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Montag, 20. November 2017

The Hills Have Eyes Review



The Hills Have Eyes

Story:

Die Carter Familie ist auf dem Weg nach Kalifornien. In der Wüste haben sie einen Unfall, der das Weiterkommen via Wohnwagen unmöglich macht. Im menschenleeren Ort hausen Kannibalen (u.a. Michael Berryman), welche die Carter Familie als ihre Nahrungsquelle auserwählt haben. Ein Kampf auf Leben und Tod beginnt…

Meine Meinung:

Seit der letzten Sichtung sind sicher über zehn Jahre her. Inzwischen gibt es sogar ein sehenswertes Remake (2006 von Alexandre Aja erschienen) und eine durchschnittliche Fortsetzung dazu. Das Original ist ein Klassiker des Low-Budget Terrorkinos vom Meister des Horrors – Wes Craven. Dieser hat Horrorfans schon früher (Last House on the Left, A Nightmare on Elm Street) und in der jüngsten Zeit (1998) mit Horrorwerken belohnt (zuletzt seine Scream Filme).

Inzwischen ist Wes Craven tot (2015) – doch sein Name wird allen Horrorfilmfans, die das alte Genre-Kino und die grossen Klassiker des Genres mögen, ein Begriff sein. The Hills Have Eyes wurde mit einfachen Mitteln realisiert und Wes Craven zollt mehr als nur einmal dem Terrorklassiker schlechthin, Blutgericht in Texas, Tribut. The Hills Have Eyes ist ein schnörkelloser Backwood/Terror Film, der all die Klischees bietet, welche der Fan kennt (Warnung vom Tankwart, Hillbillys, mitten im Nirgendwo ausgeliefert sein etc.), aufbringt und durch den soliden Inszenierungsstil seitens des Regisseurs genug Spannung und Atmosphäre aufbringt, um den Fan bei Laune zu halten und dazumal die Zuschauer auch zu schockieren (für heutige Verhältnisse ist der Film jedoch, vor allem von graphischer Seite, recht harmlos). Das Terrorfeeling kommt aber auch heute noch gut rüber mit viel Close-Ups, verrückten Figuren, lautem Geschrei und viel Mordlust.

Die Darsteller sind mir bis auf einen Namen unbekannt, doch sie agieren gut. Meinem ganz alten Review entnehme ich, dass mir die Figuren nicht gefallen haben und sie nervten. Das sehe ich heute inzwischen anders – die Figuren überzeugen und sind für ein Low-Budget Film richtig gut. Der mir bekannte Darsteller ist Michael Berryman, der mit dem Eierkopf und Glatze. Er spielt einen der Kannibalen und wurde auf unzählige Cover (DVD, VHS etc.) auf die Frontseite geklatscht – gerade eben wegen seinem exotischen Aussehen. Und seine Rolle in The Hills Have Eyes (inklusive, dass er auf den Plakaten zum Film abgebildet wurde) machten ihn weltweit bekannt. Sein Aussehen «verdankt» Berryman einer Erbkrankheit (Christ-Siemens-Touraine-Syndrom).

Berryman machte dadurch, vor allem im Horror-Genre, Erfolg und ist bis heute im Filmgeschäft tätig. Unter anderem war er zu sehen in: Deadly Blessing (auch von Wes Craven), der Fortsetzung The Hills Have Eyes Part II (erneut von Wes Craven), Cut and Run (von Mr. «Cannibal» Ruggero Deodato, dem Regisseur von Cannibal Holocaust), The Guyver, The Devil’s Reject, Smash Cut oder The Lord of Salems. Zuletzt agierte er vor allem in Kurzauftritten vor der Kamera.

Fazit: Wer das kleine, dreckige Backwood/Terrorkino der 70er Jahre mag, wird mit Wes Cravens Klassiker nichts falsch machen! Sollte man als Horrorfilmfan der alten Schule gesehen haben (was nicht für die relativ schwache Fortsetzung gilt).

Gefolgt von: The Hills Have Eyes Part II

Infos:

O: The Hills Have Eyes

USA 1977

R: Wes Craven

D: Susan Lanier, Robert Houston, Martin Speer, Dee Wallace, Michael Berryman

Laufzeit der UK DVD: Ca. 90 Min.

Gesehen am: Jugendzeit. Review überarbeitet: 30.10.17

Fassungen: Mir lag die UK DVD von Arrow Video vor = Wendecover, neues 4K Master überwacht von Produzent Peter Locke (Master schlägt alle zuvor veröffentlichten DVDs locker), neue exklusive Extras, Uncut Version, englische Subs. Vom gleichen Label auch auf Blu Ray veröffentlicht – die DVD reicht mir aber und war extrem billig (günstiger als ein Schweizer Kinobesuch). Die US-Blu Ray basiert auf dem alten Master, hat weniger Extras und keine englischen Subs. In Deutschland von unseriösen Labels auf Blu Ray veröffentlicht – mit zig Negativbeispielen (fehlende Subs, Bildqualität das Medium betreffend nicht würdig, Tonaussetzer, asynchroner Ton, Tonformat im Gegensatz zur DVD nicht mehr in DD 5.1, Dokumentation im Gegensatz zur DVD ohne Untertitel etc.). Die Fassungen sind aber Uncut, in Deutsch und Englisch. Es gibt zwei deutsche Tonspuren (Kinosynchro und Neusynchro). Lt. imdb.com musste der Film für die R-Rated Freigabe zensiert werden. Eine Unrated Fassung gibt es bis heute nicht (Stand: Okt. 2017).

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