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Freitag, 11. September 2026

Thunderbolt

 

Thunderbolt

Story:

Der international gesuchte Gangsterboss Warner «Cougar» Krugerman (Thorsten Nickel) wird dank der Mithilfe des Rennfahrers und Autowerkstattbesitzers Chan Foh To (Jackie Chan) in Hong Kong verhaftet. Doch Gangsterboss Krugerman wird von seinen Untergebenen (u.a. Ken Lo) aus dem Gefängnis befreit und dieser schwört Rache an Chan Foh To…

Meine Meinung:

Auf Thunderbolt war ich gespannt. Ich sah den Film nur einmal und das war im Feb. 2006. Vor mehr als 20 Jahren. Thunderbolt von Gordon Chan (Fight Back to School II, Fist of Legend, Beast Cops) ist sicherlich nebst Titeln wie New Police Story, Crime Story oder Shinjuku Incident einer der ernsteren Filme in der langen Karriere von Jackie Chan (Who Am I?, Battle Creek Brawl, Dragon Lord). Leider konnte mich der Film nicht wirklich überzeugen. Ich empfinde den Film als mittelmässig. Thunderbolt entstand nach Rumble in the Bronx. In diesem hat sich Jackie Chan am Knöchel verletzt (Fraktur), so dass dies Auswirkungen auf die Action-Szenen in Thunderbolt hatte.

Thunderbolt markiert nach langer Abstinenz eine Zusammenarbeit zwischen Jackie Chan und Sammo Hung (Pantyhose Hero, Encounters of the Spooky Kind 2, Slickers Vs Killers). Sammo Hung hat geholfen, die Action-Szenen zu realisieren. Zusammen mit Jackies Team. Und das sind auch die Highlights des Filmes. Die Actionszenen. Der Film ist nicht per se ein Martial Arts Film. Es gibt Verfolgungsjagden (mit Rennwagen durch Hong Kong und das Finale), eine Zerstörung einer Arbeitsstätte (cool, geht viel kaputt), einen Ausbruch aus dem Polizeirevier (hat fast Terminator Vibes und blutige Shoot-Outs) und drei Kampfszenen. Dabei gefällt diese in der Arbeitsstätte und jene in Japan. Das war es jedoch auch schon, was die positiven Seiten des Filmes sind.

Der Film war mit einer Laufzeit von fast zwei Stunden zu lang, die Musik wirkte billig, die Kameraführung und das Editing sind teilweise rätselhaft (beschleunigt, stockend, Slow-Mo) und/oder in einigen Kampfszenen zu nah dran (wahrscheinlich aufgrund Jackie Chans noch nicht 100% genesenem Knöchel zu verdanken), die Love-Story und das Ende mit dem Kuss waren peinlich wie auch einige der schauspielerischen Leistungen (Jackie Chans und Michael Wongs Zusammentreffen im Krankenhaus waren schlecht gespielt). Die Bösewichte waren ein schlechter Scherz und konnten nicht ernstgenommen werden, mit Ausnahme der Japan-Fraktion (Ken Lo und Co.). Das Finale war auch unspektakulär.

Nebst Jackie Chan, Michael Wong (First Option, Her Name Is Cat, Knock Off) und Ken Lo (Cheetah on Fire, Police Story 3 Super Cop, Lucky Dragon) sind hier noch Namen wie der ehemalige Shaw Brothers Regisseur Chor Yuen (The Sniping, City Warriors, Full Moon Scimitar), Chin Ka-Lok (keine Actionrolle), Corey Yuen (Kurzauftritt als Arzt im Spital, der Jackie Chan die Nadel aus dem Arm zieht) sowie Shing Fui-On (Brave Young Girls, Code of Honor) zu sehen. Shing Fui-On spielt keinen der Bösewichte und hat nur eine kurzen Gastauftritt. Langweilig wird es eigentlich nicht, aber es gibt trotzdem viele unnötige Füllszenen, die man hätte weglassen können.

Fazit: Nur dank den Actionszenen geniessbar!

Infos:

O: Pik Lik Foh

HK 1995

R: Gordon Chan

D: Jackie Chan, Anita Yuen, Thorsten Nickel, Chor Yuen, Daisy Woo Hoi-Yan, Annie Man Chung-Han, Michael Wong, Dayo Wong Chi-Wah, Sawada Kenya, Ken Lo, Kayama Yuzo, Chin Ka-Lok, Eguro Mari, Shing Fui-On, Corey Yuen

Laufzeit der UK-UHD: 110:40 Min.

Gesehen am: Feb. 2006 / Neusichtung am: Sept. 2026

Fassungen: Ich sah den Film als UK-UHD von Arrow Video (Jackie Chan's Breakout Hits!) = O-Ton (Kantonesisch/Englisch/Jap. mit englischen Subs), neu restauriert (den Film gab es bisher nur auf DVD d.h. es gab keine Blu-Ray). Die Bild- und Tonqualität sind sehr gut, wenn mir auch zu dunkel. Ich musste tatsächlich am Helligkeitsregler des TV drehen um mir das Bild etwas heller stellen zu können. Es gibt einiges an Extras (jap. Fassung, das Feature Breakout! Part 3: Thunderbolt oder Outtakes.) In Deutschland Uncut von Kinowelt auf DVD zu haben. Ob sich dort der korrekte O-Ton befindet (oder ein Englischer Dub), ist mir nicht bekannt.

Samstag, 25. Juli 2026

Iron Angels 4

Iron Angels 4

Story:

Nishiwaki Michiko will den Tod ihres Ehemannes (James Ha Chim-Si) rächen und ist hinter den Cops Moon Lee und Sharon Yeung Pan-Pan her. Sie macht sich an den Ehemann (Anthony Tang Ho-Gwong) von Moon Lee ran, um an diese zu gelangen. Gleichzeitig versuchen die Cops, an Gangsterboss Yueh Hua ranzukommen, der Sharon Yeung Pan-Pan erpresst, indem er dessen Vater (Kenneth Tsang Kong) als Druckmittel benutzt, um eine Zeugin (Cheng Yuen-Man) zu eliminieren…

Meine Meinung:

Aka Princess Madam. Iron Angels 4 hat nichts mit der Iron Angels Reihe (Iron Angels 1 + 2 + 3) zu tun sieht man von Moon Lee, dem Genre (Girls with Guns) und dem Herstellungsland Hong Kong ab. Iron Angels 4 ist nebst Angel Enforcers, Lethal Panther, Secret Ninja, Roaring Tiger sowie The Dragon, the Hero einer der besten Filme von Godfrey Ho (The Dynamite Shaolin Heroes, Hard Bastard). Ich sah Iron Angels 4 bisher nur einmal (als UK-VHS). Das ist aber schon 14 Jahre her. Der Film hat die Neusichtung bestanden und ich hatte Iron Angels 4 gar nicht so sehenswert in Erinnerung. Für Girls with Guns Fans ist der Film ein gefundenes Fressen.

Der Film hat mir dabei z.B. deutlich besser als ein Angel Terminators 2 gefallen. Die Action ist hart, rasant und abwechslungsreich inszeniert. Die erste Actionsequenz mit den Motorrädern bietet bereits blutige Shoot-Outs, gefährliche Stunts mit Feuer und tolle Zeitlupenaufnahmen (kommen auch in den späteren Actionszenen immer wieder zum Einsatz). Es folgen später harte Kampfszenen mit oder ohne Waffen, z.T. extrem blutige Shoot-Outs und kleinere, härtere Stunts. Dabei machen Moon Lee (Blood Sister, New Killers in Town), Nishiwaki Michiko (Angel Terminators, In the Line of Duty III) und Sharon Yeung Pan-Pan (Duell der 7 Tiger, Samtpfötchen - Die Kung-Fu Katze von Chinatown) eine tolle Figur. Fans von ihnen werden voll auf ihre Kosten kommen.

Es wird zu keiner Sekunde langweilig. Der Plot ist dünn und es handelt sich um zwei Plots, die zuweilen etwas unglaubwürdig anmuten (wie Nishiwaki Michiko Moon Lees Ehemann verführt) . Aber egal. Die Action rockt derbe! Ich hatte zudem Freude, Nishiwaki Michiko einmal in einer etwas grösseren Rolle erleben zu dürfen. Sie sehe ich auf der Seite der Bösewichte immer gerne. Freude hatte ich als Shaw Brothers Star auch an Yueh Hua (Killer Clans, The Green Dragon Inn, Schweig oder stirb) als Gangsterboss, auch wenn er, aufgrund seines Alters, nicht mehr kämpft. Was die ausländischen Bodyguards angehen, gefällt vor allem der Kampf von Mark Houghton (The Outlaw Brothers, Cheetah on Fire) gegen Sharon Yeung Pan-Pan.

Fazit: Sehenswerte Girls with Guns Action aus Hong Kong!

Infos:

O: Jin pai shi jie

HK 1989

R: Godfrey Ho

D: Moon Lee, Nishiwaki Michiko, Sharon Yeung Pan-Pan, Yueh Hua, Kenneth Tsang Kong, Anthony Tang Ho-Gwong, James Ha Chim-Si, Mark Houghton, Steve Tartalia, Pierre Tremblay, Cheng Yuen-Man

Laufzeit der deutschen Blu-Ray: Ca. 92 Min.

Gesehen am: Sept. 2012 / Neusichtung am: Juli 2026

Fassungen: Mir lag die deutsche Blu-Ray von Shamrock Media vor = Mediabook mit Booklet, DVD und Blu-Ray. Limitiert. Uncut. HK-Fassung sowie Export-Fassung. O-Ton und deutsche Subs vorhanden. Hervorragende Bild- und Tonqualität. Meine VHS aus England (als Princess Madam) habe ich verkauft/entsorgt.

Dienstag, 14. April 2026

The Outlaw Brothers



The Outlaw Brothers

Story:

Autodiebe (Frankie Chan, Max Mok) und eine Polizistin (Yukari Oshima) sind hinter einer Gangster-Bande (Michiko Nishiwaki, Jeff Falcon, Vincent Lyn, Mark Houghton) her…

Meine Meinung:

The Outlaw Brothers ist sicherlich einer der besten Filme von und mit Frankie Chan (Fun and Fury, Goodbye My Love, A Warrior's Tragedy) und mit Yukari Oshima (Devil Cat, Brave Young Girls, Blood Sister). Es handelt sich um eine Actionkomödie im modernen Setting. Man könnte fast von einem HK-Remake des US-Filmes Gone in 60 Seconds (aus dem Jahr 1974, erfuhr auch ein US-Remake) sprechen. The Outlaw Brothers wartet mit einem tollen Cast und superben Kampfszenen auf. Fans dieses HK-Filmzeitalters dürften mit The Outlaw Brothers bestens bedient werden.

Der Mix aus mehrheitlich harmloser Action und Humor funktioniert gut. Frankie Chan und Yukari Oshima harmonieren prächtig. Ihre Kampfszenen sind erste Sahne. Allgemein sind die Kampfszenen und deren Choreographie einfach nur spektakulär, rasant und innovativ. Diese wurde von fähigen Männern, u.a. Fung Hak-On (Edge of Darkness), der im Film auf einen Gastauftritt hinlegt, choreographiert. Im Finale durfte dann sogar noch Jackie Chan (Battle Creek Brawl) vorbeischauen und half mit, eine Szene zu choreographieren.

Besonders cool ist auch die Tatsache, dass hier mehrere ausländische Kämpfer in einem Film, und vor allem im sehenswerten Finale, vereint zu sehen sind. Deren Kämpfe sind der Wahnsinn. Da kämpfen Yukari Oshima und Frankie Chan abwechselnd gegen Namen wie Vincent Lyn (Robotrix), Mark Houghton (Angel Terminators) und Jeff Falcon (Caged Beauties). Vor allem letzterer konnte sich von seiner allerbesten Seite zeigen. Max Mok (An Eye for an Eye) bekommt wenig Kampfszenen spendiert. Nebst Yukari Oshima gefallen bei den Mädels ansonsten noch Sharon Kwok Sau-Wan (Lethal Panther 2) sowie Sheila Chan Suk-Lan (Prince of the Sun).

In weiteren Gastauftitten sind Namen wie Dan Mintz (Fatal Termination) und Chiang Tao (The Savage 5) auszumachen. Sheila Chan Suk-Lan sorgt mit ihrer Rolle für heutige Verhältnisse auch für viele politisch unkorrekte Szenen, was ich sehr mochte. Da ging im Kino auch hier und da ein raunen durch die Ränge. Ich bin sicher, dass der Film in Kantonesisch noch besser und lustiger rüberkommt. Einziger Schwachpunkt des Filmes: dass Michiko Nishiwaki (The Dragon Fighter) praktisch nichts von ihrem Kampftalent zeigen darf und im Finale auch nicht im Kampf besiegt wird. Das glich Potenzialverschwendung…

Fazit: Must Have Titel!

Infos:

O: Jui Gaai Chaak Paak Dong

HK 1990

R: Frankie Chan

D: Frankie Chan, Yukari Oshima, Max Mok, Michiko Nishiwaki, Jeff Falcon, Vincent Lyn, Mark Houghton, Sharon Kwok Sau-Wan, Sheila Chan Suk-Lan, Dan Mintz, Chiang Tao, Michael Miu Kiu-Wai, Fung Hak-On

Laufzeit der UK-Fassung: 96:42 Min.

Gesehen am: Nov. 2007 / Neusichtung am: 12.04.26

Fassungen: Ich sah den Film in London im Kino (Event mit Yukari Oshima). Dort lief leider nur eine leicht zensierte (typische UK-Zensur) Fassung, zudem nur Englisch Dubbed (mit chinesischen Subs). Zudem war die Fassung sehr dunkel. Zuhause habe ich die UK-DVD von HKL stehen = In Tiergewalt zensiert, sonst Uncut, auch O-Ton und englische Subs plus exklusive Extras (Bey Logan AK, u.a. Interview mit Vincent Lyn und Yukari Oshima). Wer den Uncut (auf DVD) haben möchte, sollte zur DVD aus den USA greifen. Die deutsche DVD (als Born to Fight 4) ist zwar auch Uncut und in Sachen Bildqualität massiv heller als die UK-DVD, dafür gibt es zum Originalton keine Untertitel = kein Kauf. Warten und hoffen, dass der irgendwann auf Blu-Ray erscheint…

Mittwoch, 11. März 2026

Paper Marriage

Paper Marriage

Story:

Jade Lee (Maggie Cheung) will nach Kanada umsiedeln, doch es läuft nicht wie geplant. Um im Land bleiben zu können, willigt sie einer Scheinehe mit Bo Chin (Sammo Hung) zu. Beide heiraten. Beide brauchen Geld. Als sie zufällig an Geld von Gangstern (u.a. Dick Wei) gelangen, machen sie sich zur Zielscheibe derselben…

Meine Meinung:

Paper Marriage gefiel mir aktuell weniger gut als früher bei der Erstsichtung. Es handelt sich um einen Mix aus Romanze, Komödie und Actionfilm von Alfred Cheung (On the Run, Talk to Me, Dicky), der im Film auch eine kleine Rolle spielt, u.a. gedreht in Kanada. Alfred Cheungs On the Run dürfte wohl sein bester und bekanntester Film sein. Etwas, was von Paper Marriage und Sammo Hung (Pantyhose Hero, Der kleine Dicke mit dem Superschlag, Filthy Guy) nicht behauptet werden kann. Daher überrascht es auch nicht, dass das UK-Label Eureka den Film in einer Collection zusammen mit zwei weiteren (z.T. eher mittelmässigen) Filmen veröffentlicht hat.

Der Film braucht lange, bis er sich entwickelt. Die ersten 30-40 Minuten fand ich wirklich lahm, uninteressant und auch nicht speziell lustig, sondern zum Teil unlustig. Mit anderen Worten verpasst der Zuschauer in der Zeit nichts. Action sucht man vergebens. Es gibt Längen. Zudem gab es mir hier sogar zu viele Rape-Jokes. Nichts gegen politisch unkorrekten Humor, aber hier passte es einfach nicht zum Rest des Filmes (Romanze, Gangster-Hatz). Die ersten Kampfszenen bestehen aus Ringkämpfen. In diesen tritt Sammo Hung zuerst gegen Phillip Ko Fei (Mars Villa) und danach gegen Billy Chow (Queen’s High) an.

Die Kampfszenen wurden von Yueh Wah (Kung Fu vs. Acrobatic) sowie Lam Ching-Ying (The Ultimate Vampire) choreographiert und sind die klaren Highlights des Filmes. Die haben beide einen wundervollen Job gemacht. Vor allem im Finale, die Kampfszenen und Stunts im Einkaufszentrum, sind absolut sehenswert geworden. Da gibt es tolle Einfälle und viel Zeitlupe zu sehen. Vor allem Maggie Cheung (The Romancing Star) bekommt viel ab. Sie wird ab Mitte des Filmes bis zum Ende immer besser und besser. Ihr Talent für komische Szenen kommt perfekt zur Geltung.

Phillip Ko Fei ist nur in der Ringkampfszene zu sehen, wobei Billy Chow eine grosse Nebenrolle spielt. Er spielt den neuen Lover von Sammo Hung Ex- Joyce Godenzi (She Shoots Straight), die auch im echten Leben mit Sammo verheiratet ist. Sie spielt auch eine Nebenrolle. Chin Ka-Lok (Mr. Vampire Saga IV), der Bruder des viel Bekannteren Chin Siu-ho, ist nur kurz zu sehen. Als ehemaliger Kickboxer macht Billy Chow in den Kampfszenen natürlich eine ungemein sehenswerte Figur. So auch Dick Wei (The Defector – Der Dragon Fighter), der den Hauptbösewicht spielt. Seine Kämpfe, zuerst in Sammo Hungs Haus, später im Finale, sind eine Wucht. Nur das Ende, wie die Bösewichte besiegt wurden, gefiel mir nicht. Schade.

Fazit: Ein Film mit Licht und Schatten. Dank den wenigen, aber extrem sehenswerten Actionszenen, dennoch zu empfehlen!

Infos:

O: Goh Biu San Leung

HK 1988

R: Alfred Cheung

D: Sammo Hung, Maggie Cheung, Billy Chow, Dick Wei, Billy Chow, Joyce Godenzi, Phillip Ko Fei, Chin Ka-Lok, Alfred Cheung

Laufzeit der UK-Blu: 92:08 Min.

Gesehen am: Aug. 2010 / 2. Sichtung am: 11.03.26

Fassungen: Mir lag für eine 2. Sichtung die UK-Blu-Ray von Eureka (Triple Threat) vor = mit zwei anderen Filmen in einem Set, Schuber, Uncut, hervorragende Bild- und Tonqualität, O-Ton mit englischen Subs, Interview mit Regisseur als Bonus (ca. 20 Min. = fand es relativ uninteressant). Es gibt keine deutsche Fassung (Stand: März 2026).

Montag, 2. März 2026

Angel Terminators 2

Angel Terminators 2

Story:

Moon (Moon Lee) und Yukari (Yukari Oshima) sind Freundinnen. Als eine Freundin von ihnen durch Gangster zur Prostitution gezwungen wird, geraten sie, als sie Schmuck der Gangster stehlen, zwischen die Fronten von Triaden-Boss Mad (Karel Wong Chi-Yeung). Derweil versucht Yukaris Vater (Jason Pai Piao) die Beziehung zu seiner Tochter zu glätten und die Polizei (Sibelle Hu) ist ebenfalls hinter Mad her…

Meine Meinung (Hongkong-Fassung):

Angel Terminators 2 hat nichts mit dem Vorgänger zu tun, ausser dem modernem Action-Setting, den kämpfenden Frauen und dem Herstellungsland. Es wird eine eigene Geschichte mit anderem Cast und neuen Figuren erzählt. Angel Terminators 2 gefiel mir weniger gut als bei meiner Erstsichtung und im Vergleich zu Angel Terminators auch weniger gut. Kracher-Status erlangt Angel Terminators 2 definitiv nicht, auch wenn es noch immer ein fetziger Actionfilm ist.

Es gibt mehrere Punkte, die mir bei der aktuellen Sichtung missfallen haben. Zuerst einmal ist die Geschichte unausgegoren. Es gibt drei Sub-Plots und die eigentliche Hauptgeschichte kommt erst nach ca. 60 Minuten zum Tragen. Da hätte ich den ein oder anderen Sub-Plot, den ich ausbremsend, leicht nervend und nicht glaubhaft fand, aus Straffungsgründen entfernt. Das waren vor allem die Szenen, die Vater Jason Pai Piao zeigen, der mit seiner Tochter, gespielt von Yukari Oshima, die oft «Slut» Leggings trägt, Familienprobleme hat. Diese Szenen waren schlecht gespielt.

Daneben fand ich die Clique, in der Moon Lee (Blood Sister, Iron Angels III, Mr. Vampire II) und Yukari Oshima (Drugs Fighters, Iron Angels, Kung Fu Wonder Child) angehören, auch leicht nervend. Ziemliches Overacting. Die Figuren waren weniger mein Fall. Zudem empfand ich die Musik als billig. Schade war auch, dass Moon Lee und Yukari Oshima praktisch durch den ganzen Film nie einem ebenbürtigen Gegner, was Martial Arts Kämpfe und Duell angehen, gegenüberstehen. Das war schade und wird erst im Finale korrigiert, wenn Moon Lee gegen Sophia Crawford (The Big Deal) kämpfen darf.

Nebst Jason Pai Piao (Portrait in Crystal) sehen wir noch Shaw Brothers Legende Lo Lieh (Gold Constables) in einer Nebenrolle. Als Polizisten und Partnerin von Jason Piao Piao darf Sibelle Hu (Crystal Hunt) für Rache und Gerechtigkeit sorgen. Auch sie spielt teilweise drüber. So auch Karel Wong Chi-Yeung als fieser Triaden-Boss Mad. Er hat schon immer gerne Bösewichte gespielt (z.B. in The Last Duel). Wo der Film ansonsten punktet, ist seine grosse Anzahl an Actionszenen. Es gibt hier und da blutige Shoot-Outs, Explosionen und Kampfszenen. Immer wieder. Das Finale ist sicherlich das Highlight des Filmes, was Actionszenen betreffen. Sieht der Zuschauer von den diversen Mängeln der Produktion ab, die auch stark Geschmackssache sind, so bleibt noch immer ein guter und solider Actionfilm.

Infos:

O: Fo Zung

HK 1993

R: Chan Lau, Lu Chin-Ku

D: Moon Lee, Yukari Oshima, Jason Pai Piao, Lo Lieh, Sibelle Hu, Sophia Crawford, Karel Wong Chi-Yeung

Laufzeit der deutschen Blu-Ray: 93:28 Min.

Gesehen am: Aug. 2014 / 2. Sichtung: 02.03.26

Fassungen: Die HK-VCD habe ich, wenn ich nicht irre, in die USA verkauft, als vor einigen Jahren die deutsche Blu-Ray angekündigt wurde. Diese lag mir nun auch für eine 2. Sichtung vor. Das Mediabook von Shamrock Media bietet den Film in zwei Fassungen auf DVD, Blu-Ray und mit Booklet. Uncut, im O-Ton mit deutschen Subs und in einer erstklassigen Bild- und Tonqualität.

Freitag, 27. Februar 2026

Legend of a Fighter

Legend of a Fighter

Story:

Father Fok (Phillip Ko Fei) ist ein berüchtigter Martial Arts Meister, der sein Wissen an seine Söhne weitergibt mit Ausnahme von Fok Yun Gap (Yuen Yat-Choh). Fok Yun Gap erhält mit Kong Ho San (Yasuaki Kurata) einen neuen Lehrer. Dieser ist in Wahrheit ein japanischer Kämpfer, der heimlich Father Foks Kampfstil studiert aber nebenbei Fok Yun Gap auch selbst in Sachen Kung Fu ausbildet. Danach macht sich Kong Ho San wieder auf den Weg nach Japan. 12 Jahre später rettet Fok Yun Gap (Leung Kar-Yan) seinen Vater und wird zum neuen Oberhaupt der Familie. Er zieht durchs Land und kämpft gegen Russen und Japaner - und besiegt sie alle. Da schicken die Japaner ihren besten Mann gegen Fok Yun Gap: Dessen ehemaligen Lehrer Kong Ho San…

Meine Meinung:

Legend of a Fighter lag acht Jahre ungesehen rum. Der Film hat allgemein einen sehr guten Ruf, so dass ich bei Namen wie Yuen Woo-Ping (Magnificent Butcher, The Buddhist Fist, Mismatched Couples), Yasuaki Kurata (Fist of Legend, Heroes of the East, Call Me Dragon), Leung Kar-Yan (Sleeping Fist, Knockabout, Die Tödliche Rache) und Phillip Ko Fei (Duell der 7 Tiger, Cantonen Iron Kung Fu, The War of the Boundary) doch hohe Erwartungen an den Tag legte. Dazu Action vom Yuen Clan (The Miracle Fighters, The Champions). Was will man mehr?

Der Plot basiert auf dem chinesischen Volkshelden Fok Yun Gap. Dieser wurde später auch noch von Jet Li verkörpert. Nämlich 2006 in Fearless von Ronny Yu. Fok Yun Gap reiht sich damit zu anderen chinesischen Volkshelden um Fong Sai-yuk (u.a. gespielt von Jet Li, Meng Fei und Shaw Brothers Legende Alexander Fu Sheng) oder Wong Fei-Hung (u.a. gespielt von Jet Li, Vincent Zhao oder Gordon Liu). Und genau da hätten wir ein Problem von Legend of a Fighter: nebst der Tatsache, dass Fok Yun Gap hier von zwei Darstellern gespielt wird, nahm ich Leung Kar-Yan diese anmutige Heldenrolle nicht ab. Dafür sah ich Leung Kar-Yan zu oft in Kung Fu Komödien und als Comic-Charakter.

Zudem, und eigentlich überrascht mich das, waren seine Kampfkünste in dem Film auch nicht so gut wie jene seiner Co-Stars um Phillip Ko Fei und Yasuaki Kurata. Das Duo hatte nämlich weitaus bessere, agilere und flüssigere Kampfszenen zu bieten. Egal ob Trainings- oder Kampfszenen. Das überrascht, zumal Leung Kar-Yan ansonsten eigentlich in der Hinsicht nie enttäuscht. Und dass, obwohl der Yuen Clan hinter den Action-Szenen stand. So sind die Kampfszenen mit Phillip Ko Fei und Yasuaki Kurata die Highlights des Filmes. Das Finale kann daher dann leider auch nicht die Qualität der Kampfszenen vom Beginn oder Mittelteil erreichen, was leicht schade ist. Im Grossen und Ganzen ist das jedoch Meckern auf hohem Niveau. Es gibt genug spektakuläre Kampfszenen im Film, die zu überzeugen wissen. Der Humor dürfte nicht alles gefallen (z.B. Fung Hak-Ons Gastauftritt) und der Plot war sehr dünn und episodenhaft.

Fazit: Nicht ganz der erhoffte Kracher, aber noch immer über dem Durchschnitt anzusiedeln!

Infos:

O: Fok Yuen Gap

HK 1982

R: Yuen Woo-Ping

D: Phillip Ko Fei, Yuen Yat-Choh, Yasuaki Kurata, Leung Kar-Yan, Lau Hok-Nin, Brandy Yuen Jan-Yeung, Huang Ha, Fung Hak-On

Laufzeit der UK-DVD: 88:47 Min.

Gesehen am: 27.02.25

Fassungen: Mir lag die UK-DVD von HKL vor = Uncut, O-Ton, englische Subs, gute Bild- und Tonqualität, leider von 2,35:1 zu 1,78:1 beschnitten. Die Extras der Disc fehlen bei meiner Version. Ggf. handelt es sich bei der Disc um die holländische HKL-Ausgabe in welcher die Extras "oft fehlen sollen" (vom Hörensagen). Es gibt keine deutsche Fassung und keine Blu-Ray (Stand: Feb. 2026).

Sonntag, 15. Februar 2026

Iron Angels III


Iron Angels III

Story:

Moon (Moon Lee) nistet sich in einer thailändischen Terrororganisation ein, um deren Anführerin (Katy Hickman) und ihre Truppe unschädlich machen zu können. Dabei wird sie von ihrem Team um weitere «Angels» (Alex Fong, Ralph Chan Shing-Gwai, Kharina, Mark Steinborn) unterstützt…

Meine Meinung («Unrated» Fassung):

Iron Angels III macht, wie bereits die zwei Vorgänger (Iron Angels und Iron Angels II), Spass. Der Film stammt erneut von Teresa Woo bzw. Dang Tak-Wing und Stanley Tong Gwai-Lai (The Stone Age Warriors, Project S, First Strike) und aus den Vorgängern kehren immerhin noch Moon Lee (A Serious Shock! Yes Madam!, Blood Sister, The Nocturnal Demon), Alex Fong (Cheap Killers, The Killer from China, Devil Cat) sowie Kharina zurück. Leider gibt es kein Wiedersehen mit Elaine Lui. Der Film legt diesmal vor allem Wert auf Moon Lee (Anfang) und Alex Fong (Mittelteil).

Der Film bietet tolle Actionszenen. Diese bestehen als knackigen, harten Kampfszenen mit oder ohne Waffen, Ringduelle oder Gruppenkämpfe. In denen machen vor allem Moon Lee und Alex Fong eine gute Figur. Moon Lee darf dabei auch mit Nunchakus kämpfen. Alex Fong überzeugt vor allem in dem spektakulären Ringkampf gegen Thailänder Panna Rittikrai (Bangkok Knockout). Letzterer gilt quasi als Mentor von Ong-Bak und Tom Yum Goong Star Tony Jaa (Striking Rescue, Paradox). Iron Angels III wurde z.T. in Thailand gedreht. Dort spielt die Handlung. Einem bekannten Gesicht wie Panna Rittikrai dann eine längere Kampfszene zu schenken, war ein gekonnter Schachzug der Macher.

Der Film unterhält. Der Plot ist nur Mittel zum Zweck. Der Beginn im Zug ist fast etwas zu viel des Gutes, was Moon Lees Darbietung angeht. Warum sie dann z.B. im Finale nicht mehr mitwirkte, war für mich unverständlich. Im Netz finden sich auch keine Infos dazu, warum sie dort gefehlt hat (war sie z.B. verletzt?). Das Finale bietet viele blutige Shoot-Outs, aber leider keine Kämpfe. Die Bühne gehört dort Alex Fong und Ralph Chan Shing-Gwai. Letzterer ist nebst Gweilo Mark Steinborn der 2. Comic-Charakter im Film, der hier und da nervt. Aber in seinen Actionszenen überzeugt er. Der Cast ist allgemein sehr international. Kharina, die schon im 2. Film mitwirkte, stammt aus Thailand und die blonde Anführerin der Terrororganisation, gespielt von Katy Hickman, wurde durch ein Inserat in einer San Francisco Zeitung auf das Projekt aufmerksam. Abenteuerlich!

Fazit: Vielleicht nicht mehr ganz so toll wie die beiden Vorgänger, aber dennoch für Fans von Moon Lee und Co. sehenswert!

Infos:

O: Tian shi xing dong 3

HK, Thailand (je nach Quelle) 1989

R: Teresa Woo

D: Moon Lee, Katy Hickman, Alex Fong, Ralph Chan Shing-Gwai, Kharina, Mark Steinborn, Panna Rittikrai

Laufzeit der deutschen Blu-Ray («Unrated» Fassung): 92:07 Min.

Gesehen am: Feb. 2012 / Neusichtung am: 14.02.26

Fassungen: Früher sah ich den Film via deutsche DVD. Inzwischen habe ich die US-Blu-Ray von Vinegar Syndrome in der Sammlung. In der ist aber «nur» die reguläre HK-Fassung enthalten. Daher kaufte ich mir für die Sammlung die neue deutsche Blu-Ray von Shamrock Media. Diese haben aus Extra-Material (ca. 30 Sek. an z.T. blutigen Shoot-Outs aus einer singapurischen oder malaysischen Fassung) eine Langfassung gebastelt. Diese wurde im deutschen Mediabook (DVD, Blu-Ray, Booklet) als «Unrated» Fassung tituliert und liegt u.a. im O-Ton mit deutschen Subs vor. Die Bild- und Tonqualität sind sehr gut. Als Extras gibt es im Booklet ein schriftliches Interview mit Katy Hickman, welches informativ ist.

Dienstag, 10. Februar 2026

Counter Attack

Counter Attack

Story:

Tang Wei (Bruce Li) und sein Kumpel John (John Ladalski) decken eine unseriöse und illegale Betrugsmache auf, in denen das Leben von Stuntmännern auf dem Spiel steht. Als sich Tang Wei selbst als Stuntman für eine Produktion anstellen lässt, gerät auch sein Leben in Gefahr…

Meine Meinung:

Counter Attack liegt schon länger ungesehen rum. Seit Feb. 2023. Interessant ist, dass diese VHS-Ausgabe eine sehr seltene Kantonesische Fassung mit festen Untertiteln darstellt. Ich bin z.B. gespannt, ob dies einer der Titel sein wird, der es in Severin Films kommende Bruceploitation Vol. 2 Box schaffen werden. Der Inhalt wäre mit einem Star wie Bruce Li (The Dragon Lives, Bruce Li – Die Killerkralle, Bruce Li – Faust der Vergeltung), der hier Regie führte und auch die Hauptrolle spielte, wie geschaffen dafür. Der Film ist sicherlich eine seiner besten Arbeiten und auch vom Inhalt, mit vielen Film-in-Film Sequenzen, abwechslungsreich.

Der Film bietet viele Kampfszenen. Nebst Bruce Li tummeln sich auch mehrere ausländische Kämpfer im Film. John Ladalski spielt Bruce Lis Kumpel und lässt sich im Film von ihm trainieren. Ihn sah man im späteren HK-Film oft in Gast- oder kleinen Nebenrollen als Gweilo-Gangster. Counter Attack dürfte eine seiner ersten grossen Rollen gewesen sein und das sieht man der Leistung von John Ladalski auch negativ an. Er spielt das nicht wirklich glaubhaft, sondern laienhaft. Sein echter Meister Dan Inosanto (Game of Death) spielt zudem mit. Letzterer war ein Freund von Bruce Lee. Er liefert auch hier ab und liefert sich einen starken Kampf gegen Bruce Li.

Wei Ping-Ao (Calamity of Snakes, The Way of the Dragon) spielt eine amüsante Nebenrolle als zwielichtiger Mann und Melvin Wong (Midnight Angel) kommt nur im letzten Viertel zweimal vor, wenn der Japaner aus James Bond (zusammen mit einem Zwerg) mit seinem tödlichen Hut gegen Bruce Li kämpft. Der Film bietet im Vergleich zu anderen Bruceploitation-Filmen weniger Plot und eine höhere Anzahl an Kampfszenen, die zudem sehenswert choreographiert sind. Die Anzahl nimmt auch gegen Ende hin mehr und mehr zu.

Fazit: Für Fans von Bruce Li uneingeschränkt zu empfehlen!

Infos:

O: Long De Ying Zi

Taiwan, HK (je nach Quelle) 1981

R: Bruce Li

D: Bruce Li, John Ladalski, Sze-Ma Lung, Wei Ping-Ao, Chiang Yang, Chung Yu-Lee, Peng Gang, Chen Chin-Hai, Hui Man-Yui, Dan Inosanto, Chiang Tao, Melvin Wong

Laufzeit der südkoreanischen VHS: 85:34 Min.

Gesehen am: 10.02.26

Fassungen: Mir lag das südkoreanische VHS von Home Video City Cinema vor = Kantonesisch mit chinesischen, englischen und koreanischen Subs, durchschnittliche Bild- und Tonqualität, k.A. ob 100% Uncut (ich glaube auf schnittberichte paar Szenen zu sehen, die ggf. im Film gefehlt haben. Vielleicht gibt es auch Import- Export-Versionen mit neuen Szenen die in der einen Fassung und umgekehrt fehlen), Vollbild. Mir ist unbekannt, ob Mandarin oder Kantonesisch O-Ton ist.  Ich finde beide Angaben im Netz. Der Film spielt z.T. in HK, ist teilweise auch vor Ort gedreht und die Produktionsfirma ist auch aus HK. Die Canto-Tonspur der VHS hörte sich Original an. In Deutschland als Bruce Lee - Der Unbesiegte von filmArt auf Blu-Ray zu haben (Deutsch in Widescreen, Uncut, jedoch ohne O-Ton).

The Big Brother

The Big Brother

Story:

Stephen See (Alex Man) begleitet seinen Nachbarn und Kumpel Willie (Michael Miu Kiu-Wai) an eine Party (so eine Art Bachelor Party, Gentlemen's Club, Maid-Café). Dort gewinnt Stephen See zufällig den Wettbewerb und plötzlich hat er eine Dame an der Seite: Randy (Emily Chu). Diese stellt sein Leben auf den Kopf. Auf dieser Party sah Willie, dass seine Frau Kit Man (Kitman Mak Kit-Man) dort arbeitet, was er nicht wusste. Kit Man verliebt während der Party in den Gastgeber Kar Ho Tsuen (Simon Yam). Willie will dies verhindern und fragt bei Stephen um Hilfe. Dieser findet zudem heraus, dass Kar Ho Tsuen Dreck am Stecken hat und ein Menschenhändler ist…

Meine Meinung:

The Big Brother war, als ich 2019 in Südkorea war, ein Blindkauf. Es handelt sich um die HK-Actionkomödie aus dem Jahr 1987 nicht zu verwechseln mit The Big Brother aus dem Jahr 1990 (auch mit Alex Man). Der Film von Tommy Fan, der durch Golden Harvest vertrieben wurde, hat mir sehr gut und besser als erwartet gefallen. Von Tommy Fan kenne ich sonst nur The Last Duel, ebenso mit Alex Man in der Hauptrolle. Ungesehen liegt (auch als südkoreanische Videokassette) noch The Gang of Five rum.

The Big Brother ist mehrheitlich eine Komödie. Jedoch eine wirklich amüsante, lustige und abwechslungsreiche. Obwohl die mir vorliegende Fassung nicht Englisch freundlich war, empfand ich den Film und die darin gezeigte Situationskomik als lustig. Wer HK-Filme aus der Zeit (Ende der 80er, Anfang der 90er) mag, wird den Film sicherlich mögen. Mit englischen Subs kommt der Film sicherlich noch leicht amüsanter und ggf. derber. Immerhin sind es für heutige Zeiten heikle Themen (der Wettbewerbspreis ist eine Sklavin) und ggf. wird der dunkelhäutige Kämpfer im Finale noch rassistisch beschimpft. Das war im HK-Kino der Zeit nicht unüblich (in The Cyprus Tigers wird der Schwarze Kämpfer in den Untertiteln immer als Affe betitelt).

Geholfen hat, dass ich die Stars kenne und mich vor der Sichtung um den Plot informiert habe. Damit war das Sehvergnügen, fehlende englische Untertitel hin oder her, nicht eingeschränkt. Der Film vermag mit Sympathie und Charisma zu überzeugen. Das gilt auch um den Cast um Namen wie Alex Man (Fatal Recall), Simon Yam (natürlich als Bösewicht), Michael Miu Kiu-Wai (Scared Stiff), Emily Chu (The Plot), Kitman Mak Kit-Man (To Spy with Love) und Jimmy Au Shui-Wai (The Dragon Fighter). Als Handlanger von Simon Yam sind in Nebenrollen der schielende Yue Tau-Wan (der im Finale als Ninja verkleidet auftritt) und ein junger Robin Shou (mit Schnauz) zu sehen. Der Name des schwarzen Kämpfers konnte ich leider nicht ausmachen.

Die Mehrheit der Actionszenen kommt erst im Finale vor (Lagerhallen-Setting). Die Actionszenen bestehen aus kleineren Stunts, Dingen, die kaputt gehen und Kampfszenen. Dabei fallen Personen schon Mal in Kisten oder Tische oder machen Bekanntschaft mit dem harten Boden. Dabei macht vor allem der Kampf von Jimmy Au Shui-Wai gegen einen jungen Robin Shou richtig viel Spass. Knackig und rasant gefilmt und choreographiert. Stark! Dabei werden auch schon Gegenstände à la Born to Fight in die Kampfszene integriert. Und das Brüste Leben retten, sieht man auch hier wieder. Die Szene mit der Aktentasche im Finale war jedoch vorhersehbar. Was jedoch überraschend war, war die Tatsache, dass es keine Szene mit Urin zu sehen gab. Fast ein Wunder in einer HK-Komödie aus der Zeitspanne!

Fazit: Schön, auch heute noch solche positiven Überraschungen erleben zu dürfen. Da hole ich mir sicher noch eine Englisch freundliche Fassung von!

Infos:

O: Yat Goh

HK 1987

R: Tommy Fan

D: Alex Man, Simon Yam, Robin Shou, Michael Miu Kiu-Wai, Emily Chu, Kitman Mak Kit-Man, Jimmy Au Shui-Wai, Lee Heung-Kam, Yue Tau-Wan

Laufzeit der südkoreanischen VHS: 92:18 Min.

Gesehen am: 10.02.26

Fassungen: Mir lag die südkoreanische VHS von Dong-A Export Co., Ltd. und Seo Jin Trading Co., Ltd. vor = Vollbild, Kantonesischer O-Ton mit koreanischen Subs, gute Bildqualität, sah Uncut aus (Alex Mans nackter Arsch oder Brüste der ausländischen Flamme mit Simon Yam im Bett sind zu sehen). Es gibt keine DVD, Blu-Ray, UHD oder deutsche Fassung (Stand: Feb. 2026). Die HK-LD von Star hat keine englischen Subs. Die HK VCD von Joy Sales / Fortune Star (The Legendary Collection) soll englische Subs haben.

Sonntag, 28. Dezember 2025

The Dragon, the Hero

The Dragon, the Hero

Story:

Tu Wu Shen (John Liu) ist ein Agent. Er ist hinter einem Gangster und Schmuggler (Phillip Ko Fei) her. Auf seinem Weg trifft Tu Wu Shen auf Tang (Tino Wong Cheung). Dieser sieht in Tu Wu Shen zuerst einen Feind, ehe sie sich später mit einem weiteren Verbündeten (Dragon Lee) auf den Weg machen, die Gangster zu besiegen…

Meine Meinung:

The Dragon, the Hero ist einer der besten Filme von Godfrey Ho (Ninja Terminator, Lethal Panther, Secret Ninja Roaring Tiger). Der taiwanesische Film von Asso Asia Films (Hard Bastard, Fury in Shaolin Temple, The Blazing Ninja) bietet zwar einen sehr dünnen und auch leicht wirren Plot, dafür gibt es bekannte Namen und jede Menge spektakuläre Kampfszenen zu sehen. Es wird sicherlich fast alle fünf Minuten gekämpft. Daher überrascht es nicht, dass es kaum einen Plot gibt.

Schon das Intro in den Film, das diverse Kämpfer vor rotem Hintergrund Kampfdemonstrationen vorführen lässt, dazu gibt es gestohlene Italo-Western Musik aus dem Film Der Gehetzte der Sierra Madre (Musik von Ennio Morricone = La resa dei conti: Run Man Run), ist eine Klasse für sich. Italo-Western Musik in Eastern liebe ich. Das gibt schon Pluspunkte. Leider war das Stück jedoch im Film weniger oft zu hören, als ich es erwartet hätte. Dafür gibt es auch gestohlene Goblin-Musik zu hören (aus Dawn of the Dead). Auch cool.

Der Film ist unterhaltsam. Längen gibt es eigentlich keine. Die Helden sind John Liu (Eine Prise für tödliche Pfeifen) und Tino Wong Cheung (The Butterfly Murders). Beide beeindrucken. Dragon Lee (Muscle of the Dragon) spielt eine kleinere Rolle. Er taucht hier und da auf, um aus der Patsche zu helfen, hat aber deutlich weniger Screentime als die anderen beiden. Die Bösewichte sind Phillip Ko Fei (The Club) und Chan Lau (Crocodile Evil). In einem kleinen Gastauftritt ist noch Bolo Yeung (Bolo) zu sehen und in einer Nebenrolle darf Fatty Chiang Kam (Ghosts Galore) noch etwas Klamauk in den Film bringen.

Die Kampfchoreographie stammt von Tang Tak-Cheung. Er war als Darsteller (meist nur sehr kurze Rollen) und Martial Arts Director (My Heart Is That Eternal Rose, Super Power, Ambitious Kung Fu Girl) tätig. Sogar auf den Regiestuhl hat er es geschafft, wobei er nur zwei Filme realisierte (u.a. Demon of the Lute). Seine Arbeit für The Dragon, the Hero ist der Wahnsinn. Bei den Stars, die zur Verfügung standen, aber auch wenig überraschend. Vor allem Fans von John Liu und Phillip Ko Fei werden voll auf ihre Kosten kommen. Am Ende wird es zwar etwas übertrieben trashig, dennoch sehr sehenswert.

Fazit: Für Eastern Fans Pflichtprogramm!

Infos:

O: Za Jia Gao Shou

Taiwan 1979

R: Godfrey Ho

D: John Liu, Tino Wong Cheung, Phillip Ko Fei, Bolo Yeung, Dragon Lee, Chiang Kam, Mars

Laufzeit der US-DVD: Ca. 93 Min.

Gesehen am: März 2009 / Neusichtung am: 28.12.25

Fassungen: Gesehen via US-DVD von Crash Cinema = Uncut, solide Bild- und Tonqualität (in einigen Nachtszenen etwas zu dunkel), O-Ton und englische Subs. Nicht anamorph. Zudem liegt mir die deutsche Fassung (Todesgrüsse aus Shanghai aka Todesgrüsse von Bruce Lee) in der John Liu Eastern Box Vol. 1 von MIG vor sowie die neue US-Blu-Ray von Severin Films (The Game Of Clones: Bruceploitation Collection - Volume 1). Letztere wird jedoch nie geschaut werden da nur Englisch Dubbed. Zudem ist das Master auch nicht Uncut. Alleine im Finale fehlen zwei Minuten an Kämpfen. Zudem soll Severin Films nicht die Rechte am Film haben. Diese liegen bei Toby Russell, der mit Severin Films vor Gericht steht («IFD Films and Services Ltd. v. Severin Films, Inc. (2:24-cv-10904). District Court, C.D. California»). Der Fall, der am 18.12.24 eröffnet wurde, ist noch immer offen und wird weiterhin vor Gericht behandelt.

Samstag, 27. Dezember 2025

Once Upon a Time in China and America

Once Upon a Time in China and America

Story:

Als Wong Fei-Hung (Jet Li) und Co. (Rosamund Kwan, Xiong Xinxin) von Indianern angegriffen werden, verliert Wong Fei-Hung sein Gedächtnis. Er landet bei den Indianern (u.a. Daniel Luján, Jason De Hoyos, Chrysta Bell Zucht), während sich Aunt Yee (Rosamund Kwan) auf die Suche nach ihm macht. Derweil planen Gangster (u.a. Ryon Marshall, Joseph Sayah) einen Raub. Aunt Yee wird vom neuen Hilfssheriff (Jeff Wolfe) unterstützt…

Meine Meinung:

Den Film sah ich bisher nur ein einziges Mal als alte HK-DVD. Das war irgendwann zwischen 2002-2006. Ich wusste praktisch nichts mehr über den Film. Ich wusste nur noch, dass es eine Mischung aus Wong Fei-Hung und Western ist inklusive Indianer. Jackie Chan bediente sich kurz darauf eben dieser Mischung und wurde mit seinen zwei US-Komödien Shang-High Noon und Shanghai Knights sehr erfolgreich. Etwas, was Jet Li und Sammo Hung vom sechsten und letzten Teil der Once Upon a Time in China-Reihe nicht behaupten konnten.

Nachdem Jet Li (Martial Arts of Shaolin, Hitman, Fong Sai Yuk II) nach dem dritten Teil der Reihe ausstieg, kehrten er und Rosamund Kwan (Undeclared War, The Assassin, Long Good Bye) wieder zurück. Aus den Vorgängern blieb nebst Tsui Hark (als Produzent) nur noch Xiong Xinxin (Forced Nightmare, Hero Among Heroes, Wonder Seven) übrig. Neu kommen viele Ausländer dazu, die in die Rollen der Amerikaner oder Indianer schlüpfen. Mir sind die Namen um Jeff Wolfe, Joseph Sayah oder Chrysta Bell Zucht unbekannt. Die Actionszenen besorgte Regisseur Sammo Hung (Bruce, Hong Kong Master, Shaolin Traitorous, Twilight of the Warriors: Walled In).

Der Film ist zwar nicht langweilig, aber auch nicht sonderlich toll. Eigentlich empfehle ich aus der Once Upon a Time in China Reihe nur drei Teile. Den ersten, den zweiten und den fünften (mit den Piraten). Die anderen Teile sind uninteressant und können getrost links liegen gelassen werden. Zwar wurde Sammo Hung und sein Team für die Action-Szenen nominiert (Hong Kong Film Awards), aber die Kampfszenen kommen nicht an jene der Vorgänger ran. Unterhaltsam wars hier und da trotzdem. Aber die ganze Machart des Filmes wirkte irgendwie «billig».

Der Humor funktionierte meist kaum und praktisch alle Figuren sind stereotypische 08/15 Klischees. Auch die Musik wirkte meistens billig. Das bekannte Theme des Filmes gibt es nur noch selten und oft in abgewandter Form zu hören. Einige «lustigen» Szenen haben Fremdscham-Charakter. Zudem mag ich solche Plots nicht, wenn die Hauptfiguren ihr Gedächtnis verlieren und dann erstmal weg vom Fenster sind. Das hat so Dean Shek (A Better Tomorrow 2) oder Chow Yun-Fat (God of Gamblers) Vibes. Jet Li Fans empfehlen ich den ein Jahr zuvor gedrehter Black Mask.

Fazit: Unnötiges Comeback!

Infos:

O: Wong Fei-Hung: Chi Sai Wik Hung See

HK 1997

R: Sammo Hung

D: Jet Li, Rosamund Kwan, Xiong Xinxin, Jeff Wolfe, Richard Ng, Ryon Marshall, Joseph Sayah, Daniel Luján, Jason De Hoyos, Chrysta Bell Zucht

Laufzeit der US-Blu: Ca. 102 Min.

Gesehen am: Vor 2006 / Neusichtung am: Dez. 2025

Fassungen: Gesehen via US-Blu-Ray von Criterion (Once Upon a Time in China: The Complete Films) = sehr gute Bild- und Tonqualität, O-Ton, englische Subs, Uncut, Extras (Making of und Behind the Scenes Special). Gibt es auch in Deutschland auf Blu-Ray.

Donnerstag, 18. Dezember 2025

Once Upon a Time in China III

Once Upon a Time in China III

Story:

Wong Fei-Hung (Jet Li) begibt sich zusammen mit seiner Freundin und seinem Schüler (Max Mok) nach Peking. Dort bekommen sie es mit Drachentänzen, einem rivalisierenden Russen (John Wakefield), der es auf seine Freundin (Rosamund Kwan) abgesehen hat, einem Kung Fu Meister (Xiong Xin-Xin) und einem geplanten Attentat auf den chinesischen Diplomanten Li Hongzhang (Ge Cunzhuang) zu tun…

Meine Meinung:

Den dritten Teil der Reihe empfand ich schon bei einer vergangenen Sichtung des Filmes als schwach. Auch abgesehen vom direkten Vergleich mit den beiden Vorgängern. Aus dem 2. Teil kehren Jet Li (The Last Hero in China, The One, The New Legend of Shaolin), Rosamund Kwan (Vengeance Is Mine, Long Good Bye, Long Road to Gallantry) sowie Max Mok (An Eye for an Eye, No Way Back, Pedicab Driver) zurück. Die spielen alle die gleiche Rolle. Neu ist, dass Wong Fei-Hung nun mit der 13. Tante verheiratet ist.

Scheinbar soll es auch zwischen Jet Li und Regisseur Tsui Hark (Dangerous Encounter - 1st Kind, Dragon Inn, Police Assassins) zu Differenzen gekommen sein, was der Grund sein könnte, warum Jet Li bei den nächsten zwei Fortsetzungen nicht mehr als Volksheld gecastet wurde. Der Film ist im Vergleich zum Vorgänger harmlos, zu lustig. Der düstere Grundton des Vorgängers wurde leider nicht beigehalten. Das führt aber auch dazu, dass der Zuschauer nie um Wong Fei Hung oder dessen Truppe besorgt sein muss. Es ist klar, dass ihnen nie was passiert und die Bösewichte sind alle schwach und kein Vergleich mit Donnie Yen und Co.

Der Plot ist uninteressant. Es sind zu viele uninteressante Nebenplots vorhanden (der Russe, der auch in Rosamund Kwan verliebt ist, das geplante Attentat, die Heirat). Natürlich musste der Film auf seine Länge (fast zwei Stunden Laufzeit) gebracht werden. Weniger wäre mehr gewesen. Die Inhalte konnten mich weder überzeugen, noch fesseln, nicht begeistern. Auch die Kampfszenen haben mich nicht überzeugt. Viel zu unrealistisch, zu viel Wirkwork (alle Szenen mit Xiong Xin-Xin), zu viele Drachentänze. Bodenständiger hätte mehr meinem Geschmack entsprochen.

Fazit: Wäre der Film nicht in einer Sammelbox, würde der aus der Sammlung fliegen. Den dritten Teil kann man getrost links liegen lassen…

Gefolgt von: Once Upon a Time in China IV

Infos:

O: Wong Fei-Hung III: Si Wong Jaang Ba

HK 1993

R: Tsui Hark

D: Jet Li, Rosamund Kwan, Max Mok Siu-Chung, Xiong Xin-Xin, Lau Shun, John Wakefield

Laufzeit der US-Blu: Ca. 111 Min.

Gesehen am: Vor 2006 / Neusichtung am: 20.11.25

Fassungen: Gesehen via US-Blu-Ray von Criterion (Once Upon a Time in China: The Complete Films) = Uncut, O-Ton, englische Subs, sehr gute Bild- und Tonqualität. Es gibt Unmengen an exklusiven Extras (Interview mit Tsui Hark und John Wakefield sowie 20 Minuten an geschnittenen Szenen). In Deutschland von Splendid auf Blu-Ray erscheinen.

Mittwoch, 10. Dezember 2025

The Dragon Lives


 

The Dragon Lives

Story:

Der Film erzählt die Geschichte von Bruce Lee (Bruce Li)…

Meine Meinung:

Aka He's a Legend; He's a Hero. Nach Die Bruce Lee Story die 2. Biopic von Bruce Lee in Severin Films Set. Und zu meinem Glück auch ist der auch deutlich besser als Die Bruce Lee Story (ok, was auch nicht sonderlich schwer ist). Der Film bietet im Vergleich zu Die Bruce Lee Story auch massiv mehr Action und am Ende wird es schon fast surreal-philosophisch-künstlerisch. Dazwischen immer Mal wieder Trash-Einschübe, vor allem im ¼ des Filmes (wie Bruce Lee als Anhalter eine Mitfahrtgelegenheit sucht) oder wie das Publikum ihn beim Kampfturnier behandelt.

The Dragon Lives hat mich, trotz schwachem Englischem Dub, gut unterhalten. Bruce Li (Bruce Li – Die Killerkralle, The New Game of Death, Dragon Force) schlüpft hier, einmal mehr, in die Rolle von Bruce Lee und macht das sehr gut. Schon seine erste Kampfszene im Turnier, fast eine der besten Kampfszenen des Filmes, ist spannend, interessant und lang inszeniert worden. Bruce Li nimmt man hier die Rolle von Bruce ab. Er überzeugt sowohl in den Kampfszenen wie auch schauspielerisch. Laut dem Interview auf der Severin Films Disc sei Bruce Li die Zusammenarbeit der der blonden Amerikanerin Caryn White unangenehm gewesen. Etwas, was zumindest auf der Leinwand nicht ersichtlich wird.

Der Film hält sich, wohl mehr oder weniger, an das Leben von Bruce. Gerüchte über Affären gab es immer. Aber ich würde nicht nach Authentizität suchen, sondern den Film einfach als Unterhaltungsprodukt sehen und mich unterhalten lassen. Und das ist The Dragon Lives definitiv: kurzweilig und unterhaltsam. Ohne grössere Längen wird man bis zum Ende solide unterhalten. Regie führte Wong Sing-Loy (Tornado of Pearl River, Devil Crows, The War of the Boundary). Er gab gut acht darauf, dass es immer Mal wieder Kampfszenen zu sehen gibt, so dass Fans derselben befriedigt werden.

Fazit: Für Bruceploitation Fans zu empfehlen!

Infos:

O: Yong chun da xiong

HK 1976

R: Wong Sing-Lui

D: Bruce Li, Donnie Williams, Betty Chen Pei-Zhen, Caryn White, Sham Chin-Bo, Lo Man-Kam

Laufzeit der US-Blu: Ca. 87 Min.

Gesehen am: 27.09.25

Fassungen: Gesehen via US-Blu-Ray von Severin Films = The Game of Clones: Bruceploitation Collection Vol. 1 = Uncut, hervorragende Bild- und Tonqualität, leider nur Englischer Dub (schwache Qualität), Englische Subs und 2-3 Extras vorhanden. Von den Extras kann ich das Interview mit Caryn White empfehlen, die dazumal in Taiwan als Studentin tätig war und dann plötzlich im Film an der Seite von Bruce Li auftrat und dessen «Ehefrau» Linda Lee spielen durfte. Spannende Erlebnisse, welche sie erzählt. In Deutschland (Titel: Bruce Lee - Gigant des Kung Fu) gibt es den Film auf DVD in Deutsch/Englisch ohne Subs. Die Bildqualität der US-Blu ist massiv besser und vor allem auch heller.