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Mittwoch, 15. Januar 2020

Battle Heater: Kotatsu Review

Japanuary 2020




Battle Heater: Kotatsu

Story:

Furuchi (Pappara Kawai) und Hama sammeln elektrische Geräte und versuchen, diese zu reparieren und/oder entsorgen. Furuchi findet einen Kotatsu («beheizter Tisch in japanischen Häusern») und nimmt diesen nach Hause. Beim Reinigen des Kotatsu löst sich ein Siegel – und eine dämonische Macht wird befreit. Während sich im Haus bald eine Party ausbreitet, erwacht der Kotatsu zu leben, wächst und giert nach Menschenfleisch…

Meine Meinung:

Battle Heater: Kotatsu stellt das gelungene, leicht verrückte Regie-Debüt* von Jôji Iida dar, der später für Genre-Werke wie Another Heaven oder Dragon Head inszenierte. * Und 1987 den Kurzfilm Cyclops. Er macht dabei einen guten Job.

Battle Heater: Kotatsu ist vor allem eine komische Komödie mit viel Slapstick, humorvollen Szenen und Running Gags (der Mönch am Anfang und Ende) die für westliche Zuschauer komisch wirken könnte da der Humor nicht für jedermann geeignet ist. Die Anwohner des Hauses sind alle zudem sonderbar und deren Probleme nehmen auch einen Grossteil des Inhaltes ein (Liebesgeschichte, Band, misslungene Entsorgung einer Leiche etc.).

Die Macher zitieren im Film viel (der Hauptdarsteller heisst im Film Lucio Fulci = Furuchi), auch anderen Filmemachern soll Respekt gezollt werden, was jedoch nur wenig verständlich ist, da man dafür schon der Japanischen Sprache mächtig sein sollte. Aber auch sonst erinnert man sich an andere Filme – ich fühlte mich z.B. sehr an Little Shop of Horrors erinnert, wobei es hier ein Kotatsu ist, der Menschen isst statt einer singenden Pflanze.

Die Figuren sind sympathisch und man hat eine echte Punk Band im Film integriert, um die Band im Film realistisch rüberzubringen. Die Effekte waren genau nach meinem Geschmack und das Ende ist das Highlight – auf Auftauchen, Wachsen und der Kampf gegen den menschenfressenden Kotatsu mit viel Humor und Massenpanik – davor bekommt der Kotatsu jedoch relativ wenig zu tun, dem sollte man sich bewusst sein.

Fazit: Mehr Komödie statt echten Horrors – der Kotatsu darf vor allem im Finale wüten. Wenn man die richtigen Einstellungen und Erwartungen an den Film anpasst, kann man an dieser skurrilen Komödie aus Japan grosse Freude haben!

Infos:

O: Batoru hîtâ

Japan 1989

R: Jôji Iida

D: Akira Emoto, Pappara Kawai, Shigeru Muroi, Sanplaza Nakano

Laufzeit der US-DVD: 92:53 Min.

Gesehen am: Jan. 2009 / Review überarbeitet: Jan. 2020

Fassungen: Mir lag die US-DVD von BCI Eclipse vor = Uncut, sehr gute Bild- und Tonqualität, Jap. mit englischen Subs, u.a. exklusiver Audiokommentar vom Regisseur als Bonus. Es gibt keine deutsche Fassung (Stand: Jan. 2020).