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Samstag, 8. August 2026

Das scharlachrote Evangelium

Das scharlachrote Evangelium

Inhalt:

«Zwei Kultfiguren des Horrorgenres liefern sich den ultimativen Kampf. Harry D'Amour, der Detektiv des Übersinnlichen, stellt sich Pinhead, dem Priester der Hölle.

Die letzten sechs Magier der Erde sind vor Angst erstarrt: Ein Priester aus dem Orden der Zenobiten tötet einen nach dem anderen von ihnen. Pinhead ist sein Name, und aus ihren Leichen stiehlt Pinhead alles Wissen, um seine eigenen dämonischen Kräfte zu stärken…

Harry D'Amour ahnt davon nichts, als er das Haus eines Verstorbenen betritt, um dessen ruheloser Seele Frieden zu geben. Doch dann öffnet sich durch die Magie eines dämonischen Würfels ein Riss zwischen dem Totenreich und der realen Welt und Harry erblickt Pinhead und der kämpft gegen den Satan persönlich!

Die Fans von Clive Barker halten den Atem an. Nach vielen Jahren wurde ihr Betteln erhört: Pinhead öffnet die Pforte zu den Zenobiten und zieht Harry D'Amour an Ketten in die Hölle.»

Meine Meinung:

Ich wurde indirekt durch den Blog meines Bekannten zult auf den Roman aufmerksam. Er hat über seinen Kauf des Buches Hellraiser Höllengeläut berichtet und als ich danach via Google suchte, stiess ich u.a. auf den Roman Das scharlachrote Evangelium. Ich war Feuer und Flamme, als ich sah, dass Das scharlachrote Evangelium von Clive Barker stammt. Eine neue Hellraiser und Pinhead-Geschichte vom Meister selbst. Wie konnte ich das verpassen? Und dann kommt noch Harry D'Amour, der mich zuletzt auch in Barkers Romanen wie Stadt des Bösen zu überzeugen vermochte, vor. Spannend!

Doch als ich den Roman las, geschah dies mit vielen gemischten und auch überraschend negativen Gefühlen. Ich war schockiert, dass der Mann, der Bücher wie Jenseits des Bösen, Stadt des Bösen oder die Bücher des Blutes I-III und IV-VI schrieb oder Filme wie Hellraiser realisierte, einen solch absolut belanglosen und mittelmässigen Roman schrieb. Ich war sehr enttäuscht, schämte mich zum Teil anhand der Dialoge der Figuren fremd und dachte mehr als einmal daran, das Lesen abzubrechen. Somit kann ich sagen, dass ich den Roman nicht behalten werde. Das ist für sich gesehen eine unerwartete Überraschung und sehr schade.

Das wird dem Hellraiser-Mythos nicht gerecht. Pinhead wird hier entmystifiziert und erinnert mehr an einen Sprücheklopfer à la einer Figur wie Freddy Krüger und Co. Die Darstellung der Hölle gefiel mir gar nicht. Wirkte alles viel zu menschlich. Am schlimmsten waren jedoch die Nebenfiguren, Clive Barkers teilweise arg pubertierende und vulgärere Dialoge und seine Passion für männliche Geschlechtsteile und schwule Kosenamen inklusive vielen Momente, die einfach unpassend und peinlich wirkten. Teilweise hatte ich das Gefühl, dass ein 12jähriger das geschrieben hat. Von Clive Barkers Kraft der Worte, wie in seinen alten Arbeiten, ist hier nichts mehr zu sehen. Schade. Viele Klischees machen den Inhalt aus. Toll war nur das letzte Viertel, dass eine leichte Spannung bot (Kampf Pinhead gegen Luzifer).

Fazit: Enttäuschend und das Geld nicht wert!

Infos:

In Deutschland erschienen: Ja

Sprache: Deutsch

Verlag: Festa

Anzahl Seiten: 460

Roman/Sachbuch: Roman

Art: Taschenbuch

Autor: Clive Barker

Erschienen: 1. Auflage Juni 2015

Mittwoch, 13. Mai 2026

Stadt des Bösen

Stadt des Bösen

Inhalt:

«Der gewaltige Kampf zwischen Gut und Böse, von dem Barker in «Jenseits des Bösen» erzählt, ist aufs neue entbrannt. Schauplatz der furchtbaren Konfrontation mit den Mächten der Finsternis ist Everville, ein geheimnisvoller Ort der Magie und der Mysterien, wo Vergangenheit, Gegenwart und Traumwelt auf wunderbare Weise ineinander verschmelzen. Everville öffnet die Türen zu einer neuen Realität, die voll phantastischer Möglichkeiten ist - ein Reich der Mythen und Abenteuer, der Schrecken und Visionen.»

Meine Meinung:

Jenseits des Bösen war einer der besten Romane, welchen ich in den letzten Monaten gelesen habe. Umso schöner war es, als ich sah, dass es eine Fortsetzung namens Stadt des Bösen gab. Dieses begann ich kurz vor meinem Trip nach London zu lesen und habe ich nun vorletzte Nacht auf der Arbeit (ich arbeite als Nachtwache) beendet. Stadt des Bösen hat mir genauso gut gefallen wie der Vorgänger. Da die Figuren bekannt sind, wirkte das Lesen wie ein Klassentreffen mit alten Bekannten. Es kommen jedoch auch neue Figuren dazu.

Austragungspunkt der neuen Geschichte ist die Stadt Everville (übrigens auch der Originalname des Romans). Der Roman beginnt fesselnd. Der Inhalt ist spannend. Als Leser fiebert man den diversen Parteien mit. Der Inhalt ist sehr phantastisch. Es geht erneut um die Magie, die Kunst und die Essenz. Es wird diesmal mehr Zeit in der Essenz verbracht als im ersten Roman. Ich mag Kleinstadt-Settings und obwohl der Film auch andere Orte beleuchtet, findet die Mehrheit der Handlung ist der Kleinstadt, wo jeder jeden kennt, statt. Und das mag ich. Zudem bekommt die Figur Harry D'Amour auch mehr Zeit eingeräumt (der ist in Lord of Illusions die Hauptfigur = motiviert, den Film aufzufrischen).

Die neuen Figuren sind auch sympathisch. So auch die neuen Bösewichte. Zudem werden einige Geheimnisse gelüftet, die ich so nicht erwartet hätte. Der Roman, die Beschreibungen der Kreaturen und/oder der zwei Welten ist sehr fantasievoll. Wer solche magischen «Märchen» mag, kommt mit Stadt des Bösen voll auf seine Kosten. Der Roman endet zwar mit einem Art Happy End, aber auch offen. Diverse Schicksale sind ungeklärt und der Kampf von Gut gegen Böse ist definitiv noch nicht zu Ende erzählt. Clive Barker sieht sein Werk als Trilogie an. Der dritte Band ist leider noch nicht geschrieben, und das obwohl Stadt des Bösen nun schon ca. 30 Jahre alt ist. Der Roman hat mich auch motiviert, Barkers Gewebte Welt aufzufrischen. Das habe ich letzte Nacht zu lesen begonnen und freue mich, erneut in eine märchenhafte Fantasywelt eintauchen zu können!

Fazit: Lesenswert!

Infos:

Infos:

In Deutschland erschienen: Ja

Sprache: Deutsch

Verlag: Heyne

Anzahl Seiten: 779

Roman/Sachbuch: Roman

Art: Taschenbuch

Autor: Clive Barker

Erschienen: 2. Auflage 1995 (Deutsche Erstausgabe)

Dienstag, 17. Februar 2026

Jenseits des Bösen

Jenseits des Bösen

Inhalt:

Randolph Jaffe (später der Jaff genannt) arbeitet in einem Postzentrum und kommt einer mysteriösen, möglichen Verschwörung um einen Geheimkult und einem magischen Geheimnis «die Kunst» betreffend, auf die Spur. Er tut sich mit dem Wissenschaftler Richard Fletcher zusammen. Dieser erschafft den Nuncio, der beide verändert. Randolph Jaffe will mit der Macht des Nuncio Böses bewirken, während sich Fletcher ihm entgegenstellt. Ein Kampf folgt, dessen Fortsetzung in der Stadt Palomo Grove und mit den Kindern von Flechter und Jaffe weitergeführt wird…

Meine Meinung:

Jenseits vom Bösen, dessen Originaltitel The Great and Secret Show lautet, wurde mir von einem Freund empfohlen.  Ich war erstaunt, dass der Roman von Clive Barker (Die Bücher des Blutes IV-VI, Cabal, Gewebte Welt, Hellraiser, Nightbreed, Die Bücher des Blutes I-III) nicht mehr erhältlich war d.h. nach Veröffentlichung im Januar 1990 erfolgte später keine neue deutschsprachige Auflage. Das ist schon speziell. Speziell ist auch, dass der Roman, zumindest in der deutschsprachigen Ausgabe, keine Zusammenfassung bzw. Inhaltsangabe bietet. So wusste ich gar nicht, um was es bei diesem Roman ging.

Ich begann daher voller Überraschung mit dem Lesen. Und ähnlich wie Clive Barkers Gewebte Welt ist Jenseits des Bösen ein absolut komplexes Werk voller fantastischer Inhalte, welches sich über mehrere Jahrzehnte und Welten und mit einer grossen Anzahl von Figuren befasst. Das macht das Lesen, vor allem zu Beginn, nicht immer leicht verständlich, da der Leser bei der Sache sein muss. Es lohnt sich auch, keine grösseren Pausen beim Lesen einzulegen und sich auf dem Plot zu fokussieren. Es nach einer gewissen Zeit, kristallisiert sich mehr und mehr eine Art Haupthandlung heraus.

Ich fand den Inhalt absolut faszinierend, fesselnd, episch, märchen- und fantasievoll. Für mich stellt Jenseits des Bösen zusammen mit Gewebte Welt die bisher beste Arbeit von Clive Barker dar, welche ich bis dahin gelesen habe. Auch besser als seine Werke, die später verfilmt wurden (z.B. Cabal oder Hellraiser). Letztere finde ich sogar auf eine Art und Weise, zumindest als Romane, überbewertet. Da fand ich die Filme schon immer besser, vor allem Hellraiser. Jenseits des Bösen ist packend und lohnt sich, entdeckt zu werden. Es lohnt sich, dran zu bleiben und nicht entgeistert aufzuhören, nur weil der Inhalt sonderbar, komplex und vielleicht zuerst kompliziert anmutet.

Was ich erst nach dem Lesen erfuhr ist die Tatsache, dass es sich bei Jenseits des Bösen um den ersten Band der «Buch der Künste» Trilogie handelt. Dessen Fortsetzung habe ich soeben bestellt. Der dritte und letzte Band hingegen ist noch nicht geschrieben. So freue ich mich auf die Fortsetzung. Ob diese den hohen Qualitäts-Standard weiterführen wird? Es bleibt zu hoffen! Clive Barker Fans sollten sich Jenseits des Bösen unbedingt auf ihre Wunschliste setzen! Es lohnt sich!

Gefolgt von: Stadt des Bösen

Infos:

In Deutschland erschienen: Ja

Sprache: Deutsch

Verlag: Heyne

Anzahl Seiten: 713 Seiten

Roman/Sachbuch: Roman

Art: Taschenbuch

Autor: Clive Barker

Erschienen: 01.01.90 (Deutsche 1. Auflage) (Das Original erschien 1989).

Dienstag, 11. Oktober 2022

Hellbound: Hellraiser II Review



 

Horroktober 2022
Hellbound: Hellraiser II

Story:

Nach dem Ende von Hellraiser geht es wie folgt weiter:

Kirsty (Ashley Laurence) findet sich, auf der Suche nach ihrem Vater, jedoch nur eine List von Frank (Sean Chapman), und der Mithilfe von Tiffany (Imogen Boorman) und Doctor Channard (Kenneth Cranham), in die Hölle wieder. Dort wartet auch bereits Julia (Clare Higgins), die noch Rechnungen zu begleichen hat und die Cenobites (Doug Bradley, Barbie Wilde, Nicholas Vince, Simon Bamford) auf Kirsty…

Meine Meinung:

Wie bereits Hellraiser empfinde ich Hellbound: Hellraiser II als Klassiker und Meisterwerk. Nebst Filmen wie Halloween, The Evil Dead, Day of the Dead, Return of the Living Dead oder Re-Animator einer der besten Horrorfilme aller Zeiten! Die Reihe hätte mit diesem Film beendet werden sollen. Die Fortsetzungen sind eigentlich unnötig. Aber wie andere Filmreihen (Leprechaun, Children of the Corn, A Nightmare on Elm Street, Friday the 13th etc.) wurde die Reihe gemolken bis zum Abwinken.

Das grosse Plus des Filmes: noch immer handelt es sich um eine europäische Produktion, während der 3. Teil dann eine reine US-Produktion war und Pinhead zur Horrorfigur à la Freddy Krüger mutierte. Sprücheklopfer und Co. Tony Randel inszenierte die 1. Fortsetzung. Ein Mann, der im Horrorgere durchaus Erfahrungen vorzuweisen hat (Children of the Night, Ticks, Amityville - Face of Terror).

Aus Teil eins kehren Ashley Laurence (spielte dann noch in den Teilen drei und sechs mit), Sean Chapman, Doug Bradley (Proteus), Clare Higgins, Barbie Wilde (Death Wish 3), Simon Bamford, Nicholas Vince (Nightbreed) sowie Christopher Young (The Empty Man) zurück. Der neue Cast um Imogen Boorman und Kenneth Cranham (spielt in der sehenswerten Serie Rom Pompey Magnus) wissen auch zu überzeugen. Und selbstverständlich die Effekte-Crew. 

 




 

Was Teil zwei nebst dem mystischen Inhalt sehenswert macht ist die Palette an wunderbaren Effekten, Tricktechniken, Splatter-Szenen, Cenobiten inklusive Stop-Motion Arbeiten. Der Fantasie sind in Hellbound: Hellraiser II keine Grenzen gesetzt. Die Hölle und deren Darbietungen sind abwechslungsreich, stimmungsvoll, unheimlich und interessant in Szene gesetzt. Auch tolle Horror-Motive wie Chirurgen, Mad Scientist oder Clowns finden Anwendung. Ebenso Traumata, Käfer und Psychiatrien. Einfach herrlich! Und der neue Cenobite ("The Doctor…is in") ist einfach zu geil! Hintergrund-Infos zu Pinhead gibt es auch.

Fazit: Zusammen mit dem 1. Teil der beste Teil der Reihe! Pflichtprogramm für Horrorfans!

Gefolgt von: Hellraiser III: Hell on Earth

Infos:

O: Hellbound: Hellraiser II

Großbritannien 1988

R: Tony Randel

D: Ashley Laurence, Sean Chapman, Doug Bradley, Clare Higgins, Kenneth Cranham, Imogen Boorman, Barbie Wilde, Nicholas Vince, Simon Bamford

Laufzeit der UK-Blu: 99:00 Min.

Neusichtung am: Okt. 2022

Fassungen: Siehe Hellraiser! Nebst UK-Blu und Anchor Bay DVD (USA) liegt mir noch, nur wegen dem schicken Artwork, die VHS aus Japan vor (Label: Dentsu Video). Nachtrag Mitte August 2023: inzwischen wurde die Box verkauft und ich holte mir von Arrow Video die Einzel-Blu-Ray vom Film (vom 1. Teil will ich mir die Turbine Fassung kaufen und den 3. Teil brauche ich nicht mehr) = inhaltsgleich mit der Fassung aus der Box. Die Blu-Ray hat ein Wendecover und den Film würde ich noch immer als einen der besten Horrorfilme aller Zeiten betiteln. Nahezu perfekt! 

Sonntag, 18. Juli 2021

Candyman's Fluch Review

Candyman's Fluch

Story:

 

Helen (Virginia Madsen) und Bernadette (Kasi Lemmons) recherchieren über urbane Legenden und um den Candyman – dabei treten sie eine mysteriöse Mordserie los… 

 

Meine Meinung:

 

Candyman’s Fluch ist einer meiner Lieblingsfilme. Ich sah den Film im Kindesalter (Elternteil hat die VHS damals aus der Videothek geliehen) und empfand den Film als Kind als sehr spannend und furchteinflössend. Daher schwimmt bei meiner Meinung natürlich auch viel Nostalgie mit («Kindheitserinnerung»).

 

Candyman's Fluch ist der erste Teil einer dreiteiligen Horrorreihe. Zudem erfuhr der Film ein Remake, welches aufgrund des Corona-Virus jedoch noch nicht im Kino zu sehen war (auch fraglich, ob er dies noch tun wird oder ob der Film z.B. als Stream angeboten werden wird). Bei Candyman’s Fluch handelt es sich um eine Clive Barker Verfilmung.

 

Clive Barker ist ein Autor aus England. Er schreibt Horrorromane und auch Kurzgeschichten. Dies wurden teilweise verfilmt: Hellraiser, Rawhead Rex, Cabal oder The Midnight Meat Train. Candyman’s Fluch ist eine Verfilmung der Kurzgeschichte The Forbidden (in Deutsch Das Verbotene, 1. Story im «5. Buch des Blutes»). Candyman’s Fluch ist die einzige Verfilmung, in welcher der Film massiv besser ist, als der Roman (jedoch auch stark verändert).

 

Vielleicht wäre es anders gewesen, wenn ich das Buch vor dem Film gelesen hätte. Es kam aber genau andersrum. Der Film gefällt mir durch die Story, das Schauspiel (bis in die die kleinsten Rollen stark besetzt) und den Soundtrack/Musik. Der Vorspann oder z.B. die Musik beim Abspann sind sehr passend und stimmungsvoll.

 

Die Story vermischt Horror gekonnt mit dramatischen Elementen. Es gibt nur wenig Effekte und Morde – die teilweise auch nur im off screen stattfinden. Da der Film jedoch ernst in Szene gesetzt ist, kommt der Horror trotzdem nicht zu kurz. Es werden reale Szenerien angesprochen – Slums, Rassismus, Vertrauensbruch, Verlust des Kindes, Aufopferung.

 

Dabei brillieren vor allem Tony Todd (The Crow), der danach in unzähligen Horrorfilmen zu sehen war wie auch Virginia Madsen, welche mir ansonsten nicht bekannt ist. Für die wenigen aber gelungenen Effekte war u.a. Bob Keen (The Unholy) zuständig. Die Szenen mit den Bienen fand ich stark!  Mutig! Ted Raimi ist nach Harte Ziele und Co. in einer weiteren Cameo-Rolle zu sehen.

 

Fazit: Der bisher beste Candyman (auch wenn ich die Fortsetzung als sehr gut in Erinnerung habe)!

 

Gefolgt von: Candyman 2 - Die Blutrache

 

Infos:

 

O: Candyman

 

USA 1992

 

R: Bernard Rose

 

D: Virginia Madsen, Tony Todd, Xander Berkeley, Kasi Lemmons, DeJuan Guy, Ted Raimi

 

Laufzeit der deutschen DVD: 94:54 Min.

 

Gesehen am: Kind-/Jugendzeit / Review überarbeitet am: 28.03.21

 

Fassungen: Mir lag die deutsche DVD der «Horror Box» von Columbia TriStar vor = R-Rated Fassung (in einer Einstellung zensiert bzw. mit alternativer Einstellung, die harmloser ist), Deutsch/O-Ton mit Subs, sehr gute Bild- und Tonqualität. Zudem befinden sich die Filme Ghosts of Mars und Der Blob im Set. Turbine haben den Film in der Unrated in Deutschland auf Blu-Ray veröffentlicht. Nachtrag 23.04.24: Die Unrated Fassung sah ich zu VHS Zeiten nicht mehr. Nun habe ich mir die deutsche Blu-Ray von Universal/Turbine gekauft = Unrated Fassung, Wendecover, Deutsch/Englisch mit Subs, sehr gute Bild- und Tonqualität, auch wenn ich das Master etwas zu dunkel fand. 

Freitag, 2. Oktober 2020

Schlafwandler Review

Horroktober 2020

Schlafwandler

Story:

Charles (Brian Krause) und seine Mutter Mary Brady (Alice Krige) sind Schlafwandler, die sich von Energien von Jungfrauen ernähren. Sie ziehen in eine neue Kleinstadt und finden in der Jugendlichen Tanya (Mädchen Amick) ein neues Opfer…

Meine Meinung:

Schlafwandler ist eine Verfilmung von Stephen King, die jedoch auf einem unveröffentlichten Roman basiert (was ich bis dato nicht wusste) und eine Kindheitserinnerung von mir. King selbst schrieb auch das Drehbuch zum Film und legt nebst anderen Horrorfilm-Grössen wie John Landis (Deer Woman), Clive Barker (Nightbreed), Joe Dante oder Tobe Hooper (Blutgericht in Texas) einen Gastauftritt hin.

Der Film von Regisseur Mick Garris (Critters 2) mochte ich schon seit Kindheitstagen. Ich guckte mir die ersten Horrorfilme bereits als Kind an und fürchtete mich vor Filmen wie A Nightmare on Elm Street 1 + 2, Link der Butler, Jaws oder Child’s Play 2. Schlafwandler mochte ich bereits als Kind und auch jetzt noch – natürlich spielt der Nostalgie-Bonus auch eine grosse Rolle.

Wie bei anderen Verfilmungen von Stephen King Geschichten (z.B. It Chapter 1 & 2 oder In einer kleinen Stadt) mag ich die typische Kleinstadt-Stimmung. Obwohl der Film von 1992 ist wirkt Schlafwandler wie ein typischer 80er Jahre Film. Das Kleinstadt-Feeling mag ich einfach. Dazu kommt, dass der Film mit guten Darstellern besetzt wurde.

Mädchen Amick, bekannt aus Twin Peaks, spielt nicht nur überzeugend, sondern ist, wie auch das Theme zum Film (Vorspann und vereinzelt auch während dem Film zu hören) wunderschön. Brian Krause als Charles überzeugt ebenso. Eigentlich alle Figuren. Ron Perlman ist in einer Nebenrolle als unsympathischer Cop zu sehen. Eindrücklich waren auch die vielen Szenen mit den dressierten Katzen (auch wenn es natürlich einige unschöne Szenen für Katzenliebhaber zu sehen gibt).

Ein weiteres grosses Plus sind die Anzahl Gore-Effekte und die Make-Up Verwandlungsszenen / Masken / Gummikostüme. Es gibt einige herrlich schöne und blutige Effekte zu bestaunen. Diese stammen u.a. von Tony Gardner (machte die Spezial Effekte für Evil Dead II oder Cult of Chucky) und Mike Smithson (für die Effekte in u.a. House II oder Under the Silver Lake zuständig).

Auf der US-Blu Ray gibt es ein alternatives Ende, welches wohl noch einen weiteren, tollen Effekt (eine Verschmelzungsszene, die mit Das Ding aus einer anderen Welt vergleichen wird) zeigen dürfte, der es nicht in den Film geschafft hat (schade). Die Effekte gefallen mir allgemein sehr gut.

Fazit: Schöne Kindheitserinnerung und sehenswerte Stephen King Verfilmung!

Fazit:

Infos:

O: Sleepwalkers

USA 1992

R: Mick Garris

D: Brian Krause, Mädchen Amick, Alice Krige, Jim Haynie, Cindy Pickett, Stephen King, John Landis, Clive Barker, Joe Dante, Tobe Hooper, Ron Perlman

Laufzeit der deutschen DVD: 85:32 Min.

Gesehen am: Kindheit / Review überarbeitet am: Okt. 2020

Fassungen: Mir lag die deutsche DVD (am NIFFF originalsigniert worden von Regisseur Mick Garris) von Columbia TriStar vor = Uncut, sehr gute Bild- und Tonqualität, Deutsch/Englisch (gute deutsche Synchro) und diverse Subs vorhanden. Wer eine Blu-Ray möchte miss zur Sony Pictures (Deutschland) oder Scream Factory (USA) Fassung greifen. Vor allem letztere bietet Unmengen an neuen Extras, u.a. ein interessantes alternatives Ende aus einer «VHS» Fassung (Workprint?).

Mittwoch, 15. April 2020

Nightbreed Review





Webmaster mit David Cronenberg am NIFFF, wo er das jap. VHS signiert hat

Nightbreed

Story:

Der labile Boone (Craig Sheffer) wird von seinem Psychopathen-Therapeuten Dr. Decker (David Cronenberg) als Werkzeug missbraucht. Dr. Decker, der über Leichen geht und die Morde Boone anhängt, hofft durch diesen die mystische Stadt Midian zu finden…

Meine Meinung (Kinofassung, Director’s Cut, The Ultimate Cabal Cut):

Meine neuste Sichtung betraf die 4. Fassung zum Film: The Ultimate Cabal Cut – in meinen Augen die beste Fassung zum Film! Zwar sind die Sichtungen der Kinofassung und des Director’s Cut länger her, aber diese werde ich in Zukunft nie mehr anschauen. Die 3. Fassung – der Cabal Cut, ist auch hinfällig da der The Ultimate Cabal Cut sämtliche Szenen (plus neue) in einer besseren Qualität bietet. Die rundeste Fassung zum Film in einer stolzen Laufzeit von 198 Minuten!

Früher empfand ich den Film als mässig und als schlechteste Barker Verfilmung. Heute sehe ich das anders. Zwar gefallen mir z.B. Candymans Fluch und Hellraiser individuell noch besser, aber Nightbreed ist in meinen Augen (und nachdem ich inzwischen noch den Roman las) in der The Ultimate Cabal Cut Fassung ein kleines Epos sondergleichen.

Ein verträumter, durch und durch phantastischer Film, den sich Fans des Romans nicht entgehen lassen sollten! Der Film besticht durch eine phantastische Geschichte, die schon fast Märchen-Qualitäten und Motive wie Gut gegen Böse beinhaltet inklusive der Fragestellung, wer den der Böse ist? Der Mensch oder die Monster in Midian?

Der Film hält sich sehr an den Roman. Der Roman ist sicherlich in der Mordszenen durch Decker graphischer, brutaler. Zudem bekommt der Priester (mit Fetisch auf Frauenunterwäsche) im Buch mehr Gewicht. Ansonsten hält sich der Film sehr an die Roman-Vorlage. Die Musik (Danny Freitag der 13. Elfman) gefiel mir ausserordentlich gut wie auch die Settings.

Die geheimnisvollen Kammern in Midian erinnerten mich mehr als nur einmal an Hellraiser 2. Die Flashbacks, die Lori z.B. durch Babettes Augen sieht, haben mir auch sehr gefallen. Da kam Hellraiser Stimmung auf. Die Darsteller haben einen guten Job gemacht. Craig Sheffer spielte auch später noch im Horrorgenre (Hellraiser: Inferno), Anne Bobby, deren Figur in der neusten Fassung auch mehr an Gewicht und Wichtigkeit bekommt, war ebenso überzeugend.

Doug Bradley, Ikonen Schauspieler (bekannt als Pinhead der Hellraiser Reihe) spielt einen der Monster in Midian (wusste ich bisher gar nicht!) und der kanadische Kult-Regisseur David Cronenberg (Jason X, Scanners) spielt die herrliche Rolle des irren Psychopathen Dr. Decker – ein grosses Plus des Filmes.

Ein weiteres grosses Plus des Filmes sind die erstklassigen, phänomenalen und superben Make-Up Masken und Monster-Kreaturen/Geschöpfe, die von Bob Keen ins Leben gerufen wurden. Da mussten unzählige Stunden an Arbeit und viel Budget drauf gegangen sein – bei der immensen Anzahl an Monster(Masken). Daneben gibt es noch Explosionen, Midian als Setting und Stop-Motion Effekte. Bob Keen war u.a. für Spezialeffekte in Hellraiser, Candymans Fluch, Boy Eats Girl, Alien, Waxwork, Warlock 2, Dog Soldiers oder Children of the Corn II zuständig.

Fazit: Für Fans des Romans und von Clive Barker uneingeschränkt zu empfehlen – vor allem als The Ultimate Cabal Cut! Nach der Sichtung dieser Fassung beseht bei mir kein Interesse, die anderen Fassungen je wieder zu sichten…

Infos:

O: Nightbreed

USA 1990

R: Clive Barker

D: Craig Sheffer, Anne Bobby, David Cronenberg, Charles Haid, Hugh Quarshie, Hugh Ross, Doug Bradley

Laufzeit der Kinofassung: 101:40 Min.

Laufzeit des Director’s Cut: 120:48 Min.

Laufzeit des The Ultimate Cabal Cut: 198 Min.

Gesehen am: Vor 2006 / Review überarbeitet am: 20.02.20

Fassungen: Mir liegen vom Film zwei Fassungen vor: das VHS aus Japan von Herald Videogram, welches ich am NIFFF persönlich durch David Cronenberg signieren liess und zum andern die US-Blu Ray Box von Shout Factory. In dieser enthalten sind: Kinofassung, zum ersten Mal ein längerer Director’s Cut, Booklet und ein Poster. Diese beiden Fassungen werden nun nach und nach überall auf der Welt in Combo-Fassungen verkauft und/oder sind angekündigt (Japan, Frankreich, UK Ausgabe von Arrow Video, in D von NSM). Später wurde dann, streng limitiert, eine noch längere Fassung auf US-Blu Ray nachgeschoben: der legendäre Cabal Cut, welcher seitdem auf meiner Wunschliste stand. War innert kurzer Zeit ausverkauft. Fassung findet sich zu teuren, dreistelligen Preisen nun ab und zu auf Ebay und Co. wieder. Nun gibt es jedoch eine 4., jedoch nicht offiziell veröffentlichte Fassung: Den Ultimate Cabal Cut. Vorteile gegenüber dem Cabal Cut: 55 Minuten neue Szenen, man hält sich ans Skript des Filmes, praktisch alle Szenen, die im Cabal Cut noch von VHS/Workprint Quellen stammten, liegen nun in HD vor. Von den stolzen 198 Minuten Laufzeit sind nur 132 Sekunden in VHS Qualität, der Rest in durchgehendem HD. Diese Fassung gibt es leider nicht legal anzusehen, da sich der Rechteinhaber (Morgan Creek), warum auch immer, gegen eine Veröffentlichung ausspricht (obwohl die Szenen und Fassung offiziell restauriert wurden). Es ist auch Morgan Creek zu verdanken, dass der offizielle Cabal Cut auf allen neuen Vös NICHT zu sehen ist – diese haben das, warum auch immer, verhindert (die Franz. oder Arrow Vö haben beide zuerst mit allen drei Fassungen geworben was inzwischen geändert wurde).

Dienstag, 10. Dezember 2019

Cabal Buch Tipp

Cabal

Story:

Aaron Boone ist in psychiatrischer Behandlung bei Dr. Decker. Letzterer ist in Wahrheit irre und lässt Boone im Glauben, dass dieser ein Serienkiller sei. Dr. Decker hat Hintergedanken: er hofft durch Boone die mystische Ortschaft Midian zu finden, welche von Monstern und Freaks bewohnt werden soll…

Meine Meinung:

Weitere bekannte Clive Barker (Gewebete Welt) Kurzgeschichte, die filmisch verfilmt wurde (Cabal – Die Brut der Nacht aka Nightbreed) nebst diversen anderen Geschichten, die es auch in die Filmwelt geschafft haben (Candymans Fluch, Rawhead Rex, Hellraiser, Midnight Meat Train…). Cabal hat mir als Buch sehr gut gefallen.

Die Sichtung des Filmes ist schon paar Jahre her (Kinofassung und Director’s Cut, ungesehen = der Cabal Cut), so dass ich nicht vergleichen kann. Was ich aber sagen kann ist die Tatsache, dass das Buch deutlich monströser, graphischer und näher am Genre Horror dran ist, als der Film. Verwandlungen und beschriebene Gewalttaten, im Buch von Dr. Decker bzw. dessen Maske begangen, wären filmisch fast unmöglich umzusetzen und hätten, was den Gewaltlevel angeht, sicher auch Probleme bereitet.

Das Buch bietet nebst Horror und Fantasy genug Themen (Einsamkeit, Flucht, Identität, Obsessionen, Randständige, Liebesgeschichte) um kurzweilig, packend und einfühlsam zu überzeugen und zu fesseln. Auf jeden Fall ging das Schicksal der Figuren einem ans Herz und man hofft auf ein Happy End, vor allem was Boone und seine Freundin angeht. Auf der anderen Seite kann man gar nicht genug vom sadistischen Treiben und den Dialogen von Dr. Decker bekommen.

Mit anderen Worten: alles richtig gemacht!

Clive Barker Fans und jene, die nur den Film kennen, sollen sich den Roman dazu nicht entgehen lassen!

Infos:

Autor: Clive Barker

Herausgeber: Phantasia Paperback Horror

Sprache: Deutsch

Buchart: Taschenbuch

Anzahl Seiten: 211

In Deutschland erschienen: Ja

Roman/Sachbuch: Roman

Dienstag, 5. November 2019

Gewebte Welt


Gewebte Welt

Story:

Liverpool: Cal Mooney und Suzanna jagen hinter einem Teppich her, der eine geheime Welt, Zauber, ein Volk und eine gewebte Welt beinhaltet. Doch auch die Bösewichte, der gierige Händler Shadwell mit seinem magischen Jackett und Immacolata und ihre Hurenkinder (vom Volk der Seher) sind ebenfalls hinter dem Teppich/der Fuge her…

Meine Meinung:

Was für ein Buch! Was für ein kleines Epos! Nebst den Büchern des Blutes (Band eins und zwei) ist dies das beste Werk, welches Clive Barker abgeliefert hat (gefiel mir besser als z.B. Hellraiser) wobei ich gar nicht viel von ihm gelesen habe (aktuell ist Cabal dran). Ich begann es im Sommer (am NIFFF) zu lesen und sofort hat mich die Fantasy-Geschichte in ihren Bann gezogen.

Das Werk ist komplex und erzählt eine spannende und unterhaltsame Geschichte, die fesselt und begeistert. Vor allem den Fantasy-Anteil mochte ich sehr. Die detaillierten Beschreibungen der Fuge, der Zauberer und vor allem auch der Monster d.h. von Immacolata und ihren Hurenkindern (werde auch so im Buch genannt) und/oder das Monster am Ende (Uriel) haben mir extrem gut gefallen.

Interessanterweise fand ich die bösen Figuren (z.B. der fiese und hinterlistige Händler Shadwell, oder der sadistische Cop Hobart) und Geschöpfe interessanter als die guten Zauberer – als Ausnahme bleiben die Menschen-Figuren Cal (sehr sympathisch) und Suzanna (Powerfrau) zurück – die gefielen mir beide auch. Auch die Darstellung des Horrors, von alptraumhaften und surrealen Szenarien bis hin zu den Schauplätzen in und rund Liverpool mochten mich zu überzeugen.

Auch die wechselnden Settings fand ich super – das Kopfkino liess erahnen, hätte man daraus einen Film gemacht, wäre es eine sehr düstere, bisweilen wunderschöne, märchenhaft und stimmungsvolle Szenerie geworden mit ultraspannendem Finale im weissen Schnee (mit einem Detail, welches jedoch vorhersehbar war).

Man sollte sich von der Anzahl Seiten (fast 700) nicht abschrecken lassen und sich an das Fantasy-Werk wagen – ihr werdet es nicht bereuen! Klare Empfehlung für jeden Clive Barker Fan!

Infos:

Autor: Clive Barker

Herausgeber: Phantasia Paperback Horror

Sprache: Deutsch

Buchart: Taschenbuch

Anzahl Seiten: 687

In Deutschland erschienen: Ja.

Roman/Sachbuch: Roman