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Montag, 25. September 2017

Ghosthouse Review



Ghosthouse

Story:

Ein Funker nimmt einen mysteriösen Hilferuf in einem Signal entgegen. Bald schon wird die Quelle ausgemacht: ein abgelegenes, unbewohntes Haus. Der Funker, dessen Freundin und andere junge Menschen wollen dem Signal auf den Grund gehen. Doch das Haus wird von einem Geist heimgesucht, welches sich schon bald seine Opfer holt…

Meine Meinung:

Ende der 80er Jahre wurde das Ital. Genre Kino bereits zahmer, international weniger erfolgreicher und versuchte mehr und mehr, «amerikanisch» wirken zu wollen. Das trifft hier auf Figuren, die Stadt und die Story zu. Eigentlich wirkt Ghosthouse phasenweise wie ein 08/15 Slasher (was nicht negativ gemeint ist).

Weitere Querverweise: die House Filme waren dazumal in den USA sehr erfolgreich. Zudem erhielt der Film in Italien den Titel La Casa 3 – eine Anspielung auf Tanz der Teufel 1 und 2, welche in Italien La Casa heissen. Man hat daher bewusst provokativ La Casa als Titel gewählt, um mehr Leute in die Kinos zu locken, was lt. Produzent Joe D’Amato auch funktionierte = zwei Fortsetzungen waren der Fall (mit diversen Alternativtitel wie Ghosthouse, House 5, La Casa 4 etc.).

Und Regisseur Umberto Lenzi wählte ein Pseudonym, um den Film zu drehen und besser vermarkten zu können (im Ausland). Was eher schwach bzw. mittelmässig war:

Die Amerikanisierung wirkt sich in einigen Szenen negativ auf die Stimmung aus. Die Figuren sind einem egal, No Names, einige auch überhaupt nicht glaubhaft und/oder sympathisch. Für einen «Slasher» fehlten obligatorische Nackt- und Sexszenen.

Gut waren: der Beginn des Filmes, der Giallo Qualitäten besass. Die Stimmung war teilweise atmosphärisch und gruselig (über den ganzen Film gesehen immer wieder). Es gab positive Phänomene wie das Geistermädchen, das Kinderlied und böse Clowns sind ebenso immer wundervolle Momente in einer Horrorstory und dazu die Gerippe-Maske am Ende mit den Maden = eine der schönsten Szenen des Filmes!

Das Ende fand ich auch gut (kein Happy End) und die Morde sind fantasievoll und blutig, wenn natürlich gleichzeitig auch zahmer als zu den besten Argento und/oder Fulci Zeiten und wurde nun in Deutschland gar mit einer FSK16 gewürdigt! Trotzdem nette Slasher Morde, welche eben vor allem das US Slasher Genre erinnern. Da ich auch ein grosser Slasher Fan bin, soll mir das recht sein. Das hat auch ein wenig die negative Seite der mässigen Figurenzeichnungen relativiert, da diese so oder so nur Kanonenfutter darstellten – also müssen sie auch nicht sonderlich glaubhaft und/oder sympathisch erscheinen.

Fazit: Sicher nicht ein Highlight des Ital. Genre Filmes, aber nette und solide Unterhaltung für zwischen durch und dafür gut geeignet!

Infos:

O: La Casa 3 – Ghosthouse

Italien, USA 1988

R: Umberto Lenzi

D: Lara Wendel, Greg Rhodes, Mary Sellers, Ron Houck, Martin Jay, Kate Silver

Laufzeit der dt. DVD: Ca. 91 Min.

Gesehen bzw. Review überarbeitet am: 19.08.17

Fassungen: Bei Ital. Filmen, auch wenn es hier und da keinen echten O-Ton gibt (am Set wurde teilweise, je nach Darsteller, auch Englisch und Ital. gesprochen und danach der Film auf Englisch oder Ital. synchronisiert), ist Ital. mit Subs immer eine Option, welche ich bevorzuge, da Englisch Dubbed sich oft sehr billig anhört bei Ital. Filmen. Bei Ital. Polizei/Gangsterfilmen mag ich zudem die dt. Synchronisation und bevorzuge diese. Die alte DVD von X-Rated hatte keinen Ital. Ton – die neue dt. DVD hat nun u.a. Ital. Ton und dt. Subs. Die DVD von LFG (vertreiben quasi die neue X-Rated Blu Ray Fassung auf DVD oder Blu Ray fürs Kaufhaus) kann ich empfehlen, da billig (die X-Rated hat bei Erscheinung etwa das 5fache gekostet), neu Uncut mit FSK 16, u.a. Ital. Ton und dt. Subs und gute Bild- und Tonqualität. Da ich sogar noch die alte DVD von X-Rated habe (hübsche Hartbox), werde ich die neue DVD in dieser Verpackung in die Sammlung stellen, da mir diese wirklich besser gefällt als das Cover der LFG DVD (welche entsorgt wird zusammen mit der alten X-Rated Scheibe).

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