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Sonntag, 29. Oktober 2017

Halloween 4 – The Return of Michael Myers Review



Halloween 4 – The Return of Michael Myers

Story:

Nach dem Ende von Teil zwei geht es wie folgt weiter:

Der seit zehn Jahren im Koma und schwer verletzt Michael Myers (George P. Wilbur) entkommt während einer Transportfahrt und macht sich auf nach Haddonfield, gefolgt von Dr. Sam Loomis (Donald Pleasence), der ihn Mal wieder aufzuhalten versucht. Das Zielopfer von Michael Myers: seine 7jährige Nichte Jamie (Danielle Harris).

Meine Meinung:

Nach Halloween III, einem Flop an den Kinokassen bzw. Enttäuschung für viele Fans (kein Michael Myers, eigenständige Geschichte erzählend die nicht zu den Vorgängern passte), musste in Teil vier Michael Myers wieder her. Und da nahmen es sich die Filmemacher nicht, seinen Namen auch gleich in den Filmtitel zu stecken – sicher ist sicher.

Immerhin war die Konkurrenz zu der Zeit sehr gross. Vor allem die Freitag der 13. und A Nightmare on Elm Street Reihe trumpften gross auf und da galt es ebenfalls ein Stück vom Kuchen zu bekommen. Also erinnerte man sich an Halloween II zurück und liess die Geschichte nach Teil zwei spielen mit einem Zeitraum von zehn Jahren die dazwischenlagen.

Michael Myers kehrt als Killer zurück (wird meist immer von einem anderen Darsteller gespielt) und als Sam Loomis Donald Pleasence, der aber ab Teil vier mit seinem Overacting hier und da leicht zu nerven beginnt. Jamie Lee Curtis ist wie der grosse Meister selbst, John Carpenter, definitiv aus der Halloween Universum ausgestiegen (sie ja schon nach Teil zwei, er war in Halloween III noch beteiligt). Nur sein Soundtrack bzw. Theme erklingt natürlich wieder, wie in jedem Teil. Als Jamie Lee Curtis Ersatz nahm man die kleine Danielle Harris, welche später auch Horrorgenre treu blieb (See No Evil 2, Hatchet III, Laid to Rest 2, Halloween Remake, Düstere Legenden etc.). Als Regisseur holte man sich den damals bekannten und fleissigen Dwight H. Little (The Phantom of the Opera, Zum Töten freigegeben) an Bord und für die Effekte wurde John Carl Buechler verpflichtet (u.a. für Effekte in Freitag der 13. – Jason im Blutrausch, Scanner Cop, Carnosaurus, A Nightmare on Elm Street 4, Mausoleum und viele andere verantwortlich). Interessant: Nach dem Steven Seagal Film versank Dwight H. Little ganz schnell wieder im TV-Film…eine Eintagsfliege…

Splatterfans sollten aber nicht allzu viel erwarten. Es gibt vielleicht 2-3 blutigere (immer nur sehr kurz zu sehen) Szenen, mehr nicht. Zwar gibt Michael Myers am Anfang Gas, aber der zweite Teil war da z.B. deutlich effektiver und blutiger. Ansonsten folgt der Film nun dem typischen, klischeehaften 08/15 Slasher Kino ohne grössere Überraschungen, auch wenn man das Ende a) offenliess und b) einen kleinen, nicht uninteressanten Plot-Twist aus dem Hut zauberte.

Nichtsdestotrotz bisher der schlechteste Teil der Reihe, da überhaupt nicht originell, keine Spannung vorhanden und auch was Stimmung und Atmosphäre angehen, kann es Halloween 4 nicht mit seinen Vorgängern aufnehmen. Natürlich gibt es hier und da stimmungsvolle, schön gefilmte, unheimliche Szenen zu sehen, vor allem in Bezug auf Setting (Kleinstadt, Nacht, Halloween) und Soundtrack, aber die Wirkung ist nicht mehr dieselbe wie in den ersten Teilen. Zudem starten Dr. Sam Loomis aber auch die kleine Jamie in einigen Szenen durch ihr Overacting zu nerven – manchmal war man richtig froh, wenn eine zeitlang Jamie gar nicht vorkam, sondern die älteren Jugend-Figuren. Ab und zu gibt es auch die obligatorischen Füllszene sprich Längen, von welchen man oft im Slasher-Genre nicht verschont bleibt.

Fazit: Für 80er Jahre Slasher Fans zu empfehlen, auch wenn Halloween 4 nur eine durchschnittliche Fortsetzung geworden ist. Das Gute für den Film: es sollte in Zukunft noch schlechter gehen…

Gefolgt von: Halloween 5

Infos:

O: Halloween 4: The Return of Michael Myers

USA 1988

R: Dwight H. Little

D: Donald Pleasence, Ellie Cornell, Danielle Harris, Beau Starr

Laufzeit der US Blu Ray: 88:17 Min.

Review überarbeitet am: 28.10.17

Fassungen: Siehe Teil 1! In Deutschland: Von NSM / Tiberius Uncut auf Blu Ray zu haben. U.a. auch mit O-Ton und dt. UT. Aber seit Teil vier haben nun auch die US Blu Rays Untertitel – englische und spanische wenn, ich nicht irre (Teile 2-3 hatten keine, der erste hatte englische Subs).

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