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Freitag, 12. Juni 2026

Thousand Mile Escort

Thousand Mile Escort

Story:

Der König will das Land zugunsten der Tartaren verraten. Eine Liste mit Namen ist im Umlauf. Diese gerät an Pai (Pai Ying) und seinen Neffen. Auf ihrer Reise werden sie von Killern und Verrätern (u.a. Lo Lieh) angegangen…

Meine Meinung:

Thousand Mile Escort ist ein Eastern von Hsu Tseng-Hung (The Thundering Sword, One Armed Against Nine Killers, The Invincible Super Guy), der seine Karriere bei den Shaw Brothers startete. Der Film lag länger ungesehen rum. Als ich mich vor der Sichtung über den Film und Plot informierte, las ich vor allem, dass der Plot wirr und der Englische Dub furchtbar sei. Auch Video-Reviews zum Film bestätigten dies. Der Englische Dub von Thousand Mile Escort muss deutlich schlimmer, mieser und nervender sein, als bei den üblichen Englischen Synchronisationen solcher Filme.  In einem Review las ich z.B. folgendes Zitat: «I added a half-star for the lunatic fucking dub my copy has. For example: Irritating Child: "What is a traitor" Our Hero: "A traitor is a dirty motherfucking son of a bitch."».

Thousand Mile Escort ist kein Kracher. Auch meine Version hatte ein Defizit. Zum einen keine englischen Subs, aber vor allem handelte es sich auch nicht um einen Originalton Mandarin-Print. Es handelte sich, wie das leider hier da bei Tai Seng, PAN-ASIA und Co. üblich ist, um einen (neuen?) Kantonesischen Dub. Und das hörte sich auch seltsam und unpassend an, vor allem, da die Schreie im O-Ton belassen wurden. Sicherlich ist die Sichtung somit noch immer angenehmer als mit dem Englischen Dub, aber dennoch nicht 100% optimal. Daher werde ich die Fassung in der Form nicht in die Sammlung stellen, sondern mir in China noch eine Mandarin-Fassung suchen. Abgesehen von den Audio- und Untertitelproblemen hat der Film auch einige Hänger.

Thousand Mile Escort orientiert sich zu einem grossen Teil aus dem Japanischen Film Lone Wolf and Cub. Da kommen mir ansonsten nur The New Legend of Shaolin mit Jet Li und Haruschi – Das blanke Schwert der Rache mit Jimmy Wang Yu in den Sinn. In diesen wird auch aus der japanischen Manga-Verfilmung zitiert und die Helden reisen mit Kindern in der Gegend herum. Einige der Kampfszenen oder die Auswahl der Hauptwaffe von Pai Ying, erinnerte stark an das japanische Vorbild. Was den Plot angeht, kann man sich folgendes merken: Pai Ying (Assassin) = Held. Lo Lieh (The Big Boss Part II) = Bösewicht. Judy Lee (The Lady Constable) mischt auch noch mit. Die Actionszenen sind solide und es gibt mehrere sehenswerte Kampfszenen mit Waffen zu bestaunen.

Fazit: Hardcore-Eastern Fans können einen Blick riskieren, auch wenn kein Kracher…

Infos:

O: Yan Ba Chiu

TW, HK (je nach Quelle) 1976

R: Hsu Tseng-Hung

D: Lo Lieh, Pai Ying, Judy Lee, Michelle Yim, Miao Tian, Fang Mian, Fong Yau

Laufzeit der US-VHS: 85:00 Min.

Gesehen am: 12.06.26

Fassungen: Gesehen als US-VHS von PAN-ASIA = solide Bild- und Tonqualität ohne Subs, Uncut. Leider statt O-Ton Mandarin nur ein (neuer?) Canto-Dub. Bildformat ist ganz leicht breiter als Vollbild. Die HK-VHS ist in Mandarin und ohne Untertitel. Vollbild. Andere Fassungen sind zensiert (DVD aus Holland) oder nur Englisch Dubbed (USA). Es gibt keine Blu-Ray und keine deutsche Fassung (Stand: Juni 2026).

Dienstag, 7. September 2021

A Haunted House Review

A Haunted House

Story:

 

Ein Mann (Law Kwok-Wai) unterzeichnet ein Dokument und wird danach von den Polizisten abgeführt und erschossen. Seine Frau/Freundin Tanny Tien Ni und ihr Anwalt (Richard Chen Chun) haben eine Affäre und geniessen nun die gemeinsame Zeit im Hause des Mannes. Doch schon nach kurzer Zeit passieren merkwürdige Dinge und Tanny meint ihren toten Ehemann gesehen zu haben…

 

Meine Meinung:

 

A Haunted House ist ein seltener und unbekannter Gruselfilm aus Hong Kong aus dem Jahre 1975 von Ng See-Yuen, dem Gründer von Seasonal Film Corporation die einige coole Filme hervorgebracht haben, z.B. Secret Rivals 1 + 2, die Jackie Chan Hits Snake in the Eagle’s Shadow sowie Drunken Master oder The Ring of Death und The Head Hunter.

 

A Haunted House ist leider ein recht mässiger und vor allem lahmer Gruselfilm geworden. Vor allem die ersten ¾ des Filmes betrifft dieses Problem, so dass ich den Film fast wieder weiter verkauft/entsorgt hätte. Zu 90% des Filmes gibt es keine Effekte, keine nackte Haut und keine Spannung. Uninteressant und auch Klamauk, der nicht zum Rest passt, kommen vor.

 

Inhaltlich werde ich dem Film nicht ganz gerecht, da nur in Chinesisch ohne Subs. Es gibt noch eine Haushälterin und ihren Freund, die versuchen, Tanny (Black Magic) in den Wahnsinn zu treiben. So als Art Subplot – und in diesem kommt der Klamauk vor, der nicht zum Rest des Filmes passen mag. Warum der Film trotz all dem Negativen trotzdem nicht entsorgt wird?

 

Ich gebe A Haunted House mit angepassten Erwartungen zu einem späteren Zeitpunkt nochmals eine Chance, weil die letzten 20 Minuten deutlich besser werden. Dort tauchen Effekte auf, es wird eine stimmige Atmosphäre erzeugt, Klamauk ist nicht mehr vorhanden und das Finale wie auch Ende haben mir gefallen und waren überraschend. In den Szenen überzeugen dann auch Tanny Tien Ni (plus etwas nackte Haut) und Tien Feng (Oath of Death) als Taoist-Magier.

 

Fazit: Schade, dass nicht der ganze Film so in Szene gesetzt wurde wie das Finale…

 

Infos:

 

O: Shi san hao xiong zhai

 

HK 1975

 

R: Ng See-Yuen

 

D:   Tanny Tien Ni, Richard Chen Chun, James Yi Lui, Law Kwok-Wai, Tien Feng

 

Laufzeit des chinesischen Bootlegs: Ca. 98 Min.

 

Gesehen am: Ende Juni 2021

 

Fassungen: Mir ist nur das seltene US-VHS von Pan-Asia bekannt, welches mir einmal für 600USD von einem Chinesen angeboten wurde. Habe ich abgelehnt. Ich sah den Film als DVD-R Bootleg aus China = Master der US-VHS = durchschnittliche bis schlechte Bildqualität (zu dunkel), nur Vollbild, Chinesisch ohne Subs, wahrscheinlich Uncut. Andere Fassungen sind mir nicht bekannt.

Sonntag, 25. Oktober 2020

Born in Coffin Review

Horroktober 2020

Born in Coffin

Story:

Guo Suyue (?) und ein junger Mann verlieben sich und heiraten. Doch das Familienglück ist nur von kurzer Dauer: die Mutter des Mannes macht Guo Suyue, auch Dank dem negativen Einfluss einer anderen Frau (Eifersucht) im gleichen Haushalt, das Leben zur Hölle. Die Folge: Guo Suyue wird entstellt und als tot geglaubt beerdigt. Doch sie lebt und gebärt im Sarg einen Sohn…

Meine Meinung:

Born in Coffin oder Coffin Birth oder The Child Delivery in the Coffin ist ein 1980er Gruselfilm aus Taiwan bzw. mehr Drama mit Grusel-Setting. Was der Film definitiv nicht ist: ein echter Horrorfilm und schon gar nicht ein «Hong Kong Horror»(Film) wie es das Cover der US-VHS suggerieren will (zumal der Film aus Taiwan und nicht aus Hong Kong ist).

Der Film ist relativ harmlos und zahm. Grusel. Der Film passt zu Filmen wie The Old Lock oder Who's the Ghost in the Sleepy Hollow?. Also weniger Effekte geladene Obskuritäten à la The Devil oder The Witch with Flying Head. Der Film ist selten. Ich finde kein einziges englischsprachiges Review zum Film und in diversen Datenbanken ist der Film nicht gelistet (ofdb, LB). Nachtrag: in LB doch gelistet (mit anderem Titel).

Die Einleitung ist vielleicht der schwächste Part des Filmes und beansprucht rund 30 Minuten. Danach kristallisiert sich eine Handlung, die Parteien und Figuren sind vorgestellt. Es kommt zu mehr «Action» und einigen stimmungsvollen Szenen (Beerdigung von Guo Suyue, die jedoch gar nicht tot ist), der Geburt im Sarg, einigen «Rache-Szenen» in denen sich Guo Suyue als Geist ausgibt, Attentat Versuche auf Guo Suyue mittels Feuer (= Finale und sehr spektakulär für diese Art Film). Der Film war in diesen Szenen, mehr oder weniger, unterhaltsam. Man sollte die Erwartungen jedoch klein halten & unvoreingenommen an den Film gehen.

Der Cast war mir unbekannt. Regie führt Chang Jen-Chieh, der den Kracher The Devil drehte. Wang Pao-Yu (Shocking!, Baby Blood, The Devil), Hao Man-Li (Woman with Knife, Tsu Hong Wu, Virago) oder Chan Mei-Hua (The Witch with Flying Head) spielten in ähnlichen Filmen mit. Alles in allem solide Leistungen, zumindest was die Hauptfiguren angehen.

Fazit: Kein Kracher, aber für Fans des taiwanesischen, unbekannten Grusel-Kinos (Ende der 70er, Anfang der 80er Produktionen) zu empfehlen!

Infos:

O: Guan zhong chan zi

Taiwan 1980

R: Chang Jen-Chieh

D: Wang Pao-Yu, Wong Hon, Hao Man-Li, Chin Liu, Tian Ming

Laufzeit des US-VHS: 88:54 Min.

Gesehen am: Okt. 2020

Fassungen: Mir lag das US-VHS von Pan-Asia vor = Gute Bildqualität, Vollbild, statt O-Ton Mandarin ein Dub (Kantonesisch), keine Subs. Andere Fassungen sind mir nicht bekannt (Stand: Okt 2020).

Mittwoch, 5. Dezember 2018

Escape from Coral Cove Review



Escape from Coral Cove

Story:

Eine Gruppe von Jungs und Mädels (u.a. Alex Fong Chung-Sun, Joh Yin-Ling, Elsie Chan Yik-Si) verbringen ihr Wochenende am Strand. Sie wollen die Zeit dort geniessen. Doch ein unmenschliches Wesen (Roy Cheung Yiu-Yeung) beginnt in der Gegend Leute zu dezimieren und bald trifft es auch Mitglieder der Feriengruppe um Alex…

Meine Meinung (basiert auf einer zensierten Fassung):

Escape from Coral Cove ist für einen Film aus Hong Kong relativ speziell und ungewöhnlich. Der Film ist wahrlich kein Highlight aber gerade wegen seiner untypischen Art, dem Genre und Setting nicht uninteressant.

Es handelt sich um einen Low-Budget 80er Jahre Horrorfilm, der sich zum Teil mehr am westlichen Kino orientiert. Mit dabei und das finde ich interessant: Alex Fong (The Dragon Fighter) und Roy Cheung (School on Fire) in jungen Jahren, bevor sie zu Stars wurden. Die Mädels sind mir nicht bekannt, aber passen in ihren Bikinis und hübschen Figuren (und z.T. schrecklichen 80er Jahre Friseuren) gut zum Inhalt des Filmes.

Was das Genre angeht ist der Film sehr wechselhaft: Creature-Horror, Tierhorroranleihen, Komödie, Slasher, Backwood. Filme dieser Art sind die HK selten. Da kommen mir nur wenige Titel in den Sinn, die leicht vergleichbar wären - z.B. Night Caller, Scared Stiff, He Lives By Night, Who’s Killer, The Island, No Guilty, The Beasts, Heartbeat 100 oder Exposed to Danger (der ist jedoch aus Taiwan). Natürlich harmloser als die ganzen US-Slasher (und Klischees wie Sex und Drogen sucht man hier vergebens), auch wenn mir nur eine zensierte Fassung vorlag.

Der Film, auch wenn er Längen hat und zum Teil unausgegoren wirkt, wurde bereit 1984 gedreht aber erst zwei Jahre später veröffentlicht. Gegen Ende wird der Film actionreicher und bietet ein langes Finale, in welchem Roy Cheung à la Michael Myers nahezu unzerstörbar das Heldentrio verfolgt – zuerst in Wohnanlagen, dann folgt eine längere Verfolgungsjagd, dann das Finale auf der Yacht gefolgt vom wahren Unterwasserfinale. Gerade die Unterwasser-Szenen boten Abwechslung und sind sehr gelungen.

Wenig gelungen fand Regisseur Terence Chang seinen eigenen Film, so dass er danach nie mehr Regie führte. Zitat Terence Chang:

«The film Escape From Coral Cove was made in 1984, the only dark spot in my career and I regret not taking my name from it. No budget, definitely no script and some of the crew was only doing it for fun, having never worked with film, before and after. Much of the film was shot by the producer; botched scenes were still used, or they couldn’t be reshot. The entire process was a fiasco. I was not pleased, knowing that I could be better. That’s why I swore to be a good producer, to help directors who are more talented and more fortunate than me.»

Quelle: http://www.hkfilmdirectors.com/en/director/chang-terence

Fazit: Kein Highlight, aber wie oben erwähnt wegen dem Genre, den Settings und den späteren Stars Alex Fong und Roy Cheung trotzdem nicht uninteressant!

Infos:

O: Tou Ceot Saan Wu Hoi

HK 1986

R: Terence Chang

D: Alex Fong Chung-Sun, Roy Cheung Yiu-Yeung, Joh Yin-Ling, Elsie Chan Yik-Si,

Laufzeit der koreanischen VHS: Ca. 80 Min.

Gesehen am: 29.08.18

Fassungen: Es gibt keine deutsche Fassung und keine DVD-Fassungen (Stand: Aug. 2018). HK LD/VCD (O-Ton und englische Subs) sind stark zensiert. Uncut soll das HK VHS sein, wobei ich diesbezüglich auch schon anderes gelesen habe. Rip offs/Bootlegs im Internet basieren alle auf der ca. 80minütigen Cut-Fassung. Es kann aber auch sein, dass es unterschiedliche HK VHS Fassungen gibt (nicht selten – gibt Uncut/Cut VHS von Blood Ritual oder Daughter of Darkness). Zudem gäbe es sogar noch ein US-VHS. Mir lag das VHS aus Südkorea von New Video vor. Ich hoffte, damit die Uncut Fassung zu kaufen, da das HK VHS eben Uncut sein soll. Das VHS aus Südkorea ist leider auch zensiert, aber anders als die HK Fassungen (habe ich auf youtube und Co. verglichen). Dort gibt es viele Szenen, die auf dem Korea VHS fehlen aber auch umgekehrt! Stellt sich die Frage, ob es wirklich eine komplette Uncut-Fassung gibt. Die HK Fassungen sind schärfer (Bildqualität), im O-Ton und haben englisch Subs. Dafür z.T. recht dunkel (Bildqualität). Das VHS aus Südkorea ist heller (Bildqualität), Mandarin Dubbed (warum auch immer?!) und bietet nur koreanische Subs. Eine komplette Uncut Fassung wäre wünschenswert und ich würde mir den Film Uncut (und im O-Ton) auch nochmal in die Sammlung stellen! Nachtrag 01.04.19: Neu liegt mir das US-VHS von Rainbow Audio & Video vor. Dieses soll Uncut sein, im O-Ton und englische Subs bieten. Habe es aber noch nicht überprüft. Nachtrag 11.04.19: Habe das US-VHS angesehen und es ist die beste Fassung (identisch mit dem HK VHS) = gute Bildqualitt, O-Ton, englische Subs die aber zu 50% aus dem Bild rutschen, fast Uncut. Alle Gewaltszenen, die auf der HK LD/HK VCD fehlen, sind enthalten bis auf den Tritt zwischen die Beine - der fehlt. Mit anderen Worten: es gibt KEINE 100%ige Uncut Fassung. Der Tritt zwischen die Beine kann z.B. auf dem südkoreanischen VHS angesehen werden - eine stark zenierte aber anders zensierte Fassung als HK VCD/HK LD. Laut meinem Deutschland-Dealer und einem chinesischen Blog ist nur das VHS aus Taiwan 100% Uncut (mit Tritt zwischen die Beine).

Mittwoch, 1. November 2017

The Dignified Killers Review

The Dignified Killers

Story:

Huei (Lam Wai) kehrt nach Hause zurück, um für Boss Luo (Ku Feng) zu arbeiten. Dort trifft Huei auf seinen seit Kindstagen kennenden "Bruder" Sen (Lung Siu-Wa). Huei verliebt sich in die Bardame Ping (Emily Chu). Der Erfolg von Huei unter Luo und die Tatsache, dass Huei und Ping sich lieben, stösst bei Bruder Sen sauer auf. Dieser verrät Huei und Luo und tötet diesen um damit an die Macht zu kommen. Ping und ihre Mädels (u.a. Lam Siu-Lau) sinnen auf blutige Rache...

Meine Meinung:

Seltener Action/Triaden-Film aus Taiwan der vor allem für seine Brutalität berüchtigt ist! Ansonsten folgt der Film dem Standard des Genres, auch wenn Dramatik und Figuren eher blass bleiben. Trotzdem macht der Film dem HK Actionfan aus dieser Zeit (Triaden, blutige Shoot-Outs, Rachethema) viel Spass, zumal man mit Ku Feng auch eine ehemalige Shaw Brothers Legende an Bord hat.

Lam Wai ist solide und kommt nur bis zur Mitte des Filmes vor. Lung Siu-Wa ist ein zwiespältiger Verräter und Bösewicht: zum einen schön böse und übertrieben dargestellt (Gewalt gegen Ping am Ende, sein dämonisches Lachen und Grinsen), auf der anderen Seite mit Zweifeln und als Warmduscher dargestellt (Alptraum Szene in der Bar wo er fast zu weinen beginnt). Daher kann man ihn als harten Bösewicht auch nicht voll ernst nehmen.

Die Mädels machen da schon einen besseren Eindruck und ihre Rache am Ende ist sehenswert, da noch auch noch einige coole Martial Arts Einlagen gibt - vor allem von Lam Siu-Lau (Star aus der The Child of Peach Reihe) darf im Finale einige gute Kampfszenen zeigen und man sieht sofort, dass sie von den weiblichen Kämpferinnen am besten kämpft bzw. einen echten Martial Arts Hintergrund mitbringt.

Die Action besteht sonst aus blutiger Macheten und Shoot-Outs Action in Verbindung mit kleineren Stunts (irgendwo runterfallen, vielleicht noch anschlagen) und vielen Sachen, die kaputtgehen (Ping wird am Ende oft die Wohnungseinrichtungs-Gegenstände getreten/geworfen...). Es gibt, bis auf eine Durststrecke im Mittelteil, viel und blutige Action zu sehen, die im Vergleich zu anderen Low-Budget Produktionen aus Taiwan aus dieser Zeit überdurchschnittlich ausgefallen sind.

Der Rest ist 08/15 und solider Durchschnitt d.h. kann man sich als Fan des billigen taiwanesischen Actionfilmes gut ansehen ohne enttäuscht zu werden.

Infos:

O: Zhi Zun Sha Sho

Taiwan 1991

R: Chen Chu Huang

D: Lam Wai, Ku Feng, Lung Siu-Wa, Lam Siu-La, Emily Chu

Laufzeit des US VHS: Ca. 88 Min.

Gesehen am: 13.07.16

Fassungen: Es gibt keine deutsche Fassung (Stand: Juni 2016). Uncut soll nur das VHS aus HK sein, während die HK LD zumindest in Nacktszenen zensiert sein soll. Die Bootleg FLK DVD aus England/Dubai kommt im O-Ton mit festen englischen & chinesischen UT daher. Bildqualität ist okay. Doch die Fassung ist leider nicht nur in den Nacktszenen zensiert, sondern auch stark in Gewalt zensiert - so fehlt z.B. wie am Ende dem Bösewicht eine Blutfontäne aus der Halswunde schiesst, das Blutspucken mit Übergang zum James Bond ähnlichen Intro fehlt wie auch zu Beginn viel Macheten-Action: Hand wird abgehackt, blutiger Stumpf zu sehen, viel Blut spritzt, später wird einem Typen das Bein abgehackt und der Held wirft das Bein weg und auch die Szene mit der Explosion (an der Hose des potenzielles Verräters angebracht) fehlt komplett obwohl unblutig. Es ist nicht auszuschliessen, dass noch mehr fehlt obwohl die FLK Fassung selbst schon schön blutig geraten ist. Ob dies auf eigene Probleme beim Mastering oder auf einem unbekannten, vor zensierten Master zurückzuführen ist, ist mir nicht bekannt. Uncut Fassung kann man auch auf YouTube ansehen! Die HK LD / VHS scheint rar und habe ich zum Kaufen noch nie gesehen (Ebay und Co.). Mir lag für eine 2. Sichtung das US VHS von Tai Seng/Pan-Asia vor = Uncut, O-Ton, englische UT. Bis vor kurzem gab es zwei Stück auf Amazon (US) zu erwerben - da das erste VHS nicht befriedigend lief (altes VHS, abgenutzt) habe ich auch gleich das 2. VHS gekauft - ansonsten habe ich besagtes VHS noch nie zum Kaufen gesehen (Ebay z.B.). Preis war ca. 60-70 USD (angemessen da rar und vor allem Full Uncut). Nachtrag 02.04.19: Für eine weite Sichtung lag mir neu die HK LD von Ocean Shores vor. Diese soll auch in einigen Nacktszenen zensiert sein, was mir nicht auffiel, da es Nacktszenen im Film zu sehen gab. In den Actionszenen ist die Disc "Uncut", O-Ton und Subs sind vorhanden. Die Bildqualität ist deutlich besser als jene der beiden US-VHS und daher hat sich diese Anschaffung gelohnt (50 USD von einem chinesischen Auktionshaus).