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Samstag, 5. August 2017

Update

05.08.17 - Neue Reviews

 

 

- The Guyver

- Lantern

- The Silence of the Tomb

- Die Farben der Nacht (Archiv Review)

The Guyver Review



The Guyver

Story:

Dr. Tetsu Segawa (Greg Joung Paik) wird von seinem Arbeitgeber getötet. Diese wollen «The Guyver», einen ausserirdischen Superanzug, für sich beanspruchen. Dr. Tetsu Segawa war im Besitzt von diesem. Nun haben es die Bösewichte (u.a. David Gale, Michael Berryman, Jeffrey Combs) auf die Tochter des Arztes, Mizky (Vivian Wu), abgesehen. Doch auch ein Detektiv (Mark Hamill) ist hinter der Wahrheit am Tod des Arztes her. Derweil gerät Mizkys Freund (Jack Armstrong) an den Superanzug, der ihn zum Guyver verwandelt und mit dessen Fähigkeiten er gegen die Bösewichte ankämpfen kann…

Meine Meinung:

The Guyver stellt die erste von bisher zwei Realverfilmungen der Manga Serie von Yoshiki Takaya dar. Den Film habe ich vor vielen Jahren schon Mal gesehen und fand diesen dazumal nur okay, heute gefällt mir der Film deutlich besser.

Heute bin ich offener gegenüber Filmen und vor allem dank den vielen, tollen und charmanten Effekten (Hommage ans japanische Kino) weiss der Film sehr zu gefallen inklusive tollem Cast!

Man holte sich mit Screaming Mad George und Steve Wang auch zwei Asiaten an Bord, einmal einen Japaner und einmal einen Taiwanesen. Beiden haben Regie geführt. Steve Wang führte auch bei der 2. Realverfilmung (Guyver – Dark Hero) Regie und Fans dürften ihn vor allem für seine tolle Regiearbeit Drive mit Mark Dacascos kennen. Auch in Sachen Effekte stand er in bekannten Genre-Filmen tatkräftig zur Seite (Deep Star Six, Predator, A Nightmare on Elm Street 5…).

Screaming Mad George, ein Künstlername und früherer Musiker, wanderte aus Japan in die USA ein und machte sich in Sachen Spezialeffekten einen Namen. Er arbeitete oft mit B-Horror-Film Regisseur Brian Yuzna zusammen. So kam Screaming Mad George vor allem auch in Horrorfilmen zum Einsatz, wenn seine surrealen Effektkünste gefragt waren. Er wirkte u.a. mit in: Beyond Re-Animator (auch in Teil 2), Faust – Love of the Damed, Kinder des Zorns 3, Necronomicon, Silent Night Dealdy Night 4 (auch in Teil 5), Curse 2 – The Bite, Predator, Society und A Nightmare on Elm Street 4.

Screaming Mad George traf in The Guyver erneut auf Brian Yuzna. Dieser hat den Film produziert und man holte sich zudem einige Horrorikonen, besonders aus Re-Animator (auch von Yuzna produziert, während die zwei Fortsetzungen direkt von ihm kamen), an Bord. Jeffrey Combs hat eine Nebenrolle als Arzt (Hommage an seine Rolle als Dr. West in Re-Animator), David Gale spielt den Bösewicht (sehr schön) und The Hills Have Eyes Eierkopf Michael Berryman hat eine grosse Nebenrolle als Jäger des The Guyver.

Der ansonsten dem Mainstream bekannteste Name dürfte Ex-Star Wars Mark Hamill sein, dem eine weitere Filmkarriere bzw. Erfolge vergönnt blieben.

The Guyver bietet viel Humor, nette (harmlose) Action und vor allem coole Monster- und Effekte Kreationen. Die Gummianzüge sind sympathisch und von Monster zu Monster unterschiedlich charakterisiert. Speziell hervorheben möchte ich die Verwandlungsszenen (The Guyver, am Anfang der Arzt und Michael Berryman), die Schmelzszene (zu Beginn nach dem Tode des Arztes), die lebenden Objekte im Glas (vor dem Finale im Labor), die Verwandlung von Mark Hamills Figur am Ende und das Schlussmonster (dessen auftauchen mich an das SNES Game Demon’s Crest erinnerte). Das sind sagenhaft coole und starke Effekte, die das Talent und die Vision von Screaming Mad George einmal mehr bestätigen! Und nur schon wegen diesen Effekten lohnt sich der Film für Fans japanischer Filme und Effektkünste.

Auch Fans der Animes können sicherlich einen Blick riskieren, auch wenn die 2. Realverfilmung gelungeer sein soll (düsterer, erwachsender, mehr am Manga orientiert). Mir hat aber der Film aufgrund der vielen, charmanten, sympathischen Effekte, der herrlich naiven Story und dem Dream Team aus Re-Animator sehr zugesagt, so dass ich es nicht bereut habe, dem Film nach vielen Jahren nochmals eine Chance gegeben zu haben! Der positive Nebeneffekt: Guyver – Dark Hero, die 2. Verfilmung, werde ich mir sicherlich in Zukunft auch noch ansehen bzw. auf die Wunschliste setzen!

Infos:

O: The Guyver

USA, Japan 1991

R: Screaming Mad George, Steve Wang

D: David Gale, Michael Berryman, Jeffrey Combs, Mark Hamill, Vivian Wu, Jack Armstrong

Laufzeit der UK Blu: Ca. 93 Min.

Gesehen am bzw. 2. Sichtung und komplett überarbeitet: 16.07.17 / Erstsichtung 2004

Fassungen: Mir lag die UK DVD/Blu Ray inklusive Schuber, Booklet und exklusiven Extras von Arrow Video vor = erstklassige Bild- und Tonqualität, Uncut, O-Ton, englische UT. Diese Vö lässt keine Wünsche offen! Gibt es auch in Deutschland Uncut auf Blu Ray (zum O-Ton nur in dt. UT). Es scheint diverse Fassungen zu geben. Die UK Fassung scheint dem DC zu entsprechen, welcher in drei Gewaltszenen entschärft wurde (u.a. fehlt bei der Arrow deutlich die Szene, in welcher der Guyver einem Gegner den Arm ausreist).

Lantern Review



Lantern

Story:

Zwei ehemalige Triaden Mitglieder (Ng Man Tat und Max Mok) kommen aus dem Gefängnis. Sie schwören dem Triaden-Leben ab. Ng Man Tat eröffnet ein Restaurant, welches schleppend läuft. Max Mok beginnt dort als Kellner zu arbeiten. Die Vergangenheit kommt Ng Man Tats Familie negativ zu stehen. Die Lage verschlimmert sich, als die Vergangenheit die beiden und Ng Man Tats Familie einholt….

Meine Meinung:

Lantern ist ein wenig originelles 08/15 Triaden-Drama und ein durchschnittlicher Film geworden. Der Film kann länger nicht fesseln, bietet keine Überraschungen und der Zuschauer muss zunächst auch Längen über sich ergehen lassen.

Dazu kommt, dass einigen Szenen deutlich zu ernst-dramatisch geworden sind (Tränendrüse), z.B. als Ng Man Tat die Schule seiner Tochter besucht und vom Resozialisieren von ehemaligen Triaden Mitgliedern spricht und fast zu weinen beginnt. Nimmt man dem Stephen Chow «Sidekick» kaum ab…

Die Geschichte hat man schon unzählige Male besser, intensiver und vor allem actionreicher gesehen. Max Mok kann auch nicht all sein Können abspulen, aber rettet den Film immerhin vor dem Totalausfall. Die vereinzelten, gegen Ende hin zum Glück mehr und mehr auftauchenden Actionszenen (Triaden Massenszenen) sorgen dann für weniger Längen, so dass man den Film, trotz Längen, gut einmal schauen kann.

Die eher durchschnittliche Qualität des Bildes (VCD) macht das Sehvergnügen auch nicht ansprechender, so dass man Lantern als HK Filmfan nicht gesehen haben muss. Kein Must See Film und eigentlich auch kein Titel für die Sammlung…

Infos:

O: Deng Long

HK 1994

R: Lau Kar-Yung

D: Max Mok Siu-Chung, Ng Man-Tat, Athena Chu, Law Koon-Lan, Lee Ga Sing, Lawrence Ng

Laufzeit der HK VCD: Ca. 91 Min.

Gesehen am: 16.07.17

Fassungen: Es gibt keine dt. Fassung und es scheint auch keine DVD Fassung zu geben (Stand: Juli 2017). Mir lag die HK VCD vor = durchschnittliche Qualität, O-Ton, englische UT. O-Ton ist zensiert, Mandarin Ton Uncut (daher sind auch zwei Altersfreigaben auf dem VCD Cover).

The Silence of the Tomb Review



The Silence of the Tomb

Story:

Einsame Insel, Wochenend-Party für mehrere Gäste, welche vor allem aus der Filmbranche stammen. Plötzlich wird der kleine Sohn entführt – eine Notiz wird hinterlassen. Danach beginnt ein Unbekannter, die Gäste, einen nach dem anderen, zu töten…

Meine Meinung:

Eher unbekannter Krimi von Jess Franco (Daughter of Dracula, Night Has a Thousand Desires, 99 Women) zu seiner Zeit, in welcher er in Spanien Filme gedreht hat.

Im Vergleich zu späteren Werken geben sich diese Filme noch zahm, was auch der spanischen Filmzensur geschuldet ist. Der Film nimmt sich Zeit was die Geschichte angeht und präsentiert die Figuren ausführlich. Dies führt hier und da auch für Längen, so dass der Film sicher nicht zu den besten Filmen des Vielfilmers zu zählen ist.

Doch trotz dieser Längen und der 08/15 Geschichte fand ich am Film und einzelnen Szenen gefallen. Der Film ist vor allem sehr stimmungsvoll in Szene gesetzt. Dazu kommt, dass der Film technisch versiert gedreht wurde. Die Darsteller agieren alle sehr glaubhaft und gut – kein übertriebenes Overacting und/oder unfreiwillige Komik, welche durch einzelne Figuren ausgelöst werden. Vor allem Lead Montserrat Prous macht ihre Sache sehr gut (und sieht auch ziemlich gut aus), frühe «Scream Queen» und Powerfrau die sich zu wehren weiss.

Die Story und das Motiv um den Täter werden gegen Ende doch auch spannend – da optisch schön und atmosphärisch gefilmt, auch viele Szenen mit Licht, Schatten und Dunkelheit (z.B. Treppenhaus, Licht, Schrottflinte – knistert richtig vor Spannung). Der Drehort, eine einsame Insel, passt auch gut zur Story. 08/15 hin oder her.

Nackt- und Blutszenen darf man nicht erwarten, vor allem ersteres sucht man im Film vergebens. Trotzdem: wer gerne Krimis schaut (wer ist der Täter?) wird mit diesem Franco Film solide unterhalten. Und mir als grosser Jess Franco Fan hat der Film, nach einem schwachen Start mit hier und da Längen, dann am Ende doch ganz gut gefallen.

Infos:

O: Un Silencio de Tumba

Spanien 1976 (1972 gedreht, erst 1976 aufgeführt)

R: Jess Franco

D: Alberto Dalbés, Montserrat Prous, Mario Álex, Glenda Allen, Kali Hansa, Gene Harris

Laufzeit der US Blu Ray: Ca. 85 Min.

Gesehen am: 16.07.17

Fassungen: Mir lag die US Blu Ray vor = Jess Franco’s Forgotten Films Collector’s Edition Vol. 1. Zum Film = erstklassige Bildqualität, spanischer O-Ton, englische Subs, Uncut, Booklet plus exklusive Extras. Der zweite Film in der Edition: The Sinister Eyes of Dr. Orloff. Es gibt keine dt. Fassung (Stand: Juli 2017). Zu Fassungen: es existieren von Montserrat Prous Nacktbilder, welche nicht im Film sind. Laut dem Autor Stephen Thrower, der für die Jess Franco «Bibel» Murderous Passions The Delirious Cinema Of Jesus Franco verantwortlich ist (Volume One), können dies einfach Aufnahmen sein welches es a) nicht in den Film schafften, b) der spanischen Filmzensur zum Opfer fielen oder c) alternativ für Exportversionen gedreht wurden (welche bisher nicht gefunden wurden). Die US Blu Ray wurde in 4K von einem 35mm Print restauriert und entspricht der spanischen Originalversion.

Die Farben der Nacht Review



Die Farben der Nacht

Story:

Jane (Edwige Fenech) hat furchtbare Alpträume und Visionen. Diese handeln vom Tod, Sex und Orgien. Ein Mann (Ivan Rassimov) der sie auf Schritt und Tritt verfolgt und jagt. Jane ist deshalb in Behandlung. Ist sie verrückt? Ist wirklich jemand hinter ihr her? Welche Rolle spielt ihr Ehemann Richard (George Hilton) bei der Sache?

Meine Meinung:

Die Farben der Nacht kann ich jedem Sergio Martino Film nur empfehlen. Der Film ist ein Mix aus Giallo und surrealem Erotikthriller/Paranoia (à la Rosemary's Baby) in dem Traum und Wirklichkeit verschmelzen sind und den Zuschauer so vor Rätsel stellen.

Die Szenen und Visionen verschmelzen und enden teilweise in minutenlangen, satanischen Ritualen und Orgien. Optisch sind diese Szenen eine Wucht und ein Genuss. Die Szenen wirken traumhaft und fantasievoll. Schon fast hypnotisierend.

Der Plot ist dabei dann trotzdem nicht sehr originell, weil man solche Geschichten schon zu oft gesehen hat (ist sie verrückt? Oder wird sie von einer Sekte gejagt? Hilft das Umfeld mit, ihr den Streich zu spielen?).

Daher wirkt das Ganze nicht sonderlich originell oder spannend, aber qualitativ stellt Sergio Martinos Beitrag sicher einen der besten Filme dar, welche in diese Filmschablonen passen.

Zur Optik sei alles gesagt - Edwige Fenech ist heiss anzusehen, Ivan Rassimov spielt einen diabolischen Bösewicht und auch die anderen wichtigen Figuren (Ehemann, Psychiater etc.) sind glaubhaft in ihren Rollen.

Wer das Ital. Kino aus dieser Zeit mag, kommt um Die Farben der Nacht nicht herum.

Infos:

O: Tutti i colori del buio

Italien, Spanien 1972

R: Sergio Martino

D: George Hilton, Edwige Fenech, Ivan Rassimov, Maria Cumani Quasimodo

Laufzeit der dt. Blu Ray: 94:56 Min.

Gesehen am: 20.07.16

Fassungen: Mir lag die dt. Blu Ray vo X-Rated vor = Uncut, sehr gute Bild- und Tonqualität, O-Ton mit dt. UT vorhanden, Extras (Booklet, Audiokommentar, Interview). Die dt. Synchronisation ist nicht zu empfehlen. Nach ca. 15 Min. musste ich auf O-Ton wechseln. Es handelt sich um die Marketing Synchro d.h. keine alte Synchro und besonders die Stimme der weiblichen Hauptrolle ist sehr schlecht.