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Montag, 2. September 2019

Update

Neuer Neukauf und neue Reviews

 

 

- Neuer Neukauf



- Human Pork Chop

- At Midnight I'll Take Your Soul

- I Spit on Your Grave

- Ong-Bak

Alle Reviews komplett überarbeitet!


Neukauf Anfang September






In Fabric
Wunschliste abgearbeitet. UK-Blu Ray (mit englischen Subs). Neuer Film von A24. Trailer sprach mich an. Einer meiner wenigen Sept. Käufe.

The Mummy's Revenge
Siehe In Fabric. Wurde bereits vor Jahren durch Code Red angekündigt, kam aber nie. Nun von Scorpion Releasing erschienen - auch mit O-Ton, Subs, zwei Fassungen (inklusive Uncut). Paul Naschy Euro-Horror, US-Blu Ray.

Delta Force
Alte US-DVD. Tauschgeschäft (Sympathy for Mr. Vengeance verliess dafür meine Sammlung Richtung Deuschland - überarbeitetes Review folgt). Chuck Norris Action.

Ong-Bak Review




Ong-Bak

Story:

Ting (Tony Jaa) ist auf der Suche nach einem gestohlenen Buddha Kopf (einer Statue). Er folgt den Tätern in die Grossstadt, wo er an Gangster gerät. Doch Ting, ein ausgezeichneter Kämpfer, weiss sich zu wehren…

Meine Meinung:

Ong-Bak war, als er 2003 veröffentlicht wurde (ich sah den zwei Jahre später das erste Mal), ein grosser internationaler Hit. Der Film hat weltweit für Furore gesorgt – in Foren, im Internet, auf dem DVD/Video Heimmarkt und an Filmfestspielen war der Film zusehen – man sprach darüber, tauschte sich aus und ein neuer Star am Actionhimmel war geboren (Tony Jaa). Es folgte eine kurze Welle von ähnlichen Actionfilmen aus Thailand und es folgten bis heute mind. zwei Fortsetzungen und in Europa kaufte Luc Besson die Rechte und veröffentlichte eine abgeänderte (in meinen Augen auch zensierte und nicht zu empfehlende) Version in der nebst wenig Action/Gewalt auch viel Handlung fehlt und der Soundtrack wurde ebenso angepasst = auch negativ, da mir der Original-Soundtrack gut gefällt und passt.

Ong-Bak gefällt auch heute noch sehr gut, obwohl der grosse «Wow- und Staun-Faktor» nicht mehr vorhanden ist. Dies auch, weil der Markt übersättig ist und es nach Ong-Bak viele andere tolle Actionfilme* gab und/oder andere Länder ebenfalls auf den Zug (Ong-Bak Erfolgswelle) aufsprangen und selbst Action-Filme gedreht haben, Mal erfolgreicher oder nicht**.

* Tom Yum Goong, Born to Fight, Merantau, The Raid, The Raid 2, Chocolate, Headshot, The Rebel (aus Vietnam)

** Furie (aus Vietnam), Maria (aus Philippinen), Revenger (aus Südkorea – leider bisher nur auf Netflix), Mrs K (mit Kara Hui und Simon Yam), The Night Comes For Us (dürfte ein Knaller sein – leider, da Netflix Film, noch nicht gesehen), BuyBust (aus den Philippinen), Re:Born (aus Japan), Lục Vân Tiên: Tuyệt đỉnh Kungfu (aus Vietnam), Jailbreak (am NIFFF gesehen)

Ong-Bak gefällt vor allem Dank der Action! Davon gibt es einiges zu sehen. Nebst einem ansehnlichen Start à la dem Jackie Chan Film Dragon Lord wird die kaum vorhandene Story in die Wege geleitet und die Figuren vorgestellt – Tony Jaa als charismatischer Held und Kämpfer (Ex-Stuntman), Petchtai Wongkamlao (thai. Komiker, der danach auch in eigenständige Produktionen zu sehen war – z.B. The Bodyguard 1 und 2), Pumwaree Yodkamol (die einzige weibliche Hauptrolle) und daneben paar klischeehafte Bösewichte und ausländische Kämpfer.

Das sorgt dafür, dass die ersten 35 Minuten relativ lahm sind und es kaum Action zu sehen gibt. Dafür legt der Film ab der 35. Minute dann los und es folgt, mehr oder weniger, eine Art Daueraction bis zum Finale. Startet mit der irrwitzigen Verfolgungsjagd mit sehenswerten Stunt-Einlagen (durch Stacheldraht Ring springen, unter Auto durch rutschen etc.), einem dreifachen Ring-Kampf (mit diversen Kämpfern und Eigenschaften), einem späteren offiziellen Ring-Kampf (getürkt), einer erneuten Verfolgungsjagd (via Autorikscha), einer Befreiungsaktion (mit Motorrad und Feuer-Stunts) bevor dann das Action-Finale von statten geht.

Die Kampfszenen sind sehenswert choreographiert, abwechslungsreich, knüppelhart (vor allem die Stunts) und es werden z.T. mehrfach Wiederholungen in Zeitlupe gezeigt. Knochen bleiben nicht immer heil, aber ansonsten in der Gewaltfaktor eigentlich relativ gering (die 18er Freigabe ist natürlich ein Witz). Tony Jaa ist die perfekte Wahl und es wird auf CGI und Drahtseil-Mithilfe, wo möglich, verzichtet (dass es in der ein oder anderen Szene nicht doch versteckte Hilfsmittel gab, bezweifle ich heute). Tony Jaa ist auch heute noch im Filmgeschäft tätig***, doch konnte er, mit Ausnahme von Tom Yum Goong, auf den grossen Erfolg, der Ong-Bak auslöste, nie mehr anknüpfen. Petchtai Wongkamlao finde ich sympathisch und dass er Komiker ist, merkt man. Zum Teil amüsante Situationskomik, welche er bietet. Wer asiatischen Humor nicht mag, wird die Szenen nicht mögen…

*** es folgten Ong-Bak 2 und 3 im klassischen Setting (sollte man als einen Film zusammen schauen), Tom Yum Goong 2 (leider schwach), Skin Trade (coole B-Action mit Dolph Lundgren), Ausflüge ins HK-Kino (SPL 2, Paradox, Master Z: The Ip Man Legacy) und Ausflüge nach Hollywood (Fast & Furious 7, xXx - Die Rückkehr des Xander Cage)

Der Erfolg des Filmes lieferte mehrere Produktionen ähnlicher Art (oder in anderen Genres) aus Thailand und auch Regisseur Prachya Pinkaew oder der inzwischen verstorbene Schauspieler, Regisseur und Action-Choreograph (quasi Tony Jaas Mentor) Panna Rittikrai konnten vom Erfolg profitieren: Prachya Pinkaew inzensierte danach noch Tom Yum Goong, Chocolate und u.a. The Kick.

Panna Rittikrai hingegen den grossartigen Born to Fight, Bangkok Knockout, Ong-Bak 2/3 und seinen letzten Film Vengeance of an Assassin. Weitere Beteilung: als Schauspieler im 80er Jahre Born to Fight (von 1984 – die Stunts sind auch heute noch eine Wucht!), Dynamite Warrior (Schauspiel) oder Raging Phoenix (Choreographie).

Wer wenig Wert auf Handlung, Charaktertiefe, Originalität etc. legt, sondern nur coole Action (Martial Arts) sehen möchte, macht mit Ong-Bak alles richtig! Macht auch heute noch viel Spass und überzeugt in den Actionszenen!

Gefolgt von: Ong-Bak 2

Infos:

O: Ong-bak

Thailand 2003

R: Prachya Pinkaew

D: Tony Jaa, Petchtai Wongkamlao, Pumwaree Yodkamol, Suchao Pongwilai, Chumphorn Thepphithak

Laufzeit der HK-DVD: 108:17 Min.

Gesehen am: Januar 2005 / Review überarbeitet am: 18.06.19

Fassungen: Mir lag die Code drei (CAT. III Freigabe) HK DVD von Edko Films vor = DTS Ton, sehr gute Bild- und Tonqualität, O-Ton, keine englischen Subs, Uncut (Thai.) Fassung mit richtigem Originalsound. Gibt es in Deutschland erst seit (!!!) 2017 auch Uncut und in der Thai. Fassung auf DVD und/oder Blu-Ray.

I Spit on Your Grave Review





I Spit on Your Grave

Story:

Schriftstellerin Jennifer (Camille Keaton) hat eine mentale Schreib-Blockade. Sie reist daraufhin aufs Land und besucht ihr Ferienhaus, um sich neu inspirieren zu lassen. Dort wird sie von vier Rednecks vergewaltigt und für tot gedacht zurückgelassen. Jennifer plant danach ihre Rache an den vier Tätern…

Meine Meinung:

I Spit on Your Grave ist ein Klassiker des Rape & Revenge Filmes. Ich mag die 70er Jahre Stimmung des Low-Budget Filmes und ich mag Selbstjustiz-Inhalte. Wer sich an den harten Szenen gegen die weibliche Hauptdarstellerin nicht gestört fühlt, wird mit I Spit on Your Grave einen sehenswerten Film vorfinden, in dem die Täter das bekommen, was sie verdienen. Dieses Bild und diese Gefühle wollen die Filmemacher suggerieren – und dies schaffen sie auch. Das dies (Selbstjustiz) ein kontroverses Thema ist, steht ausser Frage.

Ich mag die einfache Art und Weise, wie der Film in Szene gesetzt wurde. Regisseur Meir Zarchi beweist, dass man nicht viel Budget braucht, um eine packende, dramatische und schockierende Aussage und Story zu präsentieren. Mit originellen Ideen die Racheszenen betreffend brauchte man auch, was die Tötungsszenen an den Tätern angehen, kaum grössere Effekte zu kreieren. Die Szenen sind in ihrer Herstellung simpel (hier und da etwas rote Farbe etc.).

Was ich auch mochte was der langsame Aufbau der Story. Man nimmt sich Zeit. Der Film läuft 100 Minuten. Zwar gibt es einige typische Hillbilly Klischees, aber das gehört halt einfach dazu zu dieser Art Film. Die Darsteller waren glaubhaft und vor allem, was Camille Keaton angeht, auch sehr mutig. Die Vergewaltigungen sind sehr hart in Szene gesetzt, lang anzusehen und die Täter verspielen damit jegliche Menschlichkeit, auch wenn einige als Trottel und kognitiv beeinträchtig dargestellt werden. Da dem Film jeder Comic-Charakter fehlt, werden solche Szenen auch nicht durch solche «Erklärungsversuche» abgemildert.

Beeinflusst durch Filme wie Death Wish oder The Last House on the Left, gehört I Spit on Your Grave sicherlich zu den besten Filmen seiner Art (plus Filme wie Naked Vengeance oder Der Schlitzer)! Ein Klassiker des Genres aber nicht für jedermann geeignet. Der Film war, nachdem er einen anderen Titel verpasst bekommen hat (der Film hat ja viele Titel: Day of the Woman, I Hate Your Guts oder Blood Angel) und von der US-Presse (Roger Ebert) verrissen wurde, in einem 2. Anlauf im Kino sehr erfolgreich und legendär, so dass der Film heute, zumindest bei Horrorfilmfans (Film wurde natürlich in vielen Ländern zensiert und verboten, u.a. auch in Deutschland), einen nicht wegzudenken Ruf geniesst. Wer weiss, vielleicht wäre dies ohne Zensur und Verbot ganz anders gekommen…

Fazit: Für Fans von Selbstjustiz-Filmen zu empfehlen!

Gefolgt von: Savage Vengeance (1993) und I Spit on Your Grave: Deja Vu (2019).

Erhielt 2010 ein solides Remake (I Spit on Your Grave) auf welches jedoch zwei mittelmässige und nicht empfehlenswerte Fortsetzungen folgten (2013 folgte I Spit on Your Grave 2 und 2015 I Spit on Your Grave 3 - Mein ist die Rache).

Infos:

O: Day of the Woman

USA 1978

R: Meir Zarchi

D: Camille Keaton, Eron Tabor, Richard Pace, Anthony Nichols, Gunter Kleemann

Laufzeit der US-DVD: 101:05 Min.

Gesehen am: Vor 2006 / Review überarbeitet: 14.06.19

Fassungen: Mir lag die US-DVD (Millennium Edition) von Elite vor = Uncut, sehr gute Bild- und Tonqualität, O-Ton, keine Subs, wenig exklusive Extras (u.a. AK vom Regisseur). Den Film gibt es mittlerweile in den USA auch auf Blu-Ray von Anchor Bay. Vorteile = englische Subs, mehr exklusive Extras, ggf. bessere, hellere Bildqualität. Wer den Film Uncut und in Deutsch haben möchte, muss über Österreich (von ILLUSIONS UNLTD. films) einkaufen da der Film in D offiziell noch verboten ist.

At Midnight I'll Take Your Soul Review





At Midnight I'll Take Your Soul

Story:

In einem katholischen Dorf wird ein Mann wie die Pest gefürchtet und ist von fast allen verhasst: Zé do Caixão (José Mojica Marins), der Leichenbestatter. Jeder weiss, dass man besser seine Zunge hütet, wenn Zé ist der Nähe ist. Trotzdem hat er eine Frau und einen Kollegen in Antônio (Nivaldo Lima). Doch Zé, von Angst geplagt, keine Nachfahren zu haben, bringt seine Frau um und macht sich auf die Suche nach der "perfekten" Frau, die ihm helfen wird, einen Sohn zur Welt zu bringen. Und es sollte nicht bei nur einem Mord bleiben…

Meine Meinung:

Mein erster Film über Zé do Caixão, gleichzustellen mit dem "schwarzen Mann" ist diese Figur und dieser Name in Brasilien jedem bekannt. So gibt es Filme, Bücher, Puppen und alles Mögliche über die kultige Figur mit den langen Fingernägeln, dem schwarzen Umhang und dem Hut. At Midnight I'll Take Your Soul war in Brasilien ein grosser Erfolg, lief mehrere Monate in São Paulo in den Kinos und gilt als erster Horrorfilm Brasiliens. Sogar in neuen Filmen aus dem Land wird José Mojica Marins zitiert (Ghost Killers vs. Bloody Mary).

Der Film hat mir, nun auch nach wiederholtem Schauen (dazwischen waren viele Jahre Pause), noch immer sehr gut gefallen. Ich kenne, glaube ich, alle Filme von José Mojica Marins. Doch diese Reihe empfand ich immer als sehenswerter als spätere, eigenständigere Werke des Regisseurs.

Durch die Schwarzweissbilder und das ewige Philosophieren seitens des verhassten Zé erfährt der Film eine fesselnde, einzigartige und stimmungsvolle Atmosphäre, die zudem durch das grossartige Schauspiel von José Mojica Marins perfekt abgerundet wird. Overacting ja, aber immer ohne ins Lächerliche zu driften. Ab einigen Handlungen und Dialoge konnte ich nur noch schmunzeln (als er Fleisch isst und auf die Gläubigen runterschaut).

Was mich bei der neusten Sichtung sichtlich auffiel war der Blutgehalt und die z.T. fiesen Morde - diese hatte ich nicht mehr so drastisch in Erinnerung. Natürlich, es ist noch immer kein 2. Blood Feast, aber trotzdem – für das Herstellungsjahr, Herstellungsland etc. ist das echt nicht ohne und ich kann völlig nachvollziehen, warum der Film damals kontrovers aufgenommen wurde (und auch genau deshalb so erfolgreich lief). Nur schon die Grundhaltung von Zé à la Coffin Joe ist absolut kontrovers (und höllisch amüsant!).

Das Schauen ist auf jeden Fall nicht langweilig und eine gewisse Spannung ist gegeben! So will man doch wissen, wie der Film endet! Bekommt Coffin Joe die Strafe, die er verdient? Oder kommt er straffrei davon (wie durch den ganzen Film hindurch)? Oder wird die «Hexe» mit ihren Warnungen Recht behalten?

Fazit: Spezieller Gruselfilm aus Brasilien, den ich Film-Fans nur empfehlen kann! Wollt ihr den Coffin Joe und dessen Filme kennenlernen – dann beginnt mit diesem hier!

Gefolgt von: This Night I'll Possess Your Corpse

Infos:

O: À Meia-Noite Levarei Sua Alma

Brasilien 1963

R: José Mojica Marins

D: José Mojica Marins, Nivaldo Lima, Magda Mei

Laufzeit der US-DVD aus dem Sarg: 81:55 Min.

Gesehen am: Mai 2006 / Review überarbeitet am: 13.06.19

Fassungen: Mir lagen zwei Fassungen vor: die US-DVD von Fantoma aka «The Coffin Joe» Trilogie in Spezialverpackung (Sarg). Es liegen Booklets, Comics und nebst At Midnight I'll Take Your Soul noch folgende Filme vor (alle Uncut, O-Ton, englische Subs): die Fortsetzung This Night I'll Possess Your Corpse und der schwächere Awakening of the Beast. Aus England liegt mir von Anchor Bay noch die «The Coffin Joe Collection» vor. Diese wurde gekauft weil deutlich mehr Filme enthalten: At Midnight I Will Take Your Soul, This Night I Will Possess Your Corpse, The Strange World of Coffin Joe, The Awakening of the Beast, End of Man, The Strange Hostel of Naked Pleasures, Hellish Flesh (Inferno Carnal), Hallucinations of a Deranged Mind plus eine von Anchor Bay selbst produzierte in Spielfilmlänge daherkommende Dokumentation über den Coffin Joe (The Strange World of Mojica Marins). Es gibt keine deutschen Fassungen (Stand: Juni 2019).