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Freitag, 20. Juli 2018

Die wilde Meute Review



Die wilde Meute

Story:

Jugendbande um Piero (Joe Dallesandro), der sich eine steile Gangster-Karriere zum Ziel wünscht, bekommt es mit einem harten Cop (Martin Balsam) zu tun…

Meine Meinung:

Die wilde Meute ist ein sehr solider Ital. Film mit typischer «Klein-Gangster sucht nach Ruhm» Story inklusive anarchistischen Szenen à la Uhrwerk Orange und einem harten Cop als Gegenspieler. Joe Dallesandro passt perfekt in die Hauptrolle. Die Figur ist für ihn gezeichnet worden. So erstaunt es nicht, dass Joe Dallesandro schon ähnliche solche Rollen in anderen Filmen spielte, z.B. in The Climber oder Die Grausamen Drei.

Wenn man jedoch die oben genannte Filme kennt, so wirkt Die wilde Meute eines nicht: Originell. Man kennt den Ablauf und Verlauf – der Film weist viele Parallelen auf zu Die Grausamen Drei. Die wilde Meute ist daher nur ein Film von vielen solchen Filmen. Dies soll nicht heissen, dass der Film schlecht ist. Man bekommt inhaltlich halt kaum Überraschungen geboten und man weiss, was passieren wird.

Gut ist, dass man versucht, die Figur von Joe Dallesandro mehr als nur eine 08/15 Figur darzustellen – man gewährt Einblicke in sein Privatleben und sein Denken. Als er dann ein junges Mädel kennenlernt, so kommt kurz Spannung auf: wird Joe Dallesandro sein Leben wegen ihr ändern oder reist er sie in den Abgrund? Alles ist möglich…

Die Darsteller machen ihre Sache gut. Joe Dallesandro ist die perfekte Besetzung für die Rolle und auch Martin Balsam, gern gesehen im Ital. Kino jener Zeit (z.B. Tote pflastern seinen Weg), gibt eine eindrückliche Leistung ab als harter Cop. Auch andere wichtige Rollen (Joes Film-Frau, Joes Film-Freundin) sind gut gespielt.

Der Film, ein Mix aus Sozialdrama, Gangster- und Polizeifilm, wartet mit nicht allzu viel Action auf. Dem sollte man sich bewusst sein. Im Zusammenhang mit solchen Szenen (es gibt viele Szenen, in denen Frauen nichts zu lachen haben, wenn die Jugendgang ihr Unwesen treibt und Angst und Schrecken verbreitet – Mord und Vergewaltigungen sind nicht selten die Folge) profitiert der Film, wie so viele andere Ital. Filme dieser Zeit auch, von einer starken deutschen Synchronisation, die den Film zusätzlich aufwertet.

Fazit: Die wilde Meute ist zwar kein filmisches Highlight und alles andere als originell oder innovativ, dafür grundsolide und unterhaltsam. Fans des Genres können bedenkenlos zugreifen!

Infos:

O: Il Tempo degli assassini

Italien 1975

R: Marcello Andrei

D: Joe Dallesandro, Martin Balsam, Magali Noël, Cinzia Mambretti, Gianluca Farnese

Laufzeit der dt. Blu-Ray: 101:45 Min.

Gesehen am: 26.04.18

Fassungen: Mir lag die DVD / Blu Ray Combo Fassung von Subkultur vor (Grindhouse Collection Vol. 2 im Schuber) = Uncut, Booklet (30 Seiten) mit Infos und Interview, Deutscher oder Ital. Ton mit dt. Subs, sehr gute Bildqualität. Die dt. Synchronisation ist sehr gelungen, wertet den Film zusätzlich auf.

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