The Prodigal Boxer II
Story:
Fong Sai-yu (Meng Fei) infiltriert in einer Undercover-Aktion das Anwesen des Bösewichts (Lu Ping). Dessen Mitarbeiter und rechte Hand Kow Lee (Dorian Tan Tao-Liang) erkennt den jungen Helden sofort und will sich mit ihm messen. Nach einem Kampf werden sie zu Freunden und am Ende erkennt auch Kow Lee, dass sein Meister ein Tyrann ist, der aufgehalten werden muss. Treu steht er seinem neuen Freund Fong Sai-yu im Kampf zur Seite…
Meine Meinung (Re-released re-edit/New edit):
The Prodigal Boxer II ist die direkte Fortsetzung von The Prodigal Boxer. In der Hauptrolle kehrt Meng Fei (Take the Rap, Shaolin Hero, Eagle Flying in September) als Volksheld Fong Sai-Yuk zurück. Die Rolle steht im definitiv gut. Regie führt erneut Ulysses Au-Yeung Jun (The Wandering Dragon, Island Warriors, The Ming Patriots). Yasuaki Kurata (Tiger) und Wong Ching (Shaolin Temple) kehren nur in Rückblenden zurück. Neu an Bord sind Dorian Tan Tao-Liang (Tornado of Pearl River) sowie Doris Lung Chun-Erh (keine kampfbetonte Rolle).
Wer den ersten Film mochte, wird auch die Fortsetzung mögen. Mir lag nur die Wiederaufführungsfassung vor. Diese zeigt ca. 30 Minuten des ersten Filmes. Was dabei von der ursprünglichen Version entfernt wurde, ist mir nicht bekannt. Nach dem Start wechselt der Film zu den Szenen des ersten Teiles und zeigt eine Art actionbetonte Zusammenfassung. Daher auch die Szenen mit Yasuaki Kurata & Wong Ching. Dazu wird nett ein Link zur Fortsetzung eingestreut. Plötzlich sehen wir im Finale des ersten Teiles nämlich Dorian Tan Tao-Liang als Zuschauer des Kampfes. Danach wechselt der Film zum neuen Plot.
Und der besteht dann fast nur noch aus Action. Meng Fei muss, bevor er gegen den Hauptboss antreten kann, dessen vier Killer ausschalten. Und wir sehen nach den Flashbacks des ersten Teiles nur noch das plus den Endkampf. Und das war doch ziemlich cool, auch wenn vor allem die von Doris Lung Chun-Erh gespielte Figur ziemlich auf der Strecke bleibt. Die Kampfchoreographie steuerte Lau Kar-Wing (The Fake Ghost Catchers) bei. Die Choreographie war bodenständig, sehenswert und realistisch. Die Duelle muten etwas kürzer an, als im Vorgänger. Dafür wurde der Blutgehalt nach oben geschraubt. Einziges kleines Manko ist, dass Meng Fei die vier Killer relativ schnell besiegt. Da hätte ich mir durchaus härtere, längere und dramatischere Kämpfe gewünscht. Alles in allem aber sehenswert!
Fazit: Fans des ersten Teiles schalten ein!
Infos:
O: Chuan Ji Fang Shi Yu
Taiwan, HK (je nach Quelle) 1976
R: Ulysses Au-Yeung Jun
D: Meng Fei, Dorian Tan Tao-Liang, Doris Lung Chun-Erh, Lu Ping, Wei Ping-Ao
Laufzeit der südkoreanischen VHS: 85:50 Min. (inklusive einer kurzen Werbeunterbrechung)
Gesehen am: 18.05.26
Fassungen: Mir lag das VHS aus Südkorea von Sam Boo Video
Production vor = Mandarin O-Ton mit englischen, chinesischen und koreanischen
Subs, solide Bild- und Tonqualität. Die englischen Subs fehlen nur in den
ersten ca. zehn Minuten und in den letzten Dialogen vor der The End
Einblendung. Es gibt keine deutsche Fassung und keine Blu-Ray (Stand: Mai
2026). Der Film wurde nach seiner Erstaufführung später nochmals unter anderem
Titel (Young Hero of Shaolin) und mit Archivaufnahmen (in denen u.a. Yasuaki
Kurata zu sehen ist) des ersten Teiles neu aufgeführt. Die südkoreanische
VHS-Fassung entspricht auch diesem «New Edit».

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