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Mittwoch, 29. August 2018

Update

Neue Reviews und neuer Neukauf

 

 

- Neuer Neukauf


- The Devil Incarnate

- Zwei Supertypen räumen auf

- The Golden Sword

- Naked Weapon

- Half Human

Neueinkauf




Folgende VHS aus Südkorea habe ich alle vom selben Dealer erhalten (von meinem Deutschland-Kontakt). Wie so oft, ist es schwer anhand von Covern auf den korrekten Film zu hoffen. Infos zu Sprachen und Subs lagen mir mehrheitlich auch keine vor. Ich schätze, dass alle Filme in Mandarin bzw. Kantonesisch mit koreanischen Subs sein werden (vielleicht auch ein Überraschungseffekt à la The Accident und es sind englische Subs dabei).


The Mad Rose
Crime Streifen aus Taiwan von 1982. Alternativen sind mir nicht bekannt. Von einer Liste, die ich von meinem Dealer habe, weiss ich, dass dieser Film 100% nur koreanische Subs zum O-Ton Mandarin bietet.

The Boy and a Magic Box
Taiwanesischer Fantasy Streifen mit einem Drachenmonster. Stand auf meiner Wunschliste. Die Existenz des VHS aus Südkorea war mir bewusst. Abarbeitung meiner "Weird and Wonderful Cinema from the Far East" Wunschliste von Letterboxed. Hier auch: sicher keine englischen Subs. Inhalt in Stichworten: kleiner Junge mit Kung Fu Fähigkeit, mehrköpfiger Drachen, ein böser Mann mit Auge auf der Stirn und ein Affe, der Laserstrahlen aus seinen Augen abfeuern kann. Herrlich! Alternativen zu diesem VHS sind mir nicht bekannt (in deutschen Filmdatenbanken à la ofdb ist der Film z.B. auch nicht gelistet).

King of the Children
Den Film, den ich erst vor paar Wochen gesehen habe (= REVIEW), wollte ich unbedingt als Original haben - und werde mir später eine Bootleg-DVD, falls es eine gibt, mit englischen Subs suchen falls das VHS nur in Mandarin mit koreanischen Subs wäre. Bei dem Titel könnte es auch sein, dass sich ein anderer Film auf der Kassette befindet. Das Covermotiv (Hauptbild) stimmt zwar mit King of the Children überein, aber die "2" irritiert mich und auf der Rückseite hat es zumindest ein Bild aus einem anderen Film (einer der Child of Peach Filme). Und die drei Child of Peach Filme hätte ich schon auf DVD / VCD. Das heisst: sich überraschen lassen! Hierzu liegen mir auch keine Infos betreffend Ton/Subs vor.

Escape from Coral Cove
HK Horror von 1986. Sah das Cover schon oft und Film wurde mir auch schon angeboten (LD, VCD). Aber: die VCD und LD aus Hong Kong sind stark zensiert. Es sollen so gut wie alle Gewaltszenen betroffen sein, Zitat ofdb:

"Anmerkung: in fast jeder Todesszene gekürzt (heftige Bild und Tonsprünge) - Selbst ein Tritt einer Frau in die Klöten von Alex Fong ist gekürzt!

In dieser Fassung nicht zu empfehlen!"

Quelle: https://ssl.ofdb.de/view.php?page=fassung&fid=23506&vid=66122 

Im anderen Eintrag (zur LD) steht (in der ofdb) die Info, dass das HK VHS Uncut ist und als Vergleich dienete. Daher der Kauf des VHS aus Südkorea - ich hoffe, dass das Uncut HK VHS als Master diente! Das wäre ein ziemlicher Hammer! K.A. betreffend Sprachen und Subs. Falls wirklich Uncut wäre es egal, wenn englische Subs fehlen...

Tough Guy aka Iron Monkey Strikes Back
Reiner Blindkauf in der Hoffnung, dass mir eine O-Ton Variante vorliegt da die DVD, welche ich habe (glaube aus England oder den USA) nur Englisch Dubbed ist. Chen Kuan-Tai Streifen.

Half Human Review



Half Human

Story:

Auf dem Mount Fuji bekommen es Skifahrer und Wanderer mit einem Monster à la Big Foot zu tun…

Meine Meinung:

Half Human soll der erste Spielfilm von Ishirô Honda nach seinem Hit Godzilla gewesen sein. Ein zweiter Godzilla ist Ishirô Honda mit Half Human nicht gelungen, trotzdem ist der Film für Kaiju Fans sehenswert und interessant.

Im Vergleich zu vielen anderen Kaiju Titeln ist der Film sehr selten und in keiner würdigen Fassung präsent (mehr dazu unter Fassungen). Der in s/w gedrehte Film hat Schwächen im lahmen Aufbau des Filmes. Als Zuschauer muss man die ersten 40-50 Minuten überstehen, in denen nur wenig passiert. Danach wird der Film aber deutlich besser und dies hält bis zum Ende an.

Danach punktet der Film mit toller Monster-Action (der Schneemensch erinnert am ehesten an Big Foot und die Story teilweise inhaltlich an King Kong), charmanten Effekten (die Affenmaske ist sehr gelungen und paar Puppen dürfen auch Bergwände und ähnliches runterfallen), soliden Darstellerleistungen und einer stimmigen Atmosphäre, welche durch die schönen Aufnahmen, einer tollen Cinematographie und die s/w Bildsprache zur Geltung kommt.

Es gibt hier aber keine Monsterkämpfe oder Zerstörungsorgien zu sehen, sondern das Muttertier bekämpft die Menschen, nachdem sein Kind bei der Jagd erschossen wurde (und auch eine Klippe runterfällt), während die ersten 40-50 Min. versuchen, Spannung zu generieren (durch typische Motive wie im Tierhorrorfilm, indem man das Monster zuerst lange nicht sieht).

Fazit: Kein Highlight aber für alle Kaiju Fans zu empfehlen!

Infos:

O: Jûjin yuki otoko

Japan 1955

R: Ishirô Honda

D: Akira Takarada, Akemi Negishi, Momoko Kouchi, Nobuo Nakamura, Sachio Sakai

Laufzeit der US-DVD: Ca. 94 Min.

Gesehen am: 18.06.18

Fassungen: Mir lag eine Custom DVD aus (?) Amerika vor. Es sind beide Fassungen, die Originalfassung aus Japan (94 Min.) in Japanisch mit englischen Subs vorhanden wie auch die später erstellte US-Fassung (65 Min., über eine Stunde der jap. Fassung soll fehlen, in Englisch, coloriert und mit John Carradine, japanische Szenen soll in Japanisch sein mit Voiceover Sprecher). Die US-Fassung gäbe es in Frankreich und USA auf VHS. Ob es die japanische Fassung auch offiziell gibt, ist mir nicht bekannt. Zumindest habe ich keine jap. VHS oder LD zum Film gefunden…Eine offizielle DVD / Blu-Ray inklusive dt. Fassung sind nicht vorhanden (Stand: Juni 2018). Weiteres Detail zur Originalfassung auf dieser DVD: soll auf einem jap. VHS basieren (mit Timecode, der aber hier sichtlich digital verfremdet wurde). Angeblich soll Toho selbst den Film verboten haben, da die Eingeborenen im Film schlecht wegkommen…

Naked Weapon Review



Naked Weapon

Story:

Auf einer Insel werden entführte Mädchen zu Killerinnen ausgebildet. Viele Jahre später: Ein Polizist (Daniel Wu) versucht die Killerinnen (u.a. Maggie Q und Anya) aufzuhalten und einer Mutter (Cheng Pei-Pei) zu helfen, ihre Tochter zurückzubekommen. Doch derweil machen sich auch andere Gangster (Andrew Lin Hoi) auf die Suche nach den «China Dolls», so wie die Killerinnen von der CIA genannt werden…

Meine Meinung:

Nach dem Hit Naked Killer versucht Produzent und Script-Writer Wong Jing erneut mit dem Nikita Thema und Action und Erotik zugleich, einen Hit zu landen. Diesmal nicht mit Clarence Ford (Chep Killers) als Regisseur, sondern mit Tony Ching Siu-Tung, der auch für die Action zuständig war. Immerhin ein erfahrener Bursche, wenn es um schwindelerregende, großartig choreographierte Action geht, siehe seine Arbeiten für Klassiker wie Duel to the Death, A Chinese Ghost Story, Swordsman, The Raid, Wonder Seven, Butterfly Sword, The Heroic Trio oder Dragon Inn.

Umso enttäuschender fällt das Ergebnis in Naked Weapon aus. Und ein zweiter Naked Killer ist es leider auch nicht geworden. Der komplett in Englisch gedrehte Film ist zwar nicht langweilig, aber das Gezeigte ist nicht wirklich gut. Das Nikita Thema mag ich allgemein nicht (vor allem Nikita als Film mag ich nicht), da stellt nur Black Cat 2 eine Ausnahme dar, daher hätte zumindest die Action gut sein müssen, um mich überzeugen zu können.

Doch leider enttäuscht die Action auf ganzer Linie. Billig, zu modern, zum Teil unübersichtliche Kameraführung, lächerliche Matrix Spielereien. Dazu kommen weitere Parts, welche dafür sorgten, dass mir der Film nicht wirklich zusagte:

Nikita Setting (wie bereits erwähnt) und viel schlimmer: unsympathische Figuren mit null Charisma. Durchs Band. Fängt bei den Mädels an (Maggie Q und Anya), gilt auch für die Helden (Daniel Wu) und wird sogar noch mieser, wenn es um den Bösewicht geht: Andrew Lin Hoi grottenschlecht, zum Teil peinlich und unfreiwillig komisch (gerade einige Sequenzen im Finale beim Kampf waren einfach nur zum Kopfschütteln und warum muss er mit offenem Hemd kämpfen?). Vor allem diese Gründe plus die absolut enttäuschende Action sorgen dafür, dass der Film, obwohl nicht langweilig, für meinen Geschmack nicht gut genug ist bzw. er mir nicht gefallen hat = DVD fliegt aus der Sammlung! Zum Glück war die Scheibe billig…PS: nur Cheng Pei-Pei (ehemaliger Shaw Brothers Star) war okay und erträglich in ihrer Nebenrolle!

PS: Das Spiel wiederholte sich 2012 mit Naked Solider ein drittes Mal (wieder Wong Jing, diesmal jedoch für die Action zuständig: Corey Yuen Kwai und Yuen Tak)

Infos:

O: Chek Law Dak Gung

HK 2002

R: Ching Siu-Tung

D: Maggie Q, Anya, Daniel Wu, Cheng Pei-Pei, Andrew Lin Hoi

Laufzeit der koreanischen DVD: Ca. 91 Min.

Gesehen am: 09.06.18

Fassungen: Mir lag die DVD aus Südkorea vor (für ca. fünf Fr. auf ebay gekauft, also fast geschenkt) = sehr gute Bild- und Tonqualität, O-Ton (Englisch) und englische Subs vorhanden. Uncut. In Deutschland auf DVD oder Blu-Ray auch Uncut und im O-Ton mit dt. Subs zu bekommen (MC One und Nameless Media). Film wurde komplett in Englisch gedreht.

The Golden Sword Review



The Golden Sword

Story:

Bai Yu-Lung (Kao Yuen) versucht seinen Vater zu finden, der vor vielen Jahren (inklusive dessen goldenes Schwert) verschwunden ist. Auf seiner Reise trifft er die Bettlerin Ngai Jin-Feng (Cheng Pei-Pei). Beide verlieben sich und heiraten. Später wird der unbekannte Ort Dragon Palace (nur durch Frauen beherrscht) ins Spiel gebracht. Dieser soll mit dem Verschwinden von Bais Vater und auch dessen Vergangenheit eine wichtige Rolle spielen…

Meine Meinung:

The Golden Sword, ein Wuxia vom Jackie Chan Förderer Lo Wei für die Shaw Brothers, hat mir gut gefallen. Gerade dass inhaltlich Mal Wert auf Story gelegt wird, fand ich gut. In externen Reviews lese ich mehrfach die Story als Kritikpunkt heraus – doch mir persönlich hat die Story gut gefallen. Natürlich – man nimmt sich Zeit, Kao Yuen und Cheng Pei-Peis Figur zusammen zu führen – aber das sorgt a) für Abwechslung im Setting (auch wunderschöne verschneite Bilder) und b) gibt es mehr Action- bzw. Kampfszenen zu sehen (Cheng Pei-Peis erster Kampfauftritt ist zudem nicht nur sehenswert, sondern auch sehr blutig geraten).

Nebst Story, Bildern/Settings haben vor allem die Actionszenen Spass gemacht, die, wie gesagt, nicht harmlos geworden sind. Von den Figuren her fand ich Mal wieder die weibliche Hauptperson (Cheng Pei-Pei) sehr gut und dem männlichen Part (Kao Yuen) deutlich überlegen. Was die Ende der 60er Jahre Shaw Brothers Filme angehen, kann ich mit vielen der männlichen Helden/Darstellern nichts anfangen, da meist zu lieb, zu naiv und zu wenig Charisma bietend inklusive mir zu unbekannt. Um zu gefallen, müssen es schon starke Persönlichkeiten sein (Ku Feng, Jimmy Wang Yu, Lo Lieh, David Chiang, Ti Lung, Gordon Liu, Chen Kuan-Tai, Wong Chung…). Doch Ende der 60er Jahre waren diese noch rar gesät (Jimmy Wang Yu, Ku Feng, Lo Lieh, der Rest folgte erst später). Aber Cheng Pei-Pei (The Jade Raksha, Raw Courage, That Fiery Girl) holt die Kohlen aus dem Feuer und kompensiert den schwachen, männlichen Helden gut.

Fazit: Kann man sich als Shaw Brothers Fan der alten Ende 60er Jahre Filme gut ansehen!

Infos:

O: Long Men Jin Jian

HK 1969

R: Lo Wei

D: Cheng Pei-Pei, Kao Yuen, Wang Lai, Kao Pao-Shu, Lo Wei, Huang Chung-Hsin

Laufzeit der TW DVD: Ca. 101 Min.

Gesehen am: 09.06.18

Fassungen: Es gibt keine dt. Fassung (Stand: Juni 2018). Mir lag die DVD aus Taiwan vom Label Deltamac vor (wahrscheinlich noch vom Taiwan Urlaub, lag lange ungesehen rum) = Uncut, O-Ton, englische Subs, sehr gute Bild- und Tonqualität.

Zwei Supertypen räumen auf Review



Zwei Supertypen räumen auf

Story:

Als der Gangster, der nur der «Skrupellose» (Jack Palance) genannt wird, in einem Casino 3 Millionen Lire entwendet, zieht dies einen Privatkrieg zwischen dem Skrupellosen, Rick (Al Cliver) und Tony (Harry Baer) nach sich. Das Duo Rick und Tony werden von Vinchenzo Napoli (Vittorio Caprioli) im Kampf gegen den Skrupellosen unterstützt…

Meine Meinung:

Zwei Supertypen räumen auf, von Regisseur Fernando Di Leo (Killer Vs. Killers, Auge um Auge), soll im Original eine ernste Angelegenheit sein – nicht so in der deutschen Fassung. Wie der deutsche Titel schon vermuten lässt, wurde aus dem ernsten Film eine lockere, spassige und amüsante Angelegenheit. Ob man das nun gut oder schlecht findet, liegt im persönlichen Detail des Zuschauers. Ich selbst fand die deutsche Synchronisation absolut grossartig und hatte an den spassigen, amüsanten Zitaten und One-Liners nichts auszusetzen – im Gegenteil – ich fühlte mich bestens unterhalten.

Der Film hat einfach von Beginn an Spass gemacht und gut unterhalten. Die Story ist dabei nichts Spezielles. Es gibt sogar noch typische Rachemotive, welche am Anfang des Filmes (sehr stylisch eingefangen) erklärt werden (Eltern werden von Jack Palance getötet). Eigentlich geht es nur um das Helden-Trio (Rick, Tony und Vinchenzo) gegen den Bösewicht (Jack Palance) – mehr braucht man nicht zu wissen.

Der Film bietet einige tolle Action-Szenen, wobei die Highlights klar die Figurenzeichnung und Dialoge sind. Die Actionszenen sind zwar gut, aber keine Highlights, gerade was die (unblutigen) Shoot-Outs angehen, hatten das andere Regisseure in dem Genre besser im Griff (Lenzi, Castellari…). Dafür hat man einen fantastischen Bösewicht (Jack Palance, bekannt aus Lasst uns töten, Companeros, Marquis de Sade: Justine) und von den Helden sticht der mir unbekannte Vittorio Caprioli heraus – der durch ein tolles Overacting überzeugt. Es ist vor allem amüsant anzusehen, wie sich der Gangster und das Heldentrio gegenseitig versucht, das Leben schwer zu machen. Das – im Zusammenhang mit der grossartigen deutschen Synchronisation, ist es alleine wert, den Film anzusehen.

Fazit: Für Fans des Genres zu empfehlen!

Infos:

O: I Padroni della città

Deutschland, Italien 1976

R: Fernando Di Leo

D: Jack Palance, Al Cliver, Harry Baer, Gisela Hahn, Enzo Pulcrano, Vittorio Caprioli

Laufzeit der dt. DVD: 91:47 Min.

Gesehen am: 09.06.18

Fassungen: Mir lag die dt. DVD von Eyecatcher Movies vor = Uncut, gute Bild- und Tonqualität. Ehemals zensierte Stellen sind in Ital. Deutsche Subs können zugeschaltet werden. Ital. Ton ist auch komplett auf der Scheibe (dt. Subs dazu auch). Jedoch empfehle ich die deutsche Synchronisation, die grossartig geworden ist.

The Devil Incarnate Review



The Devil Incarnate

Story:

16. Jahrhundert Spanien:

Der Teufel in Menschengestalt (Paul Naschy) wandert umher und vergiftet seine Umwelt, sät Hass, Gewalt, verdirbt und treibt seine bösen Spielchen mit den Menschen…

Meine Meinung:

The Devil Incarnate, der als einer von Paul Naschys besten Filmen gilt (von ihm und er spielt auch die Hauptrolle), war ein seltener Film – bis dieser nun Dank dem US-Label Mondo Macabro seine Blu-Ray Premiere feierte!

Ich fand den Film gut und amüsant – aber würde den Film trotzdem nicht als Highlight ansehen. Dafür war der Film zu billig (rein vom Budget her), es gab so gut wie keine Effekte und der Film war weitaus harmloser, als erwartet (zudem auch noch zu lustig). Zudem ist der Inhalt und Abluaf immer das gleiche, so dass der Film episodenhaft wirkt.

Es kann auch sein, dass ich mir einfach etwas mehr versprochen hatte und ich mich von reisserischen Werbemassnahmen und der Seltenheit des Filmes habe anstecken lassen. Paul Naschy macht seine Sache sehr gut. Auch der restliche Cast ist gut – die Darsteller sind mir aber unbekannt, die Frauen oft hübsch und ziehen blank.

Paul Naschy als Teufel und seine Taten und Sprüche haben mich a) an De Sade und dessen Weltanschauung und b) z.T. an den Coffin Joe (nur dass er hier keine Frau fürs Leben sucht, wobei Naschy trotzdem eine Frau schwängert) erinnert. Das sind wirklich passende vergleiche und diese Gedanken und Vergleiche kamen beim Schauen mehrfach auf. Wer nun mehr Interesse hegt (jedoch nochmal gesagt: der Film ist in Sachen Gewalt extrem harmlos, nicht graphisch), kann sich den Film, eigentliche eine bitterböse Satire und Komödie, gut ansehen ohne allzu gross enttäuscht zu werden!

Und Fans von Paul Naschy (Reviews zu all seinen anderen Filmen: HIER KLICKEN!) greifen so oder so blind zu!

Infos:

O: El Caminante

Spanien 1979

R: Paul Naschy

D: Paul Naschy, Sara Lezana, Blanca Estrada, Silvia Aguilar, David Rocha

Laufzeit der US-Blu Ray: Ca. 92 Min.

Gesehen am: 09.06.18

Fassungen: Es gibt keine dt. Scheibe (Stand: Juni 2018). Mir lag die US-Blu Ray von Mondo Macabro vor = Uncut, sehr gute Bild- und Tonqualität, spanischer O-Ton, englische Subs, Region All Scheibe plus exklusive Extras.

Freitag, 24. August 2018

Update

Neue Reviews und neuer Neukauf

 

 

- Neuer Neukauf


- The Tenants Downstairs

- 14 Blades (komplett überarbeitet)

- Port of Call

- Taxi Taxi

- The Wind-of-Youth Group Crosses the Mountain Pass

Neukauf











The Monk
HK Old School Eastern von 1975 von und mit Dean Shek. Shaolin Tempel Kung Fu Geschichte. Lau Kar-Wing fungierte als Action Director und spielt mit. Zudem mit: Gordon Liu, Fung Hak-On und Eddy Ko. Laut Inhaltsangabe kaum Story. Wurde mir vom Südkorea Dealer als VHS aus Südkorea angeboten = gekauft. In Mandarin mit koreanischen Subs. Alternativen sind mir nicht bekannt.

Revenge
Der Film, glaube der lief auf diversen Festivals, stand auf der Wunschliste. Grund kann ich nicht mehr evaluieren. Dt. DVD von Koch Media. War lange Zeit vorbestellt gewesen.

The Wind-of-Youth Group Crosses the Mountain Pass Review



The Wind-of-Youth Group Crosses the Mountain Pass

Story:

Student Shintaro (Wada Kōji) zieht es von der Grossstadt aufs Land. Er will reisen und die Welt sehen. Er trifft auf eine Theatergruppe und schliesst sich dieser an. Er findet vor allem gefallen an Misako und Megumi, den Töchtern des Chefs. Doch es machen sich nach und nach Probleme breit (Yakuza, Geschäftsmann wirbt der Truppe die erfolgreiche Stripperin ab, tragischer Unfalltod beim Üben einer neuen Nummer etc.)…

Meine Meinung:

Wie schon The Boy Who Came Back ist dieser Film nur für die ultimativen Fans von Regisseur Seijun Suzuki zu empfehlen, der später mit grossen Klassikern im Genre auf sich aufmerksam machte (z.B. Branded to Kill, Tokyo Drifter oder Youth of the Beast). Allen anderen rate ich von dem Film ab, wer sich mit der Personalia Seijun Suzuki erstmal vertraut machen will, dem rate ich nebst oben genannten Filmen in der Klammer noch die Filme Fighting Elegy, Kagerô-za, Zigeunerweisen und Detective Bureau 2-3: Go to Hell Bastards!

The Wind-of-Youth Group Crosses the Mountain Pass ist alles in allem nicht ein schlechter Film und man kann sich den Streifen gut ansehen. Aber er ist halt relativ alt, Seijun Suzuki noch nicht auf dem Höhepunkt seines Schaffens und auch das Setting / Genre treffen weniger meinen persönlichen Geschmack.

Was man hier schon gut erkennt ist der zeitweise Genre-Mix und Einsatz von bunten Farben und schriller Musik und Gesang – etwas, das sich durch viele spätere Seijun Suzuki Filme ziehen sollte. Genres die vorkommen: Tanz, Gesang, Komödie, Yakuza/Action- und Drama. Ganze Palette also. Die Darsteller sind allesamt gut und übezeugend, da will ich nicht nur Lead Wada Kōji hervorheben. Durch die Tatsache, dass der Film vor allem ausserhalb der Grossstadt auf dem Land spielt, kam dem Film optisch gut zu stehen, auch wenn man bedenkt, dass Seijun Suzuki nun in Farbe drehen konnte/durfte.

Fazit: Kein schlechter Film, aber denke nicht, dass ich mir diesen Film jemals wieder ansehen werde. Nur für ultimative Seijun Suzuki Fans interessant.

Infos:

O: Tôge o wataru wakai kaze

Japan 1961

R: Seijun Suzuki

D: Wada Kōji, Shimizu Mayumi, Morikawa Shin, Hatsui Kotoe, Hoshi Naomi

Laufzeit der UK Blu Ray: Ca. 85 Min.

Gesehen am: 09.06.18

Fassungen: Siehe The Boy Who Came Back.

Taxi Taxi Review



Taxi Taxi

Story:

Taxifahrer Daniel Morales (Samy Naceri) und sein Freund und Polizist Émilien Coutant-Kerbalec (Frédéric Diefenthal) geraten in ein neues Abenteuer: ein japanischer Diplomat, der Frankreich und die Stadt besucht, wird von der Yakuza entführt. Daniel und Co. machen es sich zur Aufgabe, ihn zu befreien und der Yakuza das Handwerk zu legen…

Meine Meinung:

Taxi fand ich okay – aber ich dachte schon, dass ich die Box mit allen vier Teilen aus der Sammlung stellen werde da nur die Teile 1-2 wirklich gut sein sollen, die Teile drei und vier sehe ich als Bonus an. Und als sich Teil eins nur als okay herausstellte dachte ich schon: das wars gewesen mit der Reihe!

Glücklicherweise hat mir der zweite Teil in allen Belangen deutlich besser gefallen als Teil eins, so dass die Box nun definitiv in der Sammlung bleiben wird - auch falls die weiteren Fortsetzungen nicht gut sein sollten. Der Film ist einfach unterhaltsamer, hat weniger Längen, hat deutlich mehr, bessere und abwechslungsreichere Action, war deutlich aufwändiger (Stunts und Budget) und der Humor war ebenso deutlich besser.

Nebst den beiden Hauptfiguren (Daniel und Émilien) kehren auch andere Personen aus Teil eins zurück: die blonde Polizistin, der Polizeichef oder Daniels Freundin. Statt Deutsche wird nun das Klischee der Japaner als Bösewichte bedient. Macht definitiv viel Spass!

Die Story fackelt nicht lange (Figuren müssen nicht mehr eingeführt werden) und der Film ist quasi eine langgezogene Reise voller Stunts, Action, Humor und lustigen Sprüchen! Macht viel Spass!

Fazit: Wer von Teil eins enttäuscht war, sollte die Reihe noch nicht an den Nagel hängen – Teil zwei zu sichten, lohnt sich. 

Gefolgt von: Taxi 3

Infos:

O: Taxi 2

Frankreich 2000

R: Gérard Krawczyk

D: Samy Naceri, Frédéric Diefenthal, Marion Cotillard, Emma Wiklund, Bernard Farcy

Laufzeit der dt. DVD: 84:18 Min.

Gesehen am: 09.06.18

Fassungen: Siehe Teil eins Taxi.

Port of Call Review



Port of Call

Story:

Die 16jährige Wang Jiamei (Jessie Li) wird ermordet und zerstückelt aufgefunden. Polizist Chong (Aaron Kwok) ermittelt – bis sich der Täter, Triaden Mitglied Ting Chi-chung (Michael Ning), von alleine stellt. Doch trotz Täter und Geständnis sind die Arbeiten bezüglich Tathergang und Motive noch lange nicht geklärt…

Meine Meinung (gesehen als Director's Cut):

Port of Call, ein neuzeitiger True Crime Streifen von 2015, basiert auf einem Fall, der sich 2008 in Hong Kong zugetragen haben soll. Wenn der HK Filmfan an True Crime Streifen denkt, dann denkt man zuerst sofort an Filme wie Dr. Lamb, The Untold Story, Suburb Murder oder Bloody Beast. Aber die 90er Jahre sind vorbei und Port of Call erinnert nur teilweise an die «guten alten Zeiten».

Im Vergleich ist der Film moderner, harmloser (wobei die Stimmung sehr düster und intensiv ist inklusive doch auch einiger derber Szenen) aber auch ernster und realistischer als seine Anfang 90er Jahre CAT. III Kollegen. Auf alle Fälle hat der Film, eine reine Hong Kong Produktion (unabhängige HK Filme gibt es auch heute noch* – sie sind aber eher rar, wenig bekannt und oft mit wenig Budget auskommend und oft mit unbekannten Gesichtern besetzt, da aus HK wenig neue Stars nachkommen) ist, an den Filmfestspielen abgeräumt und, zu Recht, diverse Preise gewonnen und nebst Kinofassung gibt es zurzeit auch die Wunschfassung vom Regisseur zu kaufen / sehen.

* Anthony Wong (The Sleep Curse), Herman Yau (Shock Wave), Wong Jing (From Vegas to Macau) oder auch Johnnie To (Trivisa, in China nicht gezeigt, in HK diverse Preise gewonnen) bleiben dem Hong Kong Kino (zum Teil) treu

Port of call, nach heutigen Massstäben zu bezeichnen ein Drama, hat mir sehr gut gefallen. Diesen Kauf eines neuen HK Filmes habe ich nicht bereut (wie Filme wie Paradox und Co.). Der Film ist in der Director’s Cut Version länger (wohl mehr Handlung und Tiefe zu den Figuren). Doch ich habe keine Minute des Filmes bereut.

Der Film besticht durch eine spannende, fesselnde und dramatische Story. Der Inhalt wirkt realistisch und die Story wird in Rückblenden erzählt. Es geht nicht um die Tätersuche, sondern um das warum und wie. Um die Hintergründe und die Figuren. Und wie alle Beteiligten dadurch gezeichnet und verändert werden. Der Film, der phasenweise in vielerlei Hinsicht ans alte HK Kino erinnert (Yes Madam Sätze, Folter beim Verhör…), verzichtet grösstenteils auf Humor und ist sehr gut gespielt. Man nahm, bis vielleicht Aaron Kwok (Close Escape), unbekannte Jungdarsteller aus Hong Kong, was dem Realismus guttut. Die Darsteller haben allesamt einen fantastischen Job gemacht.

Auch optisch gefällt der Film. Der Soundtrack war klasse. Der Film ist düster, nihilistisch, traurig und hoffnungslos. Das hat mir sehr gefallen. Die Stimmung baut sich quälerisch langsam auf. Die Tristen Bilder und Bauten Hong Kongs passen da auch politisch sinnbildlich perfekt zum Gezeigten und den Gefühlen und Emotionen der Figuren, die durch den Fall und Ermordung der 16jährige zu leiden haben.

Fazit: Starkes Drama! Wer gerne Filme hat, die sich intensiv aber langsam aufbauen und entwickeln, machen mit Port of Call nichts falsch. Zudem schön zu sehen, dass auch heute noch sehenswerte Filme aus Hong Kong kommen, trotz der minderwertigen Viel-Konkurrenz aus China!

Infos:

O: Ta Xue Xun Mei

HK 2015

R: Philip Yung

D: Aaron Kwok, Jessie Li, Patrick Tam Yiu-Man, Elaine Jin, Michael Ning, Maggie Shiu

Laufzeit der HK DVD (Director’s Cut): Ca. 121 Min.

Gesehen am: 08.06.18

Fassungen: Es gibt keine dt. Fassung (Stand: Juni 2018). Mir lag die DVD aus Hong Kong (in der längeren Director’s Cut Ausgabe, k.A. was in der Kinofassung fehlt) von Mei Ah vor (CAT. III Freigabe und Schuber) = Uncut, erstklassige Bild- und vor allem Tonqualität, O-Ton und englische Subs vorhanden.

14 Blades Review



14 Blades

Story:

China am Ende der Ming-Dynastie:

Qinglong (Donnie Yen), Anführer einer Spezialeinheit, gerät zum Spielball von mächtigen Herrschern (Qi Yuwu, Sammo Hung) um den Kaiser zu stürzten und die alleinige Macht zu erlangen. Qinglong kann dem Hinterhalt verletzt entkommen – er wird von Qiao Yung (Wu Ma) und dessen Tochter gerettet, welche sich in Qinglong verliebt. Auf ihrer Weiterreise werden sie jedoch von Tou Tou (Kate Tsui) verfolgt, die den Auftrag erhalten hat, Qinglong zu töten…

Meine Meinung:

14 Blades hat jetzt auch schon acht Jahre auf dem Buckel - wie die Zeit vergeht. Den Film finde ich heute auch weniger sehenswert als noch vor acht Jahren bei meiner Erstsichtung. Aber zum Glück ergeht es 14 Blades nicht wie Satan Returns, Ballistic Kiss oder The Lost Bladesman = die flogen alle aus der Sammlung nach den letzten Sichtungen dieses Jahr. 14 Blades bleibt davon verschont.

Aber auch nicht alles mochte ich in 14 Blades. Die klassische Story fesselt wenig und ist kaum interessant. Eine echte Spannung ist nicht auszumachen und auf gewisse Klischees wird nicht verzichtet (Wu Mas Tochter verliebt sich in Donnie Yens Figur). Noch grösser wiegen zwei weitere Aspekte:

mit einer Laufzeit von 112 Minuten fand ich den Film klar zu lang. Es passiert zum Teil auch zu wenig und es gibt längere Passagen, in denen auf Actionszenen verzichtet wird. Soll heissen: es machen sich bei der Laufzeit und der Story auch Längen breit. Dazu kommt, dass mir zwei Figuren nicht gut gefallen haben und ich diese nicht charismatisch fand: Kate Tsui als Killerin, die Donnie Yen nachjagt und zum anderen Wu Chu als Wüstendieb. Vor allem das Aussehen hat mich einfach gestört und nicht angesprochen, keine Ahnung warum…

Schön fand ich hingegen die Kurz- und Nebenrollen von Fung Hak-On (Edge of Darkness), Wu Ma (2014 verstorben, u.a. bekannt aus A Taste of Cold Steel) und Chen Kuan-Tai (Butcher). Vor allem der Auftritt von Shaw Brothers Legende Chen Kuan-Tai (Sarg Kämpfer) fand ich grandios und schön! Damit hat man einer Legende Respekt gezollt. Chen Kuan-Tai liefert sich einen Kampf gegen Donnie Yen. Donnie Yen hat mir in seiner Rolle auch gut gefallen.

Weiterhin positiv waren die optischen Seiten des modernen Wuxia: schöne Kameraführung, Zeitlupeneinsatz in den Actionszenen, fantasievolle Waffen, schöne Bilder und vor allem ein toller Score (erinnert hier und da gar an einen Western), der mir positiv aufgefallen ist. Die Actionszenen sind auch gut und sehenswert geworden, wenn mir persönlich die Kampfszenen der älteren HK-Filme (80er/90er) dann doch noch Mal ein Ticken mehr zusagen. Immerhin waren die positiven Aspekte überwiegend, so dass der Film von Daniel Lee (Black Mask, What Price Survival) in der Sammlung verweilen darf!

Fazit: Einer der besseren neuen Donnie Yen Streifen!

Infos:

O: Jin Yi Wei

China, HK 2010

R: Daniel Lee

D: Donnie Yen, Kate Tsui, Vicki Zhao, Qi Yuwu, Sammo Hung, Wu Chu, Chen Kuan-Tai, Wu Ma

Laufzeit der HK DVD: 112:51 Min.

Gesehen am Juni 2010 / 2. Sichtung am: 06.06.18

Fassungen: Mir liegt die HK DVD von Universe vor = Sehr gute Bild- und Tonqualität, Uncut, englische Subs vorhanden, Schuber vorhanden. In Deutschland von Koch Media erschienen (Deutsch/Mandarin mit dt. Subs).