Dieses Blog durchsuchen

Posts mit dem Label Sergio Martino werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Sergio Martino werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Samstag, 8. März 2025

The Case of the Scorpion's Tail

The Case of the Scorpion's Tail

Story:

Lisa Baumer (Evelyn Stewart) erfährt vor Ort in London, dass ihr Ehemann bei einem Flugzeugunglück ums Leben kam. Lisa macht sich daraufhin nach Griechenland, Athen auf, um die hohe Lebensversicherung ihres Ehemannes zu kassieren. Dort stellt sie fest, dass auch andere Parteien ihren Anspruch fordern. Es geht so weit, dass Menschen getötet werden. Und dann sind da noch Privatdetektive, die am Recherchieren sind…

Meine Meinung:

Bei The Case of the Scorpion's Tail, einer Anfang der 70er Jahre Co-Produktion aus Italien und Spanien, soll es sich um den zweiten Giallo von Regisseur Sergio Martino (Mannaja - A Man Called Blade, Mountain of the Cannibal God, The Suspicious Death of a Minor, Der Killer von Wien) handeln. Mir hat The Case of the Scorpion's Tail sehr gut gefallen, auch wenn inhaltlich eigentlich nicht wirkliche was Neues geboten wird. Der Film war trotz des bekannten Inhalts nicht langweilig.

The Case of the Scorpion's Tail bietet einen soliden Euro-Cast mit Namen wie Evelyn Stewart (Der Vernichter, Weapons of Death), Janine Reynaud (Rote Lippen, Sadisterotica, Kiss Me Monster), George Hilton (Sartana’s Here…Trade Your Pistol for a Coffin, Gewalt über der Stadt), Anita Strindberg (Almost Human, Murder Obsession) oder Luigi Pistilli (The Great Silence). Etwas, was mir sehr gut gefallen hat, war der Soundtrack von Bruno Nicolai (Cosa avete fatto a Solange?, Der Gehetzte der Sierra Madre, A Pistol for Ringo).

Der Film, der vor Ort in London und Griechenland gedreht wurde, überzeugt desweitern mit speziellen und innovativen Kameraeinstellungen. Vor allem in den Szenen mit dem unbekannten Mörder machen diese Szenen viel Spass und wirkten neu, anders und speziell. Und dazu die stimmungsvolle, schöne und immer passende Musik von Bruno Nicolai. Ein Traum! Dazu kommt, dass viele schöne Frauen zu Opfern auserwählt werden und um ihr Leben fürchten. Perfekt. Denn die Messer- Attacken sind fies in Szene gesetzt.

Fazit: Klare Empfehlung für Giallo-Fans!

Infos:

O: La Coda dello scorpione

Spanien, Italien 1971

R: Sergio Martino

D: Evelyn Stewart, George Hilton, Anita Strindberg, Alberto de Mendoza, Luigi Pistilli, Luis Barboo, Janine Reynaud

Laufzeit der UK-Blu-Ray: 95:12 Min.

Gesehen am: 01.01.25

Fassungen: Mir lag die UK-Blu-Ray von Arrow Video vor = Wendecover, Booklet, Englisch/Ital. Ton mit englischen Subs, Uncut, sehr gute Bild- und Tonqualität. Es gibt exklusive Extras. In Deutschland gibt es den Film unter dem Titel Der Schwanz des Skorpions von filmArt auf Blu-Ray.

Donnerstag, 6. Juni 2024

Mannaja - A Man Called Blade


Mannaja - A Man Called Blade

Story:

In dem Städtchen Suttonville, in dem der reiche McGowan (Philippe Leroy) das Sagen hat, taucht «Blade» auf. Dessen Spitznamen hat sich Mannaja (Maurizio Merli) durch seine Waffe, u.a. eine Axt, verdient. Dort bietet Mannaja McGowan an, seine Transporte zu bewachen. Das passt McGowans rechter Hand (John Steiner) nicht, da dieser selbst Pläne schmiedet, die Macht zu ergreifen…

Meine Meinung:

Philippe Leroy, Franzose und in Produktionen wie The Night Porter zu sehen, war zu einem grossen Teil seiner Karriere im Italo-Kino Zuhause. Anfang Juni dieses Jahres verstarb der Genre-Darsteller. Ihm zu Ehren wurden drei Filme angeschaut: Mother of Tears, Milano Kaliber 9 und als letzte Auffrischung Sergio Martinos (Der Killer von Wien, Mountain of the Cannibal God, Hands of Steel) Italo-Western Mannaja - A Man Called Blade. Dabei spielte Philippe Leroy in noch so vielen anderen Italo-Filmen mit: Yankee (dort gefiel er mir aber nicht), Gang War in Milan oder Sandokan (sehenswerte Mini-Serie). Auf die Wunschliste kommt In der Gewalt des Kindermörders. In diesem spielt Philippe Leroy an der Seite von Grössen wie Henry Silva.

Mannaja - A Man Called Blade wartet mit Poliziotteschi-Legende Maurizio Merli als Held auf. Maurizio Merli (Special Cop in Action, Die Gewalt bin ich, Stadt in Panik, Camorra - Ein Bulle räumt auf) war einer der gefragtesten Darsteller, wenn es darum ging, Gangstern (und Frauen) das fürchten zu lehren! Hier spielt er eine untypische Rolle als mysteriöser, Axt werfender Antihelden, der durch Rache getrieben ein persönliches Ziel verfolgt. Dabei steht ihm der grossartige John Steiner als Bösewicht entgegen. Eine seiner besten Rollen. John Steiner (Deported Women of the SS Special Section, The Last Hunter) gefällt mir als Bösewicht fast immer mehr, statt ihn in einer Heldenrolle zu sehen.

Philippe Leroy spielt quasi das Bindeglied zwischen Helden und Bösewicht. Das Motiv. Er, welchen den Rache-Plot gekonnt zusammenhält. Als Philippe Leroys Tochter ist die damalige österreichische Erotik-Darstellerin Sonja Jeannine zu sehen. Fans sollten hier aber keine nackten Tatsachen erwarten. Dafür müssten Fans schon andere ihrer Werke mit amüsanten Titeln The Stepdaughter, Was Schulmädchen verschweigen, Frau Wirtins tolle Töchterlein, Frühreifen-Report, Wenn die prallen Möpse hüpfen, Schlüsselloch-Report oder eine ihrer «Schulmädchen» Ausflüge (z.B. Schulmädchen-Report. 6. Teil: Was Eltern gern vertuschen möchten) ansehen. Und sogar ins Shaw Brothers Universum hat es die Österreicherin geschafft = Karate, Küsse, blonde Katzen.

Die Musik, speziell das Theme des Filmes, ist grossartig. Sergio Martino lässt gekonnt Zeitlupen-Szenen, Flashbacks und sonstige optische Leckerbissen in den Plot einfügen. Es gibt einige epische Szenen, so z.B. die erste Begegnung zwischen John Steiner und Maurizio Merli (Gamble-Szene), die «Aufnahmeprüfung» (Kampf gegen drei im Schlamm) oder das Finale im Nebel zwischen Steiner und Merli.

Fazit: Pflichtprogramm für Italo-Western Fans!

Infos:

O: Mannaja

Italien 1977

R: Sergio Martino

D: Maurizio Merli, Philippe Leroy, John Steiner, Donald O'Brien, Sonja Jeannine

Laufzeit der US-DVD: 96:25 Min.

Gesehen am: Mai 2010 / Neusichtung am: 04.06.24 /. 1. Sichtung in Deutsch: Mai 2025

Fassungen: Mir lag die US-DVD von Blue Underground vor = Englisch/Ital. mit englischen Subs, Uncut, sehr gute Bild- und Tonqualität, exklusive Extras. Gibt es in Deutschland (Mannaja – Das Beil des Todes) Uncut auf DVD. Soll von '84 Entertainment auf Blu-Ray erscheinen (schon seit Jahren angekündigt). Die US-DVD wird zu verkaufen versucht, da die deutsche Synchro rockt. Nachtrag Mai 2025: Nun sah ich den Film erstmals in Deutsch. Mir lag die deutsche DVD von Marketing Film vor = kleine Hartbox, Deutsch/Englisch, Uncut, sehr gute Bild- und Tonqualität. Die DVD holte ich mir aus dem Grund, den Film in Deutsch schauen zu können. Die deutsche Synchronisation wertet den Film definitiv auf. Der Film kommt in Deutsch besser als auf Englisch. Maurizio Merli Vs. John Steiner. Toller Soundtrack. Ich kann jedem nur die deutsche Ausgabe des Filmes empfehlen. Lohnt sich. 

Sonntag, 27. Juni 2021

Mountain of the Cannibal God Review

Mountain of the Cannibal God

Story:

 

Susan Stevenson (Ursula Andress) und Co. (u.a. Stacy Keach, Claudio Cassinelli) fliegen nach New Guinea, um Susans Ehemann zu finden, der vor drei Monaten auf einer Expedition im Dschungel verschwand. Während der Suchaktion geraten sie an Kannibalen, welche Susan für einen Gott halten…

 

Meine Meinung:

 

Mountain of the Cannibal God, ein Ende 70er Jahre Italienischer Kannibalen-Film, hat sie Neusichtung im Vergleich zu Streifen die Cannibal Holocaust, Eaten Alive, Jungle Holocaust oder Cannibal Ferox leider nicht bestanden und fliegt aus der Sammlung. Der Film, der teilweise in Sri Lanka gedreht worden sein soll, soll für einen Kannibalenfilm ein relativ hohes Budget gehabt haben.

 

Das Endergebnis zeigt, dass das noch lange nicht bedeutet, einen guten Film gesehen zu haben. Dem Film vom Regisseur Sergio Martino (Der Killer von Wien, 2019: After the Fall of New York, Hands of Steel, Die Farben der Nacht, Violent Professionals, The Suspicious Death of a Minor) fehlt es an Herz. Irgendwie merkt man, dass es nur eine Auftragsarbeit war = der Kannibalenfilm war auf dem Höhepunkt, also drehte er auch einen, um mit dem Erfolg mitschwimmen zu können.

 

Der Film ist technisch versiert und grundsolide. Es gibt auch paar nette Gore-Szenen und nackte Haut. Aber im Vergleich zu den anderen Kannibalen-Filmen wirkte der Film zu harmlos, zu unblutig, zu wenig schmuddelig, zu wenig sleazig.

 

Es gibt Längen (in den ersten 45 Min. passiert so gut wie nichts), der Plot ist nichts Besonderes, die Musik ist nichts Besonderes (während der Musik in Cannibal Holocaust oder Cannibal Ferox viel zur Stimmung beitragen), es kommt nie eine stimmige Atmosphäre auf und die Figuren wirken hölzern, uninteressant. Ursula Andres hielt ich irgendwie schon immer für überbewertet & auch der Rest des Cast überzeuget zu wenig.

 

Da fehlt es an Charakteren wie Ivan Rassimov, Me Me Lai, Giovanni Lombardo Radice, Robert Kerman, Janet Agren. Die boten mehr Klasse und Stil als der Cast in Mountain of the Cannibal God, auch wenn ich z.B. einem Stacy Keach nicht abgeneigt bin (mochte ihn in Class of 1999). Die vier Hauptgründe, zusammengefasst: zu viele Längen, uninteressante Figuren, keine besondere Stimmung, unattraktiver Soundtrack.

 

Fazit: Geschmackssacke – mir gefiel der Film aufgrund oben beschriebener Gründe zu wenig gut, um jemals wieder angesehen zu werden. Daher fliegt der Film aus der Sammlung! Wer sich neu mit dem Kannibalen-Genre aus Italien befasst, sollte den Film mind. gesehen haben!

 

Infos:

 

O: La Montagna del dio cannibale

 

Italien 1978

 

R: Sergio Martino

 

D: Ursula Andres, Stacy Keach, Claudio Cassinelli, Antonio Marsina, Franco Fantasia

 

Laufzeit der US-DVD: 101:42 Min.

 

Gesehen am: Vor 2006 / Review überarbeitet am: 27.03.21

 

Fassungen: Mir lag für die aktuelle Sichtung die US-DVD von Anchor Bay vor = sehr gute Bild- und Tonqualität, nur Englisch Dubbed, keine Subs, Extras (Sergio Martino Interview). In Deutsch ist wohl die XT Video Ausgabe aus «Österreich» zu empfehlen: Deutsch/Ital. mit deutschen Subs. Auch Uncut. In Deutschland noch immer «verboten». Daneben lagen noch die US-DVD von Blue Underground (welche wohl eine 1:1 Disc der Anchor Bay Disc sein dürfte) und die DVD aus Japan vor.

Sonntag, 10. Mai 2020

The Suspicious Death of a Minor Review

The Suspicious Death of a Minor

Story:

Undercover Cop Paolo Germi (Claudio Cassinelli) und sein Sidekick (Adolfo Caruso) recherchieren in einem Mordfall, bei dem eine minderjährige Hure getötet wurde. Während sie ermitteln, ist auch ihr Leben und dieses von weiteren Zeuginnen in Gefahr, da plötzlich ein Profikiller (Roberto Posse) hinter Paolo und Co. her ist…

Meine Meinung:

Sergio Martinos (Der Killer von Wien, 2019: After the Fall of New York, Hands of Steel, Die Farben der Nacht, Violent Professionals) The Suspicious Death of a Minor ist ein Mix aus den zwei Ital. Genres Poliziotteschi (zu ¾) und Giallo (zu ¼). Für mich war der Film, zumindest nach der Erstsichtung, kein Highlight. Ich fand nicht alles gut an The Suspicious Death of a Minor. Bis man in die Geschichte reinkommt, dauert es ein wenig. Im Verlauf der Story gewinnt diese an Fahrt.

Richtig langweilig wird es hingegen nicht. Der Film war mir stellenweise leider deutlich zu witzig und lustig. Vor allem in der ersten Filmhälfte. Dies betrifft auch viele Szenen mit dem Sidekick (gespielt von Adolfo Caruso). Dazu kommt, dass mir auch die Musik nicht durchgängig gut gefallen hat. Einige Stücke waren toll und erinnerten an Goblin, andere, gerade in den Klamauk-Szenen, gefielen mir nicht.

Mit dem Fortschreiten der Story wird diese besser, spannender und actionreicher. Einige der Morde durch den Profikiller sind dem Giallo-Genre zuzuordnen, der Rest ist dann eigentlich eine durchgehende Polizei jagt Verbrecher Story.

Dabei sind der wahre Täter und Hintermann ein reicher Geschäftsmann. So erinnerten mich vereinzelte Szenen, Taten und (zynische) Dialoge von Cop Paolo Germi an Kommissar Köster aus Der Alte, wenn es dieser in seinen Folgen auch mit der sozialen Oberschicht zu tun bekam. Teilweise köstlich unterhaltsam und zum Schmunzeln anregend.

Die Darsteller waren solide. Einen Exploitation-Einschlag sollte man, trotz Setting, nicht erwarten. Die Highlights in der 2. Filmhälfte sind u.a. die Begegnungen zwischen Cop und dem reichen Geschäftsmann, das Finale (auf dem Auto-Zug Richtung Schweiz), eine Achterbahn Schiesserei, ein Mordanschlag im Kino mit tollem Stunt (fliegender Dummy) und ein Bombenanschlag ganz im Sinne der Mafia.

Fazit: Kein Kracher, aber ok. Ein Film, der mir nach einer 2. Sichtung und angepassten Erwartungen wohl mehr zusagen dürfte…

Infos:

O: Morte sospetta di una minorenne

Italien 1975

R: Sergio Martino

D: Claudio Cassinelli, Mel Ferrer, Lia Tanzi, Gianfranco Barra, Patrizia Castaldi, Adolfo Caruso, Roberto Posse

Laufzeit der UK-Blu: Ca. 100 Min.

Gesehen am: 24.03.20

Fassungen: Mir lag die UK-Blu Ray von Arrow Video vor = Hervorragend in Sachen Fassung, Extras, Bild- und Tonqualität. Englisch/Ital. mit u.a. englischen Subs. Diese Fassung dürfte nicht zu toppen sein. Es gibt keine deutsche Fassung (Stand: März 2020). In Österreich gibt es zumindest eine deutschuntertitelte Fassung von Sazuma (DVD).

Mittwoch, 31. Juli 2019

Der Killer von Wien Review



Der Killer von Wien

Story:

Wien wird von einem irren Killer heimgesucht, der Frauen via Rasiermesser meuchelt. Die hübsche Julie (Edwige Fenech), die ihren reichen Ehemann mit George (George Hilton) betrügt, wird bald daraufhin erpresst. Als Julies Freundin dem Killer zum Opfer fällt, vermutet Julie hinter der Identität des Killers ihren Ex-Freund (Ivan Rassimov)…

Meine Meinung:

Zu Ehren des vor kurzem verstorbenen George Hilton (Gewalt über der Stadt), der mit echten Namen Jorge Hill Acosta y Lara hiess und aus Uruguay stammt (dies wusste ich bis dato gar nicht), gab es diese Neusichtung zu Sergio Martinos Giallo Der Killer von Wien.

Sergio Martino, der sich in diversen Genres wohl fühlte (Hands of Steel, The Big Alligator River, Mountain of the Cannibal God, Mannaja - A Man Called Blade, Violent Professionals) hat auch einige Giallo gedreht: Suspected Death of a Minor (liegt ungesehen rum), Torso, Your Vice Is a Locked Room and Only I Have the Key oder Die Farben der Nacht.

George Hilton spielte gleich in mehreren von Martinos Filmen mit (Der Schwanz des Skorpions, Die Farben der Nacht) und eben im hier besprochenen Der Killer von Wien. George Hilton, der vor allem in Italo Western mitwirkte (z.B. Sartana’s Here…Trade Your Pistol for a Coffin), spielt in Der Killer von Wien an der Seite der hübschen Edwige Fenech (Five Dolls For An August Moon), die ich unzähligen Erotikfilmen, Komödien und Gialli mitspielte und des möglichen Bösewichts Ivan Rassimov (Mondo Cannibale, Spirits of Death, Spasmo, Jungle Holocaust, Eaten Alive).

Alles bekannte Gesichter im Italo. Kino der damaligen Zeit. Der Killer von Wien ist ein sehr unterhaltsamer Giallo geworden. Was den Film von anderen seiner Art abhebt ist die optische Seite und das Talent von Regisseur Sergio Martino in dieser Hinsicht. Die Flashbacks und Traumszenen (z.B.) zwischen Edwige Fenech und Ivan Rassimov und die späteren Rasiermesser-Morde wurden optisch originell und wunderschön gefilmt. Aus einfachen Mitteln viel rausgeholt.

Die Darsteller machen ihre Sache sehr gut (und Edwige Fenech ist zudem ein echter Blickfang, eine wunderschöne Frau) und wer gerne Rätselraten tut (wer ist der Mörder? Was ist das Motiv? Ist Ivan Rassimov wirklich der Killer?) wird mit Der Killer in Wien bestens bedient, auch wenn der Inhalt und die Twists am Ende, zumindest wenn man viel in dem Genre schon gesehen hat, trotzdem irgendwie nicht sehr neu und/oder originell wirken. Dünner Inhalt – heute würde man wohl sagen: Style over Substance.

Fazit: Jedem Sergio Martino und Giallo-Fan uneingeschränkt zu empfehlen!

Infos:

O: Lo Strano vizio della Signora Wardh

Italien, Spanien 1971

R: Sergio Martino

D: George Hilton, Edwige Fenech, Conchita Airoldi, Manuel Gil, Carlo Alighiero, Ivan Rassimov

Laufzeit der deutschen DVD: 96:14 Min.

Gesehen am: Dez. 2007 / Review überarbeitet am: 31.07.19

Fassungen: Mir lag die deutsche DVD von Koch Media vor = Uncut, sehr gute Bild- und Tonqualität, Deutsch/Ital. mit deutschen Subs. Die deutsche Sprachfassung ist sehr gut. Gäbe es inzwischen auch auf Blu-Ray (von filmArt). Nachtrag 12.08.23: Für eine weitere Sichtung lag mir nun die deutsche Blu-Ray von filmArt vor = Uncut, Deutsch/Ital. mit deutschen Subs, Doku mit Interviews (Sergio Martino, Edwige Fenech), hervorragende Bild- und Tonqualität. Die dünne Pappverpackung mag ich jedoch nicht, da fand ich das Artwork von Koch Media besser. Die Blu-Ray bekam ich geschenkt, die DVD habe ich verkauft/entsorgt. 

Sonntag, 25. November 2018

Violent Professionals Review

 
Violent Professionals

Story:

Nachdem sein Chef einem Attentat zum Opfer fällt, beginnt Polizist Caneparo (Luc Merenda) auf eigene Faust zu ermitteln. Er kämpft sich als Undercover-Agent in eine Gangsterbande hinein, um am Ende den dicken Fisch an der Angel zu schnappen…

Meine Meinung:

Der in Deutschland bisher unveröffentlichte Violent Professionals ist für Fans des Ital. Polizei- und Gangsterfilmes nur zu empfehlen! Nicht das ganz grosse Highlight wie Die Rache des Paten, Das Syndikat, Der Tod trägt schwarzes Leder, Tote Zeugen singen nicht, Das Syndikat des Grauens, Weapons of Death, Special Cop in Action, Der Teufel führt Regie, Der Berserker oder Milano Kaliber 9 aber andere Titel wie Orgie des Todes, Die wilde Meute, Die Klette, Dealer Connection – Die Strasse des Heroins, Tote pflastern seinen Weg, The New Godfathers, Auge um Auge oder The Day of Violence hinter sich lassend!

Der Film bietet alles (Faustkämpfe, coole Sprüche, lange Autoverfolgungsjagden und Crashs/Stunts, blutige Shoot-Outs und politisch unkorrekte Szenen), was man von dem Genre erwarten kann. Der Film ist sehr klassisch und gradlinig erzählt – das ist vielleicht das kleinste Manko am Film – Überraschungen gibt es nicht und man hat zu keiner Sekunde Angst um unseren Undercover-Cop, der mehr als souverän von Luc Merenda (Policeman Luc Merenda) gespielt wird. Ansonsten sind keine (mir zumindest nicht) bekannten Namen dabei ausser natürlich Regisseur Sergio Martino (2019: After the Fall of New York, Hands of Steel, Die Farben der Nacht). Der Soundtrack war gut, aber wird nicht besonders lange in Erinnerung bleiben. Da sind andere Stücke aus anderen Poliziotteschi deutlich besser klingend.

Fazit: Sehr unterhaltsam, sehr zu empfehlen! Pflichtprogramm für jeden Poliziotteschi Fan!

Infos:

O: Milano trema: la polizia vuole giustizia

Italien 1973

R: Sergio Martino

D: Luc Merenda, Richard Conte, Silvano Tranquilli, Carlo Alighiero, Martine Brochard, Luciano Bartoli

Laufzeit der Ital. DVD: 98:19 Min.

Gesehen am: 13.08.18

Fassungen: Mir lag die Ital. DVD von Alan Young Pictures vor = Uncut, gute Bildqualität, Ital./Englisch (zwei Szenen haben gar keinen Ton, nur in der englischen Sprachfassung), Ital. Subs. Die neue US Blu-Ray von Code Red / Kino Lorber hat Ital. / Englisch Ton mit englischen Subs und dürfte die bis dato beste Fassung weltweit sein. In Deutschland ist Violent Professionals bisher nicht erschienen (Stand: Aug. 2018). Nachtrag 16.05.23: Für eine 2. Sichtung lag mir die Region All UK-Blu-Ray von 88 Films vor. Schuber, Wendecover, Englisch/Ital. mit englischen Subs, Uncut, viele exklusive Extras. Von der Bildqualität her war ich jedoch sehr enttäuscht, da meiner Meinung nach viel zu dunkel. Leider eine Unsitte, die viele neue Blu-Ray Restaurationen betrifft. Da überlege ich sogar, mir als Alternative doch noch die ältere US-Blu-Ray von Code Red / Kino Lorber in die Sammlung zu stellen. Vielleicht ist diese heller...

Donnerstag, 30. November 2017

2019: After the Fall of New York Review

2019: After the Fall of New York

Story:

2019: nach einem Atomkrieg beherrschen Anarchie und Gewalt die Welt. Das ehemalige New York wird von den bösen Euracs (eine Art Roboter) beherrscht. Um die Menschheit zu retten muss eine zeugungsfähige Frau aus dem ehemaligen New York gerettet werden. Parsifal (Michael Sopkiw) wird mit der tödlichen Mission beauftrag...

Meine Meinung:

Dieser Italienische Sergio Martino (Hands of Steel) Endzeit Film hat mir gut gefallen. Die Italiener taten das, was sie damals am besten konnten: grosse Vorbilder kopieren! So findet sich in 2019: After the Fall of New York Elemente von Streifen wie Mad Max, Escape From New York, The Terminator, Endzeitfilmen à la The Riffs und/oder sonstigen Sience Fiction Filmen.

Das macht Spass – sogar Tierhorror (mit Ratten wobei wohl auch Tiersnuff vorkommt, würde mich nicht wundern wenn man die Ratten wirklich aufgespiesst hätte) kommt in einer Szene vor und die Autos könnten direkt aus Mad Max stammen. Der Film ist kurzweilig und mit viel Liebe zum Detail in Szene gesetzt, auch wenn es heute hier und da auch paar lahme Szenen gibt. Der Film ist recht actionreich und vor allem Michael Sopkiw hat gut gespielt. Dieser wirkte nur in paar wenigen Ital. Streifen mit, aber machte sich mit diesen einen Namen. Er war noch zu sehen in: Blastfighter, Der Monster-Hai und Massacre in Dinosaur Valley.

Der restliche Cast ist okay bis durchschnittlich bis nicht der Rede wert. George Eastman (Uno Bianca) ist in einer kleinen Nebenrolle zu sehen. Die Effekte sind teilweise billig, teilweise schön blutig und effektiv geworden. Der Film gehört im Vergleich zu anderen Filmen dieser Art (z.B. die The Riffs Reihe) sicher zu den eher effektiveren Filmen was positiv zu werten ist. Das heisst auch das Budget vorhanden war. Für die Effekte war u.a. Paolo Ricci zuständig. Er ist mir im Gegensatz zu anderen Ital. Spezialisten wie Giannetto De Rossi nicht bekannt, war aber in seiner Karriere auch sehr fleissig. So besorgte er die Effekte für Filme wie Mountain of the Cannibal God (auch Sergio Martino), Eaten Alive (Umberto Lenzi), The Black Cat (Lucio Fulci), den oben schon erwähnten Blastfighter oder Killer Crocodile. Alles Filme, welche teilweise paar hübsche Effekte bieten, welche charmant und immer sympathisch geworden sind.

Fazit: Fans von Ital. Endzeit-Streifen, welche nach dem Erfolg von Mad Max und Co. entstanden sind, ohne Wenn und Aber zu empfehlen!

Infos:

O: 2019: Dopo la caduta di New York

Italien, Frankreich 1983

R: Sergio Martino

D: Michael Sopkiw, Valentine Monnier, Anna Kanakis, George Eastman, Romano Puppo

Laufzeit der UK DVD: Ca. 96 Min.

Gesehen am: 05.11.17

Fassungen: Mir lag die UK DVD von 88 Films vor = Uncut, Wendecover, exklusive Extras (Interview mit Regisseur u.a.), neue Restauration, Englischer Ton, dazu neue englische UT. Die Bildqualität ist sehr gut. Gibt es vom gleichen Label auch auf Blu Ray. In deutscher Sprache über Österreich auf Blu Ray erscheinen von LFG (Uncut, Deutsch, Englisch, keine Subs, Mediabook, DVD/Blu Ray Combo, Booklet, sonst keine nennenswerten Extras). In Deutschland auf DVD von 84 Film oder CMV zu erwerben.

Samstag, 5. August 2017

Die Farben der Nacht Review

Die Farben der Nacht

Story:

Jane (Edwige Fenech) hat furchtbare Alpträume und Visionen. Diese handeln vom Tod, Sex und Orgien. Ein Mann (Ivan Rassimov) der sie auf Schritt und Tritt verfolgt und jagt. Jane ist deshalb in Behandlung. Ist sie verrückt? Ist wirklich jemand hinter ihr her? Welche Rolle spielt ihr Ehemann Richard (George Hilton) bei der Sache?

Meine Meinung:

Die Farben der Nacht kann ich jedem Sergio Martino Film nur empfehlen. Der Film ist ein Mix aus Giallo und surrealem Erotikthriller/Paranoia (à la Rosemary's Baby) in dem Traum und Wirklichkeit verschmelzen sind und den Zuschauer so vor Rätsel stellen.

Die Szenen und Visionen verschmelzen und enden teilweise in minutenlangen, satanischen Ritualen und Orgien. Optisch sind diese Szenen eine Wucht und ein Genuss. Die Szenen wirken traumhaft und fantasievoll. Schon fast hypnotisierend.

Der Plot ist dabei dann trotzdem nicht sehr originell, weil man solche Geschichten schon zu oft gesehen hat (ist sie verrückt? Oder wird sie von einer Sekte gejagt? Hilft das Umfeld mit, ihr den Streich zu spielen?).

Daher wirkt das Ganze nicht sonderlich originell oder spannend, aber qualitativ stellt Sergio Martinos Beitrag sicher einen der besten Filme dar, welche in diese Filmschablonen passen.

Zur Optik sei alles gesagt - Edwige Fenech ist heiss anzusehen, Ivan Rassimov spielt einen diabolischen Bösewicht und auch die anderen wichtigen Figuren (Ehemann, Psychiater etc.) sind glaubhaft in ihren Rollen.

Wer das Ital. Kino aus dieser Zeit mag, kommt um Die Farben der Nacht nicht herum.

Infos:

O: Tutti i colori del buio

Italien, Spanien 1972

R: Sergio Martino

D: George Hilton, Edwige Fenech, Ivan Rassimov, Maria Cumani Quasimodo

Laufzeit der deutschen Blu Ray: 94:56 Min.

Gesehen am: 20.07.16

Fassungen: Mir lag die deutsche Blu Ray von X-Rated vor = Uncut, sehr gute Bild- und Tonqualität, O-Ton mit deutschen UT vorhanden, Extras (Booklet, Audiokommentar, Interview). Die deutsche Synchronisation ist nicht zu empfehlen. Nach ca. 15 Min. musste ich auf O-Ton wechseln. Es handelt sich um die Marketing Synchro d.h. keine alte Synchro und besonders die Stimme der weiblichen Hauptrolle ist sehr schlecht.

Montag, 15. Mai 2017

Hands of Steel Review

Hands of Steel

Story:

Francis Turner (John Saxon) entwickelt mit Paco (Daniel Greene) einen Killerroboter, welcher den Auftrag erhält, einen Wissenschaftler zu töten, welcher hinter die illegalen Machenschaften von Francis gekommen ist. Doch Paco erfährt, dass das Zielobjekt kein schlechter Mensch ist, die Mission scheitert. Nun ist Paco vor Francis und seinen Leuten auf der Flucht…

Meine Meinung:

Hands of Steel von Sergio Martino fand ich besser als erwartet! Der Film ist ein Italienischer Action- und Science-Fiction Film, der sich am amerikanischen Kino und teilweise an The Terminator orientiert (z.B. die Szene, in welcher Paco seine Hand flickt und man die offene Wunde sieht, ist direkt aus The Terminator kopiert).

Mir haben der Mix und die sehenswerten Einflüsse des ital. Kinos (Schauspieler, Trash, Gewalt, Action, Soundtrack) gut gefallen. Die Story baut sich langsam auf, hier und da gibt es etwas Action zu sehen. Damit sind vor allem Schlägereien oder Stunts gemeint (Auto über die Klippe in der Wüste z.B.).

Die Schauspieler und die Story entwickeln sich. Man griff auf einige bekannte Gesichter zurück, z.B. John Saxon der oft im ital. Genre zu sehen war (Bsp: Tenebre), George Eastman (bekannteste Rolle sich als «Man-Eater») als Bösewicht oder Janet Agren, Pacos Film Frau und bekannt aus dem Kannibalen Klassiker Lebendig gefressen.

Die Action hält sich zu Beginn und im Mittelteil zurück, wie auch Effekte. Diese nehmen aber gegen Ende stark zu und sind teilweise aufwändiger als erwartet und gipfeln in einem actionreichen und rasanten Finale, welches in Kombination mit Claudio Simonetti (Mitglied der Band Goblin) tollem Soundtrack so richtig an Fahrt und Stimmung gewinnt!

Fazit: Wer das Ital. Kult Kino aus dieser Zeit mag, kommt um Hands of Steel nicht herum - sehenswert und besser als erwartet!

Infos:

O: Vendetta dal futuro

Italien 1986

R: Sergio Martino

D: Daniel Greene, Janet Agren, Claudio Cassinelli, George Eastman, Robert Ben, John Saxon

Laufzeit der UK DVD: Ca. 94 Min.

Gesehen am: 11.04.17

Fassungen: Mir lag die DVD von 88 Films aus England vor = Uncut, Wendecover, sehr gute Bildqualität, Englischer Ton (die meisten Sprecher scheinen sich selbst zu sprechen), kein Ital. Ton (wie es auf der 88 Films Homepage steht), keine UT, Extras vorhanden (über 40minütiges Interview mit Sergio Martino). Auch auf Blu Ray veröffentlicht worden vom Label. Die US Blu Ray von Code Red (auch ohne Ital. Ton) hat mehr Extras, Bildqualität fast gleich bzw. bei der UK etwas heller. In Deutschland Uncut auf DVD erschienen (auch mit Englischem Ton, keine Subs).