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Mittwoch, 1. Mai 2019

Update

Neuer Neukauf und neue Reviews

 

 

- Neuer Neukauf



- Overlord

- Railroad Tigers

- Baby Driver

- The Meg

- L Storm


Neukauf Anfang Mai












Into the Night
Seltener HK-Horror von 1988 als HK LD. Von einem chinesischen Auktionshaus gekauft (ca. 17 USD). War ein Foto der LD dabei = in gutem Zustand. Auch als die Ware im Lagerhaus ankam, gab es ein Foto. Alles bestens. Pakete lasse ich immer unversichert versenden da billiger - und nun schien beim Transport von China nach Holland, oder von Holland in die Schweiz, etwas Schweres auf die LD gestellt worden zu sein - die Disc ist gebrochen. Sah man schon der Verpackung an dass das Ding nicht mehr heil ist...Der gleiche Verkäufer hat die Disc nochmal im Angebot, aber teurer (ca. 75 USD) - sieht aber genau so aus wie meine (auch von der Packung, Sticker etc.) - denke ist ein älteres Angebot und so schnell werde ich die HK LD nicht mehr sehen. Ich fand jedoch drei DVCDs - im Notfall kaufe ich sonst eine von denen...

Attrition
Neue Action mit Steven Seagal. Bekam in Foren z.T. noch gute Rückmeldungen. Daher billig als Ital. DVD gekauft, da auch mit O-Ton. Und wenn mir der Film nicht zusagt, weiss ich immerhin, welchem Kollegen ich eine Freude machen kann:-)

Der Clan, der seine Feinde lebendig einmauert
Neuer Poliziotteschi von filmArt. Abarbeitung meiner Poliziotteschi Wunschliste. Mit Franco Nero. DVD, Blu-Ray und Booklet. In Deutsch, Ital. und Englisch mit dt. Subs. 

Animerama Trilogie
Umfasst drei alte Erotik-Animes: A Thousand & One Nights, Cleopatra und Belladonna of Sadness (auf den freue ich mich am meisten). Uncut, in Japanisch mit dt. Subs. Dt. Blu-Ray von rem. 

Heroic Sword
HK Schwertkampffilm von 1969 als DVCD aus China. Geschenk von einem Film-Sammler aus St. Gallen. 

Bruce's Deadly Fingers
Aka Die Pranke des Leoparden als US-Blu-Ray. Geschenk von einem Film-Sammler aus St. Gallen. 

Der Kleine Dicke mit dem Superschlag
Dt. Blu-Ray von TFP = Booklet, DVD, Blu-Ray, drei Filmfassungen, neues Master. Interessant: Uncut (und somit länger als z.B. die US-DVD), O-Ton und Subs dabei! 

Ninja Strike
Action mit Michael Chan Wai-Man als südafrikanische DVD. Geschenk vom Sammler aus St. Gallen. Aka Rocky's Love Affairs (1985).

18 Fatal Strikes
HK Martial Arts von 1978 als südafrikanische DVD. Geschenk vom Sammler aus St. Gallen. Gäbe es wohl auch als DVD aus Taiwan. 

Deadly Duo
Taiwan Action/Triaden-Film aus dem Jahre 1981 mit Michael Chan Wai-Man und Chen Kuan-Tai. US-VHS - mit Canto Ton und Subs. Vom Sammler aus St. Gallen abgekauft (50 Fr.). 

Tough Guy
Taiwan Eastern von 1972 im Fahrwasser von Zakato - Die Faust des Todes, erneut mit Chan Sing und Yuen Woo-Ping als Action-Director. Original Ocean Shores VHS (Englisch Dubbed Ausgabe) - soll weltweit die einzige Uncut Fassung sein. Vom Sammler aus St. Gallen abgekauft (30 Fr.). 


L Storm Review




L Storm

Story:

Luk Chi-Lim (Louis Koo Tin-Lok) arbeitet bei der Anti-Korruptionsbehörde und steht nun selbst unter Verdacht, korrupt zu sein und hohe Geldsummen angenommen zu haben. Er wurde von Gangstern (u.a. Patrick Tam Yiu-Man) reingelegt und wird von zwei Behörden gejagt (eine geführt von Julian Cheung Chi-Lam, die andere von Kevin Cheng Ka-Wing) während er versucht, seine Unschuld zu beweisen und hinter den Gangstern her ist…

Meine Meinung:

Über zehn Stunden im Flugzeug – was tun? Filme schauen – was tun, wenn man schon drei geschaut hat und es dauert noch immer mehrere Stunden? Mehr Filme schauen – also fiel die Wahl auf L Storm, von dem ich dachte, in einem Forum, vor längerer Zeit einmal, einen Trailer gesehen zu haben. Die Grundidee, dass ein Agent reingelegt und zum Gejagten wird, gefiel mir. Zudem: reine HK-Produktion.

L Storm war okay. Durch und durch okay und gut schaubar. Die Zeit ging vorbei und dem Inhalt gelingt es, zu fesseln, zu unterhalten und einen Spannungsbogen zu generieren. Allerdings ging ich ohne jegliche Erwartung an den Film, so dass L Storm dennoch kein Highlight ist – und kein Film für die Sammlung. Laut Plakat lief der Film sogar im Kino, was mich überrascht, denn rein von dem Budget und den Action-Szenen (der Qualität) bewegt sich das ganze nur auf TV-Niveau.

Das war das grösste Manko am Film – der Mix aus Action, Thriller, Krimi und Agentenfilm überzeugt nur dann, wenn es keine Action gab. Die Actionszenen waren nämlich fast alle schlecht, einige der CGI Effekte waren einfach nur grottenschlecht und peinlich (in der Luft wirbelnde Geldscheine, Abgründe, Explosionen…). Auch die Kampfszenen reisen nicht vom Hocker – diesbezüglich ist, ein immer älter werdender Louis Koo, der gefühlt in jedem zweiten China und HK-Film mitspielt, keine gute Wahl.

Louis Koo (Flash Point, Paradox) war auch die einzige Figur, die kaum Charisma hatte und gar keine Emotionen beim Zuschauer auslöste. Man wusste so oder so, dass er am Ende die Wahrheit ans Licht bringt und ihm nichts passiert (von den Gangstern). Da waren die Bösewichte und die anderen zwei Agenten, welche je eine andere Behörde führten, besser charakterisiert. Julian Cheung Chi-Lam agiert dabei sympathisch, während Kevin Cheng Ka-Wing ein echtes Ekel und Widerling spielt – ein grosser Unsympath.

Obwohl die Action nicht wirklich gut war, hat es den Film abwechslungsreich gemacht, so dass das Schauen schnell und zackig von statten ging – ohne grössere Lägen. Daher kann ich sagen: L Storm ist okay – kann man gut einmal schauen, aber kein Film für die Sammlung. Ob der Film wirklich eine echte Geschichte erzählt, was das Ende (Texteinblendungen) suggeriert, weiss ich nicht. Die Vorgänger (der Film ist eine Fortsetzung) muss man nicht gesehen haben, um L Storm zu schauen.

Infos:

O: L Fung Bou

HK 2018

R: David Lam

D: Louis Koo Tin-Lok, Patrick Tam Yiu-Man, Julian Cheung Chi-Lam, Kevin Cheng Ka-Wing

Laufzeit der Originalversion: Ca. 90 Min.

Gesehen am: Ende März 2019

Fassungen: Ich sah den Film in der Originalversion mit chinesischen und englischen Subs im Flug von Südkorea nach Deutschland. Uncut. In HK raus auf DVD oder Blu-Ray (Uncut, O-Ton, englische Subs). Es gibt noch keine dt. Fassung (Stand: März 2019).

The Meg Review




The Meg

Story:

Ein Megalodon, eine eigentlich ausgestorbene Hai-Art, taucht auf und beginnt, die Anzahl Menschen drastisch zu reduzieren. Ein Wissenschaftler Team (u.a. Jason Statham, Bingbing Li, Robert Taylor, Page Kennedy) versucht das Monster unschädlich zu machen…

Meine Meinung:

Weiterer Kommerzschund, den ich zum Zeittotschlagen während eines langen Fluges (10+ Stunden) sah und somit ein Review zu The Meg spendieren kann – ansonsten hätte ich mir diesen Film nie angesehen. The Meg war wirklich okay und viel besser als erwartet – wobei ich sagen muss, dass ich mit NULL Erwartungen an den Film ging. Der Film zeigt den wachsenden Einfluss von China – denn es handelt sich bei The Meg um eine chinesisch-amerikanische Co.-Produktion, wobei der Film fast schon chinesischer wirkt als amerikanisch – ich denke, dass wird in Zukunft zunehmen. Die Chinesen werden bestimmen, wo es langgeht. Im Moment sind es ehemalige Stars, welche nach China gehen (Bruce Willis, Adrien Brody, Renny Harlin, Mike Tyson, Steven Seagal…). Filme haben von Geldern und Produzenten aus China auch schon profitiert (Hardcore Henry z.B.).

Auch The Meg, der die typischen Elemente und Klischees des Tierhorrorfilm bietet, wartet meist mit sehr guten und aufwändigen Effekten auf. Der Hai ist zu 95% natürlich nur ein CGI Fisch – aber muss sagen, gute Effekte. Und andere Effekte gibt es auch zu sehen (toter Hai auf dem Schiff, abgetrenntes Bein, Wal mit Wunden…) und auch die ganzen Unterwasser-Szenen, vor allem zu Beginn, wo der unbekannte Meeresraum durchsucht wird, war sehr gut getrickst und bot wirklich Spannung und Stimmung.

Was The Meg weiterhin gut zu stehen kommt ist die Tatsache, dass der Film ironisch, lustig und nicht ernstzunehmend ist - und dies auch zu keiner Sekunde sein will. So stört man sich weniger an der Figurenzeichnung, gängigen Klischees, bescheuerten und unangebrachten Dialogen und Handlungen der Figuren. Ausserdem ist der Film einfach unterhaltsam und es ist fast immer was los. Langweilig wird es selten.

Dazu kommt, dass ich Jason Statham eigentlich mag, auch wenn er mir zuletzt in zu vielen kommerziellen und/oder billigen Actionfilmen mitwirkte. Aber er hat schon gute Filme gemacht, die mir zusagen = Bube, Dame, König, grAs, Snatch - Schweine und Diamanten, The Transporter 1 & 2, Crank 1 & 2, War, Bank Job, Death Race, The Expendables 1 & 2 (da beginnt er langsam zu nerven) und zuletzt in der Actionkomödie Spy - Susan Cooper Undercover (er parodiert sich quasi selbst – geil!).

Er und die Chinesin Bingbing Li, die 2. grosse Hauptrolle im Film, geben zudem ein süsses Liebespaar ab. Sie spielte in HK, China und US-Produktionen – ich habe allerdings nur 1-2 Titel, in welcher sie gelistet wird, in der Sammlung und kann mich an keinen Film/Szene mit ihr erinnern. Muss aber nichts heissen…

Die anderen Figuren kann man in die Tonne treten – ein Klischee nach dem anderen. Der Film ist kein Highlight und nichts für die Sammlung, dass man schon fast R-Rating Gore und Blut im Film hatte und zuletzt zernierte, glaube ich nicht. Ammenmärchen, Werbung, Marketing, Aufmerksamkeit erregen. Ist auch gelungen, denn darüber wurde in Filmforen debattiert. Ziemlicher Schwachsinn…

Fazit: The Meg ist weniger übel als befürchtet und stellt einen unterhaltsamen Edel-Trash-Tierhorror-Streifen mit starken Computereffekten und einem sympathischen Duo (Statham und Bingbing Li) dar, die den Film praktisch alleine tragen (und vor der Versenkung retten). Kann man schauen – aber nichts für die Sammlung! Was Haie und Horror angeht empfehle ich die Jaws Reihe!

Infos:

O: The Meg

China, USA 2018

R: Jon Turteltaub

D: Jason Statham, Bingbing Li, Robert Taylor, Page Kennedy

Laufzeit der Originalversion: Ca. 113 Min.

Gesehen am: Ende März 2019

Fassungen: Ich sah den Film Uncut, im O-Ton und mit englischen Subs im Flugzeug (Flug Südkorea – Deutschland). In D von Warner auf DVD und Blu-Ray veröffentlicht worden (diverse Sprachen und Subs). O-Ton in Englisch/Mandarin.

Baby Driver Review




Baby Driver

Story:

Baby (Ansel Elgort) fährt für Gangsterboss Doc (Kevin Spacey) den Fluchtwagen, während die Gangster-Crew (u.a. Eiza González, Jamie Foxx…) von Job zu Job wechselt. Baby will sich gerne freikaufen, nachdem er sich verliebt. Doch Doc hat andere Pläne und als ein Überfall nicht läuft wie geplant, muss Baby (und seine Grosse Liebe) um ihr Leben fürchten…

Meine Meinung:

Baby Driver ist Kommerzschund, wie es im Buche steht und total überbewertet! Das als Fakt. Baby Driver ist ein Film, den ich normalerweise nicht schauen würde, wären da nicht Umstände, welche ich nicht beeinflussen kann wie z.B. ein über 10stündiger Flug, indem solcher «Schund» als Zeitschlagen-Element gut geeignet ist. Ich fand Baby Driver, von dem ich nur einen Trailer kannte (Mal im Kino gesehen), im Grossen und Ganzen okay und weniger schlecht als erwartet. Okay zur einmaligen Sichtung.

Bedenkt, dass ich ohne Erwartungen an den Film ging – den Vorspann fand ich grässlich, das doofe Rumgehampel und tänzelnde Fortbewegen von Baby nervte und war lächerlich – die Musik gar nicht mein Fall. Auch die ersten «Driver» Szenen vermochten nicht zu überzeugen. Auch alle später gezeigten Auto-Szenen sind kein Vergleich zur Qualität von Filmen wie Taxi Taxi (plus Fortsetzungen), The Transporter oder den grossartigen Kultfilm The Driver.

Also, warum, nach all dem Negativen, fand ich den Film doch noch okay? Mit dem weitern Verlauf wird eine (klischeehafte) Story erzählt (mit klischeehaften Figuren). Mit der Story wird Baby Driver aber angenehmer zum Schauen, weniger nervend. Die Figuren spielen mit einem Augenzwinkern, man nimmt sich nicht ernst (die Michael Myers – Mike Myers Szene z.B. war genial), das Overacting stört nicht auch wenn man es im Finale diesbezüglich zu sehr übertreibt.

Die Actionszenen sind nie wirklich gut, besonders jene im Finale sind unglaubwürdig, übertrieben und z.T. auch mit billigem CGI versehen. Einige Handlungen der Figuren und/oder Hintergründe werden nicht weiter erklärt (warum hilft Doc Baby am Ende obwohl er ihm vorher mit dem Tod all seiner Geliebten droht?) und ziehen den Film am Ende wieder weiter nach unten, was die Qualität angeht.

Der Film schafft es ab einem gewissen Zeitpunkt, klischeehafte Figuren hin oder her, zu fesseln, eine leichte Spannungskurve baut sich auf und das Liebespaar (der Film ist eigentlich eine rührende Liebesgeschichte) ist einem plötzlich nicht mehr gleichgültig. Das sind auch die Gründe, warum ich den Film am Ende als okay empfand. Sicher kein Film für die Sammlung, aber hätte schlimmer sein können. Überbewertet ist Baby Driver aber allemal (und die Action nicht wirklich gut).

Infos:

O: Baby Driver

Großbritannien, USA 2017

R: Edgar Wright

D: Ansel Elgort, Lily James, Jamie Foxx, Jon Hamm, Kevin Spacey, Eiza González

Laufzeit der Originalversion: Ca. 112 Min.

Gesehen am: Ende März 2019

Fassungen: Habe den Film in Englisch mit dt. Subs im Flug von Südkorea nach Frankfurt gesehen (Uncut). Auf Heimmedium wurde der Film in D auf DVD oder Blu-Ray von Sony veröffentlicht (unzählige Sprachen, Subs, Uncut etc.).

Railroad Tigers Review




Railroad Tigers

Story:

1941: Freiheitskämpfer bekämpfen die Japaner im besetzten China. Eine strategisch wichtige Zugbrücke ist das Ziel der Freiheitskämpfer (u.a. Jackie Chan, Jaycee Chan), welche gesprengt werden soll. Doch der Zug wird vom General der japanischen Streitmächte (Ikeuchi Hiroyuki) streng bewacht…

Meine Meinung:

Die neuen Filme mit Jackie Chan interessieren mich nicht mehr. Das Kino aus Hong Kong ist nahezu tot, aktuelle oder ältere neue reine HK-Filme sind schwächer als die Filme der goldenen Generation da sie weniger Budget aufweisen und viele der Stars nur noch für China spielen statt für "die Heimat". The Sleep Curse (2017) konnte z.B. nach der 2. Sichtung nicht mehr überzeugen, wurde schon aus der Sammlung verbannt. Trivisa, der in China verboten wurde, ist auch nur viel heisse Luft um nichts.

Man kann es auf die Produktionen der grossen ehemaligen HK-Stars runterbrechen:

Jackie Chan:

Kung Fu Yoga = absoluter Mistfilm

Police Story 2013 = schlechtester Police Story

1911 = Propaganda

Es gab Ausnahmen – 2015 (Dragon Blade) und 2017 (The Foreigner)

Donnie Yen:

The Lost Bladesman (flog nach 2. Sichtung aus der Sammlung)

Iceman 3D (grottenschlecht)

The Monkey King (CGI Müll – wurde nicht in Sammlung aufgenommen)

Kung Fu Jungle – zwar zur Abwechslung wieder eine HK-Produktion und Hommage an die alten Zeiten, die Action war aber einfach schlecht in Szene gesetzt (gefilmt, choreographiert etc.).

Aber auch hier gab es mit Wu Xia, Ip Man 3 und vor allem Chasing the Dragon positive Ausnahmen

Jet Li

League of Gods = CGI Müll

Ausnahme aus China, welche mir gefiel: Badges of Fury

Im Vergleich zu Donnie Yen, Jackie Chan und Co. sieht man Jet Li jedoch deutlich weniger in neuen Filmen

Weiterhin schlecht waren: Manhunt (John Woos Stern ist auch lange schon erloschen), Paradox (nicht wirklich gute Action und die Dramatik regt zum Kotzen an), The Bodyguard (Sammo Hung – das war nichts), Call of Heroes (im Old School Setting aber miese Effekte / Action), Crouching Tiger, Hidden Dragon: Sword of Destiny (Netflix Müll), From Vegas to Macau 1-3 (schlechte und billige God of Gamblers Variante), Keeper of Darkness (zu modern), SPL II: A Time for Consequences (Verschwendung von Potenzial bei dem Cast, miese Action), Wild City (besser die alten Ringo Lam Filme gucken), The Taking of Tiger Mountain (Tsui Hark sollte sich schämen).

Es gab aber auch Ausnahmen die mir gefallen haben:

Once Upon a Time in Shanghai (moderne Der Pirat von Shantung Variante), Rise of the Legend (da werden gute, alte Once Upon a Time in China Erinnerungen wach), Sifu vs Vampire (Hommage an Mr. Vampire und Co. mit Yuen Biao), Helios (coole Shoot-Outs), Imprisoned: Survival Guide for Rich and Prodigal (HK Humor, Knast-Setting, immerhin mit Tommy Wong Kwong-Leung, Elvis Tsui Kam-Kong und William Ho Ka-Kui), Port of Call (True Crime Verfilmung), Sword Master (das Remake hatte, zumindest optisch, etwas), The Brink (die Messer-Kampfszenen waren schon noch cool), Mrs K (fand ich stark – Kara Hui Vs. Simon Yam), Shock Wave (positive Andy Lau Überraschung – einer der besten Filme am FFF vor paar Jahren).

Filme die vielleicht interessant werden: Lucid Dreams (Horror von Teddy Robin), Master Z: The Ip Man Legacy (von Yuen Woo Ping und mit u.a. Michelle Yeoh und Tony Jaa), Chasing the Dragon II: Master of Ransom (wobei ich hier grosse Skepsis an den Tag lege wegen dem Cast), Enter the Fat Dragon (Fetter Donnie Yen), Ip Man 4 (auch wenn paar Jahre zu spät – Donnie Yen Vs. Scott Adkins), Shock Wave 2 (wenn er so gut wird wie Teil 1, warum nicht?) oder The White Storm 2 - Drug Lords (dito).

Railroad Tigers ist ein Titel, den ich mir normalerweise nicht angeschaut hätte. Aber in einem über zehn-stündigen Flug (mehr dazu unter Fassungen), warum nicht? Dafür sind solche Filme, die man sonst nicht schaut, gut geeignet. Railroad Tigers hat jetzt auch schon wieder drei Jahre auf dem Buckel. Der Film war aber, für eine China-Produktion, absolut okay und weniger schlecht als erwartet. Es ist aber auch zu sagen, dass ich mit gar keinen Erwartungen an den Film heran ging.

Und man darf halt auch nicht mehr das von Jackie Chan erwarten, was er früher geleistet hat. Der Mann ist alt. Sogar sein Sohn Jaycee spielt hier mit – vielleicht noch der «bekannteste» Name nebst dem bösen Japaner, der auch in Ip Man zu sehen war (und dort allerdings im Finalkampf gegen Donnie Yen stark enttäuscht hat).

Railroad Tigers ist ein Mix aus Action, Abenteuerfilm und Komödie inklusive geschichtlichen Einflüssen und gängigen Klischees (vertrottelte, böse Japaner). Der Film ist lustig, aber es gibt auch blutige Shoot-Outs, Figuren werden erschossen und/oder Genicke gebrochen – der Tonfall ist definitiv variabl eingesetzt worden – dies war aber auch oft im früheren HK-Kino der Fall und sollte daher, zumindest HK-Filmfans alter Schule, nicht überraschen.

Der Film unterhält mehr oder weniger über die ganze Laufzeit. Der Jackie Chan Slapstick funktioniert erstaunlich gut. Der Film wirkt aufwändig, bis auf einige CGI / Zug-Crash Effekte im Finale waren die Effekte besser als erwartet. Und unecht wirkende oder übertriebene Szenen störten mich hier auch gar nicht, da die ganze Inszenierung comichaft übertrieben wirkt. Mehr als nur einmal fühlte ich mich, den Zug, das Setting oder den Humor betreffend, an den Golden Harvest Film The Millionaires' Express erinnert.

Schlecht ist anders – aber ein Kracher stellt Railroad Tigers auch nicht dar. Man kann sich den Film gut einmal ansehen (z.B. auf eine Langstreckenflug wenn Zeit totgeschlagen werden muss), aber kein Film für die Sammlung!

Infos:

O: Tie Dao Fei Hu

China 2016

R: Ding Sheng

D: Jackie Chan, Ma Yuan, Huang Zitao, Wang Kai, Darren Wang, Alan Ng, Ikeuchi Hiroyuki, Jaycee Chan

Laufzeit der Originalfassung: Ca. 124 Min.

Gesehen am: Ende März 2019

Fassungen: Ich habe den Film im Flugzeug von Südkorea nach Frankfurt gesehen im O-Ton mit festen chinesischen und englischen UT, Uncut. Gibt es in Deutschland Uncut auf DVD oder Blu-Ray von Koch Media (auch im O-Ton und mit dt. Subs).

Overlord Review




Overlord

Story:

2. Weltkrieg: Ein US-Flugzeug wird abgeschossen, nur wenige überleben und retten sich nach Frankreich – in ein kleines Dorf, welches unter der Naziherrschaft leidet. Dort kommen die US-Soldaten einem grauenhaften Nazi-Experiment auf die Spur…

Meine Meinung:

Man nehme geschichtliche Ereignisse (2. Weltkrieg, Nazi-Experimente), unbekannte, günstige No-Names als Regisseur und Darsteller, und einen namhaften Hollywood-Produzenten, mit dem man im Trailer werben kann (J.J. Abrams) und vermischt es mit Horrorparts = fertig ist der neue Hit. Den fetzigen Trailer, der ein actiongeladenes Horrorepos suggeriert, soll an der Stelle nicht unerwähnt bleiben.

Leider ist Overlord nur klischeehafter, unspektakulärer 08/15 Hollywood-Schund geworden, der zudem, kleiner ist, als erwartet. Das gilt für Budget und Actionszenen. Der Film, der fast zwei Stunden läuft, wartet nämlich hauptsächlich im letzten Viertel mit Action auf, die jedoch nur durchschnittlich geworden ist, da nichts Spektakuläres, Neues oder Originelles.

Die Figuren sind allesamt 08/15 Figuren voller Klischees – so wie sie agieren, sich benehmen und wie sie oberflächlich charakterisiert sind. Das Schicksal der Figuren ist dem Zuschauer total egal. Der Film läuft deutlich zu lang, das Interesse ist schnell verschwunden.

Eine Stimmung oder Spannung sind nicht vorhanden – man weiss, worauf der Film hinausläuft und/oder wie einzelne Szenen später nochmals aufgegriffen werde (Feuerzeug Szene z.B.). Daran ist auch der Trailer Schuld, der aus dem Inhalt und dem Verlauf keine Überraschung machen.

Originell ist definitiv anders. Hätte es bessere und mehr Action gegeben, die ein oder andere Überraschung oder spannende Momente, und wären die Figuren nicht oberflächliche 08/15 Figuren, dann hätte aus dem Stoff was werden können. So aber nicht…

Fazit: Nur für Hollywood-Fans interessant…

Infos:

O: Overlord

USA 2018

R: Julius Avery

D: Wyatt Russell, Iain De Caestecker, Pilou Asbæk, Bokeem Woodbine

Laufzeit der Originalversion: Ca. 110 Min.

Gesehen am: 10.03.19

Fassungen: Gesehen via Stream in HD-Qualität in der Originalversion (Englisch, bisschen Deutsch/Franz. mit englischen Subs). Erscheint Ende März in Deutschland Uncut auf DVD und Blu-Ray. In der Deutschen Sprachfassung kann der Film schonmal nicht funktionieren, wenn alle Deutsch sprechen…