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Sonntag, 4. Februar 2018

Creature Review





Creature

Story:

Ein Alien dezimiert die Besatzung eines Raumschiffes…

Meine Meinung:

Die Geschichte ist wie so oft in dem Genre nur Nebensache bei diesem Alien Verschnitt. Für einen B-Sience-Fiction Film ist Creature aber wirklich nicht schlecht und kam bei der Zweitsichtung besser als erwartet daher. Ich hatte den Film weniger gut, weniger blutig/effektiv und weniger stimmungsvoll in Erinnerung. So kann man sich negativ täuschen.

Im Gegensatz zu manchem andern Film seiner Sorte bietet Creature schon im ersten Viertel hier und da Effekte und Action, wobei natürlich obligatorische Füllszenen vorhanden sind. Das Alien ist auch meist noch nicht zu sehen – man hält sich an die Spielregeln und will es dem Zuschauer nicht zu früh zeigen, damit eine Spannung aufrecht erhalten bleibt (analog zum Tierhorrorfilm Sub-Genre). Die meisten Actionszenen in Form von Alienattacken und der Dezimierung der Crew beginnt aber erst im späteren Verlauf des Filmes. Die 2. Filmhälfte ist daher sicherlich die bessere.

Die Sets, zumindest im Raumschiff, sind oft billig und wenig stimmungsvoll. Ausnahmen sind die nebligen Szenen auf dem Planeten und die Szene kurz vor Ende, als das Alien scheinbar tot aus dem Boden liegt. Dort kam wirklich Stimmung auf und eine Spannung entsteht in der 2. Filmhälfte, wenn die Helden das Alien jagen und umgekehrt. Dies hatte ich weniger gut in Erinnerung.

Die Figuren sind 08/15. Man darf keine Meisterleistungen erwarten. Die Schicksale sind einem egal. Choleriker Klaus Kinski ist in einer Nebenrolle zu sehen, darf auch Deutsch sprechen im Original und spielt die restliche Cast und Crew locker an die Wand. War schön, ihn in einem solchen „Schundfilm“ zu sehen auch wenn nur Nebenrolle (Hauptrolle konnte man sich wohl nicht leisten). Er wertet den Film zusätzlich etwas auf. Klaus spielt übrigens einen Deutschen namens Hans Rudi Hofner – als Hommage an H.R. Giger, der das Original Alien in Alien (1979) entworfen hat.

Überrascht war ich von den Effekten: der Film ist effektiver und blutiger als andere Alien B-Film-Kopien. Es gibt einige schön blutige und handgemachte Splattereffekte, welche schön getrickst wurden (fehlende Gesichtshaut, explodierender Kopf à la Scanners). Daher wäre eine möglichst gute (und helle) Bildqualität auch wichtig. Auch in der japanischen Laserdisc, welche wohl besser als die DVD Versionen sind, sind einige Effekte Arbeiten nicht gut zu erkennen, da recht dunkel (z.B. Leichen auf dem Planeten). Daher werde ich wohl auch Ausschau halten nach der DVD welche direkt beim Regisseur zu erwerben war (mehr dazu unter Fassungen). Die Effekte-Crew soll die gleiche sein, welche auch für James Camerons Aliens zuständig war. Das Alien selbst dürfte einigen billig erscheinen (Gummikostüm), ich fand es klasse – genau nach meinem Geschmack und mit viel Charme. Vor allem den Kopf fand ich cool und schön getrickst (kein Wunder sieht man dieses auf jedem Cover-Motiv zum Film).

Fazit: Unterhaltsamer Alien-Plagiat, welches hier und da durch stimmungsvolle Bilder aber vor allem durch tolle Effekte und Blut zu glänzen vermag. Zudem bekommt der Fan mit Klaus Kinski ein herrliches Extra präsentiert! 

Infos:

O: Creature

USA 1985

R: William Malone

D: Klaus Kinski, Stan Ivar, Wendy Schaal, Lyman Ward, Robert Jaffe, Diane Salinger

Laufzeit der jap. LD: 94 Min.

Gesehen am: Erstsichtung war vor 2006 / Überarbeitet am: 21.12.17

Fassungen: Die ohne Zweifel beste Fassung ist die US-DVD von Luminous Processes, welche es nur limitiert zu erwerben gab = Uncut, im Original Bildformat, Originaltonformat, neues Master (sehr gute Bildqualität), keine englischen Subs, exklusive Extras und gab es nur direkt beim Regisseur Online zu kaufen (2014). Unverständlicherweise seitdem nicht regulär im Handel nachgeschoben obwohl neues Master. Die DVD sieht man selten auf Ebay (200 USD). Mir lag die jap. Laserdisc von Toshiba EMI vor = Uncut, gute bis durchschnittliche (paar wenige Szenen welche dunkel sind) Bildqualität, sehr guter Ton (Englisch mit jap. Subs) und vor allem: Widescreen! Alle offiziellen DVDs weltweit sind nur in Fullscreen. Viele der offiziell erhältlichen DVDs (z.B. aus Amerika) scheinen eine sehr schlechte Bildqualität zu haben (Bildstörungen, Unschärfen, «grottenschlechte Bildqualität», Ton «noch gerade okay», «mässiges VHS Niveau», «Bildqualität nicht das Wahre, lässt sich noch ertragen»). Auch die UK DVD kommt nicht besser weg («Bild unter aller Kanone») und die jap. DVD ist im Gegensatz zum jap. VHS oder LD auch nur Full Screen. Von den deutschen Fassungen (alle zensiert) reden wir erst gar nicht. Denke, mit der Laserdisc bin ich am besten dran (nebst der teuren DVD vom Regisseur selbst).

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