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Sonntag, 4. Februar 2018

Update 04.02.18

04.02.18 - Neue Reviews und neuer Neukauf

 

 

- Neuer Neukauf


- Creature (komplett überarbeitet)

- Memories of Murder

- Black Hawk Down (komplett überarbeitet)

- My Big Night (Archiv Review leicht angepasst/mit Nachtrag)

Neukauf 04.02.18












Hostages!
Abarbeitung meiner 120titellangen Wunschliste von Ital. Polizei/Gangsterstreifen. Auf Ebay fand ich drei VHS Importe. Ich kaufte das VHS aus Australien, weil am billigsten. In Deutschland bisher nur auf VHS und teilweise zensiert zu haben unter dem Titel Die Qual der Geiseln. Es gäbe eine US-DVD welche jedoch nur Spanisch Dubbed ist = uninteressant. 

Snake Deadly Act
UK VHS in O-Ton mit englischen Subs von einem griechischen Ebay Verkäufer gekauft. Preisvorschlag wurde akzeptiert. Die UK DVDs sind nur Englisch Dubbed, daher das seltene UK VHS gekauft. Ist zudem im Widescreen und Uncut. Old School Eastern mit Angela Mao und Wilson Tong. Wird mir sicher zusagen.

The Sicilian Boss
Japan VHS von einem türkischen Ebay Verkäufer gekauft. Abarbeitung meiner 120titellangen Liste von Ital. Polizei/Gangsterfilme. Film von Umberto Lenzi mit Maurizio Merli. Dt. VHS wäre auch Uncut, aber auf Ebay nicht gefunden. Deutscher Titel: Von Corleone nach Brooklyn. Scheint keine DVD zu geben.

Soul of Bruce Lee / Fighting Fist
Sonny Chiba Action = ein Titel, der mir noch gefehlt hat. US-DVD zusammen mit einem 2. Film in einem Set und vor allem O-Ton und englische Subs. Das war auch der Grund, warum ich mich gegen die dt. DVD entschieden habe. Der zweite Film, Fighting Fist, habe ich schon als HK-DVD (in meinem Taiwan Urlaub vor ca. zwei Jahren gekauft). Günstig auf Ebay gekauft (ca. 13 Fr.). 

Half Human
Auf diesen japanischen Kaijū wurde ich durch das deutsche Buch Die Monsterinsel aufmerksam. Nach dem Lesen des Reviews dachte ich, dass die Originalfassung unauffindbar wäre. Doch auf Ebay wurde dieses Bootleg angeboten, welches nebst total entstellter US-Fassung (mit David Carradine) auch die japanische Originalfassung im O-Ton mit englischen Subs enthält. Musste ich zuschlagen. Eine Orignal japanische Fassung (z.B. Laserdisc) lief mir noch nie über den Weg, sonst hätte ich diese schon eingesackt. Vom Regisseur von Godzilla (war der erste Film nach Godzilla von Regisseur Ishiro Honda). Auf Ebay günstig erworben (12 Fr.). 

Sinister II
Blindkauf - Teil eins mochte ich sehr (damals im US-Kino gesehen im Urlaub, war schön spannend und gruselig). Der zweite wird nie im Leben so gut sein - aber für einen 10er im Media Martk gekauft in Basel. Mal schauen...

Kung Fu Stars / Fist of the Double K
US-DVD (Black Belt Theater Collection). Wurde sehr günstig (ca. 5 Fr.) von einem Amerikaner auf Ebay verkauft. Problem: schickt nicht in die Schweiz. Deutscher Internetkumpel hat ausgeholfen und mir das Teil gekauft, da Verkäufer nach Deutschland geschickt hat. Film wegen Kung Fu Stars gekauft. Grund: Sammo Hung soll dabei sein und angeblich ist auf der DVD eine O-Ton mit englischen Subs Fassung an Bord. Auch sonst hört sich Cast und Crew vielversprechend an: Sammo Hung, Fung Hak-On, Wilson Tong, Eric Tsang, Yuen Biao und Jason Pai Piao. Beim zweiten Film handelt es sich um Fist of the Double K. Lt. Cover um einen John Woo Film, was scheinbar nicht stimmt. Aber mit Yuen Woo-Ping ist immerhin ein bekannter Name an Bord (Action Director). Der Film soll Englisch Dubbed sein. Gäbe es in Deutschland auf DVD (u.a. in Mandarin aber ohne Subs, super), jedoch zensiert. 

Children of Hiroshima
Japanischer Film von 1952. Durch das Buch Japanese Cinema auf den Film (habe mir noch ne Mini-Wunschliste aus dem Buch geschrieben) aufmerksam geworden. Gespannt auf den Film. Dürfte Schlag in die Magengrube sein. HK DVD mit O-Ton und englischen Subs. Hat 8 Fr. gekostet (Ebay).

Creature Review





Creature

Story:

Ein Alien dezimiert die Besatzung eines Raumschiffes…

Meine Meinung:

Die Geschichte ist wie so oft in dem Genre nur Nebensache bei diesem Alien Verschnitt. Für einen B-Sience-Fiction Film ist Creature aber wirklich nicht schlecht und kam bei der Zweitsichtung besser als erwartet daher. Ich hatte den Film weniger gut, weniger blutig/effektiv und weniger stimmungsvoll in Erinnerung. So kann man sich negativ täuschen.

Im Gegensatz zu manchem andern Film seiner Sorte bietet Creature schon im ersten Viertel hier und da Effekte und Action, wobei natürlich obligatorische Füllszenen vorhanden sind. Das Alien ist auch meist noch nicht zu sehen – man hält sich an die Spielregeln und will es dem Zuschauer nicht zu früh zeigen, damit eine Spannung aufrecht erhalten bleibt (analog zum Tierhorrorfilm Sub-Genre). Die meisten Actionszenen in Form von Alienattacken und der Dezimierung der Crew beginnt aber erst im späteren Verlauf des Filmes. Die 2. Filmhälfte ist daher sicherlich die bessere.

Die Sets, zumindest im Raumschiff, sind oft billig und wenig stimmungsvoll. Ausnahmen sind die nebligen Szenen auf dem Planeten und die Szene kurz vor Ende, als das Alien scheinbar tot aus dem Boden liegt. Dort kam wirklich Stimmung auf und eine Spannung entsteht in der 2. Filmhälfte, wenn die Helden das Alien jagen und umgekehrt. Dies hatte ich weniger gut in Erinnerung.

Die Figuren sind 08/15. Man darf keine Meisterleistungen erwarten. Die Schicksale sind einem egal. Choleriker Klaus Kinski ist in einer Nebenrolle zu sehen, darf auch Deutsch sprechen im Original und spielt die restliche Cast und Crew locker an die Wand. War schön, ihn in einem solchen „Schundfilm“ zu sehen auch wenn nur Nebenrolle (Hauptrolle konnte man sich wohl nicht leisten). Er wertet den Film zusätzlich etwas auf. Klaus spielt übrigens einen Deutschen namens Hans Rudi Hofner – als Hommage an H.R. Giger, der das Original Alien in Alien (1979) entworfen hat.

Überrascht war ich von den Effekten: der Film ist effektiver und blutiger als andere Alien B-Film-Kopien. Es gibt einige schön blutige und handgemachte Splattereffekte, welche schön getrickst wurden (fehlende Gesichtshaut, explodierender Kopf à la Scanners). Daher wäre eine möglichst gute (und helle) Bildqualität auch wichtig. Auch in der japanischen Laserdisc, welche wohl besser als die DVD Versionen sind, sind einige Effekte Arbeiten nicht gut zu erkennen, da recht dunkel (z.B. Leichen auf dem Planeten). Daher werde ich wohl auch Ausschau halten nach der DVD welche direkt beim Regisseur zu erwerben war (mehr dazu unter Fassungen). Die Effekte-Crew soll die gleiche sein, welche auch für James Camerons Aliens zuständig war. Das Alien selbst dürfte einigen billig erscheinen (Gummikostüm), ich fand es klasse – genau nach meinem Geschmack und mit viel Charme. Vor allem den Kopf fand ich cool und schön getrickst (kein Wunder sieht man dieses auf jedem Cover-Motiv zum Film).

Fazit: Unterhaltsamer Alien-Plagiat, welches hier und da durch stimmungsvolle Bilder aber vor allem durch tolle Effekte und Blut zu glänzen vermag. Zudem bekommt der Fan mit Klaus Kinski ein herrliches Extra präsentiert! 

Infos:

O: Creature

USA 1985

R: William Malone

D: Klaus Kinski, Stan Ivar, Wendy Schaal, Lyman Ward, Robert Jaffe, Diane Salinger

Laufzeit der jap. LD: 94 Min.

Gesehen am: Erstsichtung war vor 2006 / Überarbeitet am: 21.12.17

Fassungen: Die ohne Zweifel beste Fassung ist die US-DVD von Luminous Processes, welche es nur limitiert zu erwerben gab = Uncut, im Original Bildformat, Originaltonformat, neues Master (sehr gute Bildqualität), keine englischen Subs, exklusive Extras und gab es nur direkt beim Regisseur Online zu kaufen (2014). Unverständlicherweise seitdem nicht regulär im Handel nachgeschoben obwohl neues Master. Die DVD sieht man selten auf Ebay (200 USD). Mir lag die jap. Laserdisc von Toshiba EMI vor = Uncut, gute bis durchschnittliche (paar wenige Szenen welche dunkel sind) Bildqualität, sehr guter Ton (Englisch mit jap. Subs) und vor allem: Widescreen! Alle offiziellen DVDs weltweit sind nur in Fullscreen. Viele der offiziell erhältlichen DVDs (z.B. aus Amerika) scheinen eine sehr schlechte Bildqualität zu haben (Bildstörungen, Unschärfen, «grottenschlechte Bildqualität», Ton «noch gerade okay», «mässiges VHS Niveau», «Bildqualität nicht das Wahre, lässt sich noch ertragen»). Auch die UK DVD kommt nicht besser weg («Bild unter aller Kanone») und die jap. DVD ist im Gegensatz zum jap. VHS oder LD auch nur Full Screen. Von den deutschen Fassungen (alle zensiert) reden wir erst gar nicht. Denke, mit der Laserdisc bin ich am besten dran (nebst der teuren DVD vom Regisseur selbst).

Memories of Murder Review



Memories of Murder

Story:

Ländliche Gegend Südkorea 1986 während der Militärdiktatur: es werden mehrere Frauenleichen gefunden. Die lokale Polizei (u.a. Song Kang-ho) und ein Detektiv aus Seoul (Kim Sang-kyung) versuchen dem Killer auf die Spur zu kommen…

Meine Meinung:

Memories of Murder, der auf einem echten Kriminalfall beruht (sich darüber vor dem Schauen des Filmes zu informieren lohnt sich im Fall nicht, da man sich sonst Überraschungen auf den Inhalt des Filmes kaputt macht und somit Spannung reduziert), stammt bereits aus dem Jahre 2003.

Ich bin nicht der grosse Fan koreanischer Filme, so dass ich den Film bis dato nie ansah. Auf den Film aufmerksam wurde ich indirekt durch zwei Dinge:

1. In den letzten Jahren gab es vermehrt tolle Genre-Produktionen aus Südkorea, welche mir nach Erstsichtung sehr zusagten (The Chaser, I Saw the Devil, The Wailing, Asura). D.h. ich wurde nun ein bisschen offener gegenüber diesen Streifen.

2. Am NIFFF (Neuchatel International Fantasy Film Fest) 2016, welches ich komplett besuchte, wäre der Film gelaufen. Dadurch und durch die Beschreibung des Inhaltes (zwei ungleiche Cops müssen Mordserien im koreanischen Land aufklären) wurde ich auf den Film aufmerksam. Dieser sagte mir zu, sprach mich an. Leider lief der Film nur einmal, nur am OpenAir und nur Französisch Dubbed, so dass für mich ein Schauen nicht in Frage kam (ich verstehe und lese kein Franz.).

Das Schauen habe ich nun nachgeholt und der Film hat mir sehr gut gefallen. Wüsste ich nicht, dass der Film von 2003 ist, so hätte ich frecherweise behauptet, der Film sei ein Plagiat des spanischen Filmes Mörderland. Die Parallelen sind sehr ähnlich: beides Krimigeschichten die auf dem Land spielen während oder nach einer (Militär)Diktatur. In beiden Fällen werden Frauenleichen gefunden, es handelt sich scheinbar um einen Serienkiller. In beiden Fällen müssen zwei ungleiche Cops den Fall bearbeiten. Daher fühlte ich mich beim Schauen sehr an den sehenswerten Film aus Spanien erinnert.

Dies soll sich jedoch nicht negativ auf Memories of Murder auswirken. Der Film fesselt, ist spannend und wird realistisch erzählt. Die Spannung hält bis zum Ende und wie nicht anders zu erwarten ist der Film sehr stimmungsvoll und schön gefilmt. Jene Szene ein Genuss. Dazu kommen Figuren, die gut charakterisiert werden und dem Film und Handlungen mehr Tiefe verleihen. Hier und da lockern gar etwas schwarzer Humor die Szenerie auf. Der Film hat relativ wenig Action und stellt Effekte oder Taten nicht in den Vordergrund. Dies ist auch nicht negativ. Der langsame Aufbau des Filmes hat mir sehr zugesagt, es wird mehr Wert auf Story, Details, Figurenzeichnungen und die Spannung gelegt als auf Action oder Blut.

Mir hat der Film sehr gut gefallen. Ich wurde schnell in den Bann des Inhaltes gezogen und fieberte bis zum Ende des Filmes mit, wer der Täter ist und wie sie ihn schnappen. Trotz der langen Laufzeit von über zwei Stunden fühlte ich mich nie gelangweilt = ein weiteres Indiz, dass der Film zu empfehlen ist.

Fazit: Fans des südkoreanischen Thriller-Kinos uneingeschränkt zu empfehlen! Spannender Krimi!

Infos:

O: Salin-ui Chueok

Südkorea 2003

R: Bong Joon-ho

D: Song Kang-ho, Kim Sang-kyung, Kim Loi-ha, Song Jae-ho, Byeon Hee-bong, Ryu Tae-ho

Laufzeit der HK DVD: 130:43 Min.

Gesehen am: 14.12.17

Fassungen: Mir lag die HK DVD von Edko vor = sehr gute Bild- und Tonqualität (DTS Tonspur Koreanisch), englische Subs vorhanden, Uncut. Wer eine Blu Ray Fassung möchte sollte zur koreanischen Blu Ray greifen. In Deutschland auf DVD von I-On New Media erhältlich – auch Uncut, mit O-Ton und dt. Subs. Habe aber zur HK DVD gegriffen, weil mir das Label nicht besonders sympathisch ist und Edko für tolle Vertonungen bzw. Tonspuren bekannt ist bzw. ich damit immer gute Erfahrungen gemacht habe im der Vergangenheit.

Black Hawk Down Review



Black Hawk Down

Story:

Film beruht auf wahren Ereignissen:

Somalia 1993: um den Bürgerkrieg zu beenden versuchen amerikanische Militärs (u.a. Jason Isaacs, Josh Hartnett, Tom Sizemore) in Mogadischu einen Warlord gefangen zu nehmen. Doch der Einsatz schlägt fehl als erst ein, später ein 2. Hubschrauber der Amerikaner abgeschossen werden und der gegnerische Wiederstand deutlich stärker ausfällt als gedacht…

Meine Meinung:

Black Hawk Down habe ich seit der Jugendzeit nicht mehr gesehen. Damals gefiel mir der Film sehr gut. Etwas, was ich heute kaum glauben kann.

Der Film, der auf wahren Begebenheiten beruht, dies aber nur recht wage und einseitig erzählt, wichtige Infos (auch zur Vor- und Nachgeschichte) weglässt und vor allem die Amerikaner beleuchtet (der somalischen Seite werden kaum Infos/Szenen/Tiefe entgegengebracht) und als Helden darstellt, hat mir nun kaum mehr gefallen und mich vor allem nicht gefesselt, schockiert oder mitgerissen.

Ich habe beim Schauen gar versucht, den Film einfach als reinen Actionfilm anzusehen, weil man sich ansonsten aufregt über die einseitige, wage Berichterstattung der Amerikaner. Jedoch hat auch das nicht wirklich funktioniert.

Längen hat der Film keine trotz der langen Laufzeit und technisch ist der Film stark. Dafür gab es auch zwei Oscars. Es gibt auch sehr viel Action die toll in Szene gesetzt ist. Harmlos ist auch anders was den Gewaltlevel angeht (Krieg ist furchtbar) und die Actionszenen sind noch das beste am Film. Aber gute Actionszenen haben einen Film noch nie besser gemacht.

Die Figurenzeichnung ist nebst einseitigem Bild der Parteien schwach. Die Soldaten gehen einem am Arsch vorbei, die Dialoge sind teilweise furchtbar schlecht und die Leistungen der Akteure nicht überdurchschnittlich. Einen jungen Josh Hartnett hat man sich aus marketinggründen geholt, um möglichst viele Mädels in den Film zu bewegen. Er war ein Frauenschwarm und durch Filme wie Halloween H20 oder Pearl Harbor (hier besser Tora! Tora! Tora! schauen und nicht den schwachsinnigen US-Kitsch) bekannt geworden.

Der Film hat, da man mit den Figuren nicht mitfiebert, keinen allzu grossen Unterhaltungswert. Man nimmt das Kriegsgeschehen teilnahmslos zur Kenntnis. Eine wirkliche Spannung ist nicht vorhanden, der Sinn des Filmes will sich mir nicht erschliessen.

Da hat Ridley Scott, den ich trotz einiger starker Filme (Alien, Gladiator, Blade Runner*) für überbewertet halte (Jess Franco ist für mich ein fähigerer und besserer Regisseur), schon besseres Kino in Szene gesetzt (=*). Wird demnächst auch Zeit, mit anderen US-Kriegsfilmen aus dieser Zeit «abzurechnen» bzw. Neusichtungen vorzunehmen (Wir waren Helden, Windtalkers etc.).

Fazit: Fliegt aus der Sammlung und wird nie mehr geschaut!

Infos:

O: Black Hawk Down

USA 2001

R: Ridley Scott

D: Eric Bana, Tom Sizemore, Ewan McGregor, Jason Isaacs, Josh Hartnett

Laufzeit der dt. DVD: 138:07 Min.

Gesehen am: Erstsichtung zur Jugendzeit. Review überarbeitet am: 13.12.17

Fassungen: Mir lag die dt. Special Edition (DVD) vor im Schuber von Senator / Universal = Uncut (normaler Kinocut), O-Ton, Deutsche Synchro, dt. Subs, sehr gute Tonqualität, nur gute Bildqualität. Man sieht der DVD in Sachen Bildqualität, vor allem gegen das Medium Blu Ray, das Alter deutlich an. Eigentlich erschreckend für einen Universal Titel…Nur in den USA auf DVD in einer Langfassung zu haben. Langfassung = mehr Handlung, aber auch mehr Action, bessere Bildqualität und andere Filter wodurch einige Szenen mit Blut deutlich härter wirken als in der dt. Fassung.

My Big Night Review



NIFFF 2016 Spezial



My Big Night

Story:

Während einer Live-Show an Neujahr gerät das Programm einer TV/Bühnen-Show aus den Fugen, weil: draussen gewaltbereite Demonstrationen stattfinden, eine Statistin Unglück anzieht, ein Sänger erpresst wird, sich zwei Artisten bekriegen, ein Mordkomplott geschmiedet wird und eine Mutter anstatt ins Gefängnis zur Show gebracht wird…

Meine Meinung:

Auf den neusten Film des Spaniers Alex de la Iglesia war ich sehr gespannt. Immerhin liefen auch schon tolle Entdeckungen von ihm am NIFFF (The Last Circus, El Bar) und auf diese Komödie freute ich mich am letzten NIFFF Tag. Trotzdem versuchte ich nicht zu viel zu erwarten, da mir sein letzter neuer Streifen nicht zusagte (Witching & Bitching).

Doch My Big Night hat mir dann wirklich gut gefallen: toller Festival Beitrag - schön schwarzhumorig, erotisch, schick, viel Abwechslung bietend! Vor allem das Auge bekommt einiges geboten (hübsche Frauen, bunte Kostüme, schrille Figuren, tolle Tanz- und Akrobatikszenen, das haben die Spanier einfach in ihrem Blut und drauf) und der Humor war amüsant und lustig.

Zudem war die Figurenzeichnung originell und verschieden, so dass es genug Situationen gibt, die eskalieren. Die Figuren sind z.T. auch sympathisch und die Darsteller machen in allen Rollen einen tollen Job - de la Iglesia greift auf bekannte spanische Darsteller zurück, mit welchen er schon oft in anderen Streifen zusammengearbeitet hat - einige erkennt man gut (der mit den «Augen»), andere anhand der Kostüme und Perücken weniger.

Auf alle Fälle passen alle perfekt zu ihren Rollen und ich wurde von der ersten Sekunde an toll unterhalten, so dass ich den Film allen Alex de la Iglesia Fans nur empfehlen kann! Schön am letzten NIFFF Tag noch einen solchen Film erlebt zu haben. Der Meister ist nach dem schwachen und enttäuschenden Witching & Bitching definitiv zurück!

Infos:

O: Mi Gran Noche

Spanien 2015

R: Álex de la Iglesia

D: Raphael, Mario Casas, Hugo Silva

Laufzeit der Kinofassung: Ca. 105 Min.

Gesehen am: NIFFF 2016 / Juli 2016

Fassungen: Habe den Film am NIFFF (Neuchatel International Fantasy Film Fest) 2016 gesehen in Spanisch mit englischen UT. Nachtrag 04.02.18: Den Film gibt es bisher in Spanien auf DVD oder Blu Ray (O-Ton mit englischen Subs) und auch als US-DVD. Eine dt. Fassung gibt es noch nicht (Stand: Feb. 2018).