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Donnerstag, 11. April 2019

The Fairy and the Devil Review




The Fairy and the Devil

Story:

Böse Dämonen terrorisieren die Menschen. Ein Magier, der sich selbst in einen Drachen verwandeln kann, wehrt die ersten Dämonen ab (einen weissen Riesen-Affen und den roten Teufel) und besiegt diese erfolgreich, ehe es zu einem Kampf, Drachen gegen Drachen kommt. Dies hat zur Folge, dass Menschen durch Überschwemmungen zu Schaden kommen. Der Magier wird vom König zum Tode verurteilt, jedoch von einer Fairy (Chen Siu-Chen) gerettet und mit einem magischen Schwert ausgestattet. Mit diesem soll der Magier auch die restlichen Dämonen besiegen (dafür wird er nicht geköpft), welche sich zum Teil in Menschengestalt anbieten, um ihre Feinde zu besiegen und zu infiltrieren…

Meine Meinung:

Wenn man ans Kaiju Genre denkt, kommt einem natürlich sofort Godzilla und Konsorten in den Sinn. Doch auch andere asiatische Länder waren nicht unmotiviert, Riesen-Monster per Gummikostüm auf die Leinwand zu zaubern.

Die Koreaner brachten Pulgasari (Nordkorea), Yongary, Monster from the Deep (sicher der bekannteste aus Südkorea), Flying Dragon Attacks (der seine Monsterszenen aber vor allem aus anderen Filmen klaut) oder The Prince of Dragon King (der vom Cover her wie ein Kung Fu Film aussieht aber auch Monster beinhaltet).

Die Thais. haben vor allem mit Japan zusammengearbeitet – u.a. offiziell (The 6 Ultra Brothers vs. the Monster Army) und inoffiziell (Hanuman & 5 Masked Kamen Riders).

Motivierter waren die Chinesen (HK/Taiwan): A Valiant Villain (der Regisseur liess sich in Japan ausbilden), Little Hero (mit Oktopus-Kämpfern, vom gleichen Regisseur wie A Valiant Villain), der seltene The War God (echter Kaiju durch und durch), Tsu Hong Wu (der seine Szenen u.a. Flying Dragon Attacks geborgt zu haben scheint), Sea God and Ghosts (der erneut Szenen aus Tsu Hong Wu zeigen soll), Mighty Peking Man / The Super Inframan (beide Shaw Brothers – sprangen auf den Erfolg von Godzilla und Co. auf), Devil Fighter (mir ist leider keine Version bekannt, nur Bilder, welche vielversprechend aussehen), The Saviour Monk (der vereinzelt in einem durchschnittlichen Gesamtwerk tolle Effekte- und Monsterszenen beinhaltet) oder Roboter der Sterne (HK Film, der dort sogar im Kino lief, Zusammenschnitt aus zwei jap. Serien aber mit HK Darstellern nachgedreht).

In letztere Aufzählung fällt auch der seltene Film The Fairy and the Devil aus Taiwan. Von diesem Film hörte ich zuvor noch nie was – ich bin rein zufällig durch ein Auktionshaus in China auf eine interessante VHS gestossen, als ich dort in chinesischen Schriftzeichen nach «Horror VHS» gesucht habe (Stundenlang). Ein deutscher Kollege hat mir den Titel übersetzt und so hörte ich das erste Mal von The Fairy and the Devil, von dem mir ansonsten nur eine andere, seltene VHS Fassung bekannt ist (welche lustigerweise auch im Besitz eines Schweizer Sammlers liegt).

Laut dem anderen Schweizer Sammler und Kollegen sei der Film konfus – vor allem da ohne Subs. Aber auch mit Subs kann ich bestätigen, dass die Handlung zum Teil konfus und verworren ist. Zum Teil sind die Subs an den Seiten beschnitten und/oder rutschen aus dem Bild (selten) – das macht es nicht einfacher, der Story, die zum Teil episodenhaft wirkt, zu folgen. Darunter mehrere männliche Figuren, die sich vom Aussehen her ähneln. Aber es ging trotzdem – siehe meine Inhaltsangabe weiter oben. Da gibt es Shaw Brothers Wuxia Filme, welche komplizierter sind, mehr Figuren und Nebenplots bieten.

The Fairy and the Devil, Monsterszenen aus Tsu Hong Wu gestohlen hin oder her, ist ein Prachtsfilm was die Effekte und Kaiju-Szenen angehen. Und nicht alles ist gestohlen – die Effekte und Miniaturbauten sind echte Highlights des Filmes. Starke Effekte – braucht sich hinter den Japanern nicht zu verstecken. Besonders die vielen Monster, Masken, Gummikostüme, Miniaturbauten, Duelle Monster Vs. Monster oder Monster Vs. Mensch und vor allem die Überschwemmungen waren stark getrickst! Da hatte ich grosse Freude wie zuletzt in The God War und Flying Dragon Attacks – alle drei Titel sind Kaiju Fans uneingeschränkt zu empfehlen!

Der wirre Plot gilt es zu folgen, aber auch zu vernachlässigen falls dem Zuschauer zu anstrengend. Man sollte lieber Freude haben an den Fantasy- und Monster-Szenen. Die Darsteller, allesamt aus Taiwan, waren mir unbekannt und die ein oder andere Figur ist auch nur durchschnittlich gespielt (sogar in einer Szene unpassender Klamauk und/oder zu naiver Darstellung der Figuren).

Fazit: Fans von raren Fantasy- und Kaiju-Streifen aus Asien zu empfehlen!

Infos:

O: Guan shi yin yu Hai long wang

Taiwan 1982

R: Chiang Tai

D: Tung Kei, Chen Siu-Chen, Hsi Hsiang

Laufzeit der chinesischen VHS: Ca. 89 Min.

Gesehen am: 14.02.19

Fassungen: Mir lag das ultraseltene VHS aus China vor = Uncut, sehr gute Bildqualität aber leider in Vollbild (an den Seiten fehlt einiges an Bildinformation), O-Ton, englische & chinesische Subs, welche zu 90% zu sehen sind (zu 10% rutschen sie aus dem Bild). Andere Fassungen die bekannt sind: US-VHS von Tai Seng = O-Ton, keine Subs, ebenso sehr selten (und im Besitz eines anderen Schweizer Sammlers). Andere Fassungen sind nicht bekannt (Stand: Feb. 2019).

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