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Donnerstag, 20. Dezember 2018

Update

Neue Reviews

 

 

- Lake of Dracula

- Widow Warriors

- Pay Day

- Wind River

- Ultimative Revenge


Bei folgenden Reviews gab es Updates (= Nachträge): 

- Ritter der Dämonen 

- Mausoleum


Ultimate Revenge Review



Ultimate Revenge

Story:

Polizei (u.a. Lily Lee) Vs. Gangster (u.a. Kim Penn) – nachdem die Polizei einige «Hits» landen konnte, werden diese (die Cops) und deren Angehörigen z.T. bei Attentaten und Rachefeldzügen getötet. Polizistin Ching (Cynthia Khan) nimmt sich dem Problem an…

Meine Meinung:

Ultimate Revenge ist ein aus zwei Filmen zusammengebastelter Low-Budget Actioner mit vielen philippinischen Stars – es wurde auch in Philippinen gedreht, was sich positiv auf das Budget auswirkte. Den Film fand ich durch die viele, nahezu ohne Pause gezeigte Action in der 2. Filmhälfte gut.

Die erste Filmhälfte bzw. erste Disc der VCD ist lahm. Da gibt es eigentlich nur zu Beginn Action, in welcher der Gweilo erschossen wird inklusive seiner ganzen Gruppe. Danach folgt Langeweile. Cynthia Khan hat nur eine Nebenrolle d.h. sie hat im ganzen Film nur drei Szenen und nur in der letzten, im Finale, darf sie kämpfen (Highlight: Kampf gegen Gweilo Kim Penn). Ausser Cynthia Khan (In The Line of Duty 4, Inspector Wears Skirts IV, Three-Head Monster) und Kim Penn (Live Hard, Fun and Fury) sind mir die Darsteller unbekannt.

Sie machen aber, vor allem wenn man die 2. Disc der VCD einlegt, in den Action-Szenen eine gute Figur. Nachdem Angehörige der Cops getötet werden, bietet der Film Daueraction bis zum Ende. Es wird viel gekämpft, es gibt viele kleine Stunts und es gibt viele blutige Shoot-Outs. Fans von Shoot-Outs wie auch Kampfszenen werden bestens bedient. Die Action hält bis zum Ende an und entschädigt für die lahme erste Hälfte des Filmes, so dass aus einem durchschnittlichen Billig-Actioner ein guter, fetziger Actionfilm wird!

Fazit: Für Fans von Low-Budget Actionfilmen aus HK / Taiwan / Philippinnen dieser Zeit (Anfang und Mitte 90er Jahre) zu empfehlen!

Infos:

Philippinen, Taiwan, HK 1995

R: Ridley Tsui

D: Cynthia Khan, Cecilia Yiu Ching-Ching, Lau Siu-Kwan, Lily Lee, Kim Penn, Choi Jeong-il, Ronnie Ricketts, Alu Gonzalez, Gabriel Romulo

Laufzeit der HK VCD: 101:06 Min.

Fassungen: Mir lag die HK VCD von Ocean Shores vor = Uncut, gute Bild- und Tonqualität, O-Ton ohne Subs. Ob es auch eine DVD / LD Fassung gibt, ist mir nicht bekannt. In Deutschland ist der Film nie erschienen und ebenso wenig gibt es davon eine Blu-Ray (Stand: Sept. 2018).

Wind River Review



Wind River

Story:

Indianer Reservat Wind River: tief in den Bergen im tiefen Schnee und Eis findet Jäger Cory (Jeremy Renner) die Leiche einer jungen Frau. Grund genug, dass das FBI Agentin Jane Banner (Elizabeth Olsen) in die Ortschaft schickt. Sie soll, zusammen mit der örtlichen Polizei und mit Hilfe des Jägers und Spurenlesers Cory, den Fall lösen…

Meine Meinung:

Wind River habe ich im Kino verpasst. Der Film ist von den Machern bzw. dem Autor von Sicario und Hell or High Water – beides Filme, die mir gut gefallen haben! Daher hatte ich keine grossen Bedenken, dass mir Wind River nicht zusagen würde.

Der Film ist gut aber erreicht nicht die Klasse von Sicario oder Hell or High Water. Dafür war der Inhalt zu wenig fesselnd, spannend und spektakulär. Es handelt sich um eine Krimi-Geschichte. Wer Krimis mag, wird den Film mögen. Der Film punktet durch einen ruhigen Aufbau der Erzählung, durch überzeugende Darsteller und wunderschöne, eiskalte und verschneite Settings.

Das sozialkritische «Klischee» mit dem Indianerreservat hätte man aber weglassen können – das wirkte nicht wirklich originell. Die Auflösung des Falles war auf der anderen Seite auch recht enttäuschend und wenig überraschend. Da hätte man sich ein effektiveres Finale gewünscht – das war zu schnell vorbei. Zuerst wird die Story behutsam langsam aufgebaut, am Ende war alles zu schnell vorbei. Das war etwas schade.

Trotzdem: stimmungsvoll, unterhaltsam, gut gespielt – Wind River kann man sich gut ansehen, ohne allzu gross enttäuscht zu werden!

Infos:

O: Wind River

USA 2017

R: Taylor Sheridan

D: Elizabeth Olsen, Jon Bernthal, Jeremy Renner, Martin Sensmeier

Laufzeit der CH-DVD: 102:50 Min.

Gesehen am: 18.09.18

Fassungen: Mir lag die CH DVD von Ascot Elite vor = Uncut, sehr gute Bild- und Tonqualität, Deutsch/Englisch mit dt. Subs. Gäbe es auch auf Blu-Ray.

Pay Day Review



Pay Day

Story:

Zwei Schuldeneintreiber (Scott Adkins und Louis Mandylor) werden von ihrem Auftraggeber (Tony Todd) getäuscht und auf die Todesliste gesetzt…

Meine Meinung:

Pay Day ist der schlechteste Scott Adkins Film, den ich in den letzten Monaten sah (von Titeln wie Accident Man, Savage Dog, Close Range) und auch die schlechteste Zusammenarbeit zwischen Scott Adkins und Regisseur Jesse V. Johnson.

Gründe: der Film weiss nicht recht, was er sein will. Actionfilm, cooler Gangsterfilm oder Komödie / Buddy-Movie um dann noch ein total unpassendes Finale zu bieten, das nicht zum Rest des Filmes passt.

Eine Story ist kaum vorhanden und präsentiert sich quasi erst im letzten Viertel des Filmes. Die Mehrheit der Figuren ist nicht der Rede wert, Kanonenfitter, billig gezeichnet und verschenktes Potenzial (z.B. Tony Todd als Bösewicht – das konnte er früher besser, wenn an seine Rollen in Streifen wie Candyman, The Crow oder The Rock anschaut). Ausnahme bildet das Duo um Scott Adkins und Louis Mandylor.

Der Film wirkt, was das Budget und die Settings angehen, deutlich billiger als z.B. Savage Dog und/oder Accident Man – warum Scott Adkins gerade auf Pay Day sonderlich stolz ist, vermag ich nicht nachzuvollziehen.

Die Action ist okay und das beste am Film nebst Duo Scott Adkins und Louis Mandylor. Das macht Spass – und rettet den Film vor dem Totalflop.

Fazit: Durchschnittlicher Scott Adkins Film und verschenktes Potenzial!

Infos:

O: The Debt Collector

USA 2018

R: Jesse V. Johnson

D: Scott Adkins, Louis Mandylor, Tony Todd, Michael Paré, Vladimir Kulich, Robert Rusler, David William No

Laufzeit der dt. DVD: 92:08 Min.

Gesehen am: 18.09.18

Fassungen: Mir lag die dt. DVD von Koch Media vor = Sehr gute Bild- und Tonqualität, Uncut (FSK 16 inklusive Wendecover), Deutsch/Englisch mit dt. Subs. Gäbe es auch auf Blu-Ray. DVD war mir jedoch ausreichend.

Widow Warriors Review



Widow Warriors

Story:

Nachdem praktisch alle Männer (u.a. Ken Lo, Phillip Chan Yan-Kin, Michael Chan Wai-Man) eines Clans durch Feine ausgelöscht wurden, sinnen die überlebenden Witwen (u.a. Nishiwaki Michiko, Wang Lai, Tien Niu, Winnie Lau Siu-Wai, Kara Hui, Elizabeth Lee Mei-Fung) auf Rache…

Meine Meinung:

Widow Warriors stand auf meiner Johnny Wang Lung-Wei Wunschliste. Johnny Wang Lung-Wei ist einer meiner Lieblingsstars der Shaw Brothers. Vor allem als Bösewicht mag ich ihn sehr. Unvergessen und wahrscheinlich das Highlight in Sachen Action: sein Finalkampf gegen Gordon Liu in Martial Club! Gibt fast nichts Besseres!

Nach der Shaw Brothers Ära versuchte sich Johnny Wang Lung-Wei weiterhin als Darsteller, als Action Director und als Regisseur. Da kamen paar interessante Filme bei der Auswahl raus: Tiger Cage (Nebenrolle), Escape from Brothel (Regie), Angry Ranger (Regie), This Man Is Dangerous (zusammen mit Hong Kong Godfather die einzigen beiden Regiearbeiten für die Shaw Brothers, kurz bevor diese ihre Arbeit eingestellt haben), The Pier (Action Director – liegt hier noch ungesehen rum), The Twin Dragons (u.a. Kampf gegen Jackie Chan) oder Run and Kill (als Gang Anführer).

In Widow Warriors fungierte Johnny Wang Lung-Wei sowohl als Regisseur als auch als Action Director. In Sachen Regiequalität würde ich den Film solide inzensiert bezeichnen. Kein Highlight, aber durch und durch solide. In Sachen Action ist der Film gut in Szene gesetzt – es gibt einige härtere Stunts aber vor allem blutige Shoot-Outs und Fight-Szenen.

Dabei ist der Inhalt zu vernachlässigen und nichts Spezielles: zwei Clans bekämpfen sich gegenseitig. Einziges interessantes Detail: alle Männer des einen Clans sterben – und es liegt an den Frauen, ihren Clan zu retten. Daher auch der englische Titel «Widow Warriors», der passend gewählt wurde. Die ersten 30 Minuten sind dabei mit einer Ausnahme (Kampfszene mit Michael Chan Wai-Man) langweilig. Erst danach geht’s rund: es folgen viele Actionszenen, so dass Längen nicht mehr bestehen bleiben.

Die Actionszenen sind mehrheitlich blutige Shoot-Outs und in einigen Szenen auch tolle Kampfszenen: Michael Chan Wai-Man Vs. Gruppe von Männern zu Beginn des Filmes, die Frauenkämpfe im Büro und Umgebung der Gangster (hier kommen vor allem Kara Hui Fans auf ihre Kosten) und Erwähnung finden sollten noch die Kampfszenen im Fitness-Studio. Die Action-Highlights des Filmes! Shoot-Out Szene sind aber in der Mehrheit.

Johnny Wang Lung-Wei holte sich aus Shaw Brothers Zeiten zwei Verbündete an Bord: Kara Hui (Brave Young Girls) und den bereits erwähnten Michael Chan Wai-Man (Dress Off for Life). Weitere bekannte Namen und/oder Gesichter: Ken Lo (Nebenrolle), Phillip Chan Yan-Kin und die Japanerin Nishiwaki Michiko (The Dragon Fighter).

Fazit: Fans des Girls with Guns Sub-Genre zu empfehlen! Sehr solide Arbeit von Shaw Brothers Star Johnny Wang Lung-Wei. Kann man sich gut ansehen. Erwartungen anpassen (lahme erste 30 Minuten, Inhalt 08/15).

Infos:

O: Hu dan nu er gang

HK 1990

R: Johnny Wang Lung-Wei

D: Ken Lo, Phillip Chan Yan-Kin, Michael Chan Wai-Man, Nishiwaki Michiko, Wang Lai, Tien Niu, Winnie Lau Siu-Wai, Kara Hui, Elizabeth Lee Mei-Fung

Laufzeit der HK VCD: 88:43 Min.

Gesehen am: 14.09.18

Fassungen: Mir lag die HK VCD von Mei Ah vor = Uncut, gute Bild- und Tonqualität (wobei im Internet schon echte HD Master rumschwirren, die um Welten eine bessere Qualität haben als alles bisher Dagewesene), O-Ton und englische Subs vorhanden. Es scheint keine DVD / Blu-Ray Version zu geben und in Deutschland wurde der Film auch nicht veröffentlicht (Stand: Sept. 2018). Die HK LD hätte ein bessere Bildformat und die VCD soll leicht asynchronen Ton haben (mir nicht aufgefallen).

Lake of Dracula Review



Lake of Dracula

Story:

Malerin Akiko, die zusammen mit ihrer jüngeren Schwester nahe einem See lebt, hat seit langer Zeit schreckliche Alpträume und Visionen. In Wahrheit sind es Erinnerungen, als sie als Kind einem Vampir begegnete, der sie jedoch laufen liess. Doch dieser ist nun zurück: sein Ziel: Akiko soll seine Braut werden…

Meine Meinung:

Lake of Dracula hat mir etwas mehr zugesagt als sein «Vorgänger» The Vampire Doll. Es gibt mehr Action und die Settings wechseln mehr, was Abwechslung bringt (Wälder, See, in den Behausungen der Protagonisten, Krankenhaus). Optisch ist das ganze erneut wunderschön und stimmungsvoll in Szene gesetzt. Erneut orientiert man sich an den britischen Hammer Produktionen aus jener Zeit.

Der Grusel geht hier auch früher von statten (und wirklich à la den grossen Dracula Vorbildern, kein Klischee bleibt aus) als in The Vampire Doll. Ich fand, es gab in Lake of Dracula weniger Längen, die Gruselparts waren besser über die ganze Laufzeit verteilt. Der Film (knapp 80 Minuten = kurzweilig) lässt kaum Längen zu.

Die mir unbekannten Darsteller haben allesamt einen großartigen Job gemacht – die Figuren agieren überzeugend und wirken sympathisch. Was Effekte angehen gibt es nur vereinzelt Effekte zu sehen – diese sind aber schön getrickst – gute Make-Up Masken und Effekte (der lädierte Arm, das verfaulte Gesicht, via Pfahl blutig aufgespiesst etc.) so dass der Fan auch in dieser Hinsicht nicht enttäuscht wird!

Fazit: optisch wunderschöne Gruselunterhaltung aus Japan! Wer The Vampire Doll schon mochte, kann sich problemlos an Lake of Dracula wagen! Nun gespannt auf Teil drei!

Infos:

O: Noroi no yakata: Chi o suu me

Japan 1971

R: Michio Yamamoto

D: Midori Fujita, Osahide Takahashi, Sanae Emi, Shin Kishida, Tadao Fumi

Laufzeit der UK-Blu: 81:34 Min.

Gesehen am: 13.09.18

Fassungen: Siehe The Vampire Doll!