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Donnerstag, 26. September 2019

Update

Neue Reviews

 

 

- Fox Hunter

- Hellywood

- House of 1000 Corpses (Zu Ehren von Sid Haig)

- Rambo: Last Blood



Info: ab 1. Oktober beginnt der Horroktober = es gibt jeden Tag ein Review zu einem Horrorfilm! Viel Spass!  


 

Rambo: Last Blood Review




Rambo: Last Blood

Story:

Vietnam-Veteran Rambo (Sylvester Stallone) lebt auf seiner Ranch, noch immer von vergangenen Taten traumatisiert (Krieg etc.). Bei ihm leben Maria (Adriana Barraza), seine Haushälterin und seine Enkelin Gabrielle (Yvette Monreal). Letztere macht sich nach Meiko auf, um ihren leiblichen Vater zu sehen. Sie gerät durch Umwege an Gangster, Zuhälter, Kartell-Mitglieder (Sergio Peris-Mencheta, Óscar Jaenada). Rambo macht es sich zur Aufgabe, sie zu retten…

Meine Meinung:

Was kann bei obiger Inhaltsangabe schon gross stören, wenn man als Fan auf eine Action-Story oder in dem Fall einen Racheplot à la Death Wish 2 aus ist? Leider ziemlich viel. Was Rambo: Last Blood, den neusten und fünften Teil der Rambo Reihe angeht, las ich extra nichts vor dem Kinobesuch. Um den Film ist zuweilen bereits ein Hype entstanden, der dem Film nicht gerecht wird.

In meinen Augen ist es leider nur ein durchschnittlicher Film und der schlechteste Rambo. Die Reihe kenne ich jedoch gar nicht so gut d.h. nicht in- und auswendig. Den ersten mag ich sehr – den habe ich viele Male gesehen und stellt den besten Film und einen meiner Lieblingsfilme dar. Die Teile zwei und drei habe ich bisher nur je einmal gesehen und weiss fast nichts mehr. Teil vier habe ich mind. zwei Mal gesehen – der wirkte aber bereits nach der 2. Sichtung deutlich schwächer als noch im Kino. Ob Teil fünf blutiger als der letzte ist, kann ich daher nicht sagen.

Das Problem in Teil fünf ist die Tatsache, dass es sich nicht um einen reinen Action-Film handelt. Mehr Rache-Geschichte. Da sollte man die Erwartungen anpassen. Wer am Anfang oder Mittelteil bereits Action erwartet, wird enttäuscht werden. Das Drehbuch (Figurenzeichnungen, Dialoge, Handlungen) sind stark optimierungsbedürftig.

Der Inhalt wäre halb so schlimm, wenn am Ende wenigstens die Action rocken würde. Leider tut sie das nicht. Das Finale ist innerhalb von 5-10 Min., zack zack, zu Ende. Geht alles viel zu schnell, zu unlogisch, zu wenig explizit, zu dunkel, zu unspektakulär und mit zu viel (billigem) CGI-Einsatz. Sehr schade. Da hilft schlussendlich auch Sly, der sehr solide Auftritt, nicht viel.

Fazit: So bleibt es leider bei der einmaligen Kinosichtung = schlechtester Rambo!

Infos:

O: Rambo: Last Blood

USA 2019

R: Adrian Grunberg

D: Sylvester Stallone, Adriana Barraza, Yvette Monreal, Sergio Peris-Mencheta, Óscar Jaenada

Laufzeit der Kinofassung: Ca. 100 Min. (CH Kino-Version)

Gesehen am: 25.09.19

Fassungen: Im Schweizer Kino gesehen = ab 16/14, Uncut, O-Ton mit u.a. deutschen Subs. In den USA und Co. wurde eine kürzere Fassung gezeigt (der Beginn mit der Flut fehlt – fiel beim Testpublikum durch). Die deutsche DVD und Blu-Ray sollen Ende Feb. 2020 erscheinen. In D läuft der Film auch Uncut im Kino, jedoch ab 18.

House of 1000 Corpses Review





House of 1000 Corpses

Story:

Paar Teens durchqueren das Land und halten Ausschau nach Absurditäten. Da kommt ihnen die Story von Dr. Satan gerade recht. Als sie die Gegend auskundschaften, werden sie von einer Redneck Familie (u.a. Karen Black, Sheri Moon Zombie, Bill Moseley) gefangen genommen. Die Polizei (William Bassett) beginnt zu ermitteln…

Meine Meinung:

Zu Ehren von Sid Haig (Verstarb am 21.09.19), auf welchen ich damals erst durch Rob Zombies House of 1000 Corpses aufmerksam wurde, gab es eine Neusichtung zu diesem schrillen Backwood-Film. House of 1000 Corpses ist für mich, auch nach all den Jahren, noch immer sein bester Film.

Den Film sah ich als Jugendlicher und die Vorfreude war, auch durch den Hype im Internet, gross. House of 1000 Corpses war dazumal auch der erste (und einzige) Film, den ich runtergeladen und auf dem Rechner guckte – und trotz kleinem Bildschirm, fehlenden Subs und schlechter Qualität war die Sichtung toll und eindrücklich – ich war total geflasht – und bin es auch jetzt noch, wenn ich den Film wiederholt ansehe.

Obwohl Rob Zombies Musik zum grossen Teil nicht ganz meinem Musikgeschmack entspricht (kannte dazumal nur Dragula wegen Die Killerhand) gefällt mir der Soundtrack und die Musik im Film bestens. Backwood-Story-Elemente mag ich immer und Rob Zombie würdigte damit als Hommage alte Klassiker wie Blutgericht in Texas und Co. Dazu kommt, nebst cooler Musik-Clip-Ästhetik auch viel Retro-Charme dazu. Das mag ich einfach. Und schon hatte mich der Film in seinem Bann.

Der Film ist, auch dank viel Action, abwechslungsreichen Settings und einer kurzen Laufzeit, unterhaltsam. Zwar nicht wirklich originell, gruselig oder spannend (die Teens sind eh nur Kanonenfutter), dafür geht die Zeit beim Schauen vorbei. Die Effekte können sich auch sehen lassen und sind, auch im Zusammenhang mit der Optik und den audiovisuellen Spielereien sehenswert.

Rob Zombie gelangen einige herrliche Momente im Film – sei es der Beginn, die Run, Rabbit Run Szene, der Besuch beim Pussy Liquor oder die Stürmung der Polizei auf dem Gelände (für mich die beste Szene im ganzen Film, hat zuerst Spannung, dann schwarzen Humor, dann etwas Episches an sich). Dazu coole Mucke, abgefuckte Figuren.

Letzteres ist fast in jedem Rob Zombie Film zu sehen. In House of 1000 Corpses waren einige tolle Akteure dabei und die Redneck Familie ist, wie erwartet, der eigentliche Sympathieträger des Filmes. Die Antihelden sozusagen. Sid Haig als Captain Spaulding zierte danach viele Cover, Magazine, trat in vielen Horrorfilmen auf (House of the Dead II, Night of the Living Dead 3D, Bone Tomahawk, Hatchet III) und spielte auch in den Fortsetzungen mit. In Teil drei, 3 from Hell, der aktuell am Fantasy Film Fest läuft, langte es nur für eine Kurzrolle, da gesundheitlich angeschlagen.

Weitere Namen, die gefallen haben und/oder in späteren Rob Zombie Filmen zu sehen waren: Karen Black (Mirror Mirror) die leider inzwischen auch schon verstorben ist, Sheri Moon Zombie (welche Rob Zombie später heiratete) und Bill Moseley (The Texas Chainsaw Masscare 2, Boar), wobei vor allem letzterer in sehr vielen Horror-Filmen auftrat.

Rob Zombie konnte leider nicht mehr an die Qualität seines Debüts heranreichen. Er blieb dem Horror-Genre treu und drehte u.a.: The Devil's Rejects (wohl sein 2. bester Film), Fake-Trailer Werewolf Women of the SS (schade, dass dies nie verfilmt wurde), das Halloween Remake plus Fortsetzung, den Animationsfilm El Superbeasto (ist okay), The Lords of Salem (sein letzter guter Film), 31 (grottig) und zuletzt 3 from Hell.

Trotzdem, gerade für Horrorfans wird weiterhin interessant sein, wie sich Rob Zombie in Zukunft orientieren wird! Eine Rückkehr zu seinen Wurzeln wäre ihm zu wünschen!

Fazit: Wer die klassischen Backwood Filme mag und sich ab der Musik-Clip-Ästhetik und dem Overacting der Figuren nicht nervt, dem sei der Film absolut ans Herz gelegt!

Gefolgt von: The Devil's Rejects

Infos:

O: House of 1000 Corpses

USA 2003

R: Rob Zombie

D: Sid Haig, Karen Black, Sheri Moon Zombie, Bill Moseley, William Bassett

Laufzeit der US-DVD: 88:58 Min.

Gesehen am: Vor 2006 / Review überarbeitet am: Okt. 2019

Fassungen: Mir lag die US-DVD von Lions Gate vor = Uncut, O-Ton, englische Subs, viele Extras, sehr gute Bild- und Tonqualität. In Deutschland (auf Blu-Ray) von Studiocanal erschienen. Es gäbe noch mehr Material zum Film, das jedoch laut Rob Zombie verschollen sein soll…

Hellywood Review






Und drei Bilder aus dem Film (während dem Schauen mit dem Handy geknipst): 








Hellywood

Story:

2060: Aliens wollen die Erde übernehmen und tarnen sich als Musiker und Tänzer in Hollywood. Das Ziel: Menschen entführen und in Pflanzen verwandeln. Doch Super-Agent Bifunovich (Tomoko Saito) und seine drei Gehilfinnen (u.a. Mio Hani) versuchen, die Aliens aufzuhalten…

Meine Meinung:

Von Regisseur Takafumi Nagamine, der den kultigen Independent-Film Diva in the Netherworld mit viel Liebe auf die Leinwand zauberte, kam zwei Jahre später ein erneuter Kracher, der an Surrealität und völlig verrückten Einfällen inklusive vielen charmanten Effekten und mit viel Liebe für Details, zu überzeugen vermochte: Hellywood!

Hellywood sieht, dank grösserem Budget und besserer Technik (nun auf 35mm gedreht), aufwändiger aus. Dazu gibt es auch mehr Effekte und eine bessere Bildqualität. Der Inhalt ist ähnlich verrückt und fantasievoll wie in Diva in the Netherworld. Die Story ist hier noch dünner – der Style over Substance Faktor kommt voll zum Tragen.

Die Story sollte man vernachlässigen und sich einfach am bunten Treiben, was einem vorgesetzt wird, erfreuen und sich kurzweilig und abgedreht unterhalten lassen. Kino, wie es nur aus Japan kommen kann. Zum Teil ist es kaum in Worte zu fassen, was man da zu sehen bekommt. Der Film bietet sehr abwechslungsreiche und originelle Settings (eines könnte direkt aus der Feder von Salvador Dalí stammen).

Der Film ist nur zum Teil ein Musical. Mehr echter Spielfilm mit hier und da Tanz- und Gesangseinlagen, die groovig und sehenswert in Szene gesetzt wurden. Die mir unbekannten Darsteller, die alle sichtlich Spass am Film hatten, machen ihre Sache gut. So auch Regisseur Takafumi Nagamine, dem man extrem viel Fantasie nachsagen kann (was ich sehr mag), war mit Herz dabei (am Ende gibt’s die Einstellung «directed by Takafumi Nagamine with Love»). Schade, dass er nicht mehr Filme wie Diva in the Netherworld und/oder Hellywood drehte.

Die Effekte sind sehr charmant. Es gibt z.T. auch wieder Stop-Motion Arbeiten zu sehen. Daneben noch eine Autopsie mit hängenden Därmen an der Decke, ein Gehirn, eine eklige Szene à la Die 120 Tage von Sodom, eine weitere eklige Szene (WC «reinigen»), einem cool getricksten Alien im Weltraum, kämpfende Samurai-Einlagen auf der Bühne und sogar eine Hommage an Frankenstein gibt es zu sehen (eine der Figuren wird in der Szene auch Frankenstein genannt).

Fazit: Für Fans des japanischen Kinos und insbesondere Fans von Regisseur Takafumi Nagamine und Diva in the Netherworld zu empfehlen! Muss man gesehen haben, um es zu glauben!

Infos:

O: Heriuddo

Japan 1982

R: Takafumi Nagamine

D: Kumi Aochi, Kenji Endo, Mio Hani, Tomoko Saito

Laufzeit der jap. VHS: Ca. 85 Min.

Gesehen am: 26.07.19

Fassungen: Mir lag das jap. VHS von Daiei Video vor = Uncut, in Japanisch, keine Subs, gute Bildqualität. Gäb es inzwischen in Japan sogar auf DVD. Ausserhalb Japans wurde der Film nie veröffentlicht (Stand: Juli 2019).

Fox Hunter Review





Fox Hunter

Story:

HK Polizistin (Jade Leung Chang), dessen Onkel (Guy Lai Ying-Chau) von einem Gangster (Ching Fung), der sie zudem vergewaltigt hat, getötet hat, jagt diesem in China hinterher. Mithilfe bekommt sie von einem Lockvogel (Jordan Chan Siu-Chun) und der Polizei aus China (Yu Rong-Guang)…

Meine Meinung:

Fox Hunter wurde mir von einem Kollegen empfohlen und diese Empfehlung hat sich gelohnt! Den Film hatte ich nie auf dem Radar – vielleicht, weil ich vor allem bis 1995 schaue und die Filme ab 1995-2000 und älter aus Hong Kong, mehrheitlich vernachlässigt habe!?

Zu Lasten solcher Filme (oder China Strike Force). Fox Hunter hat mir ausgesprochen gut gefallen. Der Film ist unkompliziert und die Action rockt. Zudem ist der Film alles andere als harmlos und es sind sogar Spannung und Dramatik, vor allem wenn Jade Leung Chang (der Star aus Black Cat 1 und 2 sowie Satin Steel) auf den Killer trifft. Nur schon der Beginn ist sehr spannend und hart anzusehen (sogar Rape & Revenge Inhalte kommen zum Tragen).

Die Action besteht aus kurzen Kämpfen, Explosionen, Verfolgungsjagden und einigen sehr aufwändigen Stunts. Ach – und viele schön choreographierte, übersichtliche und starke Shoot-Outs wollen wir an dieser Ecke nicht vergessen – diese machen die Mehrheit der Actionszenen aus. Die besten Actionszenen hat der Film zu Beginn (Undercover-Aktion, Geiselnahme, Rache vom Täter) und am Ende (Geiselnahme im Shopping Mall).

Von den Figuren haben mir vor allem Jade Leung Chang sehr gut gefallen (Schauspiel und Actionszenen) und Ching Fung als sadistischer und fieser Bösewicht. Der Rest ist nicht der Rede wert. Yu Rong-Guang (The Era of Vampires) ist nur solide und Jordan Chan und sein Overacting haben sehr genervt – störende Figure im Film. Da die Action, Dramatik und Spannung aber gegeben sind (und Lead Held und Lead Bösewicht überzeugen), fällt das zum Glück nicht gross ins Gewicht!

Fazit: Für HK Action-Fans zu empfehlen!

Infos:

O: Choh Tai Jui Gik Jo Hap

HK 1995

R: Stephen Tung Wai

D: Jade Leung Chang, Ching Fung, Jordan Chan Siu-Chun, Yu Rong-Guang, Guy Lai Ying-Chau

Laufzeit der HK LD: Ca. 92 Min.

Gesehen am: 26.07.19

Fassungen: Mir lag die HK-LD von Universe vor = Gute bis solide Bild- und Tonqualität, O-Ton, englische Subs, Uncut. Den Film gibt es in HK nur als LD, VHS und VCD. In Deutschland gibt es eine DVD – diese ist jedoch nur Dubbed und ohne O-Ton = nicht zu empfehlen! Die HK Fassungen (oder das US VHS) haben auch bessere Bildformate als die deutsche DVD. Die HK LD habe ich über ein Auktionshaus in China gekauft.