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Samstag, 27. Oktober 2018

Re-Animator Review

Horroktober 2018 Spezial



Re-Animator

Story:

Der junge und ehrgeizige Mediziner Herbert West (Jeffrey Combs) hat ein Serum entwickelt, mit dem man Tote wieder zum Leben erwecken kann. Das Serum ist noch nicht ausgereift – die Rückkehrer weisen animalische und primitive Handlungsweisen auf und sind kognitiv stark eingeschränkt. West erhofft sich Hilfe von Dan Cain (Bruce Abbott), bei welchem er auch eingezogen ist. Doch als Dans Freundin (Barbara Crampton) die Experimente stört, diese ausser Kontrolle geraten und Doktor Carl Hill (David Gale) West Notizen stiehlt, eskaliert die Situation…

Meine Meinung:

Die beiden Horror- und B-Film Regisseure/Produzenten Stuart Gordon und Brian Yuzna sind beide Fans von H.P. Lovecraft. So basiert nicht nur Re-Animator, Teil eines einer dreiteiligen Horrorreihe gefolgt von Bride of Re-Animator und Beyond Re-Animator auf einer H.P. Lovecraft Geschichte (die heisst: Herbert West-Reanimator), sondern auch spätere Werke wie From Beyond (erneut mit Jeffrey Combs), Dagon (zu Brian Yuznas Zeit in Spanien), Castle Freak (in Italien gedreht, Full Moon Produktion), Dreams in the Witch-House (Masters of Horror Episode) und Necronomicon (drei Horrorkurzgeschichten von drei unterschiedlichen Regisseuren). Stuart Gordon führte nur in Teil eins Regie, der von Brian Yuzna präsentiert und produziert wurde. Letzterer führte hingegen bei beiden Fortsetzungen Regie.

Der Film ist ein Klassiker des Fun-Splatter Kinos. Der Film war bei Veröffentlichung ein Hit und mir gefällt die ganze Reihe, wobei Teil zwei mein Favorit ist. Teil eins gefällt mir aber auch ausserordentlich gut. Ich mag die Geschichte inklusive all ihren originellen und verrückten Ideen (kopfloser Zombie, durch Hypnose gesteuerte Zombies, die zweimal reanimierte Katze, das effektive Finale, der Beginn in der Schweiz in Zürich, in welchem sogar Deutsch gesprochen wird im Originalton bis hin zum coolen Vorspann mit dem hörenswerten Re-Animator Theme von Richard Band) und vor allem die Figuren und dessen Zusammenspiel.

Sie agieren alle sehr gut und dem Duell Jeffrey Combs und David Gale zuzusehen, macht viel Spass und Freude wie auch ihre Wortgefechte. Aber auch Bruce Abbott und die hübsche Barbara Crampton sind in ihren Rollen stark und mutig – legendär die Szene, in welcher Barbara Crampton komplett nackt auf dem Tisch liegt mit dem abgetrennten Kopf zwischen ihren Beinen! Das muss im Kino (ausser die Szene war zensiert – die Kinofassung habe ich nie gesehen) ein Schocker im positiven Sinne gewesen sein! Kino, welches es heutzutage kaum mehr zu geben scheint!

Vor allem Jeffrey Combs hat sich in die Herzen von Horrorfans gespielt! Eine B-Film Ikone. Aber auch David Gale und Barbara Crampton blieben dem Horrorgenre treu. Das Trio war u.a. zu sehen in: The Guyver, The Brain, Chopping Mall, You're Next, Puppet Master: The Littlest Reich, The Pit and the Pendulum, Lurking Fear, Faust, The Frighteners, Haunted Hill - Die Rückkehr in das Haus des Schreckens und in vielen der oben genannten Werke von Stuart Gordon und Brian Yuzna (From Beyond, Necronomicon…).

Der Humor passt wie auch die Horror-Parts – spannend oder unheimlich ist der Film aber nie. Die Settings (Keller als Labor, Spital, Leichenkammer) eignen sich hervorragend für den Film und die Spezialeffekte sind blutig und sehenswert geworden. Für diese war u.a. John Carl Buechler zuständig was ich gar nicht wusste (laut imdb auch als «uncredited» gelistet), von welchem ich schon viele tolle Effekte in anderen Filmen erleben durfte (z.B. Carnosaur). In Teil zwei wurde er dann von der KNB-FX Group abgelöst. Effekte Highlights (kleine Auswahl): Torso bricht auf und Därme bannen sich ihren Weg aus dem Körper, ein verbrannter Arm einer Leiche, tote Katzen mit Wunden, abgetrennter Kopf wird zerquetscht, mit Wattestäbchen wird im Schädel rumgestochert, Entfernung des Gehirns bei einer Autopsie, anschwellende und platzende Augen etc.).

Fazit: Klassiker des Fun-Splatter Kinos! Sollte man als Horrorfilmfan der alten Schule gesehen haben!

Gefolgt von: Bride of Re-Animator

Infos:

O: Re-Animator

USA 1985

R: Stuart Gordon

P: Brian Yuzna

D: Jeffrey Combs, Bruce Abbott, Barbara Crampton, David Gale, Robert Sampson, Gerry Black

Laufzeit der dt. Blu Ray: 86:05 Min.

Gesehen am: Jugendzeit / Review überarbeitet am: 27.10.18

Fassungen: Mir liegt die US-DVD von Elite vor (mit Originalautogramm von Brian Yuzna, den ich am NIFFF 2003, damals zur Premiere von Beyond Re-Animator, getroffen habe), das VHS aus Japan von Vestron International (schönes Sammelstück) und die dt. Blu-Ray von Capelight – für mich die beste Fassung zum Film = Uncut, Mediabook, Deutsch/Englisch, dt. Subs, erstklassige Bild- und Tonqualität. Nebst Unrated Fassung (zu bevorzugten), gibt es noch eine Langfassung, in welcher alle R-Rated Handlungsszenen enthalten sind, welche in der Unrated fehlen. Dazu gibt es noch ein Booklet.