestival, Golden Horse Film Festival), bekam Fortsetzungen (zwei) und ein Remake (2011) spendiert. Der Film wurde für viele der Beteiligten wie Leslie Cheung (Little Dragon Maiden), Joey Wang (100 Ways to Murder Your Wife), Wu Ma (A Taste of Cold Steel), Ching Siu-Tung (Dragon Inn), Tsui Hark (Black Mask 2: City of Masks), Phillip Kwok (Forbidden Arsenal), Sally Yeh (Crimson Street) oder Alan Chui Chung-San (The 7 Grandmasters) zu einem grossen Erfolg in ihren Karrieren.

 

Interessant ist, dass laut einem Toby Russell Interview, Regisseur und Choreograph Ching Siu-Tung sich von früheren Robert Tai Filmen hat inspirieren lassen, was die rasanten Action-Szenen und Choreographien angehen. Unter anderem aus Filmen wie Shaolin Vs. Ninja und Ninja – The Final Duel. So soll Ching Siu-Tung in Duel to the Death Actionsequenzen verwendet haben, die man fast 1:1 in Shaolin Vs. Ninja sah. Aber ich sage immer: besser geklaut als selbst schlecht gemacht!

 

Der von Tsui Hark produzierte Film gefällt vor allem durch drei Dinge:

 

1. Die spektakulären Action-Szenen und die rasante Choreographie! Das muss, dazumal Mitte der 80er Jahre im Kino, schon sehr cool gewesen sein! Es überrascht daher nicht, dass der Film an so vielen Film-Festivals lief, viele Nominierungen erntete und auch mehrere Preise gewann. Die Kamera ist am Geschehen immer dabei ohne unübersichtlich zu sein. Etliche Filmemacher sprangen danach auf den Zug auf und präsentieren ähnliche Action-Szenen. Nebst Regisseur Ching Siu-Tung waren auch Venom-Star Phillip Kwok und Alan Chui Chung-San an der Choreographie beteiligt. Letzterer arbeitete auch in besagten Robert Tai Filmen mit.

 

2. Der Fantasy-Aspekt. Der ist ziemlich cool! Ich würde definitiv nicht von Horror oder einem Märchen sprechen, sondern von einem Fantasy-Film. Es wird eine, scheinbar chinesische literarische Vorlage verfilmt. Es gab schon frühere Verfilmungen. Wie so oft waren die Shaw Brothers in der Hinsicht Vorreiter und haben den Stoff bereits 1960 mit The Enchanting Shadow verfilmt. Es gibt in den Kampfszenen Magie, es gibt diverse coole Monster und damit auch starke Effekte! Zwei Szenen waren so verrückt (mit Monster und Verwandlungen), die hätten genau so gut aus einem japanischen Film stammen können! Hut ab!

 

3. Der dritte Punkt, der mir sehr gefiel war die Musik! Egal ob damit der Song ist, den Wu Ma in einer Szene vorträgt oder das Titelgebende Theme gesunden von Star Leslie Cheung selbst und/oder Sally Yeh! Ein Genuss für die Sinne, jede Szene mit der Musik ist automatisch einfach toll anzusehen! Überdurchschnittlich schön!

 

Abgesehen von diesen drei Punkten muss ich jedoch anfügen, dass ich A Chinese Ghost Story ansonsten auch für etwas überbewertet halte. Der Plot ist sehr dünn und hätte Straffungen vertragen. Lange Zeit passiert eigentlich kaum etwas d.h. der Plot schreitet erst kurz vor dem Finale voran. Dass die von Leslie Cheungs gespielte Figur oftmals wieder in die Stadt zurückkehrt, sorgt für unnötigen Klamauk (Wong Jing) und Längen. Die Szenen tun nichts zur Sache und sind eigentlich lahmes Füllmaterial. Allgemein hätte man den Klamauk streichen sollen.  Und die Hauptfigur war zu naiv, um glaubhaft zu sein. Da waren Joey Wong und Wu Mas Charaktere besser skizziert. Mir ist auch bewusst, dass "das meckern auf hohem Niveau" ist.

 

Fazit: Sehenswerte und effektive Fantasy-Action aus HK! Nicht 100% perfekt, aber dennoch klar zu empfehlen!

 

Gefolgt von: A Chinese Ghost Story 2

 

Infos:

 

O: Sin Neoi Jau Wan

 

HK 1987

 

R: Ching Siu-Tung

 

D: Leslie Cheung, Joey Wong, Wu Ma, Lau Siu-Ming, Lam Wai, Wong Jing

 

Laufzeit der deutschen DVD: 91:54 Min.

 

Neusichtung am: 14.04.23

 

Fassungen: Mir lag die deutsche DVD von e-m-s vor = Box mit allen drei Teilen. Sehr gute Bild- und Tonqualität (sähen doch nur alle HK-Filme aus der Zeit so gut aus!), O-Ton, deutsche Subs, Uncut. In Taiwan (auf VHS) ca. zwei Minuten länger (unbedeutende Sequenzen, Frames. Dialoge).

Sonntag, 19. März 2023

Little Dragon Maiden Review


Little Dragon Maiden 

Story:

 

Yang Guo (Leslie Cheung) wird durch Zufall von seinem Onkel Guo Jing (Chen Kuan-Tai) und dessen Frau (Leanne Lau Suet-Wah) gefunden. Diese haben mit dem Tod von Yangs Vater (Leslie Cheung) zu tun. Die Hintergründe bleiben aber, vorerst, nebulös. Später trifft Yang auf Dragon Girl (Yung Jing-Jing). Sie wird zu seinem Meister und trainiert ihn. Beide verlieben sich. Derweil sagen mongolische Kämpfer Guo Jing und Co. den Kampf an…

 

Meine Meinung:

 

Little Dragon Maiden hat die 2. Sichtung nach 13 Jahren bestanden. Der Film ist ein Mix aus New Wave und Wuxia der Shaw Brothers, wenige Jahre bevor sie ihre Kinoproduktionen einstellen sollten. Der Mix aus alt (Stars wie Lo Lieh oder Chen Kuan-Tai) und neu (der spätere A Better Tomorrow Star Leslie Cheung) funktioniert gut, so dass der Film trotz episodenhaftem Plot Spass macht.

 

Die Sets sind wunderschön, der Fantasy-Aspekt hoch, es gibt eine herzliche Liebesgeschichte, sympathische Helden und Schönheiten fürs Auge (Leanne Lau Suet-Wah, Yung Jing-Jing). Und: Kaiju-Fans werden mit dem Vogel, der am Ende sogar zum "Matchwinner" wird, belohnt. Effekte genau nach meinem Geschmack. Als stammten sie aus einem Taiwan-Kaiju à la The Boy and a Magic Box, The Fairy and the Devil oder The Dwarf Sorcerer.

 

Leslie Cheung in einem Shaw Brothers Film zu sehen, ist ungewohnt. Er trat erst im späteren HK-Kino seine Karriere los. Nebst A Better Tomorrow 1 + 2 sah man ihn in Filmen wie A Chinese Ghost Story 1 + 2, Aces Go Places V, The Bride with White Hair oder Shanghai Grand. Anders sieht es bei Shaw Brothers Legenden wie Lo Lieh (Human Lanterns) und Chen Kuan-Tai (Killer Constable) aus.

 

Chen Kuan-Tai bekommt vereinzelt einige tolle Kampfszenen spendiert. Leslie Cheung ebenso wie Yung Jing-Jing. Vor allem die Kämpfe gegen die Mongolen waren klasse und erinnerten von den Waffen/Outfits ans Taiwan-Kino (Shaolin Vs. Lama) oder an andere Shaw Brothers Filme (The Flying Guillotine) oder an frühere New Wave Filme wie Das Schwert. Lo Lieh hingegen bleibt blass und sorgt für Klamauk. Eine Rolle, die man eigentlich sogar ganz gut hätte streichen können, da sie praktisch nichts zum Plot beiträgt.

 

In Nebenrollen und unerkannt sind noch Grössen wie Tanny Tien Ni (A Haunted House), Ku Feng (The Avenging Eagle) und Venom-Star Sun Chien (Das Höllentor der Shaolin) zu sehen. Eigentlich schade, dass der weibliche Lead, Yung Jing-Jing, nicht auf eine grössere Karriere im Filmgeschäft zurückblicken konnte und Leslie Cheung nicht in weiteren (Actionfilmen) der Shaw Brothers zu sehen war. Er hat seine Sache doch sehr ordentlich gemacht. Der Film soll auf einer TVB-Serie beruhen (ca. 30 Stunden Laufzeit) in der Andy Lau die Hauptrolle spielt.

 

Fazit: Für Fantasy- und Wuxia-Fans zu empfehlen!

 

Infos:

 

O: Yeung Goh Yue Siu Lung Lui

 

HK 1983

 

R: Hua Shan

 

D: Leslie Cheung, Chen Kuan-Tai, Leanne Lau Suet-Wah, Yung Jing-Jing, Tanny Tien Ni, Ku Kuan-Chung, Lo Lieh, Ku Feng, Sun Chien, Ko Hung

 

Laufzeit der HK-DVD: 91:59 Min.

 

Gesehen am: Nov. 2010 / Neusichtung am: 01.03.23

 

Fassungen: Mir lag die HK-DVD von IVL vor = Uncut, sehr gute Bild- und Tonqualität, O-Ton und englische Subs. Die DVD wurde 2008 von Chen Kuan-Tai in Amsterdam signiert. Es gibt keine Blu-Ray (Stand: März 2023). Dank Netflix (Deutschland) gibt es zumindest eine deutschuntertitelte Fassung.

Dienstag, 15. November 2022

Aces Go Places V Review

Aces Go Places V

Story:

 

Die «Aces» (Sam Hui, Karl Maka) und Co. (Leslie Cheung, Nina Ni, Conan Lee, Ellen Chan, Walter Tso Tat-Wah) legen sich mit Gangstern (u.a. Melvin Wong, Mark Houghton, Deborah Grant) an, welche die Terrakotta-Figuren gestohlen haben…

 

Meine Meinung:

 

Aces Go Places V ist der fünfte und bisher letzte Teil der Aces Go Places Reihe, auch wenn deutlich später, 1997, noch Aces Go Places '97 folgte (= Wunschliste). Der gehört aber, so viel ich weiss, nicht offiziell zur Reihe und hat mehrheitlich keine guten Reviews abbekommen. Aces Go Places V hingegen, von Regisseur Liu Chia-Liang (Challenge of the Masters), kann qualitativ an den Vorgänger heranreichen. Somit sieht meine Aces Go Places Bestenliste wie folgt aus:

 

1. Platz: 2. Teil

2. Platz: 1. Teil

3. Platz teilen sich: 4. und 5. Teil

4. & letzter Platz: 3. Teil

 

Mit Ausnahme des dritten Teiles fand ich alle Teile mind. gut. Liu Chia-Liang und Action-Choreograph Lau Kar-Wing (Good Bad & Losers) verdanken wir, dass die Action im letzten Teil sehr Kung Fu und Martial Arts lastig ist. Sehr traditionell, auch wenn in modernem Setting spielen. Dafür gibt’s weniger Stunts, Roboter, Verfolgungsjagden und Gimmicks. Als Kung Fu Film-Fan hatte ich an den Kampfszenen meine Freude. Da gibt’s mehrere tolle Szenen (in Sam Huis Büro, Show-Kampf der zwei Festland Chinesinnen gegen die Aces oder natürlich das lange Finale).

 

Die Kampfszenen sind gut gefilmt, schön choreographiert, mit Humor versehen, es geht viel kaputt und es wird mit oder ohne Waffen gekämpft. Der Film beginnt recht unspektakulär und ein grosses Minus ist das Fehlen des typischen Mad Mission Theme. Die neue Musik passt mir nicht. Dafür bietet der Film einen grossen Unterhaltungswert und einen coolen Cast. Nebst Alt-Stars wie Sam Hui oder Karl Maka mischen neu mit:

 

Leslie Cheung (A Better Tomorrow) und Nina Li (The Defector – Der Dragon Fighter), die beide als neue Aces ins Team stossen. Gerade von Nina Li oder Ellen Chan (Fatal Love) hätte ich gerne mehr (Action-Szenen) gesehen. Dafür gibt es Gweilos (u.a. Mark Houghton), viel Martial Arts (die Kämpfe sind cool) und sympathische Neben- und Gast-Auftritte von Conan Lee (als Chinese Rambo), Melvin Wong (Bösewicht), Danny Lee (im Lager), Roy Cheung (Dito) oder Maria Cordero (School on Fire). Cool!

 

Fazit: Wer die Reihe mag, dürfte auch mit dem 5. Teil seinen Spass haben!

 

Infos:

 

O: San Zeoi Gaai Paak Dong

 

HK 1989

 

R: Liu Chia-Liang

 

D: Sam Hui, Karl Maka, Leslie Cheung, Nina Ni, Conan Lee, Danny Lee, Ellen Chan, Roy Cheung, Maria Cordero, Walter Tso Tat-Wah, Melvin Wong, Mark Houghton, Deborah Grant

 

Laufzeit der HK-DVD: Ca. 102 Min.

 

Neusichtung am: 10.10.22

 

Fassungen: Siehe Aces Go Places mit dem Unterschied, dass auf der deutschen Blu-Ray in dem Fall O-Ton und Subs vorhanden sind.

Mittwoch, 11. Mai 2022

A Better Tomorrow 2 Review



A Better Tomorrow 2

Story:

Kit (Leslie Cheung) arbeitet Undercover, um Gangster Lung (Dean Shek Tin) dingfest zu machen. Um den Fall zu lösen setzt die Polizei auch Kits Bruder Sung (Ti Lung) und entlässt diesen nach den Ereignissen aus dem ersten Teil aus dem Gefängnis. Doch als Lung verraten wird und Unschuldige sterben, endet dies für Lung mit einem Nervenzusammenbruch und auch Kit begibt sich in Lebensgefahr. Da tut sich Sung mit Marks Bruder Ken (Chow Yun-Fat) zusammen, um die Bösewichte zu stoppen…

Meine Meinung:

A Better Tomorrow 2 erreicht nicht die Klasse des Vorgängers. Ähnlich wie Jackie Chan mit Police Story 2, schafft es John Woo (Last Hurrah for Chivalry) nicht, seinen Vorgänger zu übertreffen oder dessen Qualität zu erreichen. Dennoch ist A Better Tomorrow 2 nach wie vor ein sehenswerter Heroic-Bloodshed Film, der sich lohnt, gesichtet zu werden.

John Woo brachte Leslie Cheung, Ti Lung und Chow Yun-Fat zurück. Chow Yun-Fats Figur verstarb zwar im ersten Film, also wurde halt ein Zwillingsbruder aus dem Hut gezaubert. John Woo und Co. konnten damals noch nicht ahnen, wie erfolgreich A Better Tomorrow und wie beliebt Chow Yun-Fat bei den Fans werde würde.

Daneben sind Emily Chu, Kenneth Tsang, Ng Man-Tat (Rape and Die), Shing Fui-On sowie Dean Shek (By Hook or by Crook) zu sehen. Es gibt zwei Gründe, die A Better Tomorrow 2, der in True Romance zitiert und gewürdigt wird, die dafür sorgen, dass mir Teil eins besser gefällt: die Reis-Szene mit Chow Yun-Fat und den Schutzgelderpressern fand ich doof und peinlich und schwer erträglich war Dean Shek als kognitiv beeinträchtigter. Diese Szenen habe ich sogar spulen müssen.

Abgesehen davon wartet der Film mit einem coolen Cast, genug Drama und Überraschung (erneut stirbt eine der Hauptfiguren – äusserts dramatisch), einem tollen Soundtrack und vor allem ultrablutigen Shoot-Outs und Action-Szenen auf, in denen teilweise auch Äxte und Samuraischwerter zum Einsatz kommen, um den Feind zu vernichten. Das Finale ist in der Hinsicht ein absoluter Traum für jeden Actionfan.

Fazit: Nicht eine geniale, aber dennoch sehr gute Fortsetzung und jedem Action- und John Woo Fan zu empfehlen!  

Gefolgt von: A Better Tomorrow 3

Infos:

O: Ying Hung Boon Sik II

HK 1987

R: John Woo

D: Ti Lung, Chow Yun-Fat, Dean Shek, Leslie Cheung, Kenneth Tsang, Ng Man Tat, Emily Chu Bo-Yee, Shing Fui-On, Regina Kent, Lung Ming-Yan

Laufzeit der koreanischen DVD: 103:36 Mn.

Neusichtung am: 01.04.22 / Sichtung der US-Blu: 16.12.25

Fassungen: Siehe Teil eins mit der Ausnahme, dass es Teil zwei Uncut in Deutschland von Laser Paradise auf DVD gibt (Deutsch/Kanto mit Subs). Eine deutsche Blu-Ray bzw. Blu-Ray gibt es nicht bzw. nur in Hong Kong (Stand: April 2022). Nachtrag Dez. 2025: Für eine Neusichtung lag mir die neue US-Blu-Ray von Shout Factory vor. Die haben alle drei Teile in einer Box veröffentlicht und das Highlight aus der Edition ist die längere Workprint Fassung von A Better Tomorrow 2. Nur aufgrund dieser habe ich mir diese Edition auch gekauft. Die Fassung hat mir bis auf die nervenden Szenen mit dem Reis und dem irren Dean Shek (und davon gibt es auch etwas mehr zu sehen) gut gefallen. Alles andere, was neu dazukommt (Story, Charaktertiefe, Gewalt und Action) sind toll. Gefällt mir leicht besser als der erste Teil. Die Dramatik gegen Ende (Leslie Cheungs Tod und der Übergang zum 20minütigen Actionfinale) ist eine Wucht und in Zukunft wird nur noch der Workprint im Player landen. 

Sonntag, 13. März 2022

A Better Tomorrow Review




A Better Tomorrow

Story:

 

Sung (Ti Lung), ein Triaden-Mitglied, kommt nach drei Jahren aus dem Gefängnis. Mit seinem ehemaligen Triaden-Leben will er nichts mehr zu tun haben.  Entlassen muss er feststellen, dass sein Bruder Kit (Leslie Cheung), Polizist von Beruf, Sung nicht verzeihen kann. Sungs Wurzeln zur Triade haben dafür gesorgt, dass dessen Vater (Tien Feng) vor drei Jahren starb. Zudem wurde Sungs bester Freund Mark (Chow Yun-Fat), ebenso ein Triade, verkrüppelt. Derweil übt der neue Triaden-Boss (Waise Lee) Druck auf Sung aus, wieder ins Geschäft einzusteigen…

 

Meine Meinung:

 

A Better Tomorrow ist ein moderner Klassiker des 80er Jahre Hong Kong Kinos. Der Film mache das Heroic Bloodshed Genre salonfähig und sorgte dafür, dass Regisseur John Woo (Heroes Shed no Tears, Windtalkers, Manhunt, Just Heroes) und Star Chow Yun-Fat (Long Good Bye, Full Contact, The Postman Fights Back) zu gefragten Stars und Grössen des Hong Kong (und später Hollywood) Kinos aufstiegen. Zwei Fortsetzungen und ein Remake aus Südkorea waren die Folge.

 

John Woo, ehemaliger Schüler von Chang Cheh (Five Element Ninjas, The Duel, Kuan - Der unerbittliche Rächer) zu Shaw Brothers Zeiten, hat seinen Meister gut studiert und dessen Handschrift gekonnt ins Moderne übertragen. A Better Tomorrow, den ich sehr lange nicht mehr sah, hat mir aktuell im Vergleich sogar besser als The Killer (da weniger dramatisch) und Hard Boiled (da mehr Plot) gefallen.

 

Handlung, Verlauf, Dramaturgie, Figurenzeichnung, Musik und Action harmonieren prächtig miteinander. Seien es typischer John Woo-Elemente (Slow-Mo, Freundschaft, Verrat, blutige Shoot-Outs), der Unterhaltungswert, überraschendes Figurensterben à la Tiger Cage oder ultracoole und blutige Action- und Shoot-Outs bis hin zu einem starken Soundtrack (Star Leslie Cheung fungierte auch als Sänger).

 

Dazu ein Traum-Cast bestehend aus vielen bekannten Namen. Nebst den bereits erwähnten John Woo, der auch eine Nebenrolle als Polizist spielt, Leslie Cheung und Star Chow Yun-Fat sind Shaw Brothers Legende Ti Lung (Ti Lung – Die tödliche Kobra, The Avenging Eagle), Waise Lee (A Serious Shock! Yes Madam!, Pink Bomb) als obligatorischer Bösewicht, Shing Fui-On (Brave Young Girls, Who’s Killer) ebenso als obligatorischer Gangster (nur ca. zwei Szenen), Tien Feng (auch aus Shaw Brothers Filmen bekannt, z.B. My Son oder The One-Armed Swordsman), Emily Chu (glaub die einzige Frauenrolle im Film) und Tsui Hark (der Produzent legt einen amüsanten Gastauftritt hin!) im Film zu sehen.

 

Fazit: Gilt zurecht als Klassiker und ist ein klarer Must See Titel für Fans des modernen Hong Kong Action-Kinos, von John Woo und Chow Yun-Fat!

 

Gefolgt von: A Better Tomorrow 2

 

Infos:

 

O: Ying Hung Boon Sik

 

HK 1986

 

R: John Woo

 

P: Tsui Hark

 

D: Chow Yun-Fat, Ti Lung, Waise Lee, Leslie Cheung, Shing Fui-On, Tien Feng, John Woo, Tsui Hark, Emily Chu

 

Laufzeit der koreanischen DVD: 95:09 Min.

 

Gesehen am: Jugendzeit / Neusichtung: 22.01.22 / Sichtung der Shout Blu-Ray: 05.12.25

 

Fassungen: Mir lag das Lederbuch aus Südkorea vor = alle drei Teile Uncut, restauriert und im O-Ton mit englischen Subs. Ob es in diesen Fassungen auch neue Soundgeräusche und/oder veränderte Musik gibt (HK Blu-Ray) gibt, ist mir nicht bekannt. Eine Blu-Ray gibt es z.B. in Hong Kong. In Deutschland nur auf DVD raus (Laser Paradise).  Zudem nur zensiert. Uncut sind nur die deutsche LD / VHS. Nachtrag Dez. 2025: Film neu gesichtet als US-Blu-Ray von Shout Factory. Der Film liegt zusammen mit den beiden Fortsetzungen in einer Box vor. Als Blu-Ray und UHD. Neu restauriert und ohne zusätzliche, unechte Effekte und Töne bei der Tonspur. Der Film sieht schon sehr gut aus. Zum Film ist alles gesagt. Zwar hier und da etwas zu dramatisch, aber die Action-Szenen, die Inszenierung und Musik sind schon herrlich anzusehen. Es gibt viele Extras. Ich habe mir nur jene von den Film-Beteiligten angesehen d.h. das neue Interview mit John Woo (ca. 30 Min.), dem Produzenten (ca. sieben Min.) und dem Drehbuchschreiber (ca. 20 Min.). Leider bietet vor allem das von John Woo, zumindest für Kenner, wenig Neues. Dennoch als Fan interessant.