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Donnerstag, 30. April 2026

Secret of the Chinese Kung Fu

 

Secret of the Chinese Kung Fu

Story:

Chang Chi (Sze-Ma Lung) treibt auf offener See, ehe er von zwei Schwestern (u.a. Hsia Ling-Ling) gerettet wird. Er wird von den Mädels gesund gepflegt, nimmt in der kleinen Ortschaft einen Job an, trichtert den Bewohnern Selbstvertrauen und Kampfunterricht ein und legt sich mit dem lokalen Gangster (Lo Lieh) an. Dieser lässt japanische (Wong Lik, Lung Fei) und thailändische (Jack Long Shi-Chia, Blacky Ko Shou-Liang) Kämpfer «einfliegen», damit sie den Helden beseitigen…

Meine Meinung:

Aka Secret of Chinese Kung Fu. Bei Secret of the Chinese Kung Fu handelt es sich um einen 1977er Eastern aus Taiwan, der leicht an Filme wie Seven Samurai, The Chinese Boxer oder The Big Boss erinnert. Regie führte Sung Ting-Mei (The Traitorous, The Deadly Silver Spear). Von den drei Filmen, welche ich nun insgesamt von Sung Ting-Mei kenne, ist Secret of the Chinese Kung Fu der schwächste der drei Titel.

Das lag an der Tatsache, dass die ersten Filmhälfte relativ lahm war. Zudem gab es in dieser Hälfte auch Längen, der Plot ist relativ wenig originell und vor allem lag es daran, dass mir Sze-Ma Lung (The Snake Girl Drops In, The Green Dragon Inn, The Smart Cavalier, One Foot Crane) als Held nicht überzeugte. Vom Aussehen und vom Charisma her. In den Kampfszenen war er solide. Schon beim Vorspann zeigt er Kampfdemonstrationen und seine Kampfeinlagen, vor allem in der 2. Filmhälfte, waren solide und sehenswert. Auf Humor wird verzichtet, wobei einige der Bösewichte mit einem Overacting agieren.

Die Musik war Standard und Lo Lieh (The Golden Triangle, Kiss of Death, Dragon Swamp) gibt einmal mehr einen souveränen Bösewicht ab. Schade ist, dass er nur im Finale kämpfen darf. Das war etwas schade und leichte Potenzialverschwendung. In Nebenrollen als ausländische Kämpfer sind Jack Long Shi-Chia (Mystery of Chess Boxing), Blacky Ko Shou-Liang (Imperial Sword) und Lung Fei (Gold Constables, The Great Cheat, Tough Duel) zu sehen. Dabei macht vor allem letzterer als japanischer Meister eine gute Figur.

Fazit: Solider Eastern, aber kein Kracher!

Infos:

O: Wu Xing Ba Quan

Taiwan 1977

R: Sung Ting-Mei

D: Sze-Ma Lung, Hsia Ling-Ling, Lo Lieh, Lung Fei, Huang Fei-Lung, Jack Long Shi-Chia, Blacky Ko Shou-Liang, Wong Lik

Laufzeit der HK-LD: 86:35 Min.

Gesehen an: 30.04.26

Fassungen: Gesehen via HK-LD von Ocean Shores = sehr gute Bild- und Tonqualität, Mandarin oder Englischer Ton ohne Untertitel, Uncut. Zudem befindet sich das Englisch Dubbed VHS aus Holland von Dragon Video in meinem Besitz (und wird nicht gesichtet werden, da nur Englisch Dubbed. Es befindet sich ein zweiter Film auf dem Band = The Invisible Terrorist). Eine DVD gibt es in England. Die ist aber nur Englisch Dubbed. Es gibt keine Blu-Ray und keine deutsche Fassung (Stand: April 2026).

Mittwoch, 29. April 2026

Catching Murderer Overseas

Catching Murderer Overseas

Story:

Zwei Cops (Cynthia Khan und Shao Feng) sollen einen Gangster (William Ho Ka-Kui) von Übersee eskortieren. Doch diesem gelingt die Flucht. Die zwei Cops machen es sich zur Aufgabe, den Entflohenen wieder zu finden…

Meine Meinung:

Catching Murderer Overseas bekam ich geschenkt. Ansonsten hätten sich unsere Wege nie gekreuzt. Catching Murderer Overseas ist ein Low-Budget Streifen aus Taiwan und stammt aus dem Jahr 2003. Ggf. ein TV- oder Direct to Video Film. Nach 1995 hat das Kino aus Hong Kong (und auch Taiwan) für meinen Geschmack viel an Interesse verloren, so dass ich Produktionen, die nach 1995 veröffentlicht wurden, nicht weiterverfolgt, geschaut oder gesammelt habe.

Catching Murderer Overseas ist solides Low-Budget «Kino». Der Film von Ng Kwok-Hau (The Funny Vampire) und Wu Jian-Xin hat ein grosses Plus: Cynthia Khan! Nebst Mädels wie Yukari Oshima (Drugs Fighters, Angel Terminators 2, Kung Fu Wonder Child), Moon Lee (Blood Sister, A Serious Shock! Yes Madam!, Iron Angels III), Kara Hui (Behind the Curtain, The Vengeance of Six Dragon, Madam City Hunter) oder Nishiwaki Michiko (Angel Terminators, Widow Warriors, The Outlaw Brothers) war Cynthia Khan zwischen 1990-1995 sicherlich eine der besten Schauspielerinnen im sogenannten Girls with Guns Genre.

Wer ein Hardcore-Fan von Cynthia Khan (In the Line of Duty 4, Queen’s High, Tough Beauty and the Sloppy Slop) ist, kann den Film bedenkenlos ansehen. Für eine einmalige Sichtung war der Streifen auch okay. Die billige Videooptik war weniger schlimm als befürchtet. Wo der Film am Ende verliert, sind Längen. Vor allem auf der 2. Disc. Und in dieser tritt Cynthia Khan mit Ausnahme von Anfang und Ende in den Hintergrund. Auf den ganzen Film berechnet ist sie jedoch sehr viel zu sehen. Die Actionszenen bestehen aus kurzen Kämpfen, vor allem Shoot-Outs (z.T. auch blutige) und es gibt auch einige, wenige echte Explosionen zu sehen. Als Stilmittel gibt es viele Slow-Mo-Aufnahmen zu sehen. Der Bösewicht wird von CAT. III Psycho William Ho Ka-Kui (Daughter of Darkness) gespielt.

Fazit: Einmal schauen und vergessen oder als ultimativer Cynthia Khan-Fan in die Sammlung stellen!

Infos:

O: 跨海擒兇

Taiwan 2003

R: Ng Kwok-Hau, Wu Jian-Xin (je nach Quelle)

D: Cynthia Khan, William Ho Ka-Kui, Shao Feng, Ting Ching-Yung

Laiufzeit der HK-VCD: 44:52 Min. (1. Disc) / 44:25 Min. (2. Disc)

Gesehen am: 29.04.26

Fassungen: Gesehen via malaysische VCD von Golden Satellite = Mandarin oder Kantonesische Tonspur ohne Untertitel. Solide Bild- und Tonqualität. Andere Fassungen sind mir nicht bekannt (Stand: April 2026).

Libido

Libido

Story:

Christian Coreau (Giancarlo Giannini) ist ein traumatisierter junger Mann, seit er als Kind mit ansehen musste, wie sein kranker Vater seiner Mutter während einer S/M-Session umgebracht hat um sich danach selbst das Leben zu nehmen. Um sein Trauma bewältigen zu können, macht sich Christian zusammen mit seiner Ehefrau, seinem Anwalt und dessen Frau auf den Weg, den Ort des Schreckens zu besuchen. Keine gute Idee…

Meine Meinung:

Libido ist ein s/w-Gothic-Mystery-Thriller, der auch als Giallo betitelt wird. Der Film erinnert an spätere Werke aus Italien mit Carroll Baker (A Quiet Place to Kill, Knife of Ice, The Fourth Victim) und stammt von den Regisseuren Ernesto Gastaldi sowie Vittorio Salerno (Die grausamen Drei, Betrachten wir die Angelegenheit als abgeschlossen). Die Mitte der 60er Jahre Produktion ist zwar durchaus solide, bringt dem Genre aber nichts Neues.

Der Film punktet vor allem durch seine Optik und die Bilder. Die wurden stimmungsvoll und stark eingefangen. Der Film ist solide gespielt. Die vier Hauptfiguren werden von Luciano Pigozzi (Zombi 3, Seven Deaths in the Cat’s Eye, The Last Hunter), Giancarlo Giannini (der es sogar nach Hollywood geschafft hat), Dominique Boschero sowie Mara Maryl. Letztere, das «blonde Gift», bringt leider unnötigen Klamauk und Slapstick in den Film, so dass selbst ihre Szenen wenig erotisch wirken. Der Humor wirkt unpassend.

Der Film ist allgemein sehr konservativ und harmlos. Effekte, Blut oder Sex dürfen nicht erwartet werden. Das Drehbuch überzeugt nicht und es gibt am Anfang und Mittelteil viel zu viele Längen. Und wenn am Ende das Tempo erhöht wird, ist der Film kurze Zeit später schon vorbei. Die Musik war unspektakulär. Das fiese Ende war ganz okay und nett, aber rettet den Film nicht. Für mich war der Film zu alt, zu unspektakulär und zu langweilig.

Fazit: Kein Film für die Sammlung!

Infos:

O: Libido

Italien 1965

R: Ernesto Gastaldi, Vittorio Salerno

D: Giancarlo Giannini, Dominique Boschero, Luciano Pigozzi, Mara Maryl

Laufzeit der US-Blu: Ca. 90 Min.

Gesehen am: 29.04.26

Fassungen: Mir lag die US-Blu-Ray von Severin Films vor = Schuber, Englisch/Ital. Audio mit englischen Subs und als Extras gibt es u.a. ein Interview mit Regisseur Ernesto Gastaldi. Die Bild- und Tonqualität sind fantastisch. Es gibt keine deutsche Fassung (Stand: April 2026).

The Invisible Terrorist

The Invisible Terrorist

Story:

General Chao Ting-Bing (Wang Hsieh) wechselt die Seiten und setzt nun die Ming-Rebellen im Shaolin Tempel auf die Todesliste. Es gibt eine Liste mit Namen. Diese wird von den Rebellen jedoch in drei Stücke verteilt und befindet sich nun im Besitz der besten Kämpfer der Rebellen (Carter Wong, Cliff Lok, Wen Chiang-Long), die nun von der Regierung zur Jagd ausgeschrieben werden…

Meine Meinung:

The Invisible Terrorist bietet zwar inhaltlich nichts Neues und die ewigen Twists, Betrügereien und Seitenwechsel der Beteiligten, dennoch ist die Mitte der 70er Jahre Produktion aus Hong Kong von Regisseur Chan Siu-Pang sehenswerte Kung-Fu-Unterhaltung. The Invisible Terrorist war scheinbar sein Regiedebüt, ehe er später noch Filme wie Shaolin Death Squads, The Mysterious Heroes, Brutal Sorcery oder Curse inszeniert hat. Daneben ist er in vielen Filmen auch als Martial Arts Director gelistet (Raiders of the Shaolin Temple, Lackey and the Lady Tiger, Shaolin Kung Fu Mystagogue).

Was mir am Film sehr gefiel war die hohe Anzahl von Kampfszenen. Das hat mich überrascht. Es gibt von Beginn an bis zum Ende, praktisch pausenlos, alle fünf Minuten Kampfszenen zu sehen. Mit oder ohne Waffen, sonderbaren Waffen, Gruppen- oder Einzelkämpfe. Das war toll und der Cast kann sich dabei auch sehen lassen. Es waren viele bekannte Namen wie Carter Wong (Killer from Above), Cliff Lok (Kung Fu Genius), Lo Lieh (Bullet for Hire), Doris Lung Chun-Erh (7 Men of Kungfu), Chin Kang (Shaolin Warrior), Lung Fei (Shanghai Massacre) oder Wang Hsieh (Cantonen Iron Kung Fu) dabei. Dass mit so einem Cast ein vielversprechender Kung Fu Film bei rauskommt, überrascht nicht.

Gut war auch der komplette Verzicht auf Humor und die Tatsache, dass am Ende praktisch alle tot sind. Das Finale war cool und hatte starke Samurai- und Italo-Western Vibes. Ich fand es auch originell. Vom Cast sind folgende Namen nur kurz zu sehen: Doris Lung Chun-Erh (hat auch keine kampfbetonte Rolle), Lo Lieh (scheidet gleich am Anfang aus) und auch Lung Fei ist nur kurz zu sehen. Bei den Bösewichten überzeugen ansonsten Wang Hsieh als weisshaariger General und Chin Kang mit Schnauz. Carter Wong ist sehr solide und Cliff Lok nervte mich hier weniger, da ernste Rolle. Die Settings sind hübsch abwechslungsreich und jeweils passend ausgewählt.

Fazit: Sehenswerter Eastern!

Infos:

O: Tin Law , Fei Qui , Chik Yeung Hung

HK 1976

R: Chan Siu-Pang

D: Carter Wong, Cliff Lok, Lo Lieh, Doris Lung Chun-Erh, Chen Hui-Lou, Chin Kang, Lung Fei, Wang Hsieh

Laufzeit der chinesischen VHS: 76:26 Min.

Gesehen am: 29.04.26

Fassungen: Gesehen als VHS aus China mit Omni Video Cassette Kartonpackung = im Originalton Mandarin mit englischen und chinesischen Subs. Das VHS selbst ist eine Kopie und könnte ggf. auch nicht ganz komplett sein (76:26. statt 80 Min.). Eine bewusste Zensur fiel mir aber nicht auf. Die Bild- und Tonqualität sind solide. Die VHS aus Holland von Dragon Video (zusammen mit Secret of the Chinese Kung Fu auf einem Tape) wird nie geschaut werden, da Englisch Dubbed. Zudem könnte es zensiert sein (73 Min. während die HK-VHS 80 Minuten läuft). Es gibt keine Blu-Ray und keine deutsche Fassung (Stand: Mai 2026).

Dienstag, 28. April 2026

Infested

Infested

Story:

Eine Gruppe von Bewohnern (u.a. Théo Christine) kämpfen gegen einen aggressive Spinnenplage, die sich im Block vermehrt, um ihr Überleben…

Meine Meinung:

Infested ist ein französischer Tierhorrorfilm um mordende Spinnen und stellt gleichzeitig Sébastien Vaniceks Regiedebüt dar, dem Regisseur des kommenden, neuen Evil Dead Filmes (= Evil Dead Burn). Der Film ist nicht nur ein Tierhorrorfilm, sondern bietet auch eine sozialkritische Note (Diskriminierung). Die Figuren stammen aus der Banlieue und der Film spielt auch dort in einem Häuserblock.  Der Film wurde dazumal fast zeitglich mit Sting veröffentlicht, den ich am BIFFF sah und sehr enttäuscht war. Zudem nervte Sting.

Infested habe ich im gleichen Jahr am Brugggore Filmfestival nebst anderen Titeln wie Aberrance, How to Kill Monsters, Le Vourdalak oder Minore verpasst. Seither stand der Titel auf meiner immer zu langen Wunschliste. Nun holte ich die Sichtung von Infested nach und in meinen Augen ist Infested nicht nur deutlich besser und sehenswerter als Sting, sondern auch abgesehen davon einer der besten Tierhorrorfilme mit Spinnen. Es ist nicht alles perfekt, aber im Grossen und Ganzen macht Infested Vieles richtig.

Vor allem wer Angst vor Spinnen hat (oder sie einfach eklig findet), sollte sich Infested ansehen. Es gab in der Tat zwei-drei tolle Szenen, die auch ich eklig und scary fand. Das waren aber beides Szenen, in denen die Spinnen noch nicht so gross waren (z.B. die Badezimmer-Szene). Das klaustrophobische und dunkle Setting plus Kameraarbeit tragen viel zur Stimmung bei. Oft sind die Spinnen, vor allem am Anfang, immer nur schnell oder in Hintergründen zu sehen. Und das macht die Szenen dann auch creepy und unheimlich. Oder wie sie in den Boxen verstaut zu sehen sind. Eklig.

Sobald die Spinnen grösser werden, verschwindet der angstvolle Faktor. Zwar wurden echte Spinnen (200 Riesenkrabbenspinnen) verwendet, um diese später digital zu vergrössern, aber das sieht man den Viechern halt auch an. Auch wenn die Bewegungen sicherlich natürlicher sind als bei reinen CGI-Spinnen, so war das ein gewisser Minuspunkt. Zudem war auch das Finale an sich relativ lahm und kann das Niveau, welches der Film im Mittelteil aufbaut, nicht halten. Die Figuren sind stark gespielt. Charakterisiert wird vor allem die Gruppe, die ums Überleben kämpft. Der Horror startet nach ca. einer halben Stunde. Zuvor entwickeln sich die Figuren und der Plot.

Fazit: Tierhorrorfans zu empfehlen!

Infos:

O: Vermines

Frankreich 2023

R: Sébastien Vanicek

D: Théo Christine, Sofia Lesaffre, Jérôme Niel, Lisa Nyarko, Finnegan Oldfield

Laufzeit der Bootleg-Blu-Ray: Ca. 106 Min.

Gesehen am: 28.04.26

Fassungen: Ich habe den Film als Bootleg-Blu-Ray vom Kumpel geschenkt bekommen. Der Film ist Uncut, die Bild- und Tonqualität sind sehr gut und zum Französischen Originalton können englische Untertitel zugeschaltet werden. In Deutschland gibt es den Film als Spiders - Ihr Biss ist der Tod auf DVD, Blu-Ray und UHD.

Always There

Always There

Story:

Young-ah, aus armen Verhältnissen stammend, rutscht in städtische Gefilde ab d.h. wird von einer Gang gezwungen, als Prostituierte zu arbeiten. Kang Baek-chon, der seinen Bruder durch erwähnte Gang verloren hat, will diese zerschlagen. Als er zufällig auf Young-ah trifft, verliebt er sich in sie. Derweil bekommt die Gang ein neues Mitglied: Cobra. Dieser soll die Organisation beschützen. Wird Kang Baek-chon die Gang zerschlagen und Young-ah aus ihren Fängen retten können?

Meine Meinung:

Always There war ein Blindkauf, den ich rund um das Jahr 2018/2019 getätigt habe. Und dieser hat sich nicht gelohnt. Es handelt sich bei Always There um einen Mix aus Thriller, Drama, Erotik- und Gangster-Film aus dem Jahr 1990, wobei die Bösewichte alle aus dem HK-Kino der damaligen Gangsterstreifen von John Woo stammen könnten. Das ist unverkennbar, dass diese Filme aus Hong Kong, die extrem erfolgreich waren, als Inspirationsquelle dienten.

Der Film von Seok Do-Won ist solide, aber kein Kracher. Seok Do-Won hat in den 90ern einige Erotikfilme realisiert. Dabei waren vor allem einige Madame Aema Fortsetzungen (Madame Aema 4-8 inklusive den 10. Teil sowie die Dracula Variante Dracula Emma). Im Vergleich zu diesen ist Always There aufwändiger. Ob der Film in Südkorea jedoch tatsächlich im Kino lief, weiss ich nicht. Der Cast ist mir jedoch auch unbekannt. Zumindest von den Namen her.

Die einzigen zwei Schauspieler, welche in Filmen mitgewirkt habe, die ich kenne, betreffen vor allem das Kung Fu-Kino. Da halfen die Koreaner auch mit und/oder einige ihrer Stars waren in Produktionen aus Taiwan oder Hong Kong zu sehen. In Always There sehen wir dabei Seo Pyeong-Seok, den ich aus Hitman in the Hand of Buddha kenne sowie Kim Kuk-hyeon, den ich in Filmen wie The Clones of Bruce Lee und dem koreanischen Casanova Wong Film For the Motherland sah. Die Darsteller sind solide. Nur die Dramatik am Ende war mir zu laienhaft.

Bei Kung-Fu Filmen stört es (oft) nicht, wenn englische Untertitel fehlen. Hier war es jedoch, würde ich meinen, vielleicht von Nachteil. Auf der anderen Seite gibt der Plot wirklich auch nicht viel her. Alles schon viele Male gesehen. Naives Mädel vom Lande wird in der urbanen Stadt ausgenutzt. Für eine Film mit Erotikszenen ist der Film zu konservativ (auch wenn es kurze Nacktszenen zu sehen gibt) und für einen Film mit Actionszenen und Gangstern muss der Fan bis zum Finale warten, bis Mal was passiert (paar wenige blutige Shoot-Outs). Soll heissen es gibt viele Längen. Zu wenig Action, zu viel Drama.

Fazit: Nicht wirklich zu empfehlen!

Infos:

O: Eonjena geu jalina

Südkorea 1990

R: Seok Do-Won

D: Jeong So-Nyeo, Kim Cheon-Man

Laufzeit der südkoreanischen VHS: 97:45 Min.

Gesehen am: 28.04.26

Fassungen: Mir lag das südkoreanische VHS von Jung Woo Cinema vor = Sah Uncut aus (paar blutige Shoot-Outs und paar wenige Nacktszenen), Koreanischer O-Ton, sehr gute Bildqualität. Andere Fassungen sind mir nicht bekannt (Stand: April 2026).

Update

Zu folgendem Review gibt es neue Bilder und unter Fassungen einen neuen Nachtrag:

- Queen of Black Magic

Montag, 27. April 2026

Killer in the Dark

Killer in the Dark

Story:

Eine Reporterin (Christine Hui San) und ein Nachtclubbesitzer (Phairoj Jaising) machen sich auf die Suche nach einem Frauenmörder. Die Polizei ermittelt ebenfalls…

Meine Meinung:

Killer in the Dark ist eine Zusammenarbeit zwischen Hong Kong und Thailand. Daher werden auch zwei Regisseure (Chan Tung-Man, Pecnai Naolod) gelistet. Inwieweit sich die Fassungen unterscheiden, ist mir nicht bekannt. Chan Tung-Man ist zumindest noch bei der japanischen Produktion Soul of Chiba gelistet. Er scheint daher öfters für Ko-Produktionen ausgewählt worden zu sein. Sein Gegenüber aus Thailand ist mir sogar total unbekannt. Zu Pecnai Naolod finde ich keine Infos. Der Cast war auch ein Mix aus Thailänder und einer HK-Crew, wobei letztere dominiert haben.

Es handelt sich um eine Anfang der 70er Jahre Produktion und einen Mix aus Giallo und Kung-Fu-Film. Etwas, was in dem Genre selten war. Zumindest dazumal. Da kommen mir nur wenige Filme wie Corpse Mania, The Psychopath oder mit einzelnen Szenen noch Love Massacre sowie unbekanntere Filme wie The Woman from Hell, Night Caller oder The Mid-Night in den Sinn. In der neuen Zeit sind es eher Erinnerungen ans Slasher-Genre, die hier und da zutreffen (z.B. in Dream Home und Co.). Auf jeden Fall eine nicht uninteressante Mischung.

Die Giallo-Momente (Schwarze Handschuhe, Tatwaffen) haben mir mehr zusagt als die Kampfszenen, die auch weniger Raum einnehmen. Es ist mehr diese billige Machart und die damit verbundene Stimmung, die mir gefällt. Der Film ist relativ harmlos und ggf. könnte die VHS aus Südkorea in Nacktszenen zensiert sein. Auf der anderen Seite gibt es immer wieder abwechslungsreiche Einschübe, z.B. die Autoverfolgungsjagd inklusive Stunt, Bolo Yeung (Chinese Hercules, Enter Three Dragons, The 36 Deadly Styles) in einer total verrückten Nebenrolle oder Cameo-Auftritte von Hon Kwok-Choi (Little Super Man) als mögliche Tatverdächtige.

Fazit: Wer die Genres Kung-Fu- und Gialli mag, kann einen Blick riskieren!

Infos:

O: Duo Ming Ke

HK, Thailand 1973

R: Chan Tung-Man, Pecnai Naolod

D: Phairoj Jaising, Christine Hui San, Fong Yau, Bolo Yeung, Hon Kwok-Choi, Chieh Yuen, San Kuai, Mandy San Qi, Chow Pan-Pan, Lily Chen Ching

Laufzeit der südkoreanischen VHS: 88:14 Min.

Gesehen am: 27.04.26

Fassungen: Mir lag die südkoreanische VHS von NVC vor = O-Ton Mandarin mit englischen, chinesischen und koreanischen Untertiteln. Leider ist es diesmal so, dass die koreanischen Untertitel gigantisch sind und mehrheitlich die englischen Untertitel total verdecken. Jedoch sind mir andere Fassungen im O-Ton unbekannt. In Deutschland heisst der Film Der Mann mit dem Karateschlag. Dort ist der Film auf VHS und DVD raus (ohne O-Ton). Die VHS aus Südkorea machte einen kompletten Eindruck. Vergleichsmöglichkeiten boten sich mir jedoch keine.

Kung Fu Genius

Kung Fu Genius

Story:

Kung Fu Genius (Cliff Lok) und Freunde (Peter Chan Lung, Hsiao Ho, Cheng Kang-Yeh) wollen eine Kung-Fu-Schule eröffnen und ziehen somit den Zorn von Gangstern (Wilson Tong, Lee Hoi-Sang), die ebenfalls eine Kung-Fu-Schule sowie ein Bordell betreiben, auf sich…

Meine Meinung:

Kung Fu Genius ist eine weitere Kung-Fu-Komödie aus dem Jahr 1979. Es handelt sich um eine Goldig Films Produktion (Mantis Fists and Tiger Claws of Shaolin, Cunning Kids) aus Hong Kong. Wilson Tong (Invitation of Ghost, Daggers 8, Dirty Ho) spielt mit = Endgegner, war für die Kampfszenen und deren Choreographie zuständig und führte Regie. Der Star des Filmes ist Cliff Lok (The Shaolin Kids, Shaolin Death Squads, Drunken Master Slippery Snake), der persönlich nicht zu meinen Lieblingen gehört und Charisma vermissen lässt.

Der Plot ist 08/15 und es gibt jede Menge Humor, Slapstick und Peinlichkeiten. Dazu gehört die Tatsache, dass mehrere Personen im Film, wie und warum auch immer, in einen kognitiv veränderten, lächerlichen und nervenden Menschen umgepolt werden. So à la Dean Shek (Bruce, Hong Kong Master) in A Better Tomorrow II = braucht Nerven. Gut war, dass meine Fassung in Mandarin statt im furchtbaren Englischem Dub war. Das wäre, mit den Figuren und dem Humor, sicher eine absolute Qual gewesen.

Zwei Dinge sah ich als grössere «Kritikpunkte» an. Zum einen eben die Helden, die mir wenig zugesagt haben. Cliff Lok ist mir nicht sonderlich charismatisch und auch Cheng Kang-Yeh nervte mich schon in anderen Filmen (z.B. Heroes of the East). Er spielt oft solche (nervende) Comic-Charaktere. Peter Chan Lung steuert immerhin einen Enten-Kampfstil bei und Hsiao Ho (My Young Auntie) war noch der erträglichste aus der Truppe. Schade war auch, dass der Film fast keine Musik hat. Einmalig gibt es das Dawn of the Dead Theme zu hören und das wäre cool gewesen, wenn das auch bei den späteren Kampfszenen eingesetzt worden wäre.

Stark war hingegen die sehr hohe Anzahl an Trainings- und vor allem Kampfszenen. Vor allem in den letzten 30-40 Minuten gibt es etliche Duelle, so dass Kung-Fu-Fans bestens bedient werden. Zudem haben wir auf der Seite der Bösewichte die Namen besser gefallen als unsere Helden. Wilson Tong sehe ich seit Daggers 8 immer gerne als Bösewicht und einer seiner Männer wird von Glatzkopf Lee Hoi-Sang (Fists and Guts, Shaolin and Wu Tang, The Kung-Fu Warrior) gespielt. Auch ihn mag ich in solchen Rollen. Die Outdoor-Settings, besonders im Finale, waren für die finale Kampfkonfrontation passend gewählt (Steinbruch).

Fazit: Old School Kung Fu Fans können einen Blick riskieren!

Infos:

O: Tian Cai Gong Fu

HK 1979

R: Wilson Tong

D: Wilson Tong, Cliff Lok, Peter Chan Lung, Hsiao Ho, Cheng Kang-Yeh, Lee Hoi-Sang

Laufzeit der südkoreanischen VHS: Ca. 90 Min.

Gesehen am: 27.04.26

Fassungen: Mir lag das südkoreanische VHS von Sam Boo Production vor = Vollbild (hier und da störend in den Kampfszenen), solide Bild- und Tonqualität, Mandarin mit koreanischen Subs. Auf DVD gibt es den Film u.a. in England, aber nur Englisch Dubbed. Es gibt keine deutsche Fassung, keine Blu-Ray und keine UHD (Stand: April 2026). Es scheint eine DVD in Japan zu geben, die ggf. in Mandarin und Widescreen sein könnte.

Sonntag, 26. April 2026

Einkäufe

 






Infested

Diesen franz. Tierhorrorfilm mit Spinnen habe ich vor zwei Jahren am Brugggore Filmfestival verpasst. Ich bekam vom Kumpel eine Bootleg-Blu-Ray geschenkt. Gespannt auf den Film. Kann nur besser als Sting sein, von dem ich am BIFFF dazumal sehr enttäuscht wurde. Die Blu-Ray ist im Originalton Franz. mit englischen Untertiteln. Es sollen auch echte Spinnen für den Film verwendet worden sein.


Shadowless Sword

Diesen südkoreanischen Martial Arts Film im klassischen Setting hatte ich schon Mal in der Sammlung. Die DVD habe ich aber, was schon Jahre her ist, verschenkt. Als ich die deutsche DVD auf der Filmbörse in Brugg sah (2 CHF), kaufte ich mir den Film erneut. Ich weiss so gut wie nichts mehr über den Film, so dass ich mich auf eine zukünftige Sichtung freue.


Mercenario - Der Gefürchtete

Auf der Filmbörse in Brugg als deutsche DVD gekauft. Italo-Western. Wurde mir vom Kumpel aus Zürich empfohlen. Zudem toller Cast = Frano Nero, Jack Palance, Ennio Morricone und Sergio Corbucci. Da musste ich fast zuschlagen!


Deathstalker II - Duell der Titanen

Das deutsche Mediabook (DVD, Booklet, Blu-Ray) gab es für einen Spitzenpreis von 12 oder 15 CHF (weiss es nicht mehr) an der Filmbörse in Brugg. Laut meinem Kumpel der beste der Original-Deathstalker Reihe. Daher einen Blindkauf getätigt. Gefällt mir der nicht, ist das sicher eine gute Edition, die problemlos verkauft werden kann.


A Man Called Magnum

Den sah ich vor einigen Jahren auf Netflix. Das war dazumal die einzige Möglichkeit, den Uncut mit deutschen Untertiteln anzusehen. Dazumal gab es den Film (in Deutschland) nur auf VHS. Inzwischen ist der in Deutschland auch auf Blu-Ray erscheinen. Uncut, Deutsch/Ital. mit Subs. Welche schöne Überraschung. Die Vös dieses Labels (explosive Media) habe ich viel zu wenig mitbekommen (bei der Flut an Filmen, die in der Szene veröffentlicht werden wenig überraschend).


The Killer

Die UK-DVD wurde entsorgt und die neue UK-Blu-Ray von Arrow Video vorbestellt. Warum? Wegen der Möglichkeit den Taiwan-Cut völlig unzensiert zu sehen (mit VHS-Inserts). Es sind insgesamt vier Fassungen an Bord. Der Taiwan-Cut hat mehr Handlung aber auch mehr Action und mehr Gewalt. Quasi à la der Workprint von A Better Tomorrow 2. Das war der Grund des Upgrades. Das Set kam am an, als ich mich zum Filmfest nach Brugg aufmachte. Ich freue mich, den Film erstmals in der taiwanesischen Fassung ansehen zu können.


The Definitive Guide to Horror Movies

Dieses Buch kaufte ich mir spontan an der Filmbörse in Brugg. Als ich sah, dass u.a. Pete Tombs von Mondo Macabro oder Jess Franco und Lucio Fulci Kenner Stephen Thrower Reviews beisteuerten und ich auch Filmbesprechungen zu Titeln wie Seeding of a Ghost oder Black Magic 2 im Buch fand, überzeugte mich das für den Kauf. Zudem fand ich es auch cool, da auch neue Filme wie Men, Pearl, Evil Dead Rise und Co. besprochen werden.


Brugggore Filmfestival 2026: Letzter Tag

Nach fünf Stunden Schlaf stand ich um 08.00 Uhr auf und bereitete die ersten Reviews vor. Heute war der letzte Tag und es stand erst am Nachmittag ein Film auf dem Programm. Also egal, wenn ich müde bin. Gestern wurde es spät (02:30 Uhr im Hotel). Ich hatte mit dem Kumpel aus Zürich, er sollte heute auch wieder kommen, um 11.00 Uhr vor dem Kino Odeon abgemacht. Warum? Dort lief nicht unser erster Film, sondern findet erstmals am Brugggore Filmfestival eine Filmbörse statt. Bzw. nicht nur für Filme sondern auch Masken, Requisiten, Comics und Bücher. Mir wurde gesagt, es gäbe drei Filmstände. Diese Börse fand im ersten Stock des Kinos statt. Dort kaufte ich mir folgendes: Deathstalker II als Mediabook (sehr faire Preise), Mercenario – Der Gefürchtete (bei dem Cast und der Kumpel aus Zürich hat den sehr empfohlen), Shadowless Sword (den hatte ich Mal, aber hatte den verschenkt gehabt) sowie A Man Called Magnum, den ich vor vielen Jahren Mal auf Netflix sah. Inzwischen gibt s davon auch eine neue deutsche Blu-Ray. Cool. Und ein Buch (The Definitive Guide to Horror Movies) kaufte ich mir auch, nachdem ich sah, dass Pete Tombs (Mondo Macabro) als einer der Autoren gelistet war und ich in dem Buch z.B. eine Black Magic 2 Kritik las.





Danach ging es ums Thema Mittagessen. Ich hatte Lust auf Kambodschanisch, der Kumpel hatte hingegen keine Lust auf Asiatisch. Wir einigten uns, bei mir im Hotel essen zu gehen. Der Kumpel hatte Lust auf Burger, ich wollte das Filet und Ribeye nehmen, was gestern zur gleichen Zeit nicht möglich war, da noch kein Lohn auf dem Konto habend. Dann das: am Samstag hat das Restaurant im Hotel nur abends geöffnet. Schade. Also versuchten wir es im Hotel Restaurant Schnitzeria Hotel Gotthard. Dort war ich früher schon Mal Gast und die haben gut bürgerliche Fleischgerichte. Die hatten aber, und dass ausgerechnet während dem Filmfestival, Betriebsferien. In der gleichen Strasse ist das Italienische Restaurant L'Ulivo. Da ging ich vor zwei Jahren essen, als ich in Brugg verweilte und hatte das als hervorragend abgespeichert. Wir nahmen draussen Platz. Auch heute war über 20 Grad warm. Ich war hingegen noch immer erkältet (laufende Nase und so). Das Essen war erneut sehr gut. Ich nahm Safranrisotto an einer Steinpilzsauce mit einem Filet und als Nachtisch ein Erdbeeren Tiramisu und als Vorspeise ein Carpaccio. Das war sehr gut bis hervorragend. Der Kumpel schenkte mir noch eine Bootleg Disc von Infested, den ich vor zwei Jahren am Brugggore Filmfestival verpasst hatte. Der stand seitdem auf der Wunschliste.








Danach drehten wir, vollgefressen, noch eine Runde und gingen spazieren und Sonne tanken. Heute hatte es deutlich mehr Menschen, als durch die Woche durch. Es war nun kurz vor 14.00 Uhr. Der Kumpel und ich gingen nun getrennte Wege: er in eine Vorstellung, ich ins Hotel und schrieb die letzten Berichte von gestern, erholte mich und packte. Um 17.00 Uhr stand mein letzter Film auf dem Programm: Deathstalker. Der dritte Film, der es auf meine Wunschliste schafft. Die Veranstalter orientierten sich dabei am NIFFF und sorgten für eine humorvolle Vorstellung des Filmes im «Barbaren Setting». Zudem entschied ich mich, im Juni das nächste Eastern Heroes Event nicht zu besuchen und auch auf das Slash ½ Event im Mai (es wäre Anfang Mai und etwas zu kurzfristig zudem ich in den nächsten zwei Monaten sparen muss) zu verzichten. Das Slash ½ und im Herbst das Slash Festival werden aber sicher interessante Festivals/Alternativen für 2027 sein, falls ich das Brugggore oder NIFFF nicht besuchen sollte (aufgrund einer möglichen, schwierigen Ferienplanung auf der Arbeit). Danach ging ich ins Hotel, holte den Koffer und checkte aus, ehe ich um 19.32 Uhr Brugg Richtung Bern verliess und danach mit dem Taxi nach Hause fuhr. Ich freute mich, meine Babys wiederzusehen und schaute mir am Abend zu bestelltem Fast Food Folgen der 4. The Wire Staffel an. Nun hiess es ausspannen und Kräfte sammeln für die morgige Einzelnacht.





Deathstalker

Brugggore Filmfestival 2026 Spezial

Deathstalker

Story:

Der Deathstalker (Daniel Bernhardt) kommt in den Besitz eines Amuletts. Auf dieses haben es etliche Monster und Geschöpfe abgesehen. Derweil macht sich der Deathstalker zusammen mit Freunden (Christina Orjalo, Laurie Field) auf den Weg, das Königreich zu retten…

Meine Meinung:

Auf Deathstalker freute ich mich am diesjährigen Filmfestival. Es war auch einer der wenigen Titel, die mir im Voraus schon ein Begriff waren. Vor kurzem wurde der Film nämlich von Shout Factory auf Blu-Ray veröffentlicht und der Film stand so oder so auf meiner Wunschliste. Daher war der Kinobesuch eine beschlossene Sache. Deathstalker ist ein Remake eine Roger Corman Trash-Produktion, der dazumal nach dem Erfolg von Conan der Barbar ins Leben gerufen wurde und es auf drei Fortsetzungen brachte. Regie führte Steven Kostanski.

Steven Kostanski dürfte Horrorfans ein Begriff sein. Er realisierte nicht uninteressante Filme wie The Void, Leprechaun Returns, Father’s Day oder Manborg.  Zudem ist Steven Kostanski auch ein Spezialeffekte und Make-Up-Künstler (für etliche Produktionen, in denen er selbst Regie führte oder für Filme wie In a Violent Nature oder Scared Shitless). So erhoffte ich mir in Deathstalker auch die ein oder anderen sehenswerten Effekte und Monstermasken. Und als zweites Leckerli ist der Schweizer Daniel Bernhardt (Nobody, Nobody 2, John Wick) als Deathstalker in der Hauptrolle zu sehen.

Ich kenne keinen der Original-Deathstalker Filme. Mir hat dieser neue Deathstalker gut gefallen. Aus einer neutralen Position gibt es ggf. Punkte, die kritisiert werden könnten (keine Nacktszenen, zu lustig, die Musik fand ich unauffällig). Mich haben diese Punkte aber alle nicht gestört. Der Film war unterhaltsam und wie nicht anders erwartet gibt es etliche coole Monster-Effekte, Kostüme, Make-Up Masken und roter Lebenssaft zu sehen, der vergossen wird. Alle Effekte hatten Charme und das eine Monster hat mich sogar an einen Boss aus einem möglichen SNES-Game erinnert. Toller Retro-Charme. Daniel Bernhardt war solide, auch wenn er nicht allzu viel von seinen Martial Arts Künsten zeigen darf.

Fazit: Auf Steven Kostanski ist Verlass! Wer Genres à la Conen der Barbar und Co. mag, dürfte mit Deathstalker viel Freude haben!

Infos:

O: Deathstalker

Kanada, USA 2025

R: Steven Kostanski

D: Daniel Bernhardt, Christina Orjalo, Paul Lazenby, Nina Bergman, Laurie Field

Laufzeit der Kinoversion: Ca. 102 Min.

Gesehen am: Brugggore Filmfestival 2026

Fassungen: Gesehen am Brugggore Filmfestival 2026 in Englisch. Uncut. Den Film gibt es seit Mitte Feb. in den USA und Kanada auf Blu-Ray. Es gibt noch keine deutsche Fassung (Stand: April 2026). 

Samstag, 25. April 2026

Brugggore Filmfestival 2026: 4. Tag

Am vorletzten Tag kam ich besser in die Gänge und war energiegeladen und motiviert. Ich schrieb die Berichte alle am Vormittag. Der Kumpel aus Zürich kam auch schon an, aber da ich noch gerade an den Berichten schrieb, sollte es bis nach dem Mittag dauern, ehe wir uns treffen würden. Sein erster Film begann schon um 11.00 Uhr, meiner hingegen erst um 14.00 Uhr. Es war erneut schönes, sonniges Wetter und es sollte sogar über 20 Grad warm werden. Ich war aber nach wie vor erkältet (leicht laufende Nase) und daher wärmer gekleidet und eingepackt. Ich hatte nur noch 40 CHF in Cash. Lust stieg in mir auf, im Hotel Restaurant zwei Fleischgerichte zu bestellen (das Filet und das Ribeye zu jeweils 200g). Ich ging kurz vor Mittag an den Postautomaten in Windisch schauen, ob schon Lohn gekommen ist. Fehlanzeige. Also lag das Mittagessen im Hotel-Restaurant nicht drin.

Ich entschied mich für das kambodschanische Restaurant Papa Oro's Filipino restaurant & café. Als ich auf dem Weg dorthin war fiel mir ein, dass diese nur Kartenzahlung anbieten. Die funktionieren nicht mehr mit Bargeld. Also konnte ich auch, etwas gefrustet da hungrig und somit dünnhäutig, auch diese Ortschaft von meiner Liste streichen. Ein japanisches Restaurant in der gleichen Strasse stellte sich als Sushi-Laden aus = hat mich alles andere als an gemacht. Ich bin kein Sushi Fan. Also besuchte ich das sri-lankische Restaurant in der gleichen Strasse namens Launy's Pizza. Dort nahm ich Kottu Roti mit Pulet, keine Vorspeise und kein Dessert. Zum Trinken eine Cola Zero. Ich habe Kottu Roti schon hier und da bestellt (Just Eat) und fand es immer sehr lecker. Launy's Pizza hat eine hohe Google-Bewertung, die auch zutreffend ist. Die Portion war gross und superlecker, die Sosse nicht zu scharf. Perfekt, um gestört ins Filmfest zu starten.







Heute standen nämlich vier ggf. fünf Filme auf dem Programm, sollte ich mich dazu entscheiden, Häxan schauen zu gehen. Ich hatte noch ein Kumpel aus Seuzach, der Stummfilme liebt, gefragt und wartete dessen Antwort ab. Als ich die Veranstalter fragte, welche Fassung sie zeigen, war ich etwas überrascht zu hören, dass ihre Version (wohl die Fassung von Criterion) aus freien Stücken in zwei längeren Szenen gestrafft wurde. Das sollte eigentlich nicht die Intentionen eines Filmfestivals sein. Statt 105 Minuten läuft die Brugggore Filmfestival Fassung (laut offizieller Homepage) 96 Minuten. Ich denke die neun zusätzlichen Minuten hätte man genauso gut drin lassen können. Das macht den Braten auch nicht mehr fett. Ich informierte auch den Kumpel aus Seuzach, der sich im Verlauf gegen die Vorstellung aussprach. Ich selbst, inzwischen den Kumpel aus Zürich getroffen, wollte mir ein Häxan Ticket kaufen gehen. Doch das kostete 30 CHF und aktuell hatte ich nur noch 20 CHF, da noch Trinken und Sandwiches für am Abend gekauft. Der Kumpel aus Zürich half mir aus und kaufte mir das Ticket, welches ich im am Nachmittag, als mein Lohn endlich eintraf, zurückzahlte. Wir hatten zusammen nur einen Film auf dem Programm: The Treehouse. Vielleicht der bisher schlechteste Beitrag. Mag Mag, den ich zuvor schauen ging, war sehr voll. Mir wurde heiss und mein Gesäss tat mir weh.

Danach ging der Kumpel wieder nach Zürich und mich zog es ins Hotel, wo ich die ersten zwei Reviews Online gestellt habe plus Powernap. Danach ging es in die Häxan Vorstellung. Das war die bestbesuchte Vorstellung und ich würde meinen, dass diese praktisch ausverkauft war. Es wurde im Kino sehr warm. Das Erlebnis, auch zusammen mit der Live-Musik, war toll. Und mit Häxan schafft es der zweite Film des diesjährigen Filmfestivals auf meine Wunschliste. Insgesamt ist Häxan der zweitbeste Film dieser Brugggore Filmfestival Auswahl. Danach war mit Deathgasm 2: Goremageddon und Fuck My Son! schlechter Geschmack und Party-Stimmung angesagt. Die Filme haben versprochen, was erwartet wurde. Und hier gab es die erste kleine Panne des Filmfestivals: Fuck My Son! sollte um 00.00 Uhr starten, obwohl Deathgasm 2: Goremageddon im gleichen Kino lief und um 00.00 Uhr noch gar nicht beendet sein würde. So verzögerte sich der Start von Fuck My Son! um 30 Min. Am Ende war ich um 02.30 Uhr im Hotel und bereitete mich auf eine kurze Nach vor.