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Mittwoch, 3. Oktober 2018

Veronica - Spiel mit dem Teufel Review

Horroktober 2018 Spezial


Veronica - Spiel mit dem Teufel

Story:

Madrid 1991:

Die junge Veronica (Sandra Escacena) will den Geist ihres toten Vaters heraufbeschwören. Doch stattdessen beschwört sie einen bösen Geist…

Meine Meinung:

Der auf wahren Polizeiprotokollen basierende Fall um paranormale Ereignisse ist der neuste Film von Paco Plaza – dem Regisseur von Filmen wie Romasanta und der [Rec] Reihe (in Teil eins führte auch Jaume Balagueró Regie). Mit Veronica ist ihm bisher sein stärkster Film gelungen.

Zwar ist der Film inhaltlich nicht neu und/oder originell, aber handwerklich und optisch ist der Film stark inszeniert. Vor allem der ruhige, stimmungsvolle Aufbau der Geschichte, in dem die Figuren, deren Probleme und Änderungen nachvollziehbar begleitet werden, sind die Stärken des Filmes. Die Figuren sind einem nicht egal und sie nerven auch nicht – sie erhalten genug Zeit, um charakterisiert zu werden. Es wird weniger Wert auf Effekthascherei gelegt. Sondern mehr Wert auf Aufbau, Figuren und Stimmung.

Die Gruselstimmung baut sich öfters auf – einige Szenen sehr gruselig und laden ein, um Gänsehaut zu entwickeln. Auf wilde, vorhersehbare Jump-Scares im 5-Minutentakt wird dabei aber verzichtet (erschrocken bin ich auch nie).

Die mir unbekannten Darsteller waren alle sehr gut. Fesselnder Film, der durch eine packende Inszenierung, eine starke Dramaturgie und glaubhafte Figurenzeichnungen zu überzeugen vermag.

Wer Gruselfilme mag, kann sich gut an den spanischen Genre-Beitrag Veronica wagen. Paco Plaza – bitte mehr davon!

Infos:

O: Verónica

Spanien 2017

R: Paco Plaza

D: Ana Torrent, Leticia Dolera, Sonia Almarcha, Maru Valdivielso, Consuelo Trujillo

Laufzeit der dt. DVD: 101:14 Min.

Gesehen am: 03.10.18

Fassungen: Mir lag die dt. DVD von Koch Media vor = Uncut, Deutsch/Spanisch mit dt. Subs, sehr gute Bild- und Tonqualität. Gäbe es auch auf Blu-Ray.