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Montag, 8. November 2021

The Hills Have Eyes Review

 
NIFFF 2006 Spezial

The Hills Have Eyes

Story:

 

Eine Familie (Ted Levine, Dan Byrd, Emilie de Ravin, Kathleen Quinlan, Aaron Stanford, Vinessa Shaw, Maisie Camilleri Preziosi) wird in der Wüste zu Opfer einer kannibalistischen Mutanten-Familie (Billy Drago, Robert Joy, Michael Bailey Smith, Laura Ortiz)…

 

Meine Meinung:

 

The Hills Have Eyes ist ein Remake des Wes Craven Klassikers The Hills Have Eyes aus dem Jahre 1977 von Alexandre Aja, der im Jahr 2003 mit High Tension auf sich aufmerksam machte und danach vor allem im Horrorgenre Fuss fasste und Filme wie Mirrors (auch ein Remake), Piranha 3D (spassiger Tierhorror- und Fun-Splatter), Horns (innovativ und amüsant) oder Crawl (Mix aus Tierhorror und Katastrophen-Film) realisierte.

 

The Hills Have Eyes sah ich 2006 am NIFFF in der zensierten Kinoversion. Dennoch hat mich der Film dazumal positiv überrascht, vor allem auch dank seiner Härte und Kompromisslosigkeit. War das Original ein Low-Budget und Zeitgeist-Werk, so ist das Remake ein kommerzielles Mainstream-Produkt mit deutlich grösserem Budget und dementsprechend überrascht war ich über die Härte des Filmes, welche ich der unzensierten Fassung nochmals blutiger ist.

 

Alexandre Aja macht keine Gefangenen und der Film ist nach wie vor einer seiner besten Arbeiten. Der Film hat die Neusichtung bestanden. The Hills Have Eyes ist ein Remake, welches dem Original ebenbürtig, wenn nicht sogar besser ist. Voller Power und Schlagkraft. Fängt bereits actionreich an und wird von einem tollen und sozialkritischen Vorspann abgelöst.

 

Der Film ist toll gemacht und Längen sind keine auszumachen. Man hält sich inhaltlich mehr oder weniger ans Original von Wes Craven. Die Bedrohung ist immer spürbar und eskaliert in krassen Gewaltexzessen. Die Splatter-Effekte und Mutanten-Kannibalen wurden toll getrickst. Spektakuläre Arbeiten, welche die Maskenbildner kreiert haben.

 

Der Cast hat mir gefallen, obwohl man dem Film ankreiden muss, dass die Figuren relativ eindimensional gezeichnet sind. Cool fand ich jedoch, dass Charakter Doug, der zuerst als «Schwächling» gezeichnet wird, dann zum Helden mutiert, der, wenn es hart auf hart kommt, auch austeilen kann. Zwar im Genre auch nur ein Klischee, aber eines was ich mag. Greg Nicotero (Day of the Dead), einer der KNB-FX-Group Gründer, ist, wie Billy Drago (Invasion USA) als Kannibale zu sehen.

 

Fazit: humorlos, fies, brutal = sehenswertes Horror-Remake! 

 

Gefolgt von: The Hills Have Eyes 2

 

Infos:

 

O: The Hills Have Eyes

 

USA 2006

 

R: Alexandre Aja

 

D: Ted Levine, Dan Byrd, Emilie de Ravin, Kathleen Quinlan, Aaron Stanford, Vinessa Shaw, Maisie Camilleri Preziosi, Billy Drago, Robert Joy, Michael Bailey Smith, Laura Ortiz

 

Laufzeit der US-DVD: 108:16 Min.

 

Gesehen am: NIFFF 2006 / Neusichtung am: 21.07.21

 

Fassungen: Mir lag die US-Unrated DVD von 20th Century Fox vor = Schuber, sehr gute Bild- und Tonqualität, Uncut, O-Ton und englische Subs vorhanden. Gibt es inzwischen auch Uncut in Deutschland auf Blu-Ray (20th Century Fox).

Mittwoch, 19. Februar 2020

Crawl Review

Crawl

Story:

Wegen einem Hurrikan Stufe fünf werden ein verletzter Vater und dessen Tochter, die ihn retten will, ihn einem Keller eines Hauses eingesperrt. Nebst Hurrikan gibt zwei weitere Bedrohungen: das Wasser steigt, Alligatoren befinden sich im Keller…der Kampf ums Überleben beginnt…

Meine Meinung:

Crawl ist ein solider und kurzweiliger Tierhorrorfilm der auch Elemente des Katastrophenfilms beinhaltet. In der Hinsicht hat Alexandre Aja, den Horrorfans dank Filmen wie High Tension, The Hills Have Eyes, Mirrors, Piranha 3D oder Horns bekannt sein dürfte, sehr gute Arbeit geleistet. Das Setting rund um den Hurrikan wurde authentisch in Szene gesetzt.

Nicht authentisch waren die diversen Alligatoren im Film, die allesamt CGI Kreaturen waren. Zwar recht gut getrickst, aber doch als CGI erkennbar und somit etwas schade. Natürlich wären auch altmodische Effekte (Modelle, Puppen, Kostüme) nicht realistisch gewesen, aber mehr nach meinem Geschmack.

Der Film hat ein hohes Tempo und unterhält gut. Kann man sich gut einmal ansehen, aber nichts für die Sammlung. Dafür bietet der Film doch zu wenig Mehrwert = zu kleiner Bodycount, zu wenig Effekte und die dramatischen Familienereignisse zwischen Vater und Tochter oder Schwester zu Schwester haben klischeehaft genervt und die Story bietet im Grossen und Ganzen nichts Neues.

Fazit: Okay und solide, kann man sich Mal anschauen!

Infos:

O: Crawl

USA, Frankreich, Serbien 2019

R: Alexandre Aja

D: Kaya Scodelario, Barry Pepper, Morfydd Clark, Ross Anderson, Jose Palma, George Somner

Laufzeit der US-DVD: Ca. 87 Min.

Gesehen am: 02.12.19

Fassungen: Mir lag die US-DVD von Paramount vor = Uncut, O-Ton, englische Subs, erstklassige Bild- und Tonqualität. Gäbe es auch auf Blu-Ray. In Deutschland soll der Film in ca. zwei Wochen am 19.12.19 erscheinen.

Dienstag, 20. Juni 2017

Maniac Review

NIFFF 2012 Spezial
Maniac

Story:

Frank (Elijah Wood), ein Restaurator von Schaufensterpuppen, ist ein Serienkiller, der es auf die Kopfhaut seiner Opfer abgesehen hat. Als er die junge Künstlerin Anna (Nora Arnezeder) kennen lernt, scheint sich sein Leben zum Positiven zu ändern. Doch wird er mit dem Töten aufhören oder wird Anna das nächste Opfer?

Meine Meinung:

Maniac, das Remake zum Klassiker aus den 80ern (1980, Regie: William Lustig, Maniac), sah ich 2012 am NIFFF (Neuchatel International Fantasy Film Fest) und wurde schon damals positiv überrascht. Der Film kam dazumal auf meine Wunschliste und auch nach wiederholter Sichtung muss ich anerkennen:

Tolles Remake und auch für sich allein gesehen ein starker Streifen, den ich heute sehr mag und nach wie vor gerne ansehe.

Ich halte den Film für ein besseres Remake als andere (eher schlecht waren z.B. Michael Bays Texas Chainsaw Massacre, richtig schlecht war Freitag der 13. von 2009).

Der Film überzeugt durch folgende Punkte:

Ego-Shooter Perspektive:
Originell, optisch neuwertig (wenn auch nicht ganz neu, siehe Enter the Void - andere Filme sollten folgen, z.B. Hotel Inferno, Hardcore Henry) und gibt den Taten von Frank eine stark voyeuristische Note der sich der Zuschauer nicht entziehen kann.

Französische Härte:
Der Film ist humorlos, hart und kompromisslos. Man fühlt sich an andere Terrorfilme aus Frankreich erinnert (Link zu Alexandre Aja und z.B. High Tension). Die Effekte sind blutig, der Umgang mit den Opfern ist sadistisch und hart anzusehen. Tolle Effektkreationen der KNB FX Group. Einen Kopfschuss wie im Original oder eine Hommage an diese gibt es jedoch im Remake nicht zu sehen. Und an Savinis Effektarbeiten kommt selbst die erfahrene KNB FX Group mit ihren Effekten nicht heran. Die Ego-Shooter Perspektive verleiht Franks Taten jedoch zusätzlich eine nihilistische Note, welche 2015 in Deutschland ein Verbot des Filmes nach sich zog. Am NIFFF haben einige Zuschauer auch die Vorstellung verlassen.

Ende (SPOILER):
Im Gegensatz zum Original gibt es im Remake für die weibliche Hauptperson kein Happy End. Sie stirbt – kein Happy End = mochte ich, da mir Figur  auch nicht sympathisch war. 

Soundtrack:
Den Soundtrack gefällt mir ausgezeichnet. Zusammen mit der Optik des Filmes macht dies das sehen zu einem optischen Genuss. 

Blue Underground und William Lustig:
Haben den Film in der Mache unterstützt, u.a. als Produzent. Tat dem Renake gut. 

Neutral und negativ waren:

Story, Inhalt, Darsteller:
Man orientiert sich sehr am Original. Es gibt kaum Erneuerungen (ausser dem Ende bzw. was das Schicksal der weiblichen Hauptperson angeht), die Story an sich ist relativ dünn.

Langweilig wird es aber nicht. Frank Zitos Darstellung durch «Frodo» Star Elijah Wood war okay, aber er kommt bei Leibe, nur schon wegen seinem Aussehen, nie an Joe Spinell aus dem Original Film heran. Gegen Joe Spinell kann man nur als Verlierer vom Platz gehen. Daher ist es Glück für den Zuschauer, dass Elijah Wood nur selten zu sehen ist (in Spiegeln etc. wo er sich Dank der Ego-Shooter Perspektive reflektiert).

Die Nebenfiguren waren solide, die weibliche Hauptdarstellerin bzw. Figur fand ich unsympathisch.

Zu viel des Guten:
Die Mutterkomplex-Szenen und warum Frank als junger Erwachsener ein Mörder ist, wird in Rückblenden dargestellt und erklärt. Jedoch waren diese Szenen zu übertrieben dargestellt, um glaubhaft zu wirken (Sex mit zwei «super Gigolos», Drogenkonsum, Mutter sieht Frank im Schrank etc.).

Fazit: Die neutralen und negativen Punkte sind klar in der Minderheit, so dass ich den Film jedem Horrorfan nur empfehlen kann! Man sollte den Film am besten gar nicht mit dem Original vergleichen und ihn losgelöst von diesem betrachten – möglichst neutral und als eigenen Film. So kann der Film am besten seine Wirkung entfalten – mir persönlich gefällt der Film wahnsinnig gut (vor allem dank Optik, Soundtrack und der Kompromisslosigkeit).

Infos:

O: Maniac

Frankreich, USA 2012

R: Franck Khalfoun

D: Elijah Wood, Nora Arnezeder, America Olivo

Laufzeit der Kinoversion: Ca. 100 Min.

Gesehen am: Juli 2012 am NIFFF

Review überarbeitet am: 18.05.17

Fassungen: Habe den Film im Juli 2012 am NIFFF (Neuchatel International Fantasy Film Fest) gesehen. Uncut und in Englischer Sprache. Als Heimmedium empfehle ich die deutsche Blu Ray von Ascot = Uncut, erstklassige Bild- und Tonqualität, O-Ton und deutsche Subs vorhanden. Seit 2015 ist der Titel ist Deutschland, wie schon das Original aus den 80ern, beschlagnahmt worden.