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Donnerstag, 18. April 2024

The Snake Girl Drops In

The Snake Girl Drops In

Story:

Snake Girl (Dy Saveth) trifft im Dschungel auf drei Männer (u.a. Sze-Ma Lung). Diese sind von ihr begeistert und nehmen sie mit in die Grossstadt, wo Snake Girl, die aufgrund ihre Schlangenhaare nun eine Perücke trägt, erstmals mit der Zivilisation in Berührung kommt. Snake Girl gerät an einen Gangster-Boss (Tien Feng). Doch Snake Girls Tochter (Huoy Dyna) findet den Weg zu ihr, um sie zu retten…

Meine Meinung:

The Snake Girl Drops In kann quasi als nicht offizieller 2. Teil von The Snake Girl betitelt werden. Deren Hintergründe finde ich mysteriös und unklar: sind es jetzt Filme aus Taiwan, Thailand oder Kambodscha? Oder gibt es pro Land eigene Fassungen? The Snake Girl Drops In wartet mit dem The Snake Girl Star Dy Saveth (Elephant Wife, The Crocodile Men) auf. Die stammt aus Kambodscha. Nebst The Snake Girl und The Snake Girl Drops In spielte sie noch in einem dritten Snake-Film mit: The Snake Man, aus dem Jahr 1970.

An The Snake Girl kann ich mich nicht mehr erinnern. The Snake Girl Drops In hat mit Horror wenig zu tun. Der Film ist mehr ein Abenteuerfilm und eine Komödie. Dy Saveth als Snake Girl im Tarzan-Outfit schwingt sich durch den Dschungel, ehe sie in der Grossstadt diverse (harmlose) Abenteuer zu bewältigen hat. Es ist quasi so, als begibt sie sich von Sketch zu Sketch um den Zuschauer zum Lachen zu bringen. Sie spielt naiv, aber herzlich und die 70er Jahre Musik ist stimmungsvoll. Dy Saveth macht auf jeden Fall eine gute Figur.

Bei den Männern überzeugen Sze-Ma Lung (The Green Dragon Inn) und Shaw Brother Star Tien Feng (My Son). Tien Feng spielt natürlich den Gangster-Boss. Der Film ist unterhaltsam, kurzweilig, auch wenn ich aufgrund des fanz. Dubs keine Dialoge verstanden habe. Es ist aber alles selbsterklärend. Erst im Ende wird der Film etwas ernster: einige Bösewichte sterben durch Schlangen und es kommt auch zu Tiersnuff, der mich an The Princess and Toxicant oder Red Spell Spells Red erinnert hat, da lebende Tiere gegessen/durch Bisse getötet werden.

Fazit: Für Fans des Vorgängers und von Dy Saveth zu empfehlen!

Infos:

O: She mo nu da nao dou shi

Taiwan, Kambodscha 1974

R: King Weng

D: Dy Saveth, Tien Feng, Sze-Ma Lung, Chiang Kuang-Chao, Huoy Dyna

Laufzeit der YouTube Fassung: Ca. 90 Min.

Gesehen am: 17.04.24

Fassungen: Via YouTube als französische Fassung gesehen = La Vipère du Karaté. Gibt es auch als Franz. VHS und DVD. Wenn ich mich nicht irre, in Widescreen, dafür nur franz. Dubbed. Wahrscheinlich Uncut. Andere Fassungen sind mir nicht bekannt (Stand: April 2024). Da in Brüssel am BIFFF im Urlaub, habe ich aber auch keine Zeit, zu recherchieren.

Samstag, 22. Oktober 2022

Lady Master Snake Review

 
Horroktober 2022

Lady Master Snake

Story:

Ho-Hua (Aranya Namwong) wird in der Schlangenhöhle geboren und von Schlangen grossgezogen. Als sich Ho-Hua in einen Mann verliebt und die Höhle von Gangstern angegriffen wird, welche die Schlangenfrauen entführen wollen (um sie als Prostituierte verkaufen zu können), eskaliert die Situation…

Meine Meinung:

Lady Master Snake ist ein angeblich ursprünglich fast dreistündiger Thai. Film (oder thai.-kambodschanische Co.-Produktion) à la Daughter of Devil Fish, der dann teilweise als Taiwan/HK-Film und auch Fassung verkauft und vermarktet wurde. In der Fassung läuft der Film z.B. nur noch 81:08 Minuten. Vorteil ist, dass die Fassung u.a. englische Subs bietet. Etwas, was bei einer Original-Thai. Fassung wohl nicht der Fall wäre. Alternativtitel: Snake Queen! Um die Verwirrung grösser zu machen: es gibt auch einen "Snake Queen" aus Indonesien mit Suzzanna (The Queen of Black Magic) und Barry Prima (Tarzan Raja Rimba).

Lady Master Snake ist kein Kracher und kein Highlight. Aber das habe ich auch nicht erwartet. Ich habe einen ähnlichen Film à la Daughter of Devil Fish erwartet. Lady Master Snake ist sehr obskur. Die Inhalte bestehen aus einer Liebesgeschichte, thailändischer Folklore (?), Drama (Vater sucht seine vermisste Frau und Tochter), schmierigen Gangstern, ein bis zwei Kampfszenen, einer Schlangenhöhle inklusive Schlangenfrauen und einer Hexe, Tiersnuff (relativ wenig, vor allem vergleiche mit Filmen à la Calamity of Snakes), gestohlener Musik aus westlichen Filmen (Once Upon a Time in the West), Stock-Footage (zweimal erinnerte mich der Film an einen Mondo), zweifelhaftem Humor (mit adipösen Frauen oder stereotypischen, abwertenden Darstellungen von Homosexuellen) und drei Untertitel-Spuren (mehr dazu unter Fassungen).

Der oben genannte Mix macht den Film auf eine Art, für Fans des sonderbaren, seltenen asiatischen Kinos, interessant. Zumal der Film extrem selten scheint. Und die weiblichen Schauspielerinnen sind zudem relativ hübsch anzusehen in dem Film. Aranya Namwong, eine ehemalige Miss-Thailand Teilnehmerin, war auch hier und da im HK-Kino zu sehen (Who Holds the Golden Key?). Oder in weiteren obskuren Filmen wie The Wolf Girl oder The Killer Elephants. Die Musik, würde ich behaupten, ist gar 100% aus ausländischen Filmen zusammen geklaut, was dem Film gut zu stehen kommt. Gedreht wurde, mit Ausnahme der Schlangenhöhle (wohl ein Set), vor allem in der Natur. Sex und Gore = Fehlanzeige! Von echtem Horror oder gar Grusel, kann nicht die Rede sein…

Fazit: Fans von obskuren asiatischen und seltenen Filmen können durchaus eine Blick riskieren!

Infos:

O: งูเกงกอง ภาค 2 / Mae ngu" (แม่งู) (Snake Queen, 蛇國女王 = TW-Version)

Thailand (Kambodscha?) 1971 (Taiwan 1972 = TW-Version)

R: Tia Limkun (Ting Chung, Choi Sai-Nam, Lee Chi-Cheung = TW-Version)

D: Aranya Namwong, Chaiya Suriyun, Prim Praphaporn, Sithao Petcharoen, Nard Poowanai

Laufzeit der US-VHS: 81:08 Min.

Gesehen am: Okt. 2022

Fassungen: Scheinbar gibt es Bootleg-Fassungen aus HK (VCD) und China (VHS) mit falschen Bildern auf dem Cover (vom indonesischen Film mit Suzzanna). Die Original-Thai. Version (angeblich 2h50Min.) ist als Fassung ist mir nicht bekannt. Finde keine Infos dazu. Mir lag das US-VHS von Tai Seng vor mit dem Titel Lady Master Snake (Hülle) oder Snake Woman's Marriage (Tape selbst). Es handelt sich um eine scheinbar für den taiwanesischen Markt produzierte Fassung (81:08 Min.) in Mandarin (Dub) mit drei (!) Untertitel-Spuren (Chinesisch, Englisch, Indonesisch), in einer guten bis schlechten Qualität (weisse Subs auf weissem Hintergrund = nicht lesbar) und in Vollbild. VHS = ein seltenes Sammelstück! Nachtrag: die Ocean Shores LD/VCD mit den Pics des indonesischen Suzzanna Filmes ist dieser thailändische Film (Canto/Englisch Audio). Zudem gibt es eine VHS/Betamax in Indonesien (dürfte als Master für die Tai Seng VHS gedient haben):




Dienstag, 9. Juli 2019

The Prey Review

NIFFF 2019 Spezial
The Prey

Story:

Ein Undercover Cop (Gu Shangwei) landet in einem Dschungelgefängnis, in welchem Menschenjagden durchgeführt werden…

Meine Meinung:

Auf The Prey freute ich mich im Vorfeld. Actionhandlung, Menschenjagd, was kann dabei schon schief gehen? Leider einiges. Der Film vom Jailbreak Regisseur (schon dieser war kein Meisterwerk) ist leider sogar schlechter und weniger sehenswert als Jailbreak, der sich immerhin nicht ernst nahm und der, auch wenn nicht wirklich tolle, immerhin viel Action bot, so dass der Film zumindest kurzweilig war.

Dies ist The Prey, der sich ernst gibt, leider nicht. Klischeehafte Story à la Harte Ziele und Co., wobei der Film nicht Mal als B-Actionfilm funktioniert. Zu viele Klischees und vor allem zu viele Längen. Dazu kommen schlecht gezeichnete Figuren (vor allem die Bösewichte), doofe Ideen (der Crazy Guy und seine Halluzinationen), lahme Action und ein ödes Finale, welches praktisch in purer Dunkelheit stattfindet, so dass man kaum was sieht.

Das niedrige Budget sieht man dem Film leider in jeder Sekunde an. Wenig Geld heisst nicht, dass man nicht tolle Action drehen kann. Leider hat The Prey nicht nur wenig Budget, sondern auch kein Talent hinter der Kamera und/oder auf dem Regiestuhl. Soll heissen:

Die Action rockt nicht. Definitiv nicht. Kämpfe gibt es fast keine, dafür viele (auch unblutige) CGI Shoot-Outs. Die Choreographie und Kameraführung der Actionszenen sind unter aller Sau. Da war definitiv kein Talent vorhanden. Alles wirkt billig, nicht speziell, viel zu nah am geschehen sprich unübersichtlich. Gu Shangwei war zumindest ein solider Lead und auch etwas sympathisch / charismatisch.

Das gilt leider nicht für den Rest des Cast. Besonders die Jäger waren schlecht gecastet wie auch die Vorgesetzten des Undercover Agenten, welche auf der Suche nach ihm sind. Vithaya Pansringarm ist sicher der bekannteste Name, der in Jimmy Hendersons Film mitwirkt. Er wurde vor allem dank Only God Forgives bekannt und spielt nunmehr mehr oder weniger in solchen Trash-Filmen mit (The Meg).

Und die Action wäre, gerade in diesem Film / Genre, das allerwichtigste. Wenn diese schlecht ist, ist der ganze Film schlecht. Sind die Action und der Rest schlecht, ist alles schlecht. Leider kann ich The Prey daher nicht empfehlen.

Fazit: Langweilig und Action ist schlecht = nicht zu empfehlen!

Infos:

O: The Prey

Kambodscha 2018

R: Jimmy Henderson

D: Byron Bishop, Sahajak Boonthanakit, Nophand Boonyai

Laufzeit der Originalversion: Ca. 93 Min.

Gesehen am: NIFFF 2019

Fassungen: Gesehen am NIFFF im O-Ton mit u.a. englischen Subs. Es gibt noch keine DVD/Blu-Ray und deutsche Fassung (Stand: Juli 2019).

Freitag, 11. Januar 2019

The Crocodile Men Review

The Crocodile Men

Story:

Chui Lung stöbert, als sein Meister weg ist, in dessen magischen Büchern herum. Er findet heraus, wie er sich in ein Krokodil verwandeln kann. Dies setzt er um. Er bleibt aber zu lange im Körper des Krokodils, so dass er sich nicht mehr in einen Menschen verwandeln kann. Als Chui Lung danach fälschlicherweise bezichtigt wird am Tod seines Meisters, flieht er vor seinen ehemaligen Schülern…

Meine Meinung:

Trash à la The Snake Girl. Daher wusste ich, was mich erwartet. Der Film ist etwas besser als The Snake Girl. Die 18er Freigabe ist aber, wie schon bei The Snake Girl, mehr als lächerlich. In beiden Filmen spielt Dy Saveth die Hauptrolle.

Bei The Crocodile Men soll es sich um ein Remake des Filmes A Water Warrior and a Crocodile Man von 1972 handeln, der dazumal in China und HK sehr erfolgreich gelaufen sein soll. Es soll sich jedoch um den gleichen Film handeln – inwieweit sich die 1983er Version vom Original aus Kambodscha unterscheidet, ist mir nicht bekannt. Datenbanken geben darüber auch widersprüchliche Infos wieder.

Der Film behandelt erzählt eine Legende der buddhistischen Bibel. Der Film funktioniert gut als Trash. Es gibt ein grosses Krokodil aus Pappe, welches nur den Mund öffnen kann, und sonst starr, unbeweglich und hölzern wirkt. Es frisst in 1-2 Szenen Menschen und in Umschnitten (z.B. Kampf gegen andere Krokodile) werden einfach echte Krokodile, die zusammen um Fleisch kämpfen, in den Film und die Handlung reingeschnitten.

Die Kostüme sind schrill und bunt, die Unterwasserwelt wird herrlich naiv dargestellt (vor Aquarium gefilmt) wie auch andere Szenen (der Meister in Bauch des Krokodils z.B.), die Darsteller agieren zum Teil grob übertrieben und nebst Trash, Papp-Krokodilen, Einschnitten à la Fake-Mondos gibt es noch dümmlichen Klamauk, Humor (Soundtrack passt bestens dazu), Gesang- und Tanzszenen und sogar einen Kleinwüchsigen zu sehen, um alle Klischees abzudecken.

Aufgelockert wird der Film hier und da durch solide Kung Fu Kampfszenen. Das macht den exotischen Film hier und da kurzweilig und abwechslungsreich. Trotzdem: nur für Trash-Fans interessant!

Infos:

O: Tian e

HK, Taiwan, Kambodscha 1983

R: King Weng

D: Dy Saveth, King Weng, Dyna, Hsieh Ming

Laufzeit der HK VCD: Ca. 102 Min.

Gesehen am: 09.11.18

Fassungen: Mir lag die HKD VCD von Ocean Shores vor = Uncut, solide Bild- und Tonqualität, O-Ton und englische Subs. Andere Fassungen sind mir nicht bekannt (Stand: Nov. 2018).

Montag, 3. Juli 2017

Jailbreak Review

 
NIFFF 2017 Spezial
Jailbreak

Story:
Eine Spezialeinheit (Jean-Paul Ly, Dara Our, Tharoth Sam) versucht während einem Knastaufstand einen Zeugen (Savin Phillip) zu schützen...

Meine Meinung:
  
Jailbreak war für eine einmalige Sichtung absolut okay. Die Zeit vergeht flott. Es gibt kaum Längen. Da hätte auch Schlimmeres bei rauskommen können. Trotzdem ist es frech, den Film in einem Atemzug mit Ong-Bak oder The Raid zu nennen, welche beide doch deutlich besser in Szene gesetzt sind. 

Die Actionszenen, das wichtigste am Film, sind gut geworden aber orientieren sich sehr an The Raid, welcher für Jailbreak Pate stand. Ich fühlte mich durchgehend an The Raid erinnert. Einige Szenen fühlten sich gar vom Ablauf oder der Choreographie her kopiert an. Das war schon ein bisschen frech. Und natürlich wurde die Qualität von The Raid nie erreicht. 

Dazu kommt, dass der Soundtrack schlecht ist (Hip Hop im Vorspann, ganz übel), die Figuren unbekannt (machen die Sache aber gut) und der Humor gewöhnungsbedürftig ist. Es handelt sich nämlich um einen Genremix und es gibt viel Humor zu sehen à la dem HK Kino. Eine Szene war wirklich amüsant und hätte glatt aus einem HK Film stammen können (in welcher Zeuge Playboy zusammen mit den Frauen isst). Der Film nimmt sich zu keiner Sekunde ernst.

Jailbreak ist okay und kurzweilig, so dass man sich den Film gut einmal ansehen kann. Für einen Kauf langt es jedoch definitiv nicht - dazu bietet der Film nichts Neues und ist zu unspektakulär geworden...

Infos:

O: Jailbreak

Kambodscha 2017

R: Jimmy Henderson

D: Jean-Paul Ly, Dara Our, Tharoth Sam, Celine Tran, Savin Phillip

Laufzeit der Kinoversion: Ca. 92 Min.

Gesehen am: Am NIFFF (Neuchatel International Fantasy Film Fest): Juli 2017

Fassungen: Am NIFFF (Neuchatel International Fantasy Film Fest) gesehen im O-Ton mit franz. und englischen UT. Es ist noch keine DVD/Blu-Ray angekündigt (Stand: Juli 2017).