Dieses Blog durchsuchen

Posts mit dem Label Elsa Yang werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Elsa Yang werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Dienstag, 9. Juni 2026

Fight for Survival

Fight for Survival

Story:

Die Da-mo Bücher werden aus einem Shaolin Tempel gestohlen. Shi-pu-chun (Polly Shang-Kuan Ling-Feng), die Jahre lang im Kloster in Kung Fu ausgebildet wurde, macht es sich zur Aufgabe, in die weite Welt zu ziehen, um die gestohlenen Bücher zu finden und zurück in den Tempel zu bringen…

Meine Meinung:

Aka The Fight for Shaolin Tamo Mystique. Ich dachte früher immer, dass es sich bei Fight for Survival um ein «modern day» Setting handelt. Falsch gedacht. Der Ende der 70er Jahre Eastern aus Taiwan von Hou Cheng (Unsubdued Furies, On the Waterfront, The Legend of Mother Goddess) ist im klassischen Shaolin-Kloster Setting angesiedelt. Fight for Survival hat mir gut gefallen. Vor allem Fans von Polly Shang-Kuan Ling-Feng (A Girl Called Tigress, Bruce Kung Fu Girls, The Ghostly Face) dürften voll auf ihre Kosten kommen.

Dabei hat Regisseur Hou Cheng schon öfters mit Polly Shang-Kuan Ling-Feng zusammengearbeitet. Nämlich in Filmen wie The Zodiac Fighters, Empress Dowager's Agate Vase, The Rangers oder Seven to One. Fight for Survival gehört sicherlich zu den besseren Zusammenarbeiten der beiden. Im Cast finden sich noch Namen wie Judy Lee (The Unique Lama), Elsa Yang (Island Warriors) oder Don Wong Tao (Slaughter in San Francisco). Die haben alle drei jedoch eher wenig Screentime abbekommen. Dafür gibt es sehr viel Polly zu sehen!

Was ich mochte war die Tatsache, dass Polly Shang-Kuan Ling-Feng hier Mal in einem typischen Shaolin-Kloster Plot zu sehen ist inklusive Ausbildung. In der Zeit waren sonst nur Männer in solchen Rollen zu sehen (z.B. Jet Li in The Shaolin Temple). Warum nicht auch Mal eine Frau? Abgerundet wird der Film durch einige coole und fantasievolle (andere würden sagen trashige) Kampfszenen, da Polly sowohl einige ihrer Gegner ihre Beine oder Arme stark verlängern können. Das sorgte für einige sehr amüsante Kampfszenen. Einzige zwei Mankos: vor dem Finale hat der Film paar lahme Hänger und das Finale selbst hätte mehr Kämpfe vertragen dürfen.

Abgesehen davon aber jedem Polly Shang-Kuan Ling-Feng Fan zu empfehlen!

Infos:

O: Shi Da Zhang Men Chuang Shao Lin

Taiwan 1977

R: Hou Cheng

D: Polly Shang-Kuan Ling-Feng, Don Wong Tao, Yuen Si-Wo, Wen Chiang-Long, Chin Kang, Judy Lee, Elsa Yang

Laufzeit der US-VHS: Ca. 100 Min.

Gesehen am: 09.06.26

Fassungen: Mir lag das US-VHS von CBS/FOX VIEDEO vor = Vollbild, Englischer Dub (mies), unbekannt ob Uncut/Cut, gute Bildqualität. Es scheint ggf. eine südkoreanische und taiwanesische VHS zu geben. Andere Fassungen sind mir nicht bekannt (Stand: Juni 2026).

Mittwoch, 3. Juni 2026

Bruce Kung Fu Girls

Bruce Kung Fu Girls

Story:

Polly (Polly Shang-Kuan Ling-Feng) und ihre vier Freundinnen (Elsa Yang, Shang-Kuan Yu, Shi Hsin-Hui, Ha Ying-Ying) helfen Pollys Onkel, der bei der Polizei arbeitet, in einem Fall. Sie sollen helfen, einen Dieb, der sich unsichtbar machen kann, zu fangen. Dazu reisen sie extra nach Hong Kong…

Meine Meinung:

Aka Five Pretty Young Ladies. Diese Mitte der 70er Jahre Produktion aus Taiwan hat mich gut unterhalten und Spass bereitet. Es handelt sich um eine harmlose Kung Fu Komödie mit Protagonistinnen, die aus «Charlie’s Angels» entstammen könnten. Der Plot ist simpel. Cool fand ich zwei Dinge, die den Film leicht von anderen Kung Fu Filmen aus der Zeit abheben: Zum einen das moderne Setting. Viele Eastern spielten zu der Zeit im klassischen Setting. Nicht so hier. Zum zweiten ist die Tatsache originell, dass leichte Sci-Fi Momente in den Plot einfliessen, da es sich auch um einen unsichtbaren Dieb handelt (kommt erst in der 2. Filmhälfte vor).

Der Film ist mehr oder weniger unterhaltsam. Die Kämpfe der Frauen machen Spass, da oft knappe, sexy Outfits. Das ist bewusst so gewählt. Die Frauen sind in Bruce Kung Fu Girls das starke Geschlecht und die Männer sind die Bösewichte oder Schwächlinge. Da war der Film dem heutigen Zeitgeist bereits voraus. Die fünf Kämpferinnen werden von Polly Shang-Kuan Ling-Feng, Elsa Yang, Shang-Kuan Yu, Shi Hsin-Hui und Ha Ying-Ying gespielt. Die machen das sehr gut und harmonieren prächtig. Dabei waren vor allem Polly Shang-Kuan Ling-Feng und Elsa Yang bekannte Namen in dem Genre. Polly darf sogar singen (sie war ja auch im echten Leben eine Sängerin).

Im Gegensatz zu den Mädels, die in vielen Genre-Filmen zu sehen waren (= Empress Dowager's Agate Vase, Deadly Silver Angels), sind die männlichen Kollegen unspektakulär und nur Mittel zum Zweck. Der Film ist nie ernst zu nehmen. Der Humor ist amüsant, aber nie dämlich oder unter der Gürtellinie angesetzt. Leider ist der Englische Dub nicht wirklich gelungen, passt aber hier und da zum Gezeigten. Ich denke dennoch, dass mir ein Mandarin Print mehr zusagen würde und der Film sicherlich noch lustiger wäre. Es wird u.a. während einem Camping-Ausflug, bei einer Feier mit Torten oder in einer Schwimmhalle gekämpft. Erst im letzten Viertel treten die fünf Kämpferinnen dann in engen Leder-Outfits auf. Diese Motive zierten etliche Cover und Poster zum Film. Gutes Marketing.

Fazit: Speziell Fans von Polly Shang-Kuan Ling-Feng, Elsa Yang und Co. zu empfehlen!

Infos:

O: Wu Jiao Wa

Taiwan 1975 / 1977 (je nach Quelle)

R: Shih Ti

D: Polly Shang-Kuan Ling-Feng, Elsa Yang, Shang-Kuan Yu, Shi Hsin-Hui, Ha Ying-Ying,

Laufzeit der HK-VHS: 94:12 Min.

Gesehen am: 03.06.26

Fassungen: Mir lag das Englisch Dubbed VHS aus Hong Kong von Ocean Shores vor = Statt Widescreen in Vollbild, schlechter Englischer Dub, solide Bild- und Tonqualität. Wahrscheinlich Uncut (Film harmlos, zu schneiden gäbe es nichts). Es gibt noch eine VHS in der Türkei (Türkisch Dubbed). O-Ton Fassungen (mit/ohne Subs), eine deutsche Fassung wie auch DVD- oder Blu-Ray Versionen sind mir nicht bekannt (Stand: Juni 2026).

Mittwoch, 4. März 2026

Shanghai Massacre

Shanghai Massacre

Story:

China während der japanischen und französischen Besetzung:

Drei Gruppen von Chinesen (Wang Kuan-Hsiung, Elsa Yang Hui-Shan, Lung Fei, Chan Sing, Chen Hung-Lieh) beherrschen Shanghai. Als Elsa von Yasuaki Kurata getötet wird, schwört der ehrenhafte Wang (Wang Kuan-Hsiung) Rache…

Meine Meinung:

Von Shanghai Massacre war ich doch recht enttäuscht. Der Film, der mir einmal von einem Deutschen für 200 (!!!) Euro angeboten wurde (ich fand den dann für ca. 20-40 CHF), enttäuscht vor allem durch die wenige Anzahl von Actionmomenten. Bei dem Cast, der den Film auflaufen lässt, grenzt das Endergebnis an Potenzialverschwendung und kommt fast schon einer Arbeitsverweigerung gleich. Trotz Lee Tso-Nam (The Woman Avenger) als Regisseur, trotz First Films (Mission Kiss and Kill) als Produktionsfirma und trotz Blacky Ko Shou-Liang (Master Killers) als Action-Regisseur.

Trotz vielen bekannten Namen wie Elsa Yang (Deadly Silver Angels), Wang Kuan-Hsiung (Diamond Fight), Yasuaki Kurata (Legend of a Fighter), Lung Fei (Master of the Flying Guillotine), Chan Sing (Shaolin Warrior) und Chen Hung-Lieh (The Masks) wird der Kung Fu Fan am Ende enttäuscht. Viele der Stars kommen nur selten und teilweise nicht Mal in Action-Szenen vor. Wang Kuan-Hsiung und Elsa Yang sind die Hauptfiguren und Japaner Yasuaki Kurata, der natürlich einen Bösewicht spielt, kommt nur im letzten Viertel vor. Er macht noch fast die beste Figur, auch in den Actionszenen.

Die wenigen Actionszenen werden vor allem immer wieder durch unblutige Shoot-Outs gestört, wenn denn Mal gekämpft wird. Das ist schade. Das Shanghai Setting und der Plot sind 08/15 und gehört nicht zu meinen Lieblings-Settings in dem Genre. Das Hauptproblem ist aber die kleine Anzahl von Actionszenen. Der Film ist sehr dialoglastig. Somit tun sich viele lahme Füllszenen auf und statt Unterhaltung wird dem Zuschauer schnell langweilig. Und dass vor dem Finale ausgerechnet noch Elsa Yang aus dem Film scheidet, einer der wenigen interessanteren Figuren des Filmes, macht die Sache auch nicht besser.

Fazit: Kommt wahrscheinlich nicht in die Filmsammlung…

Infos:

O: Shang Hai Tan da ye

Taiwan 1981

R: Lee Tso-Nam

D: Wang Kuan-Hsiung, Elsa Yang Hui-Shan, Lung Fei, Chan Sing, Chen Hung-Lieh, Yasuaki Kurata

Laufzeit der südkoreanischen VHS: 87:43 Min.

Gesehen am: 04.03.26

Fassungen: Mir lag das südkoreanische VHS von Saek Yong Video Production vor = Vollbild statt Widescreen, gute Bildqualität, wahrscheinlich Uncut, Mandarin O-Ton mit koreanischen Subs. Es gibt noch eine US-VHS (Englisch Dubbed) von Paragon Video und eine VHS in der Türkei (Türkisch Dubbed und auch nur Vollbild). Andere Fassungen sind mir nicht bekannt (Stand: März 2026).

Sonntag, 18. Januar 2026

The Three & Half Dumb Kung-Fu Girls

The Three & Half Dumb Kung-Fu Girls

Story:

Lady Shui und Chief Huo wollen sich beide zu den Anführern und Beschützern des Dorfes wählen lassen. Da taucht De Flato (Li Min-Lang) auf, der sich suizidieren möchte. Die Schülerinnen von Lady Shui und Chief Huo (Elsa Yang Hui-Shan, Sun Chia-Lin, Wu Jia-Shan) retten De Flato mehrfach vor dessen Tod. Scheinbar wurde De Flatos Ehefrau von King Oolong Lair entführt. Die Mädels machen es sich zur Aufgabe, die Ehefrau zu retten. Ein mysteriöser Bettler (Yueh Hua) beobachtet die Situation…

Meine Meinung:

Aka Kung Fu Girls. The Three & Half Dumb Kung-Fu Girls ist eine Ende der 70er Jahre Kung Fu Komödie und eine Hwa Liang Movie Company Ltd. Produktion (The Thrilling Sword) von Chen Chun-Liang (King of the Children, The 3-D Army, The Child of Peach) aus Taiwan. Der Film wartet mit einem Frauenpower-Cast um Elsa Yang Hui-Shan (The Guy with Secret Kung-Fu), Sun Chia-Lin (The Iron Monkey) und Wu Jia-Shan auf. Wie das kämpfende Mädchen heisst, konnte ich hingegen nicht verifizieren. Yueh Hua (The Green Dragon Inn) spielt eine Nebenrolle.

Von dieser Kung Fu Komödie habe ich nicht viel erwartet und wurde positiv überrascht. Das jedoch nicht aufgrund der Kampfszenen. Diese waren eigentlich nie spektakulär und viel zu wenig vorhanden. Nein, The Three & Half Dumb Kung-Fu Girls gefiel mir aufgrund des (für Kung Fu Verhältnisse) innovativen Plots, des Inhalts und vor allem aufgrund des Humors und seiner extrem grossen Albernheit. Der Film war in der Hinsicht so drüber, dass der Film wirklich amüsant und lustig war. Was musste ich schmunzeln. Und im Finale werden dann noch mehr skurrile Einfälle aus dem Hut gezaubert. Muss der Fan gesehen haben, um es zu glauben.

Die Mädels als Leads haben eine gute Figur gemacht. Die waren alle vier total überzeugend, sympathisch, haben toll miteinander harmoniert und ihre Szenen waren lustig und charmant. Dass ein gewisser Fantasy- und Zauber-Aspekt in den Plot und die Kampfszenen integriert wird, vor allem im letzten Viertel, empfand ich als cool. Der eine Zauberer bot z.B. eine eindrückliche «Zatoichi» Performance. Die war klasse und sehenswert. Der Ober-Boss mit Maske war so crazy. Vor allem in Kombination mit der Musik und mit dem Klamauk. Da wird dann sogar noch in der Luft gekämpft. Und als dann noch der Frosch aus Shaolin Drunkard auftaucht, werden auch noch Kaiju-Fans befriedigt. Der Plot war wirklich nicht vorhersehbar. Eine der lustigsten Szenen war jene im Bordell, indem sich zwei der vier Mädels als Prostituierte und eines der Mädels als Mann verkleidet tarnen, um De Flatos entführte Ehefrau zu finden.

Fazit: Spassig und sehenswert! Da freue ich mich auf die noch nicht gesehene Kung Fu Komödie Three Shaolin Musketeers mit Lo Lieh, der ebenfalls von Chen Chun-Liang stammt!

Infos:

O: Hu Tu Da Xia San Ge Ban

Taiwan 1978

R: Chen Chun-Liang

D: Elsa Yang Hui-Shan, Sun Chia-Lin, Wu Jia-Shan, Li Min-Lang, Yueh Hua, Lee Teng-Tsai, Yu Bong

Laufzeit der südkoreanischen VHS: Ca. 90 Min.

Gesehen am: 17.01.26

Fassungen: Mir lag das südkoreanische VHS von A-Joo Video Production vor = O-Ton Mandarin mit englischen, chinesischen und koreanischen Subs, Vollbild, solide Bildqualität. Das VHS aus Taiwan hat auch englische Subs, während die US-Ausgabe von Rainbow Audio & Video in Kantonesisch Dubbed vorliegt. Andere Fassungen sind mir nicht bekannt (Stand: Jan. 2026).

Dienstag, 9. September 2025

The Legend of Eight Knights Review

The Legend of Eight Knights

Story:

Eine Schlange greift in Yong-City einen Hund an. Die Schlange wird getötet, doch auch der Hund stirbt. Die Schlange war in Wahrheit ein Schlangen-Dämon. Dessen Tochter tut sich mit einer Hexe aus Meteor-City zusammen. Ihr Ziel: sich für den Tod des Schlangen-Dämons zu rächen. Nach dem Kampf (Schlange Vs. Hund) blieben acht Perlen zurück, aus denen acht Kämpfer (u.a. Wang Kuan-Hsiung, Tsai Hung) mit magischen Kräften wurden. 20 Jahre später finden sich diese acht Kämpfer zusammen, um Yong-City vor den magischen Kräften und Monstern aus Meteor-City zu beschützen…

Meine Meinung:

Bei The Legend of Eight Knights handelt es sich um einen sehr seltenen Film aus Taiwan. Der Film vereint die Genres Fantasy, chinesische Mythologie, Kaiju und Kung-Fu und stammt aus dem Jahr 1980. Damit war der Film älter als seine Kollegen wie A Valiant Villain (1969) oder The War God (1976). Regie führte Hsu Ta-Chun, der schon Kaiju-Erfahrungen vorweisen konnte (1971 in Tsu Hong Wu). Für die Effekte holte man sich Hilfe aus Japan. Diese kam in Form von Chujio Shintaro, der u.a. für King of Snake die Effekte beisteuerte.

Der Film, der in einigen Datenbanken nicht gelistet ist (ofdb) und/oder in Datenbanken keine Reviews vorzuweisen hat (imdb, hkmdb, Letterboxd), ist sehr selten und gehört zu den besseren taiwanesischen Filmen mit Kaiju-Effekten. Inhaltlich erzählt der Film den Seven Samurai Plot im Fantasy-Setting. Acht "Helden"(= Knights) sagen den Bösewichten den Kampf an und beschützen die Stadt. Mit Wang Kuan-Hsiung (Deadly Duo), Elsa Yang (Deadly Silver Angels) und Wang Hsieh (Fury of a Virgin) in den Hauptrollen. In einer Nebenrolle ist noch Chan Sing zu sehen (mehr Gastauftritt).

Die Fantasy-Momente und diversen Monster(Effekte) sind die Highlights des Filmes. Zwar hätte es davon im Mittelteil etwas mehr haben dürfen, dafür wird ansonsten stellvertretend viel gekämpft. Und im Vergleich zu anderen Filmen dieser Art (Young Flying Hero, The Legend of Mother Goddess, The Boy and a Magic Box) ist der Film unterhaltsamer, auf nervenden Klamauk wird fast komplett verzichtet und es gibt keine störenden Kinderfiguren. Nur die Musik hätte einen Tick interessanter sein dürfen und bestand zum grössten Teil sicherlich aus Archivklängen.

Fazit: Kaiju-Fans werden mit einigen coolen Monster-Effekten, Kreationen und Masken belohnt!

Infos:

O: Ling long pei zhu ba xia chuan

Taiwan 1980

R: Hsu Ta-Chun

D: Wang Kuan-Hsiung, Elsa Yang Hui-Shan, Wang Hsieh, Tsai Hung, Chan Sing

Laufzeit der südkoreanischen VHS: 86:19 Min.

Gesehen am: 09.06.25

Fassungen: Mir lag das südkoreanische VHS von Goldstar Home Video vor = bis auf die Titeleinblendung (0.5 Sek) wohl Uncut, im O-Ton mit koreanischen Subs, in Vollbild statt in 2,35:1, bietet die Fassung jedoch eine gute Bildqualität. Im Vergleich zu einer Fassung auf YouTube sind die Farben in der südkoreanischen VHS deutlich besser und intensiver und es gibt an den Seiten mehr Bildinformation zu sehen (siehe Bild unten). Andere Fassungen sind mir nicht bekannt. Der Film ist extrem selten. Das war mein teuerster Kauf (450 USD) eines Filmes. Das VHS war massiv verschimmelt und wurde vom Verkäufer gereinigt (siehe Bild unten). Es lief ohne Probleme.




Freitag, 1. März 2024

The Wandering Dragon

The Wandering Dragon

Story:

Shih Feng wird von seinem Vater mit eiserner Hand erzogen. Er soll schliesslich ein Kämpfer werden. Doch Shih Feng hat andere Pläne und unzählige Versuche, ihn im Kung Fu auszubilden, scheitern. Doch immer wieder wird Shih Feng mit Problemen konfrontiert, aus denen er, meist irgendwie durch Glück, entkommen kann. Erst als er sich verliebt (in Elsa Yang) und ein Bösewicht ihn kastrieren will, lernt er schliesslich doch Kung Fu…

Meine Meinung:

The Wandering Dragon ist eine solide Ende der 70er Jahre Kung-Fu-Komödie. Nur solide, da es meiner Meinung nach zu wenig Kämpfe gab. Das lag aber am Plot: Shih Feng spielt den Helden zunächst als Faulenzer, der nicht Kung Fu lernen will. Als Kind nicht, als junger Erwachsener nicht. So versuchen es diverse Parteien. So kommt es zu episodenartigen, humoristischen Sub-Plots - aber eben kaum zu Kampfszenen. Das, vor allem in Kombination mit dem englischen Dub, macht diese Szenen relativ lahm, unlustig und wenig interessant.

Der Film startet mit einem Zusammenschnitt von Action-Szenen in den Film. Man könnte fast von einer Art Trailer sprechen. Hier und da gibt es vereinzelt Kung Fu Kämpfe zu sehen, die Lust auf mehr machen. Bis man dann endlich mehr davon zu sehen bekommt, muss der Fan jedoch bis auf das letzte Viertel des Filmes warten. In den Kampfszenen machen Shih Feng (The Idiot Swordsman) als Held, Wang Kuan-Hsiung (Chivalry Deadly Feud) und Pai Ying (The 72 Desperate Rebels) als Bösewicht eine gute Figur. Elsa Yang (Deadly Silver Angels) ist vor allem niedlich, darf aber auch kurz im Finalkampf mitmischen.

Regisseur Ulysses Au-Yeung Jun (Island Warriors) hat hierfür mit Lin Chi-Jan zusammengearbeitet und Regie geführt. Beide sollten nochmals zusammenarbeiten. Für Ulysses Au-Yeung Juns Arbeiten Big Land Flying Eagles und The Desperate Killer fungierte Lin Chi-Jan als Drehbuchautor. Ansonsten war es um Lin Chi-Jan, im Gegensatz zu Ulysses Au-Yeung Jun, still in der Filmwelt. Wer den typischen asiatischen Klamauk (Musik, Dialoge, Englischer Dub) und dazu passende Nebenrollen wie Yu Bong (der Fettsack) nicht gänzlich furchtbar findet, wird am Ende immerhin mit coolen und sehenswerten Kämpfen belohnt.

Fazit: Kung-Fu Fans können einen Blick riskieren! Wäre in Mandarin sicherlich erträglich als mit Englischem Dub…

Infos:

O: Lang Zi You Long

Taiwan 1978

R: Ulysses Au-Yeung Jun, Lin Chi-Jan

D: Shih Feng, Elsa Yang, Wang Kuan-Hsiung, Pai Ying, Miao Tian, Lu Ping

Laufzeit der indonesischen Betamax: Ca. 99 Min.

Gesehen am: 11.01.24

Fassungen: Mir lag die indonesische Betamax von Pan Video vor = solide Bild- und Tonqualität, nur Vollbild, Englischer Dub (mässig). Das VHS aus HK von Ocean Shores ist in Mandarin mit englischen Subs. Andere Fassungen sind mir nicht bekannt (Stand: Jan. 2024).

Sonntag, 3. Dezember 2023

Island Warriors

 

Island Warriors

Story:

Da bin ich nun Mal so frech, die Inhaltsangabe der Letterboxd Datenbank zu zitieren (https://letterboxd.com/film/the-country-of-beauties/):

«Semi-naked Amazonian warriors defend their girls only island from from male pirates from the men only island.»

Meine Meinung:

Aka The Country of Beauties. Taiwan-Produktion und wilder, fast schon trashig anmutender Genre-Mix von Ulysses Au-Yeung Jun (Fatal Recall, The Woman from the Hell, Shaolin Warrior) um eine Insel, die von knapp bekleideten Amazonen und einer Königin, fast schon sektenähnlich anmutet, regiert wird. Als Königin darf Elsa Yang Hui-Shan (Deadly Silver Angels, The Woman from Hell, The Phantom Chivalry) ran und in einer grösseren Nebenrolle ist Don Wong Tao (Slaughter in San Francisco, Eunuch of the Western Palace, Fatal Needles vs. Fatal Fists) zu sehen.

Die Kostüme sind fantasievoll, die Aussenaufnahmen und der Start des Filmes haben schon fast Midsommar / The Wicker Man Vibes und die Innensets sind wundervoll in Szene gesetzt. Der Film ist in Sachen Genre wechselhaft: Kung Fu, Amazonen, Komödie, Folter, Erotik. Alles ist vertreten. Der hier und da sonderbare Slapstick und Klamauk war hingegen eher störend und nervend. In der Mandarin gesprochenen Fassung aber erträglicher, als im englischen Dub. Die Kastrationen erinnern an Ilsa - She Wolf of the SS. Sichtlich blutig geht es aber definitiv nicht zu und her.

Teilweise ist der Film schlecht gealtert (80er Jahre Friseuren). Nebst dem teilweise störendem Genre-Wechsel holte mich auch die Musik nicht ab. Ich würde sagen, die Musik war praktisch gesamthaft aus westlichen Filmen zusammengestohlen. Ich kann die Filme aber nicht benennen. Bei einem Track, der immer wieder gespielt wird, würde ich jedoch auf Rambo tippen. Und das Stück passte meiner Meinung nach nicht sonderlich gut zum Film.

Es gibt gute Musikstücke, die oft im Eastern zu hören sind und die passen, z.B. Italo-Western Musik. Oder Musik aus Halloween und A Nightmare on Elm Street 2, was moderne Anfang der 90er Jahre Actionfilme aus Taiwan angehen. Auch das passt. Italo-Western Musik hätte meiner Meinung nach besser zum Film gepasst. Ausnahme war die Musik, als sie die Babys ausgesetzt haben – das war episch und passend.

Der Film hat hier und da auch Längen. Gegen Ende wird es actionlastiger. Die Actionszenen sind solide, aber mehr auch nicht. Etwas Spektakel gibt es am Anfang zu sehen, wobei da sicherlich Turnerinnen und Akrobatinnen als «Schauspieler» eingesetzt wurden (à la Born to Fight). Der Film punktet vor allem durch seine verrückten Ideen, Inhalte, die originellen Sets und die bunten und innovativen Outfits. Die Darsteller waren bemüht. Ausser Elsa Yang Hui-Shan und Don Wong Tao sind fast nur Frauen im Film (in grossen Rollen) zu sehen. Der Cast war mir bis auf die zwei genannten Stars unbekannt.

Fazit: Wer gerne Filme wie Deadly Silver Angels und Co. mag, kann einen Blick riskieren!

Infos:

O: Yang yang jun

Taiwan 1981

R: Ulysses Au-Yeung Jun

D: Elsa Yang Hui-Shan, Don Wong Tao, Fanny Fang Fang-Fang, Wu Chiao-Ling, Mary Wong Ma-Lee, Ha Kwong-Li, Cheng Hsiu-Ying, Teresa Tsui Jun-Jun

Laufzeit der jap. VHS: 89:47 Min.

Gesehen am: 14.1.23

Fassungen: Ich war kurz im Besitz der VHS aus dem Libanon (Englisch Dubbed mit arabischen Subs) und habe dieses dann gegen das VHS aus Japan (von Tohokushinsha Home Video) getauscht. Grund: das VHS aus Japan bietet den Originalton Mandarin. Das VHS aus dem Libanon habe ich mir noch digitalisiert, bevor ich es verkauft habe, so dass ich theoretisch auch diese Fassung noch ansehen könnte. Es gibt weder eine DVD, noch eine deutsche Fassung, noch eine Blu-Ray (Stand: Nov. 2023). Im Direktvergleich ist das Bild der jap. VHS heller und bietet mehr Bildinformationen an den Seiten.






Freitag, 19. März 2021

The Phantom Chivalry Review

The Phantom Chivalry

Story:

 

Master Chiou ist hinter dem «milenial Ginseng» her und tötet dafür die Eltern von Hsiao Lin (Elsa Yang). Diese kann entkommen, stürzt sich am Rande einer Klippe jedoch in den Tod. Szenenwechsel: der blinde Held Cheng Wu macht sich auf den Weg, den milenial Ginseng zu finden um damit seine todkranke Mutter retten zu können. Doch auch diverse andere Gesellen sind hinter dem milenial Ginseng her. Im «Illusion Lake» (eigentlich ein Wald) werden die Figuren von Geistern und «Zombies» (und vor allem von Hsiao Lins Geist) heimgesucht…

 

Meine Meinung:

 

The Phantom Chivalry ist ein extrem seltener Film. Ausser einer Kopie von einer Kopie als Bootleg ist mir keine Fassung zum Film bekannt und ich kenne auch niemand, der diesen Film in einer legalen Fassung in der Sammlung stehen hat. Allerdings wird der Film seinem Ruf nicht ganz gerecht.

 

The Phantom Chivalry überzeugt weder durch Story noch durch seine Martial Arts Szenen. Es gibt gar langen Phasen, in denen kaum gekämpft wird. Der Film, der im klassischen Setting spielt, ist ein Mix aus Wuxia, Kung Fu und Ghost/Horror-Film. Die Story ist simpel: eine Frau tötet sich gleich zu Beginn um dann erst im letzten Viertel als rächender Geist (sichtbar) aufzutauchen.

 

Davor verlieren die diversen Protagonisten ihre Leben durch Gegner, Wahnsinn und/oder einen unsichtbaren Geist/übernatürliche Macht. Teilweise wirkten die Figuren dann teilweise wie Zombies, wobei mind. eine Szene 1:1 aus Dawn of the Dead kopiert wurde. Wer hätte dazumal schon gedacht, dass sich westliche Fans auf die Suche nach diesem seltenen und obskuren Film machen würden? Die Filmemacher sicher nicht…

 

Der Humor, der nur wenig vorhanden ist, passt nicht recht zum Rest des Filmes. Die Figuren waren ok bis durchschnittlich. Den Helden fand ich leider nicht wirklich sonderlich sympathisch. Elsa Yang (Deadly Silver Angels, The Woman from Hell) ist als weiblicher, rächender Geist zu sehen und für mich der einzige bekannte Name des Filmes. Auch den Regisseur kenne ich nicht wirklich. Laut Online-Filmdatenbanken hat er nur wenige Filme realisiert (sein Dirty Trick mit Chen Kuan-Tai liegt noch ungesehen rum).

 

Nebst dem sonderbaren, ersten, düsteren und teilweise westlich wirkenden Horrormotiv bietet der Film noch weitere Sonderheiten: schöne, abwechslungsreiche Settings. Interessant ist, dass der Hauptpart in einem Wald voller Geister spielt statt an einem Lake (von diesem wird immer in den Subs gesprochen).

 

Interessant war auch die Tatsache, dass der Film viele Insekten zeigt: mehrfach Schmetterlinge, Raupen (im Kampf mit anderem Insekt) und am meisten Freude hatte ich an einer gigantischen Spinne (Giant Wood Spider), die mich selbst an meinen Urlaub in Taiwan (am Sun Moon Lake) erinnerte. Ich nehme an, dass sich Regisseur Hsieh Kuang-Nan diesbezüglich an den Filmen von King Hu orientiert hat (Legend of the Mountain).

 

Fazit: Solider Film, der für Hardcore-Fans des Genres interessant sein dürfte! Abgesehen davon jedoch nicht wirklich ein Must See Titel, dessen Action zu dürftig und der Plot zu dünn/schwach ist.

 

Infos:

 

O: You Ling Wu Shi

 

Taiwan 1980


R: Hsieh Kuang-Nan

 

D: Wang Kuan-Hsiung, Elsa Yang, Miao Tien, Chen Hui-Lou, Shih Ting-Ken

 

Laufzeit der DVD-R: 82:29 Min.

 

Gesehen am: 01.01.21

 

Fassungen: Gesehen via DVD-R, die ich von meinem deutschen Kumpel C. bekommen habe = Kopie der ultraseltenen HK VHS von Lex Video = Uncut, durchschnittliche Bildqualität, relativ unscharf, O-Ton, feste englische & chinesische Subs und Vollbild. Andere Fassungen und/oder Original-Fassungen sind mir nicht bekannt und so gut wie nicht zu bekommen (Stand: Jan. 2021).

Donnerstag, 5. Dezember 2019

Deadly Silver Angels Review

Deadly Silver Angels

Story:

Zwei Triaden-Clans bekämpfen sich. Lau Pak (Elsa Yang) trauert am Grab ihres Vaters, der von Triaden-Boss Lau (Wang Hsieh) getötet wurde. Lau Pak will Rache. Dafür lässt sie Kämpferinnen ausbilden. Derweil gibt es nach wie vor blutige Auseinandersetzungen zwischen den Triaden. Ein Undercover-Agent (Eagle Lee Siu-Fei) ist ebenfalls involviert und ebenfalls hinter Lau her…

Meine Meinung:

Weiterer Anfang 80er Jahren Crime/Triaden-Film aus Taiwan von Regisseur Chang Chih-Chao (Handsome Vagabond, The Mob Family) mit Star Elsa Yang (The Nude Body Case in Tokyo, The Challenge of the Lady Ninja, The Woman from Hell) in der Hauptrolle der international (leicht verändert) von IFD Films & Arts vertrieben wurde.

Die Story ist zunächst einwenig wirr und konfus. Man sollte auch gar nicht zu stark versuchen, die Figuren auseinanderzuhalten und wer jetzt genau wen und warum bekämpft. Hauptplot ist Elsa Yang auf Rachewegen plus der Undercover-Cop. Es gibt weitere Nebenplots (zwei Brüder die sich bekämpfen, da sie nicht wissen, dass sie Brüder sind und eine weitere Girl-Gang, welche sich Elsa Yangs Gruppe anschliessen, nach Kampf am Strand).

Nach Logik sollte man nicht suchen. Die Entwicklung der Geschichte wird im Verlauf jedoch immer besser und klarer. Selbes gilt für die Action-Szenen. Eine spektakuläre Choreographie sollte man nicht erwarten. Allgemein sind die Action-Szenen nur wenig spektakulär. Vor allem am Anfang. Doch auch diese steigern sich qualitativ. Es gibt blutige Shoot-Outs (wenig), amüsante Trainingsszenen am Strand, Frauenkämpfe (am Strand) und Messer-Kampfszenen (blutig und am meisten vertreten, beste Szenen: Finale!). In einer Szene sind auch Motorräder Inhalt einer Action-Szene (Angriffe auf Triaden-Boss Lau).

Die Leistung der Darsteller reicht von gut, okay, naiv bis zu nicht weiter erwähnenswert. Am besten waren Wang Hsieh, der eine Gangster-Bruder und Elsa Yang als Lead (auch wenn mir ihre Frisur nicht gefällt). Ihre Fans kommen, vor allem Dank der Rache-Action in der 2. Filmhälfte und dem Finale, voll auf ihre Kosten.

Fazit: Elsa Yang Fans greifen zu!

Infos:

O: Yan Zhi Hu

Taiwan 1981

R: Chang Chih-Chao

D: Elsa Yang, Wang Hsieh, Eagle Lee Siu-Fei, Ma Sha, Chiang Tao

Laufzeit der jap. VHS: Ca. 86 Min.

Gesehen am: 19.10.19

Fassungen: Mir lag das VHS aus Japan vor = Uncut im Sinne der IFD Films & Arts Version (mit hinzugefügter Nackt-Szene zu Beginn, die jedoch nur mit Fogging Zensur vorliegt) und weniger Handlung als die Original-Taiwan-Fassung, Englischer Dub, jap. Subs, gute Bildqualität. Es gibt keine deutsche Fassung und eine O-Ton mit englischen Subs Fassung scheint es nicht zu geben (Stand: Okt. 2019).

Freitag, 23. August 2019

The Woman from Hell Review


The Woman from Hell

Story:

Ga Lun wird vom Pech verfolgt: dutzende tote Hühner bei einer Hühnerfarm inklusive einer ermordeten Angestellten, später wird er fast von der Strasse gedrängt, wenig später wird er ohnmächtig geschlagen, sein Sohn bei einem Unfall beinahe verletzt etc. Es scheint, als greife sein Pech auf seine Freundin und seine Ex-Frau (Shih Szu, Elsa Yang Hui-Shan) über. Derweil beginnt die Polizei (Chen Hung-Lieh, Lung Fei) zu ermitteln…

Meine Meinung:

Interessanter und unbekannter 80er Jahre Horrorfilm aus Taiwan, der eine Krimigeschichte erzählt die teilweise Giallo-Elemente und auch auf leicht exotische und übernatürliche Phänomene zurückgreift. Der Film hat mir gefallen, was besser als erwartet. Jammerschade, dass es davon wohl nie eine vernünftige Fassung in Sachen Bildformat- und Qualität geben wird. Schade (mehr dazu unter Fassungen).

Der Story kann man, dank den englischen Subs von meinem Kumpel C.F., sehr gut folgen. Es ist eigentlich wirklich eine wenig komplizierte Story mit je zwei Paaren, einem Kind, mysteriösen Tätern und Hintermännern, paar Angestellten der Firma und den zwei Cops. Einige Gesichter kennt man aus dem HK-Kino: Chen Hung-Lieh (A Taste of Cold Steel) ist ein unverkennbares Gesicht welches in Shaw Brothers Streifen oft Bösewichte spielte. Der 2. Polizist und bekanntes Gesicht wird von Lung Fei (The 72 Desperate Rebels) gespielt.

In Sachen Shaw Brothers kennt man auch die weibliche Hauptdarstellerin Shih Szu (The Naval Commandos) während die andere weibliche Hauptdarstellerin von der bekannten Taiwanesin Elsa Yang Hui-Shan (The Nude Body Case in Tokyo, The Challenge of the Lady Ninja) gespielt wird. Die Story fand ich spannend, einzelne Szenen (die aus einem Giallo stammen könnten) sehr stimmungsvoll. Die Exotik am Ende mit leicht übernatürlichem Touch am Ende gefiel mir auch.

Für Fans von Elsa Yang Hui-Shan auf jeden Fall zu empfehlen, vor allem für jene, welche sie Mal in einem ernsten, stimmungsvollen und düsteren Krimi/Horrorfilm sehen möchten!

Infos:

Taiwan 1981

O: Di Yu Lai De Nü Ren

R: Chester Wong Chung-Gwong

D: Shih Szu, Elsa Yang Hui-Shan, Ga Lun, Chen Hung-Lieh, Lung Fei

Laufzeit der DVD-R: Ca. 84 Min.

Gesehen am: 10.06.19

Fassungen: Mir lag eine DVD-R vor, welche ich von einem deutschen Kollegen erhalten habe. Besonderheit: dieser hat diese s/s englisch untertitelt. Ob die Fassung Uncut ist, kann ich nicht sagen. O-Ton vorhanden. Die Bildqualität ist mehr schlecht als recht aber bessere Alternativen scheint es nicht zu geben (und auch keine deutsche Fassung – Stand: Juni 2019).

Sonntag, 19. August 2018

The Nude Body Case in Tokyo Review




NIFFF 2014 Special

The Nude Body Case in Tokyo

Story:

Ling (Elsa Yeung) ist eine Tanzlehrerin aus HK. Ihre beste Freundin Meihua wird in Japan von Gangstern getötet. Um mehr Hinweise über die Tat zu erfahren, reist Ling nach Japan und trifft sich mit Meihuas Schwester Meifeng. Doch beide bekommen ebenso die Gewalt der Gangster zu spüren. Ling kann verletzt entkommen (u.a. ein Auge verloren) und sinnt auf blutige Rache…

Meine Meinung:

Auf die Retro-Reihe von alten taiwanesischen Filmen ("Taiwan Black Movies") war ich sehr gespannt und so hatte ich, als Fan von alten asiatischen Filmen, auch an Woman Revenger (On Screen Titel des Filmes) meinen Spass! Der Film ist eine sichtliche Anlehnung an die japanischen Pinky Violence Filme aus den 70ern mit Themen wie Rache, Prostitution, Gangster und Frauen, die den Ton durchgeben und, wenn es hart auf hart kommt, auch gut zulangen können!

Viele Szenen haben mich ans japanische Kino erinnert, halt einfach paar Nummern billiger, schliesslich haben wir es hier auch "nur" mit einer Billigproduktion aus Taiwan zu tun. Der Film braucht auch ein wenig, um in Fahrt zu kommen und hier und da gibt es eine lahme Füllszene. Das Alter sieht man dem Film auch an (Kleider, Frisuren...), wobei es auch schöne Musikstücke und gestohlene Filmmusik (Dawn of the Dead, mind. zweimal zu hören) aus anderen Filmen gibt, die gut zu den ausgewählten Szenen passen.

Hat man die erste, eher lahme Filmhälfte erst einmal hinter sich gebracht, wird der Fan solcher Film bestens belohnt: Folterungen (Frau wird an ein Kreuz gebunden, umgedreht, dann mit Sirup übergossen und Ameisen machen sich ans Werk), angedeutete Vergewaltigungen, Rachestory, Kung Fu Kämpfe (in denen macht vor allem Elsa Yeung, bekannt aus Challenge of the Lady Ninja und Co., eine sehr gute Figur) und einen Brocken Gewalt.

Besonders die Szene mit dem Auge (à la Christina Lindbergs Figur im schwedischen Rape and Revenge Streifen Thriller) oder der Hand waren etwas härter, ansonsten gibt es nur wenig Blut zu sehen, nackte Haut interessanterweise nur wenig aber dafür gibt es eine coole Gamble Szene die mich an die Zatoichi Reihe erinnert hat.

Weiter positiv ist das Japan-Setting. Es gibt viele schöne Bilder aus Japan zu sehen, die dem Film auch optisch interessanter machen (die Szenen im Badehaus, im Schnee, Fuji im Hintergrund).

Sicher kein Highlight aber diese kleinen Schmuddel-Perlen sind für meinen Geschmack alles andere als uninteressant und ich denke, gerade aus Taiwan gäbe es diesbezüglich noch einige Perlen zu entdecken…

Infos:

O: Shin Sung Ga Jok

Taiwan 1981

R: Ulysses Au-Yeung Jun

D: Elsa Yeung, Liu Dekai, Ko Keung, Ma Sha

Laufzeit der HK VCD: Ca. 80 Min.

Gesehen am: Erstsichtung im Juli 2014 am NIFFF / 2. Sichtung 04.06.18 (HK VCD)

Fassungen: Habe den Film am NIFFF (Neuchatel International Fantasy Film Fest) 2014 gesehen in Mandarin mit englischen UT. Leider scheint es von dem Film keine DVD / VCD zu geben. Mir ist nicht bekannt, was für ein Master dem NIFFF zur Verfügung stand. Der Film lief 2013 auch am New Yorker Festival (auch Taiwan Black Movies Reihe), allerdings liefen dort viel mehr solche Filme und der Regisseur war anwesend. Das NIFFF Master könnte in 1-2 Szenen auch zensiert gewesen sein. Die Qualität glich einem VHS, für meinen Geschmack war es aber zufriedenstellend, selbst auf der grossen Kinoleinwand (und ich bin deutlich miesere Filmmaster gewohnt). Nachtrag 04.06.18: vier Jahre später fand ich eine HK VCD von Winner’s = O-Ton, keine Subs, solide Bildqualität. Sehr selten, sehr teuer (100 USD war der Preis den ich zahlen musste) aber möglicherweise Uncut (im Vetgleich mit einem VHS aus China oder Youtube Fassungen ist die VCD "Uncut" - im China VHS fehlen sämtliche Nacktszenen und auch Gewalt (z.B. die Szene mit dem Kreuz und den Ameisen soll völlig fehlen).