Dieses Blog durchsuchen

Montag, 10. Juni 2019

Cannibal Apocalypse Review




Cannibal Apocalypse

Story:

Ehemalige Vietnam-Soldaten (Tony King, Giovanni Lombardo Radice, John Saxon) verbreiten in der Grossstadt und Jahre nach dem Krieg einen tödlichen Kannibalen-Virus…

Meine Meinung:

Antonio Margheriti (Höllenhunde bellen zum Gebet) hat mit Cannibal Apocalypse einen international angehauchten, sehr amerikanisch wirkenden (Film ist eine Ital.-spanische Co.-Produktion) Genrefilm geschaffen, der Italo Fans der damaligen Zeit zufriedenstimmen dürfte. Antonio Margheriti vermischte zwei damals sehr populäre Genres miteinander: den Ital. Kannibalenfilm und den Ital. B-Dschungel/Action/Kriegsfilm und wählte, mit Ausnahme des Beginnes (Vietnam) als Setting eine US-Grossstadt.

Um das Bild der Geschichte realistisch zu gestalten, wurde auch auf einen internationalen Cast gesetzt: Tony King, Jere Beery und allen voran natürlich John Saxon, der nebst Ausflügen nach Asien (im Bruce Lee Klassiker Enter the Dragon) öfters im Ital. Kino zu sehen war – z.B. in Dario Argentos Tenebre, Nightmare Beach oder Hands of Steel. Ansonsten sah man ihn auch im 80er Jahre Horrorgenre (A Nightmare on Elm Street, Mad Jake oder Blood Beach - Horror am Strand).

Daneben kennt der Italo-Filmfan noch Giovanni Lombardo Radice, der hier erneut eine eindrückliche und in Erinnerung bleibende Rolle spielt. Das gilt auch für seinen Filmtod - Giovanni Lombardo Radice starb schon öfters spektakulär (Cannibal Ferox, City of the Living Dead) und auch hier ist sein Abgang gleichzeitig eine tolle Effektarbeit, der, je nach Fassung und Medium, auch viele Covermotive zierte! Was die Frauen angehen, darf die 20jährige Cinzia De Carolis für lakonische und unterschwellige (Lolita)Erotik/Momente sorgen (das Ende hingegen war vorhersehbar aber trotzdem nett).

Persönlich hat mir Cannibal Apocalypse gut gefallen, auch wenn der Film für mich kein Highlight darstellt. Es bleibt bei guter, solider Unterhaltung ohne Anspruch, trotz dem Vietnam-Thema. Dem könnte man zwar eine Art Sozialkritik nachsagen, aber das lag nicht im Sinn von Antonio Margheriti sondern es ging lediglich darum, mit aktuellen Themen gutes Geld zu verdienen. Der Film hat auch einige Längen und braucht Zeit, um Fahrt aufzunehmen. Zudem gab es mir z.T. auch zu viele (unblutige) Shoot-Outs, so dass man dem Film das Budget doch auch (negativ) ansieht – da ging wohl zu viel für die Drehorte und John Saxon drauf. De Soundtrack fand ich auch nicht aussergewöhnlich und/oder in Erinnerung bleibend.

Fazit: Solide B-Film Ware aus Italien, die man als Ital.-Filmfan der damaligen Zeitspanne sicherlich gesehen haben sollte!

Infos:

O: Apocalisse domani

Italien, Spanien 1980

R: Antonio Margheriti

D: John Saxon, Giovanni Lombardo Radice, Tony King, Elizabeth Turner, Cinzia De Carolis

Laufzeit der US-DVD: 96:20 Min.

Gesehen am: Jugendzeit / Review überarbeitet: 22.04.19

Fassungen: Mir lag die US-DVD von Image Entertainment vor = Booklet, Uncut, gute Bild- und Tonqualität, exklusive Extras, Englischer Ton. Soll im Sommer 2019 von Kino Lorber in den USA auf Blu-Ray erscheinen. In Deutschland von diversen Anbietern Uncut auf DVD erhältlich.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen