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Dienstag, 2. Dezember 2025

Matching Escort Review

 

Matching Escort

Story:

Pearl Chang Ling überlebt als einzige ein Familienmassaker. Sie trifft später auf einen Meister, der sie im Kampf ausbildet. Zudem wird sie von einem Helden (Meng Fei) und ihrem Sidekick unterstützt. Gemeinsam nehmen sie am Ende den Kampf gegen die Bösewichte auf…

Meine Meinung:

Bei Matching Escort handelt es sich um den «Zweiten Teil» der «Wolf Devil Woman» Reihe, auch wenn ich denke, dass das offiziell keine wirkliche Film-Reihe ist, auch wenn ähnliche Fantasy-Themen als Inhalte und die gleiche Hauptdarstellerin (Pearl Chang Ling). Letztere soll nebst Peng Wei-Chang auch Regie geführt haben. Die «Reihe» besteht aus Wolf Devil Woman, Matching Escort und Miraculous Flower. Pearl Chang Ling (The War of the Boundary, The Invincible Swordswoman, Shang Li - Der Tod hat tausend Namen) ist das Aushängeschild dieser Fantasy-Filme aus Taiwan.

Wolf Devil Woman ist bei Fans solcher Kultfilme berüchtigt und gern gesehen. Ich empfand den Film bei der letzten Sichtung jedoch als überbewertet und z.T. auch stark nervend. Da wären mir andere Fantasy-Reihen aus Taiwan (z.B. restauriert) lieber, z.B. die The Child of Peach Reihe. Die gehen schon besser ab und unterhalten mehr, als z.B. Wolf Devil Woman. Den «dritten Teil» Miraculous Flower habe ich auch nicht als Kracher in Erinnerung. So gesehen gefällt mir aktuell dieser «2. Teil» der «Reihe» am besten.

Es sei jedoch gesagt, dass es auch hier im Mittelteil arg Längen und doofen Klamauk zu sehen gibt. Und Meng Feis Sidekick nervt. Jedoch war es, soweit ich mich noch erinnern kann, nicht so schlimm wie in Wolf Devil Woman. Jedoch waren die fantasievollen und blutigen Szenen im letzten Viertel doch relativ cool und haben den Film dann qualitativ wieder aufgewertet. Ich mochte auch den Bösewicht, dessen Eisenhand an Jason Pai Piao in Shaolin Prince erinnerte. Und dessen rechte und linke Hand.  Optisch war der Film cool. Und Meng Fei (The Prodigal Boxer, Eagle Flying in September, Diamond Fight) als Co-Held war auch gut. Und Pearl Chang Ling liefert so oder so ab.

Fazit: Fantasievoller und wilder Wuxia aus Taiwan! Mit Abstrichen (doofer Humor, lahmer Mittelteil) sehenswert!

Infos:

O: Jin Fen You Long

Taiwan 1982

R: Pearl Chang Ling, Peng Wei-Chang

D: Pearl Chang Ling, Meng Fei, Wang Hsieh

Laufzeit der VHS aus China: 94:03 Min. (inklusive Seitenwechsel der LD da VHS eine Kopie der HK-LD ist)

Gesehen am: Jan. 2016 / Neusichtung am: 03.09.25

Fassungen: 2016 sah ich den Film via UK-DVD (nur Englisch Dubbed). 2018 kaufte ich mir das HK-VHS von Ocean Shores in Mandarin mit englischen Subs. Leider fand ich kurze Zeit später heraus, dass das VHS stärker von Schimmel befallen war. Das war mir dazumal neu und in Panik vor der Kontamination entsorgte ich das VHS. Heute weiss ich, dass das ein Fehler war. In China fand ich eine VHS in Mandarin aber ohne Subs (= Kopie der HK-LD von Ocean Shores). Gute Bildqualität und Uncut. Eine DVD im O-Ton ist mir nicht bekannt. Es gibt weder eine deutsche Fassung noch eine Blu-Ray (Stand: Sept. 2025).

Donnerstag, 5. Dezember 2024

Shadow Fist Hunter

Shadow Fist Hunter

Story:

Ein junger Mann und Kämpfer (Yeh Tai-Kang) ist hinter gestohlenem Gold und den Mördern (Yi Yuan, Liang Pin) seines Vaters her…

Meine Meinung:

Aka The Shadow Chaser. Shadow Fist Hunter war ein, wie es scheint, lange Zeit verschollener Basher aus Taiwan. Eine 1973er Produktion von Wu Fei-Chien. Von Wu Fei-Chien kenne ich, wenn ich mich nicht irre, keinen Film. In den 60er drehte er in Taiwan vor allem Agenten Filme. Danach siedelte er ins Kung Fu Genre über. Ungesehen liegt mir als südkoreanische Videokassette sein The Brave Lion aus dem Jahr 1974 vor.

Ich hatte nicht sonderlich grosser Erwartungen an den Film. Zu ähnlich sind diese Basher. Doch ich wurde eines Besseren belehrt. Shadow Fist Hunter gefiel mir deutlich besser als erwartet. Im Voraus wusste ich nur, dass Wolf Devil Woman Star Pearl Chang Ling (General Invincible) hier in einer ihrer ersten Rollen zu sehen ist. Für Sammler und Fans des Kung Fu Kinos interessant, auch wenn Pearl Chang Ling in dem Film keine Action- und/oder Kampf betonte Rolle abbekommen hat. Dies war erst in ihrer späteren Karriere der Fall.

Der Film startet wuchtig, danach gibt es paar Längen d.h. Plot. Immerhin wird auf Humor und Klamauk jeglicher Art verzichtet und die Kampfszenen sind hart anzusehen. Ab einem bestimmten Zeitpunkt dominieren dann praktisch nur noch Kampfszenen und Duelle. Pausenlos bis zum Ende. Die Kampfszenen waren dabei qualitativ spektakulärer und besser choreographiert und gefilmt, als ich dies erwartet hatte. Teilweise wirkten einige Duelle wie aus einem japanischen Samurai-Streifen und/oder aus einem Italo-Western. Der unbekannte Yeh Tai-Kang spielt den Helden.

Yeh Tai-Kang macht das richtig toll. Daher ungewöhnlich, dass er danach, laut der Hong Kong Filmdatenbank, nur noch in einem Film (der auch verschollen scheint) namens The Killer Must Pay mitwirkte. Schade. Auch die rechte Hand des Bösewichtes, der hier die ganze Zeit mit einem schwarz angemalten Gesicht (und Oberkörper) als, wie es scheint, «Dunkelhäutiger» auftritt, macht in den Kampfszenen eine hervorragende Figur. Die Duelle von Liang Pin gegen unseren Helden Yeh Tai-Kang sind sehenswert und hart in Szene gesetzt.

Fazit: Jedem Basher- und Kung-Fu-Film Fan zu empfehlen!

Infos:

O: Meng long zhui zong

Taiwan 1973

R: Wu Fei-Chien

D: Yeh Tai-Kang, Yi Yuan, Liang Pin, Pearl Chang Ling

Laufzeit der US-Blu: Ca. 90 Min.

Gesehen am: 30.10.24

Fassungen: Der Film galt praktisch als verschollen. Das US-Label Dark Force haben den Film nun auf Blu-Ray veröffentlicht = Uncut, von einem 35mm Print restauriert (im Originalbildformat), die Bild- und Tonqualität sind hervorragend, leider nur Englisch Dubbed (Dub aber besser als bei Ocean Shores). Die Blu-Ray ist Region Free und die Disc kommt mit einem Schuber daher. Als Bonus gibt es einen Audiokommentar. Andere Fassungen sind mir nicht bekannt (Stand: Okt. 2024).

Sonntag, 24. November 2024

Shang Li - Der Tod hat tausend Namen

Shang Li - Der Tod hat tausend Namen

Story:

Shang Li (Charlie Chin Chiang-Lin) verlässt seinen Clan. Grund ist eine Frau namens Pearl (Pearl Chang Ling), die von Shang Lis Kollegen begehrt wird und Shang Li wollte diesem nicht im Wege stehen. Da wird plötzlich Shang Lis Meister getötet. Der Clan beginnt, nach ihm zu suchen. Shang Li taucht mit Gewissensbissen in einem Bordell unter. Er ist nicht der Täter. Im Bordell verliebt sich eine Frau (Nora Miao) ihn in, die den Tod ihrer Eltern rächen möchte. Derweil plant Lo Lieh den Kaiser in den Tod zu schicken, um seinen Platz einzunehmen. Shangs Ex-Clan sieht in Shang den Mörder ihres Meisters. Doch der wahre Täter und Verräter ist ein anderes Clan-Mitglied, welches in Pearl verliebt ist und ihn Shang Li und dessen Kollegen zwei Stolpersteine auf dem Weg zu seinem Glück sieht. Derweil sieht Cliff Lok in Shang Li einen Gegner, mit welchem er sich in einem Tempel voller Fallen duellieren möchte…

Meine Meinung:

Shang Li - Der Tod hat tausend Namen aka Men of the Hour ist ein durchschnittlicher Eastern aus Taiwan aus dem Jahr 1977. Der Film krankt an einem mässigen Whodunit-Plot, der wirr ist und es mangelt dem Film vor allem an sehenswerten Kampfszenen und Duellen. Da gibt es wirklich nur 2-3 bessere Kampfszenen zu sehen. Der Plot ist konfus und der Film bietet mehrere Story-Stränge, die locker Platz für drei Filme geboten hätte. Einerseits ist Shang Li «auf der Flucht» und es geht darum, wer den Meister getötet hat. Dann gibt es den Sub-Plot mit Lo Lieh, der eigene Ziele verfolgt und mit dem eigentlichen Plot gar nichts zu tun hat. Und der kleinste Sub-Plot ist der mit Cliff Lok. Der will sich mit einem starken Gegner duellieren. Er kommt praktisch nur in den ersten und letzten fünf Minuten vor, ebenso der mit Fallen gespickte Tempel, der als Austragungsort gilt.

Leider sorgt das für Längen. Ich musste in lahmen Füllszenen zocken, damit ich nicht einschlief (Broforce). Immerhin gibt es wechselhafte Settings, bunte Kostüme und paar coole Waffen und Gimmicks. Und es wird, das muss ich der Produktion von Regisseur Chen Ming-Hua (The Invincible Swordswoman), der auch das Drehbuch verbrochen hat, hoch anrechnen, dass auf Humor, Klamauk und Slapstick verzichtet wird. Immerhin etwas. Chen Ming-Hua, der mehrfach mit Wolf Devil Woman Star Pearl Chang Ling (The Elimination Pursuit, The War of the Boundary, Inheritor of Kung Fu) zusammengearbeitet hat, erreicht mit Shang Li - Der Tod hat tausend Namen nicht die Klasse und Qualität eins The Invincible Swordswoman. Die anderen Filme der beiden kenne ich (noch) nicht.

Nebst Settings, Ausstattung, Kostüme und Waffen überzeugt vor allem Star Pearl Chang Ling. Sie bekommt nach 54 Minuten auch die erste (!!!) sehenswerte Kampfszene des Filmes präsentiert. In einem Wald, der an King Hus Ein Hauch von Zen erinnert. Einer der Antihelden wird von Charlie Chin Chiang-Lin (On the Run) gespielt, der mir namentlich nicht bekannt ist. Der macht das mässig bis solide. Cliff Lok (Chinese Kung Fu Against Godfather) bekommt kaum Screentime. Mit Nora Miao (The Beauty Escort) hingegen liess sich, wie auch mit Shaw Brothers Legende Lo Lieh (City War), gut werben. Lo Lieh, obwohl nicht den Hauptbösewicht spielend und auch nur eine Nebenrolle, überzeugt von den Männern am meisten, was das Schauspiel und sein Charisma angeht.

Fazit: Für Sammler und Fans von Lo Lieh oder Pearl Chang Ling ok, aber definitiv kein Must See Titel.

Infos:

O: Feng Yun Ren Wu

Taiwan 1977

R: Chen Ming-Hua

D: Charlie Chin Chiang-Lin, Pearl Chang Ling, Nora Miao, Lo Lieh, Cliff Lok, Tien Yeh, Chiang Ming

Laufzeit der deutschen Blu-Ray: Ca. 91 Min.

Gesehen am: 13.10.24

Fassungen: Mir lag das deutsche Mediabook von TVP vor = DVD/Blu-Ray, Mediabook, Schuber, Uncut-Fassung, Deutsch/Englisch (kein O-Ton an Bord, schade) und Weltpremiere eines HD-Masters in Widescreen (hervorragende Bildqualität). Die Qualität der deutschen Sprachfassung ist nicht hervorragend, aber besser als der Englische Dub. Auf YouTube gibt es einen Mandarin-Cut des Filmes (ohne Untertitel) zu sehen. Eine O-Ton Fassung abseits der YouTube-Fassung ist mir nicht bekannt (Stand: Okt. 2024).

Mittwoch, 6. September 2023

The Elimination Pursuit

The Elimination Pursuit

Story:

Ein schwarzgekleideter, wortkarger Einzelgänger (Tien Peng) nimmt den Kampf gegen den Devil Clan (u.a. Kwan Chung) auf. Viele Feinde (u.a. Hsiao Hou-Tou, Chang Chung-Yu, Li Chu-Yong) warten auf ihn. Zwei Polizisten (Pearl Chang Ling, Tien Ho) sind ebenfalls auf dem Weg, die Hintermänner des Devil Clans zu verhaften…

Meine Meinung:

Aka The Three Famous Constables. The Elimination Pursuit lag viele Jahre ungesehen rum. Als ich das Cover sah wusste ich nicht, dass Tien Peng oder Pearl Chang Ling mitwirken. Beide unter anderem Namen auf dem Cover abgebildet. Tien Peng spielte in vielen Schwertkampffilmen mit (The Lost Swordship, Sword with the Windbell, The Silver Spear) und Pearl Chang (The Invincible Swordswoman, Inheritor of Kung Fu, General Invincible), besonders bekannt durch Wolf Devil Woman, bedarf keiner grossen Vorstellung mehr.

The Elimination Pursuit, ein taiwanesischer 80er Jahre Wuxia im sehr düsteren und nebeligen Gewand, von Chang Peng-Yi (Shaolin Kung Fu Mystagogue, Relentless Broken Blade), hat mir dabei sehr gut gefallen. Der Film war besser als erwartet. Ein echter Kracher. Von Chang Peng-Yi liegen noch andere Filme ungesehen rum: Clutch of Power (UK-DVD), The Romantic Double Rings (Korea VHS) und Awe Inspiring Weapon (Korea-VHS). Nach The Elimination Pursuit bin ich sehr gespannt auf diese Filme.

The Elimination Pursuit beginnt mit einem Song und einer Art Best-of-Zusammenstellung von Szenen des Filmes. Viele Taiwan-Produktionen aus der Zeit taten dies: der Zuschauer bekommt so was wie eine Art Trailer zu sehen. Macht Lust auf mehr! Was am Film gefällt sind die vielen dunklen, düsteren und nebligen Szenen. Atmosphärisch dicht, düster und sehr stimmungsvoll. Dennoch will ich den Film nicht ins Horrorgenre drücken, wie das an manch einem Ort geschrieben steht. Die Stimmung ist aber toll und gefällt.

Ich mochte den Plot: dieser ist nicht langweilig und dem Verlauf ist gut zu Folgen. Tien Peng macht einen auf Okami – einen einsamen, schweigsamen Antihelden. Er überzeugt extrem in dieser mysteriösen Rolle als schier unbesiegbarer Schwertkämpfer, der unendlich viele Feinde im Film ins Jenseits schickt. Tien Ho und Pearl Chang sind dann zwei Constables, die, wie Tien Peng, ebenso hinter dem Devil Clan her sind. Ihre Präsenz ist kleiner als jene von Tien Peng. Beide überzeugen aber auch. Was auch passt, ist der Einsatz von Italo-Western Musik. Herrlich!

Desweitern ist der Film zu keiner Sekunde langweilig: es gibt fast alle fünf Minuten Kampfszenen. Diese Duelle erinnern ans Italo-Western und/oder japanische Samurai-Genre. Einzelne Szenen sind auch so gefilmt, da passt die Italo-Western Musik noch besser zu den Kampfszenen. Es gibt jede Menge abgefahrene Kampfszenen. Fantasievoll, blutig, abwechslungsreich. Der Humor wurde zum Glück auf ein bis zwei Szenen reduziert und ist nicht vorhanden. Humorvolle und damit eher unpassende Szenen betreffen Lin Kuang-Yung, der zum Glück nur eine kleine Rolle spielt und im Verlauf des Filmes auch verstirbt. Glück gehabt!

Fazit: Kracher des taiwanesischen Wuxia Genres!

Infos:

O: San Da Ming Bu Hui Jing Shi

Taiwan 1983

R: Chang Peng-Yi

D: Tien Peng, Pearl Chang Ling, Tien Ho, Kwan Chung, Hsiao Hou-Tou, Chang Chung-Yu, Li Chu-Yong

Laufzeit der UK-DVD: Ca. 79 Min.

Gesehen am: 07.08.23

Fassungen: Mir lag die UK-DVD von Rarescope vor. Auf der Disc prangt hingegen das Logo von Vengeance Video = schaut aus wie ein nicht anamorpher 35mm Print in Widescreen mit viel Charme, in Mandarin mit festen englischen und chinesischen Subs. Wahrscheinlich Uncut. Daneben gibt es noch eine Vollbild-VHS aus Taiwan. Andere Fassungen sind mir nicht bekannt (Stand: Aug. 2023).

Sonntag, 20. August 2023

The War of the Boundary

 

The War of the Boundary

Story:

Heldin Pearl Chang Ling kämpft gegen die mongolischen Eindringlinge (u.a. Phillip Ko Fei), unter der Führung von Chang Yi, an…

Meine Meinung:

The War of the Boundary ist ein seltener Film. Ich finde im Internet kein Review. In Datenbanken (ofdb, Letterboxd) scheint der Film nicht gelistet. Auf Youtube findet sich immerhin ein Upload einer VHS aus Südkorea. So gesehen scheint meine Fassung dennoch auch selten und ist eine Rarität, da Englisch Dubbed. Ich mag diese Dubs nicht, es gibt aber genug Fans, welche dafür bluten würden! Die Betamax, welche mir vorliegt, wurde am 31. März 1982 veröffentlicht. Ist also länger auf dieser Welt, als ich es bin…

The War of the Boundary handelt von der ewigen Geschichte der Mongolen, welche ins Land dringen und besiegt werden müssen. Keine neue Story. Ich hatte Freude, als ich las, dass Wolf Devil Woman Star Pearl Chang Ling (The Invincible Swordswoman), Phillip Ko Fei (The Loot) und Chang Yi (Gambling for Gold) im Film mitspielen. Pearl Chang ist die Heldin, Phillip Ko spielt eine Nebenrolle als Mongole und Chang Yi ist der Bösewicht. Chang Yi, der auch in klassischen Shaw Brothers Filmen zu sehen war, gefällt mir in Filmen von unabhängigen Filmstudios.

Besonders dann, wenn er schrille und komische Bösewichte wie hier spielt, geht er in seiner Darbietung richtig auf! Ich denke da an Rollen wie The Thrilling Sword, Seven Men of Kung-Fu, Eagle's Claw, The Secret of Shaolin Poles, 10 Brothers of Shaolin oder Shaolin Kung Fu Mystagogue. Zu Shaw Brothers Zeiten war er mir noch gar nicht bekannt und in seinen Rollen wenig prägend. Für mich wird Chang Yi immer mit diesen Taiwan-Eastern in Verbindung stehen, in denen er sehenswerte Bösewichte spielen durfte. Da liegen noch einige Filme ungesehen rum (The Traitorous, Imperial Sword), sind vorbestellt (Phantom Kung Fu) und/oder sind «verschollen» (The Magic Ring).

Und lohnt sich The War of the Boundary? Eigentlich kaum! Der Film ist, vor allem in Bezug zu Namen wie Pearl Chang Ling, Chang Yi oder Phillip Ko Fei, eine Enttäuschung. Das gilt vor allem für die Actionszenen und den Unterhaltungswert. Der Film hat gefühlt zwei Kampfszenen und sonst nur belanglose Dialoge/lahme Story. Längen. Pearl Chang Ling hält sich sehr zurück und dann gibt es nebst miesem Englischem Dub auch noch ein nervendes Kind. Um fair zu sein, die besagten zwei Kampfszenen sind jedoch sehr cool. Eine davon ist eine Flashback-Szene, in der die Shaolin-Mönche gegen die Mongolen kämpfen. In der Wüste. Die 2. Kampfszene ist das irre Finale.

Im Finale darf dann auch endlich Chang Yi ran und dessen Kampfszenen sind einfach toll anzusehen! Allgemein rettet Chang Yi als oberster Mongole mit seiner total schrillen Art und Weise und seinem Overacting und Schauspiel den Film! Und er bekommt im Gegensatz zu Pearl Chang richtig viel Screentime und darf am Ende wie ein Verrückter wüten, wenn er u.a. sogar das nervende Kind tot beisst! Muss man glauben, um es gesehen zu haben! Die Finalkämpfe machen sogar in der Vollbild-Version Spass! Ansonsten ist das Bildformat natürlich störend.

Abgesehen davon eigentlich kein wirklich guter und vor allem ein lahmer Film. Dank zwei zugedrückten Augen und der erwähnenswerten Darbietung von Chang Yi bleibt der Film dennoch in der Sammlung! Empfehlen kann ich den Film eigentlich nur für ultimative Fans von Chang Yi…

Infos:

O: Zhan tian shan

Taiwan 1978

R: Wong Sing-Loy

D: Pearl Chang Ling, Chang Yi, Phillip Ko Fei, Tsung Hua, Wen Chiang-Long

Laufzeit der indonesischen Betamax: Ca. 89:19 Min.

Gesehen am: 25.07.23

Fassungen: Mir lag die Betamax aus Indonesien von Casa Vision (= Casa Video) vor = k.A. ob Uncut oder nicht, statt 2,35:1 nur Vollbild, statt O-Ton grauenhafter englischer Dub, durchschnittliche Bildqualität. Der Vorspann unterscheidet sich vom VHS aus Südkorea (= Mandarin mit koreanischen Subs). Andere Fassungen sind mir nicht bekannt (Stand: Juli 2023).




Samstag, 13. Februar 2021

Wolf Devil Woman Review


Wolf Devil Woman

Story:

 

Pearl Chang Lings Eltern fliehen vom bösen Demon und dessen treuen Kämpfern zusammen mit ihrem Baby. Beide werden von Demon getötet, doch das Baby bekommen die Bösewichte nicht in die Hände. Das Baby wächst inmitten von Wölfen auf. Als junge Frau erfährt die Wolfsfrau Pearl Chang, dass ihr Eltern von Demon getötet wurden. Zusammen mit zwei Verbündeten (Shih Feng, Pa Ke) plant sie einen Rachefeldzug gegen Demon und seine Kämpfer…

 

Meine Meinung:

 

Wolf Devil Woman ist ein seltener Taiwan-Trash-Wuxia und war bis dato einer der Filme, die noch immer auf meiner Wunschliste standen (am liebsten als HK-VHS von Ocean Shores O-Ton mit englischen Subs). Was hätte ich bis vor kurzem dafür gezahlt! Die Neu- bzw. Zweitsichtung des Filmes nach fünf Jahren Pause bringt Ernüchterung:

 

der Film von und mit Star Pearl Chang Ling (The Invincible Swordswoman, Inheritor of Kung Fu, General Invincible) wird seinem Ruf NICHT gerecht! Ich war teilweise relativ enttäuscht und erschrocken über die Schwächen des Filmes und kann meine frühere, extrem euphorische Meinung aktuell nicht mehr teilen.

 

Der Film, der eine Art inoffizielle Reihe bzw. "Trilogie" darstellt (zusammen mit Matching Escort und Miraculous Flower), bietet einen tollen Start und ein eindrückliches Finale, für dessen fantasievolle Szenen der Film in der Fan-Gemeinde bekannt ist und eine Art Kultstatus bildete. In diesen innovativen, verrückten, bunten, effektiven und teilweise auch hübsch blutigen Bildern erkennt man, warum der Film bei Fans so beliebt ist und wie sich das damalige Taiwan-Kino vom HK-Film abzuheben versuchte.

 

Der Beginn im Schnee ist toll. Das Finale überzeugt durch Settings, Blut, charmante Effekte und coole Kostüme. Pearl Chang Ling hat mir gefallen, vor allem nach ihrer «Verwandlung» mit weisser Haarpracht. Leider können die anderen Helden weniger überzeugen. Vor allem Sidekick Pa Ke war sehr nervend. Allgemein war der Humor mies, peinlich und lahm. Dasselbe gilt teilweise für das Schauspiel, das Overacting und den Humor.

 

Auch Pearl Chang Ling überzeugt in oben genannten Szenen nicht restlos und auch eine Geräuschkulisse, die den Humor in einzelnen Szenen unterstreichen soll, fand ich einfach nur doof. Die Story kommt nach dem tollen Start im weissen Schnee nicht vom Fleck. Der Film wirkt unzusammenhängend und episodenartig.

 

Pearl Chang Ling erfährt erst gut nach einer Stunde Laufzeit dass ihre Eltern in Wahrheit getötet wurden und das der Killer Demon und seine Truppe dafür verantwortlich sind = danach ist blutige Rache angesagt und bis auf hier und da dummen Humor seitens der Figur Pa Ke überzeugen diese 20-30 Minuten im Finale restlos, so dass Wolf Devil Woman damit knapp in der Sammlung verweilen darf!

 

Fazit: Stellt euch auf einen langen und lahmen Mittelteil ein, der teilweise auch nervt und peinlichem Klamauk bietet! Wenn ihr die Erwartungen anpasst und nicht zu viel erwartet, dürftet ihr weniger enttäuscht werden wie ich es bei meiner aktuellen Sichtung war…

 

Zumindest für Fans von Pearl Chang Ling uneingeschränkt zu empfehlen!

 

Infos:

 

O: Lang Nu Bai Mo

 

Taiwan 1981

 

R: Pearl Chang Ling


D: Pearl Chang Ling, Shih Feng, Pa Ke, Wang Hsieh, Ho Hing-Nam, Wan Siu-Man, Philip So Yuen-Fung, Hu Zhong, Clement Yeh Chao-Hsu

 

Laufzeit der US-Bootleg-DVD: Ca. 93 Min.

 

Gesehen am: März 2015 / Review überarbeitet am: 18.11.20

 

Fassungen: Mir lagen zwei Fassungen vor: ein VHS aus Spanien von Moviforsa Video und eine US-Bootleg DVD (es gibt weltweit keine offizielle DVD oder Blu-Ray zum Film). Das VHS kann ich nicht schauen, da total verdreckt (Schmutz und wohl auch schwarzer Schimmel). Die Bootleg DVD ist eine Kopie der HK VHS von Ocean Shores = O-Ton, feste englische & chinesische Subs. Leider kein Originalbildformat (d.h. beschnitten) aber die Untertitel sind gut lesbar und nicht beschnitten. Die Bildqualität ist absolut ok und solide. Es gibt folgende Alternativen: Ocean Shores VHS Englisch Dubbed (es gibt zwei Englische Sprachfassungen), HK VCD von Ocean Shores (Mandarin & Englischer Ton, KEINE Subs), zwei VHS aus Südkorea (zumindest ein VHS davon hat eine deutlich bessere Bildqualität als das HK VHS und bietet im Vorspann mehr Bild = aber nur Englisch Dubbed. Die Sprache des 2. VHS aus Südkorea ist mir nicht bekannt), ein VHS aus Griechenland (Englisch Dubbed) und eine PAL Betamax (k.A. welches Land und Label und Audio-Optionen = sah ich in einer FB-Gruppe). Eine deutsche Fassung, eine legale DVD und/oder Blu-Ray Fassung gibt es nicht (Stand: Nov. 2020). Die VHS und VCD sind selten und teuer: die VCD habe ich 1x billig verpasst und 1x nicht gekauft (da 100 Euro Angebot). Die VHS aus HK & Südkorea (leider immer nur die Dubbed Optionen) waren mehrere 100 USD teuer = liegen gelassen.