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Sonntag, 6. September 2026

Iron Bodyguard

Iron Bodyguard

Story:

Hundert-Tage-Reform (1889) am Ende der Qing-Dynastie:

Der Gelehrte Tan Si-Tong (Yueh Hua) will zusammen mit anderen Verbündeten (u.a. Dean Shek) Reformen vorantreiben und das Land verändern. Durch Zufall trifft er an den Kämpfer und Leibwächter Wang Wu (Chen Kuan-Tai). Es entsteht eine Freundschaft. Wang Wu und seine Männer (u.a. Danny Lee) helfen Tan und schützen ihn vor Attentätern. Tan wird auch von seiner Schwester (Lily Li) unterstützt. Zuerst sieht alles gut aus, doch dann macht die Regierung und dessen Angestellte (u.a. Chiang Tao) offiziell Jagd auf Tan und seine Anhänger…

Meine Meinung:

Iron Bodyguard hat mir besser gefallen als bei meiner Erstsichtung im Jahr 2011. Der Film von Chang Cheh (Police Force, Die 13 Söhne des gelben Drachen, Boxer Rebellion) und Pao Hsueh-Li (The Greatest Eight Kinds of Kung Fu, The Beauty Escort, Man of Iron) ist ein nahezu perfektes Vehikel für Star Chen Kuan-Tai (Die siegreichen Schwerter des goldenen Drachen, Shadow Cop). Ein Jahr zuvor erlebte Chen Kuan-Tai mit Der Pirat von Shantung seinen Durchbruch. Danach stieg er zum Star auf und lieferte Kracher um Kracher. So überrascht es nicht, dass er hier für die Hauptrolle auserwählt wurde.

Iron Bodyguard basiert auf wahren geschichtlichen Gegebenheiten. Natürlich wurde seitens der Shaw Brothers viel dazu gedichtet, um Kung Fu Kämpfe zeigen zu können. Die Freundschaft mit der von Chen Kuan-Tai gespielter Figur gab es in Wahrheit nicht, ebenso wenig Kämpfe oder Attentatsversuche. Der echte Tan Si-Tong und vier andere politische Männer sollen in Peking öffentlich geköpft worden sein, was später zur Revolution (1911) geführt haben soll. Eine historische Grösse wie Tan Si-Tong in einen Shaw Brothers Plot zu verflechten, war aus rein kommerzieller Sicht gewinnbringend.

Chen Kuan-Tai spielt den loyalen Kämper an dessen Seite. Und er macht das sehr gut. Einmal mehr überzeugt er in den Kampfszenen sowie durch sein Charisma. An seiner Seite ist ein junger Danny Lee (Love to Kill, Law with Two Phases, The Gambling Syndicate) zu sehen, der ebenfalls zum Helden wird. Danny Lee sollte später in den Filmen von John Woo zum gefeierten HK-Star werden. Die historische Figur Tan Si-Tong wird von Yueh Hua (On the Wrong Track) verkörpert. Er macht das sehr gut. Seine Filmschwester wird von Lily Li (The Pier) dargestellt. Bei den Bösewichten gefällt vor allem Chiang Tao (Schweig oder stirb), während Namen wie Dean Shek (Blood Reincarnation), Ricky Hui (Mr. Vampire) sowie Fung Hak-On (The Sniping) nur sehr kleine Rollen bekommen haben. Die Mehrheit der Kampfszenen ist im Finale und vor dem Finale zu sehen.

Fazit: Shaw Brothers und Chen Kuan-Tai Fans zu empfehlen!

Infos:

O: Da Dao Wang Wu

HK 1973

R: Chang Cheh, Pao Hsueh-Li

D: Chen Kuan-Tai, Yueh Hua, Lily Li, Danny Lee, Chiang Tao, Fung Hak-On, Ricky Hui, Dean Sheak

Laufzeit der UK-Blu: 98:33 Min.

Gesehen am: Jan. 2011 / Neusichtung am: Sept. 2026

Fassungen: Gesehen via UK-Blu-Ray von EUREKA! (Furious Swords and Fantastic Warriors) = O-Ton, englische Subs, Uncut, sehr gute Bild- und Tonqualität. Es gibt keine deutsche Fassung (Stand: Sept. 2026).

Samstag, 29. August 2026

Return of the 18 Bronzemen

 

Return of the 18 Bronzemen

Story:

Yong Zhen (Carter Wong) mogelt sich als neuer Kaiser auf den Thron. Als er erfährt, wie gut die Shaolin Mönche kämpfen können, will er dessen Wissen absorbieren. Doch er wird abgelehnt. Danach nimmt er eine neue Identität an, um sich als neuer Schüler ins Shaolin Kloster schleichen zu können. Dort beginnt er, zu trainieren…

Meine Meinung:

Return of the 18 Bronzemen ist die Fortsetzung von 18 Bronzemen. Abgesehen vom teilweise gleichen Cast und Crew und Setting hat der Film inhaltlich aber nicht wirklich etwas mit dem Vorgänger zu tun. Im ersten Film spielte Carter Wong (The Legendary Strike, Killer of Snake, Fox of Shaolin, The Mysterious Heroes) einen Rächer, hier spielt er den Bösewicht und Hauptcharakter und, und das ist etwas vom wichtigsten, endet der Film total offen und nicht zu Ende erzählt. Es folgte, zumindest nicht offiziell, kein dritter Teil. The Blazing Temple soll jedoch eine Art nicht offizielle Fortsetzung sein, die den weiteren Plot aufzeigt (Kaiser, der die Shaolin Tempel zerstören lässt).

Für alle Filme zeichnete sich Joseph Kuo (Sorrowful to a Ghost, Mission Impossible, The Unbeaten 28) zuständig, der viele Filme dieser Art drehte. Zwar ist der Plot in Return of the 18 Bronzemen sehr dünn, aber das lag eben auch daran, dass der Plot in einem dritten Teil weitergesponnen werden sollte. Carter Wong ist im Film nicht sympathisch. Er spielt den Hauptbösewicht, doch mit der Zeit denkt der Zuschauer gar nicht mehr daran, wenn sich Carter Wong als Mönch tarnt um die Geheimnisse der diversen Shaolin Kammern zu erforschen. Diese Szenen nehmen die Mehrheit des Filmes ein. Stars wie Tien Peng (Pai Yu Ching) oder Polly Shang-Kuan Ling-Feng (Little Hero) haben nur kurze Auftritte.

Carter Wong lässt zwar Charisma vermissen, aber ich sehe ihn definitiv lieber als Bösewicht statt als Helden. Und in den ellenlangen und unzähligen Kampf- und Trainingsszenen vermag er absolut zu überzeugen. Und davon gibt es in Return of the 18 Bronzemen jede Menge zu sehen, so dass der Film problemlos zu überzeugen vermag. Ja, dass offene Ende störte mich, was aber auch daran lag, dass ich das nicht mehr wusste und so nicht erwartet habe. Mit angepassten Erwartungen wäre das Gefühl im Finale ein anderes gewesen. Immerhin motiviert das offene Ende, mir demnächst The Blazing Temple anzusehen.

Fazit: Eastern Fans zu empfehlen!

Infos:

O: Yong Zheng Da Po Shi Ba Tong Ren

Taiwan 1976

R: Joseph Kuo

D: Carter Wong, Polly Shang-Kuan Ling-Feng, Tien Peng, Chiang Yu, Yueh Feng, Sun Peng-Wan, Wu Ho

Laufzeit der UK-Blu: 92:06 Min.

Gesehen am: Jan. 2008 / Neusichtung am: Aug. 2026

Fassungen: Gesehen via UK-Blu-Ray von Eureka (Cinematic Vengeance!) = Uncut, O-Ton, englische Subs und hervorragende Bild- und Tonqualität. Koch Media haben den Film nebst der zensierten deutschen Kinofassung als Die Rückkehr der 18 Bronze-Kämpfer auch als Uncut-Fassung in Mandarin mit deutschen Subs als Bonus auf die Disc geklatscht (DVD).

Montag, 3. August 2026

The Weird Man

Shawgust 2026

The Weird Man

Story:

China während der Han-Dynastie:

Am Ende der Han-Dynastie ist das Land in drei Königreiche geteilt. Es herrscht Krieg. Magistrate Xu Gong (Wong Lik) sorgt im Auftrag von Herrscher Cao (Jason Pai Piao) für Intrigen. Er sorgt dafür, dass Caos Gegner General Sun Ce (Chiu Gwok) einen Taoisten Priester (Ricky Cheng) exekutiert. Dessen Geist kehrt jedoch zurück, um zwischen den diversen Kriegsparteien für Unruhe und Verwirrung zu stiften und um seinen Tod zu rächen…

Meine Meinung:

The Weird Man von Chang Cheh (Five Element Ninjas, Kuan - Der unerbittliche Rächer, Dancing King) macht den Auftakt in den Shawgust 2026. Leider hatte ich den Film besser in Erinnerung und der Film hat sie Zweitsichtung nicht bestanden. The Weird Man, Chang Chehs letzte Shaw Brothers Arbeit, bevor er danach Filme wie The Shanghai Thirteen oder Death Ring drehen sollte, ist ein nur mittelmässiger Film. Selbstverständlich können Shaw Brothers und Chang Cheh Fans dennoch einen Blick riskieren, aber ich hatte an dem Film selten wirklich Freude. Und die ganz grossen Namen sucht der Fan in dem Film vergebens.

Der Plot ist zunächst etwas wirr. Das liegt am Setting, da der Film lose auf «Die Geschichte der Drei Reiche» Story basiert. Und diese ist komplex. Die ersten 30 Minuten sind sehr wirr und nicht gradlinig. Der Hauptplot startet erst nach ca. 30 Minuten. Trotz einer nicht wirklich langen Laufzeit von ca. 90 Minuten nahm ich während dem Schauen diverse Längen wahr. Zwar gibt es einiger innovative Kampfszenen zu sehen inklusive einiger schräger fantasievoller Momente, dennoch erreichen die Kampfszenen und deren Choreographie nie Venom-Niveau. Alles sehr solide, aber nichts Besonderes (und für Chang Cheh Massstäbde unblutig). Und der Plot fesselt leider zu keiner Sekunde. Mehr Fantasy-Anteile wären wünschenswert gewesen.

Nebst uninteressantem Plot und Längen empfand ich es als schade, dass Jason Pai Piao (The Legend of All Men Are Brothers, Butcher Wing, Shaolin Intruders) als Herrscher Cao nur am Anfang vorkommt. Ihn hätte ich gerne als Bösewicht gesehen. Leider kommt seine Figur im Mittelteil und Ende nicht mehr vor. Viele der anderen Figuren empfand ich als wenig sympathisch und charismatisch. Am schlimmsten waren jedoch der Humor und besonders das Schauspiel von Ricky Cheng (Rendezvous of Japanese Kanto, Chivalry Deadly Feud, The Nine Demons). Seine Grimassen, sein Dauergrinsen & seine vielen Auftritte in Frauenkleidern waren zu viel. Hier und da kam ein Fremdschämen auf. Chang Cheh wird oft unterstellt, dass seine Figuren oder Filme homosexuell scheinen. Aktuell ist The Weird Man für meinen Geschmack der schwulste Film von Chang Cheh.

Fazit: Mittelmässig, vor allem aufgrund nervenden Humors!

Infos:

O: San Tung Sui Yue Siu Ba Wong

HK 1983

R: Chang Cheh

D: Wong Lik, Jason Pai Piao, Chiu Gwok, Ricky Cheng, Ku Kuan-Chung, Lau Yuk-Pok, Wong Man-Yee, Kwan Fung

Laufzeit der UK-Blu-Ray: 91:04 Min.

Gesehen am: Aug. 2014 / Neusichtung am: Aug. 2026

Fassungen: Gesehen via UK-Blu-Ray von EUREKA! (Furious Swords and Fantastic Warriors) = nebst Booklet mit diversen anderen Chang Cheh Filmen in einer Box, Uncut, O-Ton mit englischen Subs, hervorragende Bild- und Tonqualität. Es gibt keine deutsche Fassung (Stand: Aug. 2026).

Mittwoch, 1. Juli 2026

The Manchu Boxer

 

The Manchu Boxer

Story:

Ein koreanischer Gangsterboss (Kim Ki-Joo) und seine Leute (Sammo Hung, Wilson Tong, Sin Jin-Hui) lassen vor einem Kampfturnier die Konkurrenz töten, damit er sich beim Turnier selbst zum Gewinner küren kann. Als Ku Yu-Changs (Lau Wing) Freund ebenfalls getötet wird (inklusive weitere Opfer, Vergewaltigungen und Suizide), bricht Ku Yu-Chang mit seinem Gelübde (nicht mehr zu kämpfen) und schwört Rache…

Meine Meinung (Extended Version):

The Manchu Boxer ist eine Co-Produktion zweiter Firmen (u.a. Golden Harvest). Einer aus Hong Kong und einer aus Südkorea. Das ist auch der Grund, warum vor Ort in Südkorea gedreht wurde und warum der Film zum Teil einen südkoreanischen Cast bietet. The Manchu Boxer bietet Inhalte, die der Fan aus anderen Filmen bereits kennt (Chinese Hercules, The Big Boss). Mir hat der Film gut gefallen. Ich sah den Film in einer Sammo Hung Collection und ich würde fast sagen, dass es der beste der drei Filme war.

Der Film von Wu Ma (spielt auch eine kleine Rolle, wird aber gleich am Anfang von Lau Wing getötet) und Kim Si-hyun (The Eighth Master, The Uninvited Guest of the Star Ferry) hat mir durch mehrere Faktoren gut gefallen. Zum einen die Drehorte. Das alte, verschneite und felsige Südkorea-Setting ist immer eine willkommene Abwechslung zu den Eastern, die in HK oder Taiwan gedreht wurden. Das gibt einfach schon eine ganz andere Stimmung. Zudem ist der Film ernst, hart, dramatisch, blutig (selbst in dieser noch leicht zensierten Version) und absolut humorlos. Auch das hat gefallen.

Der Plot ist Mittel zum Zweck. Von Lau Wing (Human Lanterns, Bastard Swordsman, The Enchantress) bin ich nie ein grosser Fan gewesen. Hier sollte er als neuer Held etabliert werden, was sich jedoch für Golden Harvest und Lau Wing nicht auszahlte. Ich muss jedoch sagen, dass er seine Sache hier gut macht. Auch an den Bösewichten hatte ich Freude. Der «Oberboss» wird von Koreaner Kim Ki-Joo (Hard Bastard, Fury in Shaolin Temple) verkörpert. Der macht das ok.

Noch mehr Freude hatte ich an Wilson Tong (Snake Deadly Act) sowie Sammo Hung (Shanghai Shanghai) als Kämpfer des Oberbosses. Die spielen japanische Charaktere. Die machen das gut. Sammo Hung war auch für die Action-Choreographie zuständig. Toll war noch das Mädel bei den Bösewichten: die mit Messern bewaffnete Sin Jin-Hui machte Lust auf mehr. Schade, dass sie scheinbar kaum in anderen Produktionen vor der Kamera stand. Welch Verschwendung.

 Fazit: Kung Fu Fans zu empfehlen!

Infos:

O: Qi Sheng Quan Wang, Daepyeong-won-a

HK, Südkorea 1974

R: Wu Ma, Kim Si-hyun

D: Kim Ki-Joo, Sammo Hung, Wilson Tong, Sin Jin-Hui, Lau Wing, Wu Ma, Jeong Ae-Jeong, Tao Min-Ming, Kao Chiang

Laufzeit der UK-Blu (Extended Version): 92:53 Min.

Gesehen am: 01.07.26

Fassungen: Gesehen als UK-Blu-Ray von Eureka (Triple Threat) = obwohl zwei Fassungen an Bord (Kinofassung und ein Extended Cut) ist die längere Fassung dennoch nicht Uncut. Es fehlen Gewaltszenen (fünf Stück). Die Schnitte fallen aber, kennt man die Uncut nicht, nicht auf. Diese Szenen sind bei der auch zensierten US-DVD von Brentwood Home Video zu sehen (Englisch Dubbed, veränderter Soundtrack, Master sieht massiv dunkel aus, so dass kaum was zu erkennen in den Gewaltmomenten). Die Bild- und Tonqualität sind hervorragend. O-Ton mit englischen Subs. Schuber, Wendecover und Booklet.

Donnerstag, 25. Juni 2026

Shanghai Shanghai

Shanghai Shanghai

Story:

Shanghai in den 30ern:

Little Tiger (Yuen Biao) sucht in Shanghai nach Glück und Erfolg. Er gerät zwischen die Fronten von Gangstern (Sammo Hung), der Polizei (George Lam) und Untergrund-Kämpfern (u.a. Anita Mui)…

Meine Meinung (Kinofassung):

Als ich im Jahr 2009 Shanghai Shanghai erstmals gesehen habe, war ich davon sehr enttäuscht. Nun sah ich mir den Film erneut an. Shanghai Shanghai war in einem Triple-Set enthalten, und daher sehe ich den Film eher als Bonus an. Da ich den Film bereits einmal sah und um seine Schwächen Bescheid wusste, ging ich diesmal mit den angepassten Erwartungen an den Film, was zur Folge hatte, dass ich diese HK-Produktion heuer leicht besser fand als früher. Dennoch grenzt ein Film mit diesem Cast (Yuen Biao, Sammo Hung, Anita Mui, Lo Lieh, Yuen Tak, Mang Hoi) an Potenzialverschwendung, wenn man das Endergebnis sieht.

Der Plot ist relativ lahm und unspektakulär. Trotz der kurzen Laufzeit von nur knapp 88 Minuten hatte der Film Längen. Für diese Art Film gab es zu viel Handlung, Dialoge und Sub-Plots und zu wenig Action und Kampfszenen. Der Film ist sehr harmlos und der Humor hat, zumindest mit der von Lawrence Cheng Tan-Shui gespielten Figur, nicht funktioniert. Diesen «Sidekick» und Cartoon-Charakter hätte man komplett weglassen können. Andere Momente (George Lam und seine Errungenschaften, die er testet) ebenso. Da wären Straffungen sinnvoll gewesen. Das Finale war leider auch etwas schnell vorbei, was ebenso kritisiert werden kann.

Es sind zwar viele bekannte Namen wie Yuen Biao (Der Superfighter), Anita Mui (Rouge), George Lam (The Owl vs Bombo), Sammo Hung (The Valiant Ones), Shaw Brothers Legende Lo Lieh (Thousand Mile Escort), Mang Hoi (Hitman in the Hand of Buddha) od.Yuen Tak (Dragon from Russia) dabei, dennoch sollte man sich davon nicht täuschen lassen. Yuen Tak & Mang Hoi sind nur Beigemüse und zeigen nichts von ihrem Können. An Lo Lieh hatte ich Freude, aber er spielt nur eine kleine Nebenrolle. Selbst Sammo Hung hat nicht sonderlich viel Screentime. Die Hauptfiguren sind Yuen Biao, Anita Mui und George Lam. Die wenigen guten Momente beinhalten eine Tanz-Sequenz mit Yuen Biao & Anita Mui sowie den kurzen Endkampf zwischen Yuen Biao & Sammo Hung. Letzterer wurde von einem neuen, unüblichen Voice-Actor gesprochen und hat nicht seine «typische HK-Stimme», was auffallend war.

Fazit: Kein Must See Titel!

Infos:

O: Lyun Sai Ji Neoi

HK 1990

R: Teddy Robin Kwan

D: Yuen Biao, Anita Mui, George Lam, Sandy Lam Yik-Lin, Sam Wong Ming-Sing, Sammo Hung, Mang Hoi, Tien Niu, Lawrence Cheng Tan-Shui, Lo Lieh, Yuen Tak

Laufzeit der UK-Blu (Kinofassung): 87:55 Min.

Gesehen am: Sept. 2009 / Neusichtung am: 25.06.26

Fassungen: Mir lag die UK-Blu-Ray von Eureka! (Triple Threat) vor = mit zwei anderen Filmen, Schuber, Wendecover und Booklet in einem Set. Der Film liegt in zwei Fassungen vor. Der regulären Kinofassung und einer verlängerten (Mehr Story und mehr Hintergründe zu den Figuren) Extended Version. Der Film ist Uncut, es gibt O-Ton mit englischen Subs und die Bildqualität ist der absolute Wahnsinn! Es gibt keine deutsche Fassung (Stand: Juni 2026).

Mittwoch, 11. März 2026

Paper Marriage

Paper Marriage

Story:

Jade Lee (Maggie Cheung) will nach Kanada umsiedeln, doch es läuft nicht wie geplant. Um im Land bleiben zu können, willigt sie einer Scheinehe mit Bo Chin (Sammo Hung) zu. Beide heiraten. Beide brauchen Geld. Als sie zufällig an Geld von Gangstern (u.a. Dick Wei) gelangen, machen sie sich zur Zielscheibe derselben…

Meine Meinung:

Paper Marriage gefiel mir aktuell weniger gut als früher bei der Erstsichtung. Es handelt sich um einen Mix aus Romanze, Komödie und Actionfilm von Alfred Cheung (On the Run, Talk to Me, Dicky), der im Film auch eine kleine Rolle spielt, u.a. gedreht in Kanada. Alfred Cheungs On the Run dürfte wohl sein bester und bekanntester Film sein. Etwas, was von Paper Marriage und Sammo Hung (Pantyhose Hero, Der kleine Dicke mit dem Superschlag, Filthy Guy) nicht behauptet werden kann. Daher überrascht es auch nicht, dass das UK-Label Eureka den Film in einer Collection zusammen mit zwei weiteren (z.T. eher mittelmässigen) Filmen veröffentlicht hat.

Der Film braucht lange, bis er sich entwickelt. Die ersten 30-40 Minuten fand ich wirklich lahm, uninteressant und auch nicht speziell lustig, sondern zum Teil unlustig. Mit anderen Worten verpasst der Zuschauer in der Zeit nichts. Action sucht man vergebens. Es gibt Längen. Zudem gab es mir hier sogar zu viele Rape-Jokes. Nichts gegen politisch unkorrekten Humor, aber hier passte es einfach nicht zum Rest des Filmes (Romanze, Gangster-Hatz). Die ersten Kampfszenen bestehen aus Ringkämpfen. In diesen tritt Sammo Hung zuerst gegen Phillip Ko Fei (Mars Villa) und danach gegen Billy Chow (Queen’s High) an.

Die Kampfszenen wurden von Yueh Wah (Kung Fu vs. Acrobatic) sowie Lam Ching-Ying (The Ultimate Vampire) choreographiert und sind die klaren Highlights des Filmes. Die haben beide einen wundervollen Job gemacht. Vor allem im Finale, die Kampfszenen und Stunts im Einkaufszentrum, sind absolut sehenswert geworden. Da gibt es tolle Einfälle und viel Zeitlupe zu sehen. Vor allem Maggie Cheung (The Romancing Star) bekommt viel ab. Sie wird ab Mitte des Filmes bis zum Ende immer besser und besser. Ihr Talent für komische Szenen kommt perfekt zur Geltung.

Phillip Ko Fei ist nur in der Ringkampfszene zu sehen, wobei Billy Chow eine grosse Nebenrolle spielt. Er spielt den neuen Lover von Sammo Hung Ex- Joyce Godenzi (She Shoots Straight), die auch im echten Leben mit Sammo verheiratet ist. Sie spielt auch eine Nebenrolle. Chin Ka-Lok (Mr. Vampire Saga IV), der Bruder des viel Bekannteren Chin Siu-ho, ist nur kurz zu sehen. Als ehemaliger Kickboxer macht Billy Chow in den Kampfszenen natürlich eine ungemein sehenswerte Figur. So auch Dick Wei (The Defector – Der Dragon Fighter), der den Hauptbösewicht spielt. Seine Kämpfe, zuerst in Sammo Hungs Haus, später im Finale, sind eine Wucht. Nur das Ende, wie die Bösewichte besiegt wurden, gefiel mir nicht. Schade.

Fazit: Ein Film mit Licht und Schatten. Dank den wenigen, aber extrem sehenswerten Actionszenen, dennoch zu empfehlen!

Infos:

O: Goh Biu San Leung

HK 1988

R: Alfred Cheung

D: Sammo Hung, Maggie Cheung, Billy Chow, Dick Wei, Billy Chow, Joyce Godenzi, Phillip Ko Fei, Chin Ka-Lok, Alfred Cheung

Laufzeit der UK-Blu: 92:08 Min.

Gesehen am: Aug. 2010 / 2. Sichtung am: 11.03.26

Fassungen: Mir lag für eine 2. Sichtung die UK-Blu-Ray von Eureka (Triple Threat) vor = mit zwei anderen Filmen in einem Set, Schuber, Uncut, hervorragende Bild- und Tonqualität, O-Ton mit englischen Subs, Interview mit Regisseur als Bonus (ca. 20 Min. = fand es relativ uninteressant). Es gibt keine deutsche Fassung (Stand: März 2026).

Donnerstag, 12. Februar 2026

The Swordsman of All Swordsmen


The Swordsman of All Swordsmen

Story:

Tsai Ying-Chieh (Tien Peng) musste als Kind mit ansehen, wie seine Eltern von mehreren Kämpfern (u.a. Miao Tian) getötet wurden. Nun ist Tien Peng ein junger Mann und sinnt auf Rache. Doch als er auf die Tochter (Polly Shang-Kuan Ling-Feng) eines Täters (Tsao Chien) trifft und sie ihm das Leben rettet, kommt Tien Peng in ein ethisches Dilemma…

Meine Meinung:

The Swordsman of All Swordsmen ist ein wunderschöner und sehenswerter Wuxia aus dem Jahr 1968. Regisseur Joseph Kuo (The 7 Grandmasters, The Mighty One, Born Invincible) liess sich vom Shaw Brothers Film Come Drink with Me und einigen japanischen Filmen beeinflussen und inspirieren. Der Film gilt als erster Teil der «Tsai Ying-Chieh» Trilogie. Tsai Ying-Chieh wird von Tien Peng gespielt. In den «Fortsetzungen» (The Bravest Revenge, The Ghost Hill) führte Joseph Kuo jedoch nicht mehr Regie.

Die Rache-Geschichte in The Swordsman of All Swordsmen mag auf den ersten Blick wenig originell anmuten, dennoch bietet der Plot und Inhalt am Ende doch etwas mehr Anspruch als andere Filme mit ähnlichen Inhalten. Das liegt vor allem an der Tatsache, dass sich Held Tsai Ying-Chieh im Verlauf des Filmes mit der von Polly Shang-Kuan Ling-Feng gespielten Figur anfreundet und sogar von ihr gerettet wird, nur am Ende festzustellen, dass auch ihr Vater einer der Täter ist, den er jagt. Zudem ist dieser inzwischen blind geworden und geläutert.

Das ethische Dilemma kommt gut zur Geltung. Die schönen Kameraeinstellungen, die stimmungsvollen Settings (das Duell am Strand war eines der Highlights des Filmes) und die überzeugenden Darsteller in den Kampfszenen machen den Film zu einem sehenswerten Sehvergnügen. Tien Peng (The Elimination Pursuit, Sword with the Windbell, The Lost Swordship) macht seine Sache ordentlich und eine damals noch sehr junge Polly Shang-Kuan Ling-Feng (Zodiac Fighters, Empress Dowager's Agate Vase, A Girl Called Tigress) überzeugt wie auch die herrlich fiesen Bösewichte.

Fazit: Sehenswerter Wuxia!

Infos:

O: Yi Dai Jian Wang

Taiwan 1968

R Joseph Kuo

D: Tien Peng, Miao Tian, Polly Shang-Kuan Ling-Feng, Tsao Chien

Laufzeit der UK-Blu: 85:45 Min.

Gesehen am: ? / Neusichtung am: 11.02.26

Fassungen: Nach meiner 1. Sichtung (DVD aus Taiwan) war nun die UK-Blu-Ray von Eureka an der Reihe. Das Set kommt mit Schuber, Karten, Poster, einem Bonusfilm (Mystery of Chess Boxing) und seinem informativen Joseph Kuo Interview daher. Der Film ist Uncut, im O-Ton und hat englische Subs. Die Bild- und Tonqualität sind exzellent (vom taiwanesischen Filminstitut restauriert). Lief in Deutschland zumindest im Kino (als Der Fünfarmige Tiger).

Mittwoch, 26. November 2025

18 Bronzemen


18 Bronzemen

Story:

Wan (Carter Wong) und Tang (Tien Peng) lernen im Shaolin Tempel 20 Jahre Kung Fu Techniken. Beide verfolgen Motive der Rache. Tang will den Tod von Herrscher Hei (Yi Yuan), der für den Tod seines Vaters (Chang Yi) verantwortlich ist, rächen. Hilfe bekommt er von seiner Schwester (Polly Shang-Kuan Ling-Feng). 

Meine Meinung (Rekonstruierte Originalfassung):

18 Bronzemen dürfte wohl der bekannteste Eastern von Regisseur Joseph Kuo (The Death Duel, The Mighty One, The 36 Deadly Styles) sein. Ich dachte immer, dass wäre die taiwanesische Antwort auf den Shaw Brothers Klassiker Die 36 Kammern der Shaolin. Aber wenn die Daten (der HK-Filmdatenbank) stimmen, wurde dieser erst ein Jahr nach 18 Bronzemen realisiert. Somit war 18 Bronzemen wohl einer der ersten seiner Art. Noch für den Shaw Brothers oder weiteren Arbeiten durch Dritte (Lo Wei und Jackie Chan mit Wooden Man).

Der Inhalt war wegweisend und eine Inspiration. Das harte Training im Shaolin Tempel dient der Rache, es gibt Bronzemänner und am Ende wird ausserhalb des (Shaolin) Klosters gekämpft. Ich sah den Film bisher nur einmal. Das ist sehr lange her (Okt. 2007). Damals sah ich die reguläre HK-Fassung, welche jedoch einer stark veränderten Fassung entspricht, die für den japanischen Markt kreiert wurde. Viele Szenen aus der Original-Fassung, die es früher nur auf VHS und Co. gab, wurden entfernt. Joseph Kuo hat den Film für den jap. Markt mit Szenen aus Filmen wie The Unbeaten 28, Der Bronzeschwur der Shaolin sowie The Blazing Temple aufgepeppt.

Der Film ist solide, aber dennoch kein Kracher. Die Kampfszenen sind gut, aber nicht überragend und zudem waren mir die Helden zu wenig charismatisch. Tien Peng (The Elimination Pursuit) kann sein Talent erst gegen Ende abrufen, Polly Shang (Seven to One) kommt nur im letzten Viertel vor und Carter Wong (The Legendary Strike) war mehrheitlich sehr unsympathisch. Chang Yi (The War of the Boundary) spielt leider nur in einer Flashback-Szene mit d.h. einen sehr kleinen Auftritt. Dennoch: solide und viele Trainings- und Kampfszenen erwarten den Zuschauer = es wird kaum langweilig.

Fazit: Für Kung Fu Fans zu empfehlen!

Gefolgt von: The Return of the 18 Bronzemen

Infos:

O: Shao Lin Si Shi Ba Tong Ren

Taiwan 1975

R: Joseph Kuo Nan-Hong

D: Carter Wong, Tien Peng, Yi Yuan, Chang Yi, Polly Shang-Kuan Ling-Feng

Laufzeit der UK-Blu: 100:50 Min.

Gesehen am: Okt. 2007 / Neusichtung: 18.08.25

Fassungen: Früher sah ich den Film als HK-Fassung via Koch Media DVD. Diese «HK-Fassung» entsprach aber einer massiv stark veränderten Fassung, die dazumal für den japanischen Markt erstellt wurde. Diese wurde mit Szenen aus The Unbeaten 28, Der Bronzeschwur der Shaolin sowie The Blazing Temple integriert. Die Originalfassung gab es nur als VHS-Fassungen. Eureka haben mit ihrer Cinematic Vengeance Box nebst der japanischen Fassung im durchgängigen HD auch eine rekonstruierte Uncut Fassung gebastelt. 90% HD, aber es wurden auch Szenen aus 35mm Prints und VHS (Vollbild-Inserts) integriert. O-Ton mit englischen Subs. Löblich.

Dienstag, 18. November 2025

Samurai Wolf II

Samurai Wolf II

Story:

Kiba Okaminosuke (Isao Natsuyagi) wird beauftragt, einen Gefangenentransport zu begleiten und zu schützen. Diverse Parteien greifen diesen an. Zudem hat es ein Samurai-Meister auf Kiba abgesehen und will diesen zu einem Duell herausfordern. Als den Gangstern jedoch die Flucht gelingt und sich Kiba verliebt aber später in Gefangenschaft gerät, eskaliert die Situation…

Meine Meinung:

Als ich nach der Sichtung von Samurai Wolf, der mir sehr gut gefiel, mit dem Kumpel über die Filme sprach, liess er mich schon wissen (mein Kumpel), dass die Fortsetzung schwächer sei. So habe ich meine Erwartungen angepasst und das war auch gut so. Hideo Gosha, der auf den Regiestuhl zurückkehrte, lässt erneut Isao Natsuyagi (Female Prisoner Scorpion: #701, Virus, Battles Without Honor and Humanity: Police Tactics) als «einsamen Wolf» Kiba ein Abenteuer starten.

In welcher Hinsicht enttäuschte der Film? Allgemein empfand ich den Plot als zu wenig interessant, zu wenig fesselnd und für die Laufzeit von 72 Minuten zu überladen. Zu viele Sub-Plots. Desweitern haben mir mit Ausnahme von Isao Natsuyagi als Titelheld Kiba sämtliche anderen Figuren nur wenig gefallen. Keine Sympathieträger. Niemand, der Charisma und Klasse hat. Was die Duelle, die (blutigen) Schwertkampfszenen und die Optik angeht, ist der Film nach wie vor z.T. ein Traum. Dazu Musik (z.B. zu Beginn), der aus einem Italo-Western stammen könnte.

Das Hauptproblem des Filmes und warum der Film bei weitem nicht an den Vorgänger heranreicht ist folgender: Kiba wird gefangengenommen und gerät dann bis zum Finale in den Hintergrund und kann aktiv nicht mitmischen. Und das fand ich persönlich negativ und störend. Selbst im Finale ist er nicht beeinträchtigt, da z.T. noch immer gefesselt. Zuvor sorgen andere Figuren für die Entwicklung des Plots. Die Love-Story konnte mich zudem, im Gegensatz zum ersten Film, auch nicht überzeugen. So gesehen eine mittelprächtige Fortsetzung, die man eigentlich auch getrost links liegen lassen kann. Mich überrascht es daher nicht, dass Eureka beide Filme in einem Set veröffentlicht hat.

Infos:

O: Kiba okaminosuke jigoku giri

Japan 1966

R: Hideo Gosha

D: Isao Natsuyagi, Chiyo Aoi, Rumito Fuji, Yûko Kusunoki

Laufzeit der UK-Blu: Ca. 72 Min.

Gesehen am: Mitte Aug. 2025

Fassungen: Mir lag die UK-Blu-Ray von Eureka vor = zusammen mit dem Vorgänger, einem Booklet, Wendecover und Schuber in einem Set erhältlich. Uncut, O-Ton, englische Subs, Extras. Die Bildqualität war sehr gut, auch wenn mir das Bild jedoch deutlich zu dunkel schien. Es gibt keine deutsche Fassung (Stand: Aug. 2025).

Sonntag, 7. September 2025

Mr. Vampire Saga IV

Mr. Vampire Saga IV

Story:

Zwei Taoist-Priester (Wu Ma und Anthony Chan Yau) bekämpfen sich. Dessen Schüler (Rachel Lee Lai-Chun, Chin Ka-Lok) sehen dem Treiben zu, bis sich ein mörderischer Vampir (Cheung Wing-Cheung) zu ihnen verirrt…

Meine Meinung:

Mr. Vampire Saga IV empfand ich, gemäss meinem alten Review, als den damals schlechtesten Teil der kompletten Reihe, so gefällt mir der Film heute mit Ausnahme des ersten Filmes am besten. In der inzwischen dritten Fortsetzung führt der ewige Ricky Lau (The Nocturnal Demon, Two Toothless Tigers) Regie und die Action-Sequenzen stammen von Sammo Hungs Team und Yuen Wah (Eastern Condors, Dragon from Russia, The Magnificent Scoundrels). Letzterer spielt im Film einen homosexuellen (Vampir).

Lam Ching-Ying (Her Vengeance, Mr. Vampire 1992, Forced Nightmare) blieb dem Film, der Grund dafür ist mir nicht bekannt, fern. Als Taoist-Priester sind neu Wu Ma (Once Upon a Time in China, Heroic Brothers, Revenge of Shaolin Kid) sowie Anthony Chan Yau (Carry on Doctors and Nurses, Spooky, Spooky) zu sehen. Auch Richard Ng, der im Vorgänger an der Seite von Lam Ching-Ying zu sehen war, ist nicht mehr mit von der Partie. Als Schüler überzeugen Rachel Lee Lai-Chun (niedlich) und Chin Ka-Lok (in den Kampfszenen).

In Neben- und Gastauftritten sind nebst Yuen Wah noch Chung Fat (My Neighbours Are Phantoms), Ka Lee (Rosa) und Pauline Wong (als Fox-Ghost) zu sehen. Der Film braucht etwas Zeit, um in Fahrt zu kommen. Etwas, was öfters im HK-Kino der damaligen Zeit zu sehen war. Auch im Old School Kung Fu Genre. In der Zeit werden die Figuren nach und nach vorgestellt und es herrscht vor allem Klamauk vor. Die Streitigkeiten der zwei Priester und die Schüler, welche zwischen die Fronten geraten. Doch ab einem bestimmten Zeitpunkt dominieren dann starke Action-Sequenzen, die pausenlos bin zum Finale überzeugen.

Fazit: Nebst dem ersten Film der bisher beste «Mr. Vampire»!

Gefolgt von: Magic Cop

Infos:

O: Geung Si Suk Suk

HK 1988

R: Ricky Lau

D: Wu Ma, Anthony Chan Yau, Rachel Lee Lai-Chun, Chin Ka-Lok, Cheung Wing-Cheung, Yuen Wah, Chung Fat, Ka Lee, Pauline Wong

Laufzeit der UK-Blu-Ray: 94:01 Min.

Gesehen am: Juni 2008 / Neusichtung am: 08.06.25

Fassungen: Gesehen via Hopping Mad: The Mr. Vampire Sequels (= UK Blu-Ray Box von Eureka) = Uncut, O-Ton, englische Subs, absolut hervorragende Bild- und Tonqualität. Es gibt keine deutsche Fassung (Stand: Juni 2025).

Mittwoch, 30. Juli 2025

Mr. Vampire III

Mr. Vampire III

Story:

Uncle Nine (Lam Ching-Ying) fängt zwei Dämonen. Das passt anderen Dämonen (u.a. Pauline Wong) nicht. Diese sind hinter Uncle Nine her. Letzterer kreuzt auf seiner Reise die Wege von Uncle Ming (Richard Ng), der mit zwei guten Geistern unterwegs ist. Uncle Ming und seine Geister geraten zwischen die Fronten von Uncle Nine und den bösen Dämonen…

Meine Meinung:

Mr. Vampire III hat mir im Vergleich besser gefallen als sein Vorgänger. Ricky Lau (Mr. Vampire 1992, The Romance of the Vampires), der schon in beiden vorherigen Teilen der Reihe Regie führte, kehrt auf den Regiestuhl zurück. Der Film bot meiner Ansicht nach mehr Action-Szenen, mehr Geister und bot weniger Längen. Yuen Biao und Moon Lee sind nicht mehr mit von der Partie. Geblieben sind Hauptfigur- und Star Lam Ching-Ying (The Ultimate Vampire, Her Vengeance) sowie Billy Lau (Miss Magic, The Inspector Wear Skirts II) und Pauline Wong (Peacock King, Return of the Evil Fox).

Neu an Bord stösst mit Richard Ng (Excuse Me, Please, Spooky, Spooky) ein zweiter Taoist-Priester. Richard Nr bringt eine humorvolle Note in den Film. Auch wenn (aus heutiger Sicht) nicht mehr jeder Joke sitzt und im Mittelteil zu viel Zeit verschwendet wird (die Schüler von Lam Ching-Ying jagen die Geister von Richard Ng), gefällt er in seiner Rolle. Toller und vielfältiger Schauspieler. Im Mittelteil bewegt sich der Plot jedoch kaum vom Fleck, was leicht schade ist. Wer den asiatischen Klamauk nicht mag, sollte sich auf einige zähe Momente einstellen.

In Gastauftritten sind noch bekannte Namen wie Teddy Yip (People’s Hero), Ka Lee (Heroes Shed no Tears), Corey Yuen (Fist of Fury 1991) oder Sammo Hung (Pantyhose Hero) zu sehen. Apropos Sammo Hung: der war zusammen mit Lam Ching-Ying auch für die spektakulären und fantasievollen Actionszenen zuständig. Das sind nebst einigen coolen und hier und da unerwartet blutigen Effekten und innovativen Make-Up-Effekten und Monstern die Highlights des Filmes. Am «Schleimmonster» im Finale hatte ich ebenso Freude wie an den Maden, die auf magische Art und Weise Wunden heilen. Cool.

Fazit: Spassig und unterhaltsam!

Gefolgt von: Mr. Vampire Saga IV

Infos:

O: Ling huan xian sheng

HK 1987

R: Ricky Lau

D: Lam Ching-Ying, Richard Ng, Lui Fong, Billy Lau, Pauline Wong, Teddy Yip, Lee Chi-Kit, Ka Lee, Corey Yuen, Sammo Hung,

Laufzeit der UK-Blu: 92:47 Min.

Gesehen am: Nov. 2010 / Neusichtung am: 13.05.25

Fassungen: Gesehen via UK-Blu-Ray von Eureka = Hopping Mad: The Mr. Vampire Sequels Collection. O-Ton, englische Subs, hervorragende Bild- und Tonqualität, O-Ton und englische Subs vorhanden. Als Extras gibt es einen Trailer und einen Audiokommentar. Es gibt keine deutsche Fassung (Stand: Mai 2025).

Dienstag, 1. Juli 2025

Vampire Vs. Vampire

Vampire Vs. Vampire

Story:

One Eyebrow Priest (Lam Ching-Ying), seine Schüler (Lui Fong, Chin Siu-Ho) und Nonnen (Yip So, Regina Kent, Chan Suet-Man, Joanna Chan Pui-San, Maria Cordero) müssen sich gegen einen westlichen Vampir (Frank Juhasz) zur Wehr setzen…

Meine Meinung:

Nach dem Erfolg von Mr. Vampire hagelte es nicht nur diverse Fortsetzungen, sondern auch viele andere Filme aus Hong Kong oder Taiwan mit springenden Vampiren. Da wären Titel wie New Mr. Vampire II, The First Vampire in China, The Funny Vampire, School for Vampires, The Ultimate Vampire, Mr. Vampire 1992, The Musical Vampire oder den hier vorliegenden Vampire Vs. Vampire. Neu führte Mr. Vampire Star Lam Ching-Ying (Her Vengeance) gleich selbst Regie.

Der Film wurde zu Ehren des Produzenten Chua Lam gesichtet. Dieser arbeitete für die Shaw Brothers (The Legend of the 7 Golden Vampires, Oily Maniac, The Criminals) und lebte dazumal mehrere Jahre in Japan, ehe er später für Golden Harvest Filme produzierte (The Seventh Curse, The Peacock King, Robotrix) und zuletzt, wie es scheint, eine Kochsendung moderierte. Er starb End Juni und daher wurde Vampire Vs. Vampire neu gesichtet, den letzten ungesehen Film aus Eurekas Hopping Mad: The Mr. Vampire Sequels Set.

Die Sichtung fühlte sich jedoch wie eine Neusichtung an. Ich wusste nichts mehr über den Film. Die letzte Sichtung ist lange her (2009). Der Film war im Grossen und Ganzen schwächer als die Mr. Vampire Fortsetzungen (Teile 2, 3 & 4). Die Idee mit dem westlichen Vampir fand ich jedoch cool. Das hatte Doctor Vampire Vibes und dies war kein Zufall, da dieser auch von Chua Lam produziert wurde. Das Problem waren die ersten ca. 50-55 Min., die einfach langweilig sind und in denen praktisch nichts Interessantes passiert. Und das Vampir-Kind nervt sehr.

Dafür überzeugen dann die restlichen 30 Min. mit mehr oder weniger pausenloser Vampir-Action und coolen Make-Up Effekten und Feuer-Stunts, die alle den westlichen Vampir beinhalten. Lam Ching-Ying, Chin Siu-Ho (Fast Fingers), Regina Kent (Love Me Vampire), Billy Lau (mehr kleinere Nebenrolle diesmal) und Sandra Ng (mehr kleinere Nebenrolle diesmal) waren sehr solide. Den ganzen Sub-Plot mit den Nonnen um Maria Cordero (Hong Kong Adam's Family) hätte es jedoch nicht gebraucht bzw. hätte auch eingeschränkt stattfinden können. Speziell der Humor war nicht wirklich lustig, fand ich.

Fazit: Das Finale rettet den Film vor der Verbannung!

Infos:

O: Yat Mei Diy Yan

HK 1989

R: Lam Ching-Ying

D: Lam Ching-Ying, Lui Fong, Chin Siu-Ho, Frank Juhasz, Yip So, Regina Kent, Chan Suet-Man, Joanna Chan Pui-San, Maria Cordero, Sandra Ng, Billy Lau

Laufzeit der UK-Blu: 87:35 Min.

Gesehen am: Feb. 2009 / Neusichtung am: 28.06.25

Fassungen: Gesehen via UK-Blu-Ray von Eureka (Hopping Mad: The Mr. Vampire Sequels) = Uncut, sehr gute Bild- und Tonqualität, O-Ton und englische Subs. Es gibt keine deutsche Fassung (Stand: Juni 2025).

Dienstag, 18. März 2025

Mr. Vampire II

Mr. Vampire II

Story:

Eine Gruppe von Archäologen (Billy Lau, Chung Fat, Ka Lee) befreit ausversehen eine Vampir-Familie (Cheung Wing-Cheung, Pauline Wong, Hoh Kin-Wai). Um dieser Herr zu werden, ist die Hilfe von einem Reporter (Yuen Biao), dessen Freundin (Moon Lee) und einem Taoist-Priester (Lam Ching-Ying) notwendig…

Meine Meinung:

Mr. Vampire II sah ich bisher nur einmal. Die Sichtung ist fast zehn Jahre her. Der Film wurde nun zum Start des neuen Jahres (2025) aufgefrischt und ich muss sagen, dass die Fortsetzung zu Mr. Vampire, der sehr erfolgreich war, doch recht enttäuschend ausgefallen ist. Es handelt sich um eine überraschend schwache Fortsetzung, auch wenn Lam Ching-Ying (Forced Nightmare, Mr. Vampire 1992, The Dead and the Deadly) und Moon Lee (The Champions, Fatal Termination, The Protector) aus dem Original zurückkehren. Erzählt wird aber eine neue Geschichte mit neuen Figuren. 

Wenn man sieht, wer am Film alles mitwirkte (Sammo Hung Stuntmen's Association, Yuen Biao, Lam Ching-Ying, Moon Lee, Chung Fat), ist das Endergebnis sehr enttäuschend. Da wäre, gerade in Sachen Actionsequenzen und Choreographie, viel mehr Potenzial und Ressourcen vorhanden gewesen. Schade. Der Film hat relativ wenige Action-Momente. Diese sind solide inszeniert, aber nichts Besonderes. Die einzig wirklich gelungene Szene ist jene, in welcher such Yuen Biao und Co. in Zeitlupe gegen die Vampire wehren müssen, und die arme Moon Lee einen Hammerschlag ins Gesicht bekommt.

Der Plot, der diesmal in der Gegenwart und nicht im klassischen China spielt, wirkt als Ganzes irgendwie nicht stimmig und unzusammenhängend.  Es werden quasi mehrere Sub-Plots nebeneinander erzählt. Vielleicht wäre weniger mehr gewesen. Die grossen Namen wie Yuen Biao (Hand of Death, Rosa, Knockabout) und Lam Ching-Ying kommen auch erst kurz vor der 40. Minute vor. Davor und auch später herrschen z.T. Längen, übler Klamauk und nervende Kinder-Szenen (mit dem Vampir-Kind und seinen Freunden). 

Sogar das Finale enttäuscht irgendwie. Dem Film mangelt es an klaren Highlights. Nebst Yuen Biao, Moon und Lam Ching-Ying wartet der Film mit unzähligen anderen Stars wie Wu Fung (Madam City Hunter), Ka Lee (mit zwei ekligen Szenen mit Tieren), Wu Ma (Blooded Treasury Fight), Pauline Wong (Peacock King), Stanley Fung (The Inspector Wear Skirts II), Billy Lau (Miss Magic), Chung Fat (My Neighbours Are Phantoms) und Walter Tso (Aces Go Places V) auf. In Kurz-, Neben- und Hauptrollen. So viele bekannte Gesichter in einem Film zu sehen war einerseits cool, auf der anderen Seite gleicht es eben auch Potenzialverschwendung. Yuen Biao und Lam Ching-Ying können  wenig von ihrem Kampftalent zeigen, während Chung Fat und Moon Lees Talent diesbezüglich total auf der Strecke bleibt.

Fazit: Solide und ok, aber im Vergleich zu Mr. Vampire eine Enttäuschung! 

Gefolgt von: Mr. Vampire III 

Infos:

O: Jiang Shi Gu Zu

HK 1986

R: Ricky Lau

D: Yuen Biao, Lam Ching-Ying, Moon Lee, Wu Fung, Ka Lee, Billy Lau, Wu Ma, Pauline Wong, Stanley Fung, Walter Tso Tat-Wah, Cheung Wing-Cheung, Hoh Kin-Wai, Chung Fat

Laufzeit der UK-Blu: 89:36 Min.

Gesehen am: Nov. 2006 / Neusichtung am: 04.01.25

Fassungen: Gesehen via Hopping Mad: The Mr. Vampire Sequels von Eureka = diverse Filme in einem Set. Zu Mr. Vampire II = O-Ton, englische Subs, Uncut, restauriert, hervorragende Bild- und Tonqualität. Als Bonus gibt es einen Audiokommentar, verlängerte Szenen (eine davon ist interessant) und ein Special namens Taoist Cinema: The World of Mr. Vampire (eher mässiges Extra). Es gibt keine deutsche Fassung (Stand: Jan. 2025). Die alte HK-DVD von Deltamac wurde nach Deutschland verkauft.

Donnerstag, 20. Februar 2025

The 36 Deadly Styles

The 36 Deadly Styles

Story:

Bösewichte (Lau Kwok-Shing, Bolo Yeung, Hwang Jang-Lee) terrorisieren die Gegend. Eine Gruppe von Helden (Fan Mei-Sheng, Nick Cheung Lik, Jeannie Chang Yung-Yung) stellt sich ihnen entgegen…

Meine Meinung:

The 36 Deadly Styles ist der bisher schwächste Beitrag in EUREKA!s Box-Set "Cinematic Vengeance!", den ich sah. Da waren The Shaolin Kids und vor allem 7 Grandmasters deutlich besser. Auch allgemein und abgesehen von der Eureka Box stellt The 36 Deadly Styles wohl einen der schwächeren Filme von Joseph Kuo (Mystery of Chess Boxing, The Unbeaten 28, Born Invincible) dar. Der Grund ist der massiv komplizierte und unzusammenhängende Plot. Der Film bietet quasi zwei Plots und ob die zusammen überhaupt eine Rolle spielen, kann ich nicht Mal sagen. Man könnte das Gefühl bekommen, dass hier aus zwei Filmen ein Film gebastelt wurde.

Der Humor und Klamauk sind mühsam wie auch das Overacting einiger Figuren wie. Chan Lau, der zu Beginn des Films den späteren Helden Nick Cheung und seinen Onkel durch die Wälder jagt, bevor sie Zuflucht in einem Shaolin-Tempel finden, nervt in diesen Szenen. Später kommen ultrabillige und lächerliche Perücken dazu. Die Haarpracht von Lau Kwok-Shing und Bösewicht Hwang Jang-Lee (The Uninvited Guest of the Star Ferry), der praktisch nur gegen Ende vorkommt, sind schlimm. Noch viel schlimmer und absolut lächerlich hat es jedoch Bolo Yeung (Bolo) erwischt. Das Ding muss ihn auch bei den Kampfszenen im Sehen beeinträchtigt haben…

Die Kampfszenen sind dabei solide und werden später, wenn sich auch eine Art Haupt-Geschichte bildet, besser und besser. Auch das ist im Old School Kung Fu Genre nichts Neues. Aber so schlecht oder belanglos wie hier, wurde es selten umgesetzt. Die besten Trainings- und Kampfszenen kommen im letzten Viertel vor, wenn Bolo Yeung, Hwang Jang-Lee, Nick Cheung, Mädel Jeannie Chang und Shaw Brothers Star Fan Mei-Sheng (Mysterious Footworks of Kung Fu) mehr und mehr in den Vordergrund geraten. Der Ton des Filmes wird auch ernster und der Finalkampf und das Ende von Hwang Jang-Lee ist dann sogar überraschend blutig geraten.

Fazit: Nur für Freaks von Old School Kung Fu Komödien zu empfehlen! Alle anderen schauen besser Drunken Master und Co.

Infos:

O: Mi Quan San Shi Liu Zhao

HK 1979

R: Joseph Kuo

D: Lau Kwok-Shing, Bolo Yeung, Hwang Jang-Lee, Fan Mei-Sheng, Nick Cheung Lik, Jeannie Chang Yung-Yung, Yeung Chak-Lam, Chan Lau, Jack Long Shi-Chia

Laufzeit der UK-Blu-Ray: 92:17 Min.

Gesehen am: Okt. 2009 / Neusichtung am: 13.12.24

Fassungen: Mir lag die UK-Blu-Ray von EUREKA! Via "Cinematic Vengeance!" Box vor. In dieser sind mehrere Filme von Joseph Kuo enthalten plus Karten, Booklet etc. Zu The 36 Deadly Styles: Uncut, O-Ton mit englischen Subs, Audiokommentar als Bonus, hervorragende Bild- und Tonqualität. In Deutschland ist der Film Uncut und in Deutsch auf DVD raus. Von diversen Anbietern. Ohne O-Ton. Titel: Die Acht tödlichen Schläge.