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Donnerstag, 2. Juli 2026

Fist of the Double K

Fist of the Double K

Story:

Offizier Ren Ke-Qiang (Henry Yu Yang) wird beauftragt, in einem kleinen Dörfchen Gangsterboss Long (Huang Tsung-Hsun) zu verhaften. Doch dieser und seine Männer (u.a. Fong Yau, San Kuai) sind bis auf die Zähne bewaffnet und terrorisieren die Bewohner (u.a. Ofelia Yau Wai, Hon Kwok-Choi) der Ortschaft…

Meine Meinung:

Aka Fist to Fist. Vor kurzem sah ich mir Kung Fu Stars an. Nun wollte ich noch den zweiten Film im Set, hier als Fist of the Double K betitelt, ansehen. Gesagt, getan. Bei Fist of the Double K handelt es sich nicht um einen Film von John Woo. Zumindest führte er nicht Regie. Er fungierte jedoch als Assistant Director. Regie führte der mir total unbekannte Jimmy L. Pascual. Die Kampfszenen spendierten Yuen Woo-Ping (Tiger Cage) sowie der Yuen Clan (Shaolin Drunkard). In Gastauftritten sind spätere Stars wie Yuen Wah (Swordsman) zu sehen. Simon Yuen (Against Rascals with Kung Fu) spielt eine Nebenrolle.

Mir hat Fist of the Double K gut gefallen. Besser als Kung Fu Stars. Zudem fand ich den Film besser als erwartet. Die Produktion aus Taiwan erzählt eine unkomplizierte Story. Der Plot ist mit vielen Kampfszenen bestückt. Auf Humor und Klamauk wird total verzichtet. Im Gegenteil: die Bösewichte sind fies und schrecken auch vor versuchter Vergewaltigung einer Blinden nicht zurück. Zudem wartet der Film mit einem hohen Bodycount auf, die Schläge und Tritte sind hart in die Kampf-Choreographie integriert und auch das ein oder andere blutige Detail darf nicht fehlen.

Vor allem gegen Ende dreht der Film in der Hinsicht auf. Vom Gewaltgrad und wie die Kampfszenen inszeniert sind, hat mich der Film an harte Basher à la Tough Guy (auch Yuen Woo-Ping Action Director) oder die 70er Jahre Eastern von Jimmy Wang Yu erinnert. Und das meine ich positiv. Durch den Verzicht auf Humor wird sogar der schlechte englische Dub erträglicher. Henry Yu Yang (The Bloody Fists) gibt einen tollen Helden ab und was die Bösewichte angehen, hatte ich vor allem an Fressen wie Fong Yau (The Awaken Punch) und San Kuai (Killer in the Dark) grosse Freude.

Fazit: Wer harte Basher mag, sollte sich Fist of the Double K nicht entgehen lassen!

Infos:

O: Chu Ba

HK (je nach Quelle), Taiwan 1973

R: Jimmy L. Pascual

D: Henry Yu Yang, Huang Tsung-Hsun, Ofelia Yau Wai, Hon Kwok-Choi, Fong Yau, San Kuai, Simon Yuen, Brandy Yuen Jan-Yeung, Yuen Wah

Laufzeit der US-DVD: 85:18 Min.

Gesehen am: 02.07.26

Fassungen: Mir lag die US-DVD von Ground-Zero vor. Mir ist unbekannt, ob die Fassung zensiert oder verändert ist. In den Gewaltmomenten habe ich keine sichtbare Zensur wahrgenommen. Die Bildqualität ist gut und hat Charme. Nur Englischer Dub. Der Dub ist nicht gut, da der Film aber auf Klamauk verzichtet, ist die Synchro erträglicher als üblich. In Deutschland gibt es den Film von filmArt sogar auf DVD (Titel: Jen Ko - In seinen Fäusten brennt die Rache). In einem besseren Bildformat, mit zwei deutschen Synchros und sogar O-Ton Mandarin (leider ohne Untertitel). Eine Blu-Ray gibt es nicht (Stand: Juli 2026).

Mittwoch, 1. Juli 2026

The Manchu Boxer

 

The Manchu Boxer

Story:

Ein koreanischer Gangsterboss (Kim Ki-Joo) und seine Leute (Sammo Hung, Wilson Tong, Sin Jin-Hui) lassen vor einem Kampfturnier die Konkurrenz töten, damit er sich beim Turnier selbst zum Gewinner küren kann. Als Ku Yu-Changs (Lau Wing) Freund ebenfalls getötet wird (inklusive weitere Opfer, Vergewaltigungen und Suizide), bricht Ku Yu-Chang mit seinem Gelübde (nicht mehr zu kämpfen) und schwört Rache…

Meine Meinung (Extended Version):

The Manchu Boxer ist eine Co-Produktion zweiter Firmen (u.a. Golden Harvest). Einer aus Hong Kong und einer aus Südkorea. Das ist auch der Grund, warum vor Ort in Südkorea gedreht wurde und warum der Film zum Teil einen südkoreanischen Cast bietet. The Manchu Boxer bietet Inhalte, die der Fan aus anderen Filmen bereits kennt (Chinese Hercules, The Big Boss). Mir hat der Film gut gefallen. Ich sah den Film in einer Sammo Hung Collection und ich würde fast sagen, dass es der beste der drei Filme war.

Der Film von Wu Ma (spielt auch eine kleine Rolle, wird aber gleich am Anfang von Lau Wing getötet) und Kim Si-hyun (The Eighth Master, The Uninvited Guest of the Star Ferry) hat mir durch mehrere Faktoren gut gefallen. Zum einen die Drehorte. Das alte, verschneite und felsige Südkorea-Setting ist immer eine willkommene Abwechslung zu den Eastern, die in HK oder Taiwan gedreht wurden. Das gibt einfach schon eine ganz andere Stimmung. Zudem ist der Film ernst, hart, dramatisch, blutig (selbst in dieser noch leicht zensierten Version) und absolut humorlos. Auch das hat gefallen.

Der Plot ist Mittel zum Zweck. Von Lau Wing (Human Lanterns, Bastard Swordsman, The Enchantress) bin ich nie ein grosser Fan gewesen. Hier sollte er als neuer Held etabliert werden, was sich jedoch für Golden Harvest und Lau Wing nicht auszahlte. Ich muss jedoch sagen, dass er seine Sache hier gut macht. Auch an den Bösewichten hatte ich Freude. Der «Oberboss» wird von Koreaner Kim Ki-Joo (Hard Bastard, Fury in Shaolin Temple) verkörpert. Der macht das ok.

Noch mehr Freude hatte ich an Wilson Tong (Snake Deadly Act) sowie Sammo Hung (Shanghai Shanghai) als Kämpfer des Oberbosses. Die spielen japanische Charaktere. Die machen das gut. Sammo Hung war auch für die Action-Choreographie zuständig. Toll war noch das Mädel bei den Bösewichten: die mit Messern bewaffnete Sin Jin-Hui machte Lust auf mehr. Schade, dass sie scheinbar kaum in anderen Produktionen vor der Kamera stand. Welch Verschwendung.

 Fazit: Kung Fu Fans zu empfehlen!

Infos:

O: Qi Sheng Quan Wang, Daepyeong-won-a

HK, Südkorea 1974

R: Wu Ma, Kim Si-hyun

D: Kim Ki-Joo, Sammo Hung, Wilson Tong, Sin Jin-Hui, Lau Wing, Wu Ma, Jeong Ae-Jeong, Tao Min-Ming, Kao Chiang

Laufzeit der UK-Blu (Extended Version): 92:53 Min.

Gesehen am: 01.07.26

Fassungen: Gesehen als UK-Blu-Ray von Eureka (Triple Threat) = obwohl zwei Fassungen an Bord (Kinofassung und ein Extended Cut) ist die längere Fassung dennoch nicht Uncut. Es fehlen Gewaltszenen (fünf Stück). Die Schnitte fallen aber, kennt man die Uncut nicht, nicht auf. Diese Szenen sind bei der auch zensierten US-DVD von Brentwood Home Video zu sehen (Englisch Dubbed, veränderter Soundtrack, Master sieht massiv dunkel aus, so dass kaum was zu erkennen in den Gewaltmomenten). Die Bild- und Tonqualität sind hervorragend. O-Ton mit englischen Subs. Schuber, Wendecover und Booklet.

Sorrowful to a Ghost

Sorrowful to a Ghost

Story:

Meng (Ma Chi) führt eine Kampfschule. Meng will demnächst seinen Platz räumen und einen Nachfolger bestimmen. Doch alles kommt anders. Ein rivalisierender Kämpfer namens Dare Devil taucht auf und tötet Meng. Dessen Schüler schwören Rache…

Meine Meinung:

Bei Sorrowful to a Ghost handelt es sich um einen taiwanesischen Wuxia aus dem Jahr 1970 von Joseph Kuo (The Death Duel, The 18 Bronzemen, The Smart Cavalier) und Hsin Chi (Shadow Girl). Da Joseph Kuo, zumindest laut KI, dazumal noch vertraglich an die Shaw Brothers gekettet war, drehte den Grossteil des Filmes Hsin Chi. Joseph Kuo musste nach 16 Drehtagen in Taiwan das Land wieder Richtung Shaw Brothers verlassen. Sorrowful to a Ghost war einer der ersten Produktionen der Firma Hong Hwa International Films (H.K.) Ltd., die dazumal von Joseph Kuo ins Leben gerufen wurde.

Sorrowful to a Ghost ist solide und unterhaltsam. Nicht alles am Film ist perfekt. Es gibt Schatten- sowie Sonnenseiten. Positiv anmerken möchte ich den simplen und unkomplizierten Plot. Dem konnte ich gut folgen, obwohl ich keinen der Schauspieler namentlich aus anderen Filmen kannte. Die Drehorte und vielfältige Natur Taiwans wurde gekonnt und abwechslungsreich eingefangen. Auch die Settings haben mir daher gut gefallen. Passend waren auch die Ernsthaftigkeit und der völlige Verzicht von Klamauk und Slapstick. Der Film ist nicht besonders brutal, aber es gibt einige wenige blutige Schwertkampfszenen. Die Kampfszenen wirkten hier und da noch etwas theatralisch und steif.

Etwas, was mir nicht sonderlich gefiel war die Tatsache, dass einige der Kampfszenen «vor gespult» abgespielt werden, was einfach unecht aussieht. Das mag ich nicht. Abgesehen davon sind die Kampfszenen solide und der Film gefällt in diesen aufgrund der Settings, der Waffen und der Kameraführung. Die Helden fand ich im Grossen und Ganzen wenig charismatisch und sympathisch. Das empfand ich, gerade bei einigen Ende der 60er Jahre Shaw Produktionen, ähnlich. Die Helden Luschen, die Bösewichte überzeugend. So auch hier. Yi Yuan (The Shadow Chaser, A Brave Girl-Boxer in Shanghai, Struggle for a Vengeance) war die perfekte Wahl für die Rolle des Oberschurken.

Fazit: Wuxia Fans können bedenkenlos einen Blick riskieren!

Gefolgt von: The Ghost's Sword

Infos:

O: Gui Jian Chou

Taiwan 1970

R: Joseph Kuo

D: Ma Chi, Julie Lee Chi-Lun, Chang Ching-Ching, Chiang Pin, Yi Yuan, Wei Su, Han Chiang

Laufzeit der HK-DVD: 90:09 Min.

Gesehen am: 30.06.26

Fassungen: Gesehen als HK-DVD von Mei Ah = Code Free, O-Ton, englische Subs, gute und helle Bild- und Tonqualität (aber Vollbild). Zudem habe ich noch eine VHS aus Südkorea von Goldstar Home Video = Mandarin mit koreanischen Subs. Das Artwork der VHS ist sehr schön. Als ich dieses in meinem Urlaub in Südkorea gekauft habe, wusste ich nicht, dass es davon eine Englisch freundliche DVD gibt. Es gibt weder eine Blu-Ray noch eine deutsche Fassung (Stand: Juni 2026).

Samstag, 27. Juni 2026

5 Venoms vs. Wu Tang

5 Venoms vs. Wu Tang

Story:

Ein Taoist-Priester (Lu Feng) kümmert sich um Vampire. Doch ein Exorzismus geht schief und ein Vampir Kind entkommt. Das Vampir-Kind trifft auf eine Gruppe Kinder. Diese nehmen den Vampir-Jungen zu sich nach Hause und versuchen, ihn vor ihren Eltern (Cynthia Khan) zu verstecken. Dumm nur, dass es sich die Vampir-Eltern zur Aufgabe machen, ihren Sohn zu finden. Derweil gerät auch ein anderer Taoist-Priester (Chiang Sheng) und dessen Schüler (Tang Heng-Wu) zwischen die Fronten…

Meine Meinung:

Aka Vampire Kid II. 5 Venoms vs. Wu Tang ist ein weiterer Mr. Vampire Abklatsch aus Taiwan à la Hello Dracula. Das heisst hüpfende Vampire, Kinder, Slapstick, Urin-Jokes (mehrere) und Martial Arts werden zu einem kurzweiligen Film geformt. Der Film ist sehr solide und wer das Genre um hopping Vampires mag, kann bedenkenlos einen Blick riskieren. In den USA wurde der Film als «Venoms» Film vermarktet, da zwei der «Venoms» an Bord sind. Lu Feng (der am 27.09.26 nach London kommen wird) sowie Chiang Sheng (The Imperial Sword Killing the Devil, Ninja Kung Fu, Crippled Avengers) sind in Hauptrollen zu sehen.

Der Film ist ein unterhaltsamer Mix ohne grössere Überraschungen. Die Mehrheit der Vampir, Action- und Taoist-Priester-Szenen kommen am Anfang und Ende vor. Dazwischen gibt es auch ruhigere Momente mit dem Vampir-Kind und anderen Kindern. In diesen Szenen taucht auch kurz Cynthia Khan (Queen’s High, Catching Murderer Overseas, Madam City Hunter) in einer kleinen Nebenrolle auf. Sie bekommt keine Kampfszenen spendiert. Dann ist auch noch Ricky Cheng Tien-Chi (Five Element Ninjas, The Nine Demons) dabei. Ihn habe ich allerdings nicht erkannt, was am Outfit (Kleidung, Fake-Bärte oder Make-Up Masken, sollte er einen der Vampire spielen) liegen könnte.

Die Kampfszenen sind fantasievoll, rasant und mit den üblichen Tricks des Genres ausgestattet (z.B. Luft anhalten, um vom Vampir nicht erkannt zu werden). Das überrascht auch nicht, denn Regisseur Wang Chih-Cheng hat in dem Sub-Genre um hüpfende Vampire Erfahrungen. So drehte er u.a. Hello Dracula 2 und Chivalric Tornado (aka Vampire Strikes Back). Produziert wurde der Film von Hong Hwa International Films, die viele Joseph Kuo (Born Invincible, The Mystery of Chess Boxing, The 7 Grandmasters) Filme oder andere Kracher wie Seven Men of Kung-Fu realisiert haben. Und einige der Kinder-Darsteller waren auch in anderen Rollen als Kinder zu sehen (Li Min-Sek spielte z.B. in Aloha Little Vampire Story mit).

Fazit: Solide. Fans des Jiangshi-Genres greifen zu!  

Infos:

O: 天外天小子

Taiwan 1988

R: Wang Chih-Cheng

D: Lu Feng, Chiang Sheng, Ricky Cheng Tien-Chi, Cynthia Khan, Tang Heng-Wu, Li Min-Sek

Laufzeit der US-DVD: Ca. 92 Min.

Gesehen am: 26.06.26

Fassungen: Gesehen via US-DVD von Ground-Zero Entertainment = zwei Filme in einem Set, Mandarin mit englischen und chinesischen Subs, k.A. ob Uncut oder nicht. Die Bild- und Tonqualität sind mässig. Das Bild nicht anamorph. Es gibt u.a. eine LD in China, eine jap. VHS und auch eine VHS in Südkorea (sehr dunkle Bildqualität). Gemäss einem YouTube Kommentar soll die US-Fassung zensiert und die VHS aus Südkorea, ausgerechnet in Gewaltmomenten, länger sein = «This isn't uncut.  It's missing the scenes where the kid friends are killed and the brother loses his leg.  You can see it if you search this.  강시소자 2 천외천소자天外天小子».

Donnerstag, 25. Juni 2026

Shanghai Shanghai

Shanghai Shanghai

Story:

Shanghai in den 30ern:

Little Tiger (Yuen Biao) sucht in Shanghai nach Glück und Erfolg. Er gerät zwischen die Fronten von Gangstern (Sammo Hung), der Polizei (George Lam) und Untergrund-Kämpfern (u.a. Anita Mui)…

Meine Meinung (Kinofassung):

Als ich im Jahr 2009 Shanghai Shanghai erstmals gesehen habe, war ich davon sehr enttäuscht. Nun sah ich mir den Film erneut an. Shanghai Shanghai war in einem Triple-Set enthalten, und daher sehe ich den Film eher als Bonus an. Da ich den Film bereits einmal sah und um seine Schwächen Bescheid wusste, ging ich diesmal mit den angepassten Erwartungen an den Film, was zur Folge hatte, dass ich diese HK-Produktion heuer leicht besser fand als früher. Dennoch grenzt ein Film mit diesem Cast (Yuen Biao, Sammo Hung, Anita Mui, Lo Lieh, Yuen Tak, Mang Hoi) an Potenzialverschwendung, wenn man das Endergebnis sieht.

Der Plot ist relativ lahm und unspektakulär. Trotz der kurzen Laufzeit von nur knapp 88 Minuten hatte der Film Längen. Für diese Art Film gab es zu viel Handlung, Dialoge und Sub-Plots und zu wenig Action und Kampfszenen. Der Film ist sehr harmlos und der Humor hat, zumindest mit der von Lawrence Cheng Tan-Shui gespielten Figur, nicht funktioniert. Diesen «Sidekick» und Cartoon-Charakter hätte man komplett weglassen können. Andere Momente (George Lam und seine Errungenschaften, die er testet) ebenso. Da wären Straffungen sinnvoll gewesen. Das Finale war leider auch etwas schnell vorbei, was ebenso kritisiert werden kann.

Es sind zwar viele bekannte Namen wie Yuen Biao (Der Superfighter), Anita Mui (Rouge), George Lam (The Owl vs Bombo), Sammo Hung (The Valiant Ones), Shaw Brothers Legende Lo Lieh (Thousand Mile Escort), Mang Hoi (Hitman in the Hand of Buddha) od.Yuen Tak (Dragon from Russia) dabei, dennoch sollte man sich davon nicht täuschen lassen. Yuen Tak & Mang Hoi sind nur Beigemüse und zeigen nichts von ihrem Können. An Lo Lieh hatte ich Freude, aber er spielt nur eine kleine Nebenrolle. Selbst Sammo Hung hat nicht sonderlich viel Screentime. Die Hauptfiguren sind Yuen Biao, Anita Mui und George Lam. Die wenigen guten Momente beinhalten eine Tanz-Sequenz mit Yuen Biao & Anita Mui sowie den kurzen Endkampf zwischen Yuen Biao & Sammo Hung. Letzterer wurde von einem neuen, unüblichen Voice-Actor gesprochen und hat nicht seine «typische HK-Stimme», was auffallend war.

Fazit: Kein Must See Titel!

Infos:

O: Lyun Sai Ji Neoi

HK 1990

R: Teddy Robin Kwan

D: Yuen Biao, Anita Mui, George Lam, Sandy Lam Yik-Lin, Sam Wong Ming-Sing, Sammo Hung, Mang Hoi, Tien Niu, Lawrence Cheng Tan-Shui, Lo Lieh, Yuen Tak

Laufzeit der UK-Blu (Kinofassung): 87:55 Min.

Gesehen am: Sept. 2009 / Neusichtung am: 25.06.26

Fassungen: Mir lag die UK-Blu-Ray von Eureka! (Triple Threat) vor = mit zwei anderen Filmen, Schuber, Wendecover und Booklet in einem Set. Der Film liegt in zwei Fassungen vor. Der regulären Kinofassung und einer verlängerten (Mehr Story und mehr Hintergründe zu den Figuren) Extended Version. Der Film ist Uncut, es gibt O-Ton mit englischen Subs und die Bildqualität ist der absolute Wahnsinn! Es gibt keine deutsche Fassung (Stand: Juni 2026).

Dienstag, 23. Juni 2026

Akelarre

 

Akelarre

Story:

17. Jahrhundert in Navarre:

Lord Fermin (Walter Vidarte) lässt das Dorf nach Hexen absuchen und erhält dabei Hilfe des Inquisitors (José Luis López Vázquez).  Verdächtige werden verhaftet und durch Folter zu Geständnissen gezwungen. Damit will sich der tyrannische Lord Fermin einen Bauer namens Unai (Patxi Bisquert) vom Leib halten, der gegen seine tyrannischen Machenschaften ankämpft und als eine junge Frau (Silvia Munt) in Haft gefoltert wird, kommt es zum Aufstand…

Meine Meinung:

Einerseits freute ich mich auf Akelarre, andererseits war ich skeptisch. Ich freute mich da klassisches Hexen-Verfolgungssetting. Ich hoffte auf einen stimmungsvollen Film. Auf der anderen Seite fand ich schon das offizielle Plakat zum Film irgendwie «billig», völlig uninteressant und wenig ansprechend. Und leider trifft das auch als Gesamtfazit auf den Film von Pedro Olea zu. Der Film passt damit jedoch thematisch und inhaltlich in die Box von Severin Films (Folklore-Inhalte).

Das macht einen Film aber noch lange nicht gut. Für meinen Geschmack hatte der Film durchs Band TV-Niveau. Ich dachte, hier einen TV-Film vorgesetzt zu bekommen. So wirkt der Inhalt und dessen Qualität auf mich. Das wirkte so, als schaue ich mir im Free-TV einen deutschen TV-Film auf ZDF und Co. an, statt einen fantastischen Beitrag aus Spanien. Ich bin überrascht, dass der überhaupt im Kino lief. Weniger überrascht bin ich, als ich gelesen habe, dass der in der Berlinale gezeigt wurde. Wohl mehr aufgrund politischer Hintergründe statt filmischer Qualität. Passt.

Der Film wirkte auf mich, wie bereits das Film-Plakat, durch und durch billig. Zudem ist der Film zu 95% ein dialoglastiges Drama. Der Plot um Hexen, Folter oder deren Folgen sind sehr klein. Wer da andere Erwartungen hegt, dürfte sehr enttäuscht werden. Der Film bietet praktisch nur Dialoge und dürfte daher höchstens Fans von (billigen-TV-Soap-Opera) Dramen befriedigen. Ich fand den Film einfach nur öde und total langweilig. Da halfen auch die soliden Darsteller nicht, dass zu optimieren. Schade. Da wäre durchaus mehr möglich gewesen…

Fazit: Zeitverschwendung!  

Infos:

O: Akelarre

Spanien 1984

R: Pedro Olea

D: Silvia Munt, José Luis López Vázquez, Mary Carrillo, Walter Vidarte, Patxi Bisquert

Laufzeit der US-Blu: Ca. 97 Min.

Gesehen am: 23.06.26

Fassungen: Gesehen als US-Blu-Ray von Severin Films (All The Haunts Be Ours: A Compendium of Folk Horror Vol. 2) = O-Ton mit englischen Subs, Uncut, sehr gute Bild- und Tonqualität. Als Extras gibt es Interviews mit Cast und Crew. Es gibt keine deutsche Fassung (Stand: Juni 2026).

Montag, 22. Juni 2026

Buffalo Hsiung

Buffalo Hsiung

Story:

Ma (Lu Ping) kann im Restaurant nicht zahlen und wird verprügelt. Gerettet wird er von Shu Ling (Sally Chen Sha-Li) und den zwei Kung Fu kämpfenden Freunden Kao (Lung Tien-Hsiang) und Ken (Chen Hsin-I). Zwei Jahre später ist Ma zu einem Gangster-Boss mutiert. Ken und Kao haben auch für ihn gearbeitet. Als sie jedoch seine Taten nicht mehr gutheissen können, kommt es zur Trennung. Später wird Ken sogar von Ma getötet und Kao schwört Rache…

Meine Meinung:

Aka The Assignment. Von Buffalo Hsiung habe ich das bekommen, was ich mehr oder weniger erwartet habe. Der Plot war natürlich nichts Spezielles und nur Mittel zum Zweck. Den habe ich im Voraus studiert. Die Tatsache, dass der filmische Beitrag aus Taiwan von Hsu Tien-Yung (The Flying Dragon, The Demons in the Flame Mountain, The Red Phoenix) viele Kampfszenen bieten würde, war mir auch bewusst. Und das stimmt auch: es gibt in der Tat viele Kämpfe zu sehen und auf Klamauk wird eigentlich auch verzichtet.

Das sind schon Mal gute Voraussetzungen, denn es gibt genug Basher, die durch lahme Einleitungen oder störenden Klamauk glänzen. Der Film ist relativ kurzweilig, auch wenn der Plot selbst für meine Begriffe uninteressant ist. Und da kommen wir zum einzigen Problem des Filmes: mir waren die Figuren relativ egal und sie strahlten fast alle, wenig bis kein Charisma aus. Das war etwas schade. Einige der Entscheidungen der Figuren sind eigentlich auch nicht wirklich nachvollziehbar. Warum wird Ma vom Opfer selbst zum Schläger-Boss und anschliessend sogar zum Mörder?

Die Einzige, die etwas Gefühl und Emotionen in den Film bringt, ist Sally Chen Sha-Li (Silver Maid, Ma Su Chen). Die einzige weibliche Rolle im Film. Gegen sie enttäuschen die männlichen Darsteller um Lung Tien-Hsiang (The Snake Girl Drops In, Against Rascals with Kung Fu), Chen Hsin-I (Shaolin Heroes, File of Heroes) oder Lu Ping (Tiger, Snake Woman's Marriage). In den Kämpfen überzeugen sie und sind solide. Zudem sind die Kampfszenen auch übersichtlich gefilmt und in Szene gesetzt.

Fazit: Basher-Fans können einschalten!

Infos:

O: Nu Han Meng Niu

Taiwan 1974

R: Hsu Tien-Yung

D: Lung Tien-Hsiang, Chen Hsin-I, Sally Chen Sha-Li, Shih Ting-Ken, Chiang Nan

Laufzeit der indonesischen Betamax: 87:19 Min.

Gesehen am: 22.06.26

Fassungen: Mir lagen zwei Fassungen vor. Zum einen die holländische VHS von Polygram (Englischer Dub mit holländischen Subs) sowie die indonesische Betamax von Pan Video (Englischer Dub mit indonesischen Subs). Beide in Englisch und beide haben eine gute Bildqualität. Andere Fassungen sind mir nicht bekannt (Stand: Juni 2026).

Sonntag, 21. Juni 2026

Thirteen Worms

Thirteen Worms

Story:

Nachdem ein Meister (Chiang Kuang-Chao) ein menschliches Schachspiel gewonnen hat, versprechen die «13 Worms» (u.a. Shih Feng, Li Yi-Min, Wang Yu, Chang Peng-I, Liu Chu) inklusive einem «Beggar Boy» (Violet Pan Ying-Zi), eine entführte Prinzessin (Fong Wan-Wan) zu finden und zu befreien…

Meine Meinung:

Thirteen Worms wirklich wiederzugeben fällt nicht einfach, da bei diesem Film wirklich auch verständliche sprich englische Untertitel von Vorteil gewesen wären. Daher werde ich dem Film mit meiner Meinung sicher nicht gerecht. Der Film von Hou Cheng (The Fight for Shaolin Tamo Mystique) ist ein spezieller Mix aus Eastern, Komödie und Musical. Und letztere sollen für den Plot auch wichtig sein. Der Film ist zuweilen sehr drüber und abgefahren. Ich denke, Untertitel hätten geholfen, mehr Hintergründe zu verstehen (z.B. die Kannibalen im Inn) oder den Plot zu verstehen (die Lieder) oder den Film als lustiger zu empfinden. 

Dazu kommt, dass ich keinen der Schauspieler namentlich aus anderen Filmen kenne, wie das sonst oft der Fall ist. Das heisst ich konnte mich inhaltlich auch nicht einfach an Schauspieler XY orientieren. Der Film zeigt ggf. sogar einige phantastische Elemente, wobei ich in der Hinsicht nicht sicher bin. Sind die 13 Worms jetzt Menschen oder Spirits in menschlichen Körpern? Ich weiss es nicht ganz genau. Das menschliche Schachspiel war innovativ und erinnerte mich an One Armed Swordsman Vs. 9 Killers. Da wurde schon ein gewissen Aufwand betrieben, der cool war.

Die mir unbekannten Darsteller waren überzeugend. Obwohl ich Figuren im Bettler-Look nicht mehr sonderlich mag, machte Violet Pan Ying-Zi in der Hinsicht eine überzeugende Figur. Zum Humor kann ich teilweise nichts sagen, da erneut das Problem der fehlenden englischen Untertitel. Die Musik war teilweise aus dem Archiv und billig. Es gibt nur vereinzelt Schwertkampfszenen zu sehen. Im Vergleich zum Plot wenig und keine Einzige war wirklich herausragend. Wer also nur auf Action und (Schwert)Kampfszenen aus ist, sollte den Film meiden.

Fazit: Das VHS wird verkauft und eine 2. Sichtung als US-DVD (in Widescreen und mit englischen Subs) ist für die Zukunft angedacht!

Infos:

O: Shi San Tiao Chong

Taiwan 1970

R: Hou Cheng

D: Violet Pan Ying-Zi, Fong Wan-Wan, Chiang Kuang-Chao, Shih Feng, Li Yi-Min, Wang Yu, Chang Peng-I, Liu Chu

Laufzeit der südkoreanischen VHS: 83:53 Min.

Gesehen am: 21.06.26

Fassungen: Mir lag die VHS aus Südkorea von A-Joo Video Production vor = Mandarin O-Ton mit koreanischen Subs, Vollbild (und somit an den Seiten beschnitten), dürftige (unscharf) Bildqualität, leichte Schimmelsporen (Film lief dennoch einwandfrei). Das war ein Blindkauf während meines Südkorea Urlaubes. Erst danach gesehen, dass es davon eine Crash Cinema DVD in Mandarin mit englischen Subs inklusive Widescreen Formt gäbe. Und verständliche Subs wären bei dem Film sicherlich noch von Vorteil. Es gibt keine Blu-Ray und keine deutsche Fassung (Stand: Juni 2026).

Ghost of Kasane Swamp

Ghost of Kasane Swamp

Story:

Ein Sohn eines Samurai wird informiert, dass sein Vater unter mysteriösen Umständen zu Tode kam. Der Sohn findet heraus, dass sein Vater selbst seine Ehefrau und einen blinden Geldeintreiber getötet und die Leichen durch zwei Komplizen in einem Sumpf hat verstecken lassen. Der blinde Masseur hatte viel Geld. Die Frage stellt sich jetzt: Wo ist das Geld und wer hat es?

Meine Meinung:

Ghost of Kasane Swamp stellt ein Remake dar (Original = The Ghost of Kasane aus dem Jahr 1957) und anscheinend, wenn das stimmt, was ich gelesen habe, die letzte Produktion der Daiei Studios. Ich fand den Film solide und unterhaltsam, auch wenn es eigentlich nur sehr wenig Ghost-Szenen in dem Film zu sehen gibt. Der Plot wirkt hier und da etwas überladen. Vor allem am Anfang und Mittelteil geht die Post ab und unzählige Figuren tauchen auf. Dennoch kann dem Treiben gut gefolgt werden, auch wenn es im Verlauf auch noch einige Sub-Plots zu sehen gibt.

Der Film ist zuweilen stimmungsvoll inszeniert, aber nur wenig gruselig. Bei zwei Ghost-Szenen empfand ich die Musik als billig. Der Sumpf selbst kommt nur vereinzelt vor. Die Zwischenmenschlichen Beziehungen, Motive und Intrigen dominieren das Geschehen und überwiegen die kleine Anzahl an Rache- und Ghost-Szenen. Der Film ist allgemein toll inszeniert und die Schauspieler machte ihre Sache ordentlich. Ich fand es gut, dass auf Klamauk verzichtet wurde. Ein Nachteil ist, dass sich keine Gefühle gegenüber den Figuren einstellen.

Das aufgrund der Tatsache, dass alle, und damit meine ich wirklich alle Figuren im Film Dreck am Stecken haben, andere übers Ohr hauen und durch und durch unsympathisch charakterisiert sind. Es gibt keine Guten oder Helden in der Geschichte. Es wird allgemein ein depressives und düsteres Weltbild dargestellt, welches deprimierend erscheint. Da überrascht es dann eigentlich auch nicht, wenn Betrug, Gewalt, Rache, Hintergedanken, Verrat und Tod die Folge sind und die Geister daher auch in den Hintergrund geraten.

Fazit: Fans von klassischen jap. Geisterfilmen können einen Blick riskieren!

Infos:

O: Kaidan Kasane-ga-fuchi

Japan 1970

R: Kimiyoshi Yasuda

D: Saburô Date, Kenjirô Ishiyama, Teruo Ishiyama, Reiko Kasahara

Laufzeit der UK-Blu: 82:34 Min.

Gesehen am: 21.06.26

Fassungen: Gesehen via UK-Blu-Ray von Radiance Films (Daiei Gothic Vol. 2) = Uncut, O-Ton, englische Subs, sehr gute Bild- und Tonqualität. Es gibt keine deutsche Fassung (Stand: Juni 2026).

Samstag, 20. Juni 2026

The Death of Robin Hood

 

The Death of Robin Hood

Story:

Robin Hood (Hugh Jackman) hat eine blutige Vergangenheit voller Diebstähle und Morde zu verzeichnen. Aktuell hilft er seinem Freund Edward (Bill Skarsgård) dabei, seine Ehefrau (Katie Breen) aus den Fängen von Dritten zu befreien, was in späteren Etappen in einem Blutbad endet. Robin Hood wird dabei schwer verletzt und von Edward auf eine Insel gebracht, auf welcher Sister Brigid (Jodie Comer) Menschen heilt und pflegt. Als Robin Hood später erfährt, dass Edward getötet wurde und dessen Tochter (Faith Delaney) und ein möglicher Feind (Noah Jupe) auf der Insel auftauchen, ändert sich alles...

Meine Meinung:

The Death of Robin Hood ging ich relativ erwartungslos und fast ohne Vorwissen schauen. Ein Freund hat mich vor einigen Wochen indirekt auf den Film aufmerksam gemacht. Ich wusste nur, so im Halbwissen, dass es sich um einen neuen A24 Film handelt. Die haben zuletzt ja wieder einige interessante Titel auf die Leinwand gezaubert (z.B. Backrooms, Undertone oder Bring Her Back). The Death of Robin Hood, der eine gänzlich neue Variation von Robin Hood erzählt (als Art Antiheld), ist jedoch ein aufgekaufter A24-Film und keine reine A24-Produktion. Das macht der Qualität aber nicht aus.

The Death of Robin Hood ist definitiv, trotz Namen wie Hugh Jackman (ihn kenne ich nur aus einem Film) und Bill Skarsgård (Barbarian, Locked, It), kein Mainstream-Film geworden und obwohl es sich «nur» um eine amerikanische Produktion handelt, wurde der Film vor Ort in Irland (und England) gedreht. Und zwar in 35mm. Wo der Film punktet, sind die Drehorte, Settings und Aufnahmen. Der Film hat eine ganz eigne, neblige Stimmung (fast etwas à la Conquest), die dem düsteren und tragischen Setting toll zu stehen bekommt. Auch diverse Gesänge und Lieder passen hervorragend dazu und der Cast macht seinen Job hervorragend.

Es war interessant, Mal eine etwas andere Robin Hood Variante zu sehen. Die erste Hälfte des Filmes ist die mit Action, Gewalt, Blut und Schlamm, auch wenn in der Hinsicht in diversen Reviews, was den Gewaltgrad angeht, übertrieben wird. Nebst Nebel ist der Film in den Szenen auch sehr dunkel, was die Momente aber stimmungsvoll werden lässt. Die zweite Filmhälfte ist dann die ruhige, in der sich der Plot, dessen Verlauf und die Charaktere entfalten und vertiefen können. Es gibt interessante Wendungen, auch wenn das Ende selbst dann vorhersehbar (aber trotzdem gut und intensiv) war.

Fazit: Ein nicht uninteressanter Film, der perfekt ins A24-programm passt!

Infos:

O: The Death of Robin Hood

USA 2026

R: Michael Sarnoski

D: Hugh Jackman, Katie Breen, Bill Skarsgård, Jodie Comer, Faith Delaney, Murray Bartlett, Noah Jupe

Laufzeit der Kinofassung: Ca. 123 Min.

Gesehen am: 20.06.26

Fassungen: Im Kino gesehen ab 16/14 = Uncut, O-Ton mit deutschen Subs. Soll am 25.09.26 in Deutschland auf DVD und Blu-Ray erscheinen.

Mittwoch, 17. Juni 2026

The Valiant Ones

The Valiant Ones

Story:

Die Regierung hat ein Piraten- und Japanerproblem. Yu Da-You (Roy Chiao) wird beauftragt, mit Verbündeten (Pai Ying, Hsu Feng, Ng Ming-Choi) den Bösewichten (Sammo Hung, Han Ying-Chieh, Simon Yuen, Mars, Wu Chia-Hsiang) Einhalt zu gebieten und das Problem zu lösen…

Meine Meinung:

The Valiant Ones wurde zu Ehren von Pai Ying (Thousand Mile Escort, Yellow Killer, Hongkong Cop - Im Namen der Rache) angesehen. Der Star, der auch in vielen anderen Filmen von King Hu (Legend of the Mountain, Swordsman, Sons of Good Earth) vor der Kamera stand, starb Ende Mai dieses Jahres (27.05.26). Er spielte unter anderem in Dragon Inn den weisshaarigen Eunuchen und Endgegner. Eine Rolle, die z.B. Donnie Yen im Remake spielte. Zudem stand er auch in Ein Hauch von Zen vor der Kamera. Ich liebäugelte mit Dragon Inn (einer Neusichtung) oder einem der beiden ungesehenen King Fu Filmen, welche noch zur Verfügung standen: The Fate of Lee Khan oder The Valiant Ones. Und entschied mich für letzteren.

The Valiant Ones kann dabei nicht an die King Hu Filme Dragon Inn, Ein Hauch von Zen oder The Legend of the Mountain heranreichen. Das sind auch die bekannteren Titel und diese empfand ich, was ich davon noch weiss und spüre, als interessanter. The Valiant Ones hat seine Schwächen am Anfang und Mittelteil. Dort gibt es meiner Meinung nach doch auch viele lahme und eher uninteressante Passagen. Sprich Längen und auch die wenigen Kampfszenen überzeugen eigentlich noch nicht. King Hu arbeitet hier mit vielen Namen zusammen, die er auch in anderen Filmen einsetzte: Hsu Feng (Assassin), Roy Chiao (The Killer in White), Han Ying-Chieh (The Big Boss) und Sammo Hung (Paper Marriage).

Sammo Hung war auch für die Actionszenen zuständig. In kleinen Neben- und Gastauftritten sind noch spätere Stars wie Mars (Dragon Lord), Yuen Biao (The Young Master) sowie Yuen Wah (Shaolin Prince) zu sehen. Sammo Hung spielt den Hauptbösewicht als Japaner. Er macht das sehenswert. Und Pai Ying spielt den Helden und der, der sich Sammo Hung am Ende entgegenstellt. Das Duell der beiden war sehenswert. Auch die Kulisse. Optisch (Settings, Editing) sind diese, wie immer bei King Hu, überdurchschnittlich gut und originell. Von Hsu Feng hätte ich gerne mehr gesehen. Speziell war es, Simon Yuen (Against Rascals with Kung Fu) in einer eher ernsten Rolle zu sehen. Das letzte Viertel war das Highlight des Filmes, weil rasant, viel Action und keine Längen mehr.

Fazit: Solider King Hu Streifen, aber gehört definitiv nicht zu seinen besten Arbeiten!

Infos:

O: Zhong Lie Tu

HK, TW 1975

R: King Hu

D: Pai Ying, Roy Chiao, Hsu Feng, Ng Ming-Choi, Sammo Hung, Han Ying-Chieh, Simon Yuen, Mars, Wu Chia-Hsiang

Laufzeit der HK-Blu: 108:56 Min.

Gesehen am: 17.06.26

Fassungen: Mir lag die HK-Blu-Ray von Hong Kong Film Archive vor = Schuber, Booklet mit unzähligen Infos (auch in Englisch), Uncut, restaurierter 35mm Print (O-Ton mit festen englischen und chinesischen Subs). In England gibt es eine UHD und in Deutschland ist der Film als Die Mutigen auch auf Blu-Ray zu haben (mit weniger Bild, um feste englische & chinesische Subs nicht im Bild zu sehen). Dazu gibt es 19minütige Interviews mit Cast und Crew (auch mit englischen Subs).

Sonntag, 14. Juni 2026

The Flute Player of Wrath

The Flute Player of Wrath

Story:

Bei einem Treffen diverser Clan Führer der Martial Arts Welt soll ein Mitglied getötet werden. Dieser verschwindet jedoch vor der Tötung von der Bildfläche. Später wird er aufgespürt und vor die Wahl gestellt: nur einer darf überleben - seine Frau oder sein Sohn. Er entscheidet sich für den Sohn. Daraufhin muss er mit ansehen, wie seine Frau vergewaltigt und getötet wird. Danach wird auch er ermordet. Als aus dem Jungen ein junger Mann (Yeh Fei-Yang) wird, begibt sich dieser auf einen Rachefeldzug. Die Mörder seiner Eltern sollen sterben…

Meine Meinung:

The Flute Player of Wrath ist ein typischer Anfang der 80er Jahre Wuxia aus Taiwan. Ich dachte zuerst, dass es sich um einen Wuxia mit Meng Fei (Take the Rap, Eagle Flying in September, The Prodigal Boxer II) handelt, da er in mind. einer Filmdatenbank als Star des Filmes gelistet wird. Das ist aber nicht korrekt. Meng Fei spielt nicht mit. Das ist etwas schade, da ich ihn in solchen Filmen eigentlich immer gerne sehe. Der Cast des Filmes von Regisseur Liu Sung-Pai (Bruce Tuan's 7 Promises) ist mir bis auf zwei Gesichter unbekannt.

Wang Hsieh (Fury of a Virgin, The Invisible Terrorist, Right Overcomes Might) spielt eine kleinere Nebenrolle und Wei Ping-Ao (Calamity of Snake, 36 Super Kids, Counter Attack) ist mir zwar namentlich nicht bekannt, aber das Gesicht kenne ich aus anderen Filmen. Er spielte in unzähligen Produktionen mit. Er spielt auch nur eine kleine Nebenrolle und bringt eine Art Comic-Charakter in den Film, der ansonsten relativ ernst in Szene gesetzt ist. Yeh Fei-Yang (Snuff-Bottle Connection, The Shanghai 13, Scorching Sun, Fierce Winds, Wild Fire), der Held des Filmes, macht das solide.

Der Film gefällt durch den rasanten und temporeichen Plot. Der Plot, laut einem Douban Kommentar auf einer Gu Long Story basierend (was KI verneint, was aber nichts heissen muss), war weniger wirr als erwartet. Eigentlich relativ simpel. Eine Rachegeschichte. Natürlich wird im Finale der ein oder andere Twist aus dem Hut gezaubert, aber es geht in der Hinsicht auch schlimmer. Die Settings und Waffen haben mir gefallen und die Kampfszenen waren, was ich in der schlechten Bildqualität erkennen konnte, sehr fantasievoll gestaltet. Langweilig wurde es eigentlich nie und wer gerne 80er Jahre Wuxia aus Taiwan schaut, sollte sich den Film auf die Wunschliste setzen.

Infos:

O: Xue Yu Yuan Yang Duo Hun Di

Taiwan 1981, 1982 (je nach Quelle)

R: Liu Sung-Pai

D: Yeh Fei-Yang, Long Shao-Hua, Wei Ping-Ao, Tien Yeh, Lung Chuan-Jen

Laufzeit der südkoreanischen VHS: 88:46 Min.

Gesehen am: 14.06.26

Fassungen: Mir lag die VHS aus Südkorea von Sam Boo Production vor = O-Ton Mandarin mit englischen, chinesischen und koreanischen Subs, Uncut, schlechte (sehr unscharf und dunkel) Bild- und Tonqualität. Andere Fassungen sind mir nicht bekannt (Stand: Juni 2026).

Samstag, 13. Juni 2026

Against Rascals with Kung Fu

Against Rascals with Kung Fu

Story:

Big Dumpling (Fang Cheng) muss mit Schrecken feststellen, dass eines seiner Schafe gestohlen und gekocht wurde. Big Dumpling hat gegen die Täter keine Chance. Als er auf zwei Meister (Shen Lien-Sheng, Simon Yuen Siu-Tin) trifft, lässt er sich in Kung Fu ausbilden, um sich gegen die fiesen und schmierigen Typen behaupten zu können…

Meine Meinung:

Snake in the Eagle's Shadow und Drunken Master haben unzählige Nachahmer ausgelöst. Darunter waren auch viele durchschnittliche aber noch immer solide Titel. Teilweise auch mit Simon Yuen Siu-Tin (Ol' Dirty & the Bastard, Drunken Master Slippery Snake, Sleeping Fist) persönlich. So auch in Against Rascals with Kung Fu. Doch im Gegensatz zu anderen Eastern dieser Art (oder die oben genannten Werke in der Klammer) ist Against Rascals with Kung Fu leider kein wirklich guter Film geworden. Nicht Mal mit zwei zugedrückten Augen.

Against Rascals with Kung Fu von Regisseur Kwan Ching-Liang (The King's Sword) bietet zwei grosse Hauptprobleme. Das erste ist Fang Cheng. Der ist als Held und Jackie Chan Klon eine absolute Fehlbesetzung. Null Ausstrahlung, null Charisma, kein Kung Fu Talent. Auch in den Kampfszenen überzeugt er nicht. Er ist kein Sympathieträger. Im Gegenteil. Er überrascht auch nicht, dass er sonst in Kung Fu Filmen keine Hauptrollen und mehr in anderen Genres (z.B. Gruselfilme) zu sehen war. Zum Beispiel in Streifen wie Shocking!, The Mid-Night, The Ghost, The Old House, The Terrible Night oder Horror Inn.

Daneben gibt es noch ein Kind und wirklich auch schwache Bösewichte. Da wurden irgendwelche C-Namen genommen. Das zweite grosse Problem ist die Tatsache, dass der Film keine, und damit meine ich wirklich keine, einzige gute Kampf- oder Trainingsszene bietet. Das ist schon erschreckend, wenn doch zumindest ein Name à la Simon Yuen Siu-Tin an Bord ist. Der Humor war nervend und unlustig, der Film hatte Längen und es gab zu wenig Kämpfe. Selbst das Finale war total schnell vorbei und von schwacher Qualität. Wer entschieden hat, Fang Cheng als Held einzusetzen, der hat schlicht seinen Job nicht gemacht.

Fazit: Schwacher Eastern der keinen Mehrwert bietet. Wahrscheinlich der schlechteste Drunken Master Klon überhaupt. Kommt nicht in meine Filmsammlung...

Infos:

O: Lao Tou Quan Tou Da Man Tou

HK 1979

R: Kwan Ching-Liang

D: Fang Cheng, Shen Lien-Sheng, Simon Yuen Siu-Tin, Gwan Ging-Fung, Tao Min-Ming, Clement Yeh Chao-Hsu, Sun Lan

Laufzeit der südkoreanischen VHS: 84:59 Min.

Gesehen am: 13.06.26

Fassungen: Gesehen via südkoreanische VHS von Sam Boo Production = Mandarin mit koreanischen, chinesischen und englischen Subs, durchschnittliche Bild- und Tonqualität (Vollbild statt Widescreen). Alle deutschen Fassungen (Titel: Zwei Dreschflegel schlagen alles kurz und klein) sind zensiert bzw. eine eigene Schnittfassung (es wurde viel Material entfernt und durch Szenen eines anderen Eastern ersetzt). Andere Fassungen sind mir nicht bekannt (Stand: Juni 2026).

Freitag, 12. Juni 2026

Thousand Mile Escort

Thousand Mile Escort

Story:

Der König will das Land zugunsten der Tartaren verraten. Eine Liste mit Namen ist im Umlauf. Diese gerät an Pai (Pai Ying) und seinen Neffen. Auf ihrer Reise werden sie von Killern und Verrätern (u.a. Lo Lieh) angegangen…

Meine Meinung:

Thousand Mile Escort ist ein Eastern von Hsu Tseng-Hung (The Thundering Sword, One Armed Against Nine Killers, The Invincible Super Guy), der seine Karriere bei den Shaw Brothers startete. Der Film lag länger ungesehen rum. Als ich mich vor der Sichtung über den Film und Plot informierte, las ich vor allem, dass der Plot wirr und der Englische Dub furchtbar sei. Auch Video-Reviews zum Film bestätigten dies. Der Englische Dub von Thousand Mile Escort muss deutlich schlimmer, mieser und nervender sein, als bei den üblichen Englischen Synchronisationen solcher Filme.  In einem Review las ich z.B. folgendes Zitat: «I added a half-star for the lunatic fucking dub my copy has. For example: Irritating Child: "What is a traitor" Our Hero: "A traitor is a dirty motherfucking son of a bitch."».

Thousand Mile Escort ist kein Kracher. Auch meine Version hatte ein Defizit. Zum einen keine englischen Subs, aber vor allem handelte es sich auch nicht um einen Originalton Mandarin-Print. Es handelte sich, wie das leider hier da bei Tai Seng, PAN-ASIA und Co. üblich ist, um einen (neuen?) Kantonesischen Dub. Und das hörte sich auch seltsam und unpassend an, vor allem, da die Schreie im O-Ton belassen wurden. Sicherlich ist die Sichtung somit noch immer angenehmer als mit dem Englischen Dub, aber dennoch nicht 100% optimal. Daher werde ich die Fassung in der Form nicht in die Sammlung stellen, sondern mir in China noch eine Mandarin-Fassung suchen. Abgesehen von den Audio- und Untertitelproblemen hat der Film auch einige Hänger.

Thousand Mile Escort orientiert sich zu einem grossen Teil aus dem Japanischen Film Lone Wolf and Cub. Da kommen mir ansonsten nur The New Legend of Shaolin mit Jet Li und Haruschi – Das blanke Schwert der Rache mit Jimmy Wang Yu in den Sinn. In diesen wird auch aus der japanischen Manga-Verfilmung zitiert und die Helden reisen mit Kindern in der Gegend herum. Einige der Kampfszenen oder die Auswahl der Hauptwaffe von Pai Ying, erinnerte stark an das japanische Vorbild. Was den Plot angeht, kann man sich folgendes merken: Pai Ying (Assassin) = Held. Lo Lieh (The Big Boss Part II) = Bösewicht. Judy Lee (The Lady Constable) mischt auch noch mit. Die Actionszenen sind solide und es gibt mehrere sehenswerte Kampfszenen mit Waffen zu bestaunen.

Fazit: Hardcore-Eastern Fans können einen Blick riskieren, auch wenn kein Kracher…

Infos:

O: Yan Ba Chiu

TW, HK (je nach Quelle) 1976

R: Hsu Tseng-Hung

D: Lo Lieh, Pai Ying, Judy Lee, Michelle Yim, Miao Tian, Fang Mian, Fong Yau

Laufzeit der US-VHS: 85:00 Min.

Gesehen am: 12.06.26

Fassungen: Gesehen als US-VHS von PAN-ASIA = solide Bild- und Tonqualität ohne Subs, Uncut. Leider statt O-Ton Mandarin nur ein (neuer?) Canto-Dub. Bildformat ist ganz leicht breiter als Vollbild. Die HK-VHS ist in Mandarin und ohne Untertitel. Vollbild. Andere Fassungen sind zensiert (DVD aus Holland) oder nur Englisch Dubbed (USA). Es gibt keine Blu-Ray und keine deutsche Fassung (Stand: Juni 2026).

Dienstag, 9. Juni 2026

Fight for Survival

Fight for Survival

Story:

Die Da-mo Bücher werden aus einem Shaolin Tempel gestohlen. Shi-pu-chun (Polly Shang-Kuan Ling-Feng), die Jahre lang im Kloster in Kung Fu ausgebildet wurde, macht es sich zur Aufgabe, in die weite Welt zu ziehen, um die gestohlenen Bücher zu finden und zurück in den Tempel zu bringen…

Meine Meinung:

Aka The Fight for Shaolin Tamo Mystique. Ich dachte früher immer, dass es sich bei Fight for Survival um ein «modern day» Setting handelt. Falsch gedacht. Der Ende der 70er Jahre Eastern aus Taiwan von Hou Cheng (Unsubdued Furies, On the Waterfront, The Legend of Mother Goddess) ist im klassischen Shaolin-Kloster Setting angesiedelt. Fight for Survival hat mir gut gefallen. Vor allem Fans von Polly Shang-Kuan Ling-Feng (A Girl Called Tigress, Bruce Kung Fu Girls, The Ghostly Face) dürften voll auf ihre Kosten kommen.

Dabei hat Regisseur Hou Cheng schon öfters mit Polly Shang-Kuan Ling-Feng zusammengearbeitet. Nämlich in Filmen wie The Zodiac Fighters, Empress Dowager's Agate Vase, The Rangers oder Seven to One. Fight for Survival gehört sicherlich zu den besseren Zusammenarbeiten der beiden. Im Cast finden sich noch Namen wie Judy Lee (The Unique Lama), Elsa Yang (Island Warriors) oder Don Wong Tao (Slaughter in San Francisco). Die haben alle drei jedoch eher wenig Screentime abbekommen. Dafür gibt es sehr viel Polly zu sehen!

Was ich mochte war die Tatsache, dass Polly Shang-Kuan Ling-Feng hier Mal in einem typischen Shaolin-Kloster Plot zu sehen ist inklusive Ausbildung. In der Zeit waren sonst nur Männer in solchen Rollen zu sehen (z.B. Jet Li in The Shaolin Temple). Warum nicht auch Mal eine Frau? Abgerundet wird der Film durch einige coole und fantasievolle (andere würden sagen trashige) Kampfszenen, da Polly sowohl einige ihrer Gegner ihre Beine oder Arme stark verlängern können. Das sorgte für einige sehr amüsante Kampfszenen. Einzige zwei Mankos: vor dem Finale hat der Film paar lahme Hänger und das Finale selbst hätte mehr Kämpfe vertragen dürfen.

Abgesehen davon aber jedem Polly Shang-Kuan Ling-Feng Fan zu empfehlen!

Infos:

O: Shi Da Zhang Men Chuang Shao Lin

Taiwan 1977

R: Hou Cheng

D: Polly Shang-Kuan Ling-Feng, Don Wong Tao, Yuen Si-Wo, Wen Chiang-Long, Chin Kang, Judy Lee, Elsa Yang

Laufzeit der US-VHS: Ca. 100 Min.

Gesehen am: 09.06.26

Fassungen: Mir lag das US-VHS von CBS/FOX VIEDEO vor = Vollbild, Englischer Dub (mies), unbekannt ob Uncut/Cut, gute Bildqualität. Es scheint ggf. eine südkoreanische und taiwanesische VHS zu geben. Andere Fassungen sind mir nicht bekannt (Stand: Juni 2026).