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Dienstag, 8. August 2017

Update

08.08.17 - Neue Reviews und Neukauf

 

- Neukauf


- Danger Pays

- The Sinister Eyes of Doctor Orloff

 - Schulmädchen-Report, 10. Teil – Irgendwann fängt jede an 

February (Archiv Review mit Nachtrag und leicht angepasst)

Neukauf

Diese und letzte Wocher erhalten:








American Gods
Dt. Blu Ray. Season 1. Habe ich schon zu Ende geschaut, hat mir sehr gut gefallen. Sehr ruhiger Aufbau, erstaunlich wenig Action und Blut, dafür sympathische Figuren und optisch ein Fest für die Sinne! 
A Bullet for the President
Dt. Blu Ray. Italo Western mit Giuliano Gemma. Schon geschaut - sehr zu empfehlen, Review folgt.

Die siegreichen Schwerter des goldenen Drachen
Dt. DVD - Spitzen-Eastern, schon geschaut. Review folgt.

Danger Pays Review



Danger Pays

Story:

Eine Milliarde Yen verschwinden. Gangster entführen Japans bekanntesten Geldfälscher, damit mit dem Geld Geschäfte gemacht werden können. Drei Detektive (u.a. Jô Shishido) machen es sich zur Aufgabe, das Geld selbst unter ihre Nägel zu reisen…


Meine Meinung:

Danger Pays hat mir sehr gut gefallen. Ich hatte schon etwas Angst, da mir der erste Film (es handelt sich um eine Edition mit drei Filmen der Nikkatsu Studios) Tokyo Mighty Guy gar nicht zusagte und ich diesen wirklich nicht gut fand.

Doch Danger Pays macht grossen Spass. Es handelt sich um eine Gangster-Komödie, in welcher drei «Betrüger» hinter Gangstern, gestohlenem Geld und einem alten Geldfälscher her sind. Geld und der Geldfälscher wechselt oft ihren Bestimmungsort, was für viel Situationskomik führt.

Der Film startet schon spassig mit einem tollen Song in den Film («Danger`s Where the Money Is») und wartet mit gutem Spiel aus Humor, sympathischen Figuren, Gangster-Elementen und hier und da dann doch überraschend harten Actionszenen auf (zu Beginn mit den Messern, am Ende blutige Shoot-Outs, Leichen). Der krass wechselhafte Mix störte mich jedoch nicht, da ich solche Genreverhalten und Mixe schon aus dem Hong Kong Kino zur Genüge gewohnt bin.

Der Regisseur (u.a. für Rica und Rica 2 verantwortlich), der zwischenzeitlich gar paar wenige Filme für die Shaw Brothers in Hong Kong drehte (leider u.a. zwei nicht zu empfehlende Titel wie Trapeze Girl und Diary of a Lady-Killer), hat für die Wahl der Darsteller ein gutes Händchen bewiesen und den damals grossen Star und bekannten Vertragsdarsteller für die Nikkatsu Studios, Jô Shishido, für die Hauptrolle ergattern können.

Und er macht, wie in jedem Film, welchen ich in letzter Zeit mit ihm sehen durfte (z.B. Youth of the Beast, Detective Bureau 2-3: Go to Hell Bastards! oder Branded to Kill) einen fantastischen und zuverlässigen Job. Schon in Detective Bureau 2-3: Go to Hell Bastards! bewies Jo, dass er ein Talent für humoristische Szenen besitzt was er in Danger Pays eindrucksvoll unter Beweis stellt. Aber auch die anderen Figuren sind sympathisch und lohnenswert und sorgen für Spass und Highlights (vor allem die Frauenrolle, typische Powerfrau mit viel Selbstvertrauen und Charakter).

Fazit: für Fans des alten japanischen Genre-Filmes sicherlich interessant. Kann man gut einen Blick riskieren – zumindest mir, dass der Film sehr gefallen und nun hoffe ich umso mehr, dass auch der dritte Film in der Collection, sehenswert ist!

Infos:

O: Yabai koto nara zeni ni naru

Japan 1962

R: Kô Nakahira

D: Jô Shishido, Hiroyuki Nagato, Ruriko Asaoka, Arihiro Fujimura, Eiji Gô

Laufzeit der UK Blu: Ca. 83 Min.

Gesehen am: 26.07.17

Fassungen: Siehe Tokyo Mighty Guy.

The Sinister Eyes of Doctor Orloff Review



The Sinister Eyes of Doctor Orloff

Story:

Melissa Comfort (Montserrat Prous), seit ihrer Kindheit gelähmt, hat nachts immer wiederkehrende Alpträume. Ihre Familie ruft den Psychiater Orloff (William Berger) auf den Plan, der Melissa helfen soll. Doch es gehen in der Behausung und Familie wirklich merkwürdige Dinge vor, welche nicht alle überleben werden…

Meine Meinung:

Vielfilmer Jess franco hat einige «Dr. Orloff» Filme gedreht. Aufgezählt wären dies: Dr. Orloff’s Monster, Der Schreckliche Dr. Orloff (1962, diesen kann ich sehr empfehlen), The Sinister Dr. Orloff (1984, kenne ich nicht) und eben besagten The Sinister Eyes of Doctor Orloff, 1973 abgedreht aber erst 1978 veröffentlicht).

Diese Version hat mir sehr gut gefallen. Der Film wird ruhig und stimmungsvoll erzählt. Auf allzu viel Blut, nackte Tatsachen oder gar Perversionen und unfreiwillige Komik, für dessen der Regisseur vor allem in späteren Filmen bekannt war, wurde hier verzichtet. Trotzdem funktioniert der Film durch das gotische Abmiete, die bedrohliche Stimmung, den tollen in Englisch gesungenen Soundtrack und das gute Schauspiel, vor allem die Mädels und davon vor allem Lead Montserrat Prous betreffend (sie hat auch schon mit Franco in The Silence of the Tomb zusammengearbeitet).

Auch die anderen Figuren sind gut bis okay, wobei vor allem der Polizist und der Hippie dann doch vereinzelt ein bisschen Humor in den Film bringen. Übrigens ist auch Lina Romay, Francos spätere grosse Liebe, im Film dabei. Sie spielt jedoch nur eine Kurzrolle und kommt ggf. 1-2 kurz vor (Freundin vom Hippie, habe sie nicht erkannt). Auch der Meister selbst kommt in einer Alptraumszene vor (in welcher das Blut auf die Beine von Melissa tropfen und sie schaut hoch und sieht Franco als Ursache der Blutungsquelle).

Wer die älteren, noch harmloseren Filme von Jess Franco mag, welche jedoch tolle Geschichten und vor allem viel Atmosphäre bieten, dem sei dieser Film empfohlen! Auf den Meister ist Verlas!

Infos:

O: Ojos del doctor Orloff, Los

Spanien 1978

R: Jess Franco

D: Montserrat Prous, William Berger, Edmund Purdom, Robert Woods

Laufzeit der US Blu Ray: Ca. 81 Min.

Gesehen am: 26.07.17

Fassungen: Siehe The Silence of the Tomb. Es gibt auch keine dt. Fassung (Stand: Juli 2017).

Schulmädchen-Report, 10. Teil – Irgendwann fängt jede an Review




Schulmädchen-Report, 10. Teil – Irgendwann fängt jede an

Inhalt inklusive meiner Meinung:

Vorgeschichte:


Im Gegensatz zum 9. Teil hat mir Teil zehn kaum gefallen. Alles ist hier durchschnittlich so, dass man diese Fortsetzung eigentlich getrost überspringen bzw. auslassen könnte.

Die Rahmenhandlung um Recht und Moral ist zunächst interessant, aber spätestens bei der total bescheuerten  Der Exorzist Parodie ist Schluss damit.

Der Film ist weder schockierend (Schülerin die Lehrer verführt und es andersrum darstellt), noch gross spassig und leider, trotz einiger Nacktszenen, nicht erotisch. Der Mix hat in den Teilen zuvor oft besser funktioniert d.h. der Humor war teilweise besser, einige Szenen etwas anstössig und verrucht und einzelne Szenen hier und da erotisch (wenn im Grossen und Ganzen auf alle bisherigen Filme gesehen eigentlich sehr selten der Fall war).

Teil zehn der Reihe geht uninteressant am Zuschauer vorbei. Ohne Highlights. Kann man, für diverse Arbeiten neben an, laufen lassen aber eher ein wenig empfehlenswerter Teil der Reihe. Es folgen noch drei Fortsetzungen – hoffe, dass diese spassiger werden.

Fazit: einer der schlechtesten Teile der Reihe! 

Gefolgt von: Schulmädchen-Report, 11. Teil – Probieren geht über Studieren

Infos:

O: Schulmädchen-Report, 10. Teil – Irgendwann fängt jede an

Deutschland 1976

R: Walter Boos

D: Alexandra Bogojevic, Astrid Boner, Reiner Brönneke, Siggi Buchner, Walter Feuchtenberg, Paul Glawion

Laufzeit der dt. DVD: 77:25 Min.

Gesehen am: Ende Juli 2017

Fassungen: Siehe Teil eins! Wobei bei Teil zehn nicht sicher ist, ob die ungeprüfte Fassung auch Uncut ist…

February Review

NIFFF 2016 Spezial


February

Story:

In einem Internat stehen die Ferien an: zwei Mädels (Lucy Boynton und Kiernan Shipka) bleiben im Internat mit zwei Angestellten zurück, u.a. weil die Eltern der einen Schülerin nicht auftauchen. Der ungewöhnliche Ferienalltag mutiert zum Horrortrip...

Meine Meinung:

Von den drei Filmen, welche ich schlussendlich am ersten NIFFF (2016) Tag gesehen habe, freute ich mich auf February am meisten und von diesem erwartete ich auch mehr als von den anderen beiden Streifen (Bad Cat, Congqing Hot Pot).

Dass es ein Potenzieller "Kauf-Film" werden wird dachte ich nicht - falsch gedacht! Mit February legt Anthony Perkins Sohn Oz ein beachtliches Regiedebüt vor und schon am ersten NIFFF Tag den ersten Überraschungsfilm, den ich mir auf die Wunschliste setzen werde. Der Film überbot meine Erwartungen und hat mich hier und da ein wenig an The Witch erinnert (vom langsamen Aufbau, der düsteren, unheimlichen Stimmung), den ich grossartig fand.

Auf die Story und Genre gehe ich ganz bewusst nicht weiter ein, da es den Spass rauben würde! Umso weniger, dass man weiss, umso besser.
Also ja keine Trailer schauen, lange Inhaltsangaben lesen etc. Fakt ist: toll gespielt, düster, unheimlich, spannend, langsamer, quälender Aufbau, toller Einsatz von Musik/Kameraeinstellungen (keine schnellen, hektischen Schnitte), stimmungsvoll und atmosphärisch und alles andere als ein 08/15 Inhalt.

Man muss auch bei der Sache bleiben, da der Film nicht chronologisch erzählt wird und er erst am Ende mehrere Storyelemente miteinander verbindet.

Mir hat der Film sehr gut gefallen.

February ist schon jetzt ein Streifen, auf welchen ich mich freue ihn als Heimmedium ein 2. Schauen zu können, um neue Details zu entdecken und um mich schön intensiv und stimmungsvoll gruseln zu lassen.

Genau so muss ein phantastischer Film aussehen! Erste grosse Überraschung am ersten NIFFF 2016 Tag!

Nachtrag nach 2. Sichtung:

Der Film bietet auch nach der 2. Sichtung eine stimmungsvolle Atmosphäre. Der Film wird bewusst langsam erzählt, was nicht jedem gefallen dürfte d.h. der Film ist sicher nicht für jeden Zuschauer geeignet, die von Beginn an viel Action wollen.

Die Flashbacks, welche die einzelnen Stränge der drei jungen Frauen angehen, sind teilweise nach wie vor nicht leicht zuzuordnen so, dass es teilweise besser ist, den Film einfach auf sich wirken zu lassen (die weissen, kalten, verschneiten Bilder sind toll). Man könnte hier da und gar von einem kleinen Style over substance Faktor sprechen.

Die Mädels agieren sehr gut, die Spannung bzw. Gruselfaktor, den es damals im Kino noch gab, war bei einzelnen Szenen leider nach der 2. Sichtung entfallen. Möglicherweise funktioniert dies, wenn man den Film länger nicht mehr gesehen hat.

February, der auf Heimmedium nun umgetauft wurde in The Blackcoat’s Daughter, ist jedoch ohne Zweifel ein Film, den es sich lohnt mehrfach zu schauen (sofern man den Film mag), um einzelne Aspekte zu entdecken, welche die Story Elemente zusammenführen.

Fazit: Interessanter Horrorfilm mit einer packenden Atmosphäre aber den grossen «Wow Effekt» nach der NIFFF Sichtung kann der Film nicht mehr aufbringen. "Fassungen" aktualisiert.

Infos:

O: February

Kanada, USA 2015

R: Oz Perkins

D: Emma Roberts, Kiernan Shipka, Lucy Boynton

Laufzeit der US Blu Ray: Ca. 95 Min.

Gesehen am: NIFFF Juli 2016 (Neuchatel International Fantasy Film Festival), 2. Sichtung Juli 2017 US Blu Ray

Review leicht angepasst, ergänzt: 20.07.17

Fassungen: Mir lag die US Blu Ray vor = Schuber, DVD und Blu Ray Fassung, Uncut, O-Ton, englische UT, Extras (paar Interviews und Audiokommentar mit Regisseur und diverse Trailer), sehr gute Bild- und Tonqualität. Es gibt noch keine dt. Fassung (Stand: Juli 2017).