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Donnerstag, 5. Oktober 2023

Stephen Kings Es

Horroktober 2023

Stephen Kings Es

Story:

In der Kleinstadt Derry treibt Es (Tim Curry), das Böse, sein Unwesen. Kinder fallen dem Bösen in Clown-Gestalt zum Opfer. Eine Gruppe von Kindern (Seth Green, Emily Perkins, Jonathan Brandis, Adam Faraizl, Marlon Taylor, Brandon Crane, Ben Heller) sagen Es den Kampf an…

Meine Meinung:

Stephen Kings Es war einer der ersten Horrorfilme, den ich als Kind nebst Filmen wie Jaws, Link – Der Butler, Friedhof der Kuscheltiere, A Nightmare on Elm Street 1 & 2, Critters 1, 2 & 3, Aliens oder Child’s Play 2 sah. Und mich extrem ängstigte, vor allem die Musik! Daher hat Stephen Kings Es, eigentlich eine TV-Mini-Serie (nur zwei Episoden stark und auf VHS, DVD und Blu-Ray als ein langer Film veröffentlicht), basierend auf einer Stephen King (The Stand - Das letzte Gefecht, Später, Schwarz - Der Dunkle Turm Band 1) Geschichte, bei mir ganz viel Nostalgie-Bonus!

Und daher mag ich den Film auch heute noch sehr. Der unter ähnlichen Umständen entstandene The Tommyknockers kann dagegen einpacken und auch die Neuverfilmungen zu It (It & It Chapter 2) erreichen für mich persönlich nie und nimmer die Klasse, Emotion und Freude der 1990er TV-Fassung von Regisseur Tommy Lee Wallace (Halloween III – Season of the Witch). Nebst Nostalgie-Bonus gefällt mir das Kleinstadt-Setting und die Zeit Epoche der 50er Jahre. Tim Curry (Congo) als Clown Pennywise ist ebenfalls stark und jede Szene mit ihm ein Genuss.

Die Musik sorgt nebst dem bildlichen Grauen für viel Stimmung und Gänsehaut. Viele Effekte zeigt der Film nicht und fast alle Taten finden im off Screen statt. Dennoch gelingt es dem Film und einzelnen Szenen, böse zu sein und Kinderängste zu beschwören. Die Kinder werden stark gespielt und ich mochte deren Parts und die 1. Filmhälfte mehr, als die 2. Filmhälfte, wo die Kinder dann als Erwachsene nach Derry zurückkehren, um erneut gegen Es anzutreten. 

Was Effekte angehen überzeugt Pennywise-Aussehen. In einzelnen Szenen verändert er seine Zähne zu spitzen, scharfen Waffen. Daneben gibt es einen abgetrennten Kopf in einem Kühlschrank zu sehen, ein Spinnen-Monster, ein schmelzendes Gesicht, ein Skelett und einen Werwolf (da kam Paul Naschy Feeling auf) zu sehen. Was die Stars angehen, sind sicherlich ein sehr junger Seth Green (Austin Powers 1-3, Die Killerhand, Ticks), Tim Curry, Olivia Hussey (Virus, Turkey Shoot, Undeclared War) und John Ritter (Bride of Chucky, Bad Santa, The Stone Killer) die mir bekanntesten Namen. Trotz drei Stunden Laufzeit fand ich den Film zu keiner Sekunde langweilig.

Fazit: Wer sich von Clowns fürchtet, findet mit Tim Curry einen diabolisch bösen und herrlich sehenswerten Bösewicht wieder, der Kinder «zum Fressen gern hat»! Ja, es schwingt viel persönliche Nostalgie mit, aber in meinen Augen kann ich den Film auch abgesehen davon nur empfehlen!

Infos:

O: It

USA 1990

R: Tommy Lee Wallace

D: Seth Green, Tim Curry, Emily Perkins, Jonathan Brandis, Adam Faraizl, Marlon Taylor, Brandon Crane, Ben Heller, Olivia Hussey, John Ritter

Laufzeit der deutschen DVD: 179:40 Min.

Neusichtung am: Horroktober 2023

Fassungen: Mir lag die deutsche DVD von Warner Bros. vor = die TV-Mini-Serie (zwei Teile) wurde als ein Film auf die DVD (auf beiden Seiten bespielt) geklatscht. Dabei wurden einige Szenen, ein Ab- und Vorspann der Original-TV-Fassung entfernt. «Uncut» ist dabei nur die US-LD. Die deutsche DVD ist für mich qualitativ absolut i.O. Die deutsche Synchronisation ist sehr gelungen. O-Ton, Subs und Audiokommentare als Bonus sind enthalten. Gibt es inzwischen auch auf Blu-Ray.

Dienstag, 20. Dezember 2022

We All Scream for Ice Cream Review

We All Scream for Ice Cream 

Story:

 

Eis-Verkäufer Buster (William Forsythe), durch einen Kinderstreich ums Leben gekommen, sucht diese während ihrem Erwachsenenalter als Geist heim, um sich für seinen Tod zu rächen…

 

Meine Meinung: 

 

Was irgendwie skurril witzig à la Street Trash, Killer Klowns from Outer Space oder The Stuff (wobei ich den total überbewertet und schlecht finde) wirkt, plus Schmelz-Szenen, ist in Wahrheit eine sehr schwache Episode der 2. Masters of Horror Staffel von Regisseur Tom Holland, der es, wenn man seine Filme Child’s Play oder Fright Night ansieht, besser kann. We All Scream for Ice Cream lohnt sich kaum.

 

Trotz der Laufzeit von ca. einer Stunde ist der Film langweilig. Der Plot ist lahm, einzelne Szenen, Figuren und die Kinder nerven und ich wurde mit 90% der Figuren und Schauspieler und derer Arbeit nicht warm. Die ewigen Rückblenden, die den Plot, die Motive und den Kinderstreich erklären, nerven. Schlecht in Szene gesetzt. Zudem unglaubwürdig (die Kinder sind solche Ärsche).

 

Als Ausnahme ist nur William Forsythe (Deadly Revenge - Das Brooklyn Massaker) zu nennen. Er hat ja auch Erfahrungen im Horrorfilm (Halloween, The Devil's Rejects) und ist allgemein ein herrlich vielseitiger Schauspieler. Nach dieser Rolle als Eis-Verkäufer und Clown Buster könnte er eigentlich glatt eine True Crime Rolle von John W. Gacy übernehmen. Die passende Statur hätte er. Netflix, bitte melden! Nachtrag: wie ich sehe, spielte er diesen tatsächlich - und zwar in Dear Mr. Gacy aus dem Jahr 2010!!!

 

Als ich im Vorspann sah, dass die KNB-FX Group für die Effekte zuständig war, freute ich mich auf einige herrlich skurrile Make-Up-Schmelz-Effekte. Immerhin haben diese in vielen Filmen tolle Arbeiten realisiert, man beachte Effekte in Filmen wie Land of the Dead, The Hills Have Eyes, Kill Bill Vol. 1, Scream, From Dusk Till Dawn, Reservoir Dogs, Intruder, A Nightmare on Elm Street Part 5, Halloween 5: The Revenge of Michael Myers, Dr. Giggles oder Bride of Re-Animator. Aber leider enttäuscht der Film auch in der Hinsicht. Harmlos, unblutig und zu viel CGI-Einsatz. Schade!

 

Fazit: Wenig lohnenswerte Episode!

 

Infos:

 

O: We All Scream for Ice Cream (Masters of Horror)

 

USA, Kanada 2007

 

R: Tom Holland

 

D: William Forsythe, Brent Sheppard, Maxwell Neck, Tim Henry 

 

Laufzeit der US-DVD: 57:13 Min.

 

Neusichtung am: 18.12.22

 

Fassungen: Mir lag die US-Gesamtbox der 2. Staffel der Masters of Horror Serie vor = von Anchor Bay via Totenkopf-Verpackung, Englischem O-Ton, keine Subs, solide Bild- und Tonqualität. Gibt es in Deutschland von Splendid Uncut (Deutsch/Englisch, keine Subs) auf DVD.

Donnerstag, 27. Oktober 2022

Terrifier 2 Review


 
 
 Horroktober 2022

Terrifier 2   

Story:

Halloween Nacht:

 

Art the Clown (David Howard Thornton) ist zurück. Diesmal nicht allein, sondern mit einer Helferin (Amelie McLain). Ihr Ziel: Sienna (Lauren LaVera) und dessen jüngerer Bruder (Elliott Fullam)…

 

Meine Meinung:

 

Die einmalige Sichtung von Terrifier (knapp 6/10) liegt vier Jahre zurück. Ich fand den Film weitaus weniger toll, als viele anderen Fans. Terrifier 2 kommt im Moment in Foren extrem gut weg und ist finanziell ein grosser Erfolg (Zitat Twitter: "TERRIFIER 2’ has passed $5M at the box office on a $250k budget."). Der Film stammt erneut von Damien Leone und David Howard Thornton mimt erneut Art the Clown.

 

An den ersten Teil kann ich mich kaum erinnern. Gemäss meinem Review mochte ich nur vereinzelt einige der Kills und der Film blieb knapp in der Sammlung stehen. Der 2. Teil bekam nun einige sehr gute Kriterien. Doch entsprechen diese der Realität? Wirkt sich die lange Laufzeit von über zwei Stunden (138 Minuten!!!) wirklich nicht negativ aus? Ist der Film wirklich so brutal und gar schockierend, wie viele es schreiben? Fragen über Fragen…

 

Ich sah einen Clip auf Twitter und stellte diesen ab. Nicht weil ich schockiert war, sondern weil ich davon amüsiert war! Fantasievoll, handgemacht blutig, kreativ. Ich wollte mir die Szene nicht bis zum Ende geben, um Überraschungen nicht vor der Sichtung zu verderben. Film also gestreamt und was kann ich sagen? Terrifier 2 ist eine deutliche Steigerung, sei es vom Plot, den Figuren (die einem diesmal weniger egal sind), der Optik & Qualität (die Clown Café Traum-Sequenz oder das Gruselkabinett im Finale sind absolut sehenswert, Film sieht deutlich besser und aufwändiger als sein Vorgänger aus), dem Sound (Retro-Feeling) oder den blutigen, handgemachten Splatter-Effekten.

 

Das Finale dauerte mir jedoch dann tatsächlich etwas zu lang bzw. gegen Ende merkte man die zu lange Laufzeit. Abgesehen davon macht der Film vieles richtig. In meinen Augen nebst Stephen Kings Es (1990) und Stitches der beste Clown-Horrorfilm. Der Film ist zwar sehr blutig, aber comicartig übertrieben. Das Rumwühlen in Därmen und Co. wird à la Blood Feast 2 förmlich zelebriert und nicht selten ist die Szenerie von tiefschwarzem Humor getränkt. Paar nette Ekel-Effekte gibt es auch noch zu sehen. Schockierend fand ich da gar nichts. Im Gegenteil: ich war davon angetan, erfreut, amüsiert!

 

David Howard Thornton als Art the Clown macht seine Sache grandios. Sein Spiel mit Mimik und Gestik ist super. Viele Szenen wirkten auf mich schwarzhumorig. Sein Sidekick ist eine nette Überraschung, die der Fan gleich zu Beginn wahrnimmt. Sie sieht auch gruselig aus (Clowns allgemein!). Gespielt wird sie von Amelie McLain. Die Titelheldin wird gekonnt von der nicht hässlichen Lauren LaVera dargestellt, die bald in einem weiteren Horrorfilm die Hauptrolle spielen wird: The Fetus von Joe Lam. 

 

Der Cast und Figurenzeichnung waren eine ganze Klasse besser als im Vorgänger. Mich würde es nicht überraschen, wenn Art the Clown eine neue Horrorikone würde. Ich fühlte mich beim Schauen an Filme wie Saw, Blood Feast 2, The Toxic Avenger, Maniac, Night of the Living Dead, Stephen Kings Es, Der Exorzist, A Nightmare on Elm Street und an Citizen Toxie: The Toxic Avenger 4 erinnert (bzw. einige der Filme werden quasi zitiert). PS: Abspann bis zum Ende schauen! Folgt noch eine sehenswerte Szene!

 

Fazit: Wer den ersten Teil bereits mochte, dürfte die Fortsetzung lieben! Ein dritter Teil darf gerne kommen!


Gefolgt von: Terrifier 3

 

Infos:

 

O: Terrifier 2

 

USA 2022

 

R: Damien Leone

 

D: David Howard Thornton, Felissa Rose, Jenna Kanell, Lauren LaVera, Griffin Santopietro, Catherine Corcoran, Samantha Scaffidi, Amelie McLain, Elliott Fullam

 

Laufzeit der Stream-Fassung: Ca. 138 Min.

 

Gesehen am: 25.10.22

 

Fassungen: Den Film gibt es in England auf DVD oder Blu-Ray (Englischer Ton, keine Subs). In Deutschland soll der Film von Nameless Media erscheinen. Ich sah den Film via Stream. Nachtrag 26.07.23: Für eine 2. Sichtung lag mir nun die US-Blu-Ray vor: Schuber, Uncut, O-Ton, englische Subs, diverse Extras und eine hervorragende Bild- und Tonqualität runden die Disc ab! Der Film gefällt auch nach der 2. Sichtung, auch wenn der Film im letzten Viertel die meisten Schwächen hat. Schon jetzt sehr gespannt auf den kommenden 3. Teil!

Samstag, 7. September 2019

It Chapter 2 Review

It Chapter 2

Story:

Nach Teil eins geht es wie folgt weiter:

Es (Bill Skarsgård) ist zurück. Mike (Isaiah Mustafa) ruft die ehemaligen Freunde (u.a. Jessica Chastain, James McAvoy) aus Kindheitstagen zusammen, um Es definitiv zu vernichten…

Meine Meinung:

2019 war für mich, wenn ich das NIFFF nicht dazuzähle, ein gutes Kinojahr was Anzahl Kinobesuche angeht: Friedhof der Kuscheltiere, Wir, Child’s Play, Midsommar und Once Upon a Time in Hollywood wurden besucht, weitere Filme folgen (Rambo: Last Blood, Black Christmas, The Lighthouse). Und natürlich war auch der Besuch von It Chapter 2 beschlossene Sache – ich wollte schliesslich wissen, wie sich die 2. Episode der Neuverfilmung macht.

Bei Chapter 1 blieb es nur beim Kinobesuch – dies wird auch hier der Fall bleiben. Der Film hat mir nur mässig gefallen. Es gibt mehr Kritikpunkte als Positives.

Der Reihe nach:

Positiv waren:

Die Jung-Darsteller waren, sie kommen mehrfach in Rückblenden und neuen Szenen dazu, noch immer gut gespielt. Optisch ist der Film aufwändig gemacht. Die CGI Effekte sind besser als im ersten Film. Es gibt einige, wenige gute Szenen wie:

der verwandelte Welpe, die «auf drei zählen Nummer = wohl die beste Szene mit Pennywise, warum nicht mehr davon?, der Beginn aus dem Buch der im 1990er Film nicht vorkommt, Kinderleichen im Abwasser (schöne Effekte) und Bill Skarsgård agierte als Pennywise wie bereits im Vorgänger sehr gut. Dazu kommt, und das mag überraschend sein, dass der Film, obwohl fast drei Stunden Laufzeit, nicht langweilig war.

Leider überwiegen die negativen Punkte:

Trotz drei Stunden gibt es relativ wenig Pennywise-Szenen zu sehen. Und wenn, dann leider oft in anderen (CGI)-Formen und nicht als Clown. Das ist schade. Da hatte ich Hoffnung mehr von ihm zu sehen – war leider nicht der Fall. Es gab eigentlich nur zwei wirklich sehenswerte Szenen mit ihm!

Etwas, was schon in Teil eins negativ war: Keine Spannung, keine Stimmung, keine Suspense, nicht gruselig. Nach dem Beginn, der düster ist, hoffte ich auf einen düsteren Grundton – Fehlanzeige. Das Gegenteil ist der Fall: der Film ist schon fast eine Komödie und viel zu witzig. Unzählige dumme Sprüche, Fluchwörter etc. Hat genervt.

Die Figuren: Die Figuren als Erwachsene überzeugen nicht. Die Charakterzeichnung ist schlecht. Einem sind die Figuren eigentlich sogar egal. Dazu kommt, dass die Darsteller auch nur mässig agieren. Lustlos, unmotiviert, schlecht. Deren Einleitung (Mike, der sie anruft) wirkt zudem viel zu kurz und gehetzt – sonderbar – da hätte man doch mehr Zeit gehabt bei fast drei Stunden Laufzeit. 

Fazit: Leider nur bedingt zu empfehlen – wie auch Teil eins einmal schaubar. Schade, mit einem anderen Regisseur (Ari Aster, André Øvredal) hätte das ein Knaller werden können, aber so definitiv nichts für die Sammlung…

Infos:

O: It Chapter 2

USA 2019

R: Andrés Muschietti

D: James McAvoy, Bill Hader, Bill Skarsgård, Jessica Chastain, Finn Wolfhard, Sophia Lillis

Laufzeit der Kinofassung: Ca. 169 Min.

Gesehen am: 05.09.19 (CH Kino)

Fassungen: Im Kino gesehen – ab 16/14, Uncut, O-Ton mit deutschen Subs. Soll in D auf DVD/Blu-Ray am 23.01.20 erscheinen.

Samstag, 22. September 2018

Terrifier Review

Terrifier

Story:

Halloween: Ein Clown (David Howard Thornton) zieht mordend durch die Gegend…

Meine Meinung:

Clows waren schon immer ein beliebtes Horrormotiv. Beispiele? Stephen Kings Es (TV Film von 1990), das Remake dazu mit dem Titel It (2017), 100 Tears (gefiel mir nicht), Camp Blood Reihe («Dieser Clown ist nicht lustig»), Clown (war okay, von Eli Roth produziert, eher düster und ernst), All Hallows' Eve (habe ich auch als okay in Erinnerung), Funny Man (UK – mit Christopher Lee), Killer Klowns from Outer Space (harmlos – jetzt bereits Uncut ab 12 Jahren freigegeben) oder Stitches (für mich einer der besseren Clown Horrorfilme – Fun-Splatter mit handgemachen Effekten aus Irland). Natürlich gibt es noch viele andere (wie auch Puppen z.B.) – aber die oben genannten kenne ich mehrheitlich.

Nun gesellt sich Terrifier dazu – der nur knapp in der Sammlung stehen bleibt. Soll heissen: nicht alles am Film ist toll. Es war weniger Budget vorhanden als erwartet und eine Story ist nahezu nicht vorhanden. Leider trifft das auch auf Spannung und Stimmung zu – Fehlanzeige. Man fiebert mit den Figuren nicht mit. Dazu sind sie zu wenig gut gespielt und zu wenig charakterisiert und vor allem nicht speziell charismatisch und/oder sympathisch. Es ist egal, wenn der Clown sie bekommt.

Die Einleitung nimmt zu viel Zeit in Anspruch und ist belanglos. Motive und Hintergründe werden nicht geliefert und erklärt (am Ende machen sich noch übernatürliche Phänomene breit). Die Figuren handeln doof und einiges vom Gore wird zu schnell gezeigt, zu wenig explizit und/oder im off stattfindet und/oder nur das Resultat zeigend, was sicher auch dem Budget geschuldet war. Das soll aber nicht heissen, dass der Film harmlos ist. Im Vergleich zu Clown oder Stitches ist Terrifier die grössere Schlachtplatte. Die 2. Hälfte entspringt einem einzigen Überlebens- und Fluchtversuch vom Clown und mind. zwei Gore-Szenen im Film sind wirklich verdammt gut und spektakulär geworden (ich sage nur: Säge!).

Fazit: Man kann den Film gut sichten, ohne dass zu viele Längen entstehen. Im Grossen und Ganzen okay und kurzweilig, aber man sollte nicht allzu hohe Erwartungen an den Film hegen! Für Fans von Horror-Clowns sicherlich an erster Stelle zu empfehlen!

Infos:

O: Terrifier

USA 2016

R: Damien Leone

D: Jenna Kanell, Samantha Scaffidi, David Howard Thornton, Catherine Corcoran, Katie Maguire

Laufzeit der UK DVD: Ca. 81 Min.

Gesehen am: 30.07.18

Fassungen: Mir lag die UK DVD von Signature Entertainment vor = Uncut, gute Bild- und Tonqualität, Englischer Ton, keine Subs. Es gibt keine deutsche Fassung (Stand: Juli 2018).

Freitag, 11. Mai 2018

Stephen King Es Buchtipp

Stephen King Es Buchtipp

Story:

Zitat Backcover des Buches:

«In Derry, Maine, schlummert das Böse in der Kanalisation: Alle 28 Jahre wacht es auf und muss fressen. Sieben Freunde entschliessen sich, dem Grauen entgegenzutreten und ein Ende zu setzen.»

Meine Meinung:

Dieser Stephen King Roman war mir namentlich schon lange bekannt. Als Filmliebhaber, gestartet als Horrorfilmfan, kannte ich den 1990er TV Film, den ich als Kind zum ersten Mal mit meiner Mutter sah (was hatte ich für Angst, nur schon beim Vorspann mit der Musik) – eine grandiose Kindheitserfahrung, die mein Interesse am Film- und Horrorgenre zum Leben erweckte.

Den Film habe ich seither unzählige Male gesehen und auch das Remake (HIER KLICKEN) habe ich begeistert im Kino gesehen (und auch der kommende zweite Teil wird im Kino gesichtet werden). Von Stephen King habe ich einige Bücher gelesen – aber erst durch meinen Bruder wurde ich motiviert, auch den Originalroman zu «Es» zu lesen.

Der im Original 1100 seitenlange (meine Auflage hat mehr Seiten da kleinere Buchausgabe) Roman, welchen es zuerst nur zensiert in Deutschland zu lesen gab, hat meine Erwartungen absolut erfüllt und teilweise übertroffen. Es ist ein sehr spannendes, komplexes Buch, welches schnell fesselt und trotz der vielen Seiten zu keiner Sekunde langweilig wird. Hätte ich zuerst das Buch gelesen und dann die Filme gesehen, wäre ich wohl enttäuscht gewesen. Eine Buchumsetzung zum Film kann dem Original Roman nie gerecht werden.

Das Interesse war vor allem, die im Film gesehenen Szenen mit dem Buch zu vergleichen (wobei sich auch der 1990er Film und das Remake in dieser Hinsicht schon unterscheiden). Es gibt viele Abweichungen und natürlich unzählige Szenen, die in den Filmen fehlen. Vor allem diese fehlenden Inhalte haben es mir sehr angetan. Das Finale bzw. die Zeit vor dem Finale ist sehr spannend. Im Gegensatz zum Film spielen sich die Finalen (Jugend- und Erwachsenenzeit) parallel ab – wobei das Finale selbst dann relativ unspannend war. Von der berüchtigten «Skandalszene» (Sexszenen zwischen den Freunden in der Kanalisation) spreche ich erst gar nicht – die wirkte a) wirklich deplatziert und sinnlos, und b), war sie weitaus harmloser als vermutet und kaum explizit. Viel Rauch um nichts.

Interessant ist auch, dass der Roman viel mehr Coming of Age Inhalt bietet statt Horror. Ich würde Es nicht als reine Horrorstory bezeichnen. Das Buch bietet mehr Figuren, mehr Pennywise, mehr tragische Geschichte zu Derry (und immer mit Zusammenhang mit Geschehnissen, in welchen Pennywise vorkam), mehr Details in Sachen Gewalt, Leichen und unterschwellige Erotik, mehr Charakterzeichnung und viel Spannung und Atmosphäre. Dazu wird auch die oft zitierte Schildkröte (auch in anderen Stephen King Romanen spielt diese eine Rolle) erwähnt, dass Pennywise ursprünglich vor langer Zeit per Komet aus dem Weltall auf der Erde aufschlug und weiblich zu sein scheint (legt ja viele Eier, die am Ende, à la einem Tierhorrorfilm, eins nach dem anderen zerstört werden).

Wer die Filme mochte und den Roman nicht kennt, sollte sich, nur schon wegen der Geschichte um Derry und Pennywise, das Buch besorgen. Es lohnt sich! Viele spannende Stunden sind mit dem Roman garantiert!

Fazit: Absolut zu empfehlen!

Infos:

Autor: Stephen King

Herausgeber: Heyne

Sprache: Deutsch

Buchart: Gebunden

Anzahl Seiten: 1534

Roman/Sachbuch: Roman

Mittwoch, 8. November 2017

It Review

It

Story:

Eine Gruppe von Jugendlichen (u.a. Sophia Lillis) kämpft in einer US-Kleinstadt der 80er gegen das ultimative Böse (Bill Skarsgård)…

Meine Meinung:

Neuverfilmung der Stephen King Geschichte (1100 Seiten, Buch habe ich bisher noch nicht gelesen, hole ich in Zukunft sicher einmal nach, Nachtrag: inzwischen gelesen) welche schon 1990 als TV Miniserie / TV Film als 2teiler (zumindest in den USA) veröffentlicht wurde (Review). 

Der Film von 1990 gehört zu meinen frühsten Kindheitserinnerungen bzw. Horrorfilmen, welche ich schon als Kind sah und daher hat der Film einen speziellen Stellenwert für mich. Was habe ich mich damals gegruselt – nur schon der Vorspann und die Musik dazu waren sehr unheimlich!

Daher wusste ich schon: der neue Film kann gar nicht besser werden. Ich guckte auch möglichst wenig Trailer (nur den ersten oder zweiten habe ich gesehen bzw. lief in Annabelle 2 im Kino), las keine Reviews, versuchte nicht viel zu erwarten. Trotzdem freute ich mich auf den Kinobesuch.

Nach dem Schauen blieb ich mit gemischten Gefühlen zurück. Teil zwei, der erst 2019 in die Kinos kommen soll, werde ich sicherlich auch schauen gehen – aber in die Sammlung wird der Film vorerst nicht aufgenommen. Auch dazu lohnt sich ein Kinobesuch – man spart Geld für einen späteren DVD / Blu Ray Kauf.

Alles in allem ist der Film okay und gut, aber es gibt doch auch einiges an der Kinoversion zu kritisieren.

Fangen wir mit den positiven Seiten an:

Trotz der langen Laufzeit von über zwei Stunden war der Film nicht langweilig. Im Gegenteil: hier und da hätte man sich gerne noch mehr Szenen/Laufzeit gewünscht.

Die Darsteller waren alle samt sehr gut! Unbekannte Jungdarsteller die ihren Job sehr gut gemacht haben. Da der Film grosse Coming Of Age Szenen bietet und teilweise mehr wie ein solches Drama wirkt als ein Horrorfilm fühlte ich mich auch an die Jungdarsteller aus Super Dark Times oder Sicilian Ghost Story erinnert (oft fiel in anderen Reviews auch der Vergleich zur Serie Stranger Things).

Dazu kommen wir auch zu Bill Skarsgård als Pennywise – diesen fand ich besser als erwartet auch wenn er nicht am Tim Curry herankommt. Ich hätte mir jedoch mehr ruhige Szenen und Dialoge mit ihm gewünscht wie z.B. beim Beginn des Filmes. Diese waren sehr stark.

Der Nostalgie Bonus wirkte sich auch positiv auf mich aus. 80er Jahre, typische US Kleinstadt – so was mag ich einfach (und dies ist ja bei vielen Stephen King Verfilmungen der Fall). Das gibt immer Pluspunkte.

Negative Seiten:

Story wirkt teilweise zu gehetzt oder episodenhaft (Aneinander gereiht ohne grossen Link dazwischen, z.B. als die einzelnen Figuren im ersten Viertel alle ihre Pennywise Begegnung haben). Hier wären neue Szenen in einem möglichen längeren Cut auf Heimmedium wünschenswert.

Soundtrack: Nicht wirklich schlecht aber auch nicht speziell gut. Soll heissen: unauffällig.

Keine Spannung, keine Atmosphäre, nicht gruselig: Dies ist sicher einer der grössten negativen Pluspunkte. Der Film bietet keine Spannung. Es kommt zudem zu keiner Sekunde eine unheimliche oder dichte Atmosphäre auf. Gruselig war der Film leider auch nicht und teilweise kann man fast nicht von echtem Horror sprechen. Der Film spielt in einem altmodischen Setting aber mit zu modernen Schockeffekten, welche alle 08/15 sind (Jump Scares) und welche man aus vielen anderen Filmen kennt. Die Kamera ist dann teilweise zu schnell und hektisch, ein Schocker folgt auf den nächsten. Dies geht zu Lasten von Pennywise und seinen Dialogen, was schade ist. Der nächste Kritikpunkt baut weiter auf das hier geschriebene auf:

Schlechte CGI Effekte. Der Film baut, gerade in einigen der Gewalt- oder Schock/Jump Scare Szenen, auf sehr billige CGI Effekte. Daher wirken diese Szenen auch schlecht und nicht brutal oder gruselig (ansonsten gibt es schon bisschen mehr Blut zu sehen als in der 1990 TV Version) sondern einfach billig getrickst. Das ist schade. Wenn man alte Effekte anschaut (z.B. die Effekte aus Das Ding aus einer anderen Welt von 1980) dann wirken diese wie dazumal noch heute absolut grandios und tricktechnisch brillant. Diese Effekte sind nicht schlecht gealtert. 
 
Und heutige CGI Effekte? Billig, als solche zu erkennen, können es mit Effekten aus einem Film von 1980 nicht aufnehmen, geht zu Lasten von Stimmung und Atmosphäre. Leider interessiert das 90% der Zuschauer nicht und daher wird es sich sicherlich auch nicht ändern…Auch viele der Pennywise Szenen wurden durch digitale Effekte verschlimmbessert, so dass es wenig wirklich gute und authentisch wirkende Szenen mit dem Clown gibt. Das ist schade, da Pennywise eben besser als erwartet war und man gerne mehr von ihm gesehen hätte aber nicht als billigen, digitalen CGI Effekt…

Fazit: Kann man sich gut schauen. War, zumindest bisher in den USA, ein grosser Erfolg, wenn man bedenkt, dass Rated R Film und durch einige Naturkatastrophen der Film am Startwochenende in vielen Bundesstaaten gar nicht lief. Auf Heimmedium ist eine längere Fassung im Gespräch, Kapitel zwei wird erst 2019 in die Kinos kommen! Den 2. Teil werde ich mir sicher auch anschauen gehen, aber mit einem möglichen Kauf warte ich ab (wie wird Teil 2? Wie wird eine mögliche Langfassung von Teil 1?). 

Gefolgt von: It Chapter Two

Infos:

O: It

USA 2017

R: Andrés Muschietti

D: Bill Skarsgård, Jaeden Lieberher, Jeremy Ray Taylor, Sophia Lillis, Finn Wolfhard, Wyatt Oleff

Laufzeit der Kinoversion: Ca. 135 Min.

Gesehen am (Kino): 11.10.17

Fassungen: Gesehen im Kino – Uncut, ab16/14 und im O-Ton mit deutschen und franz. Subs. In Deutschland soll der Film im Feb. 2018 auf Heimmedium (DVD, Blu Ray etc.) erscheinen. Im Gespräch sei eine 15minütige längere Fassung.