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Donnerstag, 28. September 2017

Update

28.09.17 - Neue Reviews


- Yes, Sir!

- Annabelle 2

- Vier Schlitzaugen rechnen ab

- Devil Gambler (Archiv Review)

Yes, Sir! Review





Yes, Sir!

Story:

Vier junge Männer treten der taiwanesischen Armee bei. Für lange Zeit absolvieren sie die harte Armeeschule. Besonders negativ erscheint ihnen der strikte und strenge Gruppenleiter. Doch im Verlauf der Geschichte, welche die vier jungen Männern zu dicken Freunden formt, kommen auch lustige und romantische Seiten im harten Alltag des Armeelebens zur Geltung und am Ende ändert sich gar ihre Meinung zum strengen Gruppenleiter.

Meine Meinung:

Bei Yes, Sir! handelt es sich um eine mehrteilige, zumindest in Taiwan populäre Film-Reihe, in welchen frühere Stars erste Erfahrungen im Filmgeschäft beweisen durften (z.B. Brigitte Lin in einer der Fortsetzungen). Selbst 2016 wurde eine weitere Fortsetzung, Yes, Sir 7, in einer Filmdatenbank aufgenommen.

Die Reihe scheint ausserhalb Taiwans jedoch kaum jemand zu kennen. Der Plot ist simpel: der Alltag im Militär-Camp, die strengen Regeln, diverse Schicksale und Figuren, die zu Freunden werden und hier und da etwas Komödie und Romanze analog zum HK Kino dürfen auch nicht fehlen. Dazu kommt sehr viel Patriotismus. Der Film endet damit, dass die vier Männer die Motive ihres Gruppenleiters verstehen und auch dieser als Mensch mit Gefühlen dargestellt wird – Happy End. Es ist also KEIN Kriegsfilm und es gibt keine Action-Szenen zu sehen (z.B. wie im ähnlichen Streifen Top Squad aus Hong Kong) sondern nur Trainingsszenen.

Das sorgt für mehr oder weniger anspruchslose Unterhaltung, die man gut schauen kann. Es handelt sich jedoch definitiv nicht um ein filmisches Highlight und wirkliche Highlights sind rar gesät. Es ist kein Must See Titel – aber für einen Blindkauf war Yes, Sir! ganz okay.

Die Darsteller sind okay, mir aber unbekannt. Scheinen alles Taiwanesische Darsteller zu sein – bekannte Hong Kong Namen tauchen (zumindest in diesem Teil) noch nicht auf.

Infos:

O: Bao gao ban zhang

Taiwan 1988

R: Chin Ao-Hsun

D: Ko Chun-Hsiung, Lau Shui Kei, Siu Hung-Mui, Tou Chung-Hua, Doze Niu

Laufzeit der TW DVD: Ca. 100 Min.

Gesehen am: 30.08.17

Fassungen: Es gibt keine dt. Fassung (Stand: Aug. 2017). Mir lag die DVD aus Taiwan vor = Uncut, O-Ton, englische Subs, solide Bildqualität.

Annabelle 2 Review



Annabelle 2

Story:

Vorgeschichte zu Annabelle:

Nach dem tragischen Tod ihrer Tochter eröffnet ein Puppenmacher und seine Frau ein Waisenhaus. Keine gute Idee…

Meine Meinung:

Annabelle ist die Puppe, welche in The Conjuring kurz auftaucht. Daraufhin wurde ein Spin-Off kreiert, ein eigener Film welcher der Puppe gerecht werden sollte: Annabelle! Leider war der Film sehr enttäuschend.

Den 2. Teil sah ich mir nun trotzdem an – ich erhoffte mir wie schon bei Ouija 2 eine klare Steigerung zu Teil eins. Und Annabelle 2 ist ein deutlich besserer Film als Teil eins geworden und damit schon sehenswert. Regie führte David F. Sandberg, der schon für den soliden Gruslfilm Light Outs verantwortlich war.

Aber – der Film hätte hier und da gerne spannender sein dürfen und erschrocken bin ich auch nur 1-2x – was leicht dürftig ist. Da waren andere Filme dann schon stimmungsvoller, unheimlicher und spannender (It Follows, The Witch, The Babadook, The Conjuring 1 + 2, Insidious, Ouija: Ursprung des Bösen, Don’t Knock Twice).

Im Vergleich lässt Annabelle 2 immerhin Werke wie Annabelle Teil 1, Ouija Teil 1, The Darkness (US Film von 2016 ist gemeint), Before I Wake, We Are Still Here und Insidious 2 + 3 weit hinter sich, welche deutlich schlechter waren und sich nicht wirklich empfehlen.

Negativ an Annabelle 2 war die Darstellung des Teufels, welche einfach billig war. Und zudem überhaupt nicht schreckhaft oder gruselig. Was jedoch nicht heisst, dass es keine Szenen gibt, die stimmungsvoll, unheimlich oder gruselig wären. Das ist teilweise schon auch der Fall, aber anzahlmässig hätte es mehr sein dürfen. Was gibt es Schöneres als sich im Kino gruseln zu lassen?

In folgenden Punkten ist der Film stark: Das Retro Setting ist wie schon in Ouija 2 eine willkommene Änderung zu Teil eins, der Film wirkt aufwändiger und vor allem sind die Darsteller und Figurenzeichnungen viel besser als in Teil eins. Vor allem die beiden Mädels spielen phänomenal gut. Vor allem Lulu Wilson war ganz stark wie schon in Ouija 2. Sie darf gerne mehr in solchen Genre-Werken mitwirken, weil sie Qualität und Klasse in ihre Rollen bringt und glaubhaft wirkt/agiert.

Fazit: Wer sich gerne gruseln lassen möchte, wird mit Annabelle 2 gute Chancen haben!

PS: Am Ende gibt es die innovative Verknüpfung mit Annabelle (Teil 1).

Infos:

O: Annabelle: Creation

USA 2017

R: David F. Sandberg

D: Stephanie Sigman, Talitha Bateman, Lulu Wilson, Philippa Coulthard

Laufzeit der Kinoversion: Ca. 109 Min.

Gesehen am: 29.08.17

Fassungen: Im Schweizer Kino gesehen in der deutschsynchronisierten Fassung. Uncut. Soll noch Ende Dez. 2017 in Frankreich auf Blu Ray erscheinen während in Deutschland Januar 2018 angepeilt wird.

Vier Schlitzaugen rechnen ab Review



Vier Schlitzaugen rechnen ab

Story:

Drei verkrüppelte verbünden sich mit einem ehemaligen Anführer einer Bande (Ku Feng), der sie trainiert damit sie trotz Behinderung den rächenden Weg des Kampfes gehen und den Bösewicht am Ende stellen können…

Meine Meinung:

Billger Old School Kung Film der sich dem «Krüppel» Thema bedient – eine handvoll Filme, in welchen «Behinderte» austeilen, Rachethemen durchführen und sich ihrer Haut, meist nach einem Training, zu wehren wissen. Teilweise wurden die Einschränkungen und Behinderungen nur gespielt, teilweise nahm man Menschen mit realistischen Behinderungen als Kämpfer.

Da sind einige tolle Titel bei raus gekommen wie Crippled Avengers (Shaw Brothers, in Deutsch Vier gnadenlose Rächer), The Crippled Masters (Taiwan Old School Kung Fu mit einem Kämpfer ohne Beine und einem Kämpfer mit nur einem Arm, beide waren später noch in zwei-drei weiteren Filmen zu sehen, sehr beeindruckend wie sie trotz Behinderung kämpfen können) und natürlich die ganzen Filme, die vom Shaw Brothers Erfolgshit The One-Armed Swordsman inspiriert wurden (inklusive zwei Fortsetzungen). Auch in anderen Ländern war das Thema gefragt (Japan mit seiner über 20stelligen Zatoichi Reihe, dem blinden Masseur und Samurai).

Jetzt aber zu Vier Schlitzaugen rechnen ab: ich fand den Streifen nur durchschnittlich und von all den Titeln, welche ich zuletzt von dem Label gesehen habe (Bruce Li - Die Killerkralle, The Big Boss 2 – Rache in Shanghai!, Bruce Lee - Seine Erben nehmen Rache, Der Tiger mit der Todeskralle, Drei wild wie der Teufel), deutlich am schwächsten. Als grosser Old School Kung Fu Fan bleibt der Film natürlich trotzdem in der Sammlung, aber man darf nichts Spektakuläres oder Neues erwarten.

Für einen Film dieser Art war die Action bzw. Kämpfe verbesserungswürdig. Dies gilt für Ideen, Länge, Choreographie, Abwechslung, Trainingsszenen. Am Ende nimmt man die Handicaps der Figuren gar nicht mehr wahr. Zudem wurde auf Darsteller der B-Sparte zurückgegriffen, welche sich (Ausnahme Shaw Brothers Star Ku Feng) für Hauptrollen nicht eignen, da wenig charismatisch und die scheinbar auch kaum über echte Kung Fu Erfahrung verfügen.

Immerhin rettet die dt. Synchronisation, welche gut gelungen und den Film aufwertet, den Film hier und da noch ein wenig. Und richtig schlecht sieht auch anders aus, aber trotzdem ist und bleibt Vier Schlitzaugen rechnen ab nur ein durchschnittlicher Streifen, den man auch als Kung Fu Film Fan nicht unbedingt gesehen haben muss. Man verpasst eigentlich nichts.

Infos:

O: Si Dai Bo Quan

HK 1979

R: Hua Jen

D: Ku Feng, Hon Kwok-Choi, Addy Sung Gam-Loi, To Siu-Ming, Cheng Kei-Ying

Laufzeit der dt. DVD: 88:50 Min.

Gesehen am: 22.08.17

Fassungen: Mir lag die dt. DVD vor = Wendecover, Uncut (früher zensierte Szenen sind aus einem holländischen VHS ins Master eingefügt worden), gute bis schlechte Bildqualität (schlecht = eingefügte Szenen), deutscher Ton (gute Synchro) oder Englisch Dubbed. Die Schwankungen in der Bildqualität nehme ich zugunsten einer Uncut Fassung gerne in Kauf. Die alte dt. Kinofassung (zensiert) wäre auch noch an Bord.

Devil Gambler Review



Devil Gambler

Story:

Gangsterboss Lon (Ku Feng) wird an einer Feier ermordet, viele seiner Gang-Mitglieder und Gäste ebenfalls getötet. Tochter Annie kann entkommen, wird jedoch später vergewaltigt, ihr Freund und Polizist verprügelt. Annie reist daraufhin traumatisiert nach Las Vegas zu Uncle Hua (Wu Ma), der sie im Töten trainiert. Annie kehrt daraufhin als Profikiller zusammen mit zwei weiteren Killerinnen nach Taiwan zurück, um an den Mördern ihres Vaters Rache zu üben...

Meine Meinung:

Devil Gambler ist ein wenig bekannter, billig in Taiwan hergestellter B-Actionfilm geworden der zumindest für Fans des billigeren taiwanesischen Actionkinos okay und zu empfehlen ist. Man darf einfach nicht zu viel erwarten, denn Highlights oder gar Spektakel oder etwas Originelles / Neues bekommt man in dem Film definitiv NICHT geboten.

Das habe ich aber auch nicht erwartet - der Film ist übrigens kein Gamble Film wobei es immerhin eine Gamble Szene zu sehen gibt. Der Film ist typisch für das Genre (technisch durchschnittlich) und kurzweilig. Das Rachethema funktioniert gut, der Film fängt gleich actionmässig an und einige der Racheszenen könnten ansatzweise fast aus Rape and Revenge Filmen stammen, wenn die Mädels mit ihren Reizen geizen, um die Gegner besiegen und töten zu können.

Die Darsteller waren mir bis auf Wu Ma (auch Regie) und Shaw Brothers Legende Ku Feng (beide nur in Nebenrollen zu sehen) nicht bekannt. Sie machen aber einen soliden Job, vor allem die drei Killerinnen. Hier und da gibt es einige Längen, wenn die Story in Füllszenen versinkt und nur zäh voranschreitet.

Aber die solide und coole Action (Kampfszenen, blutige Shoot-Outs, paar kleinere Stunts) lockern die Längen dann immer wieder auf, so dass ich den Kauf schlussendlich alles andere als bereue. Für Fans des Taiwan Kinos zu empfehlen!

Infos:

O: Du Mo

Taiwan 1991

R: Gao Bin, Wu Ma

D: Ku Feng, Wu Ma

Laufzeit der HK VCD: 91:28 Min.

Fassungen: Es gibt keine dt. Fassung (Stand: Juli 2016). Mir lag die HK VCD vor = Uncut, O-Ton mit festen englischen UT, durchschnittliche bis schlechte (Nachtszenen) Bildqualität.

Montag, 25. September 2017

Update

25.09.17 - Neue Reviews und Neukauf

- Neukauf


- Ghosthouse (komplett überarbeitet)

- Tiger Cage (komplett überarbeitet)

- Heads for Sale

- Symptoms (Archiv Review)

Ghosthouse Review



Ghosthouse

Story:

Ein Funker nimmt einen mysteriösen Hilferuf in einem Signal entgegen. Bald schon wird die Quelle ausgemacht: ein abgelegenes, unbewohntes Haus. Der Funker, dessen Freundin und andere junge Menschen wollen dem Signal auf den Grund gehen. Doch das Haus wird von einem Geist heimgesucht, welches sich schon bald seine Opfer holt…

Meine Meinung:

Ende der 80er Jahre wurde das Ital. Genre Kino bereits zahmer, international weniger erfolgreicher und versuchte mehr und mehr, «amerikanisch» wirken zu wollen. Das trifft hier auf Figuren, die Stadt und die Story zu. Eigentlich wirkt Ghosthouse phasenweise wie ein 08/15 Slasher (was nicht negativ gemeint ist).

Weitere Querverweise: die House Filme waren dazumal in den USA sehr erfolgreich. Zudem erhielt der Film in Italien den Titel La Casa 3 – eine Anspielung auf Tanz der Teufel 1 und 2, welche in Italien La Casa heissen. Man hat daher bewusst provokativ La Casa als Titel gewählt, um mehr Leute in die Kinos zu locken, was lt. Produzent Joe D’Amato auch funktionierte = zwei Fortsetzungen waren der Fall (mit diversen Alternativtitel wie Ghosthouse, House 5, La Casa 4 etc.).

Und Regisseur Umberto Lenzi wählte ein Pseudonym, um den Film zu drehen und besser vermarkten zu können (im Ausland). Was eher schwach bzw. mittelmässig war:

Die Amerikanisierung wirkt sich in einigen Szenen negativ auf die Stimmung aus. Die Figuren sind einem egal, No Names, einige auch überhaupt nicht glaubhaft und/oder sympathisch. Für einen «Slasher» fehlten obligatorische Nackt- und Sexszenen.

Gut waren: der Beginn des Filmes, der Giallo Qualitäten besass. Die Stimmung war teilweise atmosphärisch und gruselig (über den ganzen Film gesehen immer wieder). Es gab positive Phänomene wie das Geistermädchen, das Kinderlied und böse Clowns sind ebenso immer wundervolle Momente in einer Horrorstory und dazu die Gerippe-Maske am Ende mit den Maden = eine der schönsten Szenen des Filmes!

Das Ende fand ich auch gut (kein Happy End) und die Morde sind fantasievoll und blutig, wenn natürlich gleichzeitig auch zahmer als zu den besten Argento und/oder Fulci Zeiten und wurde nun in Deutschland gar mit einer FSK16 gewürdigt! Trotzdem nette Slasher Morde, welche eben vor allem das US Slasher Genre erinnern. Da ich auch ein grosser Slasher Fan bin, soll mir das recht sein. Das hat auch ein wenig die negative Seite der mässigen Figurenzeichnungen relativiert, da diese so oder so nur Kanonenfutter darstellten – also müssen sie auch nicht sonderlich glaubhaft und/oder sympathisch erscheinen.

Fazit: Sicher nicht ein Highlight des Ital. Genre Filmes, aber nette und solide Unterhaltung für zwischen durch und dafür gut geeignet! 

Gefolgt von: Witchery

Infos:

O: La Casa 3 – Ghosthouse

Italien, USA 1988

R: Umberto Lenzi

D: Lara Wendel, Greg Rhodes, Mary Sellers, Ron Houck, Martin Jay, Kate Silver

Laufzeit der dt. DVD: Ca. 91 Min.

Gesehen bzw. Review überarbeitet am: 19.08.17

Fassungen: Bei Ital. Filmen, auch wenn es hier und da keinen echten O-Ton gibt (am Set wurde teilweise, je nach Darsteller, auch Englisch und Ital. gesprochen und danach der Film auf Englisch oder Ital. synchronisiert), ist Ital. mit Subs immer eine Option, welche ich bevorzuge, da Englisch Dubbed sich oft sehr billig anhört bei Ital. Filmen. Bei Ital. Polizei/Gangsterfilmen mag ich zudem die dt. Synchronisation und bevorzuge diese. Die alte DVD von X-Rated hatte keinen Ital. Ton – die neue dt. DVD hat nun u.a. Ital. Ton und dt. Subs. Die DVD von LFG (vertreiben quasi die neue X-Rated Blu Ray Fassung auf DVD oder Blu Ray fürs Kaufhaus) kann ich empfehlen, da billig (die X-Rated hat bei Erscheinung etwa das 5fache gekostet), neu Uncut mit FSK 16, u.a. Ital. Ton und dt. Subs und gute Bild- und Tonqualität. Da ich sogar noch die alte DVD von X-Rated habe (hübsche Hartbox), werde ich die neue DVD in dieser Verpackung in die Sammlung stellen, da mir diese wirklich besser gefällt als das Cover der LFG DVD (welche entsorgt wird zusammen mit der alten X-Rated Scheibe).

Tiger Cage Review



Tiger Cage

Story:

Nach einem Polizeieinsatz wird Polizist Hsiu (Leung Kar-Yan) von Gangster Swatow Hsiung (Johnny Wang Lung-Wei) getötet. Die Polizei (u.a. Donnie Yen, Jacky Cheung, Carol Cheng Yu-Ling) will Rache und Aufklärung. Doch dies ist nur die Spitze des Eisberges, als korrupte Cops (Simon Yam, Ng Man tat) und ausländische Drogendealer (u.a. Michael Woods) für den Tod von weiteren Kollegen verantwortlich werden…

Meine Meinung:

Tiger Cage habe ich seit vielen Jahren nicht mehr gesehen. Bei der Erstsichtung kannte ich noch nicht so viele der HK Stars wie ich es heute tue, mit den Shaw Brothers kannte ich mich gar nicht aus und viele tolle Low-Budget Filme aus dem Land kannte ich ebenso wenig (und kann nun mit Klassikern wie Tiger Cage vergleichen).

Tiger Cage ist ein absoluter Klassiker des Genres und ein MUSS für jeden HK Actionfilm Fan. Der Film bietet eine rundherum hohe Qualität an Schauspiel, bekannten Gesichtern und tollen, erstklassigen Stunts- und Actionszenen. Dagegen kommen auch viele später entstandene Low-Budget Produktionen nicht heran.

Der Film verbindet Namen der alten Generation (ehemalige Shaw Brothers Stars wie Leung Kar-Yan und Johnny Wang Lung-Wei) mit Namen der neuen Generation (Jacky Cheung, Donnie Yen, Ng Man Tat, Simon Yam) und der Mix kann sich sehen lassen. Yuen Woo Ping, der auch schon ganz früh für die Shaw Brothers arbeitete und Jahre zuvor (1984) Donnie Yen in Drunken Tai Chi entdeckte, führt hier Regie und sorgt dafür, dass sich Donnie Yens Karriere weiter entwickelt. Er darf viel von seinem Können zeigen, bietet im Film die überraschendste Szene (= Twist) und fungierte hier das erste Mal gar als Action Director und bringt seinen Gweilo Freund Michael Woods mit in den Film als Drogendealer, mit welchem er sich am Strand einen sehenswerten, harten Kampf liefert.

Die Action ist allgemein klasse in Szene gesetzt. Darsteller wie Simon Yam, Jacky Cheung, die Geweilos wie auch Johnny Wang Lung-Wei oder Carol Cheng Yu-Ling machen alle in ihren Kampfszenen eine tolle Figur – so als ob alle Martial Arts ausübende wären – was jedoch nicht der Fall ist. Dies dem Zuschauer aber dank einer tollen Choreographie und Kameraführung weiss zu machen, zeugt von Talent und Klasse seitens des Action-Teams Rund um Donnie Yen.

Abgerundet wird der Actionthriller was Action-Szenen angehen vor allem durch Explosionen (Autos, Fässer), Stunts (Jacky Cheung fliegt in Tisch, Johnny Wang Lung-Wei prallt bei Sturz ab und erst dann ins Wasser, Ng Man Tat wird durch Gelände gekickt, Carol Cheng Yu-Ling wird vom Auto an Stacheldraht mitgeschleift etc.) und sehr blutige, effektive und real dargestellte Shoot-Outs – besonders zwei Kopfschüsse sind sehr blutig und was Effektarbeiten angehen realistisch in Szene gesetzt (mehr als nur ein bisschen blutige Farbe am Kopf), tolle Make-Up Arbeiten.

Die Story ist an sich nicht sonderlich originell, aber als Mittel zum Zweck für tolle Action bietet sie sich gut an. Die Dramatik ist auch durch gutes Schauspiel und Ernsthaftigkeit gegeben – der Actionthriller wirkt relativ düster und der Verzicht auf den typischen HK Humor und Klamauk tut dem Film sichtlich gut (Ausnahme ist die Szene, in welcher Fung Hak-On durch die Polizei zum Sprechen gebracht wird).
Und der inhaltliche Twist gibt klare Pluspunkte. Längen sucht man vergebens.

Jacky Cheung und Carol Cheng Yu-Ling, später auch in vielen humoristischen Rollen zu sehen, haben mir in den ernsten Rollen sehr gut gefallen. Ebenso Ng Man Tat – den ich sonst vor allem aus lustigen Stephen Chow Filmen kenne (er spielt dort meist Stephen Chows Sidekick). Ihn in einer solch dramatischen Rolle zu erleben war sehr schön und beweist, was für ein toller und wechselhafter Schauspieler er ist. Donnie Yen war wie gesagt klasse und die Gweilo Darsteller sehe ich als Bösewichte immer gerne. Es sollte nicht das einzige Zusammenarbeit zwischen Donnie Yen und Michael Woods, dem schwarzen Kämpfer, bleiben. Auch danach trafen sie noch mehrfach aufeinander (z.B. in Yuen Woo Pings In the Line of Duty 4 oder in Crystal Hunt). Simon Yam war auch stark – aber das kann er einfach: fiese Typen und Bösewichte mimen!

Und zwei bekannte Shaw Brothers Stars in Nebenrollen zu sehen war für mich als Shaw Brothers Fan auch sehr cool!

In dem Film stimmte einfach alles: Story, Darsteller, Mix aus Action, Schauspiel und Dramatik = Klassiker und jedem Fan von modernen Actionfilmen aus Hong Kong nur zu empfehlen! 

Gefolgt von: Tiger Cage 2

Infos:

O: Dak Ging To Lung

HK 1988

R: Yuen Woo Ping

D: Simon Yam, Ng Man Tat, Donnie Yen, Jacky Cheung, Carol Cheng Yu-Ling, Michael Woods, Leung Kar-Yan, Johnny Wang Lung-Wei, Fung Hak-On

Laufzeit der HK DVD: 92:48 Min.

Gesehen bzw. Review überarbeitet: 19.08.17

Fassungen: In Deutschland bisher seit Jahren nur zensiert erhältlich (als Ultra Force 4) = nicht zu empfehlen (Stand: Aug. 2017). Die alte HK DVD war kaum mehr zu bekommen (Label Universe). Doch dank Neuauflagen ist es nun ein leichtes, eine anständige Fassung erhalten. Mir lag die HK DVD (Neuauflage) von Joy Sales / Fortune Star vor = Uncut, O-Ton, englische Subs, sehr gute Bild- und Tonqualität (u.a. nette DTS Tonspur), Schuber. Code Free DVD. Gibt es mind. in HK vom gleichen Label auch auf Blu Ray. Die DVD ist mir jedoch völlig ausreichend.

Heads for Sale Review





Heads for Sale

Story:

Bilian (Chiao Chiao), eine Tochter eines Gangsters, wird von dem potenziell auserwählten Ehemann in die Wüste geschickt, was sie zur Furie werden lässt. Bilian attackiert ihren Fast-Ehemann ehe sie sich aus dem Staub macht – und er hinter ihr her, um ihr Herz zurück zu erobern. Derweil legt sich Bilian mit Gangstern an (u.a. Fan Mei-Sheng) was die Sache für den Fast-Ehemann ungemein schwieriger werden lässt…

Meine Meinung:

Dieser Shaw Brothers Film har mir gut gefallen. Solide Arbeit die zwar nicht aus der Masse hinaussticht (so habe ich von diesem Shaw Brothers Titel zuvor noch nie gehört) aber im Grossen und Ganzen okay ist und einfach unterhaltend.

Die Story war okay – «Ehemann» der seiner «Ehefrau» nachjagt welche sich in Gefahr bringt, als ein ehemaliger Gegner des Ehemannes diesen erkennt und durch eine List ins Gefängnis werfen lässt. Zuvor rettet er seine Geliebte mehrfach – und nun liegt es an ihr, ihren auserwählten Ehemann aus dem Gefängnis zu befreien. Und erst in diesen Szenen kommt der Titel zum Einsatz – sie köpft zwei Kämpfer und bietet die Köpfe zum Verkauf an. Schon ein interessanter englischer Titel zu einer interessanten Szene im Film.

Auf allzu bekannte Namen wurde in diesem Film verzichtet. Mir war nur Fan Mei-Sheng ein Begriff. Chiao Chiao hingegen hat mich positiv überrascht: schlagkräftig, selbstbewusst, sexy. So kommt sie in dieser Hauptrolle rüber und daher ist jede Szene mit ihr sehenswert. Der restliche Cast ist solide.

Solide Qualität trifft auch auf die Kampfszenen zu – welche Spass machen da teilweise originelle Waffen und/oder blutige Schwertkampfszenen.

Man darf einfach kein Highlight erwarten (Story, Schauspieler, Originalität, Action) sondern einen grundsoliden Shaw Brothers Film, der immerhin etwas nicht ist: langweilig!

Fazit: Shaw Brothers Fans zu empfehlen!

Infos:

O: Nu Xia Mai Ren Tou

HK 1970

R: Chung Chang-wha

D: Chiao Chiao, Chen Liang, Wang Hsieh, Helen Ma, Chen Yan-Yan, Fan Mei-Sheng

Laufzeit der Originalversion: Ca. 86 Min.

Gesehen am: 18.08.17

Fassungen: Es gibt keine dt. Fassung (Stand: Aug. 2017). Gesehen via Ziieagle Box = Uncut, gute Bildqualität, O-Ton, englische Subs. Gibt es u.a. auch als HK DVD (Uncut, O-Ton, englische Subs, Code drei Scheibe).

Symptoms Review



Symptoms

Story:

Helen (Angela Pleasence) lebt alleine in ihrem grossen, abgelegenen Anwesen. Sie fühlt sich nicht gut. Sie lädt deshalb für einige Tage ihre Freundin Ann (Lorna Heilbron) ein damit sie nicht alleine ist. Ann nimmt das Angebot an und hört schon bald nachts komische Geräusche und Stimmen, so als ob noch jemand anderes in dem Haus leben würde...

Meine Meinung:

Symptoms war ein gelungener Blindkauf. Fans des fantastischen Films werden damit ihre Freude haben. Mir hat der Film gut Gefallen - ich habe mir den Film ohne jegliches Vorwissen angeschaut und habe den Streifen, der sehr stimmungsvoll und unheimlich in Szene gesetzt ist, auf mich wirken lassen.

Und der Film hat mich nach und nach gefesselt und trotz vieler ruhiger Szenen und nur wenig Action gut unterhalten. Die Darsteller machen einen tollen Job. Nicht nur schauspielerisch, sondern auch vom Aussehen passen sie gut in die Rollen. Angela Pleasence sieht mit ihren sonderbaren Augen und der Mimik sehr unheimlich aus. Sie ist übrigens die Tochter von Donald Pleasence (dem Star der Halloween Reihe).

Zur Story will ich gar nicht näher eingehen, um Überraschungen nicht zu vermissen. Symptoms war meine erste Sinneserfahrung von Regisseur José Ramón Larraz, der noch einige andere tolle Filme gedreht haben soll (z.B. Vampyres 1974). Inhalte ähnliche wie die Werke von Jess Franco und/oder Jean Rollin, nur kunstvoller und mit mehr Stil (wenn man Reviews Glauben schenken darf). Symptoms behandelt ähnliche Themen (versteckte Sexualität, Homosexualität, Vampirismus) und vermischt diese mit tollen Bildern der englischen Natur und unheimlichen, dunkeln Szenen des Hauses - also ein Mix aus Suspense, Erotik und Gothic-Grusel der bestens, intensiv und spannend funktioniert.

Zwar ein ruhiger Film der erst gegen Ende Action bietet, aber da mir langsame Stimmungs- und Story Aufbauten gefallen, empfand ich dies nicht als negativ. Symptoms hat mir gut gefallen, so dass ich mich in Zukunft sicher noch mit anderen Streifen von Regisseur José Ramón Larraz beschäftigen werde.

Infos:

O: Symptoms

UK, Belgien 1974

R: José Ramón Larraz

D: Angela Pleasence, Mike Grady, Lorna Heilbron, Raymond Huntley

Laufzeit der US Blu: Ca. 91 Min.

Gesehen an: 25.07.16

Fassungen: Es gibt keine dt. Fassung (Stand: Juli 2016). Mir lag die US DVD von Mondo Macabre vor = Uncut, sehr gute Bildqualität, O-Ton, englische UT und Extras vorhanden. Die Blu Ray ist Code Free.

Neukauf

Letzte Woche erhalten:







Fango Bollente - Die grausamen Drei
Ital. Film vom deutschen Label Camera Obscura. Blu Ray. 

Freitag, 22. September 2017

Update

22.09.17 - Neue Reviews und letzter Bericht zum FFF Online


- FFF Bericht letzter Tag

- 47 Meters Down (FFF 2017 Spezial)

47 Meters Down Review


FFF 2017 Spezial


47 Meters Down

Story:

Haibeobachtung im Käfig. Zwei Schwestern lassen sich diese Touristenattraktion nicht entgehen. Dumm nur, als das Kabel reist und der Käfig in die Tiefe gleitet. Sauerstoff ist nur limitiert verfügbar und im Gebiet wimmelt es von Haien…

Meine Meinung:

Auf 47 Meters Down, mein letzter Film an meiner ersten Fantasy Film Fest Erfahrung (das Filmfest läuft noch paar Tage), hätte ich gut zugusten einer früheren Heimreise in die Schweiz verzichten können.

Den Film kann man einmal schauen, aber mehr nicht. Die Figurenzeichnungen sind 08/15 klischeehaft, Haie kommen über die ganze Laufzeit verteilt nur wenig vor (und dazu noch sichtbar alles CGI Tiere) und die Handlungen und Entscheide, welche die zwei Mädels immer wieder treffen, sind unglaubwürdig und nervend. Wenn ich Sauerstoff sparen müsste, würde ich mich ruhig verhalten - und nicht über die Beziehungsprobleme sprechen und somit Sauerstoff verbrauchen...

Der Film bietet hier und da einige interessante Aspekte, welche Angst auslösen können. Isloiert sein. Auf sich allein gestellt sein. Unwissenheit. Es gibt mehr Gefahren als nur Haie unter Wasser - und zumindest das wurde im Film in einigen Szenen auch schön stimmungsvoll und zumindest auch in einer Szene spannend umgesetzt. 

Das wenige Positive macht den Film aber auch nicht besser, so dass ich 47 Meters Down nicht wirklich empfehlen kann. Da der Low-Budget Film in den USA sehr erfolgreich war, wurde eine Fortsetzung bereits angekündigt (welche wahrscheinlich auch ein höheres Budget haben dürfte). 

Ich denke, die Fortsetzung werde ich mir nicht ansehen...

Infos:

O: 47 Meters Down

Dominikanische Republik, Großbritannien, USA 2017

R: Johannes Roberts

D: Matthew Modine, Mandy Moore, Claire Holt, Yani Gellman, Chris Johnson

Laufzeit der Kinoversion: Ca. 89 Min.

Gesehen am: Fantasy Film Fest 2017 (Sept. 2017)

Fassungen: Gesehen am Fantasy Film Fest 2017. US DVD / Blu Ray erscheint Ende Sept. dieses Monats. In Deutschland noch nicht angekündigt (Stand: Sept. 2017).

FFF letzter Tag Bericht

Letzter Tag

Heute hiess es: Check Out! Und zwar um 11.00 Uhr. D.h. vorher aufstehen, duschen, packen, Reviews von gestern schreiben. 

Danach ausgecheckt, Taxi Standorte gesucht, Kaffee getrunken und zum Abschluss vor dem letzten FFF Film nochmals Fleisch essen gegangen - diesmal Filet und 350g. Beilagen, Trinken und Dessert wie paar Tage zuvor - das Fleisch war sehr gut. Restaurant heisst: Maredo. 



Danach den ersten Film am heutigen Tag geschaut - man konnte schon gut 30 Min. vor Beginn ins Kino. Es hatte nur wenig Publikum was sicherlich der frühen Laufzeit (14.30 Uhr) geschuldet war und auch weil der Film schon lief - es handelte sich um eine Wiederholung.

Den Film hätte ich auch auslassen und früher nachhause fliegen können. Nichts verpasst. Danach ging es via Taxi zum Flughafen. Der Taxifahrer, ein alter, pensionierter Berliner, zeigte sich sehr gesprächig. Sympathischer Kerl gewesen.

Ich konnte nicht abschätzen wie lange es zum Flughafen dauert - Berlin ist gross, der Flughafen nicht zentral gelegen, es herrschte bereits Feierabendverkehr. Trotzdem war ich recht schnell und günstig im Flughafen (Weg damals zum Hotel war länger und teurer).

Ich konnte nach langem Anstehen mit dem Ticket noch nicht durch die Sicherheitskontrollen, was mühsam war. Viel warten - wie ich Flughäfen und Fliegen hasse. Ich denke, nächstes Jahr komme ich mit dem Zug und steuere Frankfurt an anstatt Berlin und fliegen. Drei Stunden hat man bis Frankfurt, rechnet man die Zeit ein, welche man vor und nach einem Flug verschwendet, kommt es aufs gleiche aus. Nur dass es gemütlicher ist und man nicht abstürzten kann. Oder Nachtzug nach Berlin, was im Moment bis 07.10.17 nicht geht da Gleisarbeiten der SBB.

Ich kam trotzdem bisschen früher in Bern an als geplant. Anstatt den 00.04 Uhr Zug schaffte ich es auf den 23.17 Uhr Zug mit einmal umsteigen, warten und Verspätung wegen Bauarbeiten. Von Bern musste auch mit Taxi nach Hause. Halben Tag warten, warten und nochmal warten. Ich kam erst spät zu Hause an - und morgen ist bereits Arbeit wieder angesagt...

Fazit FFF

Hat mir gut gefallen. Mit den Filmen hatte ich etwas Pech. Drei Titel der ca. 15 Filme schaffen es auf meine Wunschliste. Was mir am FFF gefallen hat: wenn man die ganze Zeit über Frei hat kann man ALLE Filme schauen gehen. Das wären über 50 Filme gewesen.  Die Zuschauer nerven nicht. Günstiger als das NIFFF. Viel besser organisiert, keine Pannen, keine Verspätungen, keine grossen Ansprachen. Kino hat eine hervorragende Qualität.

Was schade ist aber verschmerzbar: kaum Festivalcharakter, kaum Gäste. Keine spezifischen Retroperspektiven. Genre mässig weitaus weniger weit gefächert als das, was das NIFFF immer anbietet, welches zudem viel mehr Filme zeigt, und in Neuchatel mit einem schönen See aufwarten kann.

2018 werde ich versuchen das NIFFF und FFF (diesmal komplett = wären über 50 Filme) zu besuchen! Ggf. eben in Frankfurt - oder wenn wieder Berlin, dann mit Nachtzug. Und in Berlin würde ich ein etwas moderneres Hotel buchen - habe gesehen dass es in der Gegend noch welche hätte, welche dann sicherlich auch etwas teurer wären. Das jetztige war okay, aber doch ein bisschen zu alt und schmuddelig (aber absolut ausreichend und halt auch sehr günstig).

Folgende Filme landen auf der Wunschliste:

- Shock Wave
- It Comes At Night
- I Remember You

Donnerstag, 21. September 2017

Update

21.09.17 - Neuer FFF Bericht und neue Reviews



- FFF vorletzter Tag Bericht


- Game Of Death (FFF 2017 Spezial)

- I Remember You (FFF 2017 Spezial)

- Psychopaths (FFF 2017 Spezial)

Psychopaths Review


FFF 2017 Spezial


Psychopaths

Story:

Die Hinrichtung eines Mörders ruft in einer Stadt vier Psychopathen und Serienkiller auf den Plan, welche die örtliche Bevölkerung in Angst und Schrecken versetzen…

Meine Meinung:

Der Regisseur vom Carnage Park, der letztes Jahr auch am FFF und am NIFFF lief, bringt mit Psychopaths einen Film auf die Leinwand, in welchem diverse Serienkiller die Helden sind. Ihr tun wird glorifiziert. Sie alle scheinen einem Killer, der eben gerade hingerichtet wurde, zu huldigen.

Der Film erzählt kaum eine lineare Handlung, einen richtigen Inhalt gibt es nicht wirklich und den Film teilweise als Film-Noir und/oder Natural Born Killers Hommage verstanden zu wissen, kommt billig kopiert und schwach daher.

Der Film ist, obwohl eine kurze Laufzeit habend, sehr langweilig. Die Figuren und deren Schicksale gehen einem am Arsch vorbei. In einigen Szenen ist der Film sehr brutal, in anderen jedoch kaum explizit und der meiste Gore findet im Off Screen Bereich statt. So werden auch Splatterfreaks nicht auf ihre Kosten kommen.

Vor allem die pseudo-coolen und philosophischen Sprüche des langweilig wirkenden Sprechers haben genervt wie auch immer wieder das Zeigen des Killers, der zu Beginn des Filmes hingerichtet wird, aber dennoch unbewusst für Angst und Schrecken sorgen kann (auch nicht neu - siehe Filme wie Shocker oder The Horror Show).

Und von den unterschiedlichen Killern konnte auch nur einer überzeugend (und der seltsame Cop war auch noch gut), so dass der Film auch in dieser Hinsicht den Zuschauer nicht positiv zurücklässt. So wundert es auch nicht, dass einige Zuschauer die Vorstellung angesichts des Schlechtseins verlassen haben. Hätte wohlmöglich als Kurzfilm besser funktioniert - aber nicht als Spielfilm mit normaler Laufzeit...

Fazit: Carnage Park war deutlich besser - und schon dieser reichte nicht aus, um in die Sammlung aufgenommen zu werden. Nehmt diese Warnung ernst...

Infos:

O: Psychopaths

USA 2017

R: Mickey Keating

D: Ashley Bell, James Landry Hébert, Mark Kassen, Angela Trimbur, Larry Fessenden, Sam Zimmerman

Laufzeit der Kinoversion: Ca. 85 Min.

Gesehen am: Fantasy Film Fest 2017 (Sept. 2017)

Fassungen: Gesehen am Fantasy Film Fest 2017. Es ist noch keine DVD / Blu Ray angekündigt (Stand: Sept. 2017).