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Sonntag, 26. Mai 2019

Killer Crocodile Review




Killer Crocodile

Story:

Umweltschützer (u.a. Richard Anthony Crenna, Pietro Genuardi) stossen im Amazonas, als sich nach Giftmüll suchen, auf ein Riesen-Krokodil, welches die örtliche Bevölkerung langsam dezimiert. Beim örtlichen Judge (Van Johnson) stossen sie auf taube Ohren (da er von der Giftmüllentsorgung im Dschungel Bescheid weiss), doch Einsiedler Joe (Ennio Girolami) macht es sich zur Aufgabe, das Tier zu jagen und zu töten…

Meine Meinung:

Killer Crocodile ist nebst Der Mörder-Alligator (USA; 1980) der beste Tierhorrorfilm, wenn es um Alligatoren bzw. Krokodile geht und wie auch Der Mörder-Alligator eine schöne (Film)Kindheitserinnerung. Das bringt Pluspunkte, Charme, Nostalgie. Daher gefällt mir der Film auch sehr gut und deutlich besser als der schwächere zweite Teil, den ich auch erst später gesehen habe (also nicht als Kind).

Natürlich handelt es sich bei diesem Ital. Schnellschuss (Teil zwei wurde gleich danach gedreht) um ein Low-Budget Ableger von Der weisse Hai, aber das tut dem Spass keinen Abbruch. Sämtliche Tierhorrorfilm-Regeln und Klischees kommen zum Tragen und die Musik erinnert dreist an Der weisse Hai und stammt von Riz Ortolani. Die deutsche Sprachfassung, mit welcher ich zu dem Film aufwuchs, wertet den Film, ähnlich wie viele Poliziotteschi, zusätzlich auf.

Bekannte Namen such man in der Produktion jedoch vergebens. Regie führt Fabrizio De Angelis, von welchem ich weitere Regie-Arbeiten nicht kenne. Er war jedoch mind. genauso oft als Produzent (The Riffs 2, Ratman, Der New York Ripper) oder Drehbuchautor tätig (Zombies unter Kannibalen). Für die charmanten und mir sympathischen Effekte zeichnete sich Giannetto De Rossi zuständig, der schon anderen Klassikern spektakuläre Effekte zu verdanken hatte (Let Sleeping Corpses Lie, Cannibal Ferox, High Tension, Apocalypse domani oder Zombi 2).

Das Krokodil sieht zwar sehr künstlich aus, da ich aber mit solchen Effekten aufwuchs, liebe ich diese! Charmant, mir sympathisch, ziehe ich jedem billigen CGI Effekt von heute vor. Ich würde nicht Mal von Trash sprechen – das Budget war limitiert, es ist ein kleiner, billiger B-Tierhorrorfilm aus Italien – man tat dies, was möglich war. Und das gilt es zu berücksichtigen und wertzuschätzen.

Fazit: Gefällt mir sehr gut, da schöne Kindheitserinnerung. Kann ich jedem Fan von alten, klassischen Tierhorrorfilmen nur empfehlen (und jedem Italo Film Fan der alten Schule). 

Gefolgt von: Killer Crocodile 2

Infos:

O: Killer Crocodile

Italien 1989

R: Fabrizio De Angelis

D: Richard Anthony Crenna, Pietro Genuardi, Van Johnson, Ennio Girolami

Laufzeit der jap. DVD: 87:54 Min.

Gesehen: Kindheit / Review überarbeitet: 13.04.19

Fassungen: Mir lag die DVD aus Japan von Creative Axa vor = Uncut, Englischer Ton, gute Bildqualität. Die dt. DVD von X-Rated ist auch Uncut. Da es aber bis zur X-Rated Vö kein deutsches Uncut Master gab sind während den Uncut-Szenen im Master Tonfehler zu verzeichnen da schlicht kein durchgängiges deutsches Uncut-Master existiert (altes VHS und Free-TV Fassungen waren immer stark zensiert). Im Sommer 2019 soll der Film in England von 88 Films als Blu-Ray erscheinen. Es wäre schön, wenn X-Rated nachziehen würde, da ich die dt. Synchro-Fassung sehr mag – aber diesmal bitte ohne Tonfehler (oder einer anderen Lösung, damit weniger auffallend).Nachtrag 26.05.19: X-Rated plant keine Blu-Ray (habe auf FB beim Label nachgefragt).

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