Dieses Blog durchsuchen

Freitag, 30. November 2018

Update

Neue Reviews und neuer Neukauf

 

 

 

- Neuer Neukauf



- Innocent Prey

- The Strangers

- Brave Young Girls

- Dragon Kid

- The Strangers - Die Opfernacht


Neukauf Ende November



















Der Bestatter 
CH DVD. Season 6. Krimiserie, die im Bestatter-Setting spielt. Mochte auch die anderen Staffeln. Serie aus der Schweiz. Soll die letzte Staffel sein.

Weird Story (Gwimungidam)   
Ende 70er Jahre / Anfang 80er Jahre Old School Kung Fu Film aus Südkorea als VHS aus Südkorea. 

So-ae Fighting Skill (So-aegwon)
Ende 70er Jahre / Anfang 80er Jahre Old School Kung Fu Film aus Südkorea als VHS aus Südkorea. 

Shaolin Water Seller (Sorimsa muljangsu)
Ende 70er Jahre / Anfang 80er Jahre Old School Kung Fu Film aus Südkorea als VHS aus Südkorea. 

King of the Children
Teil vier der taiwanesischen Hello Dracula Reihe als VHS aus Südkorea. In Mandarin mit koreanischen Subs. Glückstreffer - Blindkauf - hätte genau so gut einer der drei Child of Peach Filme sein können. Lange gesucht, endlich gefunden. Frühere potenzielle Treffer erwiesen sich als andere Filme.

A Viper
Korea VHS zu einem koreanischen Gangster-Film von 1975. Blindkauf. 

Space Monster Dogora
Toho Sience Fiction / Monster aus dem All / Zerstörungsfilm als schicke LD aus Japan. Wunschliste abgearbeitet. 

Wolf Guy
Original zum Remake Wolf Guy mit Sonny Chiba. Soll wunderschöne Bilder bieten und sehr schön gefilmt sein. Ausserhalb Japans leider scheinbar nicht veröffentlicht worden. Gekauft als LD aus Japan. 

Sweet Home
80er Jahre Horror aus Japan vom Cure Regisseur mit Effekten von Dick Smith. Wunderschöne LD aus Japan - sehr teuer (175 USD). Hatte aber noch Glück wenn man sich andere Preise anschaut (100 USD für das VHS, 195 USD und 215 USD für die LD).  Offiziell gibt es keine Fassung mit englischen Subs. 

Howling The Original Nightmare
Der fehlte mir noch in der Sammlung - vor vielen Jahren beim Kollegen als US-DVD gesehen. Kein Kracher, hatte aber seine Momente (vor allem schöne Make-Up Szenen, Verwandlungen und eine Schmelzszene im Finale) und daher nun als LD aus Japan zugeschlagen - passt damit gut zur LD von Howling III.

The Strangers – Die Opfernacht Review



The Strangers – Die Opfernacht

Story:

Eine Familie (Vater Mutter, Sohn, Tochter) fahren zu den Grosseltern. Diese finden sie ermordet vor, nur um danach selbst zur Zielscheibe der unbekannten Killer zu werden…

Meine Meinung:

Teil eins (= Review) hatte ich erst vor kurzem gesehen, so dass ich mir Teil zwei, der zehn Jahre später entstand, im Kino ansehen wollte und tat. Und es hat sich gelohnt: mir hat Teil zwei, kein Meisterwerk, wie es schon Teil eins nicht war, leicht besser gefallen als der erste Film.

Gründe: Teil zwei bietet mehr Abwechslung in Sachen Settings. Teilweise werden optisch wunderschöne Bilder geboten (die Pool-Szene z.B.) und es spielt sich nicht alles nur in einem Gebäude/Haus ab. Das macht den Film auch unterhaltsamer d.h. es gibt weniger Längen als in Teil eins. Das Spiel mit Dunkelheit und Lichteffekten (z.B. auch durch das Auto und Kameraeinstellungen) sind sehr schön und stimmungsvoll geworden.

Der 2. grosse Plus-Punkt ist der Retro-Charme – der Film wirkt nicht mehr wie ein Terrorfilm (wie es Teil eins tat) sondern mehr wie ein klassischer Slasher mit unverkennbaren Anleihen zu grossen Horrorklassikern und Filmen wie Blutgericht in Texas (Ende) oder Freitag der 13. Teil zwei (Maske). Dazu gesellen sich klassische Synthie-Pop Songs und allgemein ist der Soundtrack cool und passend (CD schon bestellt).

Das Schauen macht Laune – es ist immer was los und im Gegensatz zu Teil eins müssen die Strangers hier auch einstecken – eine willkommene Abwechslung die man sich als Zuschauer auch wünschte. Echte Spannung ist jedoch kaum gegeben und erschrocken bin ich nie. Dafür war der Film, wie auch Teil eins, zu vorhersehbar. Das gleiche gilt für die Zeichnung der Figuren: nicht originell und das Verhalten der Figuren ist oft auch dämlich, wie es in dem Genre aber auch sein muss.

Fazit: Geht in eine andere Richtung als Teil eins, weniger schonungslos, weil mehr Slasher statt Terrorfilm, dafür optisch und audiovisuell interessanter, unterhaltsamer und abwechslungsreicher.

Infos:

O: The Strangers: Prey at Night

USA 2018

R: Johannes Roberts

D: Christina Hendricks, Martin Henderson, Bailee Madison, Lewis Pullman

Laufzeit der CH Kinofassung: Ca. 85 Min.

Gesehen am: 21.08.18 (Kino Schweiz)

Fassungen: Im Kino (Schweiz) gesehen – lief leider nur in Deutsch. Synchronisation ist aber okay. Es lief die Kinofassung. In den USA gibt es den Film schon auf DVD und Blu-Ray zu kaufen – in einer leicht härteren Unrated Fassung, die laut deutschem Label erstmal nicht in Deutschland erscheinen wird d.h. in Deutschland erscheint der Film im Sept. auf Heimmedium – nur in der zensierten Kinofassung.

Dragon Kid Review







Dragon Kid

Story:

Ein reicher Mann liegt im Sterben. Seine Familie, ein Haufen schlechter Menschen hoffen auf viel Reichtum wegen der Erbschaft. Daher vermacht der Sterbende sein Reichtum drei Martial Arts Helden: dem Shaolin Kämpfer Kuang Kuang (Cho Hau-Foo), einem thailändischen Kämpfer (Gam Sap-Yee) und einer japanischen Geisha Prinzessin (Lam Siu-Lau). Die Familienanwältin (Joyce Ni Shu-Chun) sucht die drei Auserwählten in ihren Ländern heim, um sie darüber zu informieren. Derweil schickt die Familie Killer los (u.a. Lung Tien-Hsiang) um die drei zu töten…

Meine Meinung:

Dragon Kid, ein Film aus Taiwan und Mix aus Action- und Abenteuerfilm sowie Komödie, hat mir viel Spass bereitet. Dragon Kid ist ein relativ seltener Film mit Child of Peach Star Lam Siu-Lau (The War Dogs, King of the Children, Strange Tales of Ghosts, Haunted House Elf, The Dignified Killers, Wandering Heroes) als eine der drei Martial Arts Könner, die vom Sterbenden Mann auserwählt werden, dessen Erbe zu erhalten und sich somit unfreiwillig in Lebensgefahr bringen.

Der Film bietet tolle Martial Arts Szenen und Stunts (z.B. Schwertkampf über einem Zirkus voller Löwen, Schwertkampf mitten in den Strassen Taipeis, viele Kampf- und Trainingsszenen im Shaolin Kloster…). Alle drei Stars können von ihren Fähigkeiten zeigen – leider davon ausgerechnet Lam Siu-Lau am wenigsten.

Trotzdem: Fans von ihr können sich freuen. Sie spielt eine Geisha Prinzessin aus Japan und darf am Ende in westlicher Kleidung (Jeans und Gucci Pullover) paar kurze Kampfszenen zum Besten geben, die Fans zufriedenstellend dürften. Auch sonst ist sie viel und oft zu sehen. Aber auch ihre Kollegen, der Thai. Kämpfer und der Shaolin Mönch, sind sympathisch und zeigen viele tolle Martial Arts. Das Trio harmoniert gut.

Es gibt nebst Kämpfen auch Shoot-Outs und Action mit Pfeilbogen. Dazu kommen Verfolgungsjagden. Der Ton des Filmes ist zum Teil sehr wechselhaft – zum Teil rauer, zum Teil viel Situationskomik und asiatische Komik (der eine Typ mit dem Metallarm und seine Gadgets könnte direkt aus einem James Bond Film stammen) die nicht jedem gefallen dürfte. Ich hatte meinen Spass mit dem Film und dem Humor.

Der Film bietet viele abwechslungsreiche und exotische Settings: chinesische Mauer, Grossstadt Taiwans, Natur und Wälder, Japan, Thailand, Shaolin Tempel, bunte, klassische und exotische Requisiten und Kostüme. Da hat man sich nicht lumpen lassen – für taiwanesische Verhältnisse ist der Film recht aufwändig in Szene gesetzt.

Fazit: Allen Fans des taiwanesischen Kinos und von Lam Siu-Lau zu empfehlen!

Infos:

O: 笑傲城巿

Taiwan 1990

R: Chou Tan

D: Cho Hau-Foo, Gam Sap-Yee, Lam Siu-Lau, Joyce Ni Shu-Chun, Lung Tien-Hsiang

Laufzeit des koreanischen VHS: Ca. 99 Min.

Gesehen am: 14.08.18

Fassungen: Mir lag das VHS aus Südkorea von Cinetown vor = wahrscheinlich Uncut (bis auf den fehlenden Abspann mit Outtakes), O-Ton (Mandarin) mit festen koreanischen Subs. Das Bild scheint fest gezoomt zu sein (Nachtrag: Vergleich mit Youtube Fassung hat das bestätigt). Möglicherweise waren auf dem Master auch noch englische und chinesische Subs (fest im Print, weil VHS Master aus Taiwan) die man durch massives zoomen aus dem Bild «geschoben» hat = dafür auch viel Bildmaterial. Englischuntertitelte Fassungen sind mir nicht bekannt – ebenso wenig eine LD, DVD oder VCD Fassung (über Fassung in Deutschland braucht man erst gar nicht reden). Stand: Aug. 2018. Nachtrag 01.03.19: Mir lag als Vergleich neu ein VHS aus China vor - Infos zu beiden VHS = HIER KLICKEN!

Brave Young Girls Review



Brave Young Girls

Story:

China Festland Girl wird durch Gangster (Shing Fui-On) in die Prostitution gezwungen. Ein Cop aus Japan (Yukari Oshima) versucht sie zu retten und dem Gangsterboss und seinen Komplizen (u.a. Leung Kar-Yan, Dan Mintz) das Handwerk zu legen…

Meine Meinung:

Solider HK-Actionfilm von 1990 wie es sie zu viele gab. Die Story um Frauenhandel und Zwangsprostitution geben nicht viel her und dienen nur als Mittel zum Zweck. Durch einige Nebenplots und diverse Schicksale von Opfern, die beleuchtet werden, lassen das Gefühl entstehen, einen Zusammenschnitt aus mehreren Filmen zu schauen.

Hier und da machen sich also Längen breit und die Story ist etwas konfus. Einige der genannten Stars kommen auch nur kurz oder stossen erst spät dazu. Die Actionszenen sind aber sehr gut – es gibt blutige Shoot-Outs, paar kleinere Stunts und vor allem harte Kampfszenen zu sehen, die mir gefallen haben. Für Fans des Girls with Guns Sub-Genre lohnt Brave Young Girls allemal. Und nur schon wegen dem sehenswerten Finalkampf oder den Kampfszenen allgemein von Yukari Oshima (Devil Cat) oder Kara Hui (Mrs K) lohnt sich der Film.

Yukari Oshima kommt ab der ca. 40 Minute vor und bietet danach mehrere spektaukläre Kampfszenen. Vor allem der lange Finalkampf gegen Shaw Brothers Star Leung Kar-Yan (Eagle’s Claw) war erste Sahne. Nur schon dieser Kampf alleine macht den Film sehens- und empfehlenswert. Leung Kar-Yan, den ich als Bösewicht immer gerne sehe, kommt wirklich nur am Ende vor. Wird quasi eingeflogen und nimmt es zusammen mit seiner rechten Hand, einem Gewilo (Dan Mintz), gegen Yukari Oshima auf – zuerst der Gweilo und danach Leung Kar-Yan selbst. Shing Fui-On, natürlich auch als Bösewicht und Gangsterboss, hat nebst den diversen Mädels, die zum Anschaffen gezwungen werden, die Hauptrolle. Überraschend war, dass er auch einen kurzen Kampf bekommt gegen Yukari Oshima. Auch wenn seine Stimme durch die Synchronisation in Mandarin weniger markant klingt als im Original. Am meisten enttäuschen werden dürften Fans von Shaw Brothers Legende Kara Hui – sie hat nur eine einzige Szene bekommen!!! Aber: diese lohnt sich – sie kämpft gegen mehrere Gangster in einer Autowerkstatt und diese Kampfszenen sind auch von höchster Qualität aber lassen den Zuschauer auch wehmütig zurück: warum nicht mehr Szenen mit ihr?

Fazit: Für alle Yukari Oshima Fans sehenswert, nur schon wegen dem Finalkampf! Kara Hui Fans sollten zudem ihre Erwartungen anpassen (nur eine Szene im Film).

Infos:

O: Hei hai ba wang hua

HK 1990

R: Kam Bo

D: Shing Fui-On, Yukari Oshima, Leung Kar-Yan, Dan Mintz, Margaret Lee Din-Long, Ha Chi-Chun, Jo Jo Ngan Lai-Yue, Kara Hui

Laufzeit der chinesischen VCD: Ca. 87 Min.

Gesehen am: 14.08.18

Fassungen: Als «HK VCD» gekauft, eine VCD aus China erhalten. Kein englischer Titel. Nur Mandarin Dubbed, kein O-Ton dafür immerhin scheinbar Uncut und englische und chinesische Subs. Die Synchronisation fällt nicht negativ ins Gewicht und merkt man höchstens der Stimme von Shing Fui-On an (der eine sehr markante Stimme und Aussprache hat, wenn er spricht). Alternativen sind mir kaum bekannt (gäbe eine HK VHS im O-Ton mit englischen Subs). Die dt. Fassung (nur VHS) ist Uncut und es fehlt ca. zehn Min. an Handlung (= internationale Version). Eine dt. DVD oder Blu-Ray gibt es nicht (allgemein gibt es keine DVD). Stand: Aug. 2018). Das Cover der VCD aus China ist mit Bildern aus anderen Filmen erstellt (Shing Fui-Ons Motiv stammt aus Wonderful Killer (1993). Label unbekannt (alles nur in Chinesisch).

The Strangers Review



The Strangers

Story:

James (Scott Speedman) und dessen Freundin (Liv Tyler) erlebt in ihrem Ferienhaus eine höllische Nacht, als unbekannte Besucher das Paar zu terrorisieren beginnen…

Meine Meinung:

The Strangers, dessen Cover ich schon oft gesehen habe, hat mir nicht schlecht gefallen. Zwar bin ich kaum zusammengezuckt und die Figuren stellen sich mehr als nur einmal dumm und unglaubwürdig an und eine Story ist eigentlich kaum vorhanden, trotzdem schafft es der Film, nahezu komplett zu unterhalten, da Spannung gegeben ist.

The Strangers ist ein Terrorfilm à la Mother’s Day und/oder The Kidnapped. Passen alle ins gleiche Muster und sind nicht harmlos anzusehen – auch das Ende nicht, bezogen auf The Strangers. Das war schon nicht ohne. Man ist am Zuschauer natürlich interessiert: wer sind die maskierten Unbekannten? Hat es mit dem Telefonat zu tun, welches James führt? Rache, weil seine Freundin den Heiratsantrag ablehnte? Was sind die Motive der Maskierten? Einige Dinge sind aber auch vorhersehbar (ich sage nur Schrotflinte und Opfer).

Das Tempo entwickelt sich zunächst langsam, aber die Bedrohung ist immer spürbar. Ab einem Zeitpunkt herrscht bis zum Ende Terrorfeeling ohne Pause. Ein Film, der nicht viel Budget braucht, um zu fesseln und den Zuschauer zu fürchten. Der Film schien so erfolgreich, dass dieses Jahr (also zehn Jahre Nach Teil eins) Teil zwei, The Strangers – Die Opfernacht, in die Kinos kommt (wird auch in der Schweiz laufen ab 16.08.18). Ob der das Niveau von Teil eins wird halten können? Ob der nach dem gleichen Stickmuster verfahren wird? Oder geht man in eine völlig andere Richtung…

Fazit: Fans von Mother’s Day und The Kidnapped sollten sich The Strangers nicht entgehen lassen! Unterhaltsames und spannendes Terrorkino, das den Zuschauer mit einem unguten Gefühl zurücklasst. So muss es sein! 

Gefolgt von: The Strangers - Die Opfernacht

Infos:

O: The Strangers

USA 2008

R: Bryan Bertino

D: Liv Tyler, Scott Speedman, Glenn Howerton, Gemma Ward

Laufzeit der dt. DVD: 83:56 Min.

Gesehen am: 14.08.18

Fassungen: Mir lag die dt. DVD von Kinowelt vor = Unrated Fassung, sehr gute Bild- und Tonqualität, Deutsch/Englisch mit dt. Subs.

Innocent Prey Review



Innocent Prey

Story:

Cathy Wills (P.J. Soles) Ehemann Joe (Kit Taylor) stellt sich als mörderischer Psychopath heraus. Als er eine Prostituierte tötet und danach Cathy attackiert, wird er von der Polizei (u.a. Martin Balsam) festgenommen. Doch ihm gelingt die Flucht und er jagt Cathy erneut. Diese zieht derweil nach Australien, wo sie an einen verrückten Vermieter (John Warnock), der alle im Haus heimlich via Kamera überwacht und Fallen eingebaut hat, gerät. Als dann eines nachts auch noch Joe auftaucht, eskaliert die Situation…

Meine Meinung:

Innocent Prey betrachte ich als Gratis-Bonusfilm, da dieser als zweiter Film auf einem Double Feature zusammen mit Kadaicha aufgespielt wurde. Zwei australische Horrorfilme. Innocent Prey ist ein Psychothriller, der jedoch in der ersten Hälfte einem Slasher gleicht inklusive Backwood- und Terrorfilmmotiven. Das tut dem Film gut – der Film ist intensiv, nicht harmlos und Kit Taylor gibt einen wunderbaren Psychopathen ab.

P.J. Soles war auch überzeugend, auch wenn ihre 80er Jahre Frisur für heutige Verhältnisse sehr ins Auge sticht. Martin Balsam, auch oft im Italo Kino zu sehen, hat eine Nebenrolle als Sheriff. Balsam kennt der Fan u.a. aus Die wilde Meute, Tote pflastern seinen Weg oder dem Klassiker Tora! Tora! Tora!.

Mit dem Wechsel nach Australien und dem Auftauchen des nächsten Irren, John Warnock als irrer Stalker, der die ganze Behausung mit Kameras und Fallen eingerichtet hat, schwindet die Qualität des Filmes. John Warnock ist leider nämlich als Psychopath nicht überzeugend. Zwar war das Thema dazumal nebst Crawlspace mit Klaus Kinski noch relativ neu (später sollten Filme mit ähnlichen Inhalten erneut vorkommen wie z.B. Sleep Tight oder The Tenants Downstairs), doch die Spannung und Intensität des ersten Viertels erreicht der Film zu keiner Sekunde mehr. 

Zu unlogisch, zu abstrakt und zu konstruiert wirkt der Inhalt inklusive mangelnder Action, billigen Settings / Gadgets (alte Computer und Kameras) und einem schwachen John Warnock in Kombination mit einem immer mehr in den Hintergrund gedrängten Kit Taylor.

Fazit: 1. Filmhälfte top, 2. Filmhälfte Flop.

Infos:

O: Innocent Prey

Australien 1984

R: Colin Eggleston

D: P.J. Soles, Kit Taylor, Grigor Taylor, Martin Balsam, John Warnock

Laufzeit der australischen DVD: Ca. 77 Min.

Gesehen am: 14.08.18

Fassungen: Siehe Kadaicha – auch hier: nur durchschnittliches VHS Master, O-Ton (zum Teil schwer verständliche Dialoge, gerade von den texanischen Figuren), keine Subs, wahrscheinlich Uncut. In D nur auf VHS zu haben (Stand: Aug. 2018).

Sonntag, 25. November 2018

Update

Neuer Neukauf, neuer Buchtipp und neue Reviews

 

 

- Neuer Neukauf


- Kleine Mordgeschichten für Tierfreunde (Buchtipp)



- The Werewolf and the Yeti

- Kadaicha

- Trivisa

- Violent Professionals

- Death by Hanging

Death by Hanging Review



Death by Hanging

Story:

Ein Koreaner (Yun Yun-Do) wird in Japan wegen einem angeblichen Mord zum Tode durch den Strick verurteilt. Doch der Erhängte überlebt und wacht ohne Erinnerung wieder auf. Dies stellt die Vollzugsbeamten des Todestraktes und alle Beteiligten (Arzt, Priester etc.) vor ein ethisches Dilemma…

Meine Meinung:

Ein externes Review sagt im letzten Satz was Sache ist:

«…das Vorurteil bestätigt, dass per se anspruchsvolle, komplexe Filme schlichtweg langweilig und nervig sind.»

Quelle: https://ssl.ofdb.de/review/44683,442268,Tod-durch-Erh%C3%A4ngen

Ich würde das nicht auf alle anspruchsvollen und komplexen Filme übertragen aber auf Death by Hanging trifft es leider zu. Der Film und die sozialkritische Grundidee fand ich interessant. Doch mit dem Fortschreiten der Story beginnt sich der Zuschauer zu langweilen. Der Mix aus Sozialkritik, Drama, Arthouse und Komödie funktioniert nicht.

Schnell verliert man das Interesse. Der Humor und die Abhandlungen (die Protagonisten müssen dem Koreaner erst Mal beibringen was ein Koreaner ist, was eine Familie ist, für was er gehängt werden sollte etc. und spielen das nach – und nach und nach verlieren sich die Figuren selbst in ihren Rollen und es verschmelzen Realität und Einbildung durch die Rollenspiele) sind mühsam, nervig und von wenig Interesse.

Die lange Laufzeit von fast zwei Stunden und das immer gleiche Setting / Prinzip nerven mit der Zeit, so dass ich über längere Zeit nebenbei andere Dinge tat und nach ca. 80 Minuten vorzeitig das «Sehvergnügen» beendet habe.

Fazit: Dieser Arthouse Film hat mir nicht gefallen! Wird nicht in die Film-Sammlung aufgenommen.

Infos:

O: Koshikei

Japan 1968

R: Nagisa Ôshima

D: Yun Yun-Do, Kei Satô, Fumio Watanabe, Toshiro Ishido

Laufzeit der US-DVD: 118 Min.

Gesehen am: 14.08.18

Fassungen: Mir lag die US-DVD von Criterion vor = Booklet, erstklassige Bild- und Tonqualität, Japanisch mit englischen Subs, Uncut. Es gibt keine dt. Fassung (Stand: Aug. 2018).

Violent Professionals Review



Violent Professionals

Story:

Nachdem sein Chef einem Attentat zum Opfer fällt, beginnt Polizist Caneparo (Luc Merenda) auf eigene Faust zu ermitteln. Er kämpft sich als Undercover-Agent in eine Gangsterbande hinein, um am Ende den dicken Fisch an der Angel zu schnappen…

Meine Meinung:

Der in Deutschland bisher unveröffentlichte Violent Professionals ist für Fans des Ital. Polizei- und Gangsterfilmes nur zu empfehlen! Nicht das ganz grosse Highlight wie Die Rache des Paten, Das Syndikat, Der Tod trägt schwarzes Leder, Tote Zeugen singen nicht, Das Syndikat des Grauens, Weapons of Death, Special Cop in Action, Der Teufel führt Regie, Der Berserker oder Milano Kaliber 9 aber andere Titel wie Orgie des Todes, Die wilde Meute, Die Klette, Dealer Connection – Die Strasse des Heroins, Tote pflastern seinen Weg, The New Godfathers, Auge um Auge oder The Day of Violence hinter sich lassend!

Der Film bietet alles (Faustkämpfe, coole Sprüche, lange Autoverfolgungsjagden und Crashs/Stunts, blutige Shoot-Outs und politisch unkorrekte Szenen), was man von dem Genre erwarten kann. Der Film ist sehr klassisch und gradlinig erzählt – das ist vielleicht das kleinste Manko am Film – Überraschungen gibt es nicht und man hat zu keiner Sekunde Angst um unseren Undercover-Cop, der mehr als souverän von Luc Merenda (Policeman Luc Merenda) gespielt wird. Ansonsten sind keine (mir zumindest nicht) bekannten Namen dabei ausser natürlich Regisseur Sergio Martino (2019: After the Fall of New York, Hands of Steel, Die Farben der Nacht). Der Soundtrack war gut, aber wird nicht besonders lange in Erinnerung bleiben. Da sind andere Stücke aus anderen Poliziotteschi deutlich besser klingend.

Fazit: Sehr unterhaltsam, sehr zu empfehlen! Pflichtprogramm für jeden Poliziotteschi Fan!

Infos:

O: Milano trema: la polizia vuole giustizia

Italien 1973

R: Sergio Martino

D: Luc Merenda, Richard Conte, Silvano Tranquilli, Carlo Alighiero, Martine Brochard, Luciano Bartoli

Laufzeit der Ital. DVD: 98:19 Min.

Gesehen am: 13.08.18

Fassungen: Mir lag die Ital. DVD von Alan Young Pictures vor = Uncut, gute Bildqualität, Ital./Englisch (zwei Szenen haben gar keinen Ton, nur in der englischen Sprachfassung), Ital. Subs. Die neue US Blu-Ray von Code Red / Kino Korber hat Ital. / Englisch Ton mit englischen Subs und dürfte die bis dato beste Fassung weltweit sein. In Deutschland ist Violent Professionals bisher nicht erschienen (Stand: Aug. 2018).

Trivisa



Trivisa

Story:

1997, Hong Kong im Jahr der Zurückgabe an China:

Drei Gangster (Gordon Lam Ka-Tung, Jordan Chan Siu-Chun, Richie Ren Xian-Qi), die sich zuvor noch nie gesehen haben, sehen sich durch Lebensumstände und Veränderungen neuen Herausforderungen ausgesetzt, die es zu beseitigen gilt. Bald schon machen Gerüchte die Runde, dass das Trio zusammen in Hong Kong einen grossen Coup planen soll. Ob dies der Wahrheit entspricht?

Meine Meinung:

Trivisa, der beste HK Film aus dem Jahre 2017 (gewann an den Hong Kong Film Awards den Preis für den besten Film – wobei das bei Titeln wie z.B. The Mermaid, der auch nominiert war, keine Kunst ist), hat mir nur mässig gefallen. Trivisa ist kein schlechter Film aber hat mir nicht so gut gefallen, als ob ich mir den Film erneut ansehen würde. Für eine einmalige Sichtung war der Film okay.

Ich halte den Film, der unter anderem auch in Zürich (Filmfest) oder der Berlinale lief, für überschätz und überbewertet. Liegt vielleicht auch daran, dass der Film in China verboten wurde und deshalb auch Schlagzeilen machte. Der Film, dessen Figuren auf echten Ereignissen basieren, spielt ja auch im Jahr der Übergabe von Hong Kong nach China und das Bild, welches sich unseren drei Gangstern in den Weg stellt (Lebensumstände, Veränderungen), sind düster. Da kann man den Filmemacher schon «vorwerfen», sozialkritisch gegen das mächtige China gehetzt zu haben. Laut Internetmeldungen soll jedoch einer der drei Jung-Regisseure in China auf einer inoffiziellen Verbotsliste stehen – das würde dann wohl schon mehr erklären.

Warum es bei der Johnnie To Produktion drei Regisseure brauchte, kann man kritisch hinterfragen. Für ein Crime Drama gab es zu viele Längen, zu wenig Action, ein zu kleines Budget (sieht man wunderbar an der einzigen Schiesserei am Ende, sehr billig in Szene gesetzt) und vor allem Jordan Chans Figur und Overacting haben höllisch genervt. Sehr genervt!

Die anderen beiden waren solide, wobei mir Gordon Lam am besten gefallen hat. Lam Suets Auftritt ist nicht der Rede Wert – dass er zum Inventar gehört, sobald man sich in einem Film (egal ob Regie oder als Produzent fungierte) von Johnnie To befindet, versteht sich von selbst. Am Gastauftritt von Tommy Wong Kwong-Leung hatte ich hingegen sehr Freude. Schade, dass es nicht noch mehr Gaststars zu sehen gab. Die Bilder aus HK fand ich schön – da werden Erinnerungen an vergangenen Urlaube und an das alte HK Kino wach.

Mehr Action, ein höheres Budget und ein anderer Darsteller statt Jordan Chan hätten Trivisa, der mit einem sehr geilen Ende aufwartet, deutlich besser dastehen lassen als er es jetzt tut.

Fazit: Nur bedingt zu empfehlen!

Infos:

O: Chu Tai Chiu Fung

HK 2016

R: Jevons Au, Frank Hui, Vicky Wong

D: Gordon Lam Ka-Tung, Jordan Chan Siu-Chun, Richie Ren Xian-Qi

Laufzeit der HK DVD: Ca. 97 Min.

Gesehen am: 13.08.18

Fassungen: Mir lag die HK DVD von Panorama vor = Schuber, erstklassige Bild- und Tonqualität, O-Ton und englische Subs. Es gibt keine dt. Fassung (Stand: Aug. 2018).