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Dienstag, 30. Januar 2018

Die Rache des Paten Review



Die Rache des Paten

Story:

Tony Aniante (Henry Silva), ein Auftragskiller aus den USA, kehrt in sein Heimatland Italien zurück. Sein Job: Er soll für die Mafia Don Ricuzzo ausschalten, da dessen kaltblütigen Methoden selbst der Mafia zu weit gehen (Kinder töten um in dessen Körpern Drogen schmuggeln zu können). Tony Aniante zettelt zwischen den Clans einen Krieg an und sorgt für jede Menge Leichenberge…

Meine Meinung:

Auf Die Rache des Paten hatte ich mich im Vorfeld sehr gefreut. Zu recht. Der Ital. Mafiafilm von Andrea Bianchi hat mir sehr gut gefallen. Zudem stellt der Film wohl nebst Lucio Fulcis Contraband den härtesten Mafiafilm überhaupt dar. Beispiele?
Kinderleichen in welchen Drogen geschmuggelt werden. Abgetrennter Kopf nach Autounfall. Massiv blutigste Shoot-Outs. Vergewaltigung. Leichen mit Walze überfahren. Kopf mit Säge spalten etc.

Es geht derb zur Sache und dabei brilliert der Film nebst dem Härtegrad noch durch mind. zwei weitere Eigenschaften:

1. Die Stimmung und Atmosphäre suchen ihresgleichen. Der Film kommt, was die Bilder von Sizilien angehen (die Hitze spürt man förmlich aus dem Bildschirm fühlend), authentisch und realistisch rüber. Das kleine Dörfchen und die Bilder sind sehr stimmig und sorgen für eine intensive Heiterkeit. Willkommene Abwechslung zu anderen Settings in dem Genre (Rom, Mailand etc.). Ruhige Bilder, viel Natur, viel Hitze.

2. Henry Silva (Nico)! Er als Hauptdarsteller war eine klasse für sich. Er trägt den Film und jede Szene mit ihm ist ein Genuss. Der in Brooklyn geborene Darsteller war oft im Italo Kino und insbesondere in diesem Genre zu sehen, z.B. in Blutiger Schweiß, Der Berserker oder Der Teufel führt Regie. Und auch hier überzeugt er durch seine Darstellung als «Antiheld».

Als dritten und inoffiziellen Punkt will ich die deutsche Synchronisation erwähnen. Diese ist einsame Spitze und macht den Film noch besser, unterhaltsamer und amüsanter als er ansonsten schon wäre (z.B. als Henry Silva in der Bar von den anderen angepöbelt und beschimpft wird oder als Barbara Bouchet beim Sex in diversen Ausführungen von den «Negern» stöhnt). Gerade solch politisch unkorrekte Dialoge sind noch das Tüpfelchen auf der ganzen Sache, die den Film rundherum sehenswert und unterhaltsam machen.

Fazit: Für Fans von Ital. Polizei/Gangster/Mafia Streifen ohne Ausnahme zu empfehlen!

Infos:

O: Quelli che Contano

Italien 1974

R: Andrea Bianchi

D: Henry Silva, Barbara Bouchet, Fausto Tozzi, Mario Landi, Vittorio Sanipoli

Laufzeit der dt. Blu Ray: 97:16 Min.

Gesehen am: 10.12.17

Fassungen: Mir lag die Blu Ray / DVD Combo Fassung mit Booklet von filmArt vor = Zwei Fassungen an Bord (empfehle Langfassung), Uncut, erstklassige Bild- und Tonqualität, Deutsch, Englisch oder Italienisch mit dt. Subs. Deutsche Synchronisation ist sehr gut geworden und empfehle diese zum Schauen. Der Film ist länger als bei ausländischen Blu Ray Fassungen (z.B. USA von Code Red). Einziges Manko: kaum wirkliche Extras und null Infos was es mit den zwei Fassungen auf sich hat (z.B. Unterschiede etc.). Weder im Booklet, noch auf dem Cover, noch beim Bonusmaterial.

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