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Freitag, 5. Oktober 2018

Carnosaur Review


Horroktober 2018 Spezial



Carnosaur

Story:

Durch einen Virus, erschaffen von der brillanten aber auch verrückten Dr. Jane Tirtree (Diane Ladd), werden Frauen, schwanger – aber sie werden keine Kinder auf die Welt setzen, sondern hungrige Dinosaurier welche die Menschheit auslöschen sollen. Ein Nachtwächter (Raphael Sbarge) versucht die Pläne von Dr. Jane zu durchkreuzen…

Meine Meinung:

Carnosaur hat mir schon in Jugendjahren gut gefallen. Als Kind mochte ich Dinosaurier, guckte diesbezüglich Zeichentrickfilme, kaufte Magazine etc. Nach dem Hit Jurassic Park schickte Produzent Roger Corman im gleichen Jahr Carnosaur auf den Markt – zwar ein B-Tierhorrorfilm, aber es langte trotzdem für zwei Fortsetzungen (1995 und 1996) und 2001 erschien eine inoffizielle Fortsetzung mit Raptor, der auch von Roger Corman produziert wurde und der auch Szenen aus der Carnosaur Trilogie benutzt hat.

Mir haben die Filme schon in Jugendjahren zugesagt. Ich mochte den Trash-Gehalt, die blutigen Effekte, die Dinosaurier und die Tatsache, dass es hier action- und horrorbetonter zu Werke geht als in Jurassic Park. Der Film ist kurzweilig und die Geschichte, egal wie unlogisch sie sein mag, kann sogar als sozialkritisch bezeichnet werden. Und das düstere Ende stimmte für mich auch. Dazu fand ich den männlichen Hauptdarsteller sympathisch und einzelne Szenen fand ich herrlich amüsant (als die Angeketteten "Weltverbesserer" von den Dinos gefressen werden, köstlich!).

Zwar gibt es all die Klischees, die das Genre hergibt (Mad Scientist, Säuberungen durch das Militär…), doch das tut dem Spass keinen Abbruch. Die Dinosaurier Effekte beschränken sich auf Puppen, Modelle, Menschen in Gummikostümen etc. Am grossen T-Rex arbeitete eine externe Firma mehrere Wochen lang (also länger als man für den kompletten Dreh des Filmes hatte). Dazu kam eine ganze Rehe weiterer Puppen-Effekte (frisch geschlüpftes Dino-Baby, Dino-Baby unter Mikroskop etc.). Das waren Effekte genau nach meinem Geschmack.

Weiterhin ist der Film sehr blutig geworden – da verlieren Menschen schon Mal ihre Gliedmassen oder ihre Innereien werden aus der Bauchhöhle gerissen und gefressen. Zum Teil, je nach Dino, sind die Szenen auch gut gefilmt, damit billige Effekte möglichst gut kaschiert werden. Der Blutgehalt ist nicht von schlechten Eltern. Die Effekte stammen u.a. von John Carl Buechler (machte Effekte für Filme wie To Die For, Mausoleum, Halloween 4 – The Return of Michael Myers) und sind genau nach meinem Geschmack, billig und als solche zu erkennen hin oder her.

Fazit: Besser als Jurassic Park und für Tierhorror/Dino/Trash-Fans zu empfehlen! 

Gefolgt von: Carnosaur 2

Infos:

O: Carnosaur

USA 1993

R: Adam Simon, Darren Moloney

D: Diane Ladd, Raphael Sbarge, Jennifer Runyon, Harrison Page, Ned Bellamy, Clint Howard

Laufzeit der US-DVD: 82:51 Min.

Gesehen am: Jugendzeit / Review überarbeitet: 05.10.18

Fassungen: Mir lag die US-DVD von New Horizons vor (Box mit allen drei Teilen) und die DVD aus Japan unter dem Titel Dinosaur Crisis von MAG Net / Pioneer. US-DVD = Uncut, gute Bild- und Tonqualität, O-Ton, keine englischen Subs. In Deutschland von diversen Anbietern Uncut auf DVD zu haben, aber ohne O-Ton. Eine Blu-Ray scheint es weltweit noch nicht zu geben (Stand: Okt. 2018).