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Dienstag, 5. Februar 2019

A Valiant Villain Review




A Valiant Villain

Story:

Ein kleines Dorf wird von einem Tiger, einem Seeungeheuer und einem Banditen (Tien Yeh) bedroht. Letzterer ist es jedoch, der die Rettung für das Dorf bedeuten könnte…

Meine Meinung:

Der relativ unbekannte A Valiant Villain (ich fand kein einziges Review im Internet), ein taiwanesischer Mix aus Kung Fu, Abenteuer- und Fantasyfilm, war ein reiner Blindkauf. Ich sah das DVD Cover bei einem taiwanesischen Ebay-Verkäufer, bei welchem ich schon oft eingekauft habe, und der Preis war fast geschenkt (fünf Schweizer Franken). Mir war bewusst, dass keine englischen Subs an Bord waren, aber was soll man machen, mangels Alternativen (mehr dazu unter Fassungen)?

Am Cover sprach mich an, dass man den Tiger und das Seeungeheuer abgebildet sieht – was ich fast immer liebe, dann sind es asiatische Fantasy-Filme mit Monster, Gummikostümen und charmanten Effekten à la Godzilla und Co., die einfach meinem Geschmack entsprechen. Daher war der Blindkauf schnell beschlossene Sache. Und ein weiteres Detail erfreut: A Valiant Villain ist mein 6000. Film in der Sammlung! Stolze Anzahl!

Abgesehen von diesen Hintergrundinfos ist A Valiant Villain ein solider Film, an dem jedoch nicht alles glänzt. Die Szenen mit dem Tiger und dem Seeungeheuer, die Highlights, kommen in den ersten 15 Minuten und danach noch kurz vor dem Finale vor, mehr nicht. Trotzdem haben mir diese Szenen sehr gut gefallen und ein Lächeln zeichnete sich in meinem Blick ab. Spektakuläre Effekte, vor allem wenn man das ansonsten einfache Budget des Filmes anschaut.

Dafür ging Regisseur Chen Hung-Min (The Fly Dragon Mountain, Ma Su Chen mit Jimmy Wang Yu, The Big Calamity / 大災難 aka The War God * = was gäbe ich dafür, von letzterem eine offizielle Fassung sehen zu dürfen!!!) extra nach Japan, wo er sich in Sachen Spezialeffekte durch die Film-Studios (Giganten) Toho und Toei ausbilden liess. Daher überrascht es auch nicht, dass er auch in späteren Filmen auf Effekte à la Godzilla setzte (*).

Die Darsteller sind mir nicht bekannt. Aber sie haben gut agiert und waren sympathisch. Dies gilt sowohl für Tien Yeh als heldenhaften Banditen und Tso Yen-Yung als weibliche Hauptrolle. Ein Kind kommt auch noch vor, zum Glück nicht allzu oft und es nervt kaum. Im Gegensatz zu vielen männlichen Shaw Brothers Stars dieser Zeit, verstand es Tien Yeh, glaubhaft, sympathisch, charmant und cool zu spielen – etwas, was viele männliche Shaw Brothers Darsteller dazumal nicht schafften (und meist von den Mädels an die Wand gespielt wurden).

Fazit: Kein Kracher, da im Mittelteil keine Fantasy-Szenen (die ich erwartet hatte) und in den Kampfszenen relativ statisch d.h. man sieht dem Film sein Alter an, aber die Fantasy-Szenen am Anfang und Ende machen viel Spass und entschädigen, so dass ich den Film allen Fans von taiwanesischen Fantasy-Filmen nur empfehlen kann!

Infos:

O: Gan kun san jue dou

Taiwan 1969

R: Chen Hung-Min

D: Tien Yeh, Tso Yen-Yung, Ko Hsiang-Ting, Chung Yau, Melvin Chang Yun-Wen

Laufzeit der TW DVD: Ca. 99 Min.

Gesehen am: 03.12.18

Fassungen: Mir lag die Code Free DVD aus Taiwan von Hoker Records vor = Uncut, O-Ton, keine englischen Subs, gute Bild- und Tonqualität. Mir sind keine Alternativen bekannt. Eine deutsche Fassung gibt es nicht (Stand: Dez. 2018). Die DVD war fast gratis (ca. fünf Franken auf Ebay gekauft).

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