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Samstag, 22. September 2018

Update

Neue Reviews, neuer Neukauf und Information

 

 

- Neuer Neukauf



- Cabin of the Damned

- Tyranno's Toenail

- Blood Simple

- The Silver Spear

- Das Dorf der acht Grabsteine

- Policeman Luc Merenda

- Terrifier

- Die 18 Jadekrallen der Shaolin

- Taxi 4

- The Foreigner



Information für Monat Oktober

Im Oktober wird es, nicht wie gewohnt, alle fünf Tage ein Update geben, sondern wird es täglich ein Review zu einem Horrorfilm geben! Für unseren Horroktober! Start ab 01.10. Dafür gab es heute extra schon das Update statt morgen und statt fünf waren es zehn Reviews!

Auf den folgenden Bildern seht ihr, welche Filme ich ausgewählt habe. Die Mehrheit kenne ich schon, habe ich aber seit 10+ Jahren nicht mehr gesehen - es wird also komplett neue Reviews davon geben.

Viel Spass:-)







 

Neukauf








Evil Hits Evil
VHS aus Südkorea. Co-Produktion aus Taiwan und Südkorea. Es soll zwei Fassungen als VHS in Südkorea geben - eine "Korean Redub Version" (soll zensiert sein) und eine Taiwan Version - dieses VHS entspricht der Taiwan Fassung. Bin gespannt. Zitat aus einem Review:

"Throw in re-animated zombies, grizzly makeup transformations, and some worthy death scenes (the final scene with Yung-moon is a killer, pun intended), and while Evil Hits Evil is far from the best horror Asia has to offer, it’s still a whole lot of fun."

Dürfte mir zusagen! 


Die Todeskralle des roten Phoenix
Dt. DVD. In Handlung cut, in Action Uncut. Soll sehr gutes Master sein (Bildqualität). Hoffe auch auf eine starke deutsche Sprachfassung, die den Eastern, u.a. mit Shaw Brothers Legende David Chiang, noch zusätzlich aufwertet. War billig (ca. 10 Fr.) und O-Ton Alternativen sind mir nicht bekannt bzw. es gäbe ein US-VHS mit Canto Ton aber ohne Subs. Dazu sei erwähnt: O-Ton wäre Mandarin, nicht Kantonesisch (Film ist aus Taiwan). 

The Foreigner Review



The Foreigner

Story:

Chinese Quan (Jackie Chan) verliert bei einem Terroranschlag in London seine Tochter. Die Behörden ermitteln – jedoch zu langsam für Quan, der die Drahtzieher des Anschlags tot sehen will. Quan beginnt selbst zu ermitteln. Es zieht Quan nach Belfast, wo er vom Politiker Liam Hennessy (Pierce Brosnan), der früher selbst bei der IRA war, Antworten erhofft…

Meine Meinung:

Bester Film mit Jackie Chan seit Dragon Blade (2015) und einer der besten Filme in Chans Filmkarriere, wenn man losgelöst seine letzten zehn Jahre betrachtet (noch ganz okay bis gut waren: Shaolin, auch wenn nur eine Nebenrolle habend, Little Big Soldier, Stadt der Gewalt und die Jet Li Zusammenarbeit Forbidden Kingdom).

Der Film, ein düsterer, ernster und realistisch angehauchter (was die politischen Themen und Inhalte wie Terrorismus, Gut und Böse etc., angehen) Polit-Thriller, war spannend und packend in Szene gesetzt, so dass der Film trotz fast zwei Stunden Laufzeit, zu keiner Sekunde langweilig war. Der Film brilliert vor allem von den starken Leistungen von Jackie Chan (Dragon Fist, Kung Fu Yoga) und Ex-James Bond Darsteller Pierce Brosnan (wegen dem irischen Akzent sollte den Film nur im O-Ton geschaut werden, kommt sehr gut so).

Wenn wir schon bei James Bond sind: Regie führte Martin Campbell (GoldenEye), produziert wurde der Film von u.a. Jackie Chan und laut Vorspann und Cover von den H. Brothers (daher ist der Film auch hübsch aufwändig – die H. Brothers haben u.a. auch Hardcore Henry produziert und der sah auch klasse aus was Effekte und Actionszenen angehen) und der Soundtrack stammte von Cliff Martinez (Soundtrack beigesteuert für: Only God Forgives und The Neon Demon).

Die Actionszenen sind sparsam dosiert aber toll, wuchtig, aufwändig und sehenswert in Szene gesetzt – dies gilt für Kameraführung, Choreographie, Effekte und Explosionen (z.B. Bus in London) – macht verdammt viel Spass! Dank Doubles und guter Kameraführung nimmt man Chan, auch wenn über 60 Jahre alt, die Actionszenen durchaus überzeugend ab.

Fazit: Jedem Jackie Chan- und Actionfilm-Fan zu empfehlen!

Infos:

O: The Foreigner

China, Großbritannien, USA 2017

R: Martin Campbell

D: Jackie Chan, Pierce Brosnan, Charlie Murphy, Michael McElhatton

Laufzeit der CH-DVD: Ca. 115 Min.

Gesehen am: 03.08.18

Fassungen: Mir lag die CH DVD von impuls vor = Uncut, Deutsch/Englisch mit dt. Subs, sehr gute Bild- und Tonqualität.

Taxi 4 Review



Taxi 4

Story:

Polizist Émilien Coutant-Kerbalec (Frédéric Diefenthal) lässt durch eine List einen belgischen Gangster frei und wird daraufhin von seinem Boss gefeuert. Um seinen Job wieder zu bekommen versucht er, den Gangster zu finden – mit Hilfe seines Kumpels und Taxifahrers Daniel (Samy Naceri)…

Meine Meinung:

Auch die dritte Taxi Fortsetzung, lange Zeit der letzte Teil der Reihe seit 2007 (erst 2018 wurde die Reihe dann mit einem neuen Film fortgesetzt, aber ohne Stars Samy Naceri und Frédéric Diefenthal), hat mir gut gefallen. Der Film erreicht zwar nicht die Qualität der Teile 2-3, aber gefiel mir minim besser als der erste Film. Letzterer ist für mich auch der schwächste Teil, der einzeln und für sich gesehen aus der Sammlung fliegen würde, nicht so jedoch die Fortsetzungen danach.

Der Film driftet hier zwar mehr und mehr in Richtung Komödie ab und vernachlässig die Action, aber das tut dem Spass keinen Abbruch. Der Humor erinnerte mich z.T. ans alte Hong King Kino und wer die Figuren aus den Teilen zuvor liebgewonnen hat – wie ein Klassentreffen fühlt es sich an, wenn man diese Film um Film wieder zu sehen bekommt, ist das einfach ein schönes Gefühl.

Diesmal sind die Belgier die Bösewichte (aber keine IS Terroristen) die herrlich überzeichnet werden – da spielt man gut mit Klischees und Stereotypen. Die Darsteller hatten sichtlich Spass an der Produktion und das Fussball-Setting mochte ich als Fussball-Fan auch. Ein Umstand, der nerven und/oder negativ ins Gewicht fallen könnte, wenn man Fussball hasst bzw. nicht mag.

Star Samy Naceri als Daniel der Taxifahrer wird im letzten Teil arg in den Hintergrund gedrängt. Seine Freundin kommt, glaube ich, gar nicht mehr vor. Es gibt auch kaum Taxiszenen zu sehen – in Erinnerung bleibt nur der Beginn, als er einen Fussballstar ins Fussballstadium fahren muss und kaum Zeit bleibt. Damit wird der prominente Einsatz von Sylvester Stallone als Stargast in Teil drei ersetzt.

Fazit: Wer die Reihe bisher mochte kann sich Teil vier bedenkenlos ansehen! Kurzweilige Unterhaltung garantiert, halt mehr Komödie statt Actionkomödie.

Infos:

O: T4xi

Frankreich 2007

R: Gérard Krawczyk

D: Samy Naceri, Frédéric Diefenthal, Bernard Farcy, Emma Wiklund,Edouard Montoute

Laufzeit der dt. DVD: 93:27 Min.

Gesehen am: Anfang Aug. 2018

Fassungen: Siehe Teil eins Taxi.

Die 18 Jadekrallen der Shaolin Review



Die 18 Jadekrallen der Shaolin

Story:

Nach dem mysteriösen Tod von Meister Wong Chung Wei (Chang Yu) wollen dessen Angehörige Rache. Es werden diverse Kämpfer (u.a. Lo Lieh und Phillip Ko) als Täter vermutet. Diverse Kämpfer lassen ihr Leben, nur um festzustellen, dass diese nicht die Mörder sind. Die Helden Si Pei Pei (Polly Shang-Kuan Ling-Feng) und Kung Shi Ya (Li Lung-Hua) werden beauftragt, die Mörder zu finden und zu töten. Doch sie verfolgen in Wahrheit eigene Ziele (das Finden der 18 Jade Statuen und Rache am Tod ihrer Familie) und diese hängen auch mit Wong Chung Wei zusammen…

Meine Meinung:

Old School Eastern der mir gut gefallen hat! Es wird eine leicht verschachtele Story mit vielen Figuren erzählt und lange Zeit wird um den Tod von Wong Chung Wei ein Geheimnis gemacht. Einiges kann man sich aber vorher zusammenreimen, so dass man trotz Story gut unterhalten wird. Zur Unterhaltung tragen in der deutschen Sprachfassung auch die Dialoge bei – gerade was die von Polly Shang-Kuan Ling-Feng gespielte Figur angeht, hat sie amüsante und freche Dialoge abbekommen (dass sie ein lautes Mundwerk hat, wird ihr im Film auch angekreidet).

Weiterhin tragen viele bizarre Einfälle zum Unterhaltungswert bei: ein Kampf auf rollenden Bällen, eine Holzmaschine mit 16 Armen ausgestattet, um damit Kung Fu trainieren zu können etc. Solche Einfälle heben den Film vom reinen 08/15 Eastern ab. Die Kampfszenen sind auch gut und haben mir gefallen. Ein Mix aus Kung Fu und Kriminalgeschichte sozusagen. Solche Einflüsse lassen aber eher aufs Taiwan Kino statt Hong Kong schliessen – obwohl der Film in vielen Datenbanken als HK Produktion angesehen wird, gehe ich davon aus, dass es sich um einen Film aus Taiwan handelt.

Regisseur Cheung Chieh hat nämlich vor allem in Taiwan gearbeitet, wenn man auf seine Filme schaut: The Devil (ekliger Würmerhorror der dieses Jahr von Massacre Video auf Blu-Ray erscheinen wird im O-Ton mit englischen Subs und 4K Restauration unter Mithilfe von Cheung Chieh), The Witch with Flying Head (erneut rarer und seltener Taiwan Horror für dessen US- oder TW VHS Mondpreise bezahlt werden, so gut wie nicht mehr zu bekommen), The Vengeance of Six Dragon (Billig-Action mit Kara Hui und Shing Fui-On) oder Wonderful Killer (Shing Fui-On macht im Wald einen auf Rambo inklusive tödliche Fallen).

Was die Stars angeht wirkte vor allem Polly Shang-Kuan Ling-Feng (The Ghost Hill) auf mich sehr sympathisch – vielleicht auch wegen ihrer frechen Dialogen in der dt. Sprachfassung. Die beiden Shaw Brothers Stars Phillip Ko (A Man From Holland, Drei wild wie der Teufel) und Lo Lieh (Edge of Darkness, Revenge of the Corpse) haben Nebenrollen. Ansonsten hat mir auch der grauhaarige Meister (gespielt von Chang Yu) gut gefallen.

Fazit: Allen Old-School Kung Fu Film Fans zu empfehlen!

Infos:

O: Shi Ba Yu Luo Han

HK 1979 (sieht für mich eher nach einer Taiwan Produktion aus)

R: Cheung Chieh

D: Chang Yu, Lo Lieh, Phillip Ko, Li Lung-Hua, Polly Shang-Kuan Ling-Feng

Laufzeit der dt. DVD: 88:39 Min.

Gesehen am: 31.07.18

Fassungen: Mir lag die dt. DVD von Schröder Media vor (Asia Line Vol. 10). Es befindet sich noch ein Bonusfilm auf der DVD (Im Würgegriff der gelben Schlange). Zum Film: Deutsch/Englisch, keine Subs. Ehemals zensierte Szenen sind in Englisch mit dt. Subs. Die Bildqualität ist gut. Mir ist keine O-Ton Fassung bekannt (Stand: Juli 2018). Die dt. Synchro ist gut. Alternativen: US-Fassung von Tai Seng (VHS, Englisch Dubbed – glaube gibt es auch auf DVD), franz. VHS, US-Betamax und eine DVD aus Taiwan (wenn es ein Film aus Taiwan ist wäre dort O-Ton vorhanden aber keine englischen Subs und als Nachtrag liste ich noch ein VHS aus Südkorea (dürfte in Mandarin mit korranischen Subs sein). 

Terrifier Review



Terrifier

Story:

Halloween: Ein Clown (David Howard Thornton) zieht mordend durch die Gegend…

Meine Meinung:

Clows waren schon immer ein beliebtes Horrormotiv. Beispiele? Stephen Kings Es (TV Film von 1990), das Remake dazu mit dem Titel It (2017), 100 Tears (gefiel mir nicht), Camp Blood Reihe («Dieser Clown ist nicht lustig»), Clown (war okay, von Eli Roth produziert, eher düster und ernst), All Hallows' Eve (habe ich auch als okay in Erinnerung), Funny Man (UK – mit Christopher Lee), Killer Klowns from Outer Space (harmlos – jetzt bereits Uncut ab 12 Jahren freigegeben) oder Stitches (für mich einer der besseren Clown Horrorfilme – Fun-Splatter mit handgemachen Effekten aus Irland). Natürlich gibt es noch viele andere (wie auch Puppen z.B.) – aber die oben genannten kenne ich mehrheitlich.

Nun gesellt sich Terrifier dazu – der nur knapp in der Sammlung stehen bleibt. Soll heissen: nicht alles am Film ist toll. Es war weniger Budget vorhanden als erwartet und eine Story ist nahezu nicht vorhanden. Leider trifft das auch auf Spannung und Stimmung zu – Fehlanzeige. Man fiebert mit den Figuren nicht mit. Dazu sind sie zu wenig gut gespielt und zu wenig charakterisiert und vor allem nicht speziell charismatisch und/oder sympathisch. Es ist egal, wenn der Clown sie bekommt.

Die Einleitung nimmt zu viel Zeit in Anspruch und ist belanglos. Motive und Hintergründe werden nicht geliefert und erklärt (am Ende machen sich noch übernatürliche Phänomene breit). Die Figuren handeln doof und einiges vom Gore wird zu schnell gezeigt, zu wenig explizit und/oder im off stattfindet und/oder nur das Resultat zeigend, was sicher auch dem Budget geschuldet war. Das soll aber nicht heissen, dass der Film harmlos ist. Im Vergleich zu Clown oder Stitches ist Terrifier die grössere Schlachtplatte. Die 2. Hälfte entspringt einem einzigen Überlebens- und Fluchtversuch vom Clown und mind. zwei Gore-Szenen im Film sind wirklich verdammt gut und spektakulär geworden (ich sage nur: Säge!).

Fazit: Man kann den Film gut sichten, ohne dass zu viele Längen entstehen. Im Grossen und Ganzen okay und kurzweilig, aber man sollte nicht allzu hohe Erwartungen an den Film hegen! Für Fans von Horror-Clowns sicherlich an erster Stelle zu empfehlen!

Infos:

O: Terrifier

USA 2016

R: Damien Leone

D: Jenna Kanell, Samantha Scaffidi, David Howard Thornton, Catherine Corcoran, Katie Maguire

Laufzeit der UK DVD: Ca. 81 Min.

Gesehen am: 30.07.18

Fassungen: Mir lag die UK DVD von Signature Entertainment vor = Uncut, gute Bild- und Tonqualität, Englischer Ton, keine Subs. Es gibt keine dt. Fassung (Stand: Juli 2018).

Policeman Luc Merenda Review








Policeman Luc Merenda

Story:

Kommissar Verrazzano (Luc Merenda) bekommt es mit einem neuen Fall zu tun: Giulia Medici (Janet Agren) sucht Verrazzanos Hilfe auf. Ihr Ehemann soll vor kurzem Suizid begangen haben, doch anhand eines Drohbriefes zweifelt sie daran. Kommissar Verrazzano beginnt zu ermitteln…

Meine Meinung:

Policeman Luc Merenda ist ein sehr solider Film des Ital. Gangster- und Polizeifilmes jedoch fast mehr ein Krimi / Detektivgeschichte. Der Film ist kein Highlight des Genres (die wären: Der Berserker, Das Syndikat des Grauens, Der Tod trägt schwarzes Leder, Die Rache des Paten, Tote Zeugen sinken nicht etc.) aber durch und durch okay und unterhaltsam. Man sollte halt nicht allzu viel erwarten. In der deutschen Sprachfassung wäre der Film sicher noch mal eine ganze Ecke amüsanter und spassiger, denn ernst nimmt sich der Film definitiv nicht.

Luc Merenda ist hier der Held. Er, der oft hinter den Stars des Genres, Henry Silva (Killer Vs. Killers), Mario Adorf (Der Tod trägt schwarzes Leder), Franco Nero (Die Klette), Fabio Testi (Orgie des Todes) oder Tomas Milian (Der Vernichter) gesehen wird, ist der Hauptstar des Filmes. Dementsprechend gezeichnet ist eine Figur im Film: Frauenschwarm, kann das Wetten (inklusive Spielschulden) nicht sein lassen und ist offiziell Single (seine Katze ist sein Ein und Alles, und leider gibt es diesbezüglich eine dramatische Szene im Verlauf des Filmes). Janet Agren, der zweite bekannte Namen der Produktion, dürften Fans noch aus Eaten Alive kennen (und wer hofft sie hier blank zu sehen muss sich an Lenzis Kannibalenschocker wenden).

Die wenigen Actionszenen sind solide in Szene gesetzt: kurze blutige Shoot-Outs mit Zeitlupeneinsatz, ein Überfall inklusive Rape-Szenen, Verfolgungsjagd mit tödlichem Ausgang, Kopfschuss im Auto, paar Prügeleien, eine tödliche Hundeattacke und eine lange Auto-Verfolgungsjagd während der Nacht. Die Story selbst ist okay aber die Auflösung kommt wenig überraschend bzw. konnte man ahnen – hat man im Italo Krimi Genre schon so oft gesehen. Aber kurzweilig wars.

Fazit: Kann man jedem Poliziotteschi empfehlen, auch wenn kein Highlight aus dem Genre.

Infos:

O: Il Commissario Verrazzano

Italien 1978

R: Franco Prosperi

D: Luc Merenda, Janet Agren, Patrizia Gori, Daniele Dublino, Luciana Paluzzi, Chris Avram

Laufzeit des israelischen VHS: k.A. (keine Anzeige auf dem Cover)

Gesehen am: 30.07.18

Fassungen: Mir lag das VHS aus Israel unter dem englischen Titel Deadly Chase vor = wahrscheinlich Uncut, Englisch Dubbed mit hebräischen Subs, gute bis durchschnittliche (in 2-3 dunklen Szenen) Bildqualität, kein Vollbild. Das dt. VHS ist zensiert. Eine DVD scheint es weltweit nicht zu geben (Stand: Juli 2018).

Das Dorf der acht Grabsteine Review



Das Dorf der acht Grabsteine

Story:

Der junge Tatsuya (Ken'ichi Hagiwara) trifft überraschend auf seinen Vater, der ihn zu seinem Geburtsort begleiten will. Bevor sie aufbrechen können, stirbt der Vater. Tatsuya reist in ein kleines, abgelegenes Dörfchen. Dort trifft er auf Familienmitglieder. In dem Dorf geht die Legende der acht Grabsteine um und die Einwohner fürchten um den Fluch dieser Legende. Und tatsächlich: kurz nach der Ankunft von Tatsuya kommt es zu mysteriösen Todesfällen. Die Polizei beginnt zu ermitteln…

Meine Meinung:

Das Dorf der acht Grabsteine hat mir sehr gut gefallen. Es handelt sich um einen Mix aus Krimi und Gruselfilm. Der Film, der über zwei Stunden läuft, entwickelt sich langsam und bietet inhaltlich einige Überraschungen. Es geht um acht Samurais, die früher ermordet wurden und seitdem beherbergt ein Fluch ein kleines Dorf. Als ein Familienmitglied die Ortschaft aufsucht, geschehen erneut mysteriöse Morde und die Polizei ermittelt.

Also kann man in der Tat von einem Krimi sprechen und die Kleinstadt-Atmosphäre mochte ich – vor allem weil der Film und die Settings örtlich und in der Natur gelegen sind. Weit weg vom modernen Japan bzw. Tokyo.

Der Inhalt ist spannend. Was ist das Motiv? Wer ist der Mörder? Gibt es wirklich einen Mörder aus Fleisch und Blut? Oder sind es Geister? Gibt es den besagten Fluch? Der Film ist trotz langer Laufzeit nie langweilig.

Die Darsteller waren überzeugend, der Film sehr stimmungsvoll und atmosphärisch, zudem wunderschön gefilmt und teilweise hübsch gruselig. Zwischendurch haben die Protagonisten horrorhafte Alpträume und gerade die Samurai-Rückblenden waren sehr graphisch und blutig, was ich nicht erwartet hätte. Sind paar schöne Kreationen dabei, was blutige Effekte angehen. Auch die stimmungsvollen Settings laden dazu ein, um eine gruselige Bildsprache zu erzeugen (die Höhlen im Finale, das Feuer im Finale).

Fazit: Für Fans von alten, klassischen jap. Filmen (und Krimis) zu empfehlen!

Infos:

O: Yatsuhaka-mura

Japan 1977

R: Yoshitaro Nomura

D: Ken'ichi Hagiwara, Torahiko Hamada, Mayumi Ogawa, Tsutomu Yamazaki, Isao Natsuyagi

Laufzeit der dt. DVD: 145:29 Min.

Gesehen am: 30.07.18

Fassungen: Mir lag die dt. DVD von Polyfilm Video vor = Schuber, Booklet, Uncut, Jap. mit dt. Subs., gute Bild- und Tonqualität.

The Silver Spear Review



The Silver Spear

Story:

Madame Green Plum (Lam Yi-Wa) lädt vier Kämpfer nach Snow Valley ein, damit diese sich dort duellieren können. Zwei Kämpfer sterben vor Ort – doch nicht durch das Turnier, sondern sie werden vergiftet. Fast Steed Lao Tung (Tien Peng) wird als Täter hingestellt, obwohl eigentlich Silver Spear (Tin Hok) der Täter ist. Fast Steed kann entkommen, doch die Ringrichter des Turniers (u.a. Tsai Hung, Lee Wan-Chung, Chen Sing) und der böse Silver Spear, der im Auftrag des Vampirs No 13 (Chin Kang) handelt, sind Fast Steed auf den Fersen…

Meine Meinung:

The Silver Spear, nicht zu verwechseln mit dem Jimmy Wang Yu Film The Deadly Silver Spear, hat mir sehr gut gefallen. Es handelt sich um einen taiwanesischen Wuxia von 1979.

Der Film mit und von Tien Peng bietet eine leicht verschachtelte Story mit vielen Haupt- und Nebenfiguren, die kommen und gehen wie es ihnen beliebt. Viele Figuren spielen ein doppeltest Spiel und sehen dazu noch ähnlich aus und sind gleich gekleidet (einige der Kämpfe zwischen Fast Steed und Silver Spear). Doch das tut dem Unterhaltungswert nicht weh – da gibt es einige Shaw Brothers Filme, die diesbezüglich viel schlimmer sind. Man muss sich hier nur merken: Silver Spear = böse, Fast Steed = Held, Silver Spear handelt im Auftrag des Vampirs. Fertig. Alles andere ist unwichtiges Beigemüsse.

Die Story ist nicht langweilig. Der Film legt ein hohes Tempo vor. Die Settings sind wunderschön. Ebenso der verschneite Beginn des Filmes. Die Sets wirken unreal und einem Märchen entsprungen – Taiwan Fantasy auf hohem Niveau, trotz Low-Budget. Die Figuren machen ihre Sache solide und ordentlich.

Sehr cool fand ich das Einspannen des Vampirs – der sich am ende harte Kämpfe liefert und kaum zu besiegen ist. Die Maske finde ich sehr gelungen – ein Effekt genau nach meinem Geschmack. Die Martial Arts Szenen sind nebst Settings das zweite Highlight des Filmes: schnelle und fantasievolle Waffen und Choreographien, jedoch hat man als Zuschauer nie das Gefühl, dass die Kamera zu schnell und/oder die Szene zu unübersichtlich ist.

Wunderschöne Settings, starke Action- bzw. Kampfszenen und ein harter Vampir als Bösewicht = uneingeschränkt zu empfehlen für alle Fans des alten Taiwan Wuxia und Fantasy Kinos!

Infos:

O: Bi Xue Si Yin Qiang

Taiwan 1979

R: Tien Peng

D: Lam Yi-Wa, Tien Peng, Tin Hok, Tsai Hung, Lee Wan-Chung, Chen Sing, Chin Kang

Laufzeit der HK VCD: Ca. 94 Min.

Gesehen am: 28.07.18

Fassungen: Mir lag die HK VCD von Ocean Shores vor = Uncut, Mandarin/Englisch ohne Subs, gute Bildqualität. Gabe es mind. noch als LD in HK (auch hier: keine Subs). Es gibt in den USA VHS und DVDs zum Film (nur Englisch Dubbed). Es gibt keine dt. Fassung (Stand: Juli 2018).

Blood Simple Review



Blood Simple

Story:

Restaurant Besitzer Marty (Dan Hedaya) vermutet, dass seine Frau Abby (Frances McDormand) ihn mit dem Angestellten Ray (John Getz) betrügt. Er beauftragt den Detektiv Loren Visser (M. Emmet Walsh) dies zu bestätigen. Und die Sache stimmt: Abby und Ray haben ein Verhältnis. Nun beauftragt Marty Loren, seine Frau und Ray zu töten. Doch es kommt alles anders als geplant…

Meine Meinung (basiert auf dem Director's Cut):

Blood Simple stellte das Regiedebüt der Brüder Joel und Ethan Coen dar. Von ihnen kenne ich nicht viel: Fargo (fand ich okay), No Country for Old Men (gefiel mir gar nicht) und die Serie Fargo (hier traten die Brüder lediglich als Produzenten auf und die Serie, vor allem Season 1 & 3, gefielen mir besser als der Spielfilm). Blood Simple hingegen hat mir gut gefallen und auch besser als Fargo.

Der Film erinnert an den später gedrehten Fargo – nur ist Blood Simple spannender, böser, humorloser. Und deshalb hat mir der Film auch besser gefallen. Die Story bietet viele Überraschungen (à la Fargo) und es ist gut, darüber so wenig wie möglich zu wissen. Die Darsteller machen allesamt einen tollen Job und zum Teil sind es sehr abgedrehte, kantige Figuren, die den Zuschauer schnell in ihren Bann ziehen (wie in Fargo und der gleichnamigen Serie). Sie agieren alle toll und nebst viel inhaltlicher Überraschung, ruhigen, stimmungsvollen Bildern und Kamerafahrten gibt es auch viele spannende Phasen zu sehen (Finale, Finden der Leiche, Strasse während der Nacht und LKW kommt näher…).

Eine dichte Kleinstadtstimmung kommt auch auf, und obwohl ein kleines Budget vorhanden war, wirkte sich dies nicht negativ auf den Film aus. Was Sound und Schnitt angehen, gerade im Director’s Cut (die Kinofassung läuft länger und hatte andere Musik und wenig beeindruckendere Tonqualität), sind diese qualitativ auf einem hohen Level! Dass die Brüder Coen mit dem Film 1984 einen grossen Erfolg feien konnten, wundert mich überhaupt nicht. Insgesamt lässt sich Blood Simple nicht in ein gültiges Genre packen und im Gegensatz zum 08/15 Horrorkino der damaligen Zeit (Freitag der 13. Reihe, A Nightmare on Elm Street Reihe, Halloween Reihe) stellte Blood Simple innovatives und intelligentes Kino dar.

Fazit: Kann man sich gut ansehen! Kleiner, aber ziemlich packender und fieser Film, der nicht vorhersehbar ist und einfach höllisch gut unterhält!

Infos:

O: Blood Simple

USA 1984

R: Joel Coen, Ethan Coen

D: John Getz, Frances McDormand, Dan Hedaya, M. Emmet Walsh, Samm-Art Williams, Deborah Neumann

Laufzeit der dt. Blu: 95:59 Min.

Gesehen am: 28.07.18

Fassungen: Mir lag die dt. Blu-Ray von Arthaus / Studiocanal vor = Schuber, Booklet, DC als Fassung mit neuer 4K Restoration, Deutsch/Englisch dt. Subs. Die Bild- und Tonqualität sind sehr gut.

Tyranno's Toenail Review








Tyranno's Toenail

Story:

Zur Zeit der Höhlenmenschen und Dinosaurier:

Regelmässig werden Stammesmitglieder als Opfergabe einem T-Rex zum Frass vorgeworfen. Als eine junge Frau das nächste Opfer werden soll, wird sie von einem Stammesmitglied befreit. Beide flüchten. Die Stammesmitglieder jagen die zwei «Feinde», die sich auch mit anderen Gefahren während der Flucht befassen müssen (andere Stämme und Dinosaurier)…

Meine Meinung:

Diese südkoreanische Produktion könnte man als Koreas Antwort auf Am Anfang war das Feuer (1981) betiteln. Auch dort geht es um Höhlenmenschen und auch in diesem Film wird in einer Urzeitsprache gesprochen (Laute, Gesten, Grunzen) was auch in Tyranno's Toenail der Fall ist – es gibt also keine verständlichen Dialoge, doch der Story kann man sehr einfach folgen, da einfach zu verstehender Inhalt. Die Inhalte befassen sich mit den täglichen Dingen des Lebens in der Urzeit: Überleben, Fressen oder gefressen werden, Jagd, Befriedigung von Bedürfnissen, Duelle etc.

Das wird alles gut und realistisch umgesetzt. Dabei kommt es in einer Szene zu Tiersnuff, als Käfer gefressen werden und in zwei weiteren Szenen haben echte Tiere – ein Wildschwein und eine Ziege, nichts zu lachen. Die Tiere werden zwar nicht physisch verletzt – aber psychisch schon – in den Szenen erleiden die Tiere Höllenquellen was Todesängste angehen. Diese Szenen dürften nicht allen gefallen…

Was die Dinosaurier angeht wurden Effekte eingesetzt (der T-Rex) und/oder Menschen in Gummianzüge gesteckt – daher lässt sich die Nähe zum jap. Monsterfilm à la Godzilla, Kaiju genannt, nicht verleugnen. Alle Dinoeffekte und Actionszenen diesbezüglich waren für mich die Highlights des Filmes, da Effekte-Kreationen nach meinem Geschmack. Billig, aber charmant. Der T-Rex erinnert ein wenig an das Modell aus Carnosaurus. Sehr eindrücklich fand ich den Stunt am Ende (T-Rex) und die Szenen vom fliegenden Dinosaurier (vor allem als dieser einen echten Menschen in die Lüfte hebt um diesen den kleinen Monster-Dino-Vögeln ins Nest zu werfen). Hier und da gibt es tolle Close-Ups (Köpfe, Münder, Zungen, Füsse, Schwänze) wenn die Dinos gegeneinander kämpfen oder die Höhlenmenschen als Beute jagen.

Der Film ist nicht langweilig, die Figuren agieren jedoch übertrieben, so dass viele Szenen trashig wirken. Totales Overacting und die Darbietung der Zähne der Höhlenmenschen erinnert ans alte HK Kino, wenn dort Menschen überzeichnet dargestellt wurden inklusive sonderbarem Klamauk. Der Film ist aber zum Teil recht ernst und nicht harmlos (auch Gewalt gegen Frauen), wobei es sichtlich ein Kinderfilm sein soll. Zum Beispiel sind einzelne Szenen mit Baby Dinos sehr herzig, die jedoch dann auch äusserst brutal werden, wenn z.B. das Muttertier getötet oder Baby-Dino-Vögel zu Tode geknüppelt werden…

Fazit: Ich hatte meinen Spass mit diesem seltenen Film aus Südkorea! Ich denke, Trash- Dino- und Kaiju-Fans sollten sich diesen Film nicht entgehen lassen!

Infos:

O: Tilanoui baltob

Südkorea 1994

R: Shim Hyung-rae

D: Shim Hyung-rae, Shin Sae-Kil, Seo Chan-Ho, Park Se-Beom, Ahn Jin-Hyeong

Laufzeit der koreanischen VHS: Ca. 92 Min.

Gesehen am: 27.07.18

Fassungen: Mir lag das VHS aus Südkorea von Daewoo vor = Uncut, O-Ton (Höhlenmenschensprache), gute Bildqualität. Fassungen im Ausland bzw. ausserhalb Koreas sind mir nicht bekannt (Stand: Juli 2018).

Cabin of the Damned Review



Cabin of the Damned

Story:

Oscar (Daisy Masterman), ihre Schwester, dessen Freund und der Bruder vom Freund suchen eine Waldhütte auf, um ein spassiges Wochenende zu verbringen. Dämonen zerstören die Idylle. Ein Kampf ums Überleben beginnt…

Meine Meinung:

Cabin of the Damned, ein deutscher Titel und Anspielung auf den Film The Cabin in the Woods, ist ein Australischer Low-Budget Fun-Splatter und Hommage an viele grosse Horrorklassiker. Es handelt sich um einen Trash-Film. Teilweise war mir der Film aber sogar zu billig.

Mehrheitlich wird zwar auf handgemachte Effekte Wert gelegt, aber es kommt auch billiger CGI Einsatz vor, was nicht Rest zum Rest des Filmes (Hommage an Retro Klassiker) passte. Der Film wirkte allgemein zu modern und sauber, um Retro Feeling aufkommen zu lassen. Da halfen auch diverse Horrorfilmklischees vergangener Klassiker nichts.

Der Humor, die Dialoge und das Overacting sind Geschmackssache. Mal besser, Mal schlechter (ein Rap Duell wird sogar ausgetragen zwischen Frau und Dämon, so was finde ich dann doof und zu modern für einen Retro-Film). Es werden einige Klassiker zitiert (z.B. Bruce Willis Spruch aus der Stirb Langsam Reihe). Am meisten erinnert der Film an Tanz der Teufel. Übermässig blutig und vor allem explizit ist der Film nicht. Die FSK 16 Freigabe ist angebracht.

Das Einhorn als Effekt war eher enttäuschend, da nur der Kopf zu sehen ist und die Maske von Menschen getragen wird. Da wäre mir ein komplettes Gummikostüm lieber gewesen. So ist es kein Einhorn, sondern nur eine Maske, die getragen wird. Es hat allerdings noch 1-2 andere Kreaturen, die z.T. besser auf die Leinwand gezaubert wurden. Der Film spielt sich zu 90% in der Waldhütte ab.

Fazit: Geschmackssache – man kann den Film gut einmal sichten. Die Zeit geht vorbei, und schlecht ist der Film nicht. Aber nicht gut genug, um in der Sammlung zu bleiben...

Infos:

O: Tarnation

Australien 2017

R: Daniel Armstrong

D: Jasy Holt, Emma-Louise Wilson, Blake Waldron, Daisy Masterman, Joshua Diaz

Laufzeit der dt. Blu-Ray: 83:11 Min.

Gesehen am: 26.07.18

Fassungen: Mir lag die dt. Blu-Ray von AlL!VE / donau film vor = Wendecover, Uncut, Deutsch/Englisch und dt. Subs, sehr gute Bild- und Tonqualität.