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Dienstag, 30. Januar 2018

Ballistic Kiss Review




Ballistic Kiss

Story:

Ein Profikiller (Donnie Yen) will sich aus dem Geschäft zurückziehen. Einen letzten Job gilt es zu erledigen: seinen Ex-Partner Wesley (Jimmy Wong Ga-Lok) zu töten, der ihn vor längerer Zeit verraten und somit ins Gefängnis gebracht hat. Eine Polizistin (Annie Wu Chen-Chun) verliebt sich in den Killer und umgekehrt. Als die Polizei dem Killer auf die Spur kommt, verkompliziert sich dessen Racheplan an Wesley…

Meine Meinung:

Ballistic Kiss ist nach Satan Returns der 2. Donnie Yen Film (auch von ihm d.h. er war auch Produzent, Regisseur und nebst Hauptdarsteller auch für die Action zuständig), welchen ich aus der Sammlung verbanne. Die Erstsichtung ist sicher gut ca. 15 Jahre her und nun habe ich mir den Film erneut vorgenommen.

Im Gegensatz zu früher hat mir der Film heute kaum mehr zugesagt. Die Action ist teilweise ganz okay und gut, macht den Film aber nicht besser. Es ist ähnlich wie bei einem schlechten Splatterfilm: tolle Effekte haben einen schlechten Film noch nie besser gemacht. So auch hier – trotz gut choreographierten, optisch netten Actionszenen und vielen blutigen Shoot-Outs (an John Woo und Co. erinnernd bzw. von dort geklaut) fand ich keinen gefallen mehr an dem Film. 

Nebst nur solider Action krankt der Film an einer billigen Musikuntermalung, einer noch lahmeren und billigen Geschichte (Bey Logan sollte bei seinen Audiokommentaren bleiben) mit Längen. Der Film schafft es zu keiner Sekunde spannend oder fesselnd zu sein. Alle Szenen ohne Action sind absolut uninteressant. Auch die Figurenzeichnungen sind 08/15 und billig. Donnie Yen ist zu cool und der Gegenspieler (Jimmy Wing Ga-Lok) nervt total mit seinen Dialogen, welche zwischen Kantonesisch und Englisch hin- und herwechseln à la Michael Wong (warum überhaupt?).

Michael Woods, Real Life Freund von Donnie Yen, ist einer Kleinrolle als Gangster zu sehen, kann den Film auch nicht retten. Er passt sich der Qualität und dem schlechten Drehbuch und dessen Umsetzung an. Seine Szenen bleiben nicht in Erinnerung wie jene aus der anderen Donnie Yen Zusammenarbeiten (Tiger Cage und Co.).

Dazu kommt, dass der Film in einigen Szenen peinlich und unfreiwillig komisch wirkt (Donnie Yens Fresse am Ende mit der Zigarette im Mund als Annie Wu in Szenerie betritt).

Fazit: Schlechter bis durchschnittlicher Donnie Yen Film, den man nicht gesehen haben muss. Verpasst man nichts, wenn man den Streifen nicht kennt und werde ich mir in Zukunft nie wieder ansehen = fliegt aus der Sammlung!

Infos:

O: Sha sha ren, tiao tiao miu

HK 1998

R: Donnie Yen

D: Donnie Yen, Jimmy Wong Ga-Lok, Annie Wu Chen-Chun, Yu Rongguang, Michael Woods

Laufzeit der HK DVD: Ca. 90 Min.

Gesehen vor: Ca. 15 Jahren. 2. Sichtung am 11.12.17

Fassungen: Es gibt keine dt. Fassung (Stand: Dez. 2017). Mir lag die Code Free DVD aus HK von Universe vor = Uncut, gute Bild- und Tonqualität, O-Ton und englische Subs vorhanden.

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