Dieses Blog durchsuchen

Posts mit dem Label Tony Todd werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Tony Todd werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Dienstag, 7. Oktober 2025

Hatchet II

Horroktober 2025

Hatchet II

Story:

Marybeth (Danielle Harris) überlebt ein Aufeinandertreffen mit Victor Crowley (Kane Hodder). Zusammen mit Reverend Zombie (Tony Todd) und anderen (u.a. Tom Holland, AJ Bowen, Alexis Kendra, R.A. Mihailoff, Parry Shen) begibt sie sich erneut in den Sumpf, um Victor ein für alle Mal zu töten…

Meine Meinung:

Hatchet II hat mir, wie schon der Vorgänger, nicht mehr gut genug gefallen, um in der Filmsammlung zu verweilen. Mein Filmgeschmack hat sich z.T. verändert und gerade bei neuen Filmen bin ich deutlich strenger geworden, so dass Hatchet II aus der Sammlung fliegt. Dafür lohnen sich Blog-Specials wie der Japanuary, Shawgust oder der Horroktober gut. Aus dem Vorgänger kehren Adam Green (Regie), Kane Hodder (spielt den Killer), Tony Todd (gleiche Rolle) und John Carl Buechler (gleiche Rolle) zurück. Neu an Bord stösst Danielle Harris (Halloween 4 & 5, Last Boy Scout) und Tom Holland (Regisseur von Child’s Play und Fright Night).

Zwar ist der Film absolut nicht langweilig (ich würde sogar sagen, der hatte weniger Längen und Startschwierigkeiten als der Vorgänger), aber abgesehen von den Effekten (die übrigens in der Fortsetzung nicht mehr von John Carl Buechler stammen) konnte mich der Film nicht mehr überzeugen. Abgesehen von den sehenswerten und fantasievollen Tötungssequenzen und starken, handgemachten Effekten, die, ich muss es zugeben, teilweise wirklich der Wahnsinn sind, bietet der Film keinen Mehrwert, je wieder gesichtet zu werden.

Die Optik des Filmes erinnert an einen sterilen, billigen TV-Film. Eine Spannung oder Atmosphäre will nie entstehen. Die Musik (z.B. im Vor- oder Abspann) ist unpassend gewählt (und/oder entspricht weniger meinem Geschmack) und der Vorspann wirkt auch billig und für einen Film, der auf Old School machen will, wirkt dieser zu modern. Der Humor ist doof und pubertierend (wie auch die wenigen Nacktszenen) und alle Figuren sind uninteressant. Da können auch Danielle Harris, Kane Hodder (Kill Her Goats, Robin Hood: Ghosts of Sherwood) oder Tony Todd (der ein echtes Arschloch spielt) nichts ändern.

Fazit: Für Fans der Reihe sicherlich zu empfehlen, wer jedoch mehr als nur guten Gore sehen will, sollte sich für andere Filme entscheiden!

Gefolgt von: Hatchet III

Infos:

O: Hatchet II

USA 2010

R: Adam Green

D: Tony Todd, Kane Hodder, Danielle Harris, Tom Holland, AJ Bowen, Alexis Kendra, R.A. Mihailoff, John Carl Buechler, Parry Shen

Laufzeit der US-DVD: 85:15 Min.

Gesehen am: Feb. 2011 / Neusichtung am: Okt. 2025

Fassungen: Mir lag die Uncut-US-DVD von Dark Sky Films vor = Schuber, O-Ton, englische Subs, Uncut, sehr gute Bild- und Tonqualität. In Deutsch und Uncut nur über Österreich zu haben!

Montag, 4. August 2025

Final Destination Bloodlines

Final Destination Bloodlines

Story:

In den 60ern:

Eine Grossmutter (Brec Bassinger/April Telek) sagt die Zerstörung eines Gebäudes voraus und rettet mit ihrer Warnung eine Gruppe von Menschen. Dessen Enkelin (Kaitlyn Santa Juana) träumt viele Jahre später davon. Was hat es damit auf sich?

Meine Meinung:

Final Destination: Bloodlines reiht sich nahtlos in die Fortsetzungen (Teile 2-5) ein, die Final Destination hervorgebracht hat. Der Zuschauer wird anspruchslos unterhalten. Ich kannte vom Film nur den ersten Teaser (der eine längere Sequenz aus dem Film beinhaltet). Den richtigen Trailer sah ich mir nicht an. So sah ich mit Ausnahme von einer Szene kein Bildmaterial aus dem Film und liess mich blind überraschen. Inhaltlich neu ist, dass eine Familie vom Tod verfolgt wird und die Hauptfigur selbst keine Vorahnung erlebt hat, sondern von der Vergangenheit träumt und von dieser eingeholt wird.

Abgesehen von diesem Detail bleibt alles beim Alten. Der Film unterhält, ist schwarzhumorig und lustig und bietet eine grosse Anzahl an (blutigen) und irrwitzigen und fantasievollen Todesszenen. Der Cast ist mir unbekannt. Viele junge, frische Darsteller, die nur wenig wirklich Bekanntes zu Stande gebracht haben. Die Ausnahme stellt selbstverständlich Tony Todd (Night of the Living Dead, Candyman's Fluch, The Crow) dar, der damit der Reihe treu bleibt. Sein Aussehen und seine Dialoge gingen unter die Haut, da inzwischen wirklich verstorben. Ob er zu dem Zeitpunkt bereits wusste, dass er an Krebs litt? Im Abspann erhält er eine Würdigung. 

Der Start in den Film hat gefesselt. Die Tragödie wurde auch optisch stark umgesetzt, auch wenn der Humor für meinen Geschmack vielleicht etwas zu dick aufgetragen wurde (mit dem Jungen, der vordrängelt und Münzen runterwirft). Dies wirkte etwas aufgesetzt, allerdings minimiert es die Härte in den darauffolgenden Szenen (Massenpanik, Splatter-Effekte). Es gibt natürlich auch Links zu den anderen Final Destination-Filmen und technisch ist der Film sehr gut gemacht. Die Explosion am Ende oder wie das Fahrzeug auf die Seite geschleudert wird, waren tricktechnisch schon toll inszeniert. Bei den Splatter-Effekten würde ich auf CGI tippen (ggf. beides, Mix aus handgemacht und Computer generierten Effekten). Allerdings sind einige der Szene so schnell und kurz zu sehen, dass es nicht auffiel.

Fazit: Fans der Reihe können sich auf den Kinobesuch freuen!

Infos:

O: Final Destination Bloodlines

USA 2025

R: Zach Lipovsky, Adam B. Stein

D: Tony Todd, Brenna Llewellyn, Richard Harmon, Brec Bassinger, Max Lloyd-Jones, Gabrielle Rose, Rya Kihlstedt, April Telek

Laufzeit der Kinoversion: Ca.110 Min.

Gesehen am: 15.05.25

Fassungen: Gesehen im Kino (ab 16/14) Uncut im O-Ton mit deutschen Subs. Eine DVD, Blu-Ray oder UHD ist noch nicht angekündigt (Stand: Mai 2025).

Samstag, 16. November 2024

Candyman 2 - Die Blutrache

Candyman 2 - Die Blutrache

Story:

Annie Tarrants (Kelly Rowan) Bruder sitzt in Untersuchungshaft. Er soll für mehrere Morde verantwortlich sein, die auf dem Candyman Mythos beruhen. Annie ist Lehrerin. Um ihre Schüler zu beruhigen sagt sie fünfmal seinen Namen auf – und danach erscheint der Candyman (Tony Todd) auch ihr und das Morden geht weiter. Annie versucht, dem dunklen Familiengeheimnis, welche sie mit dem Candyman verbindet, auf die Spur zu kommen…

Meine Meinung:

Candyman 2 - Die Blutrache fand ich früher, vor allem zu Jugendzeiten, den besten «Candyman». Dies aufgrund der Tatsache, dass der Film einige schön saftige Splatter-Effekte bietet. In Sachen Effekte und Blutgehalt toppt die erste Fortsetzung der Candyman-Reihe den Vorgänger. Doch schon lange hat sich meine Meinung geändert: Candyman's Fluch, der 1. Teil und Auftakt der Reihe, ist einer meiner Lieblingsfilme. Candyman 2 - Die Blutrache kommt da bei weitem nicht ran, mehr Blutgehalt hin oder her.

Da ich den ersten Film schon auf meinem Blog besprochen habe, kam nun der 2. Film zum Zug. Zu Ehren von Horrorikone Tony Todd (Sabotage, Night of the Living Dead), der leider und überraschend mit 69 Jahren am 06.11.24 verstorben ist. Meist spielte er Nebenrollen (The Rock, Platoon, The Crow, Wishmaster, Hatchet, Pay Day), aber nicht so in den Candyman Filmen. In diesen war er als Hauptrolle und Horrorfigur besetzt. Sogar im Remake (Candyman) legt er einen Gastauftritt hin. Jüngere Fans dürften ihn zudem aus den Finale Destination Filmen kennen.

Candyman 2 – Die Blutrache überzeugt durch ein hohes Tempo, einer einmal mehr starken Darbietung von Tony Todd, sehenswerten Spezialeffekten, einer wunderbaren Musik (wie schon im Vorgänger) und durch die Tatsache, dass scheinbar während dem New Orleans Karneval gedreht wurde, was dem Film eine wunderbare Stimmung bringt. Der «Kingfish», im Film ein Live-Radio-Kommentator, der die Karneval Ereignisse kommentiert, war z.B. auch im echten Leben ein «radio disc jockey» in New Orleans (von 1978-2007). Das gibt dem Film eine wunderbar authentische Note in Sachen Atmosphäre.

Der Plot gibt aber eigentlich nicht viel Neues her und Kelly Rowan, die in The Gate bereits Gruselerfahrung sammeln durfte, ist definitiv keine Virginia Madsen. Auch von Kelly Rowan (Assassins) abgesehen sind die Figuren zwar solide, aber mehr auch nicht. Etwas klischeehaft gezeichnet, aber sie erfüllen ihren Job. Gruselig war der Film auch zu keiner Sekunde, dafür von Anfang an bis zum Ende, mit hohem Tempo, vielen Effekten und viel Atmosphäre, unterhaltsam.

Fazit: Gute Fortsetzung!

Gefolgt von: Candyman 3 - Der Tag der Toten

Infos:

O: Candyman: Farewell to the Flesh

USA 1995

R: Bill Condon

D: Tony Todd, Kelly Rowan, Caroline Barclay, Michael Bergeron, Brianna Blanchard, Clotiel Bordeltier

Laufzeit der Schweizerischen DVD: 90:39 Min.

Neusichtung am: 09.11.24

Fassungen: Mir lag die Schweizer DVD von Atlantis Film vor = Gute Bild- und Tonqualität, Uncut, Deutscher Ton, kein O-Ton. Die deutsche Synchronisation ist gelungen. Inzwischen gibt es aktuellere Fassungen in Deutschland (Blu-Ray in Deutsch/Englisch mit Subs und Extras von Koch Films).

Donnerstag, 19. Oktober 2023

Night of the Living Dead


Horroktober 2023

Night of the Living Dead

Story:

Diverse Überlebende (Patricia Tallman, Tony Todd, Tom Towles, William Butler, Katie Finneran) verschanzen sich in einem Haus und kämpfen ums Überleben, als Horden von Zombies auftauchen…

Meine Meinung:

Night of the Living Dead ist in meinen Augen nach wie vor ein sehr gutes Horror-Remake zu George A. Romeros Zombieklassiker mit dem gleichnamigen Titel aus dem Jahr 1968, der wohl die berühmteste Zombie-Reihe der Welt lostrat (Dawn of the Dead, Day of the Dead). Neu ist, dass hier auch auf Effekte und eine starke Frauenrolle wert gelegt wird. Anders als im Original wandelt sich Barbara hier von der ängstlichen, hysterischen Frau zur knallharten Überlebungskünstlerin.  

Ansonsten handelt es sich, mehr oder weniger, um denselben Plot wie im Original. Regie führte Effekte-Techniker Tom Savini (From Dusk Till Dawn, Land of the Dead, Deathdream), der in den 80ern wohl seine besten Arbeiten ablieferte (Friday the 13th: The Final Chapter, Maniac, Freitag der 13., The Texas Chainsaw Massacre 2). Und als Regisseur war es selbstverständlich, dass Tom Savini auch die Effekte für das besprochene Remake erstellte. Eine kleine Schande, dass einige der besten Szenen der Zensur zum Opfer gefallen sind.

Die Zombie-Make-Up Masken sind superb. Der eine Zombie (mit der Naht, erfolgt durch die Autopsie) erinnert dabei an den Italo-Film Let Sleeping Corpses Lie. Das Grauen wird, wie im Original, quälerisch langsam deutlich. Und stellt auch die Menschen untereinander als potenzielle Gegner dar. Sei es den von Anfang an unsympathischen Choleriker Cooper oder die schiesswütigen Rednecks am Ende. Der Grundidee von George A. Romero wird damit Früchte getragen. Was den Cast angeht, ist ein grosser, späterer Horrorstar dabei: Tony Todd (Candyman's Fluch). Und in einer kleinen Rolle ist Bill Moseley (House of 1000 Corpses) zu sehen.

Der Film fängt ohne lange Einleitung an und der Film bleibt fesselnd, actionreich und spannend. Die Effekte sind soll anzusehen und auch der Cast macht seine Sache sehr gut. Wer jedoch das Original kennt, wird in dem Remake wenig neue Überraschungen vorfinden. Dem sollte sich der Zuschauer bewusst sein. Da gibt es sicher jene, die finden das gut und hätten Neuerungen kritisch betrachtet und umgekehrt. Man kann es nie allen recht machen. Apropos Remake: Angeblich sollte Tom Savini auch ein Remake zu Umberto Lenzis Film Nightmare City verwirklichen – doch in den letzten Jahren gab es dazu keine News mehr. Wohl ein Projekt, welches nie das Licht der Welt erblicken wird…

Fazit: Wer gerne klassisches Zombie-Kino mag, sprich die langsamen Fleischfresser, macht mit Tom Savinis Remake nichts falsch – im Gegenteil, es lohnt sich!

Infos:

O: Night of the Living Dead

USA 1990

R: Tom Savini

D: Patricia Tallman, Tony Todd, Tom Towles, William Butler, Katie Finneran

Laufzeit der US-DVD: 88:11 Min.

Neusichtung am: Okt. 2023 / Sichtung der UHD: 14.06.26

Fassungen: Mir lag die US-DVD von Columbia Pictures vor = zensierte US-R-Rated Kinofassung (eine echte Uncut gibt es nicht), solide Bild- und Tonqualität, O-Ton, englische Subs vorhanden. Für die US-Freigabe wurden vor dem Kinostart mehrere blutige Kopfschüsse bei Zombies zensiert und/oder durch unblutige Einstellungen ausgetauscht. Auch die Szene mit dem Schürhaken im Zombiekopf wäre ursprünglich grafischer ausgefallen. In Deutschland auch nur in dieser Version zu haben. Gibt es auch auf Blu-Ray von Nameless Media. Der Film ist bzw. war (?) in Deutschland lächerlicherweise sogar Mal verboten, wenn ich nicht irre. Nachtrag Juni 2026: Meine Gebete wurden erhört: Night of the Living Dead wurde 2025 erstmals offiziell in der völlig unzensierten Version veröffentlicht. Der Film, der dazumal (1990) für seine US-Kinofreigabe in Gewaltszenen zensiert wurde, gibt es nun schick restauriert auf Blu-Ray und UHD. Mir lag die deutsche Steelbook Fassung von Sony / Plaion Pictures vor. Ich sah mir die UHD an = Englischer O-Ton mit englischen Subs, Uncut, neues Master. Das Master beginnt in s/w und wird im ersten Viertel farbig. Die ehemals zensierten Szenen erstrahlen in einer hervorragenden Qualität. Von den zwei Tonspuren sah ich mir die DD 5.1 Tonspur an. Die war ein Genuss. Den deutschen Ton gibt es nur für die zensierte Kinofassung. Der Film hat die Neusichtung bestanden. Sehr solider Zombiehorror mit tollem Cast (Tony Todd, Patricia Tallman, Bill Moseley). Trotz Regie und Effekten von Tom Savini, ist der Film eigentlich relativ harmlos gehalten, was das frühere Verbot in Deutschland (oder die US-Kinozensur) noch lächerlicher erscheinen lässt. Das Verbot wurde 2018 bzw. 2020 aufgehoben. Horrorfans sollen sich den Film in dieser Form nicht entgehen lassen. 

Sonntag, 8. Oktober 2023

Hatchet

Horroktober 2023
Hatchet

Story:

Bei der Haunted Swamp Tour werden die Teilnehmer (u.a. Joel Moore, Tamara Feldman, Deon Richmond) Opfer der entstellten Missgeburt Victor Crowley (Kane Hodder)…

Meine Meinung:

Ich bin älter geworden und diese Art Film sagt mir heuer gar nicht mehr zu. 80er Jahre Slasher wie Halloween, Freitag der 13., My Bloody Valentine und Co. sind wenigstens noch stimmungsvoll, haben Charme und Nostalgie-Bonus, aber Hatchet, der 1. Teil einer neu zeitigen, vierteiligen Fun-Splatter Backwood-Slasher-Splatter-Horrorreihe, hat mir nicht mehr gefallen. Überzeugt haben mich da eigentlich nur noch Kane Hodder (Wishmaster) als Missgeburt Crowley und die blutigen, handgemachten und innovativen Tötungen und Splattereffekte. Die sind schon stark und sehenswert in Szene gesetzt.

Kane Hodder machte sich vor allem in der Rolle als Jason Voorhees einen Namen (in den Filmen Jason Goes to Hell: The Final Friday, Friday the13th Part VIII: Jason Takes Manhattan, Jason X, Friday the 13th Part VII: The New Blood) und in weiteren Kurzauftritten sind noch Robert Englund (A Nightmare on Elm Street, Dance of the Dead, The Mangler, Düstere Legenden) und Tony Todd (Sabotage, Candyman, The Crow - Die Krähe, Pay Day, Final Destination, Candyman's Fluch) zu sehen. Ganz nett, aber nicht wirklich relevant.

Der restliche Cast d.h. die Hauptfiguren sind typische 08/15-Bilder und, wie der Humor des Filmes, nervend. Typisch pubertierender Humor und Dialoge, als ob ein 12jähriger das Drehbuch schrieb. Peinlich, zum Fremdschämen. Das hysterische Dauergekreische nervt ebenso. Typisch prüde Amerikaner, die schon Freude haben, hier und da Mal paar blanke Busen in einem Film zu sehen.

Der Plot ist dünn und trotz der kurzen Laufzeit gibt es Längen. Und nur gute Effekte haben einen Film noch nie besser gemacht, vor allem, wenn der Rest nicht wirklich gut ist (Plot, Humor, nervende Figuren, Längen). Dazu enttäuscht auch das offene Ende absolut und es gibt null Stimmung/Charme/Atmosphäre. Nur schon der Look und die Musik (This Is the New Shit von Marilyn Manson) im Vorspann wirken billig und unpassend. Schade!

Fazit: Ausser gutem Gore bietet Hatchet nichts. Besser 80er Jahre Slasher schauen…

Gefolgt von: Hatchet II

Infos:

O: Hatchet

USA 2006

R: Adam Green

D: Kane Hodder, Joel David Moore, Amara Zaragoza, Deon Richmond, Tamara Feldman, Robert Englund, Tony Todd

Laufzeit der deutschen DVD: 80:21 Min.

Neusichtung am: Horroktober 2023

Fassungen: Mir lag die deutsche DVD von Sunfilm vor = Uncut Doppel DVD im Steelbook in Deutsch/Englisch mit deutschen Subs. Die deutschen Subs basieren auf der deutschen Sprachfassung und einige Dinge wurden komplett anders übersetzt. Die Bildqualität ist für einen Film aus dem Jahr 2006 Jahr schlecht gealtert: Unschärfe, zu dunkel. Gibt es inzwischen vom gleichen Label auch auf Blu-Ray.

Dienstag, 23. November 2021

Candyman Review

Candyman

Story:

 

Künstler und Maler Anthony (Yahya Abdul-Mateen II) recherchiert in Sachen Cabrini-Green und den Candyman, um sich für seine Arbeit und zukünftige Collage inspirieren zu lassen. Er wird dabei von einer Biene gestochen. Die Wunde scheint sich täglich zu verschlechtern und plötzlich gibt es in Anthonys Umfeld grausame Morde…

 

Meine Meinung:

 

Candyman's Fluch, eine 1994er Verfilmung einer Clive Barker Kurzgeschichte, welche es auf zwei Fortsetzungen brachte und Tony Todd (The Crow, Final Destination) auch im Horror-Genre bekannt machte, bekam Dank Corona statt 2020 2021 eine weitere Fortsetzung (!) spendiert. Ja, ihr habt richtig gelesen. Candyman von Produzent Jordan Peele (Wir) ist kein Remake, wie zuerst erwartet, sondern eine direkte Fortsetzung des 1994er Filmes der die weiteren Fortsetzungen ignoriert, so wie es zuletzt im neuen Halloween der Fall gewesen war.

 

Aus Teil eins kehren sogar zwei Darsteller zurück: Vanessa Williams und Tony Todd (wirkte mehr wie ein CGI Tony Todd und kommt vielleicht zwei Sek. vor) und die Story baut auf den Ereignissen aus Teil eins auf und führt diverse Figuren wieder ein (Anthony). Dies fand ich erfrischend und cool. Dennoch war der Film zu wenig gut für die Sammlung und erreicht nicht die Klasse des ersten Teils oder der ersten Fortsetzung Candyman 2 – Die Blutrache.

 

Vor allem was Spannung, Stimmung, Figurenzeichnung, Musik, Gore oder Plot angehen versagt der Film im Vergleich zu Candyman oder derer 1. Fortsetzung. Den 1994er Film zu kennen ist sicher ein Vorteil, aber nicht unbedingt nötig, um Nia DaCostas Version folgen zu können. Trotz Nia DaCosta als Regisseurin wirkt der Film mehr wie ein Jordan Peele-Film. Dessen Handschrift ist unverkennbar.

 

Der Film ist am Ende nur ein modernes Durchschnittswerk. Die besten Szenen hat der Film am Anfang und Mittelteil. Das letzte Viertel des Filmes wirkte sprunghaft, gehetzt, wirr und das Ende gefiel mir nicht. Viel zu stereotypische Darstellung der Figuren (Homosexueller, alle weissen Figuren sind übertrieben böse etc.), zu viel Politik (Candyman als Rächer gegen weisse Rassisten-Cops) oder Nebenplots die nichts mit dem Hauptplot zu tun haben (Bris schwere Vergangenheit, die Teens der Schule die Candyman zum Opfer fallen etc.).

 

Politik sollte in einem Horrorfilm und einem Clive Baker-Story nichts zu tun haben. Der Film wirkt auf die Woke-Generation abgestimmt. Modernisiert. Gab es zuletzt Reboots und Filme mit ausschliesslichem Frauen-Cast (Ghostbusters 2016), so gibt es das nun auch für die Black Live Matters Bewegung. Wer zu der Generation gehört oder den 1994er Film nicht kennt, dürfte sich daran also wenig stören und den Film besser finden. Für sich allein gesehen ist Candyman auch besser. Aber im Vergleich zum ersten Film enttäuscht der Steifen halt. Und solche Woke-Generation Einflüsse muss ich in einem Spielfilm nicht haben…

 

Die Stärken des Filmes lagen vor allem in der Optik. Diese plus die Kameraführung wussten immer zu gefallen und waren sehenswert plus einige "Body-Horrorelemente" und die Musik. Der Vorspann z.B. wirkt cool und erinnert zumindest an das Intro des Vorgängers. Die Darsteller waren im Grossen und Ganzen solide. Yahya Abdul-Mateen II kann zwar nicht eine Virginia Madsen ersetzen und gerade in einigen Close-Ups (Spiegel, Panik) wirkte er nicht immer sicher (sondern unfreiwillig komisch), aber er war ok. Besser war hingegen seine Film-Freundin Teyonah Parris. Die «Künstler-Szene» wurde realistisch und versnobt eingefangen – ähnlich wie im Maniac Remake oder Bliss. Und zuweilen furchtbar nervend…

 

Fazit: Unnötige Fortsetzung die es nicht gebraucht hätte. Kann man Mal gucken, aber hat qualitativ keine Chance gegen die ersten zwei Candyman-Filme…

 

Infos:

 

O: Candyman

 

USA 2021

 

R: Nia DaCosta

 

D: Yahya Abdul-Mateen II, Teyonah Parris, Nathan Stewart-Jarrett, Colman Domingo, Kyle Kaminsky, Vanessa Williams, Tony Todd

 

Laufzeit der Kinoversion: Ca. 91 Min.

 

Gesehen am: 26.08.21

 

Fassungen: Gesehen im Schweizer Kino (16/14 im O-Ton mit deutschen Subs). Eine deutsche DVD/Blu-Ray sind noch nicht angekündigt (Stand: Aug. 2021).

Dienstag, 19. Oktober 2021

Final Destination 2 Review

 

Horroktober 2021

Final Destination 2

Story:

Kimberly (A.J. Cook) sieht in einer Version einen voraussehenden Unfall mit ihrem und dem Tod ihrer Freunde plus einigen Dritten. Durch die Vision kann sie und einige andere dem Tod von der Schippe springen. Doch bereits am nächsten Tag stirbt der erste Überlebende an einem «mysteriösen Unfall». Ob der Tod sich die Überlebenden nun holen kommt? Hilfe versprechen sich die Überlebenden von Clear (Ali Larter), der einzigen Überlebenden aus Teil 1…

Meine Meinung:

Final Destination war 2000 durch sein willkommenes und erfrischendes Mystery-Konzept inklusiver kreativen Tötungsszenen ein Hit und die Fortsetzung war nach dem Erfolg keine Überraschung. Bis dato hat es die Reihe auf fünf Filme geschafft und es überrascht, dass zuletzt keine weitere Fortsetzung auf die Menschheit losgelassen wurde, wo doch andere Horror-Film-Serien Fortsetzung um Fortsetzung produzieren (Candyman, Halloween Kills, Saw: Spiral etc.).

Teil zwei kann aber nicht mehr an den ersten Film heranreichen. Ich nehme an, dass ich das auch bei den weiteren Fortsetzungen so empfinden würde und die Gründe sind simpel: Teil eins war neu, erfrischend, düster, mysteriös, spannend, ging unter die Haut (als das Flugzeug explodiert) und war humorlos. Das galt nicht für die Fortsetzungen: Humor kam dazu und 08/15 Figuren.

Schlecht ist Final Destination 2 überhaupt nicht, halt einfach Unterhaltung ohne Anspruch. Man wird definitiv kurzweilig unterhalten. Immerhin geht es Schlag auf Schlag und das Rätselraten, wer der Figuren und vor allem wie aus dem Leben scheiden wird, ist amüsant, originell und kreativ. Daher passt auch der Vergleich zu anderen Horrorfilm-Reihen à la Saw. Aus Teil eins kehren Ali Larter und Tony Todd zurück. Ali Larter wirkt leider sehr unsympathisch und Tony Todd (Sabotage) bringt dämlichen Klamauk in den Film (obwohl er nur in einer Szene vorkommt). Der Film ist allgemein zu lustig geraten. Etwas, was ich auch an vielen neuen Zombiefilm-Produktionen nicht mag.

Fazit: Unterhaltsam und kurzweilig ist der Film allemal – wer sich an anspruchsloser Unterhaltung erfreuen kann und die Film-Reihe mag, kommt um Teil 2 nicht herum!

Gefolgt von: Final Destination 3

Infos:

O: Final Destination 2

USA 2003

R: David R. Ellis

D: Ali Larter, A.J. Cook, Michael Landes, Terrence 'T.C.' Carson, Jonathan Cherry, Keegan Connor Tracy, Tony Todd

Laufzeit der deutschen DVD: 86:26 Min.

Gesehen am: ? / Neusichtung: Okt. 2021

Fassungen: Mir lag die deutsche DVD von Warner vor = Uncut, Deutsch/Englisch mit diversen Subs, gute Bild- und Tonqualität. Gibt es inzwischen auch auf Blu-Ray.

Freitag, 1. Oktober 2021

Wishmaster Review

 
Horroktober 2021

Wishmaster

Story:

Ein Djinn (Andrew Divoff) erwacht durch Zufall zu neuem Leben und sorgt für diverse Opfer (Tony Todd, Kane Hodder, Reggie Bannister…). Alexandra (Tammy Lauren), die dem Djinn drei Wünsche erfüllen darf, kämpft nun gegen das Schrecken an, das sie «heraufbeschworen» hat…

Meine Meinung:

Was haben folgende Namen gemeinsam?

Wes Craven (A Nightmare on Elm Street), Pierre David (Scanners), Harry Manfredini (Freitag der 13.), Robert Kurtzman (Nightwish), Robert Englund (Düstere Legenden), Ted Raimi (Skinner), Reggie Bannister (Phantasm Ravager), Kane Hodder (Jason Goes to Hell: The Final Friday), Tom Savini (Dawn of the Dead), Tony Todd (Candyman's Fluch), Angus Scrimm (Phantasm Ravager) und Joseph Pilato (Day of the Dead)?

Nebst dem absolut grossartigen Andrew Divoff als böser, fieser und charismatischer Djinn sind oben genannte Namen Cast und Crew Beteiligte aus Wishmaster, einem Werbefilm um die Arbeiten und Trickkiste der KNB-FX Group. Und allesamt haben ihre Spuren im Horrorfilm hinterlassen.

Wes Craven & Pierre David haben den Film produziert, Harry Manfredini besorgte die Musik und KNB-FX Mitglied Robert Kurtzman führte auch gleich Regie, während die restlichen Namen in Gastauftritten zu sehen sind, was Wishmaster für Horrorfans sympathisch macht.

Der Film ist unterhaltsam und gefällt durch den Plot um den Djinn und wie es diesem listig gelingt, seinen Opfern Wünsche zu entlocken, damit er seine böse Macht auch Walten lassen kann. Der Film wird von einem grossartigen Andrew Divoff und hervorragenden Make-Up-Masken und Splattereffekten getragen. Da stört es auch nicht, dass der weibliche Lead (Tammy Lauren) dabei leicht abfällt, was die Leistung oder Sympathie angeht.

Der Film ist sehr blutig und es gibt nicht nur sehenswerte und blutige Splatter-Effekte zu sehen, sondern auch diverse coole Monster, Make-Up und Gummi/Latex-Kreaturen und ein stimmungsvolles Höllen-Setting. Etwa zwei bis drei digitale Effekte fallen im Grossen und Ganzen negativ auf, aber 90% der Effekte sind handgemachte Effekte und in ihrer Umsetzung schnörkellos.

Fazit: Pflicht für Horrorfans, was man von den unnötigen, weniger guten und billigen Fortsetzungen nicht mehr behaupten kann (für Andrew Divoff war nach Teil zwei auch Schluss).

Gefolgt von: Wishmaster 2 - Das Böse stirbt nie

Infos:

O: Wishmaster

USA 1997

R: Robert Kurtzman

D: Tammy Lauren, Andrew Divoff, Robert Englund, Chris Lemmon, Wendy Benson-Landes, Ted Raimi, Reggie Bannister, Kane Hodder, Tony Todd, Tom Savini, Angus Scrimm, Joseph Pilato

Laufzeit der schweizerischen DVD: 86:29 Min.

Neusichtung am: Okt. 2021

Fassungen: Mir lag die alte Schweizer DVD von Atlantis Film vor = Nur Deutsch (gute Synchro), solide bis durchschnittliche (Intro in den Film) Bildqualität, Uncut. Eine Blu-Ray gibt es in D von NSM.